• Online: 1.312

06.07.2015 20:15    |    Kruegerl    |    Kommentare (6)    |   Stichworte: Alles Auto, Auto, Auto Bild, Automagazin, auto motor sport, auto motor und sport, Autorevue, Heft, Magazin, motor, Print, Printmagazin, Printmagazine im Test, sport, Test

Wie im ersten Teil behandelt auch Teil 2 wieder sowohl ein deutsches als auch ein österreichisches Printmagazin. Nicht nur hier bei Car Vision, sondern auch beim nächsten Magazin lautet das Motto

 

Alles Auto

 

"Alles Auto" ist das meistverkaufte Automagazin in Österreich und gehört zur wiener Verlagsgesellschaft gefco. Die Druckauflage beläuft sich auf über 57.000 Exemplare, das Magazin erscheint 10x im Jahr. Jung und modern kommt das Heft daher. Hinter dem Hochglanzeinband verbergen sich durchschnittlich 115 Seiten bei einem sehr großzügigen Layout. Bei "Alles Auto" ist man eindeutig der Freund von vielen Tabellen. Das Magazin richtet sich eher an jüngeres Publikum und legt seinen Fokus sehr stark auf Tests und Berichte rund um aktuell erhältliche Neuwagen. Die Artikel sind eher kurz und der Schreibstil simpel gehalten, sodass sich "Alles Auto" perfekt für Mitfahrten in Bahn und Bus eignet, während andere Magazine zuhause auf dem Sofa besser aufgehoben sind. Die Webpresenz kann als guter Durchschnitt bezeichnet werden, das Design ist eher simpel gehalten. Wie die meisten anderen Magazine auch bietet "Alles Auto" mittlerweile ebenfalls eine so gennante "Augmented Reality"-App, welches es einem ermöglicht, mit dem Smartphone oder Tablet ausgewählte Heftseiten einzuscannen und so direkt darauf Zusatzinhalte wie weitere Bilder oder Videos abgerufen werden können. Die veröffentlichen Testberichte der Redaktion werden im Allgemeinen von der Leserschaft als unabhängig, objektiv und fair angesehen.

 

 

 

auto motor und sport

 

Als nächstes behandeln wir wiederum ein deutsches Magazin: Die wohl ebenfalls bekannte Zeitschrift "auto motor und sport". Es handelt sich hierbei wohl um den ältesten Vertreter in unserer Testreihe. Die erste Ausgabe erschien im Jahre 1946 (!), allerdings noch unter dem Titel "Das Auto".

"auto motor und sport" ist eine reichweitenstarke deutsche Automobil-Zeitschrift mit einer Auflage von über 350.000 Exemplaren, die im Verlag Motor Presse Stuttgart produziert wird. Sie erscheint im 14-täglichen Rhythmus. Der Inhalt besteht hauptsächlich aus Test- und Fahrberichten von Pkw, Neuvorstellungen von Pkw sowie Reportagen aus den Bereichen Freizeit und Motorsport. Weitere Schwerpunkte sind die Themen Technik, Gebrauchtwagen, Verkehr und Umwelt sowie Wirtschaft.

Chefredakteure sind Ralph Alex und Jens Katemann. Herausgegeben wird das Magazin von Bernd Ostmann, der bis September 2012 selbst lange Chefredakteur gewesen war. Weitere Chefredakteure waren u. a. Heinz-Ulrich Wieselmann (1950 bis 1970), Ferdinand Simoneit und Klaus Westrup. Zu den Mitarbeitern zählen bzw. zählten u. a. Paul Simsa, Fritz B. Busch, Gert Hack, Norbert Haug oder Frank Hofmann. Es ist die deutsche "Nr. 2" in Deutschland - das Magazin wird von Reichweite und Auflage ausschließlich von der Auto Bild übertroffen.

Der Vergleich mit der Auto Bild ist aber auch nicht abwegig, denn auf den ersten Blick ähnlen sich beide Magazine doch deutlich, vor Allem beide Papier- und Drucksorten sind absolut ident. Auf den zweiten Blick hingegen erkennt man doch deutliche Unterschiede. Neben diversen Reportagen und Berichten wird innerhalb des Heftes - wie es der Titel bereits verrät - auch dem Motorsport ein größerer Bereich reserviert. Auch der Artikelumfang fällt deutlich hochwertiger und umfangreicher aus.

Innerhalb des Verlages erscheinen ebenfalls einige Special Interest-Ableger, wie "sport auto" oder "Motor Klassik" sowie einige besonders hochwertige Sonderhefte. Besonders hervorzuheben unter den Sonderheften sind besonders hochwertige Ausgaben unter dem Titel "EDITION", welche ihren Titel auch redlich verdient haben. Die Internetplattform präsentiert sich übersichtlich sowie aufgeräumt und braucht sich vor der Konkurrenz keinesfalls zu verstecken.

 

 

Den nächsten Teil werden wir weiteren, allerdings etwas spezielleren und unbekannteren Magazinen widmen. Des Weiteren haben wir uns die vielen Hinweise und Kritiken nach dem ersten Teil zu Herzen genommen und werden versuchen, diese bei einer eventuellen zukünftigen Fortsetzung zu beachten. Bis dahin ziehen wir uns erst einmal wieder ein wenig zum Schmökern und Vergleichen zurück.


06.07.2015 22:18    |    Reifenfüller47376

Der Niedergang von AMS ist einfach nur noch traurig, noch vor ein paar Jahren waren die noch richtig gut und jetzt allerletztes Niveau, schlimmer noch als AB und nur noch Werbung, alle Importe werden absolut lächerlich schlecht gemacht.


06.07.2015 23:03    |    _RGTech

Wie gut die AMS mal war, erschließt sich einem erst, wenn man ein paar alte Ausgaben in der Hand hält.

Selbst das EDITION Faszination Audi Quattro-Heft, das zu 75% alte bekannte Artikel in neuem Satz (diesmal ganzfarbig) präsentiert, zeigt das, überdeutlich sogar. Damals wurden tagelang Hintergrundinfos gesammelt, persönliche Meinungen und Erfahrungen eingeflochten, Tests und auch mal Fehler gemacht, und auch unangenehme Seiten präsentiert; also insgesamt das, wofür wir heute Sendungen wie Top Gear lieben.

Heute sind die ersten paar Seiten (die Neuvorstellungen) meistens Pressefotos mit Presseinfos, wenn im Mittelteil verglichen wird dann (ab der Golfklasse) in der Mehrheit mit VW-Derivaten (die aufgrund der Durchschnittlichkeit entweder gewinnen oder "Gewinner der Herzen" werden) und Dieseln oder wenigstens Sportmodellen, und der verbleibende Rest ist zwar hochglänzend, aber dafür nicht zwingend lesefreudig.

 

 

Im Vergleich mit der AB muss man aber auch sagen, bei Auflagenbeginn war die AB tatsächlich die erste vollfarbige Zeitschrift und damit der Konkurrenz weit voraus - hatte aber im Gegensatz zu den schon in den 70ern auf stabilem Papier gedruckten und mit robustem Umschlag versehenen AMS und AZ anfangs wirklich nur Zeitungspapier ohne Heftung zu bieten. Wer hier was von wem abgekupfert hat, ist angesichts des heutigen Gleichstands ja leicht zu erraten.

Und abgesehen von der Finanzstärke des Springer-Verlags, der nun mal Marktmacht und Bekanntheit der Hauptmarke BILD geschickt zu nutzen vermag, wäre das mit der Nr. 1 so schnell nichts geworden. Der AB-Hauptteil sind die Werkstättentests, Kummerkastenaktionen und Anprangerungen - das können sie wie kein anderer. Dafür sind die Artikel dort redaktionell eher Fast Food und waren zumindest anfangs keine Gefahr für die etablierten (und auch teureren) Magazine. Zumindest bis dort der schleichende Niedergang eintrat.

 

 

Dass deren Qualitätsschreiberlinge heute lieber die Klassikabteilungen füllen und dort durchaus Artikel verfassen, bei denen es eine Freude ist, sie zu lesen, ist einerseits bedauerlich für die Stammzeitschrift, sichert aber der Klassiksparte eine treue Leserschaft.


06.07.2015 23:50    |    Reifenfüller47376

Alles Auto hat mir früher auch gut gefallen, aber seit ein paar jahren schreibt da immer ein primitiver rechter populistische Hetze, echt zum ko....

So was hat in einer Autozeitung absolut nichts verloren, echt eine Frechheit!

 

Edit: Damit das nicht Missverstanden wird: Nichts über Ausländer, schon nur über Politik rund ums Auto, aber trotzdem unerträglich, so politisches Zeug hat imo da einfach nichts verloren


08.07.2015 19:25    |    Christian8P

Für mich war die ams in jungen Jahren immer etwas ganz Besonderes. Die kostete vor 25-30 Jahren nämlich schon 5DM! Die bekam ich wirklich nur in Ausnahmefällen von meinen Eltern mal gesponsert, ansonsten musste ich mich mit der AB zurfrieden geben.

Heute lese ich beide Zeitungen eigentlich so gut wie überhaupt nicht mehr. Die ams scheint auch zu einem Großteil nur noch aus Werbung zu bestehen. War früher auch schon nicht anders, aber im Laufe der Jahre hat die Werbung (gefühlt) stark zugenommen. Hauptsächlich kaufe ich sie nur noch auf Teilemärkten für 1-2 Euro. Das sind dann aber die alten Ausgaben, die ich schon als Grundschüler hatte, im Laufe der Jahre aber doch oftmals verloren gegangen sind.

 

Kleine Anekdote:

Irgendwann in den späten 80ern kam ich nach der Schule nach Hause und sah auf meinem Schreibtisch einen großen Stapel Zeitschriften! Da meine Mutter (bis heute) eine eifrige Illustriertenleserin ist, dachte ich schon, sie hätte ihren ganzen Kram bei mir "zwischengelagert". Doch zu meiner großen Freude handelte es sich ausschließlich um Ausgaben der ams, mot und der Auto Zeitung, die meine Mutter von einem Bekannten bekommen hatte, nachdem er die Zeitungen durchgelesen hatte! Ich dürfte in diesem Moment das glücklichste Kind der ganzen Welt gewesen sein!:D


11.07.2015 12:10    |    Goify

Christian, so etwas in der Art hatte ich auch mal, als mein Vater mir die alten AutoBild-Ausgaben von 2 Jahren heim brachte. Da hatte ich wochenlang Lesespaß.


11.07.2015 18:02    |    _RGTech

Deine Antwort auf "Car Vision testet deutschsprachige Printmagazine - Teil 2"

Blogautor(en)

  • Kruegerl
  • VincentVEGA_

Was gibt es hier zu sehen?

Economy - Business - Automotive Lifestyle

 

Hier findet ihr zahlreiche Themen und Gedankengänge aus den Bereichen der automobilen Wirtschaft sowie des Alltags. Fühlt euch frei, zu Aktuellem und Vergangenem auch eure Meinung Kund zu tun. Car Vision soll nicht nur unterhalten, sondern auch eine ungezwungene Diskussionsplattform bieten.

Der Sternenkreuzer

Besucher

  • anonym
  • NightHawk112
  • Massow
  • Daemonarch
  • Borg43
  • Abarth1368
  • GeorgDD
  • j9mt
  • Stemi
  • Luke-R56

Die treue Leserschaft (161)

Blog Ticker

Twitter

Blogempfehlung

Mein Blog hat am 22.03.2011 die Auszeichnung "Blogempfehlung" erhalten.