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C30 - Wieso kauft man sowas?

Mein C30, 740 und die britische Motorkultur...

21.02.2010 20:58    |    der_deppen_daemel    |    Kommentare (32)

Hallo Ihr Leser!

 

Im Blog Titel bzw. in einer "Erörterung" dazu :D steht: C30 - Wieso kauft man sowas? Mein C30 und die britische Motorkultur...

 

Tja, Motorkultur beinhaltet alles, was einen Motor hat. Und motortechnisch ist Großbritannien voll, mit eigensinnigen und besonderen Konstruktionen übersäht (Rover V8, Motor+Getriebe in einem Block, usw.). Es mag jetzt eigenartig klingen, aber es geht heute um keinen Wagen. Auch keine Marke. Kein Lkw, kein Transporter,... Es geht um... Eine Lokomotive! Wobei, eigentlich viel mehr um den Motor der Lokomotive.

 

Dieses Forum heißt "Motor-Talk" und wenn Trecker und LKW hier ihre Fans finden, hoffe ich, dass hier Fans dieser Konstruktion da sind:

 

Der "Class 55" oder auch nur "Deltic" genannt.

 

Nun, was hat es auf sich, dass ich mich dazu bewege, ein Blogartikel über eine Lokomotive zu eröffnen? Was hat das mit Motor-Talk zu tun? Wenn Trecker und Boote hier auftauchen können, kann ja eine Lok nicht weit sein :D

 

Zuerst einmal, ist die Class 55 eine Diesellokomotive. 2 dieselbetriebene Motoren treiben 1955 die einstmals stärkste Diesellokomotive der Welt (mehr als 3.300 ps!!) an und machten diese Maschine zum "Inbegriff" der englischen Motorenbaukunst. Mehr als 160 km/h im Regeldienst waren eine Hausnummer, welches selten woanders erreicht wurde. Die Konkurrenten aus Deutschland, Skandinavien und der USA liefen mindestens 20 km/h langsamer. Die 55 war sparsamer, leiser, günstiger, wartungsärmer und durch weniger Personal zu fahren, wie die damaligen Dampfrösser, die es zu ersetzen galt (für Kenner: die zu ersetzenden Loks waren Gresley Pacifics).

 

Die Form der Lok ist typisch für die damalige Zeit. Die "Nasenloks" oder "Haubenloks" waren auf dem Vormarsch. Die amerikanische F7, die schwedische "NoHAB AA16" und die deutsche V200 waren zur selben Zeit unterwegs und zeigten, wie moderne Maschinen auszusehen hatten. Dem konnten die Ingeneure in Großbritannien nicht nachstehen, weshalb das Design typisch für die damalige Zeit ist und bleibt. Somit gibt es Außen keine Besonderheiten (vielleicht der Anstrich des Prototyps aber sonst nicht viel).

 

Das, was besonders ist, steckt unterm Blech. Wie es bei den Autos auch der Fall ist, haben sich nur wenige Verbrennungsmotorkonzepte durchgesetzt. So findet man im Auto überwiegend den "Hubkolbenmotor" mit "Otto-Prinzip" oder "Diesel-Prinzip" und selten einen Wankelmotor. Bei den Eisenbahnen der Welt ist es ähnlich. Ca. 50% aller Diesellokomotiven haben den Diesel-Prinzip. Sprich, 4 Takte. Weitere 49,9% haben einen 2-Takt-Diesel (vornehmlich in den USA sowie in den Ländern, wo die Lokomotiven hin exportiert wurden, wie Afrika, Australien, Südamerika, Teile Europas). Die restlichen 0,1% bilden einige wenige Baureihen auf englischen Gleisen.

 

Der Motor ist ein Gegenkolbenmotor - und was für eins! 3 Zylinderbänke mit jeweils 2 Kolben pro Zylinder. 3 Kurbelwellen (wovon 2 in der selben Richtung rotieren und einer in der Gegenrichtung). Turboaufladung und Unmengen an Kraft und Leistung...! Insgeamt sind pro Motor 18(!) Zylinder und somit 36 Kolben in Bewegung und erzeugen 1.650 ps (1.230 KW). Die Motoren wurden vom renomierten Hersteller "Napier & Son" gebaut, nachdem sie von English Electric geschluckt wurden sind. Die Bezeichnung "Deltic" stammt von der Form des Motors. Es ist (mit viel Fanatsie) der griechischen Buchstabe "Delta" nachempfunden.

 

Wie kommt jedoch so ein Motor in eine Lokomotive? Nun, dazu muss man etwas in die Geschichte herumkramen ;) Es ist 1943 und der 2. Weltkrieg ist voll im Gange. Aus Deutschland tauchen immer mehr und mehr Schnellboote auf. Boote, die jeweils 3 20-Zyinder Dieselmotoren von Mercedes Benz haben. In Großbritannien hatte man keine gleichstarken Dieselmotoren sondern nur Ottomotoren, die aufgrund des Treibstoffs, sehr gefährlich waren (hoch entzündlicher Treibstoff ist in Kriegsjahren nicht sonderlich von Vorteil). Gleichwertige Dieselmotoren aus englischer Produktion wären möglich, allerdings wären diese größer, schwerer und nicht so haltbar.

 

Es war also Zeit etwas Eigenes zu bauen. Allerdings begannen die Entwicklungsarbeiten erst 1947. 1950 lief dann der erste funktionierende Motor als Prototyp. Bis 1952 entstanden 6 weitere Motoren, eine ausreichende Zahl um sie in erbeuteten Schnellbooten der deutschen Marine zu verbauen und zu testen. 2 der jeweils 3 Mercedes Motoren wurden ersetzt und zeitgleich sah man, wie gut die Entwicklung war. Zwar verwendete man nur 9 Zylinder (18 Kolben) Versionen, diese waren aber halb so groß die die gleichstarken Mercedes Aggregate. Das Gewicht betrug sogar nur ein Fünftel dessen, der gleichstarken Kontrahenten.

 

Nach einigen erfolgreichen Jahren in der Royal Navy, sah man weitere Verwendungsmöglichkeiten für diesen Motor. Richtig, bei der Bahn. Da English Electric der größte Produzent von Lokomotiven in GB war, sah man die einmalige Gelegenheit die Prachtmotoren weiter auszubauen und entwickelte dann den sogenannten "British Railways DP1". DP1 = Diesel Prototype 1. Eine Schönheit welches 1955 der Öffentlichkeit präsentiert wurde. 6 erhabende und große Buchstaben an der Seite der Maschine verhalfen diese Lokomotive zu einem Bekanntheitsgrad, welches man für solche "Giganten der Gleise" nur schwer erreichen kann. Im Volksmund hieß die Lokomotive von da an nur noch "Deltic".

 

Die Motoren, wie schon erwähnt mit 18 Zylindern, 36 Kolben, und 3 Kurbelwellen, wurden in der Leistung reduziert, um bessere Wartungsintervalle zu erreichen sowie um die Haltbarkeit zu erhöhen. Es wurde eine mechanische Aufladung (via Zentrifugal Kompressor) verbaut. So leisteten die Motoren statt (in 18 Zylinderform) 3.300 ps nur noch 1.650 ps, wurden jedoch als Paar verbaut um die Leistung wieder auszugleichen. Gekoppelt an einen Generator und mit 6 Elektromotoren versehen, zog dieser Prototyp in die Welt hinaus um die Vorzüge britischer Technik zu zeigen.

 

Ab 1961 wurden die Lokomotiven nach zahlreichen Tests in Serie bestellt (insgesamt 22) und sollten fortan die East-Coast-Line befahren. Als Baureihe 55 (Class 55) eingereiht blieben diese Loks Jahrzehnte in Betrieb, bis 1981 aufgrund von Problemen und den aufkommenden neuen Dieselzügen (HST) und Schnellzügen (IC125). Nach und nach wurden die Loks zu Diensten auf Nebenstrecken "degradiert" und nur noch so lange betrieben, bis sie entweder auf der Strecke liegen blieben oder die Wartungsintervalle verstrichen waren. Leider ein trauriges Ende einer legendären Lokomotive, denn "British Railways" waren nicht bereit, eine Großdiesellok in einer "Kleinserie" von 22 Stück lange am Leben zu erhalten, da Wartung und Teile teuer wurden und es oft vorkam, dass eine Maschine, wenn falsch bedient und gestartet, explodieren konnte. 5 der ehemals 22 Einheiten wurden vor dem Schrott gerettet und werden heute in Clubs und in Museen gepflegt.

 

 

Natürlich gab es andere Serien mit diesem Motor (einige, die auch noch heute unterwegs sind -> Class 37 ist da ein Beispiel) aber sie haben eben nicht den legendären Ruf und das imposante Erscheinungsbild, wie die Class 55...

 

Ich hoffe Euch stört es nicht, zumindest eine ganz besondere Maschine - wenn auch nicht auf 4 Rädern - kennen zu lernen :)


21.02.2010 21:17    |    andyrx

das ist dann wohl das krasse Gegenteil von dem Mazda Bus Klick

 

 

mit dem hochdrehenden Nähmaschinchen:D:D

 

 

das ist dann hier die heavy metal Abteilung:cool:

 

mfg Andy


21.02.2010 21:19    |    der_deppen_daemel

Naja, wenn man den auf z.B. nen 6 Zylinder/12 Kolber runterbauen könnte, und aus Alu fertigen könnte, wäre es im LKW ja durchaus vorstellbar... Hübe (sind ja 2 :D) etwas reduzieren... Das könnte durchaus passen! Aber die Welt hängt ja leider bei Otto oder Diesel Prinzip fest :(


21.02.2010 21:58    |    Erwachsener

Ja, der Napier Deltic. Das ist ein schönes Stück Ingenieurskunst, fürwahr!


21.02.2010 22:02    |    aufallenvieren

Toller Motor! Ich mag solche Großen Motoren. Erinnnert mich ein wenig an die Russischen Schnellbootmotoren mit 42 Zylindern in meinem Tractorpulling Blog!

Nur Das Prinzip mit den Gegenläufigen Kolben hab ich nicht so ganz verstanden. Wenn ein Kolben von oben und einer von unten kommt wo wird dann eingespritzt? Kann auf den Bild auch keine Einspritzdüse erkennen..?!


21.02.2010 22:04    |    -Chicago-

mich interessiert nur noch eins, wie viel verbraucht die "kiste" :D


21.02.2010 22:10    |    UHU1979

@aa4: Im Wikipedia-Artikel wird die Funktionsweise deutlich: http://de.wikipedia.org/wiki/Napier_Deltic


21.02.2010 22:24    |    der_deppen_daemel

@Uhu

 

Das ist richtig, da habe ich ein paar der Angaben her, aber sonst ist es sinniger den Artikel des Gegenkolbenmotors (http://de.wikipedia.org/gegenkolbenmotor) durchzulesen :) Da steht die GENAUE Funktionsweise zu :) Wenn auch nur in Bezug auf eine einfache Reihenmotorversion ;)

 

@ aufallenvieren

 

Es wird in den Zylinder mittig (auf dem Bild im Gegenkolbenmotorartikel bei Wiki ist eine Zündkerze zu sehen) eingespritzt...

 

-> http://i60.photobucket.com/albums/h14/chrispy808/op_cutaway_large.jpg

 

Wie bei allen Dieselmotoren :)


21.02.2010 22:50    |    netaba

Vielen Dank für diesen äußerst interessanten Artikel!!!


21.02.2010 23:30    |    H.L.

Die ersten Gegenkolbenmotoren (Diesel) sind von Junkers entwickelt worden und wurden in Flugzeuge (!) eingebaut. Die englische Variante spart sich etwas Mechanik dadurch, dass die Kurbelwellen mehrfach für verschiedene Zylinderreihen verwendet werden.

Der Gewinn beim Gegenkolbenmotor ist der bessere Wirkungsgrad. Der ideale Brennraum wäre kugelförmig und der ideale Kolben würde ebenfalls kugelförmig um den Brennraum herum expandieren. Damit hätte man die geringste Fläche für Wärmeverluste. Das geht leider mechanisch nicht, aber der Gegenkolbenmotor kommt diesem Ideal näher als der normale Verbrennungsmotor. Der Wankelmotor mit seinem zerklüfteten eckigen Brennraum ist wiederum wesentlich schlechter (Daher auch der hohe Verbrauch bzw. schlechte Wirkungsgrad).


22.02.2010 00:00    |    Arnimon

Die Fa. Napier&Sons baute auch einen hervorragnden Flugzeugmotor.


Bild

22.02.2010 00:27    |    der_deppen_daemel

@ H.L.

 

Richtig, die Entwicklung des Gegenkolbenmotors basiert auf einer Lizenz von Junker wegen dem Jumo (glaube 204 war das). Allerdings stellt die Motorform eine Errungenschaft da...


22.02.2010 00:28    |    der_deppen_daemel

@ Arni

 

Jawohll! Napiers ist eigentlich als "Großer Motorenbauer" der Insel bekannt gewesen...


22.02.2010 01:04    |    Trackback

Kommentiert auf: VW Caddy:

 

Motorumbau

 

[...] Könnte man nicht sowas in den Caddy einbauen? :D

 

www.motor-talk.de/.../...or-wenn-auch-nicht-pkw-geeignet-t2579931.html

 

Viktor

[...]

 

Artikel lesen ...


22.02.2010 08:09    |    Polo6NFDTCiV

Egal wie der 2 Takt Diesel gebaut ist, der Wirkungsgrad liegt bei allen über 62%, das schafft nicht mal manches Kraftwerk :)

Der Deltic besticht durch seine Bauweise, die geringsten Reibungverlust beinhaltet.


22.02.2010 09:19    |    Käfer1500

Die moderneren britischen Dieselloks genießen ja leider keinen so guten Ruf mehr, gerade die HST bleiben ja öfter mal mit Defekten liegen :(

Wobei dei aktuelle Class 66 auch durchaus bei privaten Traktionsdienstleistern in Deutschland beliebt ist, eine imposante Maschine mit gutem Sound!


22.02.2010 10:12    |    swallerius

Qualmt der die Bude voll! :eek::D

 

Im Ernst, sehr imposantes Zügelchen und Technik - gefällt mir. :)

Der Zug ist kein Vergleich zu dem, was heute im Königreich rumfährt, ich konnte es letztes Jahr ausgiebig testen. :o

 

Gruß

 

Simon


22.02.2010 10:36    |    andyrx

die 2 Takt Dieselmotoren waren früher auch in den LKW's der Marke Krupp verbaut.....der Klang war etwas ganz besonderes und als Kind konnte ich damals einen Krupp sofort raushören;)

 

Ich mochte den kernigen Klang;)

 

mfg Andy


22.02.2010 11:04    |    AR147

Wenn bei uns im Dorf immer der alte Lanz Bulldog rumfährt (1 Zylinder mit 10 Liter Hubraum), meint man manchmal der hätte nur 1 Takt: BUMM. :D

 

Kleiner Scherz, gibt natürlich noch den zweiten Takt: PAUSE.


22.02.2010 18:25    |    H.L.

@Polo6NFTDCiV: "Egal wie der 2 Takt Diesel gebaut ist, der Wirkungsgrad liegt bei allen über 62%, das schafft nicht mal manches Kraftwerk :) Der Deltic besticht durch seine Bauweise, die geringsten Reibungverlust beinhaltet."

 

Wo hast den die Zahl her? Der Wirkungsgrad von einem Diesel ist von der Thermodynamik her begrenzt. Es soll Schiffsdiesel geben, die auf 55% kommen, aber mehr geht nicht. Selbst das modernste Gasturbinenkraftwerk schafft nicht mehr.


22.02.2010 19:11    |    der_deppen_daemel

@ Käfer1500

 

Die Class 66 is ist ein Amerikaner! Also, ein US-Import und von EMD (EMD JT42CWR). Der macht sich einen guten Namen. An sich eine brauchbare Maschine, wenn auch schmal (da Lichtraumprofil in GB doch etwas schmaler ist als in Deutschland) und fummelig zu steuern.

 

An sich gibt es keine Dieselloks aus englischer Produktion mehr. Alles Triebzüge von Alstorm, Bombardier, Siemens, usw. - darunter kein Brite mehr... Der HST war in den 70ern und 80ern der schnellste Dieseltriebzug im Plandienst (ca. 120-125 mph schnell) und ist heute bereits fast 30 Jahre alt. Da dürfen ein paar "Schwächen" auftauchen. Ist eben wie die deutsche Baureihe 215/216/217/218 (V160). Ist halt nicht mehr taufrisch... :D

 

Die alten Diesel leben aber noch und werden lange noch leben - zumal die Wartung einfach ist. Wie die Class 31. Zwischen 1957 und 1962 beschafft, fahren diese Monster auch heute noch herum :D Oder die "Thumper" Dieseltriebzüge. Krach und Lärm ohne Ende aber nicht tot zu bekommen :D

 

@ Andy

 

Nicht nur Krupp verbaute die schönen 2-takt-Diesel (meine Lieblingsdiesel). Fast alle US-Laster haben 2 Takter von Detroit Diesel oder nen Cummins 4-Takter... Foden in GB baute auch tolle Diesel... :D

 

-> http://www.youtube.com/watch?v=51u4JtPCg70

-> http://www.youtube.com/watch?v=yAHFD_8eD70

 

Und die ganzen Greyhound Busse in den USA - alles 2 Takter :D

 

@ All

 

2-Takt-Diesel sind eben von der Gewicht-Leistung Seite damals wie auch heute die effizientesten Hubkolbenmotoren. Selbst 2-Takt-Benziner sind da doch recht stark für die Hubräume (z.B. Saab 96 mit dem 3 Zylinder DKW 2-Takter - 38 ps aus knapp 840 ccm und das in den 50ern als der Käfer fast 50% mehr Hubraum hatte aber deutlich weniger Leistung... :D


22.02.2010 19:42    |    Polo6NFDTCiV

Hi H.L.,

der Krupp 2 Takt Diesel mit Turbo hatte einen Wirkungsgrad von 65 - 68%. Er lief übrigens auch mit Ethanol und auch mit Holzgas.

Ältere Schiffsdiesel, die Zeitgleich auch Blockheizkraftwerke und Stromerzeuger für das Bordnetz waren und zum Teil noch sind, kamen auf über 80% Wirkungsgrad.


22.02.2010 20:45    |    der_deppen_daemel

Ach, habt ihr schon mal erlebt wie "interessant" ein englischer Großdiesel bei einem Kaltstart klingt?

 

Vergleich England <-> Deutschland :D

 

-> England

 

http://www.youtube.com/watch?v=CG91fYHcm-k (V16 Turbodiesel mit 4 Turboladern -> Class 40)

http://www.youtube.com/watch?v=pv_cGG56QA4 (Deltic Motor -> Class 37)

http://www.youtube.com/watch?v=XpUv9LlXtVY (Deltic Motor -> Class 37)

 

-> Deutschland

 

http://www.youtube.com/watch?v=aCSwQcCTCxA (m.E. V12 Turbodiesel -> DB BR 218/V160)

http://www.youtube.com/watch?v=Hh_ebpQWYK4 (wie oben)

 

Die Briten klingen WIEDER wie beim Anlassen der Autos jeden kalten Morgen:

 

Ockel ockel ockel ockel ockel :D


23.02.2010 06:55    |    H.L.

Polo6NFDTCiV: "Hi H.L.,

 

der Krupp 2 Takt Diesel mit Turbo hatte einen Wirkungsgrad von 65 - 68%. Er lief übrigens auch mit Ethanol und auch mit Holzgas.

 

Ältere Schiffsdiesel, die Zeitgleich auch Blockheizkraftwerke und Stromerzeuger für das Bordnetz waren und zum Teil noch sind, kamen auf über 80% Wirkungsgrad."

 

Nein, kann nicht stimmen. Quellen?


01.03.2010 21:05    |    DeinOpa

Zitat:

Wenn bei uns im Dorf immer der alte Lanz Bulldog rumfährt (1 Zylinder mit 10 Liter Hubraum), meint man manchmal der hätte nur 1 Takt: BUMM. :D

 

 

 

Kleiner Scherz, gibt natürlich noch den zweiten Takt: PAUSE.

Herzlichts Gelacht :D

 

Bumm :D

 

 

Zur Lock

Also diese Motorprinzip ist einfach der Hammer:cool:

Wenns jetzt noch innen SMart Passt dann is geil :D:p


01.03.2010 22:09    |    Polo6NFDTCiV

Quelle, H.L. bietet zB die Emma Maersk, bei der wie in den 70ern, zudem die Abgaswärme zur Stromerzeugung und Heisswassergewinnung genutzt wird, um mit der Energieausbeute von modernen Brennwert Gasheizungen nahezu gleichzuziehen, fast vergleichbar mit dem "Vetter"kessel ist, der seltsamer Weise in D keine Zulassung hat, sich im Ausland bestens verkauft.

Andere Quellen finden sich in Bibliotheken, einfach mal in der Suchliste, Rekordleistungen in der Motorentwicklung eingeben oder beste Wikungsgrade verschiedener Motorbauarten im Vergleich.

Nicht wundern, wenn man auch auf den Schienenzeppelin in der Liste stösst.

 

Oder die "Bosch Taschenbuch" Jahrgangsliste öffnen.

Auch in dem TB jeden Jahres ist zu Spitzenleistungen von Motoren bezüglich Verbrauch und Energieausbeute vieles zu finden...

Leider sind meine Ausgaben noch keine 70 Jahre alt, sodass auch auszugeweise Vervielfältigung verboten ist...


03.03.2010 07:02    |    H.L.

Polo6NFDTCiV: "Quelle, H.L. bietet zB die Emma Maersk, bei der wie in den 70ern, zudem die Abgaswärme zur Stromerzeugung und Heisswassergewinnung genutzt wird, um mit der Energieausbeute von modernen Brennwert Gasheizungen nahezu gleichzuziehen, fast vergleichbar mit dem "Vetter"kessel ist, der seltsamer Weise in D keine Zulassung hat, sich im Ausland bestens verkauft.

 

Andere Quellen finden sich in Bibliotheken, einfach mal in der Suchliste, Reko...."

 

Als Wirkungsgrad wird das bezeichnet was mechanisch an der Welle anliegt und in eine andere Energieform wie Elektrizität umgewandelt werden kann. Es steht außer Frage, dass ein Motor auch nebenher warmes Wasser und warme Luft erzeugt, aber das kann man im Auto, auf der Lok oder im Schiff nicht sehr vielseitig verwenden.

Natürlich sind Innovationen in Deutschland nicht erlaubt ... aber die Diskussion führt aber zu nix, weil irgendwann kommen von dir dann die üblichen Argumente und Theorien, dass die Automobilindustrie mit der Mineralölindustrie gemeinsame Sache macht und Innovation in der Schublade verschwinden lässt usw....


14.03.2010 23:17    |    Trackback

Kommentiert auf: C30 - Wieso kauft man sowas?:

 

Ode an Helge - meinen ersten gefahrenen eigenen Volvo

 

[...] nur den Auspuff nicht 100%ig dicht gehabt weshalb die Abgase am Flammrohr vorbei konnten und diesen 2-Takt-Diesel Sound erzeugten. Ich fand den Sound genial und wollte den beibehalten, aber da der Motor damit zu Fett laufen [...]

 

Artikel lesen ...


20.03.2010 19:34    |    Trackback

Kommentiert auf: Scion's Blog:

 

Der 16 Zylinder - Krone der motorentechnischen Evolution?

 

[...]

 

Wobei, wenn man die Krone der Motortechnik sehen will, dann empfehle ich mal ein Blick hier rein: DELTIC MOTOR

 

36 Kolben, 18 Zylinder und 3 Kurbelwellen ;) DAS ist eine Krone des Motorbaus! :)

[...]

 

Artikel lesen ...


20.03.2010 23:11    |    wschraub

Hört doch alle auf mit Zweitakt Diesel . Ich habe diese 50Jahre beobachtet. In den 50-60 Jahren haben fast alle Dieselmotorhersteller sich daran versucht es ist keinem gelungen etwas vernünfiges zu bauen. Der einzige der In etwa gut war ,war der GM aber der hatte Auslassventile und Einlassschltze. Hat schon mal einer den Napiermotor in Natura gesehen? Ich habe mal in einer Werkstatt der Rheinarmee in Wetter (REME) aufgehalten und Dort auch mal mit den Werkstattleuten gesprochen (bin KFZmeister LKW) Dort wurde mir gesagt Laufzeit bis zur Überholung 200Stunden .

Wenn die liefen standen sie immmer in einer Motorölwolke. Mein Vater hatte einen Ford mit 6Zylinder Zweitakt Diesel LKW der Brauchte alle 30.000 KM neue Kolbern und Zylinder weil er dann 5L Öl auf 100KM Soff . Ich habe bei Hanomag Baumaschienen Repariert . Dort fuhren Regelmäsig 2 Schrauber raus die wechselten nur Kolben und Zylinder an den Zweitaktern Laufzeiten 1000-1500Stunden.

Dann lief denen wieder das Öl aus dem Auspuff . Damals spielt die Umwelt noch keine Rolle da wurde soein Motor erst Repariert wenn der Ölverbrauch so hoch war das Gefahr für den Motor bestand , also Von Pause zu Pause mehr als Von Maximum bis Minmum Ölstand verbraucht wurde.


21.03.2010 00:23    |    der_deppen_daemel

Da hat jemand keine Ahnung ;) :D

 

ALLE 2-Takt Diesel haben Einlassschlitze sowie Auslassventile. Anders geht es nicht!

 

Die Laufzeit zur Überholung trifft nicht auf die Deltic Maschinen zu. Sonst wären die ja alle 10 Tage zur Wartung. Das wäre zu teuer...

 

Wenn die Maschinen nichts getaugt hätten, dann frage ich mich, warum selbst heute noch bei der Firma Detroit Diesel noch heute 2-Takt-Dieselmotoren herstellt ;)

 

-> Leistung/Liter ist sehr gut

-> Verbrauch ist sehr gut

-> Wartung ist einfach

 

Dazu warum da auch fast alle Schiffe 2-Takt-Diesel haben!?

 

Wie gesagt, es klingt so als ob du nicht wirklich weißt wie ein 2-Takt-Diesel läuft, ebenso wenig wie haltbar ein Napier Deltic ist... ;) Sorry wenn das zu ehrlich war...


20.09.2010 12:55    |    Trackback

Kommentiert auf: andyrx:

 

Motoren die Geschichte schrieben....die Meilensteine

 

[...] Und wie ich finde, auch ein Motor welches Geschichte schrieb, auch wenn es etwas Groß ist für PKW: der Deltic :D 18 Zylinder, 36 Kolben, 3 Kurbelwellen, keine Ventile :D

[...]

 

Artikel lesen ...


26.09.2011 17:51    |    Trackback

Kommentiert auf: Verkannte Motorenkonzepte:

 

Motorerfindungen - Der Stelzer-Motor

 

[...] sogegannter Gegenkolbenmotor welches bereits in Großserieverwendung fand. Man siehe dazu diesen Blogartikel:

 

http://www.motor-talk.de/.../...-auch-nicht-pkw-geeignet-t2579931.html

 

Der Gegenkolbenmotor (erfunden von Junkers!) ist ein 2 Takter mit viel Leistung allerdings mit einigen [...]

 

Artikel lesen ...


Deine Antwort auf "Ein ganz besonderer Motor - wenn auch nicht PKW geeignet"

Auszeichnung

Mein Blog hat am 05.08.2009 die Auszeichnung "Blogempfehlung" erhalten.

Wer hat's verbockt?

der_deppen_daemel der_deppen_daemel

Spritsparender Raser

Volvo

1986 den Fertigungstunnel in Großbritannien verlassen und bereits nach wenigen Wochen mit den ersten Kinderkrankheiten in die Werkstatt berufen, wurde ich 1997 in die Bundesrepublik überführt und bin seitdem im Landkreis Verden angemeldet :D Mit hellem Leder, schon gräulichen Scheinwerfern und ein höher gelegtes Fahrwerk siehe ich nicht gerade aus wie "made in England". Mein Hobby hat 5 Räder (alle 5 sind während des Fahrens in Gebrauch), 4 Töpfe, 3 Pedale, etwas Alu, viel Glas und trägt den skandinavisch angehauchten Namen: Sörtie.

Sörtie (Volvo C30)

Meine aktuellen Autos

Volvo C30 'Sörtie'

Meine Alltagsdame. Täglich und europaweit im Einsatz. Gekauft um Geld zu sparen (was es auch macht :D) und bereits sehr viel erlebt. Sparsam, sicher und einmalig in der Optik.

 

Volvo 740 'Erik'

Mein Projektwagen. Der Wagen steht vor einer vollständigen Restaurierung samt Anpassung an meinem Geschmack (Innenraumfarbe). Alles wird im Rahmen des Möglichen und H-Kennzeichen Gerechten erledigt :) Ein Liebhaberstück soll daraus werden.

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