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C30 - Wieso kauft man sowas?

Mein C30, 740 und die britische Motorkultur...

19.01.2009 18:18    |    der_deppen_daemel    |    Kommentare (13)

Hallo Ihr Leser!

 

In meinem letzten Blogeintrag ging es um die Geschichte des größten Fahrzeugkonzernes Großbrtianniens: British Leyland (im deutschen Volksmund auch British Elend) -> British Leyland

 

Nun, es gab nicht nur diese eiserne Firma auf den britischen Inseln, sondern es gibt noch eine Reihe weitere Firmen. In den Jahren zwischen 1950 und 1980 prägten nicht nur die British Leyland Fahrzeuge das Straßenbild in Großbritannien, nein, es gab noch ein zweites Konzern den "Rootes Group".

 

Logo von der Rootes GroupLogo von der Rootes Group1913 in Hawkhurst (Kent) gegründet, begann die unaufhaltsame Karriere des William Rootes mit einem Autohandel. Während des Ersten Weltkrieges wartete man die Flugzeugmotoren und wurde 1924 der größte Vertriebspartner für Lkw und Pkw. Nur das war dem Herrn Rootes nicht genug. Durch die Übernahmen von bekannten Automarken wie Hillman, Humber und Commer in 1929 steig man in die automobile Produktionswelt ein. 1935 entschloss man sich, das Imperium etwas weiter auszubauen und erwarb zusätzlich zu den bisherigen Marken noch Sunbeam, Talbot und Clement.

 

Und dann ging es richtig los. Um die Preise für Fahrzeugbauteile nicht zu hoch steigen zu lassen, erwarb man eigene Presswerke sowie Karosseriebauer und begann mit der Konzernfahrzeugproduktion. Als damals größte solche Unternehmung begann man die Fahrzeugmodelle etwas besser aufzuteilen und die Positionen der Marken zu bestimmen:

 

Hillman sollte als "Basis Marke" dienen.

Singer (oben nicht genannt) etwas mehr in Richtung Mittelklasse zielend.

Sunbeam stellte die Sportwagenmarke dar.

Humber produzierte die Luxusfahrzeuge der damaligen Anforderungen.

Commer und Karrier waren auf den Nutzfahrzeugmarkt ausgerichtet, wo Commer Vans/Transporter und Karrier Lkw und größere Vans herstellte.

 

Und nun galt es, die Fahrzeuge kostengünstig zu produzieren. Wie später, bei BLMC bzw. BL üblich, hatte man sich schon mit dem "Badge Engineering" vertraut gemacht. Die Rootes Group gilt als eines Pioniere in diesem Sektor.

 

Einige bekannte Fahrzeuge sind diese:

 

Humber Sceptre (Luxus Limousine im eigenwilligen Design)

Humber SceptreHumber Sceptre

Hillman Super Minx (Limousine zu einem guten Preis)

Hillman Super MinxHillman Super Minx

Hillman Avenger (Modernes Fahrzeug der 70er Jahre, mit guter Verarbeitung aber mäßiger Zuverläßigkeit)

Hillman AvengerHillman Avenger

Sunbeam Tiger (Sunbeam Alpine mit Ford V8, in Amerika recht erfolgreich)

Sunbeam Tiger (mit Ford V8)Sunbeam Tiger (mit Ford V8)

 

Es folgte der Zweite Weltkrieg und damit der vorübergehende Übergang zu Militärfahrzeugen und Flugzeugen. Unter den von Rootes produzierten Kriegsgeräten befanden sich die berühmten Bristol Blenheim Bomber sowie dem Handley Page Halifax Bomber. Nach den Kriegsjahren erwägte man sogar den Abbau der Wolfsburger Produktionsstraßen für den VW Käfer, entschied aber, dass dies nicht notwendig sei. Schließlich habe man genügend Werke.

 

In den darauf folgenden Jahren nach 1945, galten die neuen Fahrzeuge als robust, zuverlässig und ausgereift, jedoch änderte sich dieses "schlagartig", als man sich, Mitte der 1950er Jahren, mit einer neuen Bedrohung konfrontiert sah: BMC (British Motor Company), welches sich später zur BLMC bzw. BL umformatierte.

 

Hillman ImpHillman ImpNun waren neue Modelle wichtig. In Folge dessen, wurden förmlich jährlich neue Modelle oder überarbeitete Fahrzeuge angeboten. Eines dieser Fahrzeuge, war der Hillman Imp. Ein Fahrzeug, welches zu jener Zeit auf dem Markt kam, als der Mini, bekanntlich von Morris entwickelt, begann die Herzen der Autofahrer zu erobern. Leider war dieses Fahrzeug mit einer Reihe an Mißerfolgen verbunden, sodass dieses letztenendes der Beginn des Niedergangs darstellt.

 

Der Imp (keine Abkürzung für Impala!) ist ein Fahrzeug aus Schottland. Es sollte in einem neu und eigens dafür errichtetes Werk in Glasgow bzw. nahe Glasgow gebaut werden. Die Motoren wurden bei Glasgow gegossen (Motoren komplett aus Alu!) und dann nach Coventry (500 Meilen) nach Süden gefahren werden, wo diese dann montiert wurden. Dann sollten die fertigen Motoren wieder nach Schottland, um sie in die dafür bereitstehenden Fahrzeuge eingebaut zu werden. Eine damals höchst eigenwillige logistische Lösung, welches heute gute Nachahmer gefunden hat ;)

 

Um das Werk zu eröffnen, war die Queen nicht "buchbar", weshalb Prinz Philip das Werk eröffnen sollte. Am Tag der Eröffnung waren jedoch noch nicht alle Segmente der Produktionsstraße fertig, weshalb Vorserien-Fahrzeuge vorne, aus dem "Fertig" Tor gefahren wurden, diese dann auf LKW verladen, wieder nach hinten zum "Teile" Tor reinfuhren, entladen wurden und dann wieder das Werk verließen. Das fiel damals nicht auf, aber man merkte, dass da etwas nicht stimmte.

 

Weiter waren diese Fahrzeuge von einem anderen Problem betroffen, welches heute auch vermehrt auftritt: die Fahrzeuge waren nicht ausgereift. Man testete zwar alle möglichen Fehler, z.B. ob die Frontscheibe richtig sitzt, ob die Sitze länger halten, das Getriebe gut zu schalten war, dass der Wagen gut fährt usw., jedoch vergas man eine SEHR wichtige Sache: den Motor. Damals, als fast alle Motoren noch aus Gußeisen gefertigt waren, hatte man einen Vollalumotor auf dem Markt gebracht. Die Erfahrung war quasi gleich Null und so baute man die Motoren fleißig weiter. Diese Motoren hatten dafür die Neigung sehr schnell zu überhitzen. Dieses bemerkte man aber erst, als es zu spät war. Der Wagen hatte seinen Ruf als "Heißläufer" bekommen und jegliche Versuche diesen Ruf zu beseitigen endete mit einer erneuten Pleite.

 

Weitere Modelle kamen auf dem Markt, zum Beispiel eine sehr schöne Coupé Version Namens "Singer Chamois Coupe" -> auf die Mittelklasse ausgerichtet.

 

Getoppt wurde dieses Problem nur noch damit, dass die glasgower Arbeitskräfte sich zu einer Gewerkschaft formierte und damit die selben Rechte sich erkämpfen wollte, wie die "Jungs und Mädels" bei BMC/BLMC/BL. Zudem forderte man die selben Gehälter wie in den anderen Fabriken in England. Selbst als man sich darauf einigte, brachte man es nicht fertig, die Fahrzeuge so zu bauen, wie sie eigentlich richtig sein sollten.

 

Rootes Logo nach Chrysler KaufRootes Logo nach Chrysler KaufDiese Kriesen führten 1967 dazu, dass der US-Konzern "Chrysler" sich in die Rootes Group einkaufte. Chrysler hatte somit seine ersten europäischen Fahrzeughersteller und begann zwar nicht die Firma auszubeuten, aber auf amerikanisch zu trimmen.

Es folgten weitere Hersteller wie Simca und der Name Rootes, anfänglich noch auf den Firmenschildern (siehe Bild) zu sehen, verschwand 1971 gänzlich. Nun wurde aus dem Rootes Group Chrysler UK bzw. Chrysler Europe.

 

Trotzdem wurden Fahrzeuge produziert, die hauptsächlich noch den Namen "Hillman" trugen. So liefen der Hillman Avenger und der Imp trotz dem schlechten Ruf und Namen dauerhaft weiter im Programm. Bis...

 

Bis Chrylser verkaufen wollte, da man gemerkt hat, der europäische Markt ist komplett anders als das Amerikanische. Man verkaufte die nun sehr stark angeschlagene Rootes Group 1978 an Peugeot, wo man die Fahrzeugproduktion langsam einstellte und die Werke zur Produktion der eigenen Fahrzeuge nutzte. Die Produktionsanlagen für die bisher hergestellten Fahrzeuge wurden ins Ausland verkauft, wo z.B. im Iran ein Rootes Group Fahrzeug bis (der Hillman Hunter) bis 2004 als "Paykan" produziert wurde.

1981 endete die Produktion des Avenger - zumindest in Europa, da Chrysler die Rechte an den Fahrzeugen sich gesichert hatte, begann man in Argentinien mit der Produktion. Bis Mitte der 80er Jahre, wurden alle restlichen Fahrzeuge, die ehemals als "Simca" von den Bändern liefen, als "Talbot" verkauft bis 1986 der neuentwickelte Talbot Arizona (Name usw. standen schon fest) als Peugeot 309 angeboten wurde. Somit war der 309 der erste Peugeot auf den Bändern seit der Übernahme. Gefolgt wurde der 309 vom 405 und 306 - wieder auf den Produktionsbändern der Ryton Fabrik.

 

2007 stellte auf Peugeot die Produktion ein, als die 207 ausliefen und somit waren die "heiligen Hallen" leer. Der Name Rootes starb somit unwiederuflich aus - zwar hielt die "Marke" (Reste) noch 2 Jahre länger als die MG Rover Gruppe, dennoch, als 1967 die "Macher" von Chrysler sich einmischten in dieses ehemals Familien gesteuerte Unternehmen, ahnten viele, dass das Ende nahe sei.

 

Eines ist sicher: die Markennamen sind noch innerhalb der EU verblieben. Alle Rechte an den Namen "Rootes", "Hillman" oder "Humber" sind beim PSA Konzern verblieben und somit - eigentlich - jederzeit kaufbar.

 

Ich hoffe, ich habe euch ein wenig mehr des automobilen Kulturgutes aus Großbritannien zeigen können. Wäre der Herr Rootes klug, so hätte er die Werke in Wolfsburg demontieren lassen können, um sich mit dem da noch als KdF-Wagen bekannten "Käfer" zu bereichern - leider oder zum Glück der deutschen Autoindustrie? Wir werden es nie wissen!


11.01.2009 19:22    |    der_deppen_daemel    |    Kommentare (14)    |   Stichworte: Austin, BL, BLMC, British Elend, Jaguar, Landrover, Leyland, MG, MGRover, Mini, Morris, Pleite, Roewe, Rover, Triumph, Wolseley

Hallo Ihr Leser! :)

 

Still und leise wurde im vergangenen Jahr der größte britische Autohersteller 40 Jahre alt. Als 1968 viele britische Autohersteller fusionierten um eines der größten Autokonzerne aller Zeiten zu bilden/gründen, begannen rosige Zeiten für die folgenden Hersteller:

 

Wolseley, Lanchester Motor Company, Leyland Motors, Daimler, Riley, Standard Motor Company, Rover, Austin, Morris, Vanden Plas, Alvis, MG, Triumph Motor Company, BSA, Jaguar, Land Rover, Austin Healey, Mini und Princess.

 

British Leyland KonzernlogoBritish Leyland KonzernlogoAus den genannten Fahrzeugherstellern entstand ein Konzern: British Leyland (verhöhnt in Deutschland auch British Elend)

 

Wieso möchte ich euch diese Gesichte näherbringen? Das ist relativ einfach: als gebürtiger Engländer, passionierter Autofahrer, Liebhaber der Fahrzeuge der BLMC Gruppe und in einem goldenen Rover SD1 3500 (siehe unten) gezeugter Brite, ist es mir wichtig, dass ein bedeutsamer Kapitel der Britschen Motorgeschichte mehr Beachtung findet. Ich hoffe das schaffe ich mit diesem Eintrag meines Blogs.

 

Als man begann die Fahrzeugsegmente neuzustruktrieren, hat man viele ehemalige Fahrzeughersteller nur noch zum "Badgeengineering" verwendet. Zwar erhielt jede Marke ein eigenes Design sowie Ausstattungseigenheiten, nur waren diese oft sehr schlecht gewählt oder man hat einfach nicht richtig "mitgedacht". So gab es auf Basis des uns bekannten Minis den Wolsley Hornet bzw. Riley Elf (mit zusätzlichem Kofferraum und hochwertiger Ausstattung), die eckigen Mini Clubmann Modelle, als Austin Seven (Se7en), Morris Mini Minor, uvm. wurde dieser kleine "Zwerg" zu eines der bekanntesten Fahrzeuge des Konzernes.

 

Während dieser Zeit, entstanden dennoch viele schöne und einmalige Fahrzeuge, die man heute zwar selten sieht, die aber, wie alles aus der Zeit vor der "Computerisierung der Fahrzeuge", ihre eigenen Persönlichkeiten haben. Fahrzeuge, die britischer nicht sein können. Designs, die aus der Masse an Fahrzeugen herausstanden und somit unverwechselbar waren. Es gab für jeden ein Fahrzeug (natürlich, wie damals normal, gab es nicht hunderte verschiedene Segmente, sondern nur wenige). Sei es den billigen Kleinwagen für einen Studenten, ein luxuriöser Kompakter für Rentner, eine sportliche Limousine mit V8 für den ambitionierten Familienvater dem Alltagstauglichkeit nicht fehlen darf oder ein Cabrio für reiche Zahnarztfrauen, bei BLMC oder später BL fand man alles... Wie hier in diesem Spot zu sehen (leider keine besonders gute Qualität):

 

 

Die wichtigsten Modelle der Marken seit Zusammenschluss waren:

 

1948 Land Rover (Rover)1954 Austin Cambridge1954 Austin Cambridge1961 Jaguar E-Type1961 Jaguar E-Type1970 Triumph Dolomite (Sprint)1970 Triumph Dolomite (Sprint)1982 Rover SD1 (Facelift)1982 Rover SD1 (Facelift)

1948 Morris Minor (Nuffield)

1952 Rover 90 (Rover)

1952 Morris Oxford (BMC)

1954 Austin Cambridge (BMC)

1958 Triumph Herald (Standard-Triumph)

1959 Mini (BMC; ursprünglich als Austin Seven und Morris Mini-Minor)

1961 Jaguar E-Type (Jaguar)

1961 Riley Elf (BMC)

1961 Wolseley Hornet (BMC)

1962 Austin 1100/1300 (BMC)

1962 MGB (BMC)

1963 Triumph 2000 (Leyland-Triumph)

1964 Austin 1800/2200 (BMC)

1964 Rover 2000 (Rover)

1968 Jaguar XJ6 (BLMC)

1969 Austin Maxi (BLMC)

1970 Triumph Dolomite (BLMC)

1970 Range Rover (BLMC)

1971 Morris Marina (BLMC)

1971 Triumph Stag (BLMC)

1973 Austin Allegro (BLMC)

1975 Leyland Princess (BL)

1975 Triumph TR7 (BL)

1975 Jaguar XJS (BL)

1976 Rover SD1 (BL)

1980 Austin Metro (BL)

1980 Morris Marina|Morris Ital (BL)

1981 Triumph Acclaim (BL)

1982 Austin Ambassador (ARG)

1983 Austin Maestro (ARG)

1984 Austin Montego (ARG)

1984 Rover 200-series (ARG)

1986 Rover 800/Sterling (ARG)

 

Bei British Leyland Motor Corporation (BLMC) wurde mehr gestreikt als gearbeitet. Die Qualität der Fahrzeuge lit enorm unter diese Bedingungen. Fahrzeuge waren auf der einen Seite länger, als auf der anderen. Motoren sprangen im feuchtkalten Winter der Britischen Inseln schwer an. Diese Streiks und die vielen Fertigungsprobleme führten dann schliesslich 1975 zum Bankrott.

 

Man stand 1975 somit vor den selben Problemen, wie man 2008 in den USA sie findet: man stand vor der Pleite und es standen hunderttausende von Jobs auf dem Spiel. Was tun?

 

Eine einfache Lösung, welches Karl Marx und Herrn Lenin erfreut hätte: die Verstaatlichung.

 

Durch die Verstaatlichung rettete man viele Arbeiter und stellte eine Weiterbeschäftigung sicher. Die Regierung hielt lange Zeit an dieser "Perle" fest, bis man 1982 der Meinung war, die Marken (die, die bis dahin noch überlebten) wieder zu privatisieren. Jaguar wurde "sofort" an die FoMoCo (Ford Motoring Corporation) verkauft. Die Nutzfahrzeuge (Leyland) und Landrover gingen in die Hände von BL (Land Rover and Leyland Group) und Avis an "United Scientific Holdings". Alle anderen Marken liefen nun bei Austin Rover Group zusammen.

 

Bis 1986 lief alles scheinbar glatt. Fahrzeuge wurden produziert. Die britischen Straßen waren voll mit in Großbritannien produzierte Fahrzeuge. Bis eben die Marken wieder durcheinander gewürfelt wurden. BL wurde in Rover Group umbenannt und wieder wenige Jahre danach erneut verändert... Die Nutzfahrzeuge gingen zum Teil an Volvo, an Daf und nun, statt Rover Group an British Aerospace.

 

Aufgrund von den vielen Veränderungen und dem ungewissen Weiterleben der verschiedenen Marken, fanden noch weitere "Änderungen" in den Besitzverhältnissen statt. British Aerospace ging komplett an BMW und wurde nach dem Aufbau und "Aufteilung" von BMW 2000 als eine neue Unternehmung an Phoenix Consortium für die Summe von £ 10 verkauft. Die Firma "MG Rover" wurde somit geboren.

 

MG SV-R KonzeptMG SV-R KonzeptDie Modelle wurden leicht überarbeitet und es folgte ein Prestige Fahrzeug dem anderen (Rover 75 V8, MG ZT, MG XPower SV-R). Der Vorstand gewährte sich steigende Gehälter bei sinkendem Absatz und somit überlebte die Marke bis zur Pleite 2003 und blieb solange als letzter eigenständiger Hersteller auf den Britischen Inseln. Nun sind alle Namensrechte sowie Modellrechte und Fabrike an SAIC bzw. Nanjing (SAIC) übergegangen.

 

Somit scheiterte eine geniale Unternehmung und Zusammenschluss aus 19 unabhängige Hersteller mit einer "Pleite". Heute sind nur wenige Marken noch am "kämpfen". Weitere Opfer werden mit großer Sicherheit folgen.

 

Roewe 750Roewe 750Derzeit wird in China an der Wiedereinführung eines Fahrzeuges in 2 Ländern außerhalb Chinas gearbeitet. Die Marke Rover soll - zwar vom Namen leicht anders - als "Roewe" wieder nach Spanien und Großbritannien (Länder mit dem höchsten Absatz an Rover Fahrzeugen) zurück kehren. Den letzten "vollwertigen" Rover (mit BMW Hilfe entwickelt) haben die Chinesen überarbeitet und es soll (sieht fast so aus wie der Alte 75) als "750" gebaut werden.

 

Hoffen wir also, dass Jaguar, Landrover, MG und Mini (obwohl alle in der Hand international arbeitende Konsorten) noch länger überleben können und darauf, dass sich die Geschichte nicht wiederholen kann und wird! (siehe USA)o


30.11.2008 16:26    |    der_deppen_daemel    |    Kommentare (11)    |   Stichworte: Aufbauseminar, Führerschein, Nachschulung, Punkte, Reaktion, Rentner, StVo, Verkehrskontrolle

Mahlzeit!

 

Ich wollte mal eine Lebenserfahrung mit Euch teilen, um Euch "vorzuwarnen" bzw. die Augen auf die Wichtigkeit des StVos und die Unfähigkeit einiger Behörden vorzuzeigen.

 

Eigentlich sollte ich fahren dürfen oder besser: Was alles schief gehen kann!

 

Anfang oder Mitte Februar 2008 fuhr ich von meiner Arbeitsstelle nachhause (nach einem sehr langen und anstrengenden Tag) und wollte nur Heim. Ich wohne nahe Bremen und habe da auch in Bremen gearbeitet. Meine "Hausstrecke" war die L331, welches von Bremen (Arsten) Richtung Verden/Hoya etc. führt.

 

An diesem Tage fuhr ich gerade aus Dreye kommend mit erlaubten 100 km/h. Damals noch mit dem alten Volvo und SEHR viel Licht (Abblendlicht, Nebellicht, Standlicht - in etwa 250 Watt insgesamt - alles aus einem Scheinwerfer :D) und war sehr gut sichtbar. Ca. 30m vor mir, zog aus der K118 (Sudweyher Straße) ein Kleinwagen raus gelenkt von einem Rentner. Der Kleinwagen beschleunigte auf ca. 40 km/h und mehr nicht... Da kam ich also, mit 100 km/h (Vorfahrtsstraße) auf ein Wagen zu, der aus einer Vorfahrtgewährenstraße rauskam ohne irgendwie auf den Verkehr zu achten. Ich musste daraus resultierend sofort handeln und reagieren...

 

Meine Reaktion bezog mit ein, dass meine Bremsen für das Fahrzeuggewicht unterdimensioniert waren (14" Bremsen auf einem 1,7t Fahrzeug mit 200+ PS) und ich nur 3 Möglichkeiten hatte, hier zu reagieren:

 

1. Vollbremsung durchführen, dabei in den Vorrausfahrenden reinfahren bzw. durchfahren und ggf. (keine Airbags) den Fahrer im Fahrzeug vor mir zu verletzen.

2. Schnell überholen um ein Aufprall zu verhindern.

3. In den Graben lenken um ein Aufprall zu verhindern.

 

In dieser Situation habe ich scheinbar falsch reagiert (so die Aussage des Polizisten). Auf dieser Straße gilt zwischen Dreye und Ahausen (für die Ortskundigen) ein Überholverbot. Bewusst, dass ein Überholverbot gilt, setzte ich blitzschnell den Blinker (das erste Mal wo ich überhaupt im Überholverbot daran dachte zu "überholen"). Im selben Augenblick noch ein Schulterblick gemacht und bin schnell an dem Fahrzeug vorbeigefahren (ich habe nicht beschleunigt). Quasi ein "Elchtest bei 100 km/h".

 

Zu meinem Glück, blitzte im Lichtkegel meiner Scheinwerfer ein Schriftzug eines quergeparkten Fahrzeuges auf... Ich sah ein "POL" reflektieren und habe sofort im Kopf gehabt: "SCHEISSE!"

Es rannten 1-2 Polizisten dann zur Straße und haben gesehen, wie ich diesen Wagen auswich und neben dem stand. Kurz darauf, in der Ortschaft Ahausen wurde ich an der Bushaltestelle rausgewunken und habe zwar einen freundlichen Polizisten erwischt, der aber trotzdem fest davon überzeugt war, dass ich überholte. Grund dafür:

 

BLINKER GESETZT

 

Seine Antwort war einfach: HÄTTEN Sie den Blinker NICHT gesetzt, wäre das verständlicher gewesen, da man selten in einer Notsituation blinkt, würden Sie mit einer Verwarnung davon kommen.

 

Auf meiner Frage hin, wie ich in dieser Situation reagieren sollte, hieß es:

 

"Sinnvoller wäre es gewesen, Sie wären in den Kleinwagen reingefahren und hätten somit ein Unfall verursacht. Aufgrund der Reifen-/Bremsspuren, hätte man die Situation besser und zu Ihrem Vorteil lösen können. Sie hätten zwar eine Teilschuld erhalten, aber dafür keine Strafe."

 

So, Ergebnis des "falschen Fahrens" war nun, dass ich (Fahranfänger) ein Punkt erhalten habe, ein 40 EUR Bußgeld sowie die Anordnung zur Teilnahme an einem Aufbauseminar. Soweit eigentlich nicht besonders schlimm. Die 40 EUR waren schnell bezahlt, den Punkt hatte ich registriert und -verständlicherweise- nicht haben wollen. Dazu eine Verlängerung der Probezeit auf insgesamt 4 Jahre.

 

Nur, wieso bin ich mein Führerschein dann losgeworden? Stand ja nirgendswo drin, dass ich den abgeben müsse.

 

Einfach, durch meine (im Februar unterschriebene) neue Anstellung mit 6 Monate Probezeit, war es nicht möglich frei zu nehmen um an eines dieser Kurse Teil nehmen zu können. Genau Ende August (da lief die Frist für das Einreichen der Bescheinigung über die Teilnahme an einem Aufbauseminar aus) wurde ich aber gekündigt (und hatte demnach ab dem 1.9. Zeit um diesen Kurs zu machen). Da die Führerscheinstelle nicht bereit war irgendwie die Frist zu verlängern (weder durch einen höheren Bußgeld etc.) wurde der Führerschein "fällig". Am 2.9. habe ich den dann bei meiner örtlichen Polizeiwache abgegeben und bin seit dem nicht mehr "mobil".

 

Eigentlich wäre diese Sperrzeit heute Abend zu Ende. Beginnend damit, dass ich meine Fahrerlaubnis neubeantragen musste (Fahrschule muss dazu NICHT besucht werden, auch sind Prüfungen nicht notwendig) und damit aufhörend, dass die Führerscheinstelle nicht in die Pötte kommt. Somit ist der Führerschein immer noch nicht vorhanden und ich beginne morgen den 4. Monat ohne Fahrerlaubnis :mad:

 

Weder ist man in der Lage etwas Papierkram "beschleunigt" zu bearbeiten (besonders weil ich zum 2.1. ggf. schon eine neue Arbeitsstelle habe, wo ich anfänglich mobil sein muss), noch erhält man Informationen zur Sache...

 

Das kotzt an und nervt gewaltig! Hier gingen viele Faktoren zusammen, welche eigentlich in solch einer Kombination selten bzw. sonst NIE anzutreffen sind:

 

-> Unfähige Rentner, die ohne Rücksicht fahren (30 m vor einem rausziehen)

-> Falsche Reaktion (ich wollte weder mir, noch dem Rentner, noch irgendeinem Außenstehenden was antun)

-> Eine Verkehrskontrolle zur "richtigen" Zeit am richtigen Ort (sonst ist da NIE eine Kontrolle)

-> Ein Arbeitgeber der nicht erlaubt, dass man nur eine oder 2 Stunden früher Feierabend macht um am Seminar teilzunehmen und dann zum Ende der Frist kündigt.

-> Eine Führerscheinstelle, welches nicht bereit ist eine Fristverlängerung unter der Vorraussetzung einen höheren Bußgeld zu begleichen zu gewähren und nicht in der Lage ist Papierkram vorzuziehen.

 

Was habe ich draus gelernt?

 

1. Ich werde, wenn einer zu kurz vor mir rauszieht, sturr drauf zuhalten

2. Den Behörden kein Spielraum lassen

3. Den Ämtern die Arbeit erschweren

4. Meine neuen Arbeitgeber nicht mein Leben bestimmen lassen

5. Überholen kommt für mich nur noch in Frage, wenn ich es auch überhaupt darf

 

Ich hoffe Ihr könnt auch aus meine "Fehler" lernen... Wäre ich z.B. an dem Tag eine Stunde früher oder später losgefahren, so hätte ich dieses "Problem" derzeit nicht...!


03.11.2008 21:51    |    der_deppen_daemel    |    Kommentare (40)

Hallo!

 

Erstmal danke für die Aufmerksamkeit :D

 

Nun, im Titel steht worum es geht: Was sind für Euch die absoluten "Must Have's" beim Autokauf?

 

Ich rede jetzt nicht von "4 Räder, 1 Lenkrad, Motor, Karosserie usw." sondern Ausstattungsmerkmale, die Ihr bei euch im nächsten Fahrzeug haben wollt bzw. eingebaut sein MÜSSEN?

 

Sicher kennen einige von Euch die Situation (bzw. so ähnliche), wo Ihr Euere alten Fahrzeuge gegen neuere oder andere ersetzen musstet und Ihr eure "Rahmenbedingungen" gesetzt habt. Welche waren das?

 

Als ich von einem alten Volvo zum neuen Volvo "gewechselt" bin, war das ein recht hartes Unterfangen... Das vorige Fahrzeug hatte Spielereien, auf die ich nicht verzichten wollte. Das waren z.B. die Klimaautomatik, ein elektrisches Stahlschiebe- und Hubdach, Leder, Sitzheizung, dunkle Farben (Innen wie Außen) und ein Motor samt Getriebe, welches ich heute immer noch nachtrauere.

 

Da man nicht alles im Leben haben kann, wurde einiges gestrichen, was ich eigentlich gerne haben wollte. Statt Leder habe ich Textilsitze. Statt Stahlschiebe- und Hubdach, habe ich einfach ein Stahldach ;). Statt eine Klimaautomatik werkelt eine 2-Zonen Klimaautomatik. Statt dunkle Farben Innen und Außen, ist Außen hell und Innen "Anthrazit" (was bei Tage "hellgrau" ist). Und die Liste geht noch weiter so. Z.B. hätte auch Wurzelholz reingemusst, aber nein, es wurde Aluminium. Automatik? Nein, Schaltgetriebe. Usw.

 

Nun, nach dem Kauf des jetztigen C30s, sind wieder andere Merkmale wichtiger geworden:

 

- Bi-Xenonlicht

- 2-stufige Sitzheizung

- Nebellichter unter der Frontmaske

- Gute Soundanlage (vom Werk aus)

- Gute Verbrauchswerte

- Airbags ohne Ende (vorher keine)

- usw. ;)

 

Wie schaut es bei Euch aus? Was MUSS bei euch rein und was KÖNNTE nicht schaden? Worauf habt Ihr verzichten müssen?


17.10.2008 15:12    |    der_deppen_daemel    |    Kommentare (7)

Hallo zusammen,

 

in den vergangenen Teilen (I, II, III, IV und V) habe ich versucht zu erläutern, wie und wieso ich zum C30 Fahrer wurde.

 

Ein Hauptkriterium blieb aber unangestatet: die Zuverläßigkeit.

 

Da mein kleines "Viech" knappe 20tkm unter meiner Herrschaft binnen 7 Monate gescheucht wurde (eigentlich nur 6 aber das ist was Anderes :D) bleibt noch im letzten Teil meiner "Hexologie" ein Resumé bzw. damit verbunden ein kleiner (was heißt schon klein?) Abschlussbericht über die Zuverläßigkeit und das Fahren insgesamt.

 

Das Fahren

 

Der Wagen läßt sich sehr gut bewegen. Man hat einen sehr guten Feedback wie und woraus der Bodenbelag besteht. Das Sportfahrwerk ist im Verglich zum Serienfahrwerk straff, etwas härter abgestimmt aber ansonsten typisch Volvo. Schnell gefahrene Kurven sind in dem Fahrzeug mit den breiten Sommerreifen ein Spaß. Lange Autobahn Etappen (500km am Stück) sind genauso gut zu beältigen (ohne Rückenschmerzen) wie kurze Fahrten über Kopfsteinpflaster (jedoch bitte nicht schneller als 30 km/h).

 

Beim Einparken habe ich 2 Probleme: die Front und das Heck. Hinten weiß man nicht, wann man irgendwo anecken könnte. Oft muss ich dazu aussteigen, oder ich stehe ca. 2 m von der Wand entfernt ;)

Vorwärts ist es genauso. Man sieht nicht (wie bei fast allen modernen Fahrzeugen) wo die Haube aufhört. Somit tastet man sich vorsichtig nach vorne, bis man die Angst hat irgendwas zu treffen. Parallel zur Fahrbahn parken geht... Mit etwas Übung (habe mir mal in Bremen einen Abend dazu ausgesucht und habe einfach begonnen das Einparken zu üben...).

 

Der Wendekreis des KLEINEN C30s gleich dem eines Gelenkbusses. Selten kann man in bremer Parkhäuser fahren, ohne mehr mals beim beim befahren der Rampen rangieren zu müssen.

 

Volvo Typisch sind die Bremsen nicht wirklich überzeugend. Verglichen mit alten Volvos aber gehen die besser. Somit für mich ein Pluspunkt :)

 

Negativ: Die Übersichtlichkeit, Wendekreis bei 18" Felgen

Positiv: Feedback, Bremsen, Fahrspaß, Komfort trotz 18"er und Sportfahrwerk

 

Komfort

 

Ein Volvo hat komfortabel zu sein. Das trifft auch bei diesem Fahrzeug zu. Komfort ist aber eine subjektive Empfindung und somit kann mein Eindruck des Komforts NICHT 100%ig mit dem von anderen Menschen zustimmen. Jeder mag es anders.

 

Die Sitze sind etwas härter, als in anderen Volvos. Verglichen mit den Sitzen des S80ers, sind meine im C30 Holzbänke. Wärend die im S80 mehr als Wohnzimmercouch durchgehen dürften.

Auf langen Strecken bemerkt man, dass die Sitze gut sind. Mit korrekt eingestellter Lordosenstütze kann man überaus bequem im Wagen sitzen. Die Höhenverstellung und Neigungsverstellung der Sitzfläche sind wunderbar. Ebenfalls die Sitzform. Ich habe eine sehr "zierliche" Körperform, werde aber in den Sitzen in schnell gefahrenen Kurven nicht "raus katapultiert", wie man bei anderen Marken immer wieder gerne hört. Die Einzelsitze hinten sind sehr bequem. Man hat nicht das gefühl eingeengt zu sein. So sagen mir das meine Freunde wenn die hinten mitfahren.

 

Die Klimaanlage wie auch das Radio arbeiten wunderbar und verschaffen angenehme Klänge (High Performance Radio) bei angenehmen Klima (Klimaautomatik). Einzig eine Sitzheizung der Hinteren Sitze wäre noch wunschenswert. Denn da ist es auch kalt im Winter :D Nicht nur vorne ;)

 

Tempomat ist sehr schön und einfach zu bedienen. Die Veränderungen an der Geschwindigkeit gehen einfach und kaum merklich von statten. Ein sehr angenehmes Gefühl erzeugt das Armaturenbrett, wenn man mit der Hand rüber steichelt (Stichwort Haptik ;)). Für die einen ist das billiges Plastik, für mich soldie Arbeit (wer das Armaturenbrett eines 960ers - ehemals Luxusfahrzeug - kennt, weiß das zu schätzen!).

Das Alu wirkt in Verbindung zum Grauen Interiör recht schlicht, zieht aber die Blicke auf sich.

 

Nach 31tkm knarzt nur wenig im Auto. Das sind aber nur die Geräusche, die der Wagen macht bis es warm ist :) Ansonsten gibt es kein Klappern oder Knarzen :)

 

Negativ: Keine Einstellhöhe der Gurte, keine verstellbaren Kopfstützen vorne, billige Materialien bei den Türverkleidungen, Kratz- und Dellen-empflichliche Alueinlagen

Positiv: Ambiente, Lichtfaktor (sehr lichtdurchflutet), Sitze, Haptik

 

Zuverläßigkeit

 

Die Zuverläßigkeit. Eines der Tugenden der Marke Volvo. Vielleicht ist es zu früh da irgendwas zu sagen, aber ich sage es trotzdem:

 

Bis auf 2 "Zwischenfälle" die nur falsch bedient zur Zwangspause führten sprang der Wagen immer an. Okay, der Anlasser machte nach ca. 15tkm (15tkm Fahrzeugkilometer! Ich hatte den Wagen gerade mal 4tkm) Probleme, da es nicht immer einspurte. Wurde auf Garantie getauscht.

Dazu gabs Probleme mit dem Zündschloss (aber die sind "normal"). Antriebswellen machen immer wieder nervige Geräusche und scheinbar auch die Radlager vorne... Ist aber alles Garantiekrams... :) Das Getriebe wurde etwas hakelig und der Motor begann ab und an etwas rau zu laufen aber sonst eigentlich wunderbar.

 

Nach ~28tkm hatte ich ein Rostpickelchen mitten im Dach. Betonung liegt auf hatte. Neue Federbeinlager sind auch neu reingekommen (nach 29tkm defekt) und 2 Dichtgummis der Türen begannen sich durch den Spalt "Tür/Bodykit" zu drücken... Was natürlich nicht schön ist.

 

Zuverläßig war der Wagen bisher in seinem kurzen Leben schon. Ich hoffe die weiteren 9,3 Jahre wo ich vor habe den Wagen zu fahren auch!

 

Nun ja, das war eigentlich der "Abschlussbericht" meiner Erfahrungen zum Ansehen, Probefahren, Testen, Kaufen und Fahren eines Designer Knutschkugels. Ich habe mich gefreut euch meine "Geschichte" zu schreiben und euch näher zu bringen. Ich stehe auch jederzeit gerne für Fragen bereit und helfe auch wo ich kann im Bereich C30 :) Schließlich müssen die wenigen Fahrzeuge die gebaut werden/wurden ja sich gegenseitig helfen :D


16.10.2008 13:27    |    der_deppen_daemel    |    Kommentare (9)

Teil V:

 

"Die Entscheidung und der Kauf"

 

So, wie in Teil IV wurde die Auswahl mehr oder weniger getroffen. Ich musste mich zwischen 2 Motoren entscheiden:

 

1.8i und 2.0i

 

Nun, dank sowieso schon niedrige Steuern (beide Euro 4) wären die Steuern sowieso nicht hochgewesen. Der 1.8i hätte 121 EUR gekostet, der 2.0i 135 EUR. Das sind nur 14 EUR. "Gor nüschts!"

 

Also, Steuern waren somit erst einmal egal.

 

Dann die Verbräuche und den damit zusammenhängenden Leistungsangaben verglichen.

 

Also kurzerhand auf www.volvocars.de geschaut und verglichen...

 

1.8 hat 125ps, 165 nm, maximale Leistung bei 6000 U/min.

2.0 hat 145ps, 185 nm, maximale Leistung bei 6000 U/min.

 

Hmm, jeweils nur 20 ps / 20 nm mehr... Ob man die merkt?

 

Egal, dann die Verbräuche verglichen...

 

Lauut Werksangaben von Volvo ist der 1.8 mit 7,3l und der 2.0 mit 7,4l im Durchschnitt angegeben.

 

Das sind nur 0.1l mehrverbrauch, bei 200 ccm mehr, 20 ps und 20 nm MEHRleistung.

 

Die Wahl war damit entschieden. Es musste ein 2.0l Benziner werden. Damit zusammen auch das Getriebe. Aber das war nur ein Teil der "Bestellung". Der Wagen selbst musste konfiguriert werden. Also, Volvo aufgesucht und mir ein Edition Modell mit 2.0l Maschine erstellen lassen. "Hmmm... Das ist alles Teuer" dachte ich mir. "Ich brauche ein Wagen, mit dem ich zuverläßig, sparsam und ganz wichtig: sorgenfrei fahren kann".

 

Somit schied aus: ein Neuwagen kommt nun nicht in Frage :( Was dann?

 

"Wenn es kein Neuwagen werden soll, vielleicht möchten Sie lieber ein Gebrauchtfahrzeug?" - so sagte es mir mein Ansprechpartner bei meinem :). Mein Interesse war natürlich da. Schließlich kosten die weniger :D

 

Der Händler hatte leider nur 3 2.0l zur Verfügung. Ein Schwarzes. Fast ohne alles. Eigentlich nicht schlecht aber an sich irgendwie "0-8-15". Sah nach C30 aus, aber die Kurven kamen nicht zur Geltung.

Der Rote, wie es auf der ersten Seite des Blogges steht, war auch zu haben. Jedoch hatte der kein Xenon und war auch nicht gerade "üppig" ausgestattet...

Da entdeckte ich den Wagen, den ich als Wochenendwagen hatte. Auch der war als Gebrauchtwagen zu haben. Vorbesitzer: 1 - das Autohaus :D

 

In diesem Augenblick erkannte ich, dass ich mich entscheiden müsse...

 

1. Schwarzes mit fast gar nichts - dafür aber Xenon.

2. Rot mit weissem Streifen mit fast gar nichts - dafür dieser Streifen.

3. Weiß-Braun mit vielem - und das zum guten Preis.

 

Nicht lange verhandelt und gequarkt. Der Weiße musste es werden...

 

"Nehm ich", Finanzierung ausgetüfftelt, Kaufvertrag unterschrieben und noch ein paar Detailveränderungen abgeklärt.

 

Aber halt! Auf dem Kaufvertrag stand "C30 2.0, Momentum, Body Kit, Sportfahrwerk, 18" Alufelgen, ..." - 18 ZOLL FELGEN!? (Ich wusste nicht dass der Wagen eben jene Felgen hatte! Dachte es seien normale 16"er. Wenn nicht, dann sogar nur 15"er! Aber 18"!? :eek:

Ich ließ dann noch die Aufkleber abpulen, die Oberkante des "Dachspoilers" lackiern (nein, nicht den "Flügel" sondern den normalen den jeder C30 eigentlich erhält) sowie die Haifischflosse auf dem Dach. Im Innenraum sollten einige Teile mit Dellen getauscht werden und dann war es soweit!

 

Ostern 2008: ich holte den Wagen. Mein alter 960er erhielt seine "letzte Ehre" vorher: ein Vollwaschprogramm in der Waschstraße meines Vertrauens. Innen ausgesaugt und dann zärtliche Streichelungen. Er solle wissen, dass ich ihn vermissen würde (HELGE!!! ICH VERMISSE DICH!!! :() - der 960er hieß Helge ;)

 

Also, Händler aufgesucht und den Wagen abgeholt. Keine Einweisung notwendig - schließlich hatte ich alles soweit schon "erkundet" :D Flasche Sekt entgegen genommen. Mich für die super Betreuung bedankt und mit einem glücklichen Gesicht die Übergabehalle verlassen :) Dann Helge ausgeräumt (waren nur CD, Heftchen und bisschen Kleingeld), mich von meinem alten Wagen verabschiedet und dann ein wenig gefahren, Einstellungen am Sitz vorgenommen usw. Ist ja schließlich schwer sowas schnell und spontan zu machen.

 

In der Zeit wusste nur meine Mutter, dass ich mir einen neuen Wagen gönnen wollte. Sonst keiner... Also, ich fuhr nach der "Einstellungsfahrt" nachhause und kam ins Haus rein. Mein Vater saß mit meiner Mutter am Tisch und ich brüllte in die Küche rein "Dad, komm mal bitte! Ich glaube mein Zahnriemen im 960er ist übergesprungen!!!"

 

Er kam runtergerannt und schmiss seine Schuhe an und kram raus gehetzt... "Wo ist dein Wagen?" ich zeigte auf den C30er und schon hatte er ein riesen Grinsen im Gesicht :D

 

Nun, ich erhielt den Wagen auf SOMMERREIFEN zu Ostern, wo es gerade Draußen zu schneien begann. Sprich: als ich die Schlüssel übergeben bekam, begann es zu schneien... "Juchu". Zusätzlich war geplant, eine längere Fahrt zu einem Kumpel nach OWL zu machen (sind mal just 160km je Richtung) dazu aber über Hannover! Somit 250km oder so. Herrlich wenn man bei +3° mit der Schneeflocke im Display fährt :D Da merkt man doch wie "gefährlich" das war - ich hatte jedoch absolut keine Probleme auf Schnee und Eis mit den Sommerpneus!? :confused: Ich weiß nicht wieso aber es klappte einwandfrei! Glück?

 

Wie dem auch sei... Ich hatte mein C30 endlich in der Hand und unterm Popo und war meine alte Fuhre (obwohl ich ihn sehr liebte) los. Eine neue "Phase" begann für mich...

 

Diese Liebe für diese schönen Formen des C30s ist seit Ostern immer noch vorhanden. Die ersten Veränderungen am Fahrzeug habe ich auch schon gemacht und ich denke nicht, dass ich mir innerhalb der nächsten 10 Jahre ein weiteres Fahrzeug kaufen werde (es sei denn, ich finde meinen Helge angeboten - irgendwo... Den kaufe ich wieder zurück!)...

 

Bis auf ein paar kleinere Macken und maximal 7 Tage aufenthalt in der Werkstatt (natürlich mit Leihwagen und alles auf Garantie) bin ich wunschlos glücklich und würde jedem den Wagen empfehlen.

 

In Teil III wurde gefragt, wieso ich mir ein C30 gekauft habe. Nun, ganz ehrlich und ohne irgendwie nachzudenken:

 

Emotionen und Individualität!

 

Es ist nicht die "Sicherheit" des Wagens gewesen. Auch war die Motorisierung kein Punkt... 2l Motoren gibt es auch mit reichlich mehr Leistung (unser S80 hat 180ps aus 2.0l). Nein, es waren die Emitionen.

 

Emotionen, die durch ignorante Verkäufer anderer Marken ausgelöst wurden. Emotionen die durch die weiblichen Formen des C30s ausgelöst wurden. Emotionen, die ein schlichter aber sehr guter Innenraum herstellte... Der Wunsch nach "Individualität" war ebenfalls stark ausgeprägt.

 

Hätte ich mir ein Golf gekauft, hätte ich dann ja auch ein allerwelts Autos gekauft.

Hätte ich ein 1er, wäre das Fahrwerk etwas sehr hart.

Hätte ich ein Focus gekauft, wäre es mir etwas zu billig vorgekommen.

Hätte ich ein Astra erworben, hätte ich einiges dran machen müssen um Individual zu sein. Wie beim Golf.

 

Ich bin den ignoranten Verkäufern bei VW, Opel, BMW und co sehr dankbar. Sonst hätte ich jetzt kein C30.

 

Zu der Frage wieso ich den nahm obwohl andere das besser können:

 

Mein alter Kombi konnte alles, da brauche ich mit 21 (Jetzt 22) keine Anhängerkupplung, keine 5 Sitze, kein Riesengepäckraum usw. :D Die Sitze sind genau wie ich sie wollte, ergonomisch und bequem. 4 einzelne Sitze sind besser als 2 Einzelsitze und eine Bank auf der sich 3 Personen quetschen müssen. Platz ist im C30 mehr vorhanden als im 1er BMW - hinten auf den Sitzen... Im BMW ist ja alles auf Fahrer und Beifahrer ausgerichtet. Naja... Wie dem auch sei:

 

Es war meine Entscheidung mir ein C30 zu kaufen und ich bin froh, dass ich den überhaupt bekommen konnte :)


15.10.2008 14:08    |    der_deppen_daemel    |    Kommentare (5)

"Ich will eins haben!"

 

Die Probefahrt ging wie in Teil III zu Ende. Das Begieren ein C30 haben zu wollen wuchs...

 

Als ich den Wagen zurückbrachte, setzte ich mich in den Büro des Kundenbetreuers und ließ mir ein Wagen konfigurieren. Es sollte dem, den ich über das Wochenende fuhr, ähneln, da mir die Ausstattung gefiel und ich besonders das Xenonlicht genoß.

 

Hmmm, wieder stand der Preis bei ~34.000 EUR, wie beim draußen stehenden Wagen. Kurz überlegt: das sind 68.000 DM für ein Kompakt Wagen. 1999 zahlte man den selben Preis für eine größere Limosine...!

 

Dann begann ich mit dem Verkäufer ein wenig zu überlegen. "Was bräuchte man um den Wagen später besser verkaufen zu können und was würde man zu selten benutzen?"

 

Metalliklack in einer Farbe, welches in Deutschland beliebt ist. Sprich: Schwarz, Silber, Anthrazit oder Blau. Eine Klimaautomatik sei wünschenswert, Alufelgen auch. Alleine mit den wenigen Punkten hätte ich schon ein recht teures Fahrzeug gehabt. Angebot wurde erstellt, ich fuhr zur Arbeit und gut.

 

Die nächsten Tage testete ich Fahrzeuge bei anderen Händlern (kurze Probefahrten um die Motoren kennen zu lernen und um den für mich idealen Motor zu finden). Getestet wurden alle bis auf 2 Motoren: den D5 (2.4l 5 Zylinder Turbodiesel) und den T5 (2.5l 5 Zylinder Turbobenziner).

 

Kleines Resumé:

 

1.6i -> sehr träge, muss gedreht werden, somit hohe Verbräuche zu erwarten

1.8i -> nicht so träge, muss auch gedreht werden, aber nicht so viel. Leistung<->Verbrauch nicht wirklich gut

2.0i -> harmonische Kraftentfaltung, muss gedreht werden, aber nicht wie im 1.6i. Verbrauch gut.

2.4i -> (leider) als Automatik getestet. Schöne Kraftentfaltung, angenehmer Klang, jedoch zu hoher Verbrauch (für mein Geschmack).

 

1.6d -> flott, ca. mit dem 2.4i vergleichbar. Auf der Autobahn dann aber irgendwie etwas zu "zäh"

2.0d -> kraftvoll im Bereich bis 2000 U/min, danach zwar auch, aber es kommt nicht viel.

 

Da ich mich natürlich entscheiden musste, lief ich heiß und besprach natürlich alles mit meinen Eltern. Benziner oder Diesel? Klein und "lahm" oder groß und "durstig"? Automatik oder Schalter? E85 tauglich oder Supervernichter?

 

Aufgrund der Feinstaubverordnung und die ungewisse Zukunft der Dieselfahrzeuge (Fahrverbote usw.) scheideten die Diesel aus. Klein und "lahm" schied ebenfalls aus. Das ließ dann 4 Motoren Über:

 

1.8i, 1.8f, 2.0i und 2.4i

 

Als einzige davon war der 2.4i mit Automatik erhältlich (und ist es immer noch). Da aber die Spritpreise hoch waren und ich mit 21 Jahren nicht wirklich als "Opa" abgestempelt werden wollte, wurde die Automatik verworfen - ebenso die "großen" Motoren.

 

Da ich dann auch negative Erfahrungen mit E85 machte (im 960) schrieb ich den 1.8f ab. Also, es lief darauf hinaus: 1.8i oder 2.0i.

 

Hmmm, was wird es denn???

 

Die Antwort darauf folgt im letzten Teil der "Beschaffungsgeschichte", in "Teil V, der Kauf". :)


14.10.2008 14:02    |    der_deppen_daemel    |    Kommentare (10)

"Die lange Probefahrt"

 

Wie Teil II kehrte zwischen mir und dem Autohaus längere Zeit "Funkstille" ein.

 

Etwa Anfang März (2 Monate nach der 60 minütigen Probefahrt) hatte ich endlich Zeit - jedoch nur Abends, weshalb ich mein Autohaus anschrieb und um die angebotene längere Probefahrt bat. "Kein Problem, wollen Sie schon das jetztige Wochenende nutzen?" "Ja, das wäre toll. Vielen Dank"

 

Somit hatte ich mir ein C30 für ein Wochenende gesichert. Die Motorisierung war mir nicht bekannt, ebenso wenig die Farbe, die Ausstattung und der Kaufpreis. In der Annahme der Wagen sei eigentlich die Sparversion machte ich mich am Freitag der selben Woche auf zum :) um den Wagen für ein Testwochenende abzuholen.

 

Es ging mir eigentlich eher darum, ob ich:

 

1. Auf längeren Strecken gut sitzen kann und nicht Rpckenschmerzen bekomme (wie ich in den meisten anderen Fahrzeuge erhielt)

2. Mit dem kleinen Koffer-/Taschenraum zu recht komme

3. Mich überhaupt mit dem Wagen anfreunden könnte

 

Wie soll ich sagen, bis auf den Taschenraum, war alles einwandfrei. Aber vor allem das Testfahrzeug machte mich begeistert. Es ist zwar nicht in eines der Farben gewesen die ich wählen würde, eigentlich, ich hätte NIE die Kombination genommen, aber das Gesamtpaket stimmte.

 

-> 16" Alus

-> Bodykit mit Nebelscheinwerfer

-> 20mm Tieferlegung (Volvo Sportfahrwerk)

-> Xenon Scheinwerfer mit Reinigungsanlage

-> Klimaautomatik

-> High Performance Soundanlage

-> Tempomat

-> Bordcomputer

-> Sitzheizung

-> usw.

 

Eigentlich sehr gut ausgestattet und trotz des Sportfahrwerkes bequem. Als Motor arbeitete der 2.0l Benziner mit einem 5 Gang Schaltgetriebe. Herrliche Kombination. Der Motor hatte einen ruhigen Lauf, sehr leise im unteren Drehzahlbereich, im Oberen sehr klangvoll und sportlich. Das Getriebe ließ sich 1a schalten. Die Sitze waren äußerst bequem. Die hinteren Passagiere hatten Beinfreiheit en masse und der Taschenraum war passabel.

 

Im Kofferraum lagen auch die "Flugblätter" zum Fahrzeug. Neupreis lag bei ~34.000 EUR - *SCHLUCK*

 

Da habe ich den Wagen dann wie ein rohes Ei behandelt. Bloss nichts kaputt machen. Hätte ich so oder so nicht gemacht aber dennoch: jetzt war ich noch vorsichtiger!

 

Am ganzen Testfahrzeug hatte ich wenige Unschönheiten als ich ihn mit 11.000 km feststelen können. Die Beklebung war etwas "zu viel" und ein paar Dellen und Kratzer im Innenraum zeugten von etwas rauem Gebrauch.

 

Wie auf den Bildern zu sehen, ist die Farbkombination aus Weiß (Cosmic Weiß Metallik) und Braun (Java Braun Metallik) etwas "gewöhnungsbedürftig". Mir gefiel der Farbton nicht - besonders nicht weil da Weiß mit drin war.

 

Nach ca. 900 statt nur 500 km während der Probefahrt stand fest: ich brauche ein C30! Und zwar schnell!

 

Mehr dazu in Teil IV :D


13.10.2008 13:00    |    der_deppen_daemel    |    Kommentare (5)

Teil Zwei:

 

"Die Überlegungen"

 

Wie in Teil 1 geschrieben, hatte ich eine kurze Probefahrt bereits hinter mir. Und genau nun kamen die Gedanken:

 

"Wieso brauche ich als Single einen Wagen mit mehr als 200ps, 5 Sitzplätze, Anhängerkupplung und massig Stauraum, wenn ich sowieso selten etwas transportiere?"

"Warum muss ich mit 17l Superbenzin und 1l Synthetikölverbrauch leben, wenn ich fast nur Stadt fahre und mehr als 50% von meinem Gehalt als Spritkosten habe?"

"Wieso muss ich immer und immer wieder mein Wagen durchreparieren? Der hält sowieso nicht mehr wirklich lange..."

 

Da begann ich zu merken, dass ich ein etwas überteuertes Fahrzeug gekauft habe mit einer Menge an Problemen.

 

Die C30 Geschichte begann zu wirken, aber ich verdrängte das Ganze, da ich zu DEM Augenblick leider gerade ohne Arbeit war. Also, weiter mit dem derzeitigen Praktikum gemacht und Freunden geholfen.

 

Dann hatte ich endlich eine Arbeitsstelle und obwohl noch in der Probezeit, schaute ich mich bei vielen Autohändlern um, damit ich mir erst einmal ein Überblick über die derzeitige Kompaktklasse machen konnte. Da man sich ja nicht auf eine Marke fixieren sollte, öffnete ich meine Augen und ging auf die Suche.

 

Mir gefielen eigentlich recht viele Fahrzeuge. BMW 1er, Renault Megané, Dodge Caliber, usw. Aber da ich bei keines der genannten Marken überhaupt wahr genommen wurde und wenn, dann nur weil man mich rausjagen wollte, ging ich zu meinem Volvo Händler, da dieser sich bisher um mich sehr gut kümmerte.

 

Nach einem kurzen Gespräch, nahm ich einige Infomaterialien mit nachhause und stellte mir ein C30 zusammen. "Hmmm, das hätte ich gerne und das, das, das wäre nicht schlecht, hmmm und dann ..."

 

Jawohl, da merkte man es: Premium heißt eben teuer. Für ein "Kompakt Wagen" mal just mehr als 40.000 EUR ausgeben, das kann man nicht. Man ist halt etwas von seinem günstig erstandenen Luxusfahrzeug verwöhnt wurden.

 

Als Erstes den Motor gestrichen. Statt 230ps aus einem Turbo 5 Zylinder, folgte ein 100ps 1,6l Benziner. Nein, der Preis ging kaum runter. Dann eben kein Metalliklack. Weitere 600 EUR gespart. Brauche ich Alufelgen? Die Billigsten wurden genommen. Klimaautomatik? Nö. Sitzheizung? Neh. Leder? Hmm, gerne aber ne. Trotz alle dem, der Preis ging immer noch nicht unter einem schönen ansehenswürdigen Limit. "Schade, hätte ja sonst so schön sein können!"

 

Was nu? Mein Händler teilte mir mit, es gäbe eine Sonderedition mit 17" Alus, dieses und jenes und das alles für einen sehr guten Preis.

 

Nach Erhalt der Infos, kehrte Funkstille ein.

 

Mehr zu diesem Thema in Teil III


12.10.2008 18:54    |    der_deppen_daemel    |    Kommentare (12)

Hallo!

 

Bin schon länger hier bei Motor-Talk und wollte auch mal nen "Blog" aufmachen. Nur über welche Thematik? Na, ganz klar:

 

Mein Auto :D

 

Nun, was fahre ich? Und wie bin ich dazu gekommen? Genau darum geht mein Blog. Hoffe es gefällt euch...

 

Part One:

 

Der erste Kontakt

 

Bereits vor 3-4 Jahre wurde auf einer Automesse (m.E. die IAA) ein Fahrzeug vorgestellt, welches so wohl einmalig sein dürfte. Das Design polarisierte und die Presse war beeindruckt. Zu dem Zeitpunkt war ich ca. 17 oder 18 Jahre alt und somit stand die automobile Karriere noch nicht fest.

 

Ich hatte meinen ersten Bastelobjekt gerade gekauft (ein 1990er 740 GL Kombi von Volvo) und freute mich schon darauf diesen zu fahren. Als die Präsentation des C30 bei Motor Vision damals lief, habe ich mir gedacht "Bin ich froh einen alten Volvo gekauft zu haben. Diese neumodischen Volvos sind alle häßlich und somit nichts für mich..."

 

Nun, das Konzept verschwand wieder so schnell, wie es gekommen war und ich schraubte und bastelte weiter. In der Zwischenzeit war ich dann beim 3. Volvo angelangt (ohne Führerschein :D) und plötzlich wurde 2006 bekannt gegeben, der C30er würde gebaut werden. Das Konzept wurde weiter ausgearbeitet und die Formen glichen zu 95% der Studie. Mit Ausnahme der 19" Alufelgen und der Front- und Heckmasken. Es sah immer noch nicht "ansprechend" aus.

 

Und wieder verstrichen einige Jahre bis ich dann 2007 meinen Führerschein endlich fertig hatte und dann meinen 4. alten Volvo fuhr - ein 1991er 960 Kombi. 204ps, 6 Zylinder, Automatik, alles was man haben wollte...

Doch, im Januar 2008 began das zuverläßige und äußerst bequeme Ding schwache Bremsen zu bekommen. Und die waren so schwach, dass man bei Tempo 200 bei einer Vollbremsung irgendwie "Panik" bekam. Die Beläge waren okay also muss etwas an der Flüssigkeit nicht stimmen.

 

Mein Besuch bei der "örtlichen" Volvo Vertretung um die Flüssigkeit zu wechseln brachte mich aber dem C30 nahe. Die Neugier siegte als ich vor der Vertretung ein C30 sah. Interessiert bat ich darum, den Wagen kurz probezufahren. Also, Termin abgemacht zur Bremsflüssigkeitwechsel und in der selben Zeit ein C30 testen.

 

Dann war es soweit, 14.00 Uhr und ich fuhr zum :) um den Wechsel wie auch die Probefahrt zu beginnen. Es stand ein Signalroter C30 2.0 Momentum vor der Tür. Etwas auffällig beklebt und auf Stahlfelgen (war immer hin Winterzeit) und dazu an sich recht schick. Einzig die "schnelle" Umgewöhnung von Automatik auf Schalter musste ich bewältigen. Dies merkte ich, als ich versuchte den "R" gang einzulegen... Mir fiel dann das 3. Pedal auf. DANN ging es los :) ;)

 

Also, den Wagen genommen und ein wenig getestet. 145ps laut Fahrzeugschein. Nach ca. 10 Minuten Fahrt ging es auf die Landstraße um die schwedischen Gäule made in Belgium, powered by Sushi zu testen. Und jop. Das Ding "ging ab", wie man so schön sagte. Trotz "nur" 2.0l Hubraum, 145ps, 185nm und Frontantrieb, raste das Vehikelchen los. Verglichen mit den 204ps und 270nm sowie 3.0l Hubraum war der C30 eindeutig schneller und sportlicher.

 

Es machte Spaß. Und genau da begann ich mich zu fragen "Habe ich das falsche Bild von neuen Fahrzeugen?" "Ist es klug ein Verbrauch von 17l + 1l Öl auf 100km zu rechtfertigen wenn ich mehr Spaß für weniger bekomme?".

 

Die 60 Minuten waren schnell um. Als ich wieder zum Händler fuhr, kam gerade der Mechaniker mit meinem Ölschlucker aus der Werkstatt raus und parkte ein. Schnell daneben geparkt, die Rechnung beglichen und noch einen letzten Blick auf den Wagen geworfen und weg gefahren.

 

Mehr in Teil zwei :D


Auszeichnung

Mein Blog hat am 05.08.2009 die Auszeichnung "Blogempfehlung" erhalten.

Wer hat's verbockt?

der_deppen_daemel der_deppen_daemel

Spritsparender Raser

Volvo

1986 den Fertigungstunnel in Großbritannien verlassen und bereits nach wenigen Wochen mit den ersten Kinderkrankheiten in die Werkstatt berufen, wurde ich 1997 in die Bundesrepublik überführt und bin seitdem im Landkreis Verden angemeldet :D Mit hellem Leder, schon gräulichen Scheinwerfern und ein höher gelegtes Fahrwerk siehe ich nicht gerade aus wie "made in England". Mein Hobby hat 5 Räder (alle 5 sind während des Fahrens in Gebrauch), 4 Töpfe, 3 Pedale, etwas Alu, viel Glas und trägt den skandinavisch angehauchten Namen: Sörtie.

Sörtie (Volvo C30)

Meine aktuellen Autos

Volvo C30 'Sörtie'

Meine Alltagsdame. Täglich und europaweit im Einsatz. Gekauft um Geld zu sparen (was es auch macht :D) und bereits sehr viel erlebt. Sparsam, sicher und einmalig in der Optik.

 

Volvo 740 'Erik'

Mein Projektwagen. Der Wagen steht vor einer vollständigen Restaurierung samt Anpassung an meinem Geschmack (Innenraumfarbe). Alles wird im Rahmen des Möglichen und H-Kennzeichen Gerechten erledigt :) Ein Liebhaberstück soll daraus werden.

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Alles Gute zum Geburtstag Sörtie!