Mon May 18 12:50:43 CEST 2015
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Federspanner23216
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Kommentare (88)
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Astra, J, Opel
So ihr lieben, die 35.000 stehen, seit wenigen Tagen auf dem Tacho. Und was soll ich sagen, ich bin allmählich der Ernüchterung erlegen. Die anfängliche Euphorie über das tolle neue Auto, neue eigene Auto, hat mich in den letzten Monaten verlassen.
Ihr fragt euch sicher was die Gründe dafür sind. Ja da gibt es ein paar. Nicht zu Letzt das jeder scheinbar der Meinung ist, dass man einen Opel ruhig anfahren darf. Ist ja NUR ein Opel. Seit heute Morgen habe ich nämlich erneut, nicht mal 1 Jahr später, einen Schaden am Heck. Momentan bin ich einfach nur deprimiert, ob der Tatsache ganz gleich was ich auch tue, wie sehr ich aufpasse wie ich und wo ich parke, doch der Tag kommt, an dem ich einen Kratzer am Auto finde.
Diesen kann ich vielleicht noch rauspolieren, aber das Tribal muss neu… so deformiert und gerissen wie es ist. Es stimmt mich traurig, dass die Menschen derart rücksichtslos mit ihrem und vor allem dem Eigentum anderer umgehen. Die Gesellschaft hat, in solchen Dingen, in meinen Augen, jeglichen Respekt verloren. Jeder denkt nur noch an sich, und wie er das Ziel am besten und schnellsten erreicht und wenn es am Ende nur über die mutwillige Zerstörung fremder Gegenstände gereicht.
Weiterer Punkt auf der Ernüchterungsliste ist, dass meine Dachreling kein halbes Jahr nach der 1. Reparatur wieder gerissen ist. Und dieses Mal bekam ich von meinem FOH die Aussage „ Das ist normal, dass Auto verwindet sich“. Leute nein. Das darf nicht sein. Im Ernst jetzt nicht?! Ich lasse das vor Ablauf meiner Garantie beheben und wenn ich am Ende erneut über den Chef des Autohauses gehen muss. Opel braucht sich nicht wundern, wenn die Kunden andauernd in die Werkstätten rennen, ganz ehrlich für mich ist das nicht akzeptabel.
Ich habe mir das bei anderen Autoherstellern angesehen, da ist nirgends die Reling im Dach integriert. Das wird ev. Seinen Grund haben denke ich mir. Reißt bei Audi das Dach ? Nein. Bei VW? Nein! Oder bei Renault? Nein. Warum Opel?
Gleiches Spiel: Bei mir knarzt etwas total nervig in der Lenkung. Als würde eineMetall- Feder über Metall streichen. Ganz leicht. Ein ekliges Geräusch. Oder aber auch das nervig quietschende Lüfter Rad. Das jedes Mal, sobald die Lüftung warm ist, beginnt zu quietschen. Wenn ich die Lüftung ausstelle läuft der quietschende Ton mit samt dem Rad aus. Alles Aspekte die vom FOH als tolerierbar angesehen werden. Für mich nicht, denn mir geht es auf den Keks. Ich möchte für 23.000,00€ kein quietschendes Auto haben. Da kann ich mich auch in meinen 28 Jahre alten Kadett setzen, da kann ich es aber ertragen, weil es einfach so war zu der damaligen Zeit. Aber Stand der heutigen Technik und Entwicklungen sollte so etwas nicht mehr vorkommen.
Ich möchte auch kein Auto haben bei dem sich der Pedalblock lockert und man beim Treten der Kupplung nach rechts abrutscht weil diese locker ist. Sorry das sind No Go´s in meinen Augen. Wobei ich hier hinzufügen muss, dass die Pedallerie anstandslos gewechselt wurde. Mit dem kleinen Abstrich, das meine helle Seitenverkleidung Ölfingerspuren der Mechaniker aufweist.
Der Kracher aber ist, die Heimlichtuerei. Wird einem Kunden doch ernsthaft beim Kauf seines Neuwagens absichtlich verschwiegen, dass er bei der 2. Inspektion maximal 40.000km gefahren haben darf, damit er die Anschlussgarantier erwerben kann?! Ich wollte das erst nicht glauben als ich das gehört habe, aber ich habe sofort meinen FOH angerufen und der bestätigt mir das ohne mit der Wimper zu zucken. Ebenso wie der Hinweis, dass die Anschlussgarantie nur für die nächsten 10.000km erworben werden kann. Heisst bis 50.000km danach ist eh finito. Also zahle ich knapp 700 € für 10.000km.
Würdet ihr das machen? Ich überlege es mir noch. Weil 10.000km / die 50.000km habe ich relativ zeitnah erreicht. Ob das so sinnvoll ist? Auf jeden Fall finde ich, ist es eine Unverfrorenheit sondergleichen, die Kunden so zu behandeln. Ich denke Opel will wieder mehr Absatz schaffen? Mit dieser Taktik geht das nach hinten los. Für mich steht nahezu, zu 100% fest, dass ich mir keinen wieder hole. Der Astra wird gepflegt und gefahren bis er im Monat das kostet was mich ein Neuwagen kosten würde. Dann muss er gehen.
Tut mir Leid für die harten Worte, aber es hat mich erschrocken, was die letzten Monate so aufgekommen ist. Ich hoffe bei euch fällt das ein oder andere aus und ihr müsst nicht so oft vorstellig werden, aber mir reicht es.
Fahren tut er sich immer noch wie am ersten Tag, der Verbrauch hat sich jetzt bei 7,2L festgesetzt, was ich für einen NonTurbo Motor echt gut finde. Ölwechsel und somit auch die Inspektion wird wohl schon zeitnah nach dem Urlaub nächste Woche fällig werden, aber an und für sich ein gutes Auto. Bremsprobleme kann ich noch immer nicht bestätigen, fahre auch noch auf Auslieferungsbelägen und- Scheiben.
Zum Thema Versiegelung noch ein paar Worte. Ich hatte Joki Dodo Juice spendiert und indes ein wenig das Auto schon, ob massiven Pollenflug, waschen müssen. Das Wachs hält hervorragend auch nach der 4. Wäsche. Mittlerweile bin auch noch zu einem Detailer gekommen, welchen ich nach jeder Wäsche und jedem Abledern auftrage. Er garantiert ein Gloss was ich nicht erwartet habe. Die Vorarbeit an sich ist natürlich wichtig, aber dennoch tut der Detailer sein übriges. Von Autofinesse bin ich jetzt überzeugt :-)
Am Ende muss jeder für sich entscheiden, was er tolerieren möchte und was nicht. Für mich gehören die genannten Sachen nicht in den Toleranz Bereich, zumindest solange nicht, wie ich der erste Besitzer bin. Vielleicht sind meine Ansprüche auch mit den Probefahrten gestiegen, dennoch möchte ich so etwas, bei dem Preis den ich gezahlt habe, nicht hinnehmen müssen.
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Mon Apr 25 20:54:25 CEST 2016 |
ka47
@ boomjix
Man kann doch nicht alle Opel über einen Kamm scheren, ein Montagsauto kannst du genauso gut bei Audi und Co erwischen.
Mein 1.ter Opel, ein Calibra von 1991, war 23 Jahre in meinen Besitz, davon 22 Jahre nur Verschleißreparaturen, die teuerste Reparatur war mal um die 500 € (Benzinpumpe), das Übelste war halt der Rost, aber nach 22 Wintern ist das bei einem Auto nichts Ungewöhnliches.
Jetzt fahre ich einen Opel Astra j von 2011, mittlerweile 61.000 km. Werkstatt sah er bisher nur bei Inspektionen.
Mercedes und Konsorten bauen gute Autos, das bestreite ich keinesfalls, aber perfekt sind sie deshalb noch lange nicht, das ist kein Autobauer.
Auch bei den Premiums kannst du einen Kübel erwischen, der Ärger macht , nur werden darüber weniger Worte verloren.
Mon Apr 25 21:58:39 CEST 2016 |
Federspanner23216
@siggi s. Danke das du mich so anprangerst. Ich habe nicht den "Druck" das hier Posten zu "müssen". Ich denke nur das es vielleicht wenigen so geht wie mir und man sich den Erfahrungsaustausch hierüber erleichtern kann. Aber gut zu wissen das es eben auch hier wieder diese Menschen gibt die einfach nicht akzeptieren können das manche Menschen ein höheres Mitteilungsbedürfnis und ein anderes Empfinden sowie andere Erfahrungen gemacht haben. Ich dachte MT wäre als eine solche Plattform gedacht... vielleicht irre ich mich ja... belehrt mich eines besseren... das Internet wird zunehmend uninteressant wenn man es nicht mehr nutzen kann wozu es geschaffen wurde... Informationen bereitzustellen und zu beschaffen...
Mon Apr 25 23:20:03 CEST 2016 |
siggi s.
Ich habe nicht dich angeprangert, sondern auf das Phänomen hingewiesen, dass in Foren meist nur die negativen Dinge dargestellt werden und man daraus falsche Schlüsse ziehen kann.
Sorry, wenn du dich deswegen persönlich angegriffen fühlst. War und ist nicht meine Absicht!
Mon Apr 25 23:23:05 CEST 2016 |
Trennschleifer48055
@Joker1987: Ich verfolge deinen Blog schon seit geraumer Zeit und habe nicht den Eindruck, dass du ein Opel-Basher sein willst.
Dass man - auch hier bei MT - mit einer zunehmenden Anzahl von sinnfreien und/oder destruktiven Beiträgen konfrontiert wird entspricht durchaus dem Zeitgeist. Man frönt der Schnäppchenjagd und erwartet Topqualität zum Tiefstpreis. Wird die oftmals übersteigerte Erwartungshaltung dann enttäuscht, mangelt es an Einsicht und man fühlt sich bemüssigt, die Foren mit negativen und teilweise sogar ehrverletzenden Kommentaren vollzuspamen.
Leider, leider werden dadurch interessante und lesenswerte Beiträge immer mehr zur Ausnahme.
Mit den aktuellen Zeitgeist bedauernden Grüssen
Steuerkatze
Mon Apr 25 23:29:06 CEST 2016 |
Federspanner23216
@Steuerkatze Nein will ich nicht. Ich versuche immer objektiv zu bleiben und das Verhältnis zwischen Kritik und Positiver Euphorie zu wahren
Tue Apr 26 09:34:47 CEST 2016 |
Spiralschlauch44298
Ich möchte auf keinen Fall sagen dass Alle Opel schlecht sind ( Um Gotteswillen) noch dass alle Mercedes perfekt sind. Ich dachte eigentlich dass ich das mit meinem Beispiel des Toyota Aygos dargestellt hatte.
Ich habe nur gesagt, was ich in meinem Bekanntenkreis über Autoprobleme bei Opel Fahrzeugen mitbekommen habe, ich bin nicht allwissend. Und es ist ja selbstverständlich das Opel auch einwandfreie Autos BAUEN kann. Das soll kein Markenbashing sein!. Ich wollte nur Anmerken, dass ich es erstaunlich finde, dass so Massive Mängel nach so einer kurzen Laufzeit auftreten.
Allerdings sollte ein Neuwagenkauf doch kein Glücksspiel sein ? Wenn auf 2 Einwandfrei Autos 1 Auto kommt, dass nach 35 k kilometer solche Mängel aufweisst ( Auch das ist eine Erfahrung aus meinem Persöhnlichen Umfeld/ "Was ich so mitkriege" und nicht statistisch belegt) dann ist das für die Marke nicht gerade rühmlich.
Und zu unterstellen dass die Autorin des Threads eine Psychologische Geltungssucht hat finde ich auch etwas schwach.
Tue Apr 26 10:09:14 CEST 2016 |
Federspanner23216
Manchmal Schreibe ich schon gar nicht mehr rein was noch alles schief läuft ... Weil es mich mittlerweile selbst nervt und ich keine Lust habe mich ständig auf zuregen.
Tue Apr 26 10:17:08 CEST 2016 |
Reifenfüller133375
Hier läuft wirklich was schief
Foren sind dafür da, dass auch kritisch berichtet wird. Und ja, davon lese ich VIEL weniger als vor 5 Jahren, nicht nur auf Autos bezogen - weil die Helden des Internets sich teilweise in ihrer Ehre beleidigt fühlen und die kritische Stimme angreifen.
Man muss das ganze leider etwas differenzieren, wie ich im Volvo Bereich mitbekommen habe. Dort hat der neue XC90 2 viele Mängel, durch einzelne User die in jedem Thread ihre Grütze zum Auto ablassen, wird das Bild stark ins negative geschoben. Als dann jemand eine Umfrage erstellte, haben nur 10% der Umfrageteilnehmer angegeben, ihr XC90 würde so starke Probleme machen. Vom Mitlesen im Forum klang das immer anders.
Andere Hersteller sind auch nicht frei von Fehlern, mein C30 1.6D, den ich von 50.000-100.000km gefahren bin, war ein richtiges Montagsauto. Klimakondensator, Lichtmaschine, Glühkerzenrelais, Türschloss, Gurtschloss, Frontscheibe unsauber verklebt - all das fällt mir auf Anhieb ein und da vergesse ich mit Sicherheit 1-2 Sachen. Trotzdem hab ich mir das gleiche Auto nochmal gekauft, nur mit dem besseren Volvo Motor - den fahre ich von 100.000km bis jetzt 125.000km und in meinem Besitz hat der Wagen keine (!) neuen Mängel bekommen. Er hatte bei Kauf schon einige, aber da seh ich wegen des niedrigen Kaufpreises drüber hinweg. Ich würde an deiner Stelle einfach knallhart drüber schreiben, was am Auto schief läuft, denn der Großteil der Leser kommentiert es nicht, sondern liest nur passiv mit. Nur, weil 2-3 Leute in den Kommentaren am lautesten schreien, dass das ja gar nicht sein könne, haben sie deswegen nicht die "richtige" Meinung.
Tue Apr 26 13:11:37 CEST 2016 |
Spiralschlauch44298
@CentaXx
Ja das stimmt auf jeden Fall. Aber dein Beispiel mit dem gebrauchten Volvo ist ja für das Beispiel nicht wirklich anwendbar, da es sich bei dem "Problem Opel" um ein Neufahrzeug handelt. Wenn ein Auto ab 100.000 km Mängel aufweisst ist das zwar auch ärgerlich, aber verständlicher als bei 30.000.
Aber deiner Aussage bezüglich Foren stimme ich grundsätzlich zu. Man schreibt auch auf Amazon eher eine Kundenrezession wenn man unzufrieden ist und der neue Käufer wird dann durch viele Negative Rezessionen verunsichert ohne die Menge an " Stillen" Zufriedenen Kunden zu sehen.
Allerdings bleiben die Mängel am Auto bestehen. Deshalb und durch das Verhalten des Kundendienstes ist es Durchaus gerechtfertigt sich den Wechsel zu einer anderen Marke zu Überlegen ohne sich dafür Rechtfertigen zu müssen. Wenn du so mutig warst und den Schritt gemacht hast nochmal das selbe Auto zu kaufen bewundere Ich das, allerdings kann man das bei einer solchen Mängelliste von der Autorin auch nicht erwarten bzw zu erwarten dass man sich drauf verlässt, dass es ja genug zufriedene Kunden geben MÜSSE und es mit dem nächsten Auto besser werde.
Du legst hier auch den Maßstab "Mängel beim Gebrauchtfahrzeug aus 2. oder 3. Hand" mit dem Mäßstab " Mängel eines Neufahrzeugs aus 1. Hand" an und das ist aber meiner Meinung nach nicht praktikabel. Es ist wie die Autorin beschrieb: (Zitat) "Am Ende muss jeder für sich entscheiden, was er tolerieren möchte und was nicht. Für mich gehören die genannten Sachen nicht in den Toleranz Bereich, zumindest solange nicht, wie ich der erste Besitzer bin. Vielleicht sind meine Ansprüche auch mit den Probefahrten gestiegen, dennoch möchte ich so etwas, bei dem Preis den ich gezahlt habe, nicht hinnehmen müssen."
Man hat meiner Meinung nach als Neuwagenkäufer ein Recht darauf dass alles funktioniert, und wenn es das nicht tut, dass in einer Werkstatt der Marke unter Garantie das Problem behoben wird ( und zwar ohne dass man 2 Wochen später wieder kommen muss) . Da ihr diese beiden Rechte bei ihrer jetzigen Marke verwehrt wurden sprach ich meine Empfehlung für einen Markenwechsel aus. Nicht weil ich irgendeine Markenbrille aufhabe, sondern weil wenn mir ein Anbieter die versprochenen Leistungen nicht erfüllt, ich den Anbieter wechsle. Das ist ein ökologisch völlig sinnvolles Verhalten und findet sich warscheinlich in jedem BWL Buch auf Seite 1.
Deine Antwort auf "35.000KM - Ernüchterung"