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MOTORTESTS.de - Test und Erfahrungsberichte aus der MOTOR-TALK Community

12.01.2012 12:02    |    breakerxvii    |    Kommentare (32)    |   Stichworte: Alltag, Sicherheit, Tramper

Tramper-GesteTramper-Geste

Ich stehe an einem Rasthof irgendwo in Deutschland auf den Weg nach Hause. Es ist Freitag früher Nachmittag und mein Auto muss mit Treibstoff versorgt werden. Nach einem kurzen Umweg über den Aborten bin ich sowohl körperlich, als auch um 70cent, erleichtert.

 

Ich habe Zeit, krame meinen Salat aus dem Auto und mache es mir bequem, erst mal was Essen, die 10min Pause nehm ich mir. Kurz vor dem Ende der Pause sehe ich dann einen jungen Mann auf dem Parkplatz umherstreunen. Keine 30, blonde kurze Haare, Allwetterjacke, einfache Jeans, Schuhe zum Wandern, voll bepackt mit Rucksack, Wasserflasche in der einen und einem Schild mit der Aufschrift „Görlitz“ in der anderen Hand. Ein Tramper.

 

Eine seltene Spezies auf deutschen Raststätten, wie ich finde. Er geht von Auto zu Auto, nur noch 3 Autos trennen uns. Beim ersten und zweiten kommt er nicht einmal zum stellen seiner Frage, es wird ihm regelrecht die Tür vor Nase zugeschlagen, fast panische Gesichter in den Fahrer der Autos. Das Auto vor mir, ein Tscheche, er versteht kein Wort.

 

Dann steht der Mann vor mir. Sehr sauberes Hochdeutsch, erklärt er wäre Student und könne es sich nicht leisten ein eigenes Auto zu besitzen, er will nach Görlitz, wenn möglich ohne das dafür Geld verlangt wird, er würde mit mir Reden oder die ganze Zeit schweigen, Musik wäre ihm egal, Zeitdruck bringt er natürlich auch nicht mit.

 

Ich bin erstaunt. So ziemlich alle Argumente die ich hätte entgegenbringen können wurden bereits bei seiner Begrüßung entkräftet. Ein unerklärlicher Gestank ging auch nicht von ihm aus, er war gepflegt, wenn auch sichtlich mitgenommen von Tag. Ich muss kurz überlegen, schau in meinen Rocco, Platz wäre da, schaue ihn noch mal misstrauisch an, versuche ein Ticken aus seinem Rucksack zu hören, höre nichts und willige ein.

 

Ich habe ihn zwar nur bis nach Bautzen mitgenommen, was ca.50km vor seinem eigentlichen Ziel liegt, aber über Facebook habe ich dann noch erfahren, dass er gut (durch einen Bekannten) angekommen ist. Was ich davon hatte? Einen Gesprächspartner in einer sonst langweiligen Fahrt.


12.01.2012 12:22    |    Goify

Ich nehme manchmal auch Leute mit, aber über mitfahrgelegenheit.de organisiert. Klappt gut, gibt ein wenig Spritgeld und man trifft äußerst interessante oder hübsche Leute. :)

Tramper sehe ich sehr selten und wenn, dann ist das Auto volllbesetzt, mein Ziel ein anderes oder der Mitfahrwillige hat sich so doof in die Autobahnauffahrt gestellt, dass ein Anhalten zu gefährlich wäre.


12.01.2012 13:08    |    kika-gt

Ich dachte, diese Spezies wäre ausgestorben.

Hier bei uns (Olfen [Münsterland] und Umgebung) habe ich schon Ewigkeiten keine Tramper mehr gesehen.

In den 80ern bin ich auch fast täglich getrampt, um meine Freunde im Nachbarort zu treffen.

Bei schlechtem Wetter war das manchmal ganz schön scheisse.


12.01.2012 13:17    |    rallediebuerste

Hatte letzens auf dem Weg zum Race Of Champions einen Anhalter von der Autobahnraststätte mitgenommen. Warum auch nicht?

 

Der arme hatte vorher 3 Stunden (bei Temperaturen um 0 Grad und jeder Menge Wind) an einem anderen Parkplatz gestanden, und niemand hat ihn mitgenommen...


12.01.2012 13:23    |    anntike

bei uns an der autobahntanke sind auch oft tramper. oft auch handwerker auf walz.

 

ich seh auch oft, wenn die autofahrer ansprechen, dass die sehr freundlich reagieren. bedauernde gesten, paar flachsende worte.. hatte letztens einen da, ich glaub, der hat an dem tag mehr zeit an der tanke verbracht als ich.:D

 

noch paar gedanken dazu:

ich würd auch zu gern mal rumtrampen, bin aber nich so gern so ausgeliefert.

 

ich glaub, in der schweiz wars.. da gibts iirc irgendwie so sammelstellen, wo sich die "tramper" anstellen können. die warten dann auf autofahrer - die wiederum bekommen, wenn sie einen mitnehmen nen kleinen tankgutschein (größenordnung zwei franken sowas..).. alles in allem ne initiative, die ich gut finde.

 

ich hab ein buch da, "paradiso " von thomas klupp. beginnt auch damit, dass einer an der tankstelle auf einen wartet, der ihn mitnimmt.. hab aber bisher auch nur mal den anfang gelesen.


12.01.2012 13:29    |    Duftbaumdeuter712

Servus Goify,

 

ich hab auch schonmal überlegt bei sowas mit zu machen, Benzin wird immer teurer und die Strecken immer länger :D ...

 

Erzähl doch mal etwas darüber ... evtl. würde das die Entscheidung etwas leichter machen einen Fremden, einfach so, mitfahren zu lassen.


12.01.2012 13:44    |    HTC

Der "Fremde" ist auch nur ein Mensch!

 

Und wir leben in einer Geselllschaft, die wiederrum davon lebt, daß man einander hilft und miteinander kooperiert.

 

Tramper nehme ich selbstverständlich mit, erst recht wenn sie einen netten Eindruck machen!

 

Habe früher als Schüler oft trampen müssen und war jedesmal froh wenn jemand anhielt... Hab so einen Bürgermeister, einige Ärzte, Anwälte und einen Polizisten kennengelernt... Wieso nicht???!!!!

 

HTC


12.01.2012 13:51    |    Duftbaumdeuter712

Richtig, aber der Fremde ist nunmal fremd .. ohne Zweifel ein Mensch ! Aber Menschen sind halt oftmals auch ganz schön scheisse ;) ...

 

Ich habe ja auch nicht gesagt das ich es nicht tun würde sondern lediglich um ein paar Erfahrungsberichte gebeten.


12.01.2012 13:52    |    dobifan

DFie letzte n Tranper die ich mitgenommen hab, waren Tschechen, die bereits 6 Stunden an der gleichen stelle standen... in der "Innerstadt von Basel"...... hab sie dann bis zur nächsten Rststätte in der schweiz mitgenommen und prompt haben sie einen Fahrer getroffen, der sie bis Genf mitgenommen hat... Hat einfach gepasst in dem Moment....

 

Hab allerdings auch schon Nachts um 01.00 Uhr morgens zwei 16 jährige Mädels im QWald trampen sehen..... hab die dann aufgeladen und bis nach Hause gebracht.... nicht vorzustellen was da so alles passieren könnte.....


12.01.2012 13:59    |    skthomas

Ein guter Freund ist nach bestanden Abi ein wenig durch die Welt gezogen, per Tramp.

 

Wollte was sehen, bevor das Studium losgeht.

 

Er zog mit 600 Mark und seiner Gitarre los.

 

Nun, nach 10 Jahren kam er wieder, aus Brasilien, mit Frau und Kind.


12.01.2012 14:01    |    anntike

krass..


12.01.2012 14:09    |    Goify

Sehr gerne, Edroxx, denn ich habe ja gute Erfahrungen damit gesammelt - als Fahrer, wie auch Mitfahrer.

Man muss sich als Fahrer, der eine Fahrt anbieten möchte, registrieren. Als Mitfahrer nicht, ein Blick ins Netz genügt und man kann einfach den Fahrer anrufen/anmailen. Dort gibt dann der Fahrer einen genauen Treffpunkt an, wenn er nicht schon in die Beschreibung genau erklärt, wo er abfährt und wo er hält.

Wenn man als Fahrer eine Fahrt anbieten möchte, gibt man Abfahrts ort und -zeit an, sowie Ankuftsort. Man kann, wenn man möchte, noch den Fahrzeugtyp angeben, ob man Raucher ist oder beim ADAC. Zusätzlich noch weitere Informationen in den Kommentaren hinterlassen, wie zum Beispiel, "ich fahre nicht nur nach Pasewalk, sondern in das kleine Kuhdorf dahinter", denn man kann nur mittlere bis größere Städte angeben, keine Dörfer, außerdem wäre dann die Wahrscheinlichkeit zu klein, Mitfahrer zu finden.

 

Ist dann telefonisch alles geklärt, trifft man sich zur rechten Zeit, und am Ende der Fahrt wird bezahlt, in der Regel 5 € /100 km. Gerne mache ich Rabattpreise, wenn ich für 120 km vier Leute mitnehme. Will ja nicht an den 120 km gleich 24 € an den Studenten verdienen.

 

Selbst fahre ich auch öfter, obwohl ich ein eigenes Auto besitze, als Mitfahrer mit. Weil es billig ist und man nette Leute kennen lernen kann.


12.01.2012 14:48    |    anntike

mir fällt grad ne szene aus "gilmore girls" ein.. lukes schwester erzählt ihm von der gästeliste zu ihrer hochzeit "onkel [harry?] wird auch dabei sein, du weißt schon, der ohne daumen" - "kommt der per anhalter?" :D:D


12.01.2012 15:04    |    StefanLi

Der letzten, den ich mitnahm, reichte mir. Ist auch schon was her. Mitten in Düsseldorf, Nachts um 3 Uhr und er wollte von der Peripherie in die City, zu Freunden. Er war nüchtern, sauber und hatte Gepäck dabei. Als ich dann sagte, dass ich nicht möchte, dass er im Auto raucht, wurde er pampig und wollte am offenen Fenster sitzen und meine Musik fand er auch scheisse. Die Sache endete dann 500m weiter an einer Straßenbahnhaltestelle, die 2 Stunden später wieder angefahren wird. Sein Pech.

 

Erst letzte Woche haben mich Handwerker auf der Walz an einer BAB Raststätte angesprochen, die hätte ich auch mitgenommen, aber der Wagen war schon voll.


12.01.2012 15:35    |    Black Rider

Auf meiner Arbeitsstrecke sieht man Tramper nur wenn die Bahnen mal wieder streiken. Sind oftmal die selben die ich mitnehme.

 

Kann mich noch gut an einen Alkohohlabhängigen aus meinem "Heimardorf" erinnern; war bei Bekannten über Nacht zu Besuch und wollte morgens heim; ich hab in diesme Kaff da ja jeden erwartet nur nicht den :D er stand da wohl schon mehrere Stunden. Es war Winter und lausig kalt, hab ihn eingeladen und heim gebracht; alles andere wäre glaube ich unmenschlich gewesen. OK mein Auto roch zwar noch zwei Wochen später nach Bier, Wodka und sonstigen aber was solls. Der Gute grüßt mich heute noch wenn man sich mal sieht

 

Bei Trampern unterscheide ich drei arten

 

- Kenn ich; wenns Auto leer ist werden sie mitgenommen; außer sie sind total versifft durch was auch immer

- Normal und geflegt, nicht grade ersichtlich aus dem Bau ausgebrochen oder wartend vor einer Bank mit Reisetasche :D

- Versiffte, verlodderte .. zugedröhnte oder was weiß ich; da fahr ich weiter .. ist mir zu unsicher sorry

 

Habe ich allerdings schon einen Beifahrer; Freunde, Kollegen .. im Auto nehme ich weiter auch keinen mit.


12.01.2012 16:00    |    HAJO45

Habe während meiner Fernfahrerzeit etliche Tramper mitgenommen. Manchmal unter komischen Umständen.Da stand z.B. in Spanien eine atraktive Frau auf der Raststätte und fragte ob ich Richtung Deutschland fahre und sie mitnehmen könnte.Auf mein ja,kamen hinter einem anderen LKW noch Mann und zwei Kinder dazu.Der Familie war das Auto auf der Heimfahrt vereckt und sie hatten kein Geld mehr.Das ging dann platzmässig nicht.Habe ihnen etwas Geld für Essen und Getränke gegeben.Damals gab es den Trick eine Tachoscheibe hochzuhalten.Dann hielten die Trucker an in dem Glauben einen Kollegen vor sich zu haben :D

Grüße


12.01.2012 16:24    |    deville73

Zitat:

12.01.2012 13:44 HTC

 

Der "Fremde" ist auch nur ein Mensch!

Ein Fremder ist auch nur ein Freund, dem wir zuvor noch nicht begegnet sind. ;)

 

"A stranger is simply a friend that we haven't met yet." (Jesse Duke)


12.01.2012 16:51    |    Hartz4Fahrer

Würde ich nie mitnehmen, bin doch kein Wohltätigkeitsverein.:D


12.01.2012 17:10    |    waldrallye

Nutze selber das Portal mitfahrgelegenheit.de und muss sagen, dass ich noch nie ne schlechte Erfahrung gemacht habe, weder als Chauffeur noch als Mitfahrer.

 

Einmal habe ich nachts mitten in der Pampa fast 2 jüngere Frauen über den Haufen gefahren, die sind dann gottseidank nach rechts gelaufen, sodass ich nach ihnen zum Stehen kam. Auf nachfrage kam raus, dass sie von zu Hause ausgebüxt sind (und / oder die Eltern auf Urlaub waren) und die eine 15, die andere 16 war - Toll...

Wollten anscheinend zu ner Freundin in die 20 km entfernte Stadt - gut, lag aufm Weg und ich wollte die 2 auch nicht mitten auf der Landstraße stehen lassen (wer weiß was der nächste mit denen gemacht hätte?). Wirklich gesprächig waren sie nicht und Cash gabs auch nicht, aber egal, wir waren alle mal jung und in diesem Alter hat man nunmal kein Geld.

Glaub nochmal würde ich das nicht machen, denn so wie sich die ~4 km vom Ort hergekommen sind, können sie die 4 km auch wieder zurücklaufen - die vielleicht beste Erziehungsmaßnahme?!?


12.01.2012 17:25    |    PureVernunft

Hab das Auto meistens mit zahlenden "Trampern" von der Mitfahrgelegenheit voll, so hab ich auch meine Ex-Freundin kennen gelernt :)

 

Hab aber auch schon "klassische" Tramperinnen mitgenommen. Man(n) kann ja auch nicht nein sagen, wenn 2 Mädels nachts um 11 mitten in der bayrischen Pampa stehen und nach Berlin müssen ;)

 

Ein Freund von mir macht aktuell eine Weltreise fast nur mit Trampen. Mittlerweile müsste er bereits hinter Indien sein, wenn sein Plan aufgeht.


12.01.2012 18:12    |    Dr Seltsam

Hatte schon paar mal ein paar mit drin, aber vorletzten Winter wars heftig. Wintereinbruch ( das heißt im Rheinland 2 CM Schnee und etwas stärkerer Wind ), Schneedecke und leichtes Glatteis. Scheisskalt für die Gegend hier ( - 10 Grad ) und ich war grad am Volltanken hier im Ort als aus der Dunkelheit aus richtung Innenstadt ein Pärchen auftaucht.

 

Eng umschlungen, dick eingepackt. Long story short, 2 CM Schnee haben den kompletten Nahverkehr außer Kraft gesetzt. Sie standen seit 2 Stunden am örtlichen Busbahnhof und müssten nach Uckerath ( 15 KM ). Geld für ein Taxi haben sie nicht und die Taxen seien eh alle weg. Da die Dame kurz vorm verrecken war ( zwei Stunden bei Minus 10 Grad ungeschützt im Wind stehnd! ) haben sie sich entschlossen zu Fuss nach Uckerath durchzuschlagen und die Tankstelle war ihre letzte Hoffnung auf motorisierte Forwärtsbewegung.

 

Hab sie dann auch mitgenommen und bis nach Hause gefahren. Die waren wirklich "totall im Eimer". Und von der RSVG hatte denen natürlich auch keiner gesagt das die Busse nicht mehr fahren. Auf der Fahrt kammen uns dann drei leere im Konvoi entgegen, die sich aus den verschneiten Höhenlagen gerettet hatten.


12.01.2012 18:19    |    frosch112000

Nehme auch gerne Tramper mit, aber NIE wieder über eine Grenze.

Hatten in den 90ern einen Tramper auf der Raststätte Bellinzone (CH) mitgenommen. Der wollte nach Genua (I) und wir in die Cinque Terre, passte also. Der Typ war nett und grob geschätzt 19 Jahre. An der Grenze gab er uns seinen Personalausweis vor und ich sah, das er gerade mal 17 war. Nach der Grenze fragte er, ob er einen Joint rauchen dürfte.... :eek: Nicht auszudenken, wenn uns an der Grenze jemand gefilzt hätte.....


12.01.2012 18:57    |    andyrx

die meisten nehmen keine Tramper mit--> KLick

 

TRamper sind auch recht selten geworden wenn man im Vergleich noch 20 Jahre zurückdenkt...heute wird das eher via Mitfahrzentrale im Internet arrangiert;)

 

mfg Andy


12.01.2012 19:10    |    emil2267

Zitat:

ich hab ein buch da, "paradiso " von thomas klupp. beginnt auch damit, dass einer an der tankstelle auf einen wartet, der ihn mitnimmt.. hab aber bisher auch nur mal den anfang gelesen.

kenn das buch zwar nicht,die geschichte kommt mir bis dahin aber auch bekannt vor :D

 

ich hab mal zu bundeswehrzeiten daheim den anschluss vom bahnhof zu uns in den ort verpasst

 

bin zwar nicht getrampt,aber trotzdem hat einer angehalten,mich gefragt,ob ich bei dem schneefall mitsamt meinem schweren rucksack die gut 7,0km bei ihm mit fahren will & ich hab das angebot dankbar angenommen :)

 

im jahr 2000 hab ich mal auf der autobahn nen jungen,reisenden zimmermann in meinem damaligen trabant mitgenommen,beim nächsten stopp hatte der verwöhnte penner aber keinen bock mehr & is um-,bzw. aufgestiegen :D


12.01.2012 19:52    |    anntike

jack kerouacs "on the road" /"unterwegs" hab ich ganz verpennt zu erwähnen..

http://de.wikipedia.org/wiki/Unterwegs


12.01.2012 20:14    |    Electican3

Die Tramper werden immer weniger, hab ich auch schon festgestellt.

Ich selbst hab ab und an mal über die Mitfahrzentrale mir ein paar Mitfahrer gesucht, hat auch wunderbar geklappt. Ziel war Zürich, habe die Strecke von Wü über Stuttgart nach Zürich eingegeben gehabt. Konnte mich vor Angeboten kaum retten :D Die ersten, von Wü nach S, war echt ein witziger Haufen! Hat sich angefühlt wie mit Kumpels auf Tour zu gehen. Viel gelacht, nett unterhalten (wie kann ein Student (damals halt noch) nen Mercedes fahren??? :D) und einfach Spaß!

Von S nach Zürich hatten wir gewechselt, ab da war´s seeehr komisch. Kein Wort mehr im Auto, seltsame Gestallten. Beim Grenzübertritt hab ich auch etwas bammel gehabt, hatte einen doch sehr "alternativen" dabei, ich könnte heute noch Wetten er hatte was Rauchbares dabei :rolleyes:

Zurück dann das selbe Spiel, ab Stuttgart hatte sich dann aber keiner mehr gefunden.

 

Tramper hab ich in meiner Zeit bisher glaub 3 mitgenommen...

An Fasching aus nem Kaff raus in die Stadt. Er erzählte mir zwischendurch er wäre aus einem Jugendheim abgehauen. Hab ich mich da schlecht gefühlt. Wollte auch fast schon bei den grünen Freunden anrufen, andererseits, hätte ich ihn nicht mitgenommen, wäre er beim nächsten auch weiter gekommen.

Die anderen zwei hab ich zusammen wieder aus nem Kaff raus mitgenommen, sie hatten mit ihren Kumpels ne Wette am Start, wer schneller in der Stadt ist :D Als wir deren Kollegen vorbeigefahren sind mal schön gehupt und mich mit den Mitfahrern weggeschmissen vor lachen :D

 

Zuletzt hatte ich ein Mädel am Straßenrand gesehen, war eine Amerikanerin die in die Kaserne wollte. Sie hat gleich gesagt "bitte sprech Deutsch mit mir, ich muss es dringend lernen!". War auch interessant :)

 

Selbst mitfahren würde ich eher nicht, bin doch etwas verwöhnt mit eigenem Auto unterwegs zu sein. Was ich schon so alles von Schwester und Freunden gehört hab (220km/h, rauchend, ohne Abstand geflogen... mit 4 Leuten im A3). Nee Danke...

Nur von einigen Studentenpartys, da haben wir uns mal mitnehmen lassen :D Nicht mehr ganz nüchtern war das mit dem Ansprechen auch nich mehr so wild :D


12.01.2012 20:17    |    silverdreammachine

Privat habe ich bis jetzt erst einmal ein junges Mädel mitgenommen... mehr Tramper sehe ich mit den Firmenautos- aber da nehme ich keinen mit, denn wenn dann was passiert, reißt mir der Chef den Kopf ab- auch Angehörige oder Freunde die mitfahren müssen vorher angemeldet werden (versicherungstechnische Frage!!)...


12.01.2012 20:19    |    astra diesel wi

Moin

Ich sehe 2 Seiten:

Pro:

Auto hat nicht jeder, öffentlicher Verkehr sauteuer und ich kanns verstehen wenn arme Leute auch mal raus bzw. weg wollen, von daher anhalten und mitnehmen.

Junge Mädchen oder Frauen sind bevorzugt mitzunehmen und am besten man liefert sie direkt zuhause ab ehe was passiert, ich erinne mal an die Kripo die dann überall fragt:" Wer hat die Person zuletzt lebend gesehen?":(

Unterwegs kann man sich dann mal in Ruhe unterhalten was für Risiko sie bereit sind einzugehen um zur oder von der Disko zu gelangen und vor allem warum die Eltern dies scheinbar tolerieren?

Contra:

Alkoholabhängige stinken und haben eine rote Halskrause und einen glubschigen Silberblick, weiterfahren, die sparen nur ihre Kohle für die nächste Flasche.

Was ich auch nicht mag ist wenn sie in Pose stehend trampt und er etwas versteckt teilnahmslos am Bordstein sitzt, sowas gehört sich nämlich nicht, wenn SIE trampt hat ER gefälligst daneben zu stehen, umgekehrt würd ich das tolerieren.

Männer/Jungs die ihr Mädchen allein im kurzen Rock posieren lassen sollen zufuss laufen, etwas konservativ vielleicht aber ich denke so.

Das man womöglich einem Verbrecher zur Flucht verhilft, einer Nutte aufsitzt oder man der letzte ist der die Person lebend sah oder man einen Unfall mit Todesfolge verursacht denke ich eigentlich nie.

Gruss Willy


12.01.2012 23:36    |    Harhir

Bei der Mitnahme von Minderjaehrigen waere ich vorsichtig. Vor allem wenn die Elten nicht wissen, dass die Kids unterwegs sind. Das kann ganz schnell zu rechtlichen Problemen fuehren.


13.01.2012 10:55    |    pieb

Ich wurde mal überraschend mitgenommen, war in den frühen Morgenstunden nach einer Open Air Party in einem kleinen Kaff. Auf dem Weg in meinen Ort hielt auf einmal ein junges Mädel neben mir und bat mir an mich mitzunehmen...war sehr nett.


13.01.2012 15:02    |    CaptainSlow

Ich habe nie jemanden den ich nicht kenne mitgenommen, und ich werde das aller Vorraussicht nach auch nie tun. Jedenfalls nicht dann, wenn ich alleine unterwegs bin.


13.01.2012 20:19    |    VolkerIZ

Früher habe ich öfter Tramper mitgenommen. Heute gibt es ja kaum noch welche. Ich mußte mir auch von allen möglichen Leuten schon anhören, daß man sowas nicht macht, aber hatte nie schlechte Erfahrungen, obwohl auch schon ein paar echt schräge Typen dabei waren.

Z.B. die beiden Skinheads, die ich erst nach dem Einsteigen als solche erkannt habe. Aber wenn man nicht in deren Beuteschema paßt, sind das auch ganz normale Menschen. Sie waren jedenfalls nett und freundlich und haben mir nichts getan.

Oder die Frau, die ich im Sommer 92 von kurz hinter Hamburg bis Itzehoe mitgenommen habe. Ich war 21 und wußte weder, daß in Wacken (was damals außerhalb von unserem Kreis noch unbekannt war) ein Heavy-Metal-Konzert stattfindet noch konnte ich mir vorstellen, daß eine so alte Frau (ich glaube 39 oder so, jedenfalls jünger als ich heute bin) was anderes hört als Schlager oder Klassik.

Und sie konnte überhaupt nicht deuten, daß ein Typ mit einem endfertigen T2, der hauptsächlich von Bleimennige zusammengehalten wurde, von Hamburg Richtung Norden fährt, ohne nach Wacken zu wollen. War jedenfalls ein lustiges Gespräch. :D


29.07.2012 21:38    |    Pingback

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