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C30 - Wieso kauft man sowas?

Mein C30, 740 und die britische Motorkultur...

30.11.2008 16:26    |    der_deppen_daemel    |    Kommentare (11)    |   Stichworte: Aufbauseminar, Führerschein, Nachschulung, Punkte, Reaktion, Rentner, StVo, Verkehrskontrolle

Mahlzeit!

 

Ich wollte mal eine Lebenserfahrung mit Euch teilen, um Euch "vorzuwarnen" bzw. die Augen auf die Wichtigkeit des StVos und die Unfähigkeit einiger Behörden vorzuzeigen.

 

Eigentlich sollte ich fahren dürfen oder besser: Was alles schief gehen kann!

 

Anfang oder Mitte Februar 2008 fuhr ich von meiner Arbeitsstelle nachhause (nach einem sehr langen und anstrengenden Tag) und wollte nur Heim. Ich wohne nahe Bremen und habe da auch in Bremen gearbeitet. Meine "Hausstrecke" war die L331, welches von Bremen (Arsten) Richtung Verden/Hoya etc. führt.

 

An diesem Tage fuhr ich gerade aus Dreye kommend mit erlaubten 100 km/h. Damals noch mit dem alten Volvo und SEHR viel Licht (Abblendlicht, Nebellicht, Standlicht - in etwa 250 Watt insgesamt - alles aus einem Scheinwerfer :D) und war sehr gut sichtbar. Ca. 30m vor mir, zog aus der K118 (Sudweyher Straße) ein Kleinwagen raus gelenkt von einem Rentner. Der Kleinwagen beschleunigte auf ca. 40 km/h und mehr nicht... Da kam ich also, mit 100 km/h (Vorfahrtsstraße) auf ein Wagen zu, der aus einer Vorfahrtgewährenstraße rauskam ohne irgendwie auf den Verkehr zu achten. Ich musste daraus resultierend sofort handeln und reagieren...

 

Meine Reaktion bezog mit ein, dass meine Bremsen für das Fahrzeuggewicht unterdimensioniert waren (14" Bremsen auf einem 1,7t Fahrzeug mit 200+ PS) und ich nur 3 Möglichkeiten hatte, hier zu reagieren:

 

1. Vollbremsung durchführen, dabei in den Vorrausfahrenden reinfahren bzw. durchfahren und ggf. (keine Airbags) den Fahrer im Fahrzeug vor mir zu verletzen.

2. Schnell überholen um ein Aufprall zu verhindern.

3. In den Graben lenken um ein Aufprall zu verhindern.

 

In dieser Situation habe ich scheinbar falsch reagiert (so die Aussage des Polizisten). Auf dieser Straße gilt zwischen Dreye und Ahausen (für die Ortskundigen) ein Überholverbot. Bewusst, dass ein Überholverbot gilt, setzte ich blitzschnell den Blinker (das erste Mal wo ich überhaupt im Überholverbot daran dachte zu "überholen"). Im selben Augenblick noch ein Schulterblick gemacht und bin schnell an dem Fahrzeug vorbeigefahren (ich habe nicht beschleunigt). Quasi ein "Elchtest bei 100 km/h".

 

Zu meinem Glück, blitzte im Lichtkegel meiner Scheinwerfer ein Schriftzug eines quergeparkten Fahrzeuges auf... Ich sah ein "POL" reflektieren und habe sofort im Kopf gehabt: "SCHEISSE!"

Es rannten 1-2 Polizisten dann zur Straße und haben gesehen, wie ich diesen Wagen auswich und neben dem stand. Kurz darauf, in der Ortschaft Ahausen wurde ich an der Bushaltestelle rausgewunken und habe zwar einen freundlichen Polizisten erwischt, der aber trotzdem fest davon überzeugt war, dass ich überholte. Grund dafür:

 

BLINKER GESETZT

 

Seine Antwort war einfach: HÄTTEN Sie den Blinker NICHT gesetzt, wäre das verständlicher gewesen, da man selten in einer Notsituation blinkt, würden Sie mit einer Verwarnung davon kommen.

 

Auf meiner Frage hin, wie ich in dieser Situation reagieren sollte, hieß es:

 

"Sinnvoller wäre es gewesen, Sie wären in den Kleinwagen reingefahren und hätten somit ein Unfall verursacht. Aufgrund der Reifen-/Bremsspuren, hätte man die Situation besser und zu Ihrem Vorteil lösen können. Sie hätten zwar eine Teilschuld erhalten, aber dafür keine Strafe."

 

So, Ergebnis des "falschen Fahrens" war nun, dass ich (Fahranfänger) ein Punkt erhalten habe, ein 40 EUR Bußgeld sowie die Anordnung zur Teilnahme an einem Aufbauseminar. Soweit eigentlich nicht besonders schlimm. Die 40 EUR waren schnell bezahlt, den Punkt hatte ich registriert und -verständlicherweise- nicht haben wollen. Dazu eine Verlängerung der Probezeit auf insgesamt 4 Jahre.

 

Nur, wieso bin ich mein Führerschein dann losgeworden? Stand ja nirgendswo drin, dass ich den abgeben müsse.

 

Einfach, durch meine (im Februar unterschriebene) neue Anstellung mit 6 Monate Probezeit, war es nicht möglich frei zu nehmen um an eines dieser Kurse Teil nehmen zu können. Genau Ende August (da lief die Frist für das Einreichen der Bescheinigung über die Teilnahme an einem Aufbauseminar aus) wurde ich aber gekündigt (und hatte demnach ab dem 1.9. Zeit um diesen Kurs zu machen). Da die Führerscheinstelle nicht bereit war irgendwie die Frist zu verlängern (weder durch einen höheren Bußgeld etc.) wurde der Führerschein "fällig". Am 2.9. habe ich den dann bei meiner örtlichen Polizeiwache abgegeben und bin seit dem nicht mehr "mobil".

 

Eigentlich wäre diese Sperrzeit heute Abend zu Ende. Beginnend damit, dass ich meine Fahrerlaubnis neubeantragen musste (Fahrschule muss dazu NICHT besucht werden, auch sind Prüfungen nicht notwendig) und damit aufhörend, dass die Führerscheinstelle nicht in die Pötte kommt. Somit ist der Führerschein immer noch nicht vorhanden und ich beginne morgen den 4. Monat ohne Fahrerlaubnis :mad:

 

Weder ist man in der Lage etwas Papierkram "beschleunigt" zu bearbeiten (besonders weil ich zum 2.1. ggf. schon eine neue Arbeitsstelle habe, wo ich anfänglich mobil sein muss), noch erhält man Informationen zur Sache...

 

Das kotzt an und nervt gewaltig! Hier gingen viele Faktoren zusammen, welche eigentlich in solch einer Kombination selten bzw. sonst NIE anzutreffen sind:

 

-> Unfähige Rentner, die ohne Rücksicht fahren (30 m vor einem rausziehen)

-> Falsche Reaktion (ich wollte weder mir, noch dem Rentner, noch irgendeinem Außenstehenden was antun)

-> Eine Verkehrskontrolle zur "richtigen" Zeit am richtigen Ort (sonst ist da NIE eine Kontrolle)

-> Ein Arbeitgeber der nicht erlaubt, dass man nur eine oder 2 Stunden früher Feierabend macht um am Seminar teilzunehmen und dann zum Ende der Frist kündigt.

-> Eine Führerscheinstelle, welches nicht bereit ist eine Fristverlängerung unter der Vorraussetzung einen höheren Bußgeld zu begleichen zu gewähren und nicht in der Lage ist Papierkram vorzuziehen.

 

Was habe ich draus gelernt?

 

1. Ich werde, wenn einer zu kurz vor mir rauszieht, sturr drauf zuhalten

2. Den Behörden kein Spielraum lassen

3. Den Ämtern die Arbeit erschweren

4. Meine neuen Arbeitgeber nicht mein Leben bestimmen lassen

5. Überholen kommt für mich nur noch in Frage, wenn ich es auch überhaupt darf

 

Ich hoffe Ihr könnt auch aus meine "Fehler" lernen... Wäre ich z.B. an dem Tag eine Stunde früher oder später losgefahren, so hätte ich dieses "Problem" derzeit nicht...!


03.11.2008 21:51    |    der_deppen_daemel    |    Kommentare (40)

Hallo!

 

Erstmal danke für die Aufmerksamkeit :D

 

Nun, im Titel steht worum es geht: Was sind für Euch die absoluten "Must Have's" beim Autokauf?

 

Ich rede jetzt nicht von "4 Räder, 1 Lenkrad, Motor, Karosserie usw." sondern Ausstattungsmerkmale, die Ihr bei euch im nächsten Fahrzeug haben wollt bzw. eingebaut sein MÜSSEN?

 

Sicher kennen einige von Euch die Situation (bzw. so ähnliche), wo Ihr Euere alten Fahrzeuge gegen neuere oder andere ersetzen musstet und Ihr eure "Rahmenbedingungen" gesetzt habt. Welche waren das?

 

Als ich von einem alten Volvo zum neuen Volvo "gewechselt" bin, war das ein recht hartes Unterfangen... Das vorige Fahrzeug hatte Spielereien, auf die ich nicht verzichten wollte. Das waren z.B. die Klimaautomatik, ein elektrisches Stahlschiebe- und Hubdach, Leder, Sitzheizung, dunkle Farben (Innen wie Außen) und ein Motor samt Getriebe, welches ich heute immer noch nachtrauere.

 

Da man nicht alles im Leben haben kann, wurde einiges gestrichen, was ich eigentlich gerne haben wollte. Statt Leder habe ich Textilsitze. Statt Stahlschiebe- und Hubdach, habe ich einfach ein Stahldach ;). Statt eine Klimaautomatik werkelt eine 2-Zonen Klimaautomatik. Statt dunkle Farben Innen und Außen, ist Außen hell und Innen "Anthrazit" (was bei Tage "hellgrau" ist). Und die Liste geht noch weiter so. Z.B. hätte auch Wurzelholz reingemusst, aber nein, es wurde Aluminium. Automatik? Nein, Schaltgetriebe. Usw.

 

Nun, nach dem Kauf des jetztigen C30s, sind wieder andere Merkmale wichtiger geworden:

 

- Bi-Xenonlicht

- 2-stufige Sitzheizung

- Nebellichter unter der Frontmaske

- Gute Soundanlage (vom Werk aus)

- Gute Verbrauchswerte

- Airbags ohne Ende (vorher keine)

- usw. ;)

 

Wie schaut es bei Euch aus? Was MUSS bei euch rein und was KÖNNTE nicht schaden? Worauf habt Ihr verzichten müssen?


Auszeichnung

Mein Blog hat am 05.08.2009 die Auszeichnung "Blogempfehlung" erhalten.

Wer hat's verbockt?

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Spritsparender Raser

Volvo

1986 den Fertigungstunnel in Großbritannien verlassen und bereits nach wenigen Wochen mit den ersten Kinderkrankheiten in die Werkstatt berufen, wurde ich 1997 in die Bundesrepublik überführt und bin seitdem im Landkreis Verden angemeldet :D Mit hellem Leder, schon gräulichen Scheinwerfern und ein höher gelegtes Fahrwerk siehe ich nicht gerade aus wie "made in England". Mein Hobby hat 5 Räder (alle 5 sind während des Fahrens in Gebrauch), 4 Töpfe, 3 Pedale, etwas Alu, viel Glas und trägt den skandinavisch angehauchten Namen: Sörtie.

Sörtie (Volvo C30)

Meine aktuellen Autos

Volvo C30 'Sörtie'

Meine Alltagsdame. Täglich und europaweit im Einsatz. Gekauft um Geld zu sparen (was es auch macht :D) und bereits sehr viel erlebt. Sparsam, sicher und einmalig in der Optik.

 

Volvo 740 'Erik'

Mein Projektwagen. Der Wagen steht vor einer vollständigen Restaurierung samt Anpassung an meinem Geschmack (Innenraumfarbe). Alles wird im Rahmen des Möglichen und H-Kennzeichen Gerechten erledigt :) Ein Liebhaberstück soll daraus werden.

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Alles Gute zum Geburtstag Sörtie!