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C30 - Wieso kauft man sowas?

Mein C30, 740 und die britische Motorkultur...

23.01.2009 14:54    |    der_deppen_daemel    |    Kommentare (74)

Hallo Ihr Leser!

 

Nun, behandelt habe ich bereits mehrere Gebiete. 2 Konzerne und eine besondere Marke sind bereits "abgearbeitet" von einem Berg mit Eigenheiten und Besonderheiten. Die jetztige Überlegung war "nicht zu anstrengend und für viele interessant". Da kam mir der Einfall: Der Rover V8

 

So, also handelt dieser Eintrag vom Rover V8.

 

Was ist an diesem Motor besonders? Wie immer, beginne ich mit einer kleinen historischen Ausschweifung...

 

Buick 215Buick 215Diese, von mir geliebte, Maschine begann ihr Leben als Buick Motor. Als Buick 215 ging dieser Vollalumotor 1961 in die amerikanische Produktion ein. Jedoch war zur damaligen Zeit diese Maschine zu teuer in der Herstellung da die Verarbeitung von Alu damals nicht ganz so kostengünstig war, wie heute. Mit einem sehr geringen Gewicht aber leicht erreichbare Spitzenleistungen von z.B. 200 ps ohne Turbolader und 215 ps mit "Softturbo" entsprach der Motor nicht den Wünschen der amerikanischen Käufer. Z.B. war es nicht groß genug. Mit "nur" 3,5l Hubraum war es nicht einmal "nennenswert" groß. Zu Zeiten wo ein Riesenmotor den Nächsten jagte und selbst 6-Zylinder auf mehr als 4l Hubraum kamen, sagte Buick 1963 dem 215 (so der werksinterne Code bei Buick) ab. Dieses wurde zudem auch fällig, als man Probleme mit dem Kühlmittel entdeckte. Die Kühlkanäle verkalkten bzw. setzten sich zu und somit starben viele Motoren sehr schnell an einem Hitzetod.

 

Als in 1964 ein Mitarbeiter von Rover in die USA entsandt wurde um den Kauf eines US-V8s für den Einsatz in Roverfahrzeugen aufzuspüren, kam J. Bruce McWilliams (der Entsandte) - so die "Legende" zu Folge - in einem Sportbootwerft auf den Buick Motor, als er den Verkauf der bei Rover entwickelten Dieselmotoren sowie Gasturbinen vorrantreiben wollte.

 

Rover 3,5l V8Rover 3,5l V8Sofort wusste McWilliams, dass diese Maschine ideal wäre um sie in Rover und sonstige Marken der damaligen BMC/BLMC einzubauen. Diese Maschine war leichter als fast alle anderen 4 Zylindermotoren zu der Zeit, es hatte dazu noch mehr Leistung und mehr Drehmoment. Sofort begann McWilliams bei General Motors mit Verhandlungen um die Rechte und Fertigungsanlagen für diese Maschine erwerben zu können. 1965 gelang dieses Vorhaben. Die Pläne und Rechte wechselten den Besitzer und der ehemalige bzw. eines der ehemaligen Entwickler, Joe Turley, zog nach Großbritannien um als Ansprechperson zu dienen.

 

Zuerst galt es, den Motor den europäischen und besonders den englischen Anforderungen gerecht zu werden. Dazu musste das Problem mit dem Kühlmittel beseitigt werden. Zusätzlich mussten die Motoren haltbar sein und um in Deutschland verkauft zu werden auch die Autobahngeschwindigkeiten standhalten. Die Motoren wurden, durch größere Kühlkanäle, größerem Motorkühler und einigen kleinen Detaillösungen Vollgasfest (US-Fahrzeuge sind zwar Kraftvoll, aber - zu der Zeit - nicht Vollgasfest). Als diese Probleme nun der Geschichte angehörten, verbaute man diese einmalige US-Konstruktion, welches mit englischem Ingenieurkönnen, in den ersten Rover - dem P5.

 

Seine Premiere feierte der V8 im Rover P5, welches von 1967 bis 1973 gebaut wurde. Um die neue Motorisierung einfacher zu erkennen, wurde die P5 Serie umgetauft. Ab sofort hieß sie "P5B" - das B stand im Volksmund für Buick, gemeint war aber die Serie B -> überarbeitet. Die große Beliebtheit dieser Maschinen sowie das niedrige Gewicht ließ andere Hersteller neugierig werden. So erwarb auch Morgan für den bis 2003 (!) gebauten Plus 8 die 3,5l Motoren und war eines der größten Abnehmer. Natürlich folgten viele weitere Modelle, wo eben jenes 3,5l Hubraum-"Monster" eingebaut wurde:

 

Rover P5B - erster Rover mit V8Rover P5B - erster Rover mit V8TVR 350iTVR 350iMG RV8MG RV8(1968-1976) Rover P6

(1970-1989) Land Rover Range Rover

(1973-1976) MGB GT V8

(1975-1978) Land Rover 101 Forward Control Militär Fahrzeug

(1979-1981/2) Triumph TR8

(1978-1985) Land Rover Series III "Stage One"

(1976-1987) Rover SD1

(1976-1990) Argyll

(1980-1990) TVR 350i

(1989-2004) Land Rover Discovery

(1983-1994) Land Rover 90/110/Defender

(1986-1991) Sisu NA-140 BT all-terrain Transport Fahrzeug

 

Aber es gab nicht nur den 3,5l... Wie alle klugen Hersteller, wurden verschiedene Variationen angeboten...

 

Eine auf 3,9l aufgebohrte Version des 3,5l Motors wurde in den folgenden Fahrzeugen verwendet:

 

(1986-1993) TVR S Series

(1989-1995) Land Rover Range Rover (in dieser Version als 3,9l bezeichnet)

(1986-1991) Sisu NA-140 BT all-terrain transport vehicle

(1991-2009) Westfield SEight

(1992-1996) MG RV8

(1992-2001) TVR Chimaera

(1992-2000) TVR Griffith

(1994-1998) Land Rover Defender

(1995-2002) Land Rover Range Rover als "SE"

 

Ich könnte jetzt einfach alle Fahrzeuge aufzählen, aber das erspare ich euch lieber. Fakt ist, dieser Motorentwurf war eine erfolgreiche Weiterentwicklung, weshalb man auch 4,2l - 4,6l und als Krönung ein 5,0l anbot. Der 5,0l war fast eine reine TVR Entwicklung, dennoch war der Motor als Rover V8 noch in aller Munde.

 

Um es mit den Worten des Hamsters (Richard Mark Hammond, von Topgear) zu sagen: dieser Motor hat Großbritannien motorisiert!

 

Wie es sich für einen Engländer gehört, muss man mindestens einmal im Leben einen Rover V8 gefahren haben, noch besser: besessen. Als Engländer habe ich mich derer auch angenommen und durfte einen Rover SD1 3500 in seiner reinsten und besten Version probefahren. Der SD1 3500 Vitesse Twin Plenum - der stärkste V8 in den normalen Pkw von Rover. Knappe 200ps, 2 Drosselklappen, normale Einspritzung, kein Kat... Alleine der Sound entschädigt für den abnormen Spritverbrauch!

 

Eine kleine Soundprobe des V8s in einem Rover SD1 3500:

 

 

Ein Klang, wie es kein Zweites gibt. Ein V8, mit wenig Hubraum aber ein Blubbern, wie es im Buche steht. Diese einfache Konstruktion, mit Stößelstangen (wie ein US-V8 es "verdient") sowie zentraler Nockenwelle gilt in der Rover Version als unverwüstlich - so fern die Wartung gemacht wird. Ein regelmäßiger Kühlwasserwechsel ist wichtiger als ein Ölwechsel.

Aufgrund dieser Einfachheit findet es oft Verwendung in "Hot Rods" bzw. auch sehr bebliebt "Motor Transplants" in Großbritannien. So sind Ford Capri, Triumph Stags, Vauxhall usw. Umbauten zum V8 sehr beliebt und wird selbst heute noch praktiziert. Selbst nach dem Ende der Rover Ära wird dieser Motor noch hergestellt. Die "Mutter" ist tot, das "Kind" lebt weiter und lebt bei den "Zieheltern" ;)

 

Fast alle Bauteile sind noch zu bekommen - bis auf wenige Ausnahmen.

 

Mit anderen Worten: dieser Motor steht für Fortbewegung in Großbritannien. Im "Rolls Royce" (Rover P5/P6) leistete es sehr gute Dienste, im Range Rover feiert es immer noch weitere Lebensjahre und - so fern es weiterhin so gelingt die entsprechenden Abgasnormen zu erfüllen und die gewünschten Leistungsanfordungen gerecht zu werden, wird dieser Motor noch länger bei uns verweilen.

 

Übrigens, ich suche bald ein Rover P5B - natürlich mit V8. Wann genau... Naja, bald :D


28.01.2009 18:37    |    der_deppen_daemel

öhm... Die ALTE Serienversion hatte nicht 200ps... Sondern magere 130 bei Buick. Als einfacher Vergaser mit Turbo 215... ;)

 

Bei Rover hatte man dann 155ps (2 Vergaser) oder mehr als 200ps (Einspritzer) rausgekitzelt -> 20 Jahre später... ;)


28.01.2009 18:47    |    i need nos

was hat Resonazaufladung mit einem Turbolader zu tun?:confused: Unter Softturbos versteht man im Allgemeinen Motoren, die keine reduzierte Verdichtung haben, keinen hohen Ladedruck (maximal ca. 0,3 Bar) und kaum höhere Nennleistungen als eine vergleichbare Saugmaschine. Es wird lediglich der Drehmomentverlauf nach Möglichkeit plateauförmig ausgebildet, was dem Komfort deutlich zuträglich ist. Der Motor verhält sich dann wie eine niedertourige deutlich größere Saugmaschine.


28.01.2009 18:50    |    i need nos

"Als einfacher Vergaser mit Turbo 215... "

 

Bist Du Dir da ganz sicher? Vergaserturbos sind äußerst selten und im Text war die Rede von "Sauger 200 PS, Softturbo 215 PS). Ich denke, die bauen beide auf einem Einspritzer auf, oder?


28.01.2009 19:00    |    der_deppen_daemel

Hehe... Wirrwarr :D

 

ALSO:

 

1963, lange vor einer Einspritzung, hatte man aus der SAUGmaschine 200ps (312 NM) rausgeholt (2 Vergaser).

 

1962 wurde eine aufgeladene Version des V8s angeboten (Im Oldsmobile Cutlass von 1962 und 63) mit 215ps und 402 NM Drehmoment.

 

Das war alles VOR der Rover Zeit...

 

Der Motor wurde bei Rover dann auf "Langliebigkeit" getrimmt und hatte im P5B erstmals mit nur 150ps, welches im SD1 auf 155ps stieg. Danach ging die Leistung im Vitesse auf 190, 200 und mehr PS (Einspritzung).

 

Der Motor ist ja als Tuningmotor begehrt. Mein einfachen Umbauten hat der Motor viel Leistung...

 

Der Turbo war nur als "Drehmomentzusatz" gedacht -> sieht man am Drehmoment! 402 NM (mit Turbo) gegen 312 NM (ohne Turbo).


28.01.2009 19:19    |    i need nos

Interssant. Sitzt der Lader hier vor oder hinter dem Vergaser?


28.01.2009 19:29    |    DooMMasteR

meist ja vor, kombiniert mit einem druckvergaser

aber wenn man nur einen so geringen druck aufbaut...wer weiß

allerdings wuerde der motor dann "laenger" am gas haengen, weil ja nicht nur die luft sondenr auch das benzin das große volumen fuellen muss


28.01.2009 19:34    |    der_deppen_daemel

Wo der Turbolader sitzt weiß ich leider nicht, da diese Turbos bei den Oldsmobile verbaut wurden. Ich würde vermuten, dass diese VOR dem Vergaser liegen... Dahinter könnte etwas explosiv sein :D


28.01.2009 19:36    |    DooMMasteR

naja, du meinst sicher vergaser.....aber dieser aufwand..puh

 

ok, war ein Turbo der 0.34bar ladedruck aufbaute

gebaut wurde er nur 9607 mal

außerdem musste man den motor mit methyl-alkohol-wasser-einspritzung kuehlen, damit er nich kaputt geklopft wurde, denn bei 10,25:1 und 0,34bar ladedruck war man damals voll am limit

das ganze war mit einem speziellen 4fach fallstromvergaser geloeßt, der turbo saß direkt oben auf und das benzin wurde mit einem einfachen druckregeler auf den ladedruck gebracht

alles in allem war der Tubo Jetfire eher ein rennwagen den man in serie verkaufte und weniger etwas fuer den normalbetrieb

wobei der aufwand sich wohl nicht wirklich lohnte und es samit der einzige Oldsmobile mit Turbo ab werk war



28.01.2009 19:38    |    der_deppen_daemel

Genau! :D Habs abgeändert :D

 

PS und EDIT:

 

Es gab ja auch früher Serienturbovergaser... Da war doch der Chevy Corvair (Luftgekühlter Boxer mit Turboaufladung) - 1961/62: 2,4/2,7l und 150ps... :)


29.01.2009 11:46    |    i need nos

mal kurz ein Ausflug in die andere Richtung: war der R5 Turbo mit Mittelmotor damals auch ein Vergaser? 1,4 Liter 160 PS. Ich bilde mir gerade irgendwie ein, das mal gelesen zu haben.

 

Ansonsten gab´s bereits in den 30ern mal einen Alfa Romeo mit Vergaserkompressor, der das Benzinluftgemisch verdichtet hat, also Vergaser vor den beiden (!) Kompressoren. Hab da mal beim Arzt in einem Klassikmagazin einen Bericht gelesen. Hatte irgendwas bei 2,5 Liter Hubraum und für damalige Verhältnisse irrsinnige 220 PS.


29.01.2009 12:02    |    DooMMasteR

nee, der R5 Turbo war ein Doppelvergaermotor mit vergasereinspritzung :)

der hatte ja sogar schon ne kontaktlose transistorzuendung und all den schnickschnack :)

 

und vor den 60ern war es ueblich einen kompressor zu nehmen um das luftspritt gemisch zu verdichten, das erleichterte auch die gemsichbereitung, weil der vergaser nicht zusatzlich anfetten musste, wenn der motor aufgelden wurde


29.01.2009 12:06    |    i need nos

ist das nicht saugefährlich? was ist denn, wenn da was Undicht ist und das vorverdichtete Gemisch austritt und in Richtung abgaskrümmer strömt:eek:


29.01.2009 12:41    |    der_deppen_daemel

Naja, gefährlich nur wenn falsch gewartet ;) Und das ist eben wenn eine Undichtheit auftritt...


29.01.2009 13:26    |    DooMMasteR

naja, man sollte schon zusehen, dass da alles dicht ist :)

beim Renault wird man sicher schon ein paar maßnahmen getroffen haben (auch um den turbo zu schuetzen)

aber gerade kompressor rennwagen sind frueher sicher mal in flammen aufgegangen


29.01.2009 13:44    |    i need nos

das ist ja wie bei Rennsaugern, wo die Einspritzdüsen außerhalb der Ansaugwege spritzen, also VOR den Trichtern:eek:


03.02.2009 21:12    |    Trackback

Kommentiert auf: C30 - Wieso kauft man sowas?:

 

Reliant Motors - bekannter als man denken mag

 

[...] Leser!

 

Nach einer erfolglosen Limousine, einem seltenen Englischen Musclecar und eine besonders erfolgreiche Motorenkreation ist es Zeit, wieder einen Hersteller bekannter zu machen. Eigentlich brauche ich den Hersteller [...]

 

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13.02.2009 23:16    |    cossieman

Hello,

 

das kleine ami ist aktuell eine original BMW motor design von der nachkriegszeit aber Deutschlands wirtschäftslager konnten so eine motor nicht umsetzen und das design wer am Buick verkauft.


14.02.2009 12:24    |    der_deppen_daemel

Neh, das kann nicht sein, denn der 3,5l aus der Nachkriegszeit war doch nur ein 6 Zylinder (habe ich so in Erinnerung, da man bei Jensen den 3,5l Nachbaute).


14.02.2009 12:41    |    go_modem_go

Falsch, BMW V8 2.6 - 3,2l, 1951 - 1965. Wurde aber gebaut, und in die Barockengel verbaut.

 

Link


14.02.2009 12:43    |    der_deppen_daemel

Okay wusste ich doch dass es kein BMW Motor sein könnte ;) Jensen hatte aber ja auch eine BMW Maschine "kopiert" :)


21.02.2009 22:30    |    Trackback

Kommentiert auf: C30 - Wieso kauft man sowas?:

 

Triumph 2000/2500 - eine Revolution in der Executive-Class

 

[...] sollte der stärkste werden in diesem Wagen und zudem auch sparsamer und zukunftsweisend und natürlich dem3,5l V8 im P6 Paroli bieten. Mit 2,5l Hubraum und eine Benzineinspritzung (elektronisch!!!), reihte man diesen Wagen [...]

 

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23.03.2009 03:18    |    Amazombi 221

Ich habe eine Frage, die hier her passt:

Seit ca. einem Jahr besitze ich (eben aus den oben genannten Gründen: "so scheisse und schrulllig, dass sie schon wieder irgendwie gut aussehen...*gg*) einen P5 Mk.III, allerdings mit dem 3.0ltr. 6cyl. Genau, der war schon bei seinemErscheinen 1958 museumsreif. Das besondere an ihm ist, dass er auch noch Georg Thomalla gehört hat., also der Inbegriff des "Schrulligen" in den 60ern auf dem Kontinent..... 

Ich restauriere gerade die Karosse von den werksseitig eingebauten Rostnestern (ein Höhlensystem ohne Ausgang verhindert das Ablaufen eingedrungenen Wassers) und die Inneneinrichtung. Nun meine Frage:

Ich würde lieber die V8- Maschine fahren, auch wenn der Wagen nicht mehr orischinool ist. Die alte Maschine ist dicht und trocken, ich kann sie gut lagern. Aber der V8 braucht weniger, hat mehr Geist und ist ausserdem robuster, als der kleinere "Klapperstössel"- Bruder.

Geht so ein Umbau technisch problemlos? Wo kriege ich einen solchen Motor her? Ihr schreibt von "Nachkommen"? Geht auch einer aus nem SD oder einem Defender? Oder vielleicht einer mit noch mehr Hubraum? (denn Hubraum istja bekanntlich durch nichts zu ersetzen...*gg*)


23.03.2009 03:39    |    Amazombi 221

Ich habe eine Frage, die hier her passt:

 

Seit ca. einem Jahr besitze ich (eben aus den oben genannten Gründen: "so scheisse und schrulllig, dass sie schon wieder irgendwie gut aussehen...*gg*) einen P5 Mk.III, allerdings mit dem 3.0ltr. 6cyl. Genau, der war schon bei seinem Erscheinen 1958 museumsreif. Das besondere an ihm ist, dass er auch noch Georg Thomalla gehört hat., also der Inbegriff des "Schrulligen" in den 60ern auf dem Kontinent.....

 

Ich restauriere gerade die Karosse von den werksseitig eingebauten Rostnestern (ein Höhlensystem ohne Ausgang an den unmöglichsten Stellen verhindert das Ablaufen eingedrungenen Wassers) und die Inneneinrichtung. Nun meine Frage:

 

Ich würde lieber die hier beschriebene V8- Maschine fahren, auch wenn der Wagen nicht mehr "orischinool" ist. Die alte Maschine ist dicht und trocken, ich kann sie gut lagern. Aber der V8 braucht weniger, hat mehr Geist und ist ausserdem robuster, als der kleinere "Klapperstössel"- Bruder.

 

Geht so ein Umbau technisch problemlos? Wo kriege ich einen solchen Motor her? Ihr schreibt von "Nachkommen"? Geht auch einer aus nem SD oder einem Defender? Oder vielleicht einer mit noch mehr Hubraum? (denn Hubraum ist ja bekanntlich durch nichts zu ersetzen...*gg*)


21.04.2009 18:43    |    Trackback

Kommentiert auf: Motorkultur:

 

Grundrechnung: Vier plus Vier ist gleich V8

 

[...] British Elend (oder wie immer die da gerade hießen) verkauft.

Ein Ford V8 wäre trotzdem stilvoller.

-> Rover V8 auf Motor Talk

[...]

 

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01.08.2009 07:49    |    cobra pilgrim

Hallo,

da hier ja geballtes Wissen über Rover V8 vertreten ist, habe ich eine Frage:

 

Bin im Begriff mir eine Cobra Pilgrim mit einem Rover V8 zu kaufen (Baujahr 93).

Sollte ich die Finger davon lassen? Oder hält der V8 nen paar Jährchen ohne Mucken?

 

Dank und Gruß


01.08.2009 11:34    |    der_deppen_daemel

Moin!

 

Also, halten wird es, sofern dem Motor "Liebe" zugeflossen ist...

 

Wenn die Öle und das Kühlwasser regelmäßig gewechselt wurden wird der Motor halten. Es reagiert sehr empfindlich auf Ölschlamm - schaue da bitte einfach mal in die Öleinfüllöffnung. Wenn es da nicht verschlammt ausschaut, wird das Öl regelmäßig gewechselt wurden sein (ca. alle 10.000 km ist die Faustregel).

 

Ansonsten sie die Motoren unzerstörbar...

 

Cobra Pilgrim ist gut. M.E. kein Einfluss von Shelby und das absolute Original :D


08.02.2010 22:10    |    Trackback

Kommentiert auf: C30 - Wieso kauft man sowas?:

 

Der Ersatz für einen Bestseller -der Jaguar XJ-S

 

[...] des neuen V12 sowie des eigenen V8s (ein 60° 3,5l V8 - vom V12 abgeleitet und an sich nicht mit dem Rover V8 zu verwechseln!!!) wurden umgewandelt. Der V8 - welches nie besonders gut lief aufgrund des nicht besonders [...]

 

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03.03.2010 22:20    |    Trackback

Kommentiert auf: C30 - Wieso kauft man sowas?:

 

Nagelneuer Rover SD1 2600 gefälligst? Gibt es nicht? Gibt es doch!

 

[...] z.B. die englische Polizei... Man trauert auch heute noch dem legendären V8 (3,5l ex-Buick Maschine -> KLICK MICH) nach...

 

Zudem, der Wagen war auch Car of the Year 1977 :) Das muss ja was heißen :D

[...]

 

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26.04.2010 00:08    |    andyrx

der Sound iss ja mal wirklich geil;)

 

mfg Andy


15.05.2010 20:20    |    Trackback

Kommentiert auf: Scion's Blog:

 

EAGLE Premier - wie Badge Engineering zum Flop wurde

 

[...] Generation noch häufig vorzufinden...

 

Aber sonst: richtig. Kleine Motoren sind kaum zu finden.

 

Der Rover V8 ist z.B. ein ehemaliger Buick 215 (215 Cin -> 3,5l) Vollalublock, was man in den USA versuchte zu verwenden. [...]

 

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06.07.2010 14:48    |    anzi30

Zitat weiter oben

"nee, der R5 Turbo war ein Doppelvergaermotor mit vergasereinspritzung :)

 

der hatte ja sogar schon ne kontaktlose transistorzuendung und all den schnickschnack :)"

 

Was ein Blödsinn im doppelten Sinne, daher wollte ich diesen Kommentar mal eben richtig stellen, auch wenn das Thema ein extrem anderes ist.

 

Was zur Hölle ist eine Vergasereinspritzung?? Entweder Vergaser oder Einspritzanlage, beides ist nicht.

 

Jetzt noch zu den Modellen:

 

Der R5 Turbo (als der Breite mit Motor hinten) hatte eine K-Jetronik.

 

Der Renault 5 Alpine Turbo (Motor vorne) hatte einen Weber 2 Stufen Vergaser (gerne als Doppelvergaser tituliert, ist er aber nicht)

 

Der Renault 5 GT Turbo (Motor vorne, ab Bj. 85) hat einen Druckvergaser.

 

So, jetzt weiter im Text. :-)


21.05.2011 20:12    |    Trottel2011

Super Motor! Ich habe von meinen Eltern ein SD1 Twin Plenum Vitesse (V8 mit 2 Drosselklappen, Einspritzung und ca. 195 ps) geerbt bekommen, den wir damals, als ich klein war, gekauft (neu!) hatten. Schwarzmetallik und alles original. Der Motor ist aller erste Sahne und klingt und läuft wie es ein V8 soll! Danke für diesen tollen Artikel! :)

MfG Tom


11.02.2014 17:57    |    D5skodaman

Zitat:

"Hat TATA India eigentlich alle Patente & Lizenzen von Jaguar-Landrover miterworben? Bzw. hielt Ford L-R überhaupt eine Produktionslizenz nach dem endgültigem Fall von Rover?

Oder gehört die Lizenz jetzt SAIC in China?

Wäre mal interessant zu wissen - vielleicht kommen die alten 3.5l V8 ja demnächst in irgendwelchen Indischen oder Chinesischen Traktor-Versionen wieder zum Einsatz - und als billige OEM-Nachbauten weiterhin neu für die Britische Modding Gemeinde verfügbar (die bauen wirklich alles auf Rover V8 um, inklusive Morris Minor 1000, Ford Escort I, und andere Kleinwagen)!

Oder TVR hat sich die Rechte gesichert... ??? "

Tatsächlich hat Ford die Rechte an dem Motor von BMW mit Land Rover übernommen und, als man den Bau einstellte, an MTC in Weston-super-Mare, England, mit den Maschinen verkauft, die dort noch neue Motoren für den Ersatzteilmarkt bauen.

 

www.pistonheads.com/news/default.asp?storyId=13228

 

Im englischen wikipedia unter Rover V8 engine:

"The demise of the MG Rover Group in 2005 led to a halt in production of the famed name "Rover V8" after 40 years. The last Rover to have a real Rover V8 was the Rover SD1 Vitesse which was replaced by the Rover 827 Vitesse with a 2.7 litre Honda V6 unit, The Rover V8 remained with Land Rover when it was sold to Ford by BMW. Although Land Rover has switched to the Jaguar AJ-V8 engine for new applications, they wanted production of the engine to continue, and they arranged for production to restart in Weston-super-Mare under MCT, an engineering and manufacturing company. MCT will continue limited production of the engine for the foreseeable future, supplying engines for aftermarket and replacement use."

 

Noch heute, 2014, gibt es da neue Rover V 8 und Zylinderköpfe ! Coool !

Siehe Liste über diese Seite:

 

www.gearboxes.com/powertrain.html


21.12.2014 20:30    |    dr.meinolf

Hab selber 2 SD1V8, sehr zufrieden, auch der 75 ist super mit V6, die Princess hab ich noch nicht lange2200ccm, 6 Zylinder Reihe vorn quer eingebaut und Hydragasfederung.



Deine Antwort auf "Der Rover V8 - ein kleiner Ami"

Auszeichnung

Mein Blog hat am 05.08.2009 die Auszeichnung "Blogempfehlung" erhalten.

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1986 den Fertigungstunnel in Großbritannien verlassen und bereits nach wenigen Wochen mit den ersten Kinderkrankheiten in die Werkstatt berufen, wurde ich 1997 in die Bundesrepublik überführt und bin seitdem im Landkreis Verden angemeldet :D Mit hellem Leder, schon gräulichen Scheinwerfern und ein höher gelegtes Fahrwerk siehe ich nicht gerade aus wie "made in England". Mein Hobby hat 5 Räder (alle 5 sind während des Fahrens in Gebrauch), 4 Töpfe, 3 Pedale, etwas Alu, viel Glas und trägt den skandinavisch angehauchten Namen: Sörtie.

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