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C30 - Wieso kauft man sowas?

Mein C30, 740 und die britische Motorkultur...

23.01.2009 14:54    |    der_deppen_daemel    |    Kommentare (74)

Hallo Ihr Leser!

 

Nun, behandelt habe ich bereits mehrere Gebiete. 2 Konzerne und eine besondere Marke sind bereits "abgearbeitet" von einem Berg mit Eigenheiten und Besonderheiten. Die jetztige Überlegung war "nicht zu anstrengend und für viele interessant". Da kam mir der Einfall: Der Rover V8

 

So, also handelt dieser Eintrag vom Rover V8.

 

Was ist an diesem Motor besonders? Wie immer, beginne ich mit einer kleinen historischen Ausschweifung...

 

Buick 215Buick 215Diese, von mir geliebte, Maschine begann ihr Leben als Buick Motor. Als Buick 215 ging dieser Vollalumotor 1961 in die amerikanische Produktion ein. Jedoch war zur damaligen Zeit diese Maschine zu teuer in der Herstellung da die Verarbeitung von Alu damals nicht ganz so kostengünstig war, wie heute. Mit einem sehr geringen Gewicht aber leicht erreichbare Spitzenleistungen von z.B. 200 ps ohne Turbolader und 215 ps mit "Softturbo" entsprach der Motor nicht den Wünschen der amerikanischen Käufer. Z.B. war es nicht groß genug. Mit "nur" 3,5l Hubraum war es nicht einmal "nennenswert" groß. Zu Zeiten wo ein Riesenmotor den Nächsten jagte und selbst 6-Zylinder auf mehr als 4l Hubraum kamen, sagte Buick 1963 dem 215 (so der werksinterne Code bei Buick) ab. Dieses wurde zudem auch fällig, als man Probleme mit dem Kühlmittel entdeckte. Die Kühlkanäle verkalkten bzw. setzten sich zu und somit starben viele Motoren sehr schnell an einem Hitzetod.

 

Als in 1964 ein Mitarbeiter von Rover in die USA entsandt wurde um den Kauf eines US-V8s für den Einsatz in Roverfahrzeugen aufzuspüren, kam J. Bruce McWilliams (der Entsandte) - so die "Legende" zu Folge - in einem Sportbootwerft auf den Buick Motor, als er den Verkauf der bei Rover entwickelten Dieselmotoren sowie Gasturbinen vorrantreiben wollte.

 

Rover 3,5l V8Rover 3,5l V8Sofort wusste McWilliams, dass diese Maschine ideal wäre um sie in Rover und sonstige Marken der damaligen BMC/BLMC einzubauen. Diese Maschine war leichter als fast alle anderen 4 Zylindermotoren zu der Zeit, es hatte dazu noch mehr Leistung und mehr Drehmoment. Sofort begann McWilliams bei General Motors mit Verhandlungen um die Rechte und Fertigungsanlagen für diese Maschine erwerben zu können. 1965 gelang dieses Vorhaben. Die Pläne und Rechte wechselten den Besitzer und der ehemalige bzw. eines der ehemaligen Entwickler, Joe Turley, zog nach Großbritannien um als Ansprechperson zu dienen.

 

Zuerst galt es, den Motor den europäischen und besonders den englischen Anforderungen gerecht zu werden. Dazu musste das Problem mit dem Kühlmittel beseitigt werden. Zusätzlich mussten die Motoren haltbar sein und um in Deutschland verkauft zu werden auch die Autobahngeschwindigkeiten standhalten. Die Motoren wurden, durch größere Kühlkanäle, größerem Motorkühler und einigen kleinen Detaillösungen Vollgasfest (US-Fahrzeuge sind zwar Kraftvoll, aber - zu der Zeit - nicht Vollgasfest). Als diese Probleme nun der Geschichte angehörten, verbaute man diese einmalige US-Konstruktion, welches mit englischem Ingenieurkönnen, in den ersten Rover - dem P5.

 

Seine Premiere feierte der V8 im Rover P5, welches von 1967 bis 1973 gebaut wurde. Um die neue Motorisierung einfacher zu erkennen, wurde die P5 Serie umgetauft. Ab sofort hieß sie "P5B" - das B stand im Volksmund für Buick, gemeint war aber die Serie B -> überarbeitet. Die große Beliebtheit dieser Maschinen sowie das niedrige Gewicht ließ andere Hersteller neugierig werden. So erwarb auch Morgan für den bis 2003 (!) gebauten Plus 8 die 3,5l Motoren und war eines der größten Abnehmer. Natürlich folgten viele weitere Modelle, wo eben jenes 3,5l Hubraum-"Monster" eingebaut wurde:

 

Rover P5B - erster Rover mit V8Rover P5B - erster Rover mit V8TVR 350iTVR 350iMG RV8MG RV8(1968-1976) Rover P6

(1970-1989) Land Rover Range Rover

(1973-1976) MGB GT V8

(1975-1978) Land Rover 101 Forward Control Militär Fahrzeug

(1979-1981/2) Triumph TR8

(1978-1985) Land Rover Series III "Stage One"

(1976-1987) Rover SD1

(1976-1990) Argyll

(1980-1990) TVR 350i

(1989-2004) Land Rover Discovery

(1983-1994) Land Rover 90/110/Defender

(1986-1991) Sisu NA-140 BT all-terrain Transport Fahrzeug

 

Aber es gab nicht nur den 3,5l... Wie alle klugen Hersteller, wurden verschiedene Variationen angeboten...

 

Eine auf 3,9l aufgebohrte Version des 3,5l Motors wurde in den folgenden Fahrzeugen verwendet:

 

(1986-1993) TVR S Series

(1989-1995) Land Rover Range Rover (in dieser Version als 3,9l bezeichnet)

(1986-1991) Sisu NA-140 BT all-terrain transport vehicle

(1991-2009) Westfield SEight

(1992-1996) MG RV8

(1992-2001) TVR Chimaera

(1992-2000) TVR Griffith

(1994-1998) Land Rover Defender

(1995-2002) Land Rover Range Rover als "SE"

 

Ich könnte jetzt einfach alle Fahrzeuge aufzählen, aber das erspare ich euch lieber. Fakt ist, dieser Motorentwurf war eine erfolgreiche Weiterentwicklung, weshalb man auch 4,2l - 4,6l und als Krönung ein 5,0l anbot. Der 5,0l war fast eine reine TVR Entwicklung, dennoch war der Motor als Rover V8 noch in aller Munde.

 

Um es mit den Worten des Hamsters (Richard Mark Hammond, von Topgear) zu sagen: dieser Motor hat Großbritannien motorisiert!

 

Wie es sich für einen Engländer gehört, muss man mindestens einmal im Leben einen Rover V8 gefahren haben, noch besser: besessen. Als Engländer habe ich mich derer auch angenommen und durfte einen Rover SD1 3500 in seiner reinsten und besten Version probefahren. Der SD1 3500 Vitesse Twin Plenum - der stärkste V8 in den normalen Pkw von Rover. Knappe 200ps, 2 Drosselklappen, normale Einspritzung, kein Kat... Alleine der Sound entschädigt für den abnormen Spritverbrauch!

 

Eine kleine Soundprobe des V8s in einem Rover SD1 3500:

 

 

Ein Klang, wie es kein Zweites gibt. Ein V8, mit wenig Hubraum aber ein Blubbern, wie es im Buche steht. Diese einfache Konstruktion, mit Stößelstangen (wie ein US-V8 es "verdient") sowie zentraler Nockenwelle gilt in der Rover Version als unverwüstlich - so fern die Wartung gemacht wird. Ein regelmäßiger Kühlwasserwechsel ist wichtiger als ein Ölwechsel.

Aufgrund dieser Einfachheit findet es oft Verwendung in "Hot Rods" bzw. auch sehr bebliebt "Motor Transplants" in Großbritannien. So sind Ford Capri, Triumph Stags, Vauxhall usw. Umbauten zum V8 sehr beliebt und wird selbst heute noch praktiziert. Selbst nach dem Ende der Rover Ära wird dieser Motor noch hergestellt. Die "Mutter" ist tot, das "Kind" lebt weiter und lebt bei den "Zieheltern" ;)

 

Fast alle Bauteile sind noch zu bekommen - bis auf wenige Ausnahmen.

 

Mit anderen Worten: dieser Motor steht für Fortbewegung in Großbritannien. Im "Rolls Royce" (Rover P5/P6) leistete es sehr gute Dienste, im Range Rover feiert es immer noch weitere Lebensjahre und - so fern es weiterhin so gelingt die entsprechenden Abgasnormen zu erfüllen und die gewünschten Leistungsanfordungen gerecht zu werden, wird dieser Motor noch länger bei uns verweilen.

 

Übrigens, ich suche bald ein Rover P5B - natürlich mit V8. Wann genau... Naja, bald :D


23.01.2009 16:44    |    KKW 20

Klasse Beitrag und wie immer richtig interessant geschrieben. Danke dafür.:)

 

Gruß Oli

 

P.S. In deinem Text (oberhalb des Videos) hat sich ein kleiner Fehler eingeschlichen.;)

Zitat:

Wie es sich für einen Engländer gehört, muss man mindestens einmal im Leben einen River V8 gefahren haben, noch besser: besessen. Als Engländer habe ich mich derer auch angenommen und durfte einen Rover SD1 3500 in seiner reinsten und besten Version probefahren. Der SD1 3500 Vitesse Twin Plenum - der stärkste V8 in den normalen Pkw von Rover. Knappe 200ps, 2 Drosselklappen, normale Einspritzung, kein Kat... Alleine der Sound entschädigt für den abnormen Spritverbrauch!


23.01.2009 16:46    |    der_deppen_daemel

Danke! Werde ich sofort ausbessern :D


24.01.2009 10:35    |    tradem4ster

Super geschrieben! Ich wusste gar nicht das die Rover V8 von Buick kamen, und ich als Buick Fan... Naja auf jedenfall ein sehr schöner Motor.


24.01.2009 12:56    |    patti106

Interessante Infos. Das ein 3,5l-Triebwerk doch klein sein kann.:D

 

Es stecken übrigens noch andere Fehler drin:

Zitat:

entsprach der Motor nicht die Wünsche der amerikanischen Käufer. Es war nicht groß genug.


24.01.2009 13:19    |    der_deppen_daemel

Bitte da um Nachsicht :D Bin Engländer ;) Da sind die ganzen Artikel und Dativ Genetiv usw. recht schwer zu lernen :(

 

Aber ich bessere aus :D


24.01.2009 16:02    |    SRAM

Zitat:

2 Drosselklappen, normale Einspritzung,

.....sorry, aber das ist keine Einspritzung, das sind zwei Stromberg Unterdruckvergaser.

 

Gruß SRAM


24.01.2009 16:10    |    der_deppen_daemel

Das Auto im Video ist kein Vitesse Twin Plenum ;) Siehe Anhang. DAS ist der Twin Plenum aus der Vitesse mit Einspritzung und gute 200 ps...

 

Das im Bild ist nur eine standard Maschine - sollte nur als Klangprobe dienen :)



24.01.2009 18:06    |    go_modem_go

Tja, die Briten.

 

Flat-Rate Road Tax statt Hubraumsteuer wie auf dem "Kontinent", damit waren 3.5l V8 Benziner schon in der oberen Mittelklasse tragbar. Nur eben nicht wirklich exportierbar (in Europe zu groß, in den USA zu schrullig bzw. zu klein)... :D

 

Wenn denn nur die Autos, die um diesen Buick-Rover Lizenz-Alumotor herumgebaut wurden, etwas getaugt hätten...

 

Alle obengenannten Großserienmodelle waren der allerletzte Schrott. Zumindestens im Vergleich zu Mercedes-Benz, Volvo oder BMW.

 

Als jemand der 7 Jahre in UK gelebt hat, und auch Erfahrung mit einigen "British Elend" Produkten gesammelt hat, kann ich nur sagen: Es sollte keinen Wundern, daß auf der Insel nicht ein einziger heimischer Hersteller übrig geblieben ist. Außer Morgan und Bristol, aber das sind kleine Garagen-Manufakturen für die Nische (den ewig Gestrigen Gentleman), die die Misere der Britischen Automobilbaus genau wiederspiegeln: Über lange Jahre komplett Veraltete Strukturen auf Staatskosten bis in die endgültige Pleite weitergeschleppt (i.e. den Todeskampf verlängert...)...

 

PS: Der Rover P5B / P6 ist ein sehr schönes Auto. Ich erinnnere mich gerne an eine in der Nachbarschaft geparkte P6 Version mit dem außenliegendem Reserverad, schön British-Schrullig mit dem verflossenen Style des Empires, und diesem genialem V8-Blubbern... Und damals (mitte 70er) war ich noch ein Kind... :)

 

Aber der P5B mit Hinten Starrachse an halbelliptischen Blattfedern und Trommelbremsen war schon bei Erscheinen in den Spätsechzigern hoffnungslos veraltet... Daher nach nur wenigen Jahren der P6 Nachfolger.

 

Der 1968 erschienene P6 hatte eine De-Dion Hinterachse und Scheibenbremsen, wie die großen Alfas in den 70ern. Fahrtechnisch ein Traum! WEIT besser als der P5B (und die allermeisten anderen Limos dieser Zeit, abgesehen vom Citroen DS, die waren schon seit den späten 50ern unschlagbar in der Fahrsicherheit)

 

Nun gut. Was macht Rover um weiterzukommen? Wagen die doch tatsächlich die Wiederbelebung der P5B Starrachs-Konstruktion mit Trommelbremse: Der p6-Nachfolger wurde als Rover SD1 3500 dann auch noch tatsächlich bis weit in die späten 80er Jahre unter British Elend Regie in kaum Exportfähigen Serien weitergebaut - mit einer Trampelachse wie zur Kutschenzeit! Das ist als ob Mercedes beim /8 Nachfolger W123 die Pendelachse des Ponton-Benz 190 aus 1957 wiedereingebaut hätte... Das kann ja nur schiefgehen... :eek:

 

Da sollte es keinen Wundern, das heutzutage selbst die Britische obere Mittelschicht und Oberschicht nur noch in Deutschen, Schwedischen oder Japanischen Fahrzeugen von Audi, BMW, Mercedes, Volvo, Saab oder Honda unterwegs ist...

 

Na ja, immerhin lebt der Buick-Motor in vielen überlebenden Land-Rover 110 Militär-Versionen und in einigen Defender weiter (wobei die meisten L-R 110er mit dem komplett untermotorisierten 2.2l 4-Zylindern bestückt waren).


24.01.2009 18:16    |    der_deppen_daemel

@ Go_Modem_Go

 

:) Ja, die Fahrzeuge von British Elend waren nicht die besten. Das muss ich zugeben. Die Verarbeitung war unter aller Sau, die Modelle bei Erscheinen veraltet und trotzdem:

 

Gerade solche Autos haben ihren Charme...

 

Ich erinnere mich noch sehr gut an unseren SD1 3500 sowie 2600 zurück... Starrachse, gefühlt einem Meter Bodenfreiheit und ein Fahrwerk, das - verglichen mit den Volvos zu der Zeit :D - ausgereift war. Jedoch ergab sich durch Umfragen bei der Kundschaft, das man nicht unbedingt "hoch tecnischem Krams" haben wollte. Dazu zählte eine Aufhängung, welches Wartungsintensiv bzw. Kompliziert aufgebaut ist (der P6 hatte liegende Stoßdämpfer und keine McPherson Federbeine vorne).

 

Der P6 hat aber Rovers Ruf ruiniert - weshalb auch die Regierung nicht die neuen Rover nutzte, sondern 20 Jahre nach Einstellung des P5 immer noch diesen... :rolleyes:

 

Naja, "5-Jahres-Plan" ähnliche Fahrzeugpolitik macht das möglich :(

 

Aber der Motor war eben was "Besonderes". Es war der "V8 für den Otto-Normalbürger".

 

Als der SD1 produziert wurde, wurde dann eine Steuerregelung eingeführt, was das Ende der großen Motoren bedeutete: mehr als 2.0l Hubraum und es kostet noch ein wenig mehr... - das galt entweder für privat UND geschäftlich oder nur für geschäftlich genutzte Fahrzeuge.


24.01.2009 18:29    |    go_modem_go

@DDD: Interessante Info, das mit der Luxussteuer wußte ich nicht (war 91-98 in UK, da fuhren immer noch einige Fahrzeuge mit großem Hubraum rum).

 

Tja, die Labour Regierung bzw. die Gewerkschaften & British Elend Management haben in den 70ern auch wirklich alles falsch gemacht was es zu vermasseln gab.... Und die radikal neo-liberale Thatcher brauchte wirklich nur noch den Nagel in den Sarg der Britischen Automobilindustrie zu hämmern...

 

Die "beste" Aufhängung war wohl die Hydrolastic / Hydragas Gummipuffer in den Frontantrieb Austin Modellen (Allegro, Maxi, 3-Litre, ich glaube sogar einige Mini Clubmans und der Rover Metro / Rover 100). Au Mann - auf dem Papier genial einfach (Man nehme die Idee von Citroen, und spare sich die Hydropneumatikanlage), in der Praxis aber eine einzige Katastrophe... Die iregendwann abgesackten Seitenneigung dieser Hydrolastics sind Legende, da kannte ich einige "Opa Austins", die mit dem Stickstoffschaden sogar noch jahrelang weiterfuhren... :D

 

PS: Das Volvo in den 60er-90ern nie auch nur den geringsten Anspruch auf Dynamik oder "Refinement" hatte, ist ja wohl klar... :D Aber die Dinger hielten wenigstens und waren sogar nach 10 Jahren noch zu verkaufen, und haben sich daher zu DEM Fahrzeug der Südenglischen oberen Mittelschicht entwickelt (die frühere Hauptkundschaft von Rover P5, P6 & SD1 fur wohl irgandwann nur noch Volvo 740...)


24.01.2009 18:34    |    der_deppen_daemel

HEHE! :D

 

Habe noch ein Blogeintrag -> British Elend dort geht es fast nur um die "Auferstehung", die "Probleme" und natürlich den Untergang des an sich gut gedachten aber falsch umgesetzten Konzernes...

 

Die Hydrolastic Suspension ist ja auch genial einfach: Dämpfer und Feder in einer Einheit - Dämpfer ist die Flüssigkeit, die Feder einfach ne Feder. Bot ausgezeichnete Fahreigenschaften (Komfortbetont) - nur wie du sagtest: anfällig. Lustig waren immer die Wagen, die Vorne eine Seite kaputt hatten... Dann kippten die zur Seite :D

 

Schade dass man keine Hohlraumversiegelung machte - dann würden die Wagen länger halten... :(


24.01.2009 18:47    |    go_modem_go

In der Schweiz findest du noch einige "Überlebende" dieser Ära. Ich arbeite da seit einigen Jahrten, und mir begegnen immer wieder alte EFTA -Fahrzeuge in gutem, unrestauriertem Zustand. Ein Kumpel hat sich letztens ein Schweizer MGB - Chromcoupé gekauft (allerdings nicht V8, sondern den 4-Ender), das Tip-Top original dasteht -zu einem Preis, der in Deutschland für extremst billig durchgehen würde.

 

Die Schweizer haben sehr häufig Dinol Hohlraumflutung bei Kauf durchgeführt - stand damals bei vielen Importeuren auf der Optionsliste, und wurde sehr häufig geordert. Ist z.T. auch heute noch üblich.

 

Hydrolastic / Hydrogas ist echt genial (auf dem Papier). Ich ziehe jedoch Hydropneumatik Fahrzeuge von Citroen vor (denn da arbeitet auch noch die Lenkung, Bremsen und z.T. die Schaltung / Kupplung Vollhydraulisch unter Pumpendruck mit Stickstoffreserve).

 

Der ideale Wagen (für mich) wäre wohl ein Citroen DS oder CX mit einem Britischem Rover V8 AluMotor gewesen. Das ganze gepaart mit Deutscher Verarbeitungsqualität, Italienischem Innen-Design und Schwedischer Sicherheit.... Schade das es sowas niemals gab... :D

 

Danke für den Link, ich schaue mal rein.


24.01.2009 22:26    |    manu1008

Wird der Motor tatsächlich noch gebaut? Aber nicht mehr offiziell, oder? Ich erinnere mich nämlich auch an den Film von Richard Hammond. Und war dieser Film nicht dein "Abschiedsfilm" für den Rover V8.


24.01.2009 22:37    |    der_deppen_daemel

Er wird noch indirekt gebaut. Im Landrover und Rangerover findet man "Nachkommen" von ihm. Bei TVR hat man - so meine Infos - die Produktion übernommen und baut noch die 5.0l Maschinen. Alles aber Nachkommen vom V8 aus dem P5B... :)


24.01.2009 22:58    |    bjoern1980

Moin,

 

Bei Land Rover wird dieser Motor nicht mehr angeboten. Im Range Rover zur Zeit nur der 3.6 Liter V8 Twinturbodiesel (von PSA) und der 4.2 Liter V8 Supercharger von Jaguar.

 

Der letzte Land (Range) Rover, der diesen Motor, bzw. dessen Nachkommen, besaß, war der P38 mit der 4.6 Liter Maschine, der seit 2002 nicht mehr gebaut wird.


25.01.2009 11:08    |    der_deppen_daemel

Hmmm, dann ist es wohl doch nur noch bei TVR im Programm...


25.01.2009 11:20    |    go_modem_go

Hat TATA India eigentlich alle Patente & Lizenzen von Jaguar-Landrover miterworben? Bzw. hielt Ford L-R überhaupt eine Produktionslizenz nach dem endgültigem Fall von Rover?

 

Oder gehört die Lizenz jetzt SAIC in China?

 

Wäre mal interessant zu wissen - vielleicht kommen die alten 3.5l V8 ja demnächst in irgendwelchen Indischen oder Chinesischen Traktor-Versionen wieder zum Einsatz - und als billige OEM-Nachbauten weiterhin neu für die Britische Modding Gemeinde verfügbar (die bauen wirklich alles auf Rover V8 um, inklusive Morris Minor 1000, Ford Escort I, und andere Kleinwagen)!

 

Oder TVR hat sich die Rechte gesichert... ??? :confused:


25.01.2009 11:37    |    der_deppen_daemel

@ Go_Modem_Go

 

Dazu finde ich keine Infos... Wobei, da TVR die Ersatzteilversorgung für die Maschinen "bereit hält" würde ich stark annehmen, dass sie sich die Rechte nach dem "Fall" von Rover gesichert haben - anders könnte ich mir nicht erklären, wieso MGRover auf den Ford V8 zurückgriff, obwohl man ja selbst eins hätte ;)

 

SAIC hat fast alle Rechte an ehemalige BLMC/BL/MGRover "Sachen". Mit Land Rover und Jaguar haben sie ja nichts zu tun gehabt (Land Rover wurde von BMW früh an Ford verkauft, Jaguar bereits als BL privatisiert wurde).

 

Über Land Rover und Jaguar jetzt bei Tata kann ich nichts sagen. Wie ich Ford kenne, haben die das mitverkauft - gibt ja mehr Geld ;)


25.01.2009 12:35    |    Trackback

Kommentiert auf: C30 - Wieso kauft man sowas?:

 

Der Jensen Interceptor - der erste AWD Sportwagen

 

[...] Leser!

 

Nachdem ich euch schon einige Artikel über 2 Konzerne, einem Hersteller sowie eine besondere Maschine nähergebracht habe, stelle ich euch ein Auto vor, welches zukunftsweisende Technologie in sich trug: [...]

 

Artikel lesen ...


26.01.2009 12:24    |    i need nos

wie hießen denn noch gleich die großen Rover Fastbacks Mitte der 80er, die so ein Bisschen aussahen wie ein Alfa GTV? Die hatten dermaßen Schrullenstyle, dass sie mich faszinier haben. Ein entfernterer Nachbar hatte so einen in Weinrot metallic. Immer, wenn der zum Auto ging, sind wir Kinder mit den Fahrrädern schnell da hin gefahren um den Motorsound zu hören. Wohlklingende V8 waren ja im dtld. der 80er Jahre eher Mangelware;) BMW fröhnte damals durchweg den bis 3,5 Liter großen Reihensechsern, zur Not auch mit Turboaufladung (745i) und die Mercedes V8 in der S-Klasse hatten keinen Sound, sondern säuselten nur bzw. gaben ein autoritär uncool sonores Brummen von sich.

 

Der einzige, der neben dem Rover V8 in unserer Nachbarschaft die Kinderaugen leuchten ließ war der Freund von unserer Nachbarin, der die Autos so schnell wechselte wie seine Seitensprungpartnerinenn:D -> Eine rot-orangene Datsun 240Z Fairlady (oder so ähnlich, schlagt mich nicht, wenn ich etwas falsch benenne. Ich war da noch im Kindergarten). Wir Kinder haben ihn geliebt weil er auch immer einen coolen Spruch auf der Lippe hatte wie "hey Sportsfreunde, alles fit":D Unsere Eltern haben ihn gehasst weil er immer mit Affenzahn durch die Siedlung geballert ist und wir Kinder ihn zwar rechtzeitig gehört haben, aber aus Interesse natürlich immer an/auf der straße stehen geblieben sind.


26.01.2009 12:38    |    der_deppen_daemel

Du meinst dann wahrscheinlich den SD1 - darüber folgt bald auch ein Eintrag :D Bin dabei den anzulegen :)

 

Meinst du wie im Anhang? Wahrscheinlich auch von der Farbe her? :D



26.01.2009 13:15    |    i need nos

ja, genau der. Danke:)


26.01.2009 14:09    |    MGSven

Bei dem abgebildeten RV8 handelt es sich um einen "normalen" MG-B.

Hier ein RV8:

http://www.mgownersclub.co.uk/mgr-v8.html

 

Und hier nochmal B und RV8 nebeneinander:

http://blogs.guardian.co.uk/art/mg4602.jpg

 

Ansonsten klasse Artikel. Vielen Dank!

 

Gruß,

Sven


26.01.2009 15:33    |    go_modem_go

Boah, der SD1.

 

Das war mal ein Auto - Echt gut (abgesehen von der Trampelachse), aber von der Qualität eine echte Scherbe - Die Elektrik war schon ab Werk kaputt...

 

DER Englische Banger Racing Destruction car in den 90ern...

 

Ich erinnere mich an das Eier-Lenkrad. Yep - es war nicht rund :D

 

Die SD1 wurden sogar Ende der 80er in Indien als "Standard 2000 " weitergebaut, mit einem lächerlichem 83PS Motor der von einem 1948er Standard Motors Design her stammte... :D


26.01.2009 15:35    |    der_deppen_daemel

Na, warts ab Go_Modem_Go!!! :D Nächster Eintrag ist der SD1 ;)


26.01.2009 15:44    |    go_modem_go

Schön! Danke für die viele Mühe.

 

Irgendwie verbindet mich eine Hassliebe mit Britischen Autos von BL, Rover, Triumph, Morris, Austin, Jaguar etc.. An der Uni in UK (Anfang-Mitte 90er) hatten wir alle solche Bangers. Einer meiner Mitbewohner sogar einen Morris Minor 1000... (er hat ihn heute noch - aber nicht mehr als Erstfahrzeug!)

 

Eigentlich bin ich exklusiv Fan von alten Citroen, aber die Englischen Wagen der Zeit haben einen Flair und Style den es so nie wieder geben wird. Gerade Rover, aber auch Jaguar und so mancher obskure Morris / Wolseley / Humber / Riley Badge Engineering Version...

 

Hätte mir vor 2 Jahren beinahe einen Rover SD1 V8 Vitesse in der Schweiz gekauft... Wurde dann doch "nur" ein neueres Volvo Coupé, ist dann doch irgendwie vernünftiger für den Alltag (würde mir trotzdem keinen Volvo mehr kaufen...).


26.01.2009 15:49    |    der_deppen_daemel

Eben das ist das, was die Fahrzeuge der Zeit ausmachen. Sie sind eigentlich scheiße, aber so scheiße, dass sie wieder gut sind! ;) Um es etwas bescheuert zu formulieren.

 

In meiner Kindheit bin ich fast ausschließlich mit Fahrzeugen dieser Epoche groß geworden. Sei es ein Rover Metro, ein Rover SD1 3500, SD1 2600, Triumph 2000, Dolomite, Commer Van, usw.

 

Unser letzter Rover, ein 827 Si (wir hatten auch nen Sterling), haben wir letztes Jahr leider verkauft. Mehr Platz im Innenraum als in einem größeren Volvo aber trotzdem billiger, sparsamer, kräftiger, flexibler, luxuriöser usw. - der einzige Haken: Rost!

 

Ich will mir so fern es geht entweder dieses Jahr oder spätestens nächstes Jahr einen britischen V8 gönnen. Jaguar oder Rolls etc. fallen dabei flach. ;)


26.01.2009 16:06    |    go_modem_go

827Si? Ist doch 1:1 ein Honda Accord, äh, Legend... Das späte 800er Coupé gefällt mir sehr gut.

 

Der 75 war wieder ein richtiger Rover. Aber zwischen SD1 und 75 gab es da gar nichts eigenes in der oberen Rover Mittelklasse (auch wenn die Hondas halbwegs gut waren)...

 

Britischer V8:

 

Lass bloss die Finger vom Triumph Stag. Der Triumph V8 Motor war (und ist) eine einzige Katastrophe.

 

Wenn, dann nur Rover V8!

 

Am Besten einen P6B aus der Schweiz. Da findest du noch ein paar Gute Wagen, und der hat nunmal noch den Flair und das tolle Engineering des Empires (im Gegensatz zum Möchtegern-Modernen SD1, der ist eigentlich mehr Schein als Sein...).

 

Wenn schon Starrachse, dann P5B Fourdoor-Coupé ;)


26.01.2009 16:27    |    der_deppen_daemel

Na, P6 mag ich persönlich nicht... Sieht mir irgendwie zu "plump" aus... P5B Coupe ist genau DAS was ich suche... Dann am besten als Schwarz-Weißer... Auch hier wieder: CLS ist der erste 4-türige Coupé? Kann ich nicht sagen... Der P5B Coupé kam ja bereits 40 Jahre vorher auf dem Markt :D

 

Und der 827 hatte nur Honda Motoren :D Der Rest war Rover :) Der 75 hatte noch weniger originale Rover Sachen. Wurde von BMW auf 3er-Basis entwickelt. Die Motoren waren überarbeitete Honda V6 Maschinen. Die Diesel sind BMW Entwicklungen. Dazu dann noch ein Ford V8 gen Ende der Serie.

 

Die Stag V8 sind mir auch als scheiße bekannt. 2 zusammengeschweisste Triumph 4 Zylinder die thermisch eine Katastrohe waren. 10.000 km runter und schon kapitaler Motorschaden war nichts anderes, als normal.

 

PS: Der P5B im Link, der ist nicht original! :D Der Auspuff ist falsch. Der 6 Zylinder (3.0l) hatten nur ein Endrohr. Der V8 2 ;)


26.01.2009 16:59    |    go_modem_go

Zitat:

Und der 827 hatte nur Honda Motoren :D Der Rest war Rover :)

Willst du damit sagen, das der Acura Legend und Honda Legend reine Rover Entwicklungen waren?

 

Nie und nimmer. Die hatten die damals üblichen Honda Double-Wishbone Achsen, und basieren Grob auf dem damaligem in Japan paralell entwickeltem Honda Accord MkIII. Ja, auch der Rover!

 

War wohl eher eine enge Entwicklungskooperation, bei der Rover einiges an Engineering mit eingebracht hat. Nur das Honda den Legend MkI schon 1990 eingestampft hat, während Rover die Plattform noch fröhlich bis spät in die End-90er Jahre runtergeritten hat (ist das nicht typisch British Elend? Life Cycles wie zu VW Käfer / Morris Minor Zeiten... :D)

 

Nichtsdestotrotz finde ich das späte 800er Coupé genial - zwar von der Plattform veraltet und nicht gerade ein Qualitätswunder, aber da passen wenigstens die Proportionen.

 

Sedan / Limos sind generell nicht mein Fall... Käme mir nicht ins Haus, ausser es ist ein echter Oldie à la P5 / P6. Ich stehe bei Youngtimern eher auf Fastbacks (à la Citroen DS, CX oder Rover SD1), selbst den 75er finde ich auch nur als Tourer wirklich schön.


26.01.2009 17:10    |    der_deppen_daemel

Der 800er und Legend (Accord war der 600er) sind ja fast gleich, bis auf die Karosserie. Schau dir mal den 800er VORfacelicht an und dann den Legend. Sehen (für mich) fast gleich aus... Klar, Fahrwerk hatte ich da nicht gepeilt. Das 827 Coupé sollte m.E. einen Nachfolger bekommen, nur war Rover da schon Pleite:

 

http://www.seriouswheels.com/.../...er-75-Coupe-Concept-S-1024x768.jpg

 

An sich bildschön. Nur, naja, pleite... :(


26.01.2009 17:15    |    go_modem_go

Schöner 75er!

 

Der fällt bestimmt bald in China vom Band, als SAIC-Roewe Coupé, oder Nanjing-MG...

 

Nur haben die in China kaum Bedarf an Coupés. Eher an leicht gestretchten Versionen à la Audi A6L, Passat 2000 und Roewe 750, da dort sowieso fast immer der Chauffeur fährt (zumindestens in oberen Mittelklasse - so ein Chauffeur kostet ja nur €70.- Gehalt im Monat, da würde ich mir auch einen gönnen - allerdings eher eine weibliche Chauffeuse...:D)


26.01.2009 17:21    |    der_deppen_daemel

Ich würde mir dann eine Fahrtbegleiterin "kaufen" :D Chauffeur und Fahrtbegleiterin - "Mochten sie Getlänk?" :D

 

Der 75 Coupé hätte Rover ein wenig was bringen können. Denn selbst überzeugte VW Fahrer finden den sehr schick... Ausreichend motorisiert ist das Konzept ja auch gewesen... Das war glaube ich ein Bi Turbo V8 (der Mustang V8 vom 75 V8 bzw. MG ZTR oder wie immer die MG Bezeichnung war :D)


26.01.2009 21:43    |    i need nos

das mit der Fahltbegleitelin muss ich mir nochmal durch den Kopf gehen lassen:D


27.01.2009 11:54    |    Trackback

Kommentiert auf: C30 - Wieso kauft man sowas?:

 

Rover SD1 - "The poor man's Aston"

 

[...] Division". Dies zur Folge, erhielt das Projekt einen neuen Namen: SD1

 

Nachdem ausführliche Arbeiten am Rover V8 durchgeführt wurden, musste dieser auch wieder eingebaut werden. Somit entstand ein Wagen, welches [...]

 

Artikel lesen ...


27.01.2009 19:16    |    tomcat22

schöner Beitrag, sehr informativ

 

@der_deppen_daemel

Die letzten V6-Motoren waren keine überarbeiteten Hondas, sondern Eigenentwicklungen von Powertrain, meine ich


27.01.2009 19:35    |    KKW 20

Also so weit ich weiß waren die 2 L und 2.5 L V6 Motoren der K-Serie, Rover Entwicklungen.:)


27.01.2009 20:11    |    der_deppen_daemel

Oha... Also, mit 75's habe ich nicht wirklich viel zu tun gehabt bzw. mich nicht mit beschäftigt... Okay, dann sinds K-Series :D


28.01.2009 17:47    |    DooMMasteR

wow...Softturbo

war das ne Resonanzaufladung...oder wie?

ganze 15PS gewinn.....


Deine Antwort auf "Der Rover V8 - ein kleiner Ami"

Auszeichnung

Mein Blog hat am 05.08.2009 die Auszeichnung "Blogempfehlung" erhalten.

Wer hat's verbockt?

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Spritsparender Raser

Volvo

1986 den Fertigungstunnel in Großbritannien verlassen und bereits nach wenigen Wochen mit den ersten Kinderkrankheiten in die Werkstatt berufen, wurde ich 1997 in die Bundesrepublik überführt und bin seitdem im Landkreis Verden angemeldet :D Mit hellem Leder, schon gräulichen Scheinwerfern und ein höher gelegtes Fahrwerk siehe ich nicht gerade aus wie "made in England". Mein Hobby hat 5 Räder (alle 5 sind während des Fahrens in Gebrauch), 4 Töpfe, 3 Pedale, etwas Alu, viel Glas und trägt den skandinavisch angehauchten Namen: Sörtie.

Sörtie (Volvo C30)

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Meine Alltagsdame. Täglich und europaweit im Einsatz. Gekauft um Geld zu sparen (was es auch macht :D) und bereits sehr viel erlebt. Sparsam, sicher und einmalig in der Optik.

 

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