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10.11.2010 10:34    |    Kruegerl    |    Kommentare (10)    |   Stichworte: Alles auf Rädern, Geschichte, Historik, Suzuki, Swift

Ich kenne meinen Suzuki Swift, seit er 1996 den Händler verließ. Damals schon, im Alter von sechs Jahren gefiel mir Mamis neues Auto immer besser, als das von Papi und die von den anderen Leuten auf der Straße. Im Jahre 2010 schließlich übernahm ich das Steuer des rundlichen Spaßmobils und versuche seitdem, dieses Schmuckstück japanischer Kleinwagen-Kunst für die Nachwelt zu erhalten (was mir manchmal mehr und manchmal weniger gelingt).

Genauergesagt handelt es sich bei meinem Modell, wie bereits in mehreren anderen Blogbeiträgen erwähnt, um einen Swift GLS 1.0 der Type EA. Ich war nie ein Fan großer Autos, ich habe es gerne klein, kompakt und sportlich. Schon lange bevor der erste Gedanke an den Führerschein verschwendet wurde, war mir klar, dass als erstes Auto nur ein Kleinwagen in Frage kommen wird und genau hierfür schien mir im Endeffekt der Swift wie geschaffen. Manche träumen von Ferraris oder Jaguars, mein Traum heißt Suzuki Swift EA.

Ich kann mir selbst nicht erklären, woher diese Faszination für ein eher unbedeutendes, kleines und eher langsames Auto stammt. Das kann daran liegen, dass ich mit diesem Auto groß geworden bin, am einzigartigen Design des EA oder am unverwechselbaren Klang des spaßigen, fröhlich drehenden 3-Zylinder Motors. Kurzum gesagt: Es war Liebe auf den ersten Blick. Der Moment, als ich das Fahrzeug dann offiziell mein Eigen nennen durfte, war dann wohl die Hochzeit.

 

Der perfekte Moment daher, einmal zurückzublicken und sich die turbulente Geschichte, vollgepackt mit zahlreichen Facelifts und technischen Änderungen näher anzusehen.

 

Alles begann im Jahre 1983, als der erste Swift damals noch unter dem Namen "Cultus" auf der 25. Tokyo Motor Show vorgestellt wurde. In Kooperation mit General Motors sollte er den Kleinwagenmarkt revolutionieren und die damaligen Presseberichte fielen großteils sehr positiv aus. Das erste bereits als "Swift" bezeichnete am Markt erhältliche Modell wer der

 

Swift AA

 

Länge: 3585–3685 mm

Breite: 1530–1545 mm

Höhe: 1350 mm

Radstand: 2245–2345 mm

Leergewicht: 620–765 kg

 

Der Swift AA wurde von 1983 bis 1989 gebaut und war in diversen Motorisierungsvarianten, von der kleinen 1.0l-Maschine mit 50PS bis zum bis heute bekannten 1,3l GTI Motor mit 101PS erhältlich.

 

Swift EA

 

Länge: 3745–3810 mm

Breite: 1585–1590 mm

Höhe: 1340–1380 mm

Radstand: 2265–2365 mm

Leergewicht: 740–955 kg

 

Mit der Einführung des Swift EA wurde nicht nur ein einfaches Facelift durchgeführt, sondern das Design grundliegend erneuert. Man setzte nun auf rundere, freundliche Formen, um dem Designtrend der Mitt-90er zu entsprechen.

Auch hier reichte die Motorisierung vom kleinen 1.0l 3-Zylinder mit 53PS bis zum wassergekühlten 1,3l GTI-Motor mit elektronischer Kraftstoffeinzeleinspritzanlage und Kennfeldzündung. Die Limousine wurde alternativ auch mit einem 1,6l Vierzylinder-Motor ausgestattet, welcher 95PS lieferte. Gebaut wurde der EA zwischen 1990 und 1995.

 

Swift MA

 

Länge: 3845 mm

Breite: 1575 mm

Höhe: 1330 mm

Leergewicht: 750 kg

 

1996 erfuhr der Swift ein kleines Facelifting und war von nun an unter dem Namen MA bekannt. Dieser war in einer 1.0l-Variante sowie in einer 1,3l-Variane erhältlich und wurde für den europäischen Markt auschließlich nur mehr bei der Magyar Suzuki Corp. in Esztergom (Ungarn) bis 2004 hergestellt.

Ein allradgetriebenes Pendant bot Subaru mit seinem "Justy" an.

 

Swift MZ/EZ

 

Länge: 3695–3765 mm

Breite: 1690 mm

Höhe: 1500–1535 mm

Radstand: 2380 mm

Leergewicht: 1045–1195 kg

 

Der ab 2005 gebaute Swift ist der, wie wir ihn heute kennen und als Neuwagen kaufen können. Mit seinen Vorgängern hat er außer den vier Rädern nicht mehr viel gemein. Auch der alte Dreizylinder hat endgültig ausgediehnt. Der neue Swift ist nur mehr als Vierzylinder vom 1328 cm³ großen Motor mit 92PS über den 1300 DDiS DPF-Turbolader Motor mit 75PS bis hin zum 1586 cm³-Motor mit einer Leistung von 125PS erhältlich. Auch ein 1.3l Diesel ist verfügbar.

 

 

In diversen Ländern wurde der Swift zwischenzeitlich auch unter Lizenz gefertigt. So war der Swift beispielsweise in Indien unter dem Namen Maruti Esteem bekannt oder in Australien als Holden Barina. In Amerika wurde er unter Lizenz sogar als Chevrolet Sprint, Pontiac Firefly und Geo Metro gebaut.

 

Freuen wir uns also schon einmal auf das 30jährige Jubiläum des legendären Suzuki Swift und darauf, was uns Suzuki weitere 100 Jahre vorstellen wird!


09.11.2010 19:57    |    Kruegerl    |    Kommentare (6)    |   Stichworte: Computer, Gaming, Off-Topic, Simulation, Spiel, Spiele

Der virtuelle PorscheDer virtuelle Porsche

Realistische Renn-Simulatoren für den PC stellen schon fast einen ganz eigenen und recht kostenintensiven Hobbybereich dar. Ähnlich wie bei Flugsimulationen kommt erst mit der richtigen Hardware ein Gefühl von Realismus auf.

Und hey, wer möchte nicht einmal mit einem GT-Boliden, einem Formel 1-Wagen oder einem schicken Oldtimer über die Nordschleife, den alten A1-Ring und die Rennstrecken dieser Welt jagen? Das alles kann man zuhause vor dem eigenen Schreibtisch mit maximalen Realismus erleben!

 

Mit Rennsimulatoren ist es ähnlich wie bei anderen Hobbies, wie dem Modellbau oder den "großen" Autos - Ein Ende ist nie in Sicht, es gibt immer etwas neues zu kaufen, um noch ein bisschen mehr herauszuholen.

Ich habe vor langer Zeit einmal ein kleines Video-Tutorial für Rennsimulationen für meine mittlerweile inaktive Modellbau-Website erstellt. Beide Hobbies, sowohl den Modellbau als auch die Rennsimulationen, habe ich mittlerweile an den Nagel gehängt, da das "große, echte" Auto genug Zeit und Geld frisst, die Videos habe ich aber heute wieder ganz zufällig auf Youtube gefunden und möchte sie euch daher nicht vorenthalten (Der Link zum 2. Teil sollte euch am Ende von Teil 1 im Videofenster angezeigt werden).

 

Eines wurde vergessen, im Video zu erwähnen: Das Lenkrad verfügt natürlich über Force Feedback. Das bedeutet, dass ihr jede Bodenwelle und Unebenheit auf der Strecke spürt und oft aufpassen müsst, dass ihr das Lenkrad nicht verreisst. Selbstverständlich sind auch Lenkräder im Low Budget-Bereich erhältlich. Allerdings sind diese allesamt zwar für Computerspiele geeignet, jedoch nicht für ernstzunehmende Rennsimulationen. Billige Lenkräder/Pedale bestehen aus Vollplastik und bieten einfach nicht die Funktionen, welche für das Betreiben einer Simulation notwendig sind. Das hier vorgestellte Logitech G25 stellt das perfekte Gleichgewicht zwischen Preis und Leistung dar. Spezialisierte Hersteller von Simulations-Equipment bieten auch Lenkräder, Pedale, Schalthebel, etc. an, welche einmal rasch den Preis eines topmodernen Komplett-PCs übersteigen.

 

Hier noch die Links zu den wichtigsten im Video vorgestellten Produkten:

 

Logitech G25 Racing Wheel

Die Simulations-Reihe von Simbin

Unzählige neue Strecken und Fahrzeuge


09.11.2010 16:38    |    Kruegerl    |    Kommentare (4)    |   Stichworte: Drink, Getränk, Off-Topic, Shell, Tankstelle, trinken, V-Power

Shell V-Power DrinkShell V-Power Drink

Seit einiger Zeit gibt es den Shell V-Power Kraftstoff nicht nur für´s Auto sondern nauch für den Fahrer.

Shell bewirbt seinen Hochpreiskraftstoff V-Power nun auch in Form eines Energy Drinks. Der rötliche Blubber in der 330ml Dose verfügt über einen Waldfruchtgeschmack und enthält ca. gleich viel Koffein und Taurin wie eine Dose Red Bull. Der Preis pro Dose beträgt im Gegensatz zum Stier hingegen stolze 1,79€.

 

Allerdings bin ich mittlerweile richtig süchtig nach dem Zeug geworden, da dieser Energy Drink nicht gar so klebrig süß wie Red Bull und Konsorten ist, sondern über eine eher erfrischende säuerliche Note verfügt. Weiters schmeckt der Waldfruchtgeschmack in der Tat ein wenig... "waldfruchtig":D

 

Fazit: Trotz des relativ hohen Preises von 1,79€ pro Dose könnten Leute, denen Red Bull und Co. zu süß ist, hier eine leckere Alternative finden. Für mich ist der Drink mittlerweile zur richtigen Tradition geworden: Nach dem Tanken oder während der Autowäsche wird ein Döschen V-Power gekippt. Dieses verfügt zwar nicht über 100 Oktan, schmeckt aber lecker. :)


08.11.2010 21:26    |    Kruegerl    |    Kommentare (10)    |   Stichworte: Archiv, Pflege, Reinigung, Suzuki, Swift

Hallo, liebe Motor-Talker!

 

In der letzten Zeit habe ich meinen Swift ein wenig gehen lassen. Ein Outdoor-Ausflug mit Heimfahrt in schmutzigen Klamotten und dreckigen Stiefeln hier, eine Fahrt in unwegsamen Gelände in Tschechien dort (kleiner Tipp am Rande: Tschechische Pfützen sind gefährlich - man weiß nie, wie tief sie wirklich sein können! ^^ ), ohne mich um den Zustand und die Sauberkeit des Autos zu scheren. Bei längeren Fahrten wurde natürlich auch noch ordentlich geraucht und gegessen.

Ein Auto ist ein Gebrauchsgegenstand, dachte ich mir.

 

Doch es war ein regnerischer Montag, als sich meine Einstellung schlagartig wieder änderte. Als ich heute in der Morgendämmerung zu meiner Suzi marschierte und im Nieselregen vor ihr stand, krampfte sich mein Herz zusammen. "Was habe ich dir nur angetan", dachte ich mir und es schien mir fast so, als würde ihr eine kleine Kullerträne vom Scheinwerfer tropfen. Das wollte ich wieder gut machen und so fuhr ich direkt nach der Arbeit zu meiner Stammtankstelle, an der ich dann den gesamten Abend verbrachte, zwecks einer Komplettkur.

 

Aufwand:

70€ für Pflegeprodukte und Gebrauchsflüssigkeiten

4,5 Stunden Arbeitsaufwand

 

1. Fahrt durch die Waschanlage, um zu erkennen, welche Farbe mein Swift nocheinmal hatte

2. Aussaugen des Innenraumes

3. Entfernen von Staub und Schmutz im gesamten Innenraum mit einer kompletten Packung schweineteurer Innenreinigungstücher

4. Einlassen der Amaturen mit einem "Cockpitschaum matt"

5. Reinigung der Sitzbezüge

6. Reinigung der Innenscheiben

7. Ölen der Türschlösser

8. Auffrischung und Wiederherstellung der ausgebleichten Kunststoffstoßstangen

9. Auffüllen von Gebrauchsflüssigkeiten

 

Als ich nach der Komplettreinigung den Motor startete, um die Tankstelle zu verlassen, hätte ich schwören können, ein leises "Dankeschön" zu hören.

Endlich sind mein Auto und ich wieder glücklich. Endlich riecht es wieder angenehm frisch und man kann sich darin wieder richtig wohlfühlen.

 

Nun sitze ich hier, mir tut vom 4 Stunden "im Auto rumturnen" alles weh und in meiner Geldbörse klafft ein tiefes Loch. Doch es hat sich gelohnt. Seht euch die Bilder an und urteilt selbst.

 

Ich gönne mir jetzt jedenfalls einen Entspannungsdrink und schnuppere noch ein wenig den frischen Duft der Reinigungsmittel an meinen Händen. ^^

 

Gute Fahrt!

 

Eurer

Krügerl


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  • Kruegerl
  • VincentVEGA_

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