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06.02.2012 23:09    |    Multimeter52303    |    Kommentare (21)    |   Stichworte: Ausstellung, Bremen, Classic Motorshow, Februar, Klassiker, Messe, Oldtimer, Youngtimer

Persönliche Eindrücke von der Bremen Classic Motorshow 2012

Die Freude war gross, als ich die PN aus der Motor -Talk Werkstatt aus Berlin las: HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH, OVER30, Du hast gewonnen....

 

An dieser Stelle daher nochmals vielen Dank an das gesamte Motor -Talk- Team von mir und meiner Begleitung für die Eintrittskarten, und das daraus resultierende unvergessliche Erlebnis auf der Classic Motor Show in Bremen 2012.

Die Anreise am Freitagmorgen über die BAB A7 aus Richtung Göttingen kommend war zeitweise von schlechten Strassenverhältnissen durch Schneefall beeinträchtigt, aber auch das hält Enthusiasten bekanntlich nicht von ihrem Ziel ab.

Jedenfalls waren die Strassen doch recht heftig "gesalzen". Zum Beweis dafür hier unser eigentlich dunkler Mercedes nach der Fahrt Bremen und zurück.... Aus schwarz mach weiss....

 

 

 

In Bremen angekommen gestaltete sich die Parkplatzsuche erst noch einmal kompliziert, bis wir die meiner Meinung nach schlecht ausgeschilderten Parkplätze direkt am Messegelände gefunden hatten.

In diesem Zusammenhang muss jedoch erwähnt werden, dass das Parken selber überraschenderweise günstig war für die vielen Stunden die unser Auto dort stand.

Nachdem so das eigene Auto nun mit einem Parkplatz „versorgt“ war, konnten wir uns unbekümmert ins Messegetümmel stürzen.

 

Vor diesem Bericht jedoch eine kurze Zusammenfassung der Messe in Zahlen und Fakten, sozusagen als Einstieg ins Thema:

Die Messe findet seit dem Jahr 2004 einmal jährlich statt.

Die Besucherzahlen stiegen seit dieser Zeit von Jahr zu Jahr kontinuierlich von 25.000 Besuchern im Eröffnungsjahr bis zum Jahr 2011, in dem es bereits 40.500 Besucher waren.

Bleibt also mit Spannung das Besucherzahlenergebnis dieses Jahres abzuwarten.

Der stetige Anstieg der Besucher hat auch seinen guten Grund:

Nicht nur dass Bremen immer die erste Messe im neuen Jahr ist, und somit den Einstieg in die neu beginnende Old- und Youngtimersaison darstellt, - nein auch vielmehr wegen der herausragenden Qualität dieser kleinen, aber feinen Messe mit mittlerweile 580 Ausstellern aus 12 Nationen.

Eine derart fachlich anspruchsvolle Messe mit schöner Atmosphäre muss zwangsläufig die Liebhaber alter Automobile in grosser Zahl anlocken.

Bremen ist die Fachmesse nicht nur für Old- und Youngtimer Autos, sondern auch für die Zweirad-Enthusiasten sowie für Motorsportbegeisterte.

Umfangreiches Ersatzteilangebot und Hilfen für die Restaurierung runden zusammen mit einer Vielzahl an Zubehör und Literatur das Angebot um unser schönes Hobby ab.

 

 

Das herausragende Highlight der diesjährigen Messe war jedoch die Sonderausstellung der „Unberührten“ der Collection Schlumpf.

Gemeint sind damit noch völlig orginale, unrestaurierte Fahrzeuge, die das Musée Nationale de l' Automobile in Mulhouse als Leihgabe auf der diesjährigen Bremer Classic Motorshow ausstellte.

Zu sehen waren von diesen zehn Exponaten u.a. ein Voisin C7 Coach aus dem Jahr 1928, ein Hotchkiss AM 2 Torpédo aus dem Jahr 1927 sowie ein Ravel 9/12 HP Berline aus dem Jahr 1925.

 

 

 

 

 

 

Aber auch im Motorradbereich gab es unrestaurierte, fahrbereite „Schätzchen“ als alten Zeiten zu bewundern und zu bestaunen.

Mit dem entsprechenden Geldbeutel konnte man als besonderen Anreiz sogar einige Klassiker oder Youngtimer auf der Messe käuflich erwerben.

 

Aber nun zu den eigenen Impressionen:

In Halle 1 waren die Motorräder und die Motorradbörse untergebracht.

Für Autofreaks wie mich und meine Begleitung leider weniger interessant, daher begann unser Rundgang gleich mit Halle 2 bis 4, in der sich ein schier gigantischer Zubehörmarkt vor unseren staunenden Augen ausbreitete.

Wir hatten das Gefühl, das es kaum etwas an alten Ersatzteilen gibt, was es hier nicht zu kaufen gab.

Autoteile wie Chromzierleisten für die unterschiedlichsten Autotypen, Spiegel, alte Tachometer, Drehzahlmesser, Tankanzeigen, Dichtungen für Fenster und Türen, die unterschiedlichsten Arten von Schrauben, diverse Gummischläuche, Lenkräder, ja sogar Hauptbremszylinder und komplette Scheinwerfer usw. lenkten die Aufmerksamkeit von Suchenden auf sich.

Eine wahre Fundgrube für Besitzer alter Karossen, die auf der Suche nach einem bestimmten Orginalersatzteil sind.

Und wenn wir schon bei der Orginalität sind: Manche Stände boten darüberhinaus auch eine breite Palette von Autoradios aus der guten alten Zeit an, die zur authentischen Ausstattung eines Oldtimers ein unbedingtes „must have“ sind.

Als zweiter unübersehbarer Posten neben den Ersatzteilen dominierte natürlich die automobile Fachliteratur an den Verkaufsständen.

Angefangen von der Reparaturanleitung für Youngtimer über Hochglanzbildbände historischer Fahrzeuge gefolgt von alten, orginalen Verkaufsprospekten war dort alles zu finden, was das Sammlerherz begehrt.

Allerdings meines Erachtens auch zu Preisen, die nicht immer ganz so leicht zu schlucken waren.

So zum Beispiel bei manchen Emailleschildern, bei denen man sich fragen musste, ob der angesetzte hohe Preis nun wirklich das wahre Alter des guten Stückes ausdrückt, oder einfach den Versuch der Abzocke für ein Repro-Produkt darstellt.

Na, egal, wie auch immer, man konnte ja kaufen, musste zum Glück jedoch nicht …

Erwähnenswert sind natürlich auch noch die verschiedenen Zubehörlieferanten und Hersteller mit ihren vielen informativen Ständen.

Vom neuen Trailer über diverses ( Spezial- ) Werkzeug bis hin zu Pflege- und Konservierungsprodukten gab es für Old- und Youngtimerfans

reichlich zum Ansehen, Anfassen und sich vorführen lassen.

Interessant und für erwähnenswert halte ich auch den von mir geschätzten Altersdurchschnitt der Messebesucher.

Ohne repräsentativ urteilen zu können, bin ich der Meinung, dass dieser Altersdurchschnitt mindestens bei ca. 50 Jahren, wenn nicht sogar darüber lag.

Sicher waren unter den Messebesuchern auch einige sehr viel jüngere Menschen dabei, aber sie erschienen mir in der Minderheit zu sein.

Hochinteressant fände ich in diesem Zusammenhang auch eine Statistik darüber, wie hoch der weibliche Anteil der Messebesucher wohl war.

Wenn auch so einige Frauen zu entdecken waren, so war es doch wieder einmal gut zu beobachten, dass das Auto noch immer eine Männerdomäne ist.

Von den reinen Verkaufsständen ging es in Halle 5 und 6 zu den jungen Klassikern und dem Motorsport.

 

 

 

Hier fühlten sich mein Begleiter und ich uns gleich in unserem Element.

Mit großzügigem Platz zwischen den einzelnen Fahrzeugen standen dort die innen und aussen auf Hochglanz polierten „Schätzchen“ vergangener Tage, und warteten darauf bestaunt und fotografiert zu werden.

Die entsprechende Beleuchtung setzte diese Automobile noch zusätzlich ins rechte Licht, so dass man bei manchen Fahrzeugen vom blitzenden Chrom fast geblendet wurde.

 

 

Aber eine Augenweide war es natürlich doch!

Auffallend dominierend war dabei überall die Automarke Mercedes Benz.

Also Sterne und Embleme, die einen Stern enthielten, gab es bald an jeder Ecke und immer gleich gehäuft, also zu mehreren Exemplaren.

 

 

 

VW machte sich dagegen richtig rar, wenn man mal von dem Dauerbrenner VW- Käfer absieht, den es in wenigen Modellen und Baujahren zu sehen gab.

Es war auch auffällig dass viele Markenclubs und Vereine mit eigenen gut bestückten Ständen die Herzen der Besucher erfreut haben, was man von den Autoherstellern nicht gerade behaupten konnte.

Auch die vier Ringe des Audi`s fand man nicht besonders häufig an den ausgestellten Automobilen, bis in einer kleinen aber feinen Sonderschau des ACI ( Audi Club International ).

Dort wurde die Entwicklungsgeschichte der ausgestellten Fahrzeuge und des Herstellers Audi auch in regelmässigen Intervallen dem interessierten Publikum von einem Kommentator per Mikrofon und Lautsprecher vorgestellt.

Eine nette Abwechselung zu all den anderen „stumm“ ausgestellten Autos.

Wobei stumm zwar zutrifft, aber nicht gleichzusetzen ist mit informationslos, denn vor jedem Fahrzeug stand ein Schild, mit den wichtigsten Daten zu dem Auto.

Und manches Mal stand auf diesem Schild auch zusätzlich noch der Verkaufspreis, der bei manchen Fahrzeugen einen sechstelligen Wert erreichte, für den man auch locker eine Immobilie hätte erwerben können.

 

In diesem Zusammenhang hat mich persönlich als Fan und Besitzerin eines Opel Manta B der geforderte Preis von 12.000 Euro für einen 1979er Manta geschockt, der meiner Meinung nach nicht die Zustandsnote 1 nach der Einstufung/Bewertung nach Classic Data verdienen dürfte. Aber das sei nur am Rande erwähnt. Gut jedenfalls zu wissen, dass auch ein Manta noch im Wert steigen kann …:D ;)

 

 

 

 

Meinem zweiten persönlichen Traumauto aus meinen späten 70er Jahren bin ich in Bremen auch wieder begegnet: dem Porsche 914, oder auch früher nicht als Porsche galt, weil er von VW gebaut wurde. Es war die markante Form dieses Sportwagens, die mir damals und auch heute noch so gut gefiel.

So ein Fahrzeug bin ich zwar nie gefahren, aber er hat mir schon immer gefallen. Habe als Erinnerung gleich ein paar Fotos geschossen …..

 

 

 

 

 

 

 

Die zweite starke Gruppe von gezeigten Fahrzeugen stellte neben Mercedes Benz ganz sicher Porsche und BMW mit den entsprechenden Fahrzeugen dar.

Auch im Ausstellungsbereich historischer Rennsport dominierten Porsche und BMW Fahrzeuge.

Grell und auffällig bunt lackierte, mit Werbeaufschriften verzierte Rennboliden aus den 70er Jahren, darunter zwei Porsche, deren ausladende Heckflügel/ -Spoiler durchaus als Tisch für mehrere Personen hätte dienen können.

 

 

 

Interessant war auch der Blick in den Motorraum dieser Rennmaschinen: grosse offene Vergaser- „Tüten“ machten Lust darauf, diese Maschine mal zu hören, doch leider blieben die Motoren natürlich stumm.

Verstummen oder in Erstaunen ausbrechen konnte man auch bei manchen wirklichen „Exoten“ unter den ausgestellten Fahrzeugen, wie z.B. einem Jaguar XJS V12 Las Vegas aus dem Jahr 1982, von dem ganze zwei Exemplare gefertigt wurden, wovon eines in den Besitz von der Rock Sängerin Tina Turner ging.

 

 

 

Ich denke jedenfalls, dass jedes Auto nicht nur seine Liebhaber findet, sondern auch die gebührende Anerkennung, wenn es einen gewissen Status und Alter erreicht hat.

Wie die zeitlos schönen und eleganten Borgward Automobile, wie z.B. die Borgward Isabella TS Cabriolet, die auch in Bremen zu sehen war.

Man kann sie gar nicht alle aufzählen, die automobilen Zeitzeugen vergangener Jahre, die auf dieser Messe augestellt waren. Daher anbei auch ein paar schöne Fotos als visuelle Unterstützung zu meinen ganzen Beschreibungen.

 

Als nettes „Highlight“ und lustiger Hingucker am Rande dieser ganzen blitzblanken Karossen stach jedoch ein „echter Scheunenfund“ ins Auge des Besuchers. Ein altes Auto mit Patina, Rost und reichlich Staub, „garniert“ mit Stroh und Eiern von glücklichen Hühnern, stand als sozusagen als Eycatcher dort ganz allein redend für sich. „No comment...“, ein Kommentar erübrigte sich bei diesem Exponat.

 

 

 

Last but not least, muss die kleine Ecke mit alten Traktoren, Motorsägen und einigen wenigen, handverlesenen LKW`s erwähnt werden.

Längst in Vergessenheit geratene Namen von Schleppern wie Fendt oder Porsche standen dort als Exponate etwas abgelegen vom eigentlichen Trubel in der Ecke einer Halle und warteten auf ihre Fans.

Sowie auch die LKW`s, die in längst vergangenen Tagen die Güter von A nach B bewegten.

Namen wie Büssing GD, Typ NAG 650 , Baujahr 1939,

oder MAN 515 L1 aus dem Jahr 1958 waren dort zu lesen, und als Ausstellungsstück in ihrer imposanten Grösse zu betrachten.

Sicher ist diese Grösse nichts gemessen an den heutigen LKW`s, aber mit sehr einfacher Technik wurden schon damals die grössten Lasten bewegt und gefahren.

Fahrer und LKW mussten „eins“ sein, um sich dieser Herausforderung zu stellen und sie zu bewältigen. Ohne aufwändige technische Hilfsmittel -

sowie dies bei aller alten automobilen Technik der Fall ist.

Manchmal ist eine Technik „ohne alles“ doch wesentlich einfacher zu bedienen und zu reparieren als die neuen, voller Elektronik steckenden Fahrzeuge der heutigen Zeit.

Dazu habe ich auf der Messe einen schönen Spruch gefunden, den ich Euch hier nicht vorenthalten möchte:

Erst wenn der letzte Vergaser verschrottet, der letzte Unterbrecher verschmort und der letzte Gaszug gerissen ist, werdet ihr merken, dass man Elektronik nicht reparieren kann.

 

 

 

 

Na, ganz so drastisch wird es wohl nicht sein, aber der Spruch ist doch nett, oder?

Abschliessend möchte ich noch allgemein zu dieser Messe sagen, dass es als Besucher angenehm war durch die Hallen zu gehen. Die Gänge waren breit genug für die Besucherströme, und auch die Fahrzeuge waren vom Platz her so großzügig aufgestellt, dass man auch mal ein paar Meter zurück treten konnte, um ein Foto zu machen, ohne gleich an der Seite des nächsten Autos zu stehen.

Die Restauration war ebenfalls angenehm und überraschend preiswert.

Insgesamt haben daher mein Begleiter und ich also ein rundherum positiven Eindruck von dieser Messe mitgenommen und können daher sagen: Die Bremen Classic Motorshow ist unbedingt empfehlenswert, sicher auch im nächsten Jahr.

 

Liebe Grüße an alle MT`ler von

 

Over30


06.02.2012 23:37    |    Andi2011

Einige schöne Wagen sind da zu sehen,auch der 914 Porsche ist immer noch stark, das Audi Coupe ist schick und auch der Horch und einige mehr.

 

Da ich letztes Jahr die EMS bei MTgewonnen hab,weiss ich jetzt das es nicht so leicht ist ,die Eindrücke gut zu verpacken und in einem Blog rüber zu bringen und auch noch halbwegs gute Fotos zu liefern - zumal sowas leider nicht so oft gelesen wird.

 

Ist dir jedenfalls gut gelungen, das lesen und die Bilder haben mir Spass gemacht:D

 

Grüße

Andi

07.02.2012 00:06    |    motorina

Na, wurde auch endlich Zeit;), dass man von der Bremen Classic Resonanz erhält...

Das Warten hat sich aber gelohnt bei so vielen Fotos, danke.

 

Grüsse,   motorina.

07.02.2012 00:15    |    bronx.1965

Ay Sabine, sehr schön, mit viel Herzblut beschrieben.

 

Da ich ja "eingeweiht" war, habe ich natürlich mit Spannung auf deinen Beitrag gewartet.

Die Fotos sind dir gut gelungen und der gefundene Spruch mit der Elektronik trifft mich Elektronik- Spötter & Lästerer ins Mark.

DEN hätte ich gern für meinen alten Schiffs-diesel. Genial. :D

Zu "deinem" Traumwagen, dem 914, fällt mir ein Fahrerlebnis ein, welches ca 15 Jahre zurückliegt.

Ich durfte so einen mal fahren und erinnere mich gern, wie agil der "abging".

 

Klasse Beitrag,

Marco ;)

07.02.2012 00:40    |    Multimeter52303

Hallo Andi2011,

 

danke für Dein nettes Lob für meinen Blog.

Mit den "halbwegs" guten Fotos hast Du Recht.

Mit einer ganz normalen Kamera ist es schon eine kleine Herausforderung einigermassen gute Bilder zu machen.

Ein paar Bilder kann ich in der Galerie noch nachschieben.... Habe noch welche auf Lager.

Also schau noch mal rein, wenn Du magst.

 

L.G.

Sabine

 

 

Hallo motorina,

 

na immer langsam mit den jungen Pferden ....:D ;) :p

 

War ne ganz schöne Arbeit den Text zu schreiben und die vielen Bilder hochzuladen usw.:cool:

Habe es aber gern gemacht, und es hat mir auch sehr viel Spass gemacht. Hatte aber auch einen guten Coach an meiner Seite ....;)

 

Außerdem musste ich erst mal ziemlich suchen und gucken, wie das geht, mit den von MT mir eingeräumten Schreibrechten in diesem MT Blog. War ein bisschen kompliziert, aber habe es dann doch noch gefunden. Daher auch die kleine Verspätung.;)

 

Schön, dass Du meinst, dass sich das Warten gelohnt hat!

Danke!

 

LG

Sabine

 

 

Hallo Marco,

 

ja, "Eingeweihte" haben immer mehr Spannung zu erwarten .... Du verstehst...;) :D

So wie ich schreibe, schreibe, oder fühle ich nun mal, sogar, oder auch, oder erst Recht, in Bezug auf altes Autoblech. :D

Bin von daher eben wohl eher untypisch für mein Geschlecht...:rolleyes:

Den Spruch mit der Elektronik, die nicht zu reparieren ist, fand ich auch so klasse, daher habe ich das gleich abgelichtet, damit ich es nicht vergesse.

 

Neid, Neid.... Du bist mal einen Porsche 914 gefahren??? Naja, was nicht ist kann ja noch werden, ich meine bei mir, mit dem 914er fahren.

 

Schön, dass Dir der Blog auch gefallen hat.

Danke !

 

L.G.

Sabine

07.02.2012 01:09    |    Multimeter52303

.... weitere Bilder wurden in die Galerie eingestellt ....

07.02.2012 07:55    |    Spannungsprüfer39815

und wie war es fruher ohne Hahaped?dort gibt es alles!und daruber auch)

07.02.2012 08:14    |    Andi2011

Danke für`s "Nachlegen";)

 

Der Granada mit Fastback sieht auf den ersten Blick wirklich sehr gut aus und auch die Opel sind interessant.

 

Grüße

Andi

07.02.2012 10:56    |    spechti

Auch ich gehe gerne zur BCMS wenn ich es einrichten kann und das ist fast jährlich der Fall. Bremen ist nicht weit von mir zu Hause. Es ist die einzige Messe dieser Art im Norden und von den Veranstaltern sehr gut gemacht.

Ein besonderes Highlight sind auch immer die Sonderausstellungen. Die Bugattis vor ein paar Jahren waren da für mich der Höhepunkt. Ebenfalls positiv bewerte ich die Teileauswahl und die anwesenden Händler - wenngleich einige wenige wegen ihrer Preise eher als Nepper zu bezeichnen sind. Besonders interessant ist die Messe für Leute, die händeringend nach seltenen Gummiprofilen, Dämmaterialien, Elektrikteilen oder bestimmten Werkzeugen suchen.

 

Als eiziges Manko empfinde ich die eklatante Unterrepräsentanz von US-Autos und deren Teileversorgung (wenngleich vieles aus den Teileregalen natürlich auch dort passt). Aber es kann halt nicht allen recht gemacht werden...

07.02.2012 11:25    |    Schattenparker51935

Mir viel das riesige Angebot an Porsche 911 auf, die Preise sind da mittlerweile brutal angezogen und jeder Händler oder auch die Semihändler im saukalten Parkhaus will sich da jetzt schnell ne Schnitte vom Kuchen abschneiden .

Ansonsten ne schöne Messe .

07.02.2012 11:51    |    jamido

jupp...ging mir genauso! die porschelastigkeit war enorm. die preise allerdings auch!

das audi coupe s war wirklich klasse...den DB5 (ohne Preisangabe= war auch wirklich schön anzusehen.

Ansonsten wirklich schön, aber dieses Jahr am SA sehr voll gewesen!

07.02.2012 13:59    |    motorina

Habe gerade noch einen weiteren Thread mit zwei Links über diese Veranstaltung entdeckt:

www.motor-talk.de/forum/bremen-classic-motorshow-2012-t3737874.html

Unglaublich, wie viele weitere Fahrzeuge (und Verkaufstische) dort abgebildet sind.

Deutlich wird dabei auch, mit welch unterschiedlicher Sichtweise jeder durch so eine Classic-Show "wandelt"...

So bekommt man einen umfassenden Eindruck, was ausser Fahrzeugen noch so alles angeboten wurde.

 

Grüsse,   motorina.

 

Edit:

Wo sind eigentlich die Berichte der anderen Gewinner der Freikarten von MT?

Irgendwie kann ich da nichts mehr finden:rolleyes:...

09.02.2012 15:27    |    MB Dieselmaster

Moin,

 

war das erste Mal dort und ich war begeistert! Viele Autos meiner Jugend und dann auch noch das erste Auto was ich selber hatte ein Opel Kadett D. In einem fast NW-ähnlichen Zustand mit gerade mal 20.000 km auf dem Buckel und das nach 31 Jahren.

 

Wie es mein Name schon verrät, besonderes angetan hatten es mit die ganzen Sternenträger!

Da waren schon einige Exponate dabei, wo man wieder Schwach werden konnte. Besonderes gefreut habe ich mich über die diversen W140 Modelle, kein Wunder, da ich so ein Fahrzeug selbst mein eigen nennen darf! Gut es ist zwar kein V12, aber immerhin ein Halber!

 

Darüber hinaus wurde ein W126 aus dem Jahr 1990 präsentiert, mit unglaublichen 8.000 km auf der Uhr. Dabei handelte es sich um einen 300 SE in Dunkelblau Uni Code 904. Als Innenausstattung wurde ihm damals blaues Velour zugedacht. Ein Automatikgetriebe, elektrische Fensterheber, Tempomat und Klimaautomatik wurden diesem zeitlosen Fahrzeug mit auf dem Weg gegeben. Als Highlight besitzt dieser Wagen allerdings eine elektrisch einstellbare Lenksäule.

 

Hinzu kamen die Exoten aus dem Hause Lamborghini (GT400), Maserati (Ghibli Cabrio), Maserati Merak und eine unglaublich perfekte rote Crovette C2.

 

Träumen erlaubt!

 

Könnte noch viel schreiben, leider fehlt mir die Zeit!

 

Grüße

Jens

09.02.2012 15:34    |    motorina

Dann schreib´ halt etwas später, @MB Dieselmaster, und lass uns an deinen Eindrücken teilhaben.

Ist immer wieder schön zu lesen, was andere Besucher so Herausragendes entdeckt haben (wie z.B. eine elektrisch verstellbare Lanksäule) - jeder hat so seinen anderen, eigenen Blickwinkel (wie die oben erwähnten Berichte ja zeigen).

Da fällt mir ein, dass auch der kleine Mini Cooper von 1990 nur 8.110km auf der Uhr hatte...

 

Grüsse,   motorina.

10.02.2012 11:28    |    MB Dieselmaster

Moin Motorina und liebe Autovernarrte,

 

da ich hier so freundlich gebeten wurde, werde ich Euch gerne an meinen Eindrücken teilhaben lassen.

 

Der Tag den ich gewählt hatte war der Samstag, wie sich später herausstellen sollte die falsche Entscheidung, denn an diesem Tag gingen gefühlt alle hin. Als ich um kurz nach 9.00 Uhr da war ging es noch mit der Fülle, aber im laufe des Tages wurde voller und voller. Nächstes Mal werde ich den Freitag wählen, da soll nur ein drittel der Besucher vom Samstag dort sein.

Als Eingang wählte ich die Halle 7, war für mich die absolut richtige Halle zum Anfang. Was mir dort als erstes ins Auge sprang war ein Lloyd Alexander TS, aufgebaut als Scheunenfund. Mit diesem Auto verbindet mich etwas besonderes, es war das erste Auto was meine Eltern hatten, gut unser war Blau mit weißem Dach und einem Saxomat-Getriebe! Schalten ohne zu Kuppeln! Ja so was gab es schon zu Beginn der 60er Jahre. Klar das mich dadurch auch die Bremer Automobilgeschichte interessiert mit Lloyd, Goliath und den unsterblichen Borgward.

 

Kaum zu glauben, aber doch wahr. Dem Zweitaktdunst bin ich auch nicht abgeneigt und schon lächelte mich ein unglaubliches Cabrio an! Ein Hüftschwung, wow! Augen zum dahin schmelzen, ein weißes Kleid und das allerbeste was rotes darunter. Dabei handelt es sich um einen Auto Union 1000, bei dem die Designer einen Blick über den Teich warfen und sich so einiges bei dem Ford Thunderbird abguckten und dem Auto Union verpassten, ja das war schon was zum dahin schmelzen. Weißer Lack und eine rote Innenausstattung mit weißem Lenkrad, ja so sollte ein Auto aussehen, zumindest für mich! Hätte ich am liebsten mitgenommen und mich auf den Sommer gefreut.

Einmal umgedreht und schon stand wieder etwas besonderes vor einem - ein NSU RO 80 - wohl der extravaganteste Wagen der späten 60er Jahre, seiner Zeit schon weit vorraus. Ein Platzangebot einer Luxuslimousine, Laufruhe die es vorher nie gab, dank des Wankelmotors. Schade das dieser Motor soviel Nachteile hat, so dass er sich leider nie durchsetzen konnte.

 

Ein paar Schritte weiter ein Ford Granada aus dem Jahr 1976, in Silber mit blauer Ghia Innenausstattung und einem 2,6 Liter V6 Motor mit 125 PS und einem 3-Gang Wandlerautomatikgetriebe. Ja das hatte was, obwohl ich damals mehr zu Opel tendierte, was man ja auch in meinem Profil nachlesen kann. Zu dieser Zeit fuhr mein Vater Opel Commodore, war ja ein direkter Konkurrent zum Ford Granada. Ja diese Autos meiner frühen Jugend üben auch noch Heute einen besonderen Reiz auf mich aus.

 

Schräg gegenüber der Stand der Alt-Opel Freunde, ja da gab es einigen Gedankenaustausch über die guten alten OPEL-Zeiten! Was war ich froh, viele sind auch dort meiner Meinung, es ist echt Schade was aus Opel geworden ist. Für meine Wenigkeit gab es einfach zu wenige Opel aus den späten 60er und 70er Jahren auf dieser Messe, echt Schade.

Noch ein wenig mich in der Halle umgeschaut und die Porsche Diesltrecker entdeckt, wo der Große ja etwas mit mir gemeinsam hat den Namen! DIESELMASTER!

Mich noch kurz meine erste Liebe angesehen, Citroen 2 CV, besser bekannt als Ente, wollte ich immer haben, hat bis Heute nicht sollen sein. Wer weiß was noch alles kommt.

 

Nun aber ab in die nächste Halle, vorher noch schnell an der Lotterie der Lebenshilfe Gießen teilnehmen, ein Brezel kaufen, da mein Magen schon knurrte. Aber jetzt weiter.

 

Halle 6, rein und die Augen wissen im ersten Augenblick gar nicht wohin. Ein Opel Kadett GTE stich sofort ins Auge. Die Fiat Abarth nicht zu vergessen. Schnell noch einen Jutebeutel abgestaubt und weiter. Nun zu den echten Hinsehern, präsentiert unter hellsten Deckenscheinwerfern, nicht zu übersehen. Aber vorher noch ein Blick auf eine kleine Heckflosse schmeißen und freuen. Ja so was kenne ich auch zu gut, wir hatten damals eine große Flosse, ja diese hat mich mit dem Sternenvirus infiziert. Es war schon damals etwas besonderes in einem Mercedes zu Fahren und dann noch neben den Fahrer sitzen, ja damals gab es noch Autos mit 6 Sitzen und diese S-Klassse war auch so eine. Automatikwahlhebel am Lenkrad und Fieberthermometertacho. Sofort waren die Kindheitserinnerungen wieder da.

 

Jetzt ab ins helle Rampenlicht und da war er der Opel Kadett D, ja mein erstes eigenes Auto, vom Munde abgespart und BAR bezahlt. Für mich reichte es zu einem 1,2 S mit 54 PS und meiner hatte kein Metallic, nur UNI Hennarot, ja Rot war er auch nicht innen, nur Beige. Aber immerhin die gleichen Sitze mit dem Fischgrätenmuster. Ach ja meiner war auch aus dem 1982 und nicht von 1981. Gut es lässt sich darüber streiten ob das nun ein schönes oder hässliches Auto ist, für mich war er damals schön! Alle fuhren VW Golf als Jugendliche, da wollte ich mich abheben mit einem Opel Kadett, was mit auch gelang.

 

Da stand nun mein höchster Traum ein W140, ja diesen Traum habe ich mir im letzen Jahr verwirklicht und darf so einen mein eigen nennen. Gerade deshalb sieht man sich jeden Mercedes W140 besonders an und auch sehr kritisch. Nicht unbedingt der im hellen Rampenlicht vom Bremer Vorstadthändler Kultmobile (dem Traue ich sowieso nicht), nein ein W140 als S280 auf dem Parkdeck war was besonderes und der Kostete nicht mal ein Viertel dessen aus dem Rampenlicht. Nicht alles was so schön glänzt ist auch das beste Angebot!

 

Dort stand auch der besagte W126 in Dunkelblau, als Japanimport. Der war schon was besonderes, auch wenn mir als Youngtimer-Experten einige Dinge etwas widersprüchlich vorkamen. 8.000 km Laufleistung und Felgen mit eingebrannten Rändern? Aber eine Ausstattung der Extraklasse.

 

Einige schöne Amis waren auch noch dort, mal keine Ford Mustangs, welche ja das Gros der Amifraktion ausmachen. Noch ein wenig an den schönen 911ern von Porsche erfreut und ab in die Halle 5.

 

Halle 5: Händler von Young- und Oldtimern, Vereine und Clubs. Mercedes-Clubs, BMW-Clubs mit den V8 Verein. Autos mit glanzvollen Namen und glanzvollen Preisen. Herrausragend ein 300 SEL 6,3 in Dunkelblau. Ja ein 220 S Ponton Cabrio in einem 2 farbigen Lack. Die Mercedes 220 Cabrios. Für Liebhaber alter Porsche-Modelle gab es diverse 911er, aber auch 928, 944, 924 sowie einen 968 als Clubsport und sogar die wenig geliebeten VW-Porsche 914. Den UR 911er nicht zu vergessen, ein 901!!!

Ja das war die Halle wo ich am längsten war und träumte!!!!!! Die Zeit verflog nur so, wollte doch noch ins Parkhaus. Da gab es die Gebrauchtwagenbörse, Autos aller Preisklassen, von knapp über 1.000.- Euro bis über 100.000.- Euro, für jeden etwas. Allerdings von Schrottplatz bis Museum war auch alles dabei.

Es war ja bitterkalt und so ging es doch ein wenig schneller durch das Parkhaus, als gedacht. Nach gut einer Stunde in der Kälte zog es mich doch wieder ins Warme.

Nun schnell was warmes trinken, ja da gab es doch guten Bremer Kaffee aus dem Hause JA:::BS, man war das GUT!

Nun war stöbern angesagt, alte Zeitschriften, Magazine, Prospekte und Bücher ansehen. Alte Teile begutachten und und und.

Wünsche kamen auf, ja einige habe ich mir dann noch befriedigt in Form von 2 Prospekten und einem schönen Buch zum schmökern.

Nicht das ihr denkt das war alle, nein auch die zweirädrigen Freunde kamen nicht zu kurz. Darüber darf gerne jemand schreiben der sich für Motorräder so begeistert wie meine Wenigkeit für Autos.

 

Euer MB Dieselmaster alias Jens


10.02.2012 14:56    |    bronx.1965

@Dieselmaster:

 

Klasse geschrieben! Danke für den schönen Beitrag.

 

Bronx

10.02.2012 16:32    |    motorina

Einfach Klasse, wie du uns deine Eindrücke lebhaft und wortgewandt vermittelt hast, @MB Dieselmaster, ... bin in Gedanken so richtig mit dir durch die Ausstellungshallen "gewandelt" ... wäre wirklich schade gewesen, wenn du uns dies vorenthalten hättest.

Der DKW 1000 SP Roadster hatte mir schon in der Jugend gefallen, und ich liebäugel noch heute damit:rolleyes: ...

Opel besass ich noch keinen (auch wenn mir die 70er Jahre Modelle ganz gut gefallen - auch heute noch).

Ich hoffe, dass du uns noch öfters mal an deinen Besuchen bei Oldtimer-Veranstaltungen teilhaben lässt.

 

Grüsse,    motorina.

11.02.2012 22:37    |    MB Dieselmaster

Kleiner Nachtrag zum Porsche 914.

 

Hatte auch den scherzhaften Namen: HAUSFRAUENPORSCHE!

11.02.2012 22:41    |    Multimeter52303

Hallo Jens,

 

wolltest Du mich mit dem "Hausfrauenporsche" ansprechen?:D ;)

Das macht mir nix ....:p

Will trotzdem so einen wenigstens noch ein mal im Leben fahren... mal sehen...:rolleyes:

Gibt es die Sendung "wünsch Dir was" nicht mehr ?????:D:D:D

Hab Dir auch was geschrieben....

 

LG

Sabine

12.02.2012 14:38    |    motorina

Hatte den "Hausfrauenporsche" trotzdem gerne gefahren .. ein Freund hat drei von ihnen, und ich dürfte/musste meistens fahren:), wenn wir unterwegs waren...

 

Grüsse,   motorina.

15.02.2012 00:32    |    andyrx

als ich noch in Bremen wohnte war ich oft auf diesem Event;)

 

vor vielen Jahren war sogar mal einer meiner Mazda RX-7 dort ausgestellt als Leihgabe für den RX-7 Club der dort einen Stand organisierte;)

 

mfg Andy


29.12.2013 20:51    |    Trackback

Kommentiert auf: MB Dieselmaster:

 

BENZ-FRIENDS-CLASSIC -- DIE "SCHNACKBAR"

 

[...] euch da oben kein Schneechaos gibt wie heuer, bin ich auch wieder Freitag da...

Hier noch Bilder von 2012.

[...]

 

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