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C30 - Wieso kauft man sowas?

Mein C30, 740 und die britische Motorkultur...

13.08.2009 22:10    |    der_deppen_daemel    |    Kommentare (2)

Hallo Ihr Leser!

 

Auf besonderen Wunsch stelle ich euch gleich drei Fahrzeuge bzw. ein "Grundfahrzeug" vor. Bekanntlich gab es vor der "Zentralisierung" des Europageschäftes in Köln auch eine Zentrale in Großbritannien. Hier entwarf und baute man Fahrzeuge die fast ausschließlich für den englischen Markt gedacht waren. Darunter eigenwillige Fahrzeuge wie den Ford Anglia oder "konservative" Limousinen wie die Cortinas vor der Taunus Zeit...

 

Nun, hier geht es um den Zephyr 4, Zepyhr 6 sowie dem Zodiac der III. Serie (Mk III). Obwohl alle Fahrzeuge ähnlich aussehen und auf dem selben Fahrwerk etc. "Platz nehmen", sind sie doch so anders, dass man eigentlich 2 verschiedene Wagen hat... Optische Unterschiede sind kaum vorhanden - aber dennoch sichtbar.

 

1962 wurden alle 3 Fahrzeuge vorgestellt und sofort zum Verkauf angeboten. Vom Kanadier Roy Brown entworfen (R. Brown entwarf auch mehrere Cortina Versionen sowie die weltbekannten Edsel) führte die MK III Serie den Erfolg der vorherigen Fords fort. Und dabei war das Prinzip einfach:

 

- einfaches Design ohne Spielereien

- zuverläßige Technik

- Motoren und Getriebe für fast alle Bereiche

- Ausstattungen wie man sich den wünscht

- angemessene Preise

 

Technisch waren alle Fahrzeuge gleich ausgerüstet (bis auf Motor und Getriebe):

 

Stand der Technik der 60er Jahre waren noch Starrachsen an der Hinterachse, mit Blattfedern gefedert. Vorne bereits die MacPherson Federbeine und Scheibenbremsen. Und genau hier enden die Gleichheiten :)

 

Ein Reihen-4-Zylinder mit 1,7l Hubraum und 68 PS trieb den Zephyr 4 (4 kennzeichnet den Motor) an und beschleunigte den Wagen auf 85 mph (immerhin, 136 km/h!). Wahlweise mit 4-Gang-Getriebe, Overdrive oder Automatik. Nur ca. 1,2t Leergewicht bei 4,5m Länge brauchten nicht viel Leistung um auf Geschwindigkeit zu kommen... Karosseriemäßig gab es natürlich leichte Änderungen zu den anderen Fahrzeugen. Der Zephyr 4 ist anhand des schmalen Kühlergrills sowie nur 2 Scheinwerfern erkennbar. Die Grundform und die restliche Ausstattung ist mit dem des Zephyr 6 identisch - natürlich je nach Bestellung ;)

 

Beim Zepyhr 6 kam standesgemäß ein Reihen-6-Zylinder unter die Haube mit ca. 2,6l Hubraum und 98 PS. Auch hier wahlweise 4-Gang-Getriebe, Overdrive oder Automatik. Alles weitere ist wie beim Zephyr 4, nur dass der Kühlergrill über die gesamte Fahrzeugbreite verlief und am Fahrzeug mehr Chrom verbaut wurde. Mit 95 mph (152 km/h) war der 6-Zylinder immer noch nicht überlastet. Denn da gab es ja noch den Zodiac...

 

Die Spitze der Serie stellt der Zodiac dar. Sofort erkennbar an den 4 Rundscheinwerfern vorne. Viel Chrom und ein geändertes Heck machten diesen Wagen zum Oberklassen Ford. Die C-Säule wurde etwas abgeändert, sodass man ein Fenster noch unterbringen konnte. Die Heckscheibe steht flacher. Das Dach ist leicht niedriger und die Ausstattung "Voluminöser". Plüsch und viel "Schnick Schnack" warteten auf die Insassen. Der Motor war der selbe wie im Zephyr 6, leistete jedoch 11 ps mehr, was den Wagen auf 104 mph (166 km/h) brachte...

 

Für Fahrzeuge der damaligen Zeit waren das schon gute Werte. Selbst heute reicht es zum mitschwimmen im Verkehr.

 

Man muss beim Zephyr/Zodiac bedenken, die Karosserie war ein Kind des damaligen Zeitgeistes. Damals, als Größe alles war, zusammen mit Finnen/Flossen und aufrechtstehende Rückleuchten, dicke Chromstoßstangen und viel Glas die Fahrzeugklassen durch und durch beherrschten.

 

Es ab jedoch nicht nur "altbackene" Limousinen, wie man sich das vorstellen würde. Nein, auch Kombis wurden gebaut. Diese jedoch nur als Umbau und nicht von Ford. Abbots of Farnham baute aus allen Versionen exklusive Kombivarianten mit riesiger Heckklappe. Begünstigt durch die bereits stehenden Rückleuchten und eine Seitenlinie, welches durch die Heckflossen schon gerade war, entstanden die Kombis in recht niedrige Stückzahlen.

 

(Ford Zodiac welches restauriert wird. Man erkennt deutlich wie laufruhig der alte 2-Ventiler ist und nach abstellen des Choke wie leise es läuft)

 

In nur 5 Jahren Bauzeit liefen 106,810 Zephyr 4, 105,256 Zephyr 6 und 77,323 Zodiac von den Bändern. Insgesamt knapp 300.000 Fahrzeuge! Und das bei einem Fahrzeug, welches nur für wenige Märkte Verfügbar war. Z.B. der Zephyr 4 war NUR als Rechtslenker verfügbar, was den Verkauf in nur Linksverkehr erlaubte...

 

Das Ende der MK III leitete der Beginn der nächsten Serie, der MK IV, ein, welches größer, stärker, schneller und luxuriöser war. Gerne kaufte man sich in GB den Zodiac und baute dort, aufgrund des Spritverbrauches und der Besteuerung den kleinen 4 Zylinder ein, oder tauschte den gleich gegen den neu auf dem Markt gekommenen Rover V8 ein...


13.08.2009 10:40    |    der_deppen_daemel    |    Kommentare (14)

Hallo Ihr Leser!

 

Selten gibt es Designer, die sich schämen ein Fahrzeug designed zu haben. Doch tatsächlich gibt es einen...

 

Ich hole mal etwas aus :)

 

Für das Jahr 1970 musste Morris ein Fahrzeug auf dem Markt bringen, welches den größten Konkurrenten, den Ford Cortina (nicht Taunus), vom Thron der "Flottenfahrzeuge" stoßen sollte. Der Wagen sollte besser als der Cortina werden. Moderner... Einfach wegweisend...! Naja, was dabei heraus kam, war nicht wirklich begeisternd.

 

Starrachse an längsbefestigte Blattfedern und mit 2 diagonal verlaufende Dämpfer. Eine einteilige Kardanwelle ab Getriebe (normal sind Kardanwellen bis ca. kurz vor der Starrachse so ausgeführt, dass ein "Drehwinkel" parallel zum Drehpunkt der Hinterachsschwingen entsteht - dieses entfiel hier, da es den Morris Entwicklern zu teuer war). Eigentlich wurde das Fahrwerk des 1948 vorgestellten Morris Minors fast komplett übernommen.

 

Und dieses merkte man beim Fahren. Extrem schwammiges Fahrwerk, auch für die damalige Zeit. Einige Witzbolde meinen, das Fahrwerk sei noch schlimmer als beim den US-Fahrzeugen der 50er! Und das muss was heißen! ;)

 

Nun, wenn das Fahrwerk nicht überzeugen konnte, was denn sonst? Der Motor? Mit 1,3-1,8l reichte die Motorpalette. Das Styling bzw. die Karosserieform konnte gefallen. Es passte in die damalige Zeit wie die Fast auf's Auge. Rundungen Außen, Kanten im Innern. Kombi, Limousine und Coupé. An sich alle Karosserievarianten, die man damals anbot. Das Styling konnte aber auch nicht überzeugen. Man war nicht davon angetan. Also, wenn man nicht über Optik und Technik verkaufen kann, dann gibt es noch eine Möglichkeit: Preis

 

Die Preise begannen bei £ 620 (was selbst damals SEHR billig war - ein Mini bekam man für £ 600! Neu vom Werk) aber auch damit gewann man keinen Kunden. Wenn, dann nur sehr wenige. Die Verkaufszahlen (keine genauen bekannt) ließen zu wünschen übrig, weshalb man dann Mitte der 70er begann den Nachfolger zu entwerfen. Naja, entwerfen ist etwas übertrieben. Die Morris Entwickler hatten die Idee das Fahrzeug an einen bekannten Designer abzugeben. Ein frsiches italienisches Design sowie ein neuer Name sollten den Marina zu dem zustehenden Ruhm verhelfen.

 

(Werbevideo aus den 70ern)

 

Man machte £ 5.000.000 klar und erteilte Giorgetto Giugiaro den Auftrag den Marina umzudesignen. Der Name Ital könnte einem dazu bringen zu denken, dass der Wagen im berühmten Ital Designbüro entworfen wurde, was auch stimmte. Es kam mehr oder weniger dabei nur ein Facelift bei raus. Die Grundzüge der Karosserie blieben gleich.

 

Wieso schämt sich der Designer nun? Es ist recht einfach. Einerseits schämt sich das Designbüro "Ital" dafür, dass man den Wagen deren Namen verlieh (kein Markenschutz). Somit verband man mit dem Namen "Morris Ital" den Wagen mit dem Design aus der damaligen Designschmiede. Und um dieses noch weiter auszuweiten, als Italdesign 2007 den 40. Geburtstag feierte, kam ein Buchband raus. Dort wurden alle Fahrzeuge genannt und aufgeführt, die von Giugiaro entworfen oder mitentwickelt wurden. Einzig ein Auto fehlt... Der Morris Ital. Spricht man die Damen und Herren von Ital darauf an, wird man gebeten das Thema zu wechseln.

 

Das Schämen geht aber auch noch weiter. Als der Morris Ital 1984 zum letzten Mal gebaut wurde und dann "klangheimlich" vom Markt verschwand, trauerte keiner dem Wagen hinter her. Der Marina/Ital war der ungeliebte Produkt einer Namhaften Marke und trug den Namen Morris als letztes Fahrzeug.

 

Aber auch hier ist nicht Schluss. Das Stiefkind wurde Mitte/Ende der 90er wieder aufgelegt. Wo? Na, das ist klar, China! Der "Huandu CAC6430" ist nichts anderes, als ein Morris Ital mit schickeren Stoßstangen und besserer Verarbeitung. Aber auch hier war die Produktionsdauer von schlechten Verkaufszahlen überdeckt, weshalb bereits 2001 die letzten CACs (was für ein Name!) vom Band liefen. Das war dann das endgültige Aus für den Marina/Ital.

 

Selbst ich, Fan und Freund britischer Fahrzeuge, kann an diesem Ital/Marina nichts tolles finden. Weder Rostbeständigkeit, Haltbarkeit, Sicherheit, Sparsamkeit, Design,


05.08.2009 18:44    |    der_deppen_daemel    |    Kommentare (11)

 

Moinsen zusammen!

 

Nur durch eine Kurzmitteilung vom User 124er-Power habe ich erfahren, dass ich die Auszeichnung zum Blog der Woche erhalten habe :) Wäre mir nie aufgefallen! :D

 

Aber das freut mich umso mehr, da ich gerade vor ca. 40 Minuten aus dem Krankenhaus entlassen wurde und diese Freude natürlich die Schmerzen überdeckt! :)

 

Also, ich bedanke mich bei allen Lesern und Auszeichnern für die Auszeichnung. Hoffentlich kann ich das Ganze etwas weiter ausführen, jedoch habe ich gerade nicht die Möglichkeit länger was zu schreiben (für die, die es wissen möchten: Steißbeinfistelentfernung - Vielfahrerkrankheit! - sitzen ist damit SCHWER möglich) und muss mich dafür sehr kurz fassen.

 

Vielen Dank nochmal!!!

 

Grüße

 

Damien aka Der_Deppen_Daemel :)


25.07.2009 21:06    |    der_deppen_daemel    |    Kommentare (10)

Hallo Ihr Leser!

 

Der P5B ihrer MajestätDer P5B ihrer MajestätNur wenige Fahrzeuge schaffen es ins königliche Fuhrpark der Familie Windsor. Meistens sind dieses Daimler (kein Mercedes sondern britisch Daimler), Bentley, Rolls Royce oder Jaguar. Doch ein Fahrzeug hat es geschafft und wird noch von der "Themse-Lise" gefahren. Zwar selten, jedoch gerne gefahren, wird der Rover P5.

 

Der Rover P5 sollte den betagten Rover P4 (zwischen 1949 und 1964 gebaut) nach oben hin ergänzen. Dabei setzte man auf eine einfache Formel: luxuriös und finanzierbar. Und mit diesen Grundsätzen gelang es ein wirklich schönes und vor allem zeitlos elegantes Fahrzeug zu einem "Bestseller" zu machen.

 

Nun, in den 50er Jahren, als die Wirtschaft europaweit nach den langen Kriegsjahren brummte und überall ein "Reichtum" sich ausbreitete, wollte sich Rover, noch vor der BL/Leyland/BLMC Ära, eine Scheibe des neuen Reichtums absichern und begann mit der Entwicklung einer stattlichen Limousine. Schon von Beginn an war klar wie dieser neuer Rover aussehen sollte.

 

Ursprünglicher EntwurfUrsprünglicher EntwurfNach wenigen Änderungen (wegen einer einfacheren Produktion) wurde die Karosserie leicht umgestaltet und sah dem Endprodukt nun sehr ähnlich. Bis 1958 passierte am Design kaum bis gar nichts und wurde fast 1:1 übernommen. Man war sich jedoch nicht sicher, wie der neue P5 überhaupt angetrieben werden sollte. Länger überlegte man, ob ein Frontantrieb geeignet sei, ein Heckmotor mit Heckantrieb, DeDion Hinterachse, Transaxlebauweise (Motor vorne, Getriebe hinten) oder gar das Getriebe unter dem Fahrersitz zu platzieren wäre.

 

Letztendlich wurde entschieden, dass man doch lieber konventionell mit Motor + Getriebe vorne, Kraftübertragung hinten die Limousine bewegen wollte. Die nächste Frage war dann aber klar: womit treiben wir den Wagen an? Die Arbeiten an einem V6 aus Aluminium wie auch Gusseisen wurden eingestellt, als man feststellte, dass der Motorlauf zu wünschen übrig ließ.

 

Endgültiges DesignEndgültiges DesignZu allem Übel kam noch hinzu, dass die Geschäftsleitung der Meinung sei, der Wagen wäre etwas zu klein und würde dem P4 zu viel Konkurrenz machen. Es hieß "Wachsen". Fast zeitgleich wie diese Entscheidung gefallen sei, verlängerte man die bisherigen Prototypen. Der Radstand wuchs drastisch. Ursprünglich ca. 103" (ca. 2.6 m) ging es auf ca. 108" und zum Schluss auf die 110.5" (ca. 2.8 m!). Die Breite sollte 70" (1,77 m) nicht überschreiten und so blieb es auch.

 

Diese Größenentscheidung verhalf den Entwicklern zu einer einfachen Entscheidung: eine Starrachse wurde hinten verbaut und die Double Wishbone Aufhängung vorne wurde - wie in den bisherigen Prototypen - übernommen. Motor und Getriebe wurden auf Hilfsrahmen montiert und mit nur 6 Halterungen am Wagen befestigt. Diese Entscheidung sollte die Wartung und Reparatur der P5 erleichtern und wurden zum Erfolg.

 

Motortechnsich entschied man sich den etwas betagten 2.6l Reihen-6-Zylinder etwas aufzubohren und mit 7 Kurbelwellenlager zu versehen. Die nun mit 2,995l Hubraum ausgestattete Maschine leistete ca. 115 ps bei 4500 U/Min und produzierte ca. 222 nm bei 1500 U/min.

 

P5/P5B TreffenP5/P5B TreffenZur Vorstellung 1958 auf der Earls Court Motor Show wurde der P5 von der Fachpresse und den Besuchern bestaunt und bekam sofort den Beinamen "3-Litre" (3-Liter wegen der Motorisierung). Auf der Messe hatte der Wagen jedoch nur 4 Trommelbremsen die mit der Last und dem Gewicht des Wagens nur schwer zurecht kamen. Zur Automobilmesse in London versah man die Vorderachse mit Scheibenbremsen samt Bremsservo. Dieses verlieh dem Wagen eine bessere "Bremsstärke" und stellte die Entwickler zufrieden.

 

Als der Wagen 1961 in die Produktion ging, testete die englische Fachzeitschrift "The Motor" den P5 gründlich und stellte Fest, dass es bis zu 95 mph (ca. 160 km/h) schaffte und den Sprint von 0-60 mph (0-97 km/h) in 17.1 Sekunden absolvierte. Der Verbrauch lag mit 20.5 mpg (13.8 L/100 km) für damalige Verhältnisse noch im Rahmen. Heute wäre das ein No-Go wenn man sich ein Auto aussuchen sollte.

 

Im Laufe der Zeit erfolgten natürlich verschiedene Facelifts und Modernisierungen. Scheinwerfer wurden verbessert, Blinker versetzt und mehr Leistung aus dem 3.0l R6 raus gekitzelt. Es gab jedoch 2 bedeutende Entwicklungen in der Lebenszeit des P5...

 

Die Silhouette des CoupésDie Silhouette des CoupésDer Erste war die Vorstellung des Coupés. Der P5 Coupé ist das ERSTE 4-türige Coupé (diesen Titel hat Mercedes Benz zu Unrecht für den CLS genutzt) der Welt und gilt als Inbegriff des klassischen Rovers. Mit dem um 2,5" (ca. 6cm) tiefergelegten Dach bei gleich bleibende Karosseriegrößen (Länge und Breite) machte dieses Coupé schnell auf sich aufmerksam. Dazu noch oft in Bi-Colour (Haupt- und Kontrastfarbe) anzutreffen mit viel Chromzierrat, ist ein Coupé auch die teurere Variante. Nur 4 sehr komfortable Sitze laden zusammen mit den Unmengen an Leder, Wurzelholz und Wohnzimmerflair zum verweilen ein.

 

Die zweite wichtige Entwicklung, war das Einpflanzen des Rover V8. Durch das Einbauen dieses Aggregates machte man aus dem bequemen P5 einen sportlichen P5B (das B steht für vieles: Buick (der V8 ist eine Buickentwicklung gewesen), B-Serie (2. Serie) oder wie viele Engländer auch sagen: Better ).

 

P5 Coupé von der SchokoladenseiteP5 Coupé von der SchokoladenseiteCa. 160 ps (schnell getunt auf mehr) machten dem Wagen Beine. Eine Automatik machte es möglich die Kraft der Maschine ohne viel zutun unter einem herrlichen Klang der 8 fauchenden Kolben auf die Straßen zu bringen. Der Verbrauch senkte sich und der Fahrspaß wuchs an - natürlich hatte man gerade im Jahr zuvor die allgemeine Höchstgeschwindigkeit von 70 mph eingeführt (vorher war es wie in Deutschland -> Open End) und dieses ließ den Verbrauch noch weiter senken. Knapp 110 mph (ca. 180 km/h) schnell, erreichte man seine Ziele schneller als jemals zuvor...

 

Insgesamt wurden fast 70.000 (genau 69.141) Einheiten zwischen 1958 und 1973 gebaut.

 

Die Fahrzeuge war so beliebt, dass, wie im Titel schon stehend - Königin Elisabeth ein P5 ihr Eigen nennt. Diesen fährt sie sogar selbst. Eines der wenigen Fahrzeuge (zusammen mit einem Land Rover Defender) die sie privat aus selbst fährt.

 

Die Arden Grüne Rover P5B Limousine mit dem Kennzeichen 'JGY 280' wurde sogar bei Top Gear vorgeführt.

 

Selbst die Regierung (wie im Film genannt) hatte noch lange nach Einstellung der P5 Serie die Fahrzeuge im Fuhrpark und ließ wirklich alle Staatsgäste damit abholen. Erst als Maggie Thatcher durch John Major die Iron Lady ablöste, gelang es Jaguar ihre Fahrzeuge (1990!!!) in die Regierung einzubringen und somit wurden fast 100 Ebony Schwarze P5 ausgemustert bzw. verkauft.

 

Heute sind die P5 unterschätzt auf dem Oldtimermarkt. Gut erhaltene Fahrzeuge gehen für ca. 10.000 EUR über den Tresen, jedoch sind fahrbereite gut erhaltene Modelle für um die 5.000 EUR zu bekommen. Persönlich habe ich sogar noch welche gesehen, die im Topzustand nur ca. 4.000 EUR kosten sollten.

 

Ein solch schönes und einmaliges Auto wie den P5 und insbesondere das Coupé wird man nirgends finden.


22.07.2009 22:49    |    der_deppen_daemel    |    Kommentare (8)    |   Stichworte: Britisch, Elektrofahrzeug, Englisch, Hybrid

...kann man sie sehen und fast nicht hören.

 

Hallo Ihr Leser!

 

Früh Morgens, wenn die Welt noch ruhig ist, man keine orgelnde Rovers oder Austins hört; Kein Geruch oder Qualm von irgendwelche Dieselfahrzeuge die klare, leicht nebelige Luft trüben während in der Weite die Sonne langsam sichtbar wird; Genau zu dieser Tageszeit, hört man ein leises "Surren" und klimperndes Glas in Kisten/Trägern. Ein stetiges und immer wiederkehrendes Beschleunigen und Bremsen mit kurzen Pausen dazwischen. Genau zu diesem Zeitpunkt sieht man diese Arbeitstiere, die man noch heute täglich (nicht gerade in London) sehen kann... der "Milk Float".

 

Der Standard FloatDer Standard FloatEine genaue Übersetzung gibt es gar nicht. Milchwagen trifft es eigentlich 1:1 jedoch wörtlich übersetzt könnte es ein Floß, ein Festwagen oder noch schöner: eine Flotte sein. :D

 

Egal wie man es übersetzen will, diese Fahrzeuge bestimmen morgens bereits seit mehr als 50 Jahren den Alltag auf den britischen Inseln.

 

Als batteriebetriebene Fahrzeuge eignen sich diese Fahrzeuge für lokale Auslieferungen (bis zu 30 Meilen - ca. 45 km - Reichweite pro Batteriefüllung) und wurden nicht nur von Molkereien verwendet. Komfort ist ein Fremdwort. Um die Fahrzeuge entsprechend besser und mit höherer Reichweite auszustatten, ist keine Heizung anboard. Radio? Nein. Das wäre ja noch zu viel :D, da auch während der Fahrt die Tür(en) meistens offen ist(sind) ist es im Float so warm oder so kalt wie draussen.

 

Altes Modell aus den 1950erAltes Modell aus den 1950er2 große 48 Volt Batterien (4 LKW Batterien) treiben bis zu 2 Motoren an, die eine normale Höchstgeschwindigkeit von bis zu 15 mph (ca. 24 km/h) ermöglichen. Es gibt jedoch umbauten, die 80 mph (130 km/h!) fuhren, um auch Schnellstraßen befahren zu können (z.B. um diese zu überqueren oder kurze Strecken darauf zu fahren). Die meisten noch heute fahrenden haben Chassis, die bis zu 50 Jahre alt sein können. Also statt recht jung auszusehen mit recht moderner Technik ist es, dass es recht jung aussieht, technisch jedoch total veraltet ist (Facelift halt :D).

 

Nun, in einer Bekanntmachung in 1967 wurde erklärt, dass es in Großbritannien MEHR Elektrofahrzeuge auf den öffentlichen Straßen gäbe, als WELTWEIT ZUSAMMENADDIERT. Was man dabei in der Umfrage berücksichtigte ist bis heute noch unklar, jedoch stellt sich bei näherer Betrachtung heraus, dass von den vielen E-Fahrzeugen über 90% Floats sind. Was nun im Ausland als E-Fahrzeug angesehen wurde, stand nicht in der damaligen Bekanntmachung.

 

Diese Fahrzeuge erfreuen sich auch bei privat Menschen (wie fast alles in GB :D) großer Beliebtheit. Floats sind steuerfrei sowie MOT (TÜV) frei und können überall auf öffentlichen Straßen. Conguestion Fee frei dürfen die Floats auch London befahren.

 

Nur, seitd größere Supermärkte und Lebensmittelgeschäfte Frischmilch anbieten, werden immer weniger Bestellungen bei den Dairies (Molkereien) getätigt, weshalb die Floats immer weitere Strecken fahren können. Derzeit werden in Großbritannien mehr als 1.400.000 Haushalte tägliche mit frischem Milch beliefert. Jährlich werden bis zu 500.000.000 Flaschen Milch geliefert - was ja riesige Zahlen sind!

 

Moderner PrototypModerner PrototypUm die Floats für das neue Jahrtausend zu rüsten, baut der Hersteller Bluebird an neue Versionen. Aufgrund der nun eingetretenen Emissionsgrenzen usw. interessieren sich immer mehr und mehr Unternehmen für moderne Versionen mit mehr Reichweite. Im Moment laufen die Arbeiten an Hybrid bzw. Generatoren Floats (wie beim Opel Konzept mit E-Motor und Benzin-/Dieselmotor als Generator), mit höherer Reichweite.

 

Der Milkfloat wird noch lange die Straßen bevölkern und dieses ist auch gut so. Das Tolle an den Floats und den Milkmen: man hat direkt an der Haustür das frischeste Milch überhaupt (ca. 4 Stunden zwischen Melkung und Auslieferung) und das schmeckt man! Genau diesen Service vermisse ich hier in Deutschland! Ich wäre sogar bereit ein Aufschlag dafür zu zahlen !


19.07.2009 21:25    |    der_deppen_daemel    |    Kommentare (9)    |   Stichworte: British, Diesel, Leyland, London, Routemaster, Stau

Hallo Ihr Leser!

 

Ruhig durch den Rushhour. Wie könnte man das besser, als weit oberhalb des stockenden Verkehrs. Am besten noch ganz Vorne ohne Fahrer in Sicht.

 

So kennen wir ihn, den RoutemasterSo kennen wir ihn, den RoutemasterWer kein Rolls hatte, und sich den Austin FX4 Taxi nicht leisten konnte, hatte die Wahl: entweder Tube fahren oder Routemaster fahren. Mit welch anderem schönen wie auch zeitlosen Fahrzeug wäre dieses möglich, außer mit dem Routemaster - das zweite Wahrzeichen auf 4 (bzw. 6) Räder. ein bemerkenswertes Nutzfahrzeug, welches den damaligen Verkehr zum Teil revolutionierte.

 

Bereits 1954 arbeitete AEC (Associated Equipment Company) an der Entwicklung eines Fahrzeuges, welches fast ausschließlich für London Transport (londoner Verkehrsbetriebe) konzipiert war. Es wurden 4 prototypen hergestellt. Zwei wurden in der Hauptwerkstatt von London Transport in Chiswick gebaut. Diese entstanden in enger Zusammenarbeit mit AEC. Die anderen beiden basierten auf Leyland Fahrgestelle und hatten Karosserien von Weymann aus Addlestone und von Eastern Coach Works aus Lowestoft (meine Heimat am östlichsten Punkt Großbritanniens :D).

 

Vorgänger des RM8Vorgänger des RM8Wir dürfen jetzt nicht vergessen, 1954 war das Design des Routemaster ziemlich futuristisch war. Da die Karosserie aus Aluminium gefertigt war, konnte man mehr Fahrgäste (64) transportieren im Vergleich zu den älteren Modellen (mit 56). Die Karosserie wurde als selbsttragend ausgelegt, welches keinen großartig verstärkten Rahmen mehr erforderte und Motor bzw. andere Aggregate sind auf leichte Hilfsrahmen montiert, die einfach auf dem normalen Rahmen befestigt werden.

 

Zu den Neuheiten, die es in den 50ern sonst nirgends gab, jedoch beim Routemaster zum Standard gehörten, gehörte eine Einzelradaufhängung, eine Servolenkung, eine hydraulische Automatik sowie eine servounterstützte hydraulische Bremsanlage.

 

Nicht nur rot war die Farbe für den RMNicht nur rot war die Farbe für den RMAls Maschine kamen fast ausschließlich Leyland Dieselmotoren zur Verwendung. Mit 9.6 bzw. 9.8l Hubraum und mit Leistungen zwischen 115 und 175 ps bei 1800 U/min, waren diese Busse nicht die langsamsten für die Zeit. Es gab Fahrzeuge, die waren deutlich langsamer!

 

Von der Konstruktion her sind die Fahrzeuge mehr als durchdacht. Aufgrund des doch "verschwenderisch" ausgeführten Motorraumes und der Platzierung von verschiedensten Bauteilen, konnte man die meisten Bauteile tauschen, ohne Andere zu bewegen. Technisch ausgereift waren diese Motoren auch - nur einmal gab es ein Zwischenfall, wo ein Motorraum in Brand stand, und das war aufgrund eines falschen Schwungrades.

 

Insgesamt wurden ab 1958 2876 Fahrzeuge gebaut. Am meisten gebaut wurde die Standard Version mit 27.5' Länge. Davon entstanden mehr als 2100. Am wenigsten wurde eine Version mit Heckmotor und Fronteingang gebaut - nämlich einen :D

 

Konkurrenz Bus FormKonkurrenz Bus FormIm Laufe der Jahre wurden natürlich Modernisierungen durchgeführt. So wurden in den 90er Jahren die 115 ps Leyland Diesel gegen Cummins sowie Iveco Maschine getauscht. Selbst Scania Motoren sollten die Busse für mindestens weitere 10 Jahre am Leben erhalten.

Selbst zu Beginn des neuen Jahrtausendes wollte man die Busse immer noch nicht abschaffen also legte man auch an der Abgaseinstufung wurde ebenfalls Hand an. Ursprünglich Euro 0 (gab ja in den 50er Jahren keine Abgaseinstufungen) gelang es mit den Cummins Maschinen die Busse auf Euro 3 zu bringen. Wieder sollten die Fahrzeuge weitere 10 Jahre halten.

 

Nach fast 50 Jahren Dienstzeit begann man 2005 mit der schrittweisen Ausmusterung der Routemaster. Nicht weil die Fahrzeuge zu teuer geworden waren. Auch nicht weil die Fahrzeuge veraltet waren. Nein, aufgrund der Tatsache, dass man auf der Plattform hinten nicht nur den Elementen gegenüber stand, nein, viel mehr waren es die Unfälle, die vielen Passagieren erfuhren, als sie entweder bei noch fahrendem Bus auf-/absteigen wollten oder während der Fahrt (z.B. bei einer Kurve) dann rausgeschleudert wurden sind.

 

Solidarität zeigenSolidarität zeigenDank der EU wurden auch weitere Bestimmungen GEGEN den Routemaster erlassen, weshalb dieser im Planeinsatz nur noch auf den Touristenlinien zu finden ist sowie auf verschiedene Rallyes und Ausstellungen.

 

Eine goldene Ära und ein Massentransportmittel verschwindet aus den Straßenbildern der größten europäischen Metropole. Eine Sehenswürdigkeit und gleichzeitig ein Symbol der Tradition, des Fortschrittes sowie der Beständigkeit. Stattdessen werden moderne Niederflur Gelenkbusse (Mercedes Citaro) verwendet...

 

Routemaster, please come back!!!


19.07.2009 15:39    |    der_deppen_daemel    |    Kommentare (8)

Hallo Ihr Leser!

 

Lange nichts gehört aber nun geht es weiter.

 

FX3 - der VorgängerFX3 - der Vorgänger Viele Fahrzeuge erarbeiten sich im Laufe eines bestimmten Zeitraumes einen bestimmten Ruf. So gilt der VW Käfer als "Das Automobil", ein Rolls Royce als "Krone der Automobil Kunst" und die meisten Toyotas als "zuverläßig".

 

Wenige Fahrzeuge schaffen es jedoch im öffentlichen Gebrauch sich einen wirklich astreinen Ruf zu erarbeiten und noch viel mehr, wirklich noch weniger werden zum Fahrzeug einer Stadt. Ich rede im Moment vom Austin FX4 (oder FL2) - besser bekannt als Londoner Taxi. Ein Auto mit einer aufwendigen Vorschriftsregelung, welche veraltet jedoch gleichzeitig genial waren (und noch sind). Nun, erstmal zur Entwicklung...

 

Der Vorgänger (der FX3) wurde von 1948 bis 1958 gebaut und galt damals als typischer Taxi in London. Doch nach wenigen Jahren wollte die Vertriebsfirma der Mann and Overton eine Modernisierung des Taxiwesens vorantreiben und ließ von verschiedenen Herstellern Fahrzeuge entwerfen.

 

Darunter war der Austin FX4. Als legitimer Nachfolger des FX3 und bereits nach den PCO Richtlinien erbaut (PCO = Public Carriage Office -> Amt für öffentliche "Kutuschen") hatte Austin einfaches Spiel mit dem unter der Bezeichnung "ADO6" laufenden Projekt. Die Richtlinien sahen verschiedenste Eigenschaften vor, die ein Fahrzeugen erfüllen MUSSTE damit es den Titel eines "Hackney Carriage" erhalten durfte. Darunter fallen einige, wie oben angesprochen, sinnvolle wie auch weniger sinnvolle Punkte:

 

Die Front mit ChromstoßstangenDie Front mit ChromstoßstangenLenkung:

Die Lenkung muss auf der zur Straßenmitte stehenden Seite zu bedienen sein.

Es darf beim Volleinschlagen zu keinerlei Berührung zwischen Reifen und Radkasten kommen.

Die Lenkung muss aus stabilem Material hergestellt sein.

 

Wendekreis:

Der Wendekreis darf sowohl Links wie auch Rechts nicht mehr als 25' (ca. 7.6 m) betragen und muss ein Wenden auf einer Normalen 28' breiten Straße ohne Zurücksetzen ermöglichen.

 

Bremsen:

Die Bremsen müssen auf allen Rädern greifen.

 

Das Heck vom TaxiDas Heck vom TaxiFederung:

Das Fahrzeug muss ausreichend gefedert sein und darf nicht zu starken Wank- oder Rollbewegungen neigen.

Jedes Fahrzeug muss so gebaut werden, dass ein Brechen eines Stabilisators, eines Feders oder ein Durchschlagen eines Dämpfers die Fahrbarkeit des Fahrzeuges nicht behindert und gefährlich macht.

Das Fahrzeug darf vollbeladen (maximale Beladung mit Verteilung auf Sitze und Ladebereich) bei einer Neigung von 40° NICHT umkippen.

 

Treibstoftanks:

Die Tanks müssen unter der Motorhaube platziert und gegen Unfälle geschützt sein. Auslaufender Treibstoff darf sich nicht auf heißen Motorteilen entzünden oder in Zündquellennähe sein.

 

Später FX4 mit schwarzen StoßfängernSpäter FX4 mit schwarzen StoßfängernInnenbeleuchtung:

Die Innenbeleuchtung muss in ausreichender Stärke gegeben sein und muss so konstruiert werden, sodass eine Benutzung und Einschaltung durch Fahrgast wie auch Fahrer gewährt werden kann.

 

Karosserie:

Die Karosserie muss selbsttragender Natur sein und muss eine Fahrgastraum Trennung durch einer Glasscheibe beinhalten.

Das Fahrzeug darf nicht länger als 15' (ca. 4.5 m) und breiter (Spiegel-Spiegel) als 5'9" (1,75 m) sein.

Zwischen Sitzoberfläche und Dach muss mindestens 38' (ca. 98 cm) Platz liegen.

 

Usw. usf. Letztenendes liegen ca. 100-150 verschiedenste Regelungen vor, die wie Ihr lesen könnt zum Teil sinnvoll sind, anders aber natürlich unsinnig sind bzw. an sich logisch sein sollten.

 

Trotz den verschiedenen Bedingungen gelang es Austin ein Fahrzeug zu entwicklen, welches alles das erfüllte und noch mehr bot. So gab es Versionen mit extremer Sicherheitsausstattung (z.B. Kugelsicheres Glass, vom Fahrersitz abschliessbare Türen usw.) oder auch, und dieses ist weniger Bekannt, auch als Private Edition (FL2).

 

Seltene FarbeSeltene FarbeDie Fahrzeuge gingen nach der Prüfung durch die PCO bei Carbodies (ein Karosseriebauer in London) in Produktion und erhielten einen vormontierten Antriebsstrang samt Fahrwerksteile von Austin. Zuerst hatten alle Fahrzeuge einen 2.2l Dieselmotor (Saugdiesel) von Austin mit Borgwarner Automatik. Ab 1961 begann die Produktion mit einem Schaltgetriebe bei gleicher Maschine. Erst 1962 wurde eine Benzinvariante mit ebensfalls 2.2l angeboten. Die Mehrzahl der Fahrzeuge jedoch fuhr mit Automatik und Diesel durch die engen londoner Straßen.

 

Später wurde der Motor gegen eine größere Version mit 2,5l Hubraum ersetzt (immer noch Diesel) und machte sich in der Fahrzeugbezeichnung erkenntlich -> der FX4D war geboren.

 

Im Laufe der vielen erfolgreichen Jahren, fanden viele Änderungen (meist im Verbogenen) statt. So wurden die Stoßfänger, ursprünglich verchromt, gegen Mattschwarze getauscht. Leuchten wurden verkleinert, Vinyldächer kamen und verschwanden. Blinker wanderten vom Dach in die Kotflügel, Lackierungen angeboten und wieder abgeschafft. Und nicht zu vergessen: weitere Motoren verbaut. So kam ein Land Rover Diesel mit 68 ps unter die Haube, da die alte Maschine gegen die Abgaseinstufungen verstießen und somit nicht mehr im öffentlichen Bereich genutzt werden durften.

 

Fairway als WerbeträgerFairway als WerbeträgerEinige Taxiunternehmen ließen sogar die 2.5l Maschinen gegen 3.0l Diesel Motoren von Perkins tauschen, welche den Wagen flott, wenn nicht sogar leicht sportlich erscheinen ließen. Diese Motoren waren jedoch dafür bekannt, dass sie Risse im Fahrgestell erzeugten und im Leerlauf recht laut waren.

 

In den 80ern kam ein Umbruch. Man erkannte, dass Rollstuhlfahrer zu den Kunden zählten und somit mussten die Fahrzeuge besser auf deren Bedürfnisse zugeschnitten sein. So wurden viele Taxen so umgerüstet, als dass die hintere Tür auf der Beifahrerseite um 180° zu öffnen war und somit ein längeres Überleben der Londoner Taxen ermöglichte.

 

Coleman Umbau - 6-TürerColeman Umbau - 6-TürerEnde der 80er, um genauer zu sein im Februar 1989 brachte nun LTI (Carbodies wurden aufgekauft und als London Taxis International wieder auf den Markt gebracht) den Fairway raus. Ein 2,7l 4-Zylinder Saugdiesel von Nissan mit 85 ps ebnete den Weg für bessere, schnellere und zuverlässigere Dienste - was jedoch nicht beachtet wurde, war dass die verbaute Bremsanlage diese Leistungssteigerung nicht standhielt und so wurden Unfälle alltäglich. Man wollte die bestehenden Trommelbremsen nicht aktualiseren (gegen Scheibenbremsen tauschen) weil dieses zu einer Änderung des Lenkeinschlages führen würde.

 

Aufgrund immer schärfer werdende Abgaseinstufungen, wurden vermehrt Systeme angeboten um die Fahrzeuge den geltenden Abgasbestimmungen anzupassen. Darunter waren Turbo-Umbau-Kits mit Abgasrückführung sowie LPG-Anlagen. Beliebter waren die Turbokits, da man damit natürlich mehr Leistung erhielt.

 

Ein Sonderumbau für Gulbenkian TaxisEin Sonderumbau für Gulbenkian Taxis Wie jedes Produkt, gibt es nur eine begrenzte Haltbarkeit bzw. Produktionsdauer. Im Falle des FX4 von 1958 bis 1997. Heute ist es vom Nachfolger TX1 (von LTI gebaut mit Nissan Turbodiesel Motor) von der Ablösung betroffen. Jedoch, aufgrund der imensen Stückzahlen dieses Fahrzeuges sieht man sie immer noch täglich - und das nicht nur in London.

 

Zwar als London Taxi bekannt, wurden sie in das gesamte Königreich ausgeliefert. Teilweise (aufgrund örtlicher Regelung ähnlich den Umweltzonen in Deutschland) noch mit der ursprünglichen 2.2l Dieselmaschine noch heute in Betrieb.

 

Austin FL2 - privat VersionAustin FL2 - privat Version Ein Kuriosum ist, dass das letzte Modell des FX4, welches am 01. November 1997 vom "Band" rollte, die Fahrgestellnummer "R1 PFX" trägt, was genauer betrachtet: "R.I.P. FX" heißen soll. Dieses Fahrzeug wurde an den Nationalen Motor Musuem nach Beaulieu geliefert und wird dort ausgestellt.

 

Mittlerweile hat sich um die Fahrzeuge ein Kultstatus aufgebaut. Viele haben sich einen ausgemusterten "Cabbie" gekauft und entsprechend den eigenen Wünschen umgebaut. So sind - wie bei vielen englischen Fahrzeugen - V8 Umbauten nichts ungewöhnliches. "Ausgeflippte" Lackierungen in Farben die es bei Austin oder LTI nie gegeben hätte sind Gang und Gäbe. Es gibt sogar offizielle Vereine und Treffen, wo man sich trifft.

 

Selbst auf dem europäischen Kontinent sieht man den FX4 vermehrt fahren. Und genau hier findet auch dieses Beschleunigungs Video auch statt :D

 

(2.7l Nissan Saugdiesel in der Fairway Version von 1990)

 

Der Nachfolger: ein TX1 bzw. TX4Der Nachfolger: ein TX1 bzw. TX4 Eine gloreiche Zeit erfolgreiche Karosseriebaukunst ging mit dem FX4 zu Ende. Dieser Wagen erlebte eine Menge Krisen, war immer Modern und niemals fehl am Platze. Man konnte sich in diesem Wagen sehen lassen, egal ob man wohlhabend war, oder selbst Taxi fuhr. Und nicht immer musste es ein "Black Cab" sein. Rot, Bourdeaux oder Blau waren ebenso üblich, wie weiß und Bicolor. Mit oder ohne Chrom. Vinyl oder keins. Privat oder Gewerblich. Schnell oder Langsam. Dieses Fahrzeug kann man einfach nur sympatisch finden. Und dass die Bevölkerung an diesem Wagen festhalten will, merkt man daran, dass die neuen TX1 und jünger alle in ihren Grundzügen dem FX4 gleichen.


09.06.2009 23:12    |    der_deppen_daemel    |    Kommentare (7)    |   Stichworte: Ablichtungen, Foto, Fotografie, Landschaft, Parkhaus, Volvo C30

Hallo Ihr Leser!

 

Jeder der leidenschaftlich Auto fährt, möchte sich natürlich an sein Spätzchen erinnern, so fern es soweit kommen sollte, dass man sich trennen muss.

 

Der eine Autofahrer mag eher ein schlichtes Bild in seiner Einfahrt. Der Andere aufwendig als "HDR" (High Dynamic Range - viele Bilder mit unterschiedlicher Belichtungsdauer die "überlappend" zu einem zusammengefügt werden -> Erklärung hier). Wiederum einige mögen es, wann das Auto an einer bestimmten Stelle im bestimmten Winkel abgelichtet wird. Es gibt einfach zu viele Möglichkeiten um ein Fahrzeug abzulichten.

 

Nun, ich möchte hier gerne eine Sammlung von empfehlenswerten Orten aufnehmen, die man gut als Ort für Fotographien nehmen könnte. Sei es wegen dem Panorama, weil das Ambiente stimmt oder schlicht und ergreifend: weil es dort sehr einfach ist gute Aufnahmen zu machen.

 

Bitte keine Beiträge wie "bei mir im Garten kann man gute Bilder machen". Es sollte sich schon um ein öffentlich zugängliches (wenn auch ggf. als unbefugter Zutritt handeln könnte... - bitte mit angeben!) Terrain handeln.

 

Warum? Einfach: ich bin einer, der gerne "andere" Szenerien nutzt um die kleine Schönheit (mein Auto :D) zu fotografieren. Derzeit kenne ich nur einige Plätze, die gut nutzbar sind.

 

Hier meine Liste:

-> Parkhaus "Amerikahaus" in Bielefeld (ich habe dort kein Bild gemacht, sondern ein Kumpel, aber geniale Ergebnisse)

-> Erzgebirge im Gebiet in und um Marienberg (schöne Motive)

-> Parkhaus "Sielhof" in Bremen Arsten/Huckelriede (einfaches gelingen guter Bilder)

-> Altstadt Verden

-> IKEA Parkplatz Stuhr/Brinkum

 

Habt ihr auch solche Bereiche wo ihr entsprechende Bilder macht? Ich suche ne alte verfallene Fabrikhalle - so etwa aus dem frühen 1900ern :D Sowie eine große Wiese mit saftig grünem Gras - recht lang gewachsen :D Sollte natürlich mit Tieferlegung befahrbar sein ;)

 

Also, schießt mal los, welche Plätze habt ihr?

 

(Vermerk zu den Bildern in der Vorschau: alle sind mit einer billigen Pentax-Kamera für 100 EUR gemacht wurden :D)


19.03.2009 20:38    |    der_deppen_daemel    |    Kommentare (51)

Wie bestraft ihr behinderndes Fehlverhalten im Straßenverkehr? Ich ...

Hallo Ihr Leser!

 

Ihr kennt das sicherlich:

 

Blinken, das kann nicht jeder...Blinken, das kann nicht jeder...Da fährt man mal durch die Stadt und hat vor sich ein Wagen. Dieser hat ein örtliches Kennzeichen aus der Region und der Fahrer hält sich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen. Plötzlich bremst dieser Fahrer stark ab, lenkt nach rechts und beginnt dann erst mit dem Blinker die Fahrtrichtungsänderung anzuzeigen.

Du bist da schon zum Stillstand gekommen und musst dann wieder "mühevoll" deine normale Reisegeschwindigkeit erreichen.:mad:

 

Oder eine andere Alltagsszene:

 

Was bedeutete Reißverschlussverfahren???Was bedeutete Reißverschlussverfahren???Ihr fahrt auf einer 2-spurigen Straße. Etwas weiter muss man in dieser Straße das allseits bekannte "Reissverschlussverfahren" anwenden. Der Wagen vor euch bremst bis zum Stillstand ca. 300 m bevor die 2. Spur endet und versucht sich da schon in den restlichen Verkehr einzuordnen. Anstatt bis zum Ende zu fahren um dort sich flüssig in den Verkehr einzugliedern. :rolleyes:

 

Und noch eine 3. Szene, den fast jeder einmal erlebt hat oder erleben wird:

 

Bei der Auffahrt auf die Autobahn (Kleeblatt-Autobahnkreuz) will man in der Beschleunigungsspur beschleunigen. Man sieht eine große Lücke im Verkehr und denkt sich "wenn der vor mir beschleunigt, kommen wir beide ohne Probleme in die Lücke rein". Der Vorrausfahrende beschleunigt aber nicht richtig oder nicht stark genug. Die Lücke wird verpasst. Man wird gezwungen anzuhalten oder über den Standstreifen zu rollen bis man sich dann wieder in den Verkehr eingliedern kann. :o

 

Diese drei Situationen beschreiben im Grunde das, was alles falsch ist:

 

- Keine rechtzeitige Ankündigung, dass der Vorrausfahrende die Straße verlassen will.

- Keine Anwendung und Berücksichtigung des vorgeschriebenen Verhaltens.

- Keine korrekte Auffahrweise auf die Autobahnen.

 

Ich bin ein ziemlich ruhiger Fahrer. Ausgeglichen und ich verzichte auch ohne irgendwelche Zwänge auf meine Vorfahrt, wenn ich jemanden das Auffahren auf die Straße besser ermöglichen kann. Aber in solchen Momenten muss irgendwas passieren. Eine Strafe muss doch her. Nur welche?

 

Für meinen Teil, hupe ich dann. Und zwar nicht kurz. Und auch nicht wild. Ein langes, kräftiges: MÖÖÖÖÖÖÖPPPP!!!

 

Was macht ihr in solche Situationen? :)


15.03.2009 14:45    |    der_deppen_daemel    |    Kommentare (26)    |   Stichworte: Alufelgen, Benzin, Braun, C30, Mängel, Metallik, sparsam, Volvo, Volvo C30, Weiß

Hallo Ihr Leser!

 

Ich greife mal einen etwas älteren Artikel meines Blogs auf. In Teil VI meines Kaufvorganges hatte ich geschrieben, dass ich nach 20.000 km äußerst zufrieden bin.

 

C30 Schriftzug am HeckC30 Schriftzug am HeckDie Front nach ein paar ÄnderungenDie Front nach ein paar ÄnderungenDie besondere SeiteDie besondere SeiteNun, 12 Monate später hat sich daran nicht viel geändert. Immer noch bin ich von der kleinen restlos begeistert und erfreue mich tagtäglich mit dem Wagen zu fahren. Sei es nur zur Arbeit, einkaufen oder einfach aus Jucks und Dollerei ;) Jede Fahrt macht Spaß!

 

Gekauft habe ich diese kleine Schönheit im März 2008. Damals war es gerade 14 Monate zugelassen gewesen (Vorführwagen). Beim Kauf standen auf dem Tachometer ca. 12.500 km (habe die genaue Zahl nach 12 Monaten nicht mehr im Kopf :D) und jetzt sind es gute 25tkm mehr.

 

Es macht immer noch jede Menge Spaß den Wagen zu fahren. Sei es nur gemütlich über die Autobahn mit Tempo 100, über kurvige Landstraßen im "Drehzahlwahn" oder durch die Stadt... Alleine das Anschauen, da könnte ich mich den ganzen Tag mit beschäftigen :) Die Kurven, die Farben, die Details. Einfach genial. Somit hat sich an der Faszination gegenüber dem Kauf nichts verändert. Wenn, dann hat es sogar noch zugenommen.

 

Ein paar kleinere "Umbauten" habe ich schon vorgenommen, damit dieses Autochen mein Geschmack weiter trifft. Ein Kühlergrill in Java Braun statt Chrom sowie eingesetzte Zusatzscheinwerfer für den authentischen "Schweden Look" sind für mich sehr wichtig gewesen, dar nichts eine Front mehr verschandelt, als Chrom, wenn am Wagen sonst kein Chrom zu finden ist. Zusätzlich wurde der Zündschlüssel soweit angepasst, als dass das Farbschema zum Auto gehört :D

 

Fährt man durch die belebten Städte, so drehen sich alle nach einem um. Sei es nur wegen der Form, den besonderen Farben oder wegen den großen Felgen. Es ist einfach nur toll. Ich bin nicht einer, der sich gerne in den Mittelpunkt stellt, jedoch genieße ich ab und an mal ein „Bad in der Menge“.

 

Auch wenn man angesprochen wird, macht es Spaß den Leuten das Auto näher zu bringen. Wenn ich mit dem Wagen in der Waschstraße (ohne Bürsten) bin, werde ich immer angesprochen. Sei es durch Tuner (E36er BMWs, Golf und A3 Fahrer etc.), Hausfrauen (die mit dem "Kinderwagen" aka Panda, Clio und co die Waschstraße besuchen) oder Sportwagen Fahrer (vom Schlage 911er, TT, CLK usw.). Alle interessieren sich für den Wagen und finden ihn gelungen. Entweder zur Hälfte (Heck oder Front) oder komplett.

 

Viele Fragen wurden gestellt, nur 2 Statements muss ich mit euch mitteilen...

 

So war ich im vergangenen Jahr, dürfte etwa Juli gewesen sein, in Bremen auf der Neuenlander unterwegs. Schön am Freitag Nachmittag und der Verkehr stockte. Ich "rollte" also langsam durch diesen Stau bei Temperaturen über 30°c im Schatten als ich - für die Bremen Kenner - kurz vor der Metro rausgewunken wurde. Ich war dabei natürlich in der linken Spur, LKW mussten warten etc. Also, auf den Parkplatz rauf und mich gewundert. "Allgemeine Verkehrskontrolle, Führerschein und Fahrzeugschein bitte".

 

Zündschlüssel in Wagenfarben: Java BraunZündschlüssel in Wagenfarben: Java BraunUnd in Cosmic WeißUnd in Cosmic WeißHabe natürlich die benötigten Papiere ausgehändigt. Da ging der eine Polizist um den Wagen rum und stand dann hinten und hat nach unten geschaut. Dann rief er dem Anderen etwas zu sich und beide haben etws gegrinst. Ich wurde dann nach hinten "beordert". Dann sagte der eine Polizist: "Ähm, Sie haben ein Endrohr verloren...!" und begann dann zu lachen. Haha...

 

Die zweite Geschichte war leider für den Anderen doof :D Da war ich Ende des vergangenen Jahres in der Waschstraße und ein neuer Scirocco parkte dann direkt neben mir. Natürlich hat der Fahrer mich angesprochen. Aber nicht wirklich nett...

"Ey, verkrümmele dich mit deiner schlechten Scirocco Kopie!!!" Als ich ihn dann darauf aufmerksam machte, dass der C30 bereits im 3. Modelljahr ist, wollte er mir nicht glauben. Auch als ich die Zulassung noch von März 2008 (meine Zulassung, EZ stand ja auch mit 3.1.2007 drin). Und dass der Anfang 2006 vorgestellte Serienmodell noch laaaaange vor der Präsentation des Konzeptes "Iroc" bereits in Produktion ging, das glaubte der Herr mir auch nicht ;) Seis drum, die Kopie würde ich woanders sehen :D

 

Nun, es gibt, wie schon gesagt, nicht nur die Positivenseiten, sondern auch Negative. Und diese sind bei den neueren C30 mit Sicherheit behoben, allerdings ist meiner einer der Ersten aus September 2006 (aller erste Serie) und somit sehe ich das nicht so eng wie manch einer es machen würde.

 

Welche Probleme und Mängel hatte ich bisher? Dann versuche ich mich kurz zu halten:

 

- Türdichtgummis hängten unter der Tür raus

- Klappern aus den Türverkleidungen

- Rost auf dem Dach (ganz klein)

- Motor läuft ab und zu recht rau, aber sonst sehr zuverläßig

- Als erste hatte das Endrohr immer gequietscht. Wurde ausgetauscht und seit dem ist Ruhe

- Zündschloss zickte eine Zeit lang herum; Wurde entweder ausgetauscht oder mit einem Update versehen

- Antriebswellen klackerten beim Anfahren (ist leider ein bekanntes Problem bei allen C30, S40, V50 und C70 - zu große Toleranzen)

- Domlager waren nach ca. 20tkm bereits hin; Wurden ausgetauscht und dann war längere Zeit Ruhe - lese weiter

- Wieder defekte Domlager (seit ca. 3tkm wieder Rumpeln, quietschen, etc. beim Lenken)

- Klappern irgendwo unterm Lenkrad (kann ich nicht genau finden und es NERVT!)

- Getriebe zickt ordentlich rum im Moment - etwas Freunde am Fahren ((C) BMW) wurde dadurch genommen

- Scheinwerfer waren von Innen dreckig und feucht (zeigte sich im Winter am besten); Wurden ausgebessert

- Radlager Probleme (deutliche Geräusche auf unebene Fahrbahnen sowie bei Spurrillen)

 

Im WinterIm WinterIm FrühjahrIm FrühjahrIm SommerIm SommerIm HerbstIm HerbstEinige andere Macken/Mängel sind mir nicht mehr eingefallen, diese wurden aber so weit ich mich erinnern kann ausgebessert.

 

Ich bin in solchen Sachen so ziemlich geduldig und lasse auch mit mir reden, zumal es oft der Fall ist, dass bei sowas ggf. eine besondere Kulanz gelten kann... Darum sehe ich die Zukunft mit weiteren Reparaturen doch recht gelassen gegenüber - besonders weil man ja auch schön die Garantie auf bis zu 10 Jahre verlängern kann! :D

 

Es treten aber natürlich nicht immer nur Probleme an der Technik auf. Da können wir uns sicher sein. Das größte Problem stellen die anderen Autofahrer sowie Passanten dar und auch dieses hat sich schon auf der kleinen Schönheit sich ausgewirkt. So sind stellenweise irreparable Schäden, die nur durch Austausch oder gar Neulackierung beseitigt werden können (zumindest komplett).

 

So habe ich eine Delle in der Motorhaube wie auch eine Menge Kratzer in einem Bereich, indem sich irgendwer auf die Front von meinem Auto setzte und dann einfach runterrutschte! Dann fand ich eines Tages eine schöne Delle in der Schulter im Heckbereich von der Fahrerseite (konnte noch zum Glück rausgedrückt werden). In der hinteren "Stoßstange" (viel mehr vom Bodykit) sind eine Menge kleiner tiefer Kratzer, die von einem Berührungsakt stammen. Da ich beim Ausparken sowieso übervorsichtig bin stammte es nicht von mir... Dann noch die netten Autofahrer, die auf der Autobahn dann so nah am Standstreifen/Mittelstreifen fahren, dass Steine aufgewirbelt werden und als Wurfprojektile dann die schöne Front vom Auto treffen, uvm.!

 

Ich muss somit sagen, dass die vergangenen 12 Monate toll waren. klar waren ein paar Probleme zwischen durch da, aber hat die nicht jedes Auto? Besonders wenn man ein Früh-Serien-Modell erwischt? ;)

 

Die nächsten Jahre werden noch ein paar Überraschungen mit Sicherheit bereit halten. Pläne für das weitere Vorgehen sind auch schon "auf dem Tisch" und werden demnächst begonnen werden. So folgen kleinere Lackierarbeiten, anderes Innenraum (Schokoladenbraunes Leder) und ein paar Optische Retuschen. motortechnisch werde ich nichts unternehmen. Da bin ich mit Verbrauch und Leistung absolut zufrieden :)

 

Also, mein Fazit hat sich immer noch nicht verändert: Prädikat Empfehlenswert! ;)

 

Wer die anderen Berichte lesen möchte, findet sie hier:

 

Teil I - Die Begnung

Teil II – Die Überlegungen

Teil III – Die lange Probefahrt

Teil IV – Ich will eins haben

Teil V – Die Entscheidung und der Kauf

Teil VI – 20000 km später


Auszeichnung

Mein Blog hat am 05.08.2009 die Auszeichnung "Blogempfehlung" erhalten.

Wer hat's verbockt?

der_deppen_daemel der_deppen_daemel

Spritsparender Raser

Volvo

1986 den Fertigungstunnel in Großbritannien verlassen und bereits nach wenigen Wochen mit den ersten Kinderkrankheiten in die Werkstatt berufen, wurde ich 1997 in die Bundesrepublik überführt und bin seitdem im Landkreis Verden angemeldet :D Mit hellem Leder, schon gräulichen Scheinwerfern und ein höher gelegtes Fahrwerk siehe ich nicht gerade aus wie "made in England". Mein Hobby hat 5 Räder (alle 5 sind während des Fahrens in Gebrauch), 4 Töpfe, 3 Pedale, etwas Alu, viel Glas und trägt den skandinavisch angehauchten Namen: Sörtie.

Sörtie (Volvo C30)

Meine aktuellen Autos

Volvo C30 'Sörtie'

Meine Alltagsdame. Täglich und europaweit im Einsatz. Gekauft um Geld zu sparen (was es auch macht :D) und bereits sehr viel erlebt. Sparsam, sicher und einmalig in der Optik.

 

Volvo 740 'Erik'

Mein Projektwagen. Der Wagen steht vor einer vollständigen Restaurierung samt Anpassung an meinem Geschmack (Innenraumfarbe). Alles wird im Rahmen des Möglichen und H-Kennzeichen Gerechten erledigt :) Ein Liebhaberstück soll daraus werden.

Dauerneugierige (79)

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Alles Gute zum Geburtstag Sörtie!