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C30 - Wieso kauft man sowas?

Mein C30, 740 und die britische Motorkultur...

07.03.2009 14:28    |    der_deppen_daemel    |    Kommentare (17)    |   Stichworte: Entspannung, Langsam, Richtgeschwindigkeit, Sparsam, Stau

Hallo Ihr Leser!

 

Ich will mal in diesem Beitrag etwas von meinen "normalen" Beiträgen abweichen...

 

Vor wenigen Tagen war ich auf einem Seminar in Nordhorn (NOH) und musste dafür knappe 200 km reine Autobahn abspulen. Genauer war es die Strecke A27 bis Bremer Kreuz, A1 bis Kreuz Lotte (Osnabrück) und dann A30 bis Bad Bentheim/Nordhorn. Normalerweise fahre ich mindestens 130 km/h (auch mit 120 km/h Begrenzung, wie auf der A1) aber am Mittwoch war ich der Meinung, dass es bestimmt auch bequemer geht.

 

So habe ich mir überlegt, wie man am sparsamsten Fahren könnte... Ohne von LKWs überholt zu werden und ohne ewig lange Überholmanöver hervorzurufen. Und dann hatte ich die Geschwindigkeit, an die ich mich halten wollte:

 

Richtgeschwindigkeit: 100 km/hRichtgeschwindigkeit: 100 km/h

 

Und ich muss schon sagen, sich die ersten Kilometer an der Geschwindigkeit zu halten, war so ziemlich schwer. Tempomat auf 100 km/h eingestellt und dann gefahren. Immer wieder wollte ich mit dem rechten Fuß den Krachmacher Pedal durchtreten, konnte mich aber sehr gut davon abhalten.

 

Um zu überholen, musste man oft im Vorraus schon ausscheren aber das war es immer wert. :) Nun, die A27 war richtig schön angenehm leer. So musste ich gar nicht überholen. Die A1 ist zum Glück um Bremen herum 3-spurig, also musste ich da keine Angst haben, von hinten "gerammt" zu werden. Erst als es da 2-spurig wurde - aber zum Glück zwischen 6 und 20 Uhr mit 120 km/h begrenzt - hatte man ein wenig "Schiss" davor, sich in die linke Spur zu begeben. Auf der A30 wieder aufgehobene Geschwindigkeitsbegrenzungen und somit viele Holländer, die mit ihrem Kleinwagen auf LPG natürlich Vollgas geben mussten. Aber auch hier absolut kein Problem.

 

Interessanter weise haben sich einige Fahrer dem "Versuch" angeschlossen. Das hat man sehr gut zwischen durch gemerkt und irgendwann wurde ich nur ab und zu von einem schnelleren Fahrer überholt. Die meisten Fahrer haben sich meiner Geschwindigkeit angepasst und quasi als "Anhänger" wie im Convoy mir angeschlossen... Und das trotz freier Autobahn. Vielleicht liegt es am Auto? :D

 

So sollte der Verkehr fliessenSo sollte der Verkehr fliessenIch glaube somit wirklich die Entdeckung der Langsamkeit gemacht zu haben :D Und ganz ehrlich: ich bin noch nie entspannter irgendwo angekommen. Auf der Heimfahrt (mit "kleinem" Umweg) habe ich auch statt nur 200 mehr als 400 km mit Tempo 100 zurück gelegt (A30, A33, A2, A352, A7, A27 & A1) und bin auch wieder entspannt ausgestiegen. Und wirklich viel schneller waren die, die überholt haben, auch nicht... Oft eingeholt bei den Autobahnausfahrten oder wenn ein kleiner Stau auftrat...

 

Positive Nebenwirkung der ganzen Aktion: durch die ausgeglichene und konstante Fahrweise konnte ich mein Verbrauch von Durchschnittlich 7.1l auf 6.1l auf 100 km senken. 6.1l mit eingeschalteten Extras wie Licht, Sitzheizung, Klima, usw. :D

 

Um auf die Ausgangsfrage zurück zu kommen:

 

Wie kommt ihr entspannt an? :)

 

Fahrt ihr lieber schön "gemütlich" mit nur 100 km/h euren Ziel entgegen oder tretet ihr den Krach-Pedal bis zum Blech durch? :) Jeder macht es ja anders :)


07.03.2009 14:47    |    stef9580

Am entspanntesten kommt man im Taxi an:D.

 

Wenn ich selbst fahre, stell ich meist den Tempomat auf 150(bei 2Spurigen) bzw. 170(3-4Spurig)ein. Und wenn von hinten einer kommt und drängelt, stell ich den Tempomaten auf 100km/h runter:D.


07.03.2009 15:00    |    firebutcher

in der tat habe ich auch schon 3 selbstversuche gestartet die deinem sehr ähnlich sind.

35km landstrasse, 80km autobahn und 8 km zur arbeit! alle strecken mir sehr gut bekannt. alle drei mit voll stoff gefahren und dann alle drei langsam bzw. wie man sie halt fahren darf. ergebnis: zeitgewinn??? keine rolle! körperliche verfassung??? voll stoff und danach hättest mich in die tonne treten können, langsam gefahren sah es schon viel beser aus(puls fast auf ruhepuls unten und keinen roten kopf! ich bin kein fan vom langsam fahren aber es bringt einfach nix zu rasen bzw. schneller zu fahren als erlaubt. besser gesagt schneller zu fahren als man könnte. natürlich gibt es ausnahmen..................


07.03.2009 15:04    |    der_deppen_daemel

Es ist tatsächlich so... Die einzige Zeit, wo man mit "Schnelligkeit" besser dran ist, ist wenn man z.B. nur Autobahn fährt. Denn 800 km (ich setze jetzt einfach freie Strecke, Dieselfahrzeug und keine Begrenzungen vorraus) bei Tempo 200 sind in 4h abgespult, während bei 100 km/h weitere 4h hinzugefügt werden müssen. Und 4 Stunden können bei sowas über "erreichen der Fähre", "ankommen vor Hotelschließung" oder noch einfacher: "ankommen vor Pinkelzwang" bedeuten ;)

 

Aber im Alltag, wo man seine täglichen Fahrten zu machen hat, bringt das Schnellfahren so viel wie ein eine kleine Coladose zur Durstlöschung von 100.000de Menschen ;)


07.03.2009 15:53    |    _RGTech

Bei mir ists auf der AB eine Entscheidung, die stark von der persönlichen Tagesverfassung, vom Wetter und vom Wagen abhängt. Ich hatte schon mehrere 400km-Strecken mit verschiedenen Fahrzeugen zu bewältigen.

 

Wenn das Auto die entspannte Fahrweise unterstützt (kein zu leichtgängiges Gaspedal, bequeme Sitze und Armablagen, Geräuschentwicklung), und man nicht unter Zeitdruck steht, macht es durchaus Spaß, sich mit 90-100 hinter die LKWs zu klemmen (Ausscheren nur wenns bergauf geht). Das hatte ich dann auch mit C180 (6,3 Liter/100 km) und C240 (7,4 Liter) schon erfolgreich probiert.

Ist das Wetter sehr unfreundlich, ist das noch eine zusätzliche Motivation.

 

Mit unserem Firmenfocus gelang es mir aber nicht, entspannt zu fahren. Den hatte ich fast stets am Limit geprügelt, Verbrauch war mir ja auch egal (ich wollte nur nicht unterwegs nachtanken). Auch mit meinen Benzen hab ich das schon mehrfach probiert, meist dann Montags (Abfahrt 7:00, erwartete Ankunft 12:00), das war auch OK - da waren diverse Baustellen oder kurzfristige Limits aber auch immer ganz entspannend. Die Zeitersparnis ließ sich sehen, die vom Verbrauch eher weniger :D

 

Wie gesagt: Abhängig von den Umständen. ;)


07.03.2009 17:43    |    HyundaiGetz

Ich fahre meistens zwischen 90 - 110 km/h, was natürlich auch an meinem Auto liegt. Mit einem C1 macht > 130 km/h einfach keinen Spaß. Ingesamt freue ich mich dann über einen Verbrauch von unter 4,5 Liter Super á 100 km.

 

Mit "Fremdfahrzeugen" fliege ich aber manchmal auch ganz gerne über die Bahn :D


07.03.2009 17:50    |    wamic

Letzten Sommer habe ich auch den Versuch gemacht, in Österreich. Ich bin von Neusiedl am See mit 110km/h statt 130km/h (wo erlaubt) nach bis Salzburg gefahren (dort getankt und dann ab nach D :D).

 

Die Strecke im Detail:

-A4 Neusiedl am See - Kreuz Wien-Schwechat (~110km/h)

-S1 Kreuz Schwechat - Knoten Vösendorf (~100km/h)

-A21 Knoten Vösendorf - Knoten Steinhäusl (~100km/h, kurvig und bergig)

-A1 Knoten Steinhäusl - Salzburg-Walserberg (Grenze D/A) (~110km/h, meist dreispurig)

-348km geamt

 

Das Ergebnis:

-Verbrauch: 7.3L/100km

-Verfassung: absolut entspannt

-Verkehrssituation: Reger Pendlerverkehr Ost-West (Sonntagabend)

-Fazit: Die Fahrt war sehr entspannt, ich habe mich nach 600km (so viel habe ich bis dahin schon zurückgelegt) absolut nicht müde gefühlt. Auf der meist dreispurigen AB konnte man im dichten Pendlerverkehr meist mit 110km/h mitschwimmen und so sehr konstant fahren. Schneller wäre auch gegangen, aber mit ständigem Beschleunigen-Abbremsen zwischen 100km/h und 135km/h.

 

Gruss wamic - auch gerne schneller als 110km/h unterwegs... ;)


08.03.2009 15:03    |    Trackback

Kommentiert auf: Volvo C30, S40, V50 (ab 2004), C70 II:

 

Kilometer Spielchen - höchste Restreichweite

 

[...] einen errechneten Verbrauch ((L:KM)x100) von nur 6.1l - Geschwindigkeit lag bei Maximal 100 km/h - siehe hier

[...]

 

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19.03.2009 20:50    |    docfraggler

als ich noch jung war *huestel* :D musste ich auch immer als erster ankommen, mittlerweile ist diese phase allerdings ueberwunden, mit dazu beigetragen hat wohl auch eine laengere usa rundreise die ich vor einiger zeit mal gemacht habe. nunmehr fahre ich die meisten laengeren strecken entspannt mit 120 km/h und dem ergebnis das ich ausgeruht am ziel ankomme, jede menge sprit spare (5.8 Liter auf 100 km waren durchaus schon drin) und meine nerven schone.

 

frueher fuer mich voellig undenkbar, wuerde ich heute einem tempolimit auf der bab durchaus meinen segen erteilen...

 

 

langsame gruesse vom doc


20.03.2009 00:22    |    blacKnight284

Hallo :-)

 

Ich habe mir angewöhnt mit meinen Fahrzeugen um die 110 km/h zu fahren. Das macht wirklich entspanntes Fahren möglich. Das Vollmachen an der Tanke ist dann das i-Tüpfelchen. All denjenigen die des öfteren einen Bleifuß haben müssen, sei einfach gesagt: 10 Minuten früher los fahren macht in der Regel mehr Sinn :)


20.03.2009 00:38    |    Kettenrassler

Ich kann euch nur zustimmen, schnelle Autobahnfahrten sind alles andere als entspannend.

 

Eine konstante Reisegeschwindigkeit von 160-180km/h möchte ich aber dann doch ungern unterschreiten (sofern erlaubt und Verkehrsdichte i. O.).

Dazu kommt bei mir das Problem das ich keinen Tempomat habe und auch eher selten AB fahre. Somit kann ich mich dann leider doch nicht zügeln und die Nadel steigt schnell wieder auf über 200km/h, vorallem wenn ich mal eben jemanden überholen muss. Denke aber mit Tempomat wäre die Geschichte schon ein gutes Stück einfacher zu realisieren. ;)


20.03.2009 01:35    |    blacKnight284

Vermutlich hängt vieles vom Fahrzeug ab. Die hier teils angesprochenen "Reise"-Geschwindigkeiten entsprechen bei manchen Autos sicherlich Top-Speed. Mein Pug z.B. läuft auf der Geraden um die 170 kmh. Die relativ kleine 1.4er Maschine dreht dann um die 5000 U/min. Selbst wenn die Kraftstoffpreise völlig egal wären, mir tut bei solchen Drehzahlen einfach was weh... aber naja... solch ja auch Leute geben die ultrakleine Dreizylinder fahren...


20.03.2009 10:31    |    Kettenrassler

Richtig, hängt natürlich auch vom Auto ab. Mit der 1.0l Gurke die ich früher gefahren bin war laut Tacho bei 160km/h Schluss (145km/h eingetragen), da geht natürlich erst garnicht viel. Und Berg auf lief die Nadel rückwärts... :D

Aber wie gesagt, ich denke wenn ich mehr AB fahren würde und vielleicht noch dazu nen Tempomat hätte, wär ich wohl auch deutlich langsamer unterwegs.

Demnächst steht wieder eine längere Fahrt an und davor noch der Wechsel auf Sommerreifen und damit endlich wieder freie Geschwindigkeitswahl, da kannst es völlig knicken. ;)


20.03.2009 11:32    |    Lewellyn

Ich fahre häufig mal mit Anhänger auch längere Strecken. Tempomat auf 95 (echte nach Navi), spannendes Hörbuch in den Player und die zeit vergeht wie im Flug. Ohne Anhänger fahre ich normalerweise 120. Der Momentanverbrauchsanzeiger erzieht da ganz gut zu moderatem Tempo.


12.06.2009 21:01    |    Trackback

Kommentiert auf: HyundaiGetz:

 

HyundaiGetz fährt ehm... spart Opel Astra GTC.

 

[...] vorrausschauende Fahrweise (soweit möglich) sowie nicht zu schnelle Geschwindigkeiten (z.B. Tempo 100 -> Hier!) meinen Verbrauch auf ca. 1l unter Werksangabe gedrückt - bei einem 2.0l Benziner OHNE auf Komfort wie [...]

 

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27.01.2010 09:25    |    HHLieber

Auch ich zähle mittlerweile zu den entspannten Gleitern. Mein AHA-Erlebnis hatte ich in einem A4 1.8T auf dem Weg zwischen Frankfurt und München. Auf dem Hinweg Vollgas - Resultat: Der Tank war leer, Entspannt war was anderes und die Zeit lag bei X.

Der Rückweg wurde dann mit Geschwindigkeiten zwischen 130 und 160 km/h gefahren. Ich war entspannter, der Tank war noch zu einem Viertel gefüllt und die Zeit war ähnlich der auf dem Hinweg.

 

Mittlerweile im XC70 sieht eine lange Fahrt so aus:

Ziel im Navi eingeben (damit man die Stauwarnungen mitbekommt), ein Hörbuch einlegen und den Tempomat auf 120-130km/h einstellen. Klappt prima.

 

Tempo 100 müßte ich mal probieren, könnte auch klappen.


27.01.2010 19:42    |    der_deppen_daemel

Ich bin sogar vor Kurzem nur noch 90 gefahren. Quasi mit den LKW Fahrern mithalten. Man spart sich die Überholvorgänge und auch noch mehr Benzin... Da habe ich sogar auf meine Restreichweitenanzeige mehr als 1000 km gehabt (bei nur 55l Tankinhalt). Und entspannter geht gar nicht!


30.01.2011 18:04    |    mr_bike

Mit meinem Civic Hybrid fahre ich auch meist nur 100 km/h auf der Autobahn. So bleibt der Motor im Leanburn-Modus und verbraucht so 4.0 lt / 100 km im Schnitt. Dies ist auch sehr entspannend, da der Motor so 2500 U/Min dreht, was für einen 1.3 Liter Saugmotor doch ziemlich niedrig ist.


Deine Antwort auf "Die Entdeckung der Langsamkeit - oder besser: wie komme ich entspannt an?"

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1986 den Fertigungstunnel in Großbritannien verlassen und bereits nach wenigen Wochen mit den ersten Kinderkrankheiten in die Werkstatt berufen, wurde ich 1997 in die Bundesrepublik überführt und bin seitdem im Landkreis Verden angemeldet :D Mit hellem Leder, schon gräulichen Scheinwerfern und ein höher gelegtes Fahrwerk siehe ich nicht gerade aus wie "made in England". Mein Hobby hat 5 Räder (alle 5 sind während des Fahrens in Gebrauch), 4 Töpfe, 3 Pedale, etwas Alu, viel Glas und trägt den skandinavisch angehauchten Namen: Sörtie.

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