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C30 - Wieso kauft man sowas?

Mein C30, 740 und die britische Motorkultur...

08.02.2010 22:10    |    der_deppen_daemel    |    Kommentare (6)

Hallo Ihr Leser!

 

Es wird mal wieder Zeit ein englisches Auto zu behandeln... Also "tun" wir das doch endlich mal ;)

 

Heute soll es um einen nicht all zu alten Wagen gehen, welches in der BRD selten zu sehen ist und mit seinen Proportionen schon einiges an Aufregung mit sich bringt - der Jaguar XJ-S

 

Als Jaguar den E-Type rausbrachte, hatte man sich einen Erfolg gesichert. Modern und zeitgemäß gezeichnet und sehr formschön umgesetzt, erntete dieses Auto nicht nur die Herzen der Besitzer, sondern auch denen, der Besitzlosen. Kaum ein Jaguar erregt mehr Aufmerksamkeit, wie der E-Type. Als 1974 die Produktion endete, war lange vorher bei Jaguar bereits klar: wir brauchen einen Nachfolger!

 

Bereits 1966 erkannte man die Notwendigkeit, einen Nachfolger rechtzeitig auf die Beine zu stellen, weshalb dort die Entwicklungen an einem Nachfolger begannen. Zuerst wollte man nur den Jaguar E-Type umgestalten. Neue Formen, breiteres Fahrzeug, anderes Heck. Dieses schien aber der damaligen Geschäftsführung nicht zu gefallen, weshalb der XJ21 (Werksinterne Bezeichnung) in der Entwicklung eingefroren wurde. Es kam eine Planänderung...

 

BMH (ehemaliger Jaguar Konzern) "fusionierte" mit BMC (Vorgängerfirma von British Leyland - oder doch British Elend? ;)) und machte die Pläne ersteinmal zu Nichte.

 

Die Entwicklung des neuen V12 sowie des eigenen V8s (ein 60° 3,5l V8 - vom V12 abgeleitet und an sich nicht mit dem Rover V8 zu verwechseln!!!) wurden umgewandelt. Der V8 - welches nie besonders gut lief aufgrund des nicht besonders optimalen Winkels der Zylinderbänke zueinander (gute V8 haben 90°) - wurde eingestellt. Der Rover V8 sollte nun auch Platz finden...

 

Da der neue XJ6 zur gleichen Zeit (under der internen Bezeichnung XJ4) entwickelt wurde, entschied man sich den neuen Sportwagen auf Basis dieses Fahrzeuges zu entwickeln. Einige wichtige Details wurden in einer Nachricht von Malcom Sayer (Designer) an den damaligen Geschäftsführers, Sir William Lyons gesandt:

 

Zitat:

Den Eindruck, den wir erzeugen wollen, entspricht einem niedrigen, breiten und sehr schnellen Wagens. So schön und elegant wie das, was die Italiener bauen können - auch wenn das bedeuten würde, dass wir enige Aspekte, wie Kofferraumgröße sowie Fahrgastplatz, Laufruhe und den einfachen Einstieg dafür opfern müssen.

Zudem wurde bestimmt, dass ein V12 im Fahrzeug Platz finden sollte.

 

Um das neue Triebwerk entsprechend testen zu können und die Zuverläßigkeit zu prüfen, verbaute man den neuen V12 zuerst in einigen E-Types (wurden offiziell zum Kauf angeboten) und wollte "abwarten" was da als Ergebnisse bei rauskommt. Über die damaligen Probleme mit diesem Triebwerk möchte ich aber nuicht eingehen :D

 

So, die Entwicklung ging weiter. Aus dem XJ21 wurde der XJ27 und XJ28 (XJ27 = Coupé & XJ28 = Roadster) und die Designer trieben ihr Unwesen. Kernpunkt der Entwürfe wurde die Windschlüpferigkeit. Der neue Jaguar sollte windschnittig sein und aus der Menge hervorstechen. Gleichzeitig war die Bestimmung, dass die Motorhaube eine bestimmte Höhe nicht unterschreiten durfte, um auf verschiedenen Märkten noch verkauft werden zu können.

 

Ein Eingeständnis an die Aerodynamik, sind die "Buttresses". Die Buttresses kann man wie die Heckflossen der 50er und 60er Jahre sehen. Sie sollten den Luftstrom um und über die Karosserie leiten sowie noch um die Karosserie zu versteifen.

 

Unter dem Blech war alles an sich "normal". Keine Innovationen usw. Das Chassis ist ein um 6" verkürztes XJ6 Chassis (der XJ-S hat ein Radstand von 102", der XJ6 von 108") und der Motor sollte mit einer Lucas Einspritzanlage Leistung erzeugen bei gleichzeitig akzeptablen Verbrauchswerten.

 

Neue Probleme standen nun zur Debatte. Die Welt litt unter der Ölkrise. Die Zeiten von billiger Mobilität waren vorbei. Die Welt wollte Kleinwagen. So wurde der Mini zum wichtigsten Fahrzeug der BL Produktpalette. Die Entwicklung des XJ-S wurde zurückgefahren und quasi auf "Sparflamme" weiterbetrieben. Und dann geschah es. Das Problem, welches GM 2008 und 2009 hatte. Das Geld ging aus. Die Mitarbeiter wollten aufgrund der Inflation mehr Geld. Die Materialien etc. wurden immer teurer. BL ging pleite. Glücklicherweise erklärte sich die Regierung Großbritanniens dazu, sich an BL zu beteiligen - dieses stellte sich als folgenschwere Entscheidung heraus, aber das könnt ihr in einem anderen Artikel von viel früher nachlesen.

 

1975 konnte man endlich und voller Stolz den Wagen als Nachfolger vom E-Type anbieten. Aufgrund der damaligen Ölkrise sowie den stetig steigenden Benzinpreisen hatten die Verkäufer es schwer, die nun unter dem Dach der British Leyland Fahrzeughändlerketten den XJ-S zu verkaufen. Hoher Verbrauch bei nur 285 ps aus 5,3l Hubraum gepaart mit einem 4-Gang Schaltgetriebe sowie eine Automatik. Das Schaltgetriebe stammte noch von 1964 und war mit dem V12 hoffnungslos überfordert. Zu einem Zeitpunkt, an dem die Overdrive-Getriebe fast Standard waren, verschlief Jaguar diesen Trend. Nur 352 Schaltfahrzeuge wurden bis 1979 gebaut! Dann wurde die Option wieder gestrichen - schließlich wartete kein brauchbares manuelles Getriebe auf die Entwickler...

 

Der XJ-S ist ein feines Auto. Es sieht sportlich und gleichzeitig elegant aus. Im Innenraum wurde versucht auf Holz zu verzichten. Man hatte es so leise gemacht und die Karosserie so steif bekommen, dass es in Sachen Komfort und Fahrleistungen dem damaligen XJ12 um Längen schlagen konnte! Allerdings zu recht hohen Verbräuchen. So verbrauchte der V12 bei angemessenen Fahrwerten ca. 17l auf 100 km und war mit 232 km/h sehr schnell unterwegs. Von 0 auf 100 km/h brauchte dieses "Schlachschiff" mit 1,7t Leergewicht ca. 7,3 Sekunden. Nicht schlecht für ein Produkt aus den Leyland Regalen!

 

Wie alle guten Autohersteller, ruhte man sich nicht auf dem fertigen Modell aus. Es musste weitergehen. Neue Motoren sowie Modellpflegen waren von Nöten. 1981 war es soweit. Die Vorstellung des XJ-S HE erfolgte. HE bedeutete in diesem Augenblick "High Effiency". Es kamen neue Zylinderköpfe auf den V12 samt eine geänderte Einspritzanlage, welches zusammen den Verbrauch um ca. 20% senkten. Gleichzeitig führte man eine Aufwertung des Wagens durch. Innen wurde einiges an Holz verbaut und die Qualität nahm schlagartig zu. Die bisher um die 1000 Stk im Jahr dümpelnden Verkaufszahlen stiegen rapide an.

 

Der HE war, trotz etwas mehr Leistung leicht langsamer (statt 232 km/h ca. 225 km/h hatte aber ein dafür besserer Verbrauch. Die Beschleunigung wurde jedoch ca. 0,2 Sekunden langsamer. Ein zu verkraftender Unterschied wenn man bedenkt, dass man bis zu 20% des Verbrauches einsparen konnte!

 

Als nächste Modelländerung folgte 1983 das Cabrio. Zu der Zeit ging der Sicherheitsgedanke umher. Wie beim Triumph Stag wollte Jaguar keinen komplett offenen Wagen anbieten (dieses hätte die Verkaufszahlen in den USA zunichte gemacht, da dort besondere Bestimmungen galten... Man entschiedsich zu etwas, was man als Cabrio mit Targa-Dach bezeichnen könnte. Der JX-SC (C bedeutet Cabrio).

 

Zur selben Zeit wurde eine Basismotorisierung unterhalb des V12 geschaffen. Der 3.6l Reihen-6-Zylinder (mehr oder weniger ein halbierter V12 mit im Hub vergrößerten Zylindern) verfügte über 24 Ventile und leistete 221 ps. Ca. 70 weniger als der V12 zu dem Zeitpunkt. Erstmals kam seit 1979 wieder ein Schaltgetriebe an den Motor. Diesmal kein antikes Stück sondern ein Getrag 5-Gang Getriebe ohne Overdrive welches eine Höchstgeschwindigkeit von 225 km/h ermöglichte. Man war somit mit der Basismotorisierung nicht sonderlich viel langsamer als der damalige V12! So gut war die Entwicklung. Natürlich hatte man auch die Option einer Automatik von ZF mit 4 Fahrstufen.

 

Diese 3,6l Maschine stellte im XJ-SC die erste Motorisierung dar. Der V12 wurde erst ab 1985 im SC angeboten. Die Kundschaft war begeistert vom XJ-SC, hatte jedoch den Wunsch den Wagen ohne Überrollbügel zu fahren. Ein Umbau bei der Firma Lynx (GB) sowie Arden (D) machte diesen Wunsch wahr. Den SC kann man eigentlich als "Übergangs-XJ-S" bezeichenen, denn der richtige, vollwertige Cabrio entstand erst 1988.

 

Unter der damaligen Regierung Magaret Thatchers, wurde eine Privatisierung von Jaguar begrüßt. 1984 hatte Thatcher kein Verständnis mehr dafür, die private Marktwirtschaft zu unterstützen und machte Jaguar zur Privatunternehmung. Ein weiser Schritt der Eisernen Lady. Die Geschäftsführung wie auch die Kundschaft waren begeistert. 1984 machte Jaguar 91,5 Millionen GBP Profit! Ein Erfolg auf voller Linie, weshalb nun die Verkaufszahlen immer weiter anstiegen. Endlich wurde der XJ-S mit dem Erfolg gesegnet, welches anfangs gehofft wurde.

 

Es wurden von TWS Spoilerkits aus einer Rennserie für den XJ-S angeboten und diverse Änderungen, die von der Firma TWS an der Optik durchgeführt wurden sind, in die Serienproduktion übernommen. Gleichzeitig nutze man den von TWS entwickelten 6,0l V12 mit 48 Ventilen und 330 ps. Dieses Modell wurde als XJR-S zwischen 1988 und 1993 gebaut und schaffte eine Höchstgeschwindigkeit von 254 km/h mit einer 3-Gang-Automatik!

 

1991 kam die größte Änderung des Autos. Aus dem XJ-S wurde der neue XJS. Ein Facelift sowie neue Ausstattungen und Motorisierungen wurden eingeführt. Das Heck wurde umgestaltet (wobei beim Versuch die Buttresses zu beseitigen wurde Jaguar fast gesteinigt! Man hatte sich an diese gewöhnt und sie wurden zum Bestandteil des Autos) sowie beim Coupé neue Seitenscheiben verbaut. Eine geänderte Linienführung sollte das Modell jünger und frischer machen. Das Coupé durfte ebenfalls als einzige Variante den neuen 4.0l Reihen-6-Zylinder samt 5 Gang Getriebe haben. Dagegen war der überarbeitete V12 mit 5,3l in Cabrio wie auch Coupé zu bekommen. Im Innenraum fand man nun klassische Rundinstrumente und aufgewertete Materialien. Insgesamt eine gute Modellpflege.

 

1993 kam der Höhepunkt. Ein neuer von Jaguar selbst entwickelter V12 mit 6,0l Hubraum und 302 ps. Gekoppelt an einer 4-Gang-Automatik von General Motors schaffte das Coupé 260 km/h, das Cabrio kam auf 257 km/h - beide Fahrzeuge hatten keine Abregelung und waren somit der Konkurrenz in Sachen Endgeschwindigkeit überlegen.

 

Der einzige Unterschied an beiden Motorenversionen, die 93 im Programm waren (6,0l V12 + 4,0l R6) bestand in einem Schalter an der Automatik. Da die Automatik des V12 nicht manuell auf Anfahren in der 1. Fahrstufe eingestellt werden konnte, prangte hier nur das S und N an der Automatik.

 

Im Laufe der Zeit verschwanden die Chromstoßstangen und wurden durch zur Fahrzeugunterkante reichende Kunststoffstoßstangen getauscht, die natürlich, wie es sich gehört, in Wagenfarbe lackiert waren. Die Begründung für Nach und Nach kommt daher, dass man zuerst die Lagerbestände aufbrauchte und dann die neuen Teile erst dann verbaute, wenn es soweit war... Eine besondere aber seltene Austattungsoption war eine individuelle Lederausstattung, welches eine 5-stellige Summe Aufpreis kostete.

 

Erst 1994/1995 unterschieden sich die Innenräume von beiden Fahrzeugen erst. Die Lederausstattung wurde überarbeitet, sodass beim V12 Raffleder verwendet wurde während der R6 Glattleder erhielt. Endlich erfolgte eine weitere Entwicklung durchgeführt... Der 4.0l R6 wurde überarbeitet. Man kitzelte 233 ps aus der Maschine und zauberte nun 237 km/h aus der Maschine (Cabrio 234 km/h).

 

1996 sollte das letzte Jahr des XJS sein. Der neue XK8 wurde vorgestellt und angekündigt. Die Bestellungen des XJS nahmen noch zu. Mehr als 3.000 Einheiten verliessen die Jaguar Werke. Der letzte V12 verließ die Produktionsstraße im Januar 1996, der R6 im April des selben Jahres. Insgesamt konnte Jaguar 115,413 XJ-S bzw. XJS verkaufen. Zwar erst nach einem zähen Beginn, aber mit umso mehr Erfolg.

 

Heute ist der XJS aus den Straßen der Welt mehr oder weniger verschwunden. Die, die noch fahren, gehören fast nur noch Sammlern und werden bei Schönwetter bewegt. Die Ersatzteillage ist als sehr gut zu bezeichnen, was bei Jaguar schon fast ein Wunder darstellt. Brauchbare Fahrzeuge beginnen bei ca. 3.000 € und können als Top-Zustand bis zu 30.000 € kosten.

 

Leider sind diese Fahrzeuge, wie alle englischen Fahrzeuge der Zeit, von Rost bedroht. Schwachstellen sind die Radläufe sowie die Schweller. Beim Kauf darauf achten, dass hier kein Rost herscht. Die Motoren (besonders die frühen V12) leiden unter Elektrikprobleme an der Einspritzung.

 

Für mich stellen die XJ-S die Krone der Jaguar Entwicklung dar. Leider bin ich noch nicht dazu gekommen einen solchen Wagen probe zu fahren... Wie gerne würde ich auf dem weichen Ledergstühl Platz nehmen wollen um dann das Gaspedal kräftig durchtreten zu können...


24.01.2010 22:40    |    der_deppen_daemel    |    Kommentare (0)

Die Auto-Bibel von Harald BraunDie Auto-Bibel von Harald Braun

Hallo Ihr Leser!

 

Heute Mal etwas ganz Anderes als üblich :D

 

Ich bin normalerweise kein Freund von leichter Lesekost. Wenn, dann muss es entweder technisch bis ins Detail gehen oder aber wirklich komplex sein (Verschwörungen etc. :D). Aber dieses Heftchen bzw. dieser Taschenbuch gefällt...

 

Zu Weihnachten bekommen und "milde belächelt". Normal, wie schon geschrieben, stehe ich nicht auf sowas...

 

Also, es heißt "Die Auto-Bibel" von Harald Braun und ist in etwa sowas wie eine Sammlung schöner Anekdoten sowie "tiefgreifende" psychologische Analysen ;). Statistiken, Wissenswertes und Zitate diverser Persönlichkeiten aus Film, Sport, Fernsehen und Politik sind gebündelt in diesem Heftchen zu finden. Dazu auch Analysen zu den verschiedenen Autofahrern und -marken.

 

Ein paar Auszüge können ja nicht schaden :D Also, zuerst ein paar Zitate von Persönlichkeiten:

 

Henry Ford:

Zitat:

"Die Japaner haben eine raffinierte Art, ihren Stahl in die Vereinigten Staaten zu Schmuggeln. Sie malen ihn an, stellen ihn auf vier Räder und nennen das Ganze Auto"

Ein BMW-Aktionär auf der Hauptversammlung des Konzerns:

Zitat:

"Drei-Liter-Autos sind keine Austos, sondern Härmorridenschaukeln"

Kaiser Wilhelm II.:

Zitat:

"Ich glaube an das Pferd. Das AUtomobil ist nur eine vorübergehendes Erscheinung"

Und dann noch eine Analyse von BMW-Fahrern :D

 

Zitat:

Wenn auf der Autobahn mal wieder ein verblödeter Linksfahrer lichthupend á tergo mit Ihnen verkehrt, so handelt es sich in der Regel nicht um einen Porschefahrer. Das ist ein Vorurteil, vermutlich von neidischen, finanziell schlechter gestellten BMW-Fahrern in die Welt gesetzt. Er selbst nämlich ist hauptverdächtig. Seit jeher wird dem Lenker eines Produkts der Bayerischen Motoren Werke suggeriert, schon allein mit der Entscheidung für solch eine Kiste erwerbe er überragende fahrerische Qualitäten. Er sei, quasi per Kaufvertrag, eine Art Motorsportler mit der Lizenz zur Raserei. Und so fahren sie dann auch, die verhinderten Stucks und Schumis. Ausnahme: Die bayrischen BMW-Käufer neigen zuweilen aus rein lokalpatriotischen Gründen zum Erwerb eines einheimischen Fahrzeugs und sind nicht automatisch verdächtig, Piraten der Landstraße sein zu wollen.

 

Die Marketingstrategen in Mpnchen sehen sich zunehmend einem Dilemma ausgesetzt. Das sportliche Image der Marke war jahrzehntelange willkommen, doch seitdem sich auffallend viele Twens mit Mitgrationshintergrund in den BMW - gerne in der Cabriovariante - verlieben, kämpfen die Bayern ein wenig gegen die RTL-isierung ihres Automobils. Macht halt keinen guten Eindruck, wenn von zehn in der Innenstadt cruisenden, von Scooter oder DJ Rübülüm beschallten Karossen, acht in München gebaut wurden - und die anderen beiden tiefergelegte Golf GTI's sind.

 

In einer anderen Liga spielt der BMW Z4. Die mobile Drohgebärde scheint gerade bei Frauen mit signifikant hohen Östrogenwerten gut wegzukommen, dem langhaarigen Superweib aus der mittleren Fühungsebene, das sich erst vor drei oder vier Jahren vom *Cosmopolitan'-Abo getrennt hat."

Diese und viele weitere Themen findet man in diesem wirklich lustigen Taschenbuch. Da werden verschiedenste Themen ansprechend und auch lustig erklärt. Hinten ist noch (für Dummies :D) eine Erklärung was wie bedeutet - z.B. ABS, ESP, usw. usf. ;)

 

Mein Prädikat: Empfehlenswert :D


13.01.2010 00:01    |    der_deppen_daemel    |    Kommentare (23)    |   Stichworte: C30, C70 II, Kennzeichen, Lack, Lackpflege, Lackreinigung, Lackreinigungsknete, Lackschaden, Lackversiegelung, Pflege, Politur, S40 II, Sauber, Sauberkeit, Tiefenglanz, V50, Versiegelung, Volvo, Wachs

 

Hallo Ihr Leser!

 

Nach wenigen Tagen WinterNach wenigen Tagen WinterFahrzeugpflege... Eine Arbeit die manch einer einfach scheut, wiederum von anderen Fahrern leidenschaftlich nachgegangen wird und dann gibt es noch die, die das als "unnötig" empfinden.

 

Ich darf mich zu denen zählen, die Fahrzeugpflege nicht nur mit Ölwechsel und Kühlwasserkontrolle verbinden, sondern auch mit dem Lack. Denn das, was man als erstes sieht, sollte die meiste Pflege erhalten. Ich sage "Mit Waschen alleine hält man kein Lack fit". Und genau so ist es...

 

Der Fiesta Beispiel für schlechte PflegeDer Fiesta Beispiel für schlechte PflegeIm Laufe der Zeit verwittert jeder Lack. Einige mal mehr (meistens ältere Fahrzeuge in Rot - Ford Fiesta :D - die dann mehr Rosa/Pink als Rot werden) andere mal weniger (Uniweiß). Jeder Lack verwittert auch anders. Farbänderung (siehe Fiesta) oder einfach "Vermattung" des Lackes können dann die Folgen sein. Nicht zu vergessen: Rost (durch Steinschlag). Aus dem Grunde behandele ich mein Lack (egal welches Auto) richtig...

 

Als ich den C30 erwarb, wurde dieses vom Händler aufbereitet. Der Lack war "einiger Maßen" glatt und ich dachte, dass sich ein Neuwagen so anfühlen müsste... ...bis vor wenigen Monaten! Da erlebte ich was ein perfekter und neuwertiger Lack für eine Haptik haben muss und ich war begeistert. Der Weg dahin ist aber mühsam und bei ausführlicher Behandlung sehr langwierig. Das Ergebnis entschuldigt jedoch für die Zeit und Anstrengungen...

 

Nun, wer ein Auto aus dem Werk abholt, wird Neuwagenlack ertasten und sehen. Die Käufer, die importierte Fahrzeuge bzw. Fahrzeuge, die lange Transportwege erleben (auf den Straßen bzw. Huckepack) erwerben, werden zwar einen sauberen, hochglänzenden Wagen sehen aber beim Ertasten kommt dieses "mein Auto ist neu" Gefühl nicht ganz auf...

 

Je länger man wartet mit der "Behandlung", desto schwerer wird die Behandlung sein. Und genau hier wollte ich ansetzen :D

 

Da mein Urlaub auf Zypern gestrichen wurde (danke Daisy! :rolleyes:) habe ich eben die Woche Urlaub dazu genutzt, meine weiß-braune Schönheit auf Vordermann zu bringen - und zwar richtig. Für den TÜV (Hier das Ergebnis :D) hatte ich mal begonnen den Wagen fit zu machen. Dazu musste eigentlich nur der Lack und Unterboden sauber gemacht werden. Das wär's auch. Da war es mir an sich zu kalt um mich dazu zubegeistern...

 

(Video zeigt meine derzeit bevorzugte Waschstraße :D)

 

Freitagabend bzw. Samstag war es dann soweit. Nach einer guten Hochdruck Wäsche (Unterboden wie auch Lack) und einer Innenreinigung, ging die Fahrt natürlich (sachte) nachhause. Abstand halten, nicht schneller als 50 km/h und dabei die lange Strecke nachhause genommen :D Der Wagen sollte nicht dreckig werden ;)

 

Nun, Zuhause angekommen, musste erst einmal die Garage "ausgemistet" werden, zumindest so, dass man von allen Seiten an das Auto ran kommen kann - ganz wichtig.

 

Igit, Sauberkeit muss her!Igit, Sauberkeit muss her!Und dann ging es los... Garage erst einmal aufheizen (nicht jeder hat sowas :D) und wenn die Temperatur brauchbar (ca. 15°) ist, wurde wieder kurz mit dem Microfasertuch feucht gewischt und gleich mit einem trockenen Tuch trocken gerieben.

 

Ich würde jedem an dieser Stelle mal empfehlen, dass er/sie einfach mal mit sauberen, fettfreien Fingerkuppen über den Lack streicheln möchte. Wenn es sauber ist, hört man nichts. Kein Reiben. Nichts. Kennt man von den Fensterscheiben im Haus -> geputzt und man hört ein "quietschen", wenn man mit der Hand darüber streichelt. Unsauberen Lack erkennt man am "reibe" Geräusch.

 

Gewachstes DachGewachstes DachUm jetzt weiter voran zu schreiten, benötigt man... ... Lackreinigungsknete sowie "Reinigungsflüssigkeit" (Spülie in Wasser reicht an sich auch gut aus). Da viele nicht genau wissen, wie einfach die Verwendung dieser Knete ist, ist es noch recht unbekannt (auch bei Motor Talk?). So erging es mir auch ;) Neugierig bei Youtube ein paar Videos zur Handhabung angeschaut, Knete bei eBay bestellt und dann an mein Auto angewandt. Nachdem die ersten Bereiche/Abschnitte nur mühsam und aufwendig waren, kam etwas Routine rein.

 

Spritz, wisch, fühl, spritz, wisch, fühl, spritz wisch, fühl, ... ;) Das Ganze ging natürlich über alle Flächen des Autos. Am nervigsten dabei war aber das Dach. Hier kommt man zwar wunderbar ran, allerdings kann man nicht mit viel Druck arbeiten -> Dellen/weiches Blech. Trotzdem, ausführliches Abkneten ist auch da trotzdem möglich gewesen... Nach einem Tag arbeiten war ich dann durch mit dem Abkneten.

 

Perfekt, könnte man sich denken. Eine Bewegung mit dem Hand von Motorhaube über das Dach bis zur Heckklappe und man merkt, dass es zwar so glatt ist, wie ein Baby Popo, aber eine Sache fehlt noch... WACHS!

 

Wachs bereits aufgetragenWachs bereits aufgetragenWürde man den Wagen nun nicht wachsen, wäre es schutzlos den Witterungseinflüssen ausgesetzt. Das Ergebnis daraus kennen wir ja schon in der Ausgangssituation ;) Ein gutes Wachs muss her. Nein, ich werde keine Artikel samt Hersteller empfehlen... Jeder hat seine Vorlieben und Marken, die er/sie für den Besten der Besten hält. So nutze ich auch Produkte dieses Herstellers meiner Wahl für viele Bereiche ;) Ihr braucht einfach nur ein Wachs, welches sich leicht verarbeiten läßt... In diesem Falle, da der Lack "grundgereinigt" wurde, habe ich ein Produkt, welches für neuwertige und grundgereinigte Lacke genommen (versteht sich, ne? :D).

 

Empfohlen wird, dünn auftragen, kurz einwirken lassen, mit Poliertücher abtragen. Naja, ich bin da ein wenig "anders denkend". Das Wachs enthält Pflegestoffe für den Lack - je länger es einwirken kann, umso besser - finde ich jetzt. Also, einmassiert, 24 h stehen lassen und am nächsten Tag (3. Tag) weitergemacht :)

 

Jetzt geht es los. Das, was mir am meisten Unlust macht: Auspolieren/Auswachsen. Wie ich das hasse, aber was sein muss, muss sein! Microfasertücher genommen und dann in kreisenden Bewegungen abgetragen. Nach und nach (da das Wachs natürlich eingetrockne war dauerte dieses gut 1 Tag) kam etwas zum Vorschein, was ich noch nie in der Intensität gesehen hatte... Noch nie erlebte ich ein so tiefes wie auch makelloses Finish eines Lackes... Die Bilder können es nicht ansatzweise verdeutlichen!

 

Das Popo glänzt schöner als beim BabyDas Popo glänzt schöner als beim BabyGlanz & Reflexionen FahrerseiteGlanz & Reflexionen FahrerseiteReflektionen, die mehr oder weniger als Spiegelbild zu betrachten sind. Flecken, die ich meinte, vom Lackieren her rühren, waren weg. Einschlüsse - WEG!? :eek:

Es war herrlich. Ich bin kein schöner Mensch, aber da war ich froh dass ich mich im Lack sehen konnte :D Tiefe, dass man meint, die Lackschicht sei zig Millimeter dick. Dann merkte ich, wie schön die Farbe zum Vorschein kommen kann. Vorher nahm ich die Farbe als Silbern/Beige wahr. Aber heute habe ich, nach fast 2 Jahren des Besitzes, das Cosmic Weiß in seiner richtigen Pracht gesehen. :)

 

Damit der "Neuwagenlook" noch perfekt wird, wurde heute (ohne dass der Wagen aus der Garage gerollt wurde :D) ein neues Kennzeichen beschafft... Warum? Das seht ihr HIER (für die, die es nicht ganz durchlesen möchten :D -> TÜV Termin, AU-Plakette wurde entfernt. Kennzeichen wurde bei Entfernung der AU-Plakette aber zerkratzt. Neuer "Blankoaufkleber" kam rauf, begann sich jedoch nach 2 Tagen schon abzulösen -> neuer Kennzeichen ohne Schäden (das Alte wurde Mehrfach in verschiedenen Waschstraßen, unter Anderem auch diese oben, abgerissen und "verdreht") wurde dann bei der Zulassungsstelle angeschafft, alles schön... :D). Morgen wird das noch montiert. DANN sollte der Wagen aussehen, als sei es frisch vom Band in Gent, Belgien (haha, nein, mein Auto ist KEIN Schwede :D) gerollt...

 

Vorne LinksVorne LinksNeues und altes Kennzeichen im VergleichNeues und altes Kennzeichen im VergleichIch kann es kaum abwarten, den Wagen in Tageslicht zu sehen! Die Beleuchtung der Garage ist schon recht hell, aber nicht soooo toll wie das der "Sonne" (wenn es mal scheinen sollte).

 

Die Mühen haben sich JETZT schon gelohnt und ganz ehrlich, ich möchte den Wagen jetzt nicht fahren. So sauber wie jetzt, wird es erst wieder im Sommer sein :(

 

Wie sieht es bei Euch aus? Sind Eure Schönheiten auch sauber sondern rein? ;) Ist der Lack mit einem Tiefenglanz versehen, dass man sich drin spiegeln kann? Zeigt sie her :) Habt Ihr Tipps oder auch "Hausmittel" um die Lacke auf Vordermann zu bringen? Um Kratzer zu entfernen (würde mich gerade interessieren, da ich bei der Reinigung doch recht "viele" Kratzer entdeckt habe)?


04.01.2010 09:52    |    der_deppen_daemel    |    Kommentare (47)    |   Stichworte: C30, C70 II, S40 II, V50, Volvo

Hallo Ihr Leser!

 

Die alte Plakette noch gut zu sehenDie alte Plakette noch gut zu sehenHeute war es soweit: der TÜV bzw. die HU wurde durchgeführt (1. Termin :D) und gleichzeitig kam diese häßliche Plakette weg...

 

Nachdem die AU bzw. damals noch ASU Plakette 1985 eingeführt wurde, ist diese endlich zum 01.01.2010 ausgelaufen. Fahrzeuge die nun Neuzugelassen werden oder zur HU müssen, bekommen keine neue Plakette, da die AU in die HU nun integriert wird und somit zum festen Bestandteil macht.

 

Das heißt, dass für alle, denen diese Plakette auf dem Keks ging (mich störte sie gewaltig!) sowie als Farbkleks die Front verunstaltete (Details zählen), dass sie ab sofort nur eine Plakette haben -> die, des Bundeslandes, wo das Auto zugelassen ist.

 

Keine AU Plakette mehrKeine AU Plakette mehrJetzt ist die Plakette weg!

 

Gut, ich brauche jetzt vorne ein neues Kennzeichen, nachdem der Prüfer wohl kein ruhiges Händchen hatte, aber hey, es gibt ja immer ein erstes Mal :D

 

Hach, ist das schön... HU und AU neu, nur eine Plakette und keine Mängel :D

 

AbgasuntersuchungAbgasuntersuchungWobei, in der Zeit wo der Prüfer sich um die AU kümmerte, fiel in der Spur neben meiner Schleuder noch 2 Autos durch die AU Das Verfahren bei der AU finde ich schon sehr interessant... Früher (bei Fahrzeugen ohne OBD bzw. OBD II Schnittstelle) hat man ein Sensor in den Auspuff gesteckt bekommen. Hier wurde dann CO, NO usw. Werte gemessen. Dabei wurde natürlich ordentlich Gasgegeben. Bei älteren Diesel auch mittels Rauchgastrübungssensor und oft bis an den "Begrenzer" hochgedreht. Bei Vergasermaschinen wurde fast nur die CO Prüfung vorgenommen (zumindest mir bekannt). Ich rechnete damit, dass meine kleine Dame bis ins "Nirvana" hochgedreht werden würde... Aber nix da. Der Prüfer startete den Motor, ließ diesen im Leerlauf vor sich hin "brabbeln" und schloss nur seinen PC an den Wagen an bzw. an die OBD II Schnittstelle im Fußraum. Nix mit Motor hochdrehen. Kein Krach. Kein Garnichts!?

 

Finde ich gar nicht so verkehrt, zumal das ja unnötige Geldverschwendung und Umweltverschmutzung darstellt...

 

:D Ein VW Caddy Life - sah auch aus wie 1. HU/AU sowie ein Opel Corsa Van oder wie immer dieser komische Kleinlaster ähnlich dem Ford Courier... Fand ich lustig :D Aber auch für die Besitzer sehr ärgerlich...

 

Wie schauts bei euch aus, hat sonst noch jemand die Plakette abnehmen lassen dürfen? :)


02.01.2010 20:38    |    der_deppen_daemel    |    Kommentare (92)    |   Stichworte: C30, C70 II, S40 II, V50, Volvo

Hallo Ihr Leser!

 

Beide zu vergleichende WagenBeide zu vergleichende WagenTja... Im Titel steht es schon geschrieben: Ein neuer Volvo kann günstiger sein, als ein alter Volvo.

 

Wie kann sowas sein? Ich meine, unter Berücksichtigung aller Faktoren, ist bei mir mein fast neuer C30 deutlich günstiger zu fahren, als ein alter Volvo... Und das trotz höherer Fixkosten - zumindest zum Teil!

 

Nun, ich bin ein Fan der alten Volvos. Besonders die Heckschleuder, die zwischen MJ 1982 (1981-1992 -> 700er) und MJ 1998 (1990-1998 -> 900er/S90/V90) gebaut wurden sind, haben es mir angetan. Aber so sehr man sich dieses auch schön reden mag, irgendwann sind selbst die alten und zuverläßigen Volvos "teuer" - aber nur verhältnismäßig! :)

 

Ich habe mir erlaubt, eine "schnelle" Berechnung durchzuführen, worin eigentlich alles beachtet wird, was sonst im Alltag anfällt sowie auch die Kosten, über die man nicht nachdenkt...

 

Beachtet wurden:

 

Mein 1991er Volvo 960 3.0 (aut)Mein 1991er Volvo 960 3.0 (aut)Kaufpreis (Monatliche Rate beim C30, beim 960, da Kaufpreis vernachläßigbar nicht notiert)

Fahrleistung (Jahr)

Benzinpreis (bei 1,30€ "festgesetzt")

Versicherung im Quartal (nicht ganz vergleichbar, da C30 mit VK+TK und 960 nur HP!)

KFZ-Steuern (Jahr)

Normaler Service (alle 20tkm bei C30, alle 10tkm bei 960)

Sonderwartung (Steuerkettenprüfung bei C30, Zahnriemenwechsel bei 960 - natürlich mit Wechsel/Prüfintervall)

 

Reparaturen wurden bewusst nicht mit eingepflegt, da man diese nicht abschätzen kann. Wenn es danach ginge, müsste ich dem 960er vieles anrechnen :D Da würde es sich gar nicht einmal lohnen den hier einpflegen zu lassen... Ebenso wenig der Wertverlust, denn ich habe nicht vor den C30 schnell abzustoßen. Wenn ich damit fertig bin, wird die Fuhre eh das H-Kennzeichen tragen :D

 

Klingt naiv, ist aber so :D

 

Meine Berechnung ist jedoch ersteinmal auf 10 Jahre "beschränkt" und geht bei Benzinkosten von fixen 1.30€ aus...

 

KostenaufstellungVolvo C30 2.0lVolvo 960 3.0l
Kaufpreis365,00€ (Monat)00,00€ (zu vernachläßigen)
Service230,00€ (alle 20tkm)110,00€ (alle 10tkm)
Sonderwartung (Zahnriemen/Steuerkette)600,00€ (bei 240 tkm)140,00€ (bei 45 tkm)
Verbrauchskosten9,49€/100 km (7,3l x 1,30€)22,75€/100 km (17,4l x 1,30€)
Versicherung (Quartal)185,00€ (VK + TK)300,00€ (HP!)
KFZ-Steuern (Jahr)135,00€453,00€
GesamtkostenC30960
Kaufpreis (Jahr)4.380,00€0,00€
Benzin (Jahr)3.796,00€9.100,00 €
Versicherung (Jahr)740,00€1.200,00€
Wartung (Jahr)560,00€564,44€
Gesamtkosten (1. Jahr)9.476,00€10.864,44€
Gesamtkosten (10 Jahre)86.000,00€108.644,44€

 

Mein 2007er Volvo C30 2.0Mein 2007er Volvo C30 2.0Wie schon gesagt, beinhaltet keine Schwankungen von Spritpreisen, Versicherungen oder Steuererhöhungen. Nicht zu vergessen die Reparaturen (Sachen, die man so nicht vorher sagen kann -> Risikofaktor) und ggf. Unfälle. Wenn ich sowas berechnen könnte und vorhersehen kann, dann wäre es noch deutlich besser zu berechnen! Ich habe ja auch bisher einiges an Reparaturen durchführen lassen, die an sich nicht notwendig gewesen wären... Aber keine "notwendigen" Reparaturen, die für die Fahrbarkeit des Wagens unabläßlich waren...

 

Hier macht sich die Differenz bemerkbarHier macht sich die Differenz bemerkbarAber ich finde es schon heftig, dass bei Spritpreisen, die wir dezeit durchschnittlich haben, eine Differenz im Jahr von ca. 1000€ besteht. Natürlich, nach vollständigem Abstottern des C30s, ist die Differenz noch höher (einfach Kaufbetrag abziehen). An und für sich, bin ich deutlich günstiger unterwegs als mit dem 960er Volvo. Würde ich nicht so viel Fahren, wäre es genau anders herum. Wenn die Preise, so gewaltig ansteigen wie im Jahr 2008 (1.60€), so liegt meine jährliche Ersparnis dann bei ca. 2.500€. Nach 10 Jahren - alleine spritpreistechnsich - bei 25.000€! Und, auch wenn man das nicht glauben will, die 2.00€/Liter Grenze kommt ja auch immer näher :D Ich hätte im Jahr 4.500€ mehr in der Tasche und nach 10 Jahren 51.000€! Das sind Zahlen, die man so nicht glauben sollte/kann, aber es ist tatsächlich so.

 

Somit ist eine Pauschalaussage "Jung = billiger als Alt" nichts dran. Aber genausoweniga n "Alt = billiger als Neu", wie man es so oft zu hören bekommt. Das, was den alten Volvo in meinem Falle so teuer macht, sind die Spritkosten. Diese übersteigen die beim C30 um fast das Dreifache! Das ist schon eine Ansage und war für mich eines der Gründe, weshalb ich den Wagen abstoßen musste :(

 

Wie schaut die Berechnung bei euch aus? Lohnt sich denn ein neuerer Wagen (inkl. Anschaffungskosten!) im Vergleich zu einem eurer vorherigen Wagen?


23.11.2009 21:44    |    der_deppen_daemel    |    Kommentare (37)    |   Stichworte: 2010, 2012, c30, C70 II, getriebe, motor, S40 II, tüv, V50, Volvo

Hallo Ihr Leser!

 

Heute habe ich es gebucht!

 

Es ist ja erstaunlich was man alles heutzutage im Internet machen kann... Sei es bei Motor-Talk schreiben, Filmchen anschauen, Höschen von Promis bei Ebay ersteigern :D, sich eine Pizza bestellen, Routen errechnen, seine Autokennzeichen kostenfrei reservieren (geht zumindest in meinem Landkreis) oder auch...

 

...ja, seinen TÜV Termin kostenlos buchen!

 

Falls das jetzt neu sein sollte: es geht. Falls es alt sein sollte: es geht!

 

Also, um auf mein Ursprungssatz zu kommen: ich habe heute mein TÜV Termin für den C30 gebucht und mache mir jetzt schon meine Gedanken darüber (ja, man merkt: ich kümmere mich um mein Autochen :D). Und das sind nicht nur gute Gedanken!

 

Die gute Sörtie (mein C30) trägt am Popo derzeit noch eine braune Plakette (eigentlich passend zur Wagenfarbe :D) mit der Aufschrift 2010 (auf Januar ausgerichtet). Natürlich soll sie die Grüne (bis 2012 - auaha! Was für ein Jahr :D) bekommen. Meinen Wagen halte ich natürlich in einem guten Zustand. Service ist immer rechtzeitig gemacht, die Lampen werden korrekt eingestellt, Reifendruck wird bei jedem Volltanken kontrolliert und die Scheiben regelmäßig gereinigt. Defekte Lampen werden sofort getauscht (was bisher nur eine der 6 Rückleuchten war...) und eine regelmäßige Fahrzeugwäsche halten den Wagen frisch...

 

Mal schauen ob ich die Gute so durch den TÜV bringen kann. Man hört ja teilweise Horrorgeschichten von Neuwagen bzw. 3-jährige, die den TÜV nicht bestanden haben aufgrund starker Rostschäden etc. (z.B. W210 - E-Klasse, oder an VWs, wo Getriebe nicht nur sifften, sondern bereits leer waren usw. :D). Das hat mein Auto (soweit ich es sehen kann) nicht. Nur, was prüft der TÜV alles noch?

 

- Reifen? (Neu, H Winterreifen, sollte somit kein Aufkleber brauchen)

- Licht? (Wird immer im Winter eingestellt)

- Undichtigkeiten am Motor? (Motor ist dicht, zumindest laut meiner Volvo Werkstatt, ich meine der ist undicht)

- Wischergummis?

 

Und weiß jemand wie die Abgasmessung heutzutage abläuft? Ist es noch wie früher, wo man in den Auspuff ein Sensor/Fühler gesteckt bekommt und damit dann die CO Werte etc. gemessen werden? Oder dockt der TÜV Männicken sein Laptop an meine OBD Schnittstelle an und ließt nur aus?

 

Dazu habe ich mal gelesen gehabt, dass man nun heute auch Fehlermeldungen bei ABS und ESP auslesen will/muss. Ist da auch was dran?

 

Wie Ihr lesen könnt, habe ich davon keine Ahnung :D Es ist ja nichts so einfach wie der englische MOT :D

 

Bin auch gespannt, ob mein Volvo es beim 1. Versuch auch klappt oder nicht... :o

 

Habt ihr Tipps für einen "Noob" oder wie sagt man so schön: "Neuling"? :D


03.11.2009 20:07    |    der_deppen_daemel    |    Kommentare (33)    |   Stichworte: Benz, Cabrio, CLK, CLK Cabrio, Erlnkönig, Mercedes, Mercedes Benz, Parkhaus, Tarnung

Moin moin!

 

Eben ist mir in Bremen ein "kleiner" Fang zwischen die Finger gekommen... Der neue Mercedes Benz "CLK Cabrio" (es sei denn es wird umbenannt in irgendwas anderes...)...

 

Ich muss sagen, wirkt außer gewöhnlich schick und für ein Mercedes sehr modern! Mir gefällt es... Aber so langsam sollte man doch bei Mercedes darauf gekommen sein, dass die Autos nicht in Parkhäusern (die öffentlich zugänglich und mitten in der Stadt in einem beliebten Einkaufsbereich liegen) abgestellt werden sollten... Besonders nicht auf der "Ausfahrtsseite" :rolleyes:

 

Sorry wegen den Bildern... Die sind mit meiner Kamera gemacht, jedoch ist die nicht wirklich gut im dunkeln... Zu mal der Besitzer scheinbar auf mich zugerannt kam als es ein paar mal blitzte :D

 

Was meint ihr dazu?

 

Grüße

 

Damien


26.09.2009 22:24    |    der_deppen_daemel    |    Kommentare (72)    |   Stichworte: bodykit, c30, C70 II, facelift, hecklift, leder, powershift, PS, rückleuchte, rückleuchten, rücklicht, S40 II, scheinwerfer, V50, volvo, volvo c30, xenon

Hallo Ihr Leser!

 

Wie ich es in vielen Blogeinträgen erklärte, fahre ich bereits seit mehr als 1,5 Jahre meinen C30 und ich möchte ehrlich gesagt, nichts Anderes im Alltag fahren - zumindest nicht vorzeitig ;) Ein einmaliges Design, welches mit einer einfachen jedoch super detailverliebten Linie in die Volvo Geschichte eingehen wird.

 

 

Leidenschaft beim C30 definiert sich für mich wie folgt:

 

- Ansprechendes Design, in das man sich verlieben kann

- Details, an die man sich nicht satt sehen kann

- Eine einmalige Optik, die man nirgends ein zweites Mal findet

 

Irgendwann jedoch, wird jedes Design verändert. Wer auf der IAA war oder hier bei Motor-Talk gesucht hat, hat ihn gefunden. Das Facelift Modell des C30.

 

Facelift, was heißt das überhaupt?

 

Nun, ein Facelift ist eigentlich, grob und recht einfach gesagt, eine technische wie auch optische Veränderung. Meistens erfolgen hierbei leichte Anpassungen der Fahrzeugform an die aktuelle Modelllinie. Dabei ist VW ein gutes Beispiel mit der "Scirocco Front" welches nun auf allen Modellen zu finden ist bzw. auf fast alle Modelle. Nennt sich ja heutzutage "Markengesicht" oder "Corporate Identity" - ein einheitliches Aussehen, welches die Wiedererkennung steigert. Dazu gibt es auch fast immer neue technische Details (neue Getriebe etc.). Letztenendes jedoch erkennt man immer, dass das Auto immer noch das ist, was es vorher war.

 

Beim C30 dagegen gleicht es einer Gesichtsverpflanzung. Die wunderschönen Scheinwerfer weichen riesige, gebogene Chromteile ohne irgendwelche Besonderheiten. Die markante leicht hervorstehende Nase mit Kühlergrill weicht eine agressive Form mit hervorstehenden Teilen. Ein Grill mit mehreren "Ecken" im XL Format und ein Bodykit ohne typische und sofort als "C30" zu identifizierende Rundungen machen die Front zum 0-8-15 Front. Selbst die seit 1994/95 benutzten Sidemarker in Orange mit Orangenen Reflektoren sind weg!

 

Als ob eine Gesichtsverpflanzung nicht genug wäre. Die neue Front musste durch ein neues Heck ergänzt werden. Die Rückleuchten wie auch die Glasklappe wurden beibehalten aber ein extremes Arschlifting musste auch sein. Anstatt Falten zu entfernen, fügte man weitere hinzu. So ist eine Falte welches von Links nach Rechts führt hinzugefügt wurden, welches vollkommen fehlplatziert wirkt. Die Bodykit Reflektoren sind angehoben wurden und sitzen nun optische 50cm höher als beim Vorgänger. Das Bodykit wird mittig unterbrochen und sowieso und überhaupt :D

 

Mit einem dicken "H" oder ein anderes Logo, könnte der neue geliftete C30 als Toyota, Honda, Opel, Chevrolet/Daewoo durchgehen. Man hat - um es gelinde zu sagen - den C30 verraten und die Grundprizipien im Zuge des "Markenimage Wandels" überbord geworfen in der Hoffnung mehr Fahrzeuge zu verkaufen. Es käme in etwa dem gleich, als ob Opel plötzlich ein Luxus Modell in der Rolls Royce/Bentley/Maybach Klasse machen würde und alle anderen Modelle einstellen würde.

 

Okay, mit Sicherheit klingen meine "Äußerungen" nach jemanden, der Angst vor Neuerungen haben könnte, aber dem ist nicht so. Ich habe mir den C30 auf der IAA angeschaut und mir auch sehr lange versucht die Details anzusehen. Die Feinheiten die eben den C30 so einzigartig machten. Im Grunde genommen sind diese noch da, nur eben nicht mehr so ausgeprägt. Das schöne Heck mit den freundlichen Rückleuchten und der großen Glasklappe ist noch vorhanden. Alles drunter braucht man sich nicht anschauen. Im Innenraum ist die schwebende Mittelkonsole noch vorhanden. Die Einzelsitze im Fond, die großen Türen und die Sachte abfallende Dachlinie. Dieses ist alles noch gegeben. Von der Seite sieht es noch (fast) aus wie damals auf der Präsentation in Detroit.

 

Nur diese Front. Die kann ich gar nicht mögen. In der Front von meinem C30 hatte ich mich sofort verliebt. Diese Linien, diese Details. Klare Optik ohne Firlefanz. Liebe auf dem ersten Blick ;) Ich kann mich jetzt jedoch nicht mit dem neuen C30 anfreunden...

 

Aber wo Kritik ausgeübt wird, muss ja auch etwas Positives geäußert werden. Und hier bietet der aktuelle C30 einiges an Neuerungen. So fielen mir beim schwarzen C30 1.6d DRIVe auf der Messe die neuen Einlagen im Innenraum auf. Bisher konnte man entweder gebürstetes Alu, Plastik oder Holz bestellen (natürlich im R-Design etwas Anderes). Jetzt sind noch weitere hinzugekommen. Eine "Nautik" Einlagentyp mit Anlehnung an frühere Seekarten mit den Routen. Neue Sitzbezüge wie z.B. rotes Leder (in einem schönen dunkleren Farbton) oder Orange/Weiß als Kombination. Eben "peppigere" Farbtöne.

 

Technisch gesehen sind noch weitere Details sehr interessant. So gibt es eine "sportlichere Lenkung", welches direkter und vor allem schneller reagieren soll. Ein neues Sportfahrwerk (-10 mm) welches das Fahrzeug agiler machen soll. Das Powershift Doppelkupplungsgetriebe ist nun bei 2 Motoren erhältlich. Bisher blieb es nur dem 2.0l Peugeot Diesel vorbehalten. Ab dem Facelift dann auch dem 2.0l Benziner. Neue Abgaseinstufungen (EU5 für alle Motoren) und ein C30 mit 3,9l Gesamtverbrauch (C30 1.6d DRIVe Start/Stop).

 

Die Technik stimmt, die Optik dagegen leider nicht mehr :(

 

Jetzt frage ich mich länger: fahre ich mein C30 ungeändert weiter, baue ich neuere Teile ein oder kaufe ich ein C30 FL und baue den optisch auf "Alt" um?

 

Ich denke, ich belasse es bei dieser offenen Frage und lasse diesen Blogartikel einfach mit einem Video des C30 in der einzigen richtigen Lackierung und dazu noch der alleresten Generation "ausklingen" ;)

 

(Video zeigt mein Fahrzeug)


06.09.2009 21:14    |    der_deppen_daemel    |    Kommentare (11)    |   Stichworte: Arzt, Autofahrer, Doktor, Geisel, Jeep, Krankheit, OP, Operation, Schmerzen, Steißbeinfistel

Hallo Ihr Leser!

 

Ungewöhnlicher Beitrag für ein Autoforum, ich weiß :D Aber es geht nicht anders und es ist auch autobezogen ;) Nun, warum berichte ich darüber? Simpel: wie vor ca. 5 Wochen habe ich angedeutet, dass ich mir dieses habe entfernen lassen... Aber was ist das und warum sollte es weg?

 

Sinus pilonidalis (lat. von pilus: Haar und nidus: Nest) ist eine chronische Erkrankung im Bereich des Steißbeines. Durch abgebrochene und einwachsense Haare (vor allem vom Kopf) entstehen nahe des Steißbeines auf der Hautoberfläche kleinste Entzündungen, die man nicht wahrnimmt. Im Laufe der Zeit und vor allem durch die Schuppen der Haare, die sich wie Widerhaken festklammern, bohren sich diese Härchen immer weiter in das Fleisch zwischen den beiden Arschhälften. Dadurch entsteht eine Öffnung, welches sich im Laufe der Zeit erweitern kann.

 

Nachdem das Härchen nun von der minimalst Vereiterung nun "beseitigt" wurde, bleibt ein Kanal übrig. Begünstigt durch die Position und der Tatsache, dass in der Gesäßfalte sehr oft ein "Feuchtesklima" (Schweißbildung) besteht und durch die Nähe zum Anus die Keimwanderung, können diese Öffnungen sich erneut entzünden und weitere "Kanäle" (daher das "Sinus" -> Latein für u.a. Kanal/Kanälchen) entstehen. Diese können weiter in das Fleisch der Gesäßkuskelatur vordringen.

 

Wenn eine Entzündung vorliegt, merkt man dieses beim Reinigen der Gesäßfalte während des Duschens/Badens oder spätestens, wenn man in seiner Unterwäsche ein gelbes Sekret spürt/sieht. Oft gehen gleichzeitig noch starke Schmerzen beim Sitzen oder Bewegen einher, die fälschlicherweise mit einer Muskelzerrung verwechselt werden - so wie bei mir. Selten haben betroffene Personen nur eine Öffnung.

 

Zu meinem persönlichen Falle (von dem ich mich immer noch erhole und es mir auch nicht peinlich ist...):

 

Ich hatte insgesamt 3 Öffnungen in der Steißbeinregion (aus Spaß sagte ich immer ich hätte 4 Arschl**her :D). 2 ca. 5 mm im Durchmesser und eins ca. 1 mm. Über ca. 2 Jahre hatte ich ab und zu beim Sitzen ein leichtes Drücken/Ziehen in dem Bereich. Auch ich ging dabei von einer Muskelzerrung aus, da es immer wenige Tage nach sportlicher Betätigung auftrat - natürlich verbunden mit starkem Schwitzen - als ob es nur ein Muskelkater sei.

 

Nach ca. 2 Jahren hatte ich eines Morgens beim "Abwischen" ein gelbes Sekret auf dem Toliettenpapier und wunderte mich woher es stamme. Aus reinstem Zufall stand ein Spiegel im Bad nahe der Toilette und ich entschied mich dazu zu schauen, ob ich nicht irgendwo in dem Bereich eine Rötung oder Beule hätte - weil ich nach dem Abwischen starke Schmerzen verspürte.

 

Ich traute meinen Augen nicht, als ich eine Öffnung sah. Klar und deutlich - aber wirklich nur eins. Zur Kontrolle habe ich meinen Vater gerufen - man will sich ja eine zweite Meinung holen :) Er bestätigte mir, da eine Öffnung zu haben und empfiel mir sofort einen Arzt aufzusuchen. 2-3 Tage später hatte ich von der Arbeit früher Feierabend bekommen und bin dann zu meinem allgemein Mediziner gegangen und habe gefragt was es sein könnte. Vorher hatte ich mich jedoch ein wenig bei Wikipedia umgeschaut und bin auf diesen Artikel gestoßen: Sinus pilonidalis

 

Mein Arzt bestätigte mir sofort, dass ich eben daran litt, jedoch noch 2 weitere Öffnungen hätte. Ich sprach ihn auf die Heilung dessen an, da ich erstens vor OPs Schiss habe und zweitens ich es mir nicht leisten könne nicht zu arbeiten. Tabletten wären möglich gewesen, allerdings nur zur Bekämpfung vorhandener Infektionen. Die bestehenden Öffnungen würden jedoch nicht wieder zusammen wachsen, da im Inneren nur totes Gewebe wäre. Zudem sei eine Heilung auf dem Wege nicht möglich und er besprach mit mir alles Weitere über eine Operation und die Heilung...

 

Eine Woche später (am 27.07.) hatte ich ein Termin im Klinkum "Links der Weser" (ich kann nur empfehlen dort diese OP durchführen zu lassen!) zur Besprechung was gemacht werden solle. Ein Termin (eine Woche später -> am 03.08.) sollte ich von meinem Leiden "erlöst" werden.

 

Was wurde denn jetzt gemacht: zum Glück war die Entzündung zu dem Zeitpunkt von alleine abgeklungen, weshalb man viel einfacher operieren konnte. Zuerst wurde ich mit Propophol (das Mittelchen sollte jedem seit dem Tot von Jackson bekannt sein) "kampfunfähig" gemacht und dann ging es daran den gesamten Bereich wo die Öffnungen waren auszuschneiden. Normal schneidet man bis zum Steißbein runter und der gesamte Fistelbereich wird "ausgeschabt", sodass eine Art "Hohlraum" sich bildet. Auf meinem Wunsch VOR der OP hin, ließ man die Wunde offen. Heißt: es wurden keine Schläuche eingenäht und generell keine Stiche/Nähte gemacht. Diese Methode ist die sicherste und auch effektivste Möglichkeit um die Heilung schnell voranzutreiben.

 

In dem Bereich wo nun Muskelgewebe fehlt, werden Mullbinden eingeschoben und müssen regelmäßig gewechselt werden. Auspülen (mindestens nach jedem Stuhlgang) sowie neue Verbände sind Pflicht. Sitzen ist NICHT möglich. Längere Zeit muss man dabei im Liegen oder stehen leben, wobei die Ärzte mir näher gelegt haben zu liegen, da man die ersten Tage nach der OP sehr steif ist in dem Bereich.

 

Schmerzen traten keine auf, nur beim Bewegen spürte man ein leichtes Drücken/Ziehen. Einzig an einem Tag, genau 6 Tage nach dem Aufwachen aus der Narkose hatte ich höllische Schmerzen. Im Bereich der Wunde wird ein Schmerzmittel verwendet, welches nach ca. 5-6 Tagen die Wirkung verliert. Eben diese Schmerzen waren da. Egal wie man gelegen hat oder was man tat.

 

So, nun zu meiner Heilung...

 

Wie schon erwähnt, ist die OP am 03.08. gewesen, dieses ist nun 5 Wochen her. Noch immer habe ich eine "klaffende" Wunde - jedoch ist statt der Ursprünglichen Größe von ca. 10 cm Länge und ca. 6 cm Tiefe nur noch ca. 6 cm lang und vielleicht 3 cm tief.

 

Das Sitzen war ca. 2,5-3 Wochen nicht möglich. Nur wenn man kein Verband hatte, konnte ich sitzen (weil das Steinbein nicht belastet wurde - es fehlte ja bekanntlich nun Gewebe). Erst seit ca. 2 Wochen kann ich wieder sitzen. Zuerst nur kurz (ca. 10 Minuten), dann mit Hilfsmittelchen ging immer mehr. Vor einer Woche ging 30 Minuten ohne Schmerzen. Seit ca. Mittwoch kontinuierlich - jedoch muss alle ~20 Minuten eine andere Position eingenommen werden, da dann ein Ziehen auftritt...

 

Bisher habe ich Glück gehabt. Bis auf eine kleine Entzündung (welches mir noch eine Woche Arbeitsunfähigkeit einbrachte :() verläuft die Heilung wunderbar. Mein Arzt ist damit sehr zufrieden und hat mich eigentlich noch eine weitere Woche krankgeschrieben - da mir aber so extremst "öde" ist, werde ich Morgen wieder arbeiten gehen...! Ich freue mich da wie ein kleines Kind schon drauf!!! Wären Komplikationen aufgetreten, wäre eine längere Arbeitsunfähigkeit (der Arzt im Krankenhaus sprach von bis zu 8 Monaten!!!) sehr schnell "eingetreten". Manchmal muss sogar mehrfach operiert werden. Dieses tritt laut Arzt jedoch nur bei schlechter Wundpflege auf... Mit 5 (6) Wochen liege ich über dem durchschnittlichen Wert von 7 Wochen.

 

Wieso ist denn jetzt diese Krankheit ein Leiden von Autofahrern?

 

Es trat zuerst in Verbindung mit dem Auto im 2. Weltkrieg zusammen mit den Amerikanern auf den Kriegsplätzen im Pazifik auf. Die Jeep Fahrer spürten Schmerzen im Steißbeinbereich und die Ärzte wussten nicht was es sein konnte, bis eben jene Jeep Fahrer komplett untersucht wurden sind. Da kam dann die englische Namensgebung "Jeep Rider's Disease" auf.

Nun tritt im Zeitalter der Vertreter und Vielfahrer diese Steißbeinfistel (so die deutsche Namensgebung) häufiger auf. Egal ob bei Mann oder Frau. Stark behaart oder leicht behaart. Vorrangig jedoch bei Personen im Alter zwischen 20 und 30 Jahren. Älter wie auch jünger geht jederzeit. Zudem ist auch trotz OP eine 100%ige Beseitigung nicht immer gegeben. Bei der bei mir angewandten Methode besteht noch eine 10%ige Chance wieder Fisteln zu bekommen... :(

 

Ich möchte Euch, Ihr Leser, nahe legen, Euch einen Spiegel zu suchen und davor die Gesäßhälften zu spreizen und zu schauen ob ich da was habt. Wenn Schmerzen ab und an vorkommen sollten, dann denkt nicht, dass es nur eine Muskelzerrung/ein Muskelkater ist, sondern schaut euch bitte das ganze an oder ertastet die Gesäßfalte ab. Ja, es klingt blöde aber lieber ein paar Mal abtasten, als nachher - wie ich - unter Schmerzen das ganze zu ignorieren, bis es operiert werden muss...

 

Bilder erspare ich Euch jetzt lieber, da es kein schöner Anblick ist in die Untiefen meines Popos zu blicken (zudem habe ich auch keine gemacht) - wer jedoch mehr Details sehen möchte, braucht nur bei Google Bilder schauen ;)

 

Ein paar Tipps von einem, der nun fast geheilt ist:

 

- nach dem Haarewaschen und einseifen und abspülen kurz mit der Duschbrause die Gesäßfalte durchspülen

- bei Schmerzen unverzüglich einem Arzt aufsuchen

- regelmäßig ein Blick in den Spiegel wagen

- wer starkbehaart ist, sollte bitte versuchen die Gesäßfalte haarfrei zu halten (rasieren)

 

Wer diese Tipps beherzigt sollte von allen weiteren Problemen "befreit" bleiben :)


28.08.2009 00:31    |    der_deppen_daemel    |    Kommentare (1)

Hallo Ihr Leser!

 

MOT LogoMOT LogoAuf englischen Straßen wird gut kontrolliert. Seitens der Polizei wie auch eine jährliche Fahrzeuguntersuchung... Richtig gelesen - JÄHRLICH. Und genau hier trennen sich sehr oft Auto und Besitzer. Dieser Beitrag wird leider doch recht trocken von der Materie her, jedoch ist es, so finde ich, ein interessantes Thema.

 

Nun, die erste Frage ist: Was ist "MOT"? MOT ist natürlich eine Abkürzung, die TÜV, jedoch gibt es dafür 2 "Erklärungen" für den Namen. Das Erste ist "Ministry of Transport test" - was auch das Korrekte ist - im Folksmund hat sich jedoch einfach "Ministry of Transport" ohne Test durchgesetzt. Ministry of Transport ist ein ehemaliger Amt, welches nun heute nicht mehr ausgeführt wird (die Verkehrsämter wurden zu "Department for Transport" zusammengefasst).

 

1960 wurden die ersten Tests für damals >10 Jahre alte Fahrzeuge eingeführt. Wie bereits angesprochen, wird der MOT jährlich durchgeführt bei Fahrzeugen über 3 Jahren Alter. Je nach Fahrzeugtyp, Größe, Alter und Antriebsart werden verschiedenste Prüfungsarten angewandt. Dabei werden die verschiedenen Arten in Klassen zusammengefasst:

 

Klasse I: Mopeds & Motorräder bis 199 cc

Klasse II: Motorräder mit 200 cc und mehr

Klasse III: trikes und 3-rädrige Autos

Klasse IV: Autos, Wohnmobile, Transporter bis zu 3000 kg, Minibusse (bis zu 12 Sitzplätze + Fahrer)

Klasse V: Privatebusse (mehr als 12 Sitzplätzen + Fahrer)

Klasse VI: Transportservice Fahrzeuge, die gegen Bezahlung/Entlohnung mit mehr als 8 Sitzplätzen gefahren werdeneir own stations)

Klasse VII: Transporter (Gesamtgewicht zwischen 3000 und 3500 kg)

HGV Test: (Heavy Goods Vehicle - Lastwagen) Transporter mit mehr als 3500 kg Gesamtgewicht und Anhänger mit einem Leergewicht von 1020 kg oder 3500 kg Gesamtgewicht

 

PPrüfanlagePPrüfanlageDa es sehr lange dauern würde alle Aspekte durchzugehen, und wir eigentlich hier in einem Autoforum zuhause sind, behandele ich mal die Klasse IV. Die Vorurteile besagen, dass die MOT nicht sehr schwer sein kann, da man eigentlich alles was 2 Räder (mindestens) und einen Motor hat, durch den MOT bringen kann. Dieser Vorurteil ist in der Hinsicht falsch, als dass man zwar vieles zulassen und abgesegnet bekommen kann, jedoch die MOT sehr streng ist. Bereits für unsere Verhältnisse "leichte" Mängel können in Großbritannien dazu führen, dass das Fahrzeug welches geprüft wurde/wird durchfällt.

 

Bremsanlage

 

Im Auto:

- ABS (falls verbaut) Warnlampe wird geprüft ob es funktioniert.

- Ob die Fußbremse funktioniert.

- Der Pedalweg zu lang sein sollte. Dabei darf es nicht zum Boden durchzutreten sein.

- Pedalgummi Zustand.

- Funktion des Bremsservos (falls verbaut)

- Parkbremse einen zu langen Hebelweg/Pedalweg hat und ob die Haltepunkte ohne Korrosion sind.

 

Unter der Motorhaube:

- Hauptbremszylinder wird/werden auf Bremsflüssigkeitsverlüste bei laufendem Motor und durchgetretenem Bremspedal geprüft.

- Servoeinheit wird auf korrekte Funktion geprüft.

- Bremsleitungen werden auf blanke oder verrostete Stellen geprüft sowie auf eventuellen Verlust.

 

Unter dem Fahrzeug (während ein Assistent die Bremse betätigt):

- Flexible Bremsleitungen und andere feste Leitungen werden auf Undichtigkeiten hin untersucht.

- Zustand der Bremsscheiben und Trommeln.

- Korrekten Sitz der Bremsscheiben und Beläge (inkl. alle Sicherungsstifte).

- Zustand der Bremsbeläge wird geprüft falls sichtbar.

- Während der Assistent die Parkbremse betätigt, wird auf korrekte Funktion der Feststelleinrichtung geachtet.

 

Bremswertprüfung:

Um richtige Funktion zu gewährleisten wird auf speziellem Equipment die Bremswerte geprüft.

 

MOT PrüfübersichtMOT PrüfübersichtTüren

 

Die Türen müssen von Innen wie auch Außen zu öffnen sein und sicher einrasten.

Kofferraumdeckel und Heckklappen müssen richtig schließen.

Bei Pickups und Seitenlader müssen die Seitenwände im geschlossenen Zustand sicher schließen.

 

Abgaswerte

 

Diese werden mit speziellem Equipment geprüft. Hierbei hängt es von der Erstzulassung ab. Rauchen (Öl, unverbranntes Benzin, Wasserdämpfe, Ruß) können zu einem Durchfallen der Prüfung führen. Dieselwerte werden mit einem Trübungssensor ermittelt.

 

Treibstoffsystem

 

Eine Undichtigkeit in der Treibstoffversorgungsanlage führt automatisch zum Durchfallen der Prüfung. Die gesamte Anlage wird vom Motorraum bis zum Tank untersucht.

- Der Tankdeckel muss korrekt und sicher zu befestigen sein.

- Die Tankdeckeldichtung darf nicht gerissen sein oder fehlen.

- Kein anderer Defekt darf nicht vorhanden sein, welches zum Austreten von Treibstoff führen kann.

 

Prüfung der HinterräderPrüfung der HinterräderHupe

 

- Funktion

- Die Bedienung muss vom Fahrerplatz aus einfach erfolgen können.

- Die Lautstärke muss ausreichend sein um Fußgänger und andere Fahrzeuge zu warnen.

- Die Hupe darf nicht aus mehreren Tönen bestehen.

 

Lampen

 

Alle Lampen werden geprüft auf:

- Funktion

- Zustand

- Sicherheit

 

Seitenstrahler und Hauptscheinwerfer:

- Prüfung ob Lampen eine Zulassung haben.

- Abblendlichtausrichtung, Bremsleuchten, Nebelschlussleuchte(n), Blinker und Warnblinkanlage werden untersucht.

- Blinker und Warnblinker dürfen sich nicht in Betrieb überlagern oder behindern.

- Auf korrekte Position der Blinkanlage und Rückleuchten wird geachtet (dürfen nicht mittig sitzen).

- Rückstrahler müssen Funktionieren und dürfen nur Rot sein.

 

Kennzeichenbeleuchtung:

Alle Lampen müssen funktionieren.

 

Reflektoren:

Es müssen zweit symetrisch angeordnete Reflektoren am Heck des Fahrzeuges montiert sein. Diese müssen sicher und nicht versteckt befestigt werden.

 

Spiegel

 

Nicht alle Spiegel an einem Fahrzeug werden geprüft. Abhängig vom Alter des Fahrzeuges.

- Spiegel müssen sicher befestigt sein.

- Vom Fahrersitz aus zu sehen.

- Nicht beschädigt oder zu leicht verstellbar sein.

 

Prüfung der VorderräderPrüfung der VorderräderKennzeichen und VIN

 

Bei allen zugelassenen Fahrzeugen wird darauf geachtet, dass:

- Kennzeichen vorhanden,

- sicher befestigt,

- nicht ausgeblicken, dreckig oder verdunkelt,

- und richtig formatiert sind.

 

Die VIN muss bei Fahrzeugen ab EZ 01.08.1980

- dauerhaft ersichtlich sein

- und durchgehend mit Unterlagen übereinstimmen.

 

Gurte

 

Die meisten Fahrzeuge nach 1965 müssen über Gurte verfügen. Unabhängig davon ist auf den Sitzen mit Gurten zu prüfen ob:

- die Befestigung korrekt sind.

- Sicherheit durch Funktion gewährt werden kann.

- Zustand noch im zuläßigen Rahmen liegt.

- die Aufwickelfunktion (falls Vorhanden) funktioniert (eine Manuelle aufwickelung ist erlaubt).

- bei Fahrzeugen mit im Sitz montierte Gurte der Sitz korrekt und genau sitzt.

 

Sitze

 

- Fahrer- und Beifahrersitz müssen korrekt befestigt sein.

- Alle hinteren Sitze müssen in einer aufrechten Position einzurasten sein.

 

Prüfung der LenungPrüfung der LenungLenkung

 

Im Auto:

- Zustand Lenkrad und Lenksäule.

- Befestigung Lenkrad an Lenksäule.

- Zustand der oberen Lager der Lenksäule.

- Spiel in Lenkung.

- Spiel in Gelenke der Lenksäule.

 

Unter der Motorhaube:

Abhängig vom Fahrzeug. Je nach Hersteller und Modell können verschiedene Elemente der Lenkung nicht geprüft werden. Immer zu prüfen sind:

- die Sicherheit von Lenkgetriebe sowie Lager.

- Spiel in Gelenke oder Führungen.

 

Unter dem Auto:

- Alle Gelenke der Lenkung.

- Befestigung der Lenkung (Anziehungswerte von Muttern und Schrauben sowie Zustand der Lagerpunkte an Fahrzeugrahmen).

- Übermäßigen Verschleiß der Radlager.

- Zustand der Antriebswellen (nur bei Frontangetriebene Fahrzeuge).

 

Fahrwerk

 

Unter der Motorhaube:

- Zustand Domlager

- Alle andere Fahrwerkselemente die vom Motorraum begutachtet werden können.

 

Unter dem Fahrzeug:

- Keine fehlenden Bauteile (Muttern, Sicherungsringe, usw.)

- Federn müssen effektiv arbeiten und keinen übermäßigen Verschleiß zeigen.

- Alle Verbindungselemente dürfen keonen übermäßigen Spiel haben.

- Die Dämpfer dürfen kein Öl verlieren und sicher befestigt sein (das Fahrzeug wird vom Prüfer niedergedrückt und wieder losgelassen um auf eine korrekte Funktion zu prüfen).

- Mit verschiedenen Gewichten wird eine Funktion unter Belastung simuliert und mit aufgebockten Rädern (z.B. VL und HR) geprüft, wie sich das Fahrwerk verhält.

 

Reifen und Felgen

Ein Fahrzeug kann wegen Reifen/Felgen durchfallen. Es wird geprüft, ob:

- ob über mindestens 3/4 der Breite der Reifen ein Profil von mindestens 1,6mm Tiefe vorhanden ist.

- die Reifenflanke ohne Beschädigungen ist.

- Reifen müssen für Fahrzeug und Felge sowie Position freigegeben sein.

- Zustand der Ventile sowie generell Zustand der Reifen.

- pro Achse die selben Felgen/Reifen verwendet werden.

- keine Radmuttern/Radschrauben fehlen.

- die Befestigung am Fahrzeug ausreichend ist.

 

Sofort durchfallen werden Fahrzeuge mit gröberen Schnitten, Beulen oder sonstige Schäden. Der Zustand des Reservereifens ist NICHT Bestandteil der Prüfung.

 

UnterbodenprüfungUnterbodenprüfungFahrzeug Struktur

 

Zustand und Sicherheit der Karosserie und Chassis

- Die Karosserie sowie das Chassis werden auf Unsicherheiten geprüft, die zum Verlust der Kontrolle über das Fahrzeug führen können.

- Es dürfen keine scharfkantigen Bauteile oder überstehende Elemente vorhanden sein.

 

Rost

 

Ein Fahrzeug kann aufgrund Rost in verschiedenen Bereichen durchfallen:

- Exzessive Korrosion in einer "beschriebenen Region" - 30 cm von bestimmte Bauteile (Bsp.: Bremsen, Lenkung, Aufhängung, Gurtaufnahmen)

- Exzessive Korrosion in einer "beschriebenen Region", welches das Bremsverhalten und Lenkverhalten des Fahrzeuges negativ beeinflüssen können.

 

(Exzessive Korrosion wird mit einer Durchrostung bzw. einer signifikant geschwächten Struktur gleichgesetzt)

 

Windschutzscheibe

 

Der Prüfer muss sichergehen, dass der Fahrer eine unbehinderte Sicht auf die Straße erhält. wischfunktion und Waschfunktion werden mitgeprüft.

 

Nun, es gibt noch eine Feinheit hierbei, welches in Deutschland beim TÜV/GTÜ/Dekra/etc. m.E. nicht möglich ist: Widerspruch

 

Sollte man mit dem Ergebnis der Prüfung nicht einverstanden sein, kann man gegen verschiedene Ergebnisse, z.B. Flugrost auf Bremsscheiben, Widerspruch einlegen. Ein Durchfallen ist mit dem genannten Flugrost auf Bremsscheiben möglich, ist jedoch aufgrund einer Standzeit des Fahrzeuges Flugrost aufgetreten, das Fahrzeug auch durchgefallen, so kann der Besitzer anhand eines Widerspruches gegen den Urteil des Prüfers vorgehen. An Bremsscheiben bildet sich sehr schnell Flugrost und dieses wird dem Fahr- und Bremsverhalten des Fahrzeuges wenig stören. Jedoch ist derzeit eine Änderung in Planung, dass man diesen Widerspruch nicht mehr stellen kann.

 

Bei der MOT wird kritisiert, dass die Element, die nicht den Abgasen oder der Sicherheit im Verkehr, keiner Beachtung entgegen kommt. So wird der Motor nicht auf ein Ölverlust hin untersucht. Die Kupplung bzw. das Getriebe werden nicht untersucht. Zubehör mit oder ohne Zulassung wird nicht geprüft. Ein Paradies für "Selbstbaufanatiker". Dafür wird jedoch Wert auf Bauteile gelegt, die unnötig doll beachtet werden. So wird untersucht ob die Wischer über die gesamte Fläche der Frontscheibe (und Heckscheibe) richtig wischen. Schlieren sind nicht erlaubt. Ebenso wird kritisiert, dass man keine Meilenangaben mit in die Berücksichtigung der Prüfung nimmt. Somit wird Betrügern ein leichtes Spiel gemacht. Tachometer zurückdrehen wird schnell und einfach durchgeführt und kann nicht nachgewiesen werden (technische Ausnahmen seitens der Autohersteller natürlich ausgenommen).


21.08.2009 20:13    |    der_deppen_daemel    |    Kommentare (18)

Hallo Ihr Leser!

 

Heute nur ein kurzer Beitrag, ich hoffe ihr verzeiht mir das :)

 

Fahrzeug Plattformen sind ja heute mehr oder weniger üblich. Kaum ein Hersteller arbeitet nicht mehr ohne... So ist beim C30 die Plattform gleich mit dem des Focus II, des Mazda 3, dem Mazda 5, C-Max, usw. Beim Golf gleicht es dem, des A3, des Octavias usw. usf. Wie lange macht man dieses?

 

Nun, bekanntlich war BMC/BLMC/BL doch recht führend, was das Einsparen von unnötige Entwicklungen anging. So verwendete man in fast allen Fahrzeugklassen ein Frontantriebsaggregat mit integriertem Getriebe. Motoren wurden selten selbst entwickelt, man kaufte oft fertige, ungewollte Motoren, die jedoch bereits vollends entwickelt wurden und passte diesen den Bedürfnissen an.

 

Was wenige jedoch wissen, dass man, ohne jetzt das Badge Engineering weiter zu erwähnen, komplette Fahrzeuge auf Plattformen errichtete...

 

Die Ingenieure bei British Leyland entwickelten den ADO17 - auf dem Markt als Austin 1800 zuerst mit dem Plattformgedanken. Ich brauche euch nicht weiter erklären was man als Plattform verwendete, man sieht es eigentlich auf dem ersten Blick, jedoch mache ich es trotzdem...

 

 

Vergleicht man die Bilder der Gallerie miteinander, so sieht man immer ein Bereich, welches immer gleich ist:

 

A- bis C-Säule

 

Als Plattform verwendete man die Fahrgastzelle. Egal ob bei Kleinwagen, wie dem genannten Austin 1800 bzw. 2200 (1,8l - 2,2l), welches unter verschiedenste Markennamen (Wolseley, Austin, usw.) vermarktet wurde, bei einem Luxus Fahrzeug, dem Austin 3-Litre, bei einer Schräghecklimousine der Mittelklasse, dem Austin Maxi sowie bei dem in Europa nie erhältlichen Austin X6 bzw. dem Morris X6 (auch als Austin Kimberley/Tasman bekannt), welches nur in Australien gebaut wurde.

 

Unter den genannten Fahrzeugen kann man die Türen beliebig austauschen. Frontscheiben und Seitenscheiben (immer bis zur C-Säule!) sowie Mechanik der Türen (Schlösser, Fensterheber uvm.) untereinander tauschen. Im Laufe der Jahre und Modelle wurden natürlich Designänderungen im Detail vorgenommen. So hat der X6 aufgrund australischer Fußgängerschutzbestimmungen keine "Bügelgriffe" wie die Verwandten aus Großbritannien. Zwischen 1964 und 1975 bestimmten "diese Türen" das Innenraumdesign und die Größe von vielen Fahrzeugen der damaligen Zeit. Um "Haares Breite" sind wir auch Rolls Royce und Bentley mit den Türen entgangen! :D


Auszeichnung

Mein Blog hat am 05.08.2009 die Auszeichnung "Blogempfehlung" erhalten.

Wer hat's verbockt?

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Spritsparender Raser

Volvo

1986 den Fertigungstunnel in Großbritannien verlassen und bereits nach wenigen Wochen mit den ersten Kinderkrankheiten in die Werkstatt berufen, wurde ich 1997 in die Bundesrepublik überführt und bin seitdem im Landkreis Verden angemeldet :D Mit hellem Leder, schon gräulichen Scheinwerfern und ein höher gelegtes Fahrwerk siehe ich nicht gerade aus wie "made in England". Mein Hobby hat 5 Räder (alle 5 sind während des Fahrens in Gebrauch), 4 Töpfe, 3 Pedale, etwas Alu, viel Glas und trägt den skandinavisch angehauchten Namen: Sörtie.

Sörtie (Volvo C30)

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Volvo C30 'Sörtie'

Meine Alltagsdame. Täglich und europaweit im Einsatz. Gekauft um Geld zu sparen (was es auch macht :D) und bereits sehr viel erlebt. Sparsam, sicher und einmalig in der Optik.

 

Volvo 740 'Erik'

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