• Online: 1.930

MOTORTESTS.de - Test und Erfahrungsberichte aus der MOTOR-TALK Community

21.10.2011 13:36    |    breakerxvii    |    Kommentare (9)    |   Stichworte: Go-Kart, Rennen, Spaß

Die StreckeDie Strecke

Es riecht nach Benzin, Reifen und Schweiß, genauer gesagt: Männerschweiß. Man hört ein sonores Surren, ein quietschen und aufheulende Motoren, gelegentlich mal ein Wutschrei. Man sieht eine Bahn, ein zwei lange gezogene Kurven, ein paar Haarnadelkurven und immer wieder dazwischen Geraden zum Beschleunigen. Sie scheint nicht lang zu sein, doch hat sie Platz für 8 Karts. Go-Karts.

 

Mit 9PS unter dem hintern, Bremse, Gas und ein Lenkrad, mehr braucht dieser Sport nicht (mit Ausnahme einer Bahn, ein paar Kontrahenten, einen Streckenposten, eine Zeiterfassung,…). Die Rennleitung erklärt die Regeln, die Flaggen, die bunten Leuchten und gibt ein paar Streckentipps. Ich steige ein, mache es mir bequem, stelle mich an für die Einleitungsrunde.

Jetzt geht’s und wirklich los. Ich trete ein bisschen aufs Gas, habe noch Respekt vor dem Kart, vielleicht auch ein bissl Schiss vor die Geschwindigkeit. Der Arsch is keine 20cm über dem Asphalt, ich spüre jede Bodenwelle, jede noch so kleine Bewegung mit dem Lenkrad sofort mit einem Lenkverhalten gestraft, die Lenkung ist gelinde gesagt: direkt.

 

Die erste Runde ist geschafft: 30,4sec. In den folgenden 4 Einführungsrunden schaffe ich es meinen Durchschnitt auf 28,6sec zu reduzieren. Was nun folgt ist ein Wettbewerb, wir wurden in Gruppen eingeteilt abhängig unserer Zeiten in den Proberunden, innerhalb des Rennens erfolgt ein Fahrerwechsel. Der Kollegen beginnt das Rennen, er schlägt sich gut hat allerdings 2 Dreher dabei und wir rutschen ab auf den 3. Platz. Er kommt in die Box, ich bin an der Reihe.

 

Ich steige ein, alles geschieht so schnell es nur irgend möglich ist, durch den Wechsel wollen wir keine unnötige Zeit verlieren. Ich starte, trete voll durch, der Motor heult auf und mit einem Ruck bin ich mitten im Geschehen. Die lange gerade gleich zum Start zieh ich voll durch, es kommt dir Kurve auf mich zu, man sagt, ich brauch nicht bremsen, also bremse ich nicht, reize den Kurvenradius voll aus, die Planke kommt näher und näher, es sind nur cm die mich von ihr trennen doch ich komm rum. Der große Radius erlaubt auch die nächste Kurve fast mit vollem Speed zu nehmen, es folgt eine Haarnadelkurve, die Reifen quietschen ich bin rum. Jetzt ist Schluss mit Highspeed, es folgt eine Kurvenkombination, 180° links, 180° rechts die lang gezogene Kurve nehm ich mit durchgetretenen Gaspedal, eine Gerade, kurzfristige Höchstgeschwindigkeit, rechts, 180° Kurve links, wir sind wieder am Startpunkt und treten voll durch, doch es blitzen mir gelbe Stroboskoplichter entgegen, langsam fahren, irgendwer hat sich wohl gedreht, ich will in die Kurve fahren und ein Kollege fährt mir hinten rein, Drehung. Ich sehe ihn an mir vorbei fahren, komme aus eigener Kraft nicht mehr weiter. Weitere Fahrer überholen mich, der Verursacher bekommt eine Verwarnung ich bin auf Platz 5 von 6 abgerutscht.

 

Es beginnt der Kampf wieder aufzusteigen, versuche die Ideallinie zu halten, den richtigen Bremspunkt zu finden, die persönliche Rundenbestzeit beträgt am Ende 26,8 sec, gereicht hat es dank weiterer (von andern ausgelösten) 2 Dreher letztlich für einen grandiosen 6 Platz. Wenigstens haben wir einen Trostpreis bekommen, die Plätze 2-5 haben nichts bekommen :D


21.10.2011 14:18    |    Käfer1500

Hattest Du danach auch Muskelkater an Stellen, wo Du gar keine Muskeln vermutetest? Da sage mal einer, Motorsport sei kein Sport ....


21.10.2011 15:50    |    Provaider

Haha kenn ich. Ungewöhnlich hohe Lenkkräfte, da muss man schon arbeiten.

ich habe es damals auf den ersten Platz geschafft, in meiner Gruppe, das war aber auch die langsamere.

In der andere schaffte es unser Porsche Fahrer auf den ersten, der ist wohl etwas geübeter mit schnellen Kurven als wir mit unseren "Gurken"

Ich war danach total Nassgeschwitz, also kann man von Sport reden ;)


21.10.2011 16:24    |    breakerxvii

am ersten Tag danach war noch alles paletti, doch den 2. Tag hab ich Muskelkater vor allem in der Brust gehabt. Hatte aber auch schon schlimmeren Muskelkater als diesen Stellen ;)

 

Vor allem unter dem Helm war es sehr sehr warm. Das ganze wurde noch durch die Nähe zum Motor unterstützt.


21.10.2011 17:51    |    Krizzlybaer

War letztes Wochenende auch das erste mal in nem Kart gesessen... Stimmt, die Lenkung ist nach 20 Minuten doch etwas straff aber Spaß hats gemacht, bin beim Zeitfahren 2. von 8 geworden *stolz* xD

Am meisten Spaß hat mir gemacht, an den anderen Leuten vorbeizukommen... Wenn es auch um einen Preis oder sowas geht bestimmt ärgerlich, aber wenns nur ein Spaßrennen ist, bockt es schon, genau den richtigen Bremspunkt zu erwischen, auf einen Fehler des Gegners zu warten und vorbeizukommen

Gedreht wurde ich auch einmal, ich konnte aber an den Rädern drehen und mich zurückrollen


21.10.2011 19:03    |    Schattenparker47350

Hi

 

 

Kartfahren ist schon ne feine sache, ich fahre immer in rottweil das ist in bw die strecke kann ich nur weiter empfehlen:D

Wird auch regelmäßig wieder neu gestaltet bzw. umgebaut,

 

Gehts euch auch immer so wenn ihr vom Go Kart wieder in euer Auto sitzt das ihr auf der ganzen straße rumkommt wegen der Lenkung und dem Fahrwerk, da meine ich immer ich sitze in einem LKW so schwammig wie das ist:p

 

Gruß Daniel


21.10.2011 20:16    |    John-John

Kartfahren bedeutet schon mächtig Spaß, finde ich.

Aber mir geht´s auch so: Wenn ich einen Abend lang Kart fahren war und dann ins Auto steige, fühlt sich das alles unglaublich weich, leichtgängig und schaukelig an. Da brauchts immer ein, zwei Kurven, bis das Gefühl sich umgestellt hat.


22.10.2011 00:37    |    Schattenparker47314

Schön beschrieben. Gelegentlich gibts schon mal ca. 2 Monate beim Luftholen eine nette Erinnerung.;)


22.10.2011 09:42    |    moary

Wer bei dem Mief (siehe Eröffnung) noch Männerschweiß riecht war entweder in einem früheren Leben Drogenwaldi oder ist Leichenspürhund. Bei den Leihkarts haben immer die Anderen die stärkeren Motoren:mad: egal wo man sich reinsetzt:(

Für ein gestandenes Mannsbild sind doch 100 Kg nix und außerdem erhöht´s die Bodenhaftung ... oder hab ich da was verwechselt:confused:

Wenn man dann noch zwischen trainierende Kartler gerät isses ganz aus .... man möcht am liebsten den Deckel abgeben.

Den Kalorienverlust gleicht man dann im angegliederten Restaurant aus ... die Wirtin kocht aber schon sowas von lecker ;) und schon fühlt man sich wieder besser.

Später geht man dann beschwingten Fußes zum Asphalthobel (kein Wunder, im Geldbeutel ist jetzt ein Vacuum) und freut sich über den gelungenen Abend.

 

Bis zum nächsten Mal :D


25.10.2011 08:58    |    Trackback

Kommentiert auf: MOTOR-TALK.de - Breaker's Block:

 

Ein Gruß an alle Scirocco Fahrer – ein Zwischenbericht zum Rocco III

 

[...] um hinter her zu kommen.

 

Hervorragend auch die Sitzposition, sehr niedrig, fast schon wie in einem Go-Kart. Was allerdings unweigerlich nervt: fast jedes Auto blendet einem in der Nacht, wenn es hinter einem [...]

 

Artikel lesen ...


Deine Antwort auf "Eine Runde Go-Kart?"

Blogjünger (133)

Background

Meine geistig moralischen Mechanismen sind mysteriös und komplex. In Gedanken: *Tüte Vollmilch kippt um*

 

(_/)

(O.o)

( }{ )

 

Das ist Hase. Kopiere Hase in dein Profil / Signatur und hilf ihm die Weltherrschaft zu übernehmen!

The Creator

breakerxvii breakerxvii

6-Sterne Schokocrossi

VW

Nicht alles was man macht, macht Sinn. Nicht alles was Sinn macht, macht man.

 

(_/)

(O.o)

( }{ )

 

Das ist Hase. Kopiere Hase in dein Profil / Signatur und hilf ihm die Weltherrschaft zu übernehmen!

Auf dem Weg der Erleuchtung

  • anonym
  • TheGhost1987
  • christi123
  • sakimo
  • GolfIV
  • audijuhu
  • Horrormensch
  • rpalmer
  • Blumenduffy
  • Harald Weisshaar

Comments and other Stuff

  • Gestern 13:34: Neuer Leser: TheGhost1987
  • 06.07.20: Neuer Leser: C-Max-1988

Nette Zitate

Ich bin kein Monster, nur meiner Zeit voraus.

 

Enthemmung wird doch erst dann zum Problem, wenn man der einzige Enthemmte ist

 

Entweder man stirbt als Held oder man lebt solange, bis man selbst der Böse wird

 

Nur ein vollkommen unbedeutender Mensch,

eine unverbesserliche Null, wird sich damit begnügen,

im Leben immer ein und dieselbe Rolle zu spielen,

immer den gleichen Platz in der Gesellschaft einzunehmen

und dieselben Dinge zu tun.

 

Der Verstand ist das einzig gerecht verteilte Gut auf Erden: Einjeder ist der Ansicht, dass er genug davon besitze.

 

Zwei Dinge sind zu unserer Arbeit nötig: Unermüdliche Ausdauer und die Bereitschaft,

etwas, in das man viel Zeit und Arbeit gesteckt hat, wieder wegzuwerfen.