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MOTORTESTS.de - Test und Erfahrungsberichte aus der MOTOR-TALK Community

20.09.2011 21:43    |    breakerxvii    |    Kommentare (33)    |   Stichworte: Alltag, Arbeit, Autobahn, Autobahnfahrt

BABBAB

Wir haben die erste Woche in einem Monat, ein Montag. Ich komme gegen Mittag an, am Donnerstag geht unser Kunde mit der neuen Software in den Echtstart, den Go Live wie wir im Fachjargon zu sagen pflegen. Doch bis dahin muss noch einiges passieren. Zwar passen die meisten Systemparameter bereits, doch die Mitarbeiter müssen noch einmal ein wenig geschult werden und das riecht nach Arbeit.

 

Montagabend irgendwann gegen 18.00 lande ich im Hotel, es wird noch zu Abend mit den Kollegen gegessen. Die folgenden Tage werden anstrengend, lang, Freizeit habe ich eigentlich keine. Es ist inzwischen Donnerstag. Der Go Live startet, die Mitarbeiter des Kunden haben einige Probleme, keine groben Patzer, insgesamt war es erfolgreich. Wir verabschieden uns am Freitag gegen um 1, Heimreise, 18:00 Ankunft zu Hause.

 

Das Wochenende? Ein Trott, Wäsche waschen, Freunde nebenbei treffen, Abends eine Grillrunde, Sonntagmorgen schnell Mails gecheckt, der nächst Go Live steht an. Gesammeltes Meeting Sonntagabend, irgendwo in Bayern 18:00, Anreise beginnt Sonntag 14:00.

 

Montagmorgen, nach dem Meeting und dem Abendmahl am Sonntag, müssen wir um 7 beim Kunden sein und Anlaufunterstützung geben, die ersten beiden Tage verlaufen ohne Probleme, sogar die Arbeitszeiten können eingehalten werden. Dienstagabend dann der Anruf aus der Zentrale, in einer Filiale 150km weiter „brennt“ es. Wir checken aus dem Hotel aus und auf geht’s zur nächsten Filiale. Neues Hotel, neue Mitarbeiter, Stress ohne Ende, die Arbeitszeiten werden einmal mehr mit Füßen getreten, das es Abends noch ein Essen mit den Kollegen gibt, gehört natürlich zum guten Ton. Es ist Freitagmittag Abreise, 16:00 Ankunft zu Hause, der Trott des Wochenendes beginnt erneut.

 

Montag, ein ruhiger Tag. Ich besuche einen Kunden keine Stunde von mir entfernt. Eigentlich sollte es ein Homeoffice-Tag werden, doch ich übernahm einen kleinen Job für einen Kollegen. Mittag war ich wieder zu Hause. Der Rest Tages erlebe ich mit Büroalltag, für die kommenden Tage im Hotel, nehme ich mir die Belegarbeit der Freundin mit. Zur Vorkontrolle. Dienstagmorgen, Meeting in Würzburg, ich fahre früh los und erlebe was? Einen brennenden LKW, fast direkt vor mir, ich stehe 1,5h und schau zu, wie die Feuerwehr es kontrolliert abbrennen lässt. Komme im Endeffekt 30min zu spät. Das Ende vom Meeting, Mittwoch 14:00, eine Abreise zu humanen Zeiten war also drin. Donnerstag 8:30: Fahrzeugtausch im 250km entfernten Ort, ich fahre zu „meiner“ Werkstatt, tausche den Wagen und fahre weiter nach Berlin, das nächste Meeting wartet. Pünktlich begonnen und fast pünktlich zu Ende, sehe ich an diesem Tag sogar ein Freund am Abend, geh mit ihm was Essen und ins Kino, es ist 23:00 bis ich im eigenen Bett lande, Freitag darauf, erneut Treffen in Berlin mit anschließender Weihnachtsfeier im Filmpark Babelsberg, Samstag Heimreise.

 

Das übliche WE, ich erspare es euch. Die 4. Woche des Monats bricht an, Schulung in Salzburg, der Montag ist der freien Anreise gedacht, der Rest der Woche ist entspannend, wenngleich enorm viel Wissen wie in ein Schlachtvieh die Nahrung hineingestopft wird.

 

Bilanz nach 4 Wochen Arbeit als Außendienst? Kilometerleistung von grob 5500km (ohne Private Kilomenter), Hotelkosten von gerundet 1000€, Spritkosten, Verschleiß, Wertverlust vom Auto etc. will ich gar nicht mit einberechnen, alles zzgl. Meines Gehalts. Und so ganz nebenbei schreibe ich in meiner faktisch nicht vorhandenen Freizeit in einem Hotel dieser Welt diesen Blogartikel. Es ist kurz vor 1, ich habe noch 6h Schlaf, Gute Nacht.


20.09.2011 21:54    |    Faltenbalg37266

der ganz normale wahnsinn, leider geht es vielen so.....

 

so ein job lässt eigentlich leider keine familie zu :(


20.09.2011 22:01    |    mazdakiller

das ist leider die wirklichkeit in deutschland von vielen

 

in anderne ländern ist es schlechter

in anderen besser

wenn man tod umfällt dankt es einem auch keiner^^


20.09.2011 22:03    |    John-John

Ob man diesen Job ewig machen kann/will? Ich weiß es nicht. Allerdings kann ich mir zum Berufseinstieg für die ersten Jahre so etwas sehr gut vorstellen. Man kommt rum, sieht etwas von Deutschland und der Welt, lernt viele neue Leute kennen und hat nebenbei auch noch (hoffentlich) Spaß bei der Arbeit.

Gut, die "downside" ist, dass man die Freundin, Freunde oder die Familie nur am Wochenende sehen kann, dass man viel Zeit unterwegs und auf der Straße lässt und einen voll gepackten Kalender hat, aber damit lässt sich, zumindest einige Zeit, gut leben (meine ich).

 

Interessant zu lesender Eindruck, Breaker, vielen Dank.


20.09.2011 22:41    |    UHU1979

Und warum verschweigst du die positiven Seiten des Jobs?


20.09.2011 22:42    |    breakerxvii

welche sind dir da in dem Sinn?


20.09.2011 22:44    |    UHU1979

Die musst du doch kennen … ;)


20.09.2011 22:45    |    breakerxvii

Oh, ich bin nur jung und brauch das Geld :)


20.09.2011 22:52    |    V70_D5

Ja, das kenne ich soooo gut. War 10 Jahre in der forschenden Pharmaindustrie, zwar nicht als Aussendienstler, sondern als Director. Trotzdem war ich bis zu 5 Tage in der Woche mit dem Flieger unterwegs. Nur schrecklich, wenn Du in der Nacht aufwachst und nicht mehr weisst in welchem beschissenen Hotel in welcher Stadt, in welchem Land Du eigentlich gerade aufwachst.

Zu letzt hatte ich nicht einmal mehr ein eigenes Büro, weil ich eh jeden Tag wo anders war. Das geht nicht nur auf die Substanz sondern auch an die Produktivität.

Mein Vorteil war, dass ich Arzt für Allgemeinmedizin bin und in meiner kargen Freizeit um nicht den Kontakt mit Patienten zu verlieren, eine Wahlarztordination geführt habe. Als das auch nicht mehr möglich war, bin ich ausgestiegen und habe eine Landarztpraxis übernommen. Nur wer kann schon so gründlich aussteigen und noch dazu seine materielle Existenz dabei nicht verlieren.

Den Wahnsinn der Industrie brauche ich nicht mehr.


20.09.2011 23:01    |    N3M3S1S

Heftig.

Interessanter Einblick in eine mehr oder weniger verpöhnte Arbeitswelt. Ich könnte da höchstens mal einen Einblick in das Leben eines LKW-Fahrers geben - ist auch sehr stressig und lässt praktisch keine Familie zu (zumindest im Fernverkehr oder im Abschleppdienst).


20.09.2011 23:07    |    Spurverbreiterung17353

Na ab 5.000 brutto monatlich kann man sich sowas als Berufseinstieg schon mal vorübergehend antun... das nötige Eigenkapital für EFH bzw. ETW fällt meist nicht vom Himmel.

 

Mit Familie/ Kindern geht das dann nicht mehr, versuchen dann einige aber auch und verlieren oft alles, mit den Jahren macht die Gesundheit nicht mehr mit.

Für mich kein Leben (mehr), ich brauche mein gemütliches Einzelbüro, stabile Wochen- und Feierabendplanung.

 

Für dieses hochmobile Arbeitsleben wäre mir aber ein Passat besser entspannt langstreckengeeignet als ein Rocco?! Ich dachte immer, das sind genau die Leute, die im schwarzen A6 Kombi über die BAB hetzen müssen...

 

BTW war gerade das erste mal in Bautzen, wirklich sehr sehenswerte Altstadt der vielen Türme...


20.09.2011 23:50    |    dodo32

Zitat:

 

Und warum verschweigst du die positiven Seiten des Jobs?

...weil er noch nicht so lange dabei ist. ;)

 

Darüber hinaus lernt jeder anders...., in diesem Beruf. Brennende Autos interessieren mich schon lange nicht mehr. Genauso wenig, wie der Kies der ans Auto spritzt wenn ich beim Kunden auf den Hof fahre...


21.09.2011 00:06    |    pinkisworld

Das liest sich eher wie ein ganz entspannter Job.

5500km in 4Wochen ist doch Spielerei für einen Aussendienstler, normal sind das >12tkm/Monat ;)

 

Stressig wird das erst, wenn zwischen dem nicht fahren, der wirkliche Job noch ausgeübt werden muss und es dann schnell 60-80 Wochenstunden werden.

Und früh gleich nen Termin 500km entfernt.

 

Aber bei 5000euro würde ich da nicht aufstehen :S .

 

Wobei Montag anreisen, Abendessen, Freitag morgen schon wieder heim, da gehen Tausende Leute deutlich mehr arbeiten.

Auf welche Wochenstunden kommst du da?


21.09.2011 00:07    |    dodo32

Zitat:

normal sind das >12tkm/Monat

jo, für nen Geschäftsführer vielleicht im 7er ;)


21.09.2011 00:09    |    pinkisworld

^nö Aussendienst.

Habe Golf Variant nun mit 12Monaten und 137tkm abgegeben und mein neuer hat schon nach 1,5Monaten 28tkm drauf.


21.09.2011 00:12    |    dodo32

...dann haste was falsch gemacht. Entweder bei der Verhandlung vor Arbeitsantritt oder Du bist bei VW Testfahrer :D.

Oder, Du fährst wöchentlich bzw. ein bis zwei mal in der Woche, die langen Strecken zum Kunde. Aus welchem Grund auch immer.


21.09.2011 00:18    |    pinkisworld

Testfahrer wäre geil, aber da müsste ich nach dem fahren nicht noch arbeiten ;).

Verhandlungen mit mir selber?? :D

 

Sagen wir so, dass wichtigste ist doch das die Arbeit Spaß macht und wenigstens halwegs vernünftig bezahlt ist.


21.09.2011 00:19    |    tom1179

127 Überstunden letzten Monat. Anreise startet Montag morgen 4 Uhr, Freitag 21 Uhr wieder zuhause über Monate.

 

noch Fragen?


21.09.2011 00:20    |    dodo32

Zitat:

noch Fragen?

Ja, was verdienst Du, um Dir das anzutun? Schonmal was von der Berufsgenossenschaft gehört?


21.09.2011 01:01    |    JürgenS60D5

Was der TE leider nicht erzählt ist die simple Tatsache, dass -zumindest ich- neben all den genannten Tatsachen auch noch laufend auf der Suche nach neuen Jobs bin. Sprich, Arbeit beim Kunden, anreise, plus die permanente Suche. Natürlich NICHT bezahlt. Und natürlich wird der im Arbeitslohn ausgehandelte Bonusanteil stetig vergrössert, der payout aber masiv gekürzt, so dass es -zumindest in meinem Falle- seit 3 Jahren immer weniger gab.

 

A6?? LOL, wo lebst Du? Alles über 35.000E brutto führt zu massiven Eigenanteilen und warum soll ich aus meinem privat versteurten Einkommen etwas zu einem Auto dazubezahlen, was nach 4 Jahren eh "weg" ist? Dazu: maximal 170gr. CO2....

 

Reisezeit ist ein notwendiges Übel, unbezahlt, logisch.

 

Ich stehe nach mehr als 10 Jahren in so einem Job (der TE könnte bei deselben Firma sein, nur mit dem Unterschied, dass ich International tätig bin (aktuell Korea)) am Scheideweg. Neue Leute kennen lernen? Ja, aber beim Kunden und kurze Zeit späer sind sie weg. Dagegen: alle meine privaten Freundschaften sind weg. Wer will schon mit jemandem befreundet sein, der auch mal 3-5 Wochen am Stück weg ist? Die Freude an anderen Kulturen lässt schnell nach, wenn einem der Jet-Lag in den Knochen liegt und das eigene Management nur an Gewinne denkt? Was mich noch in diesem Job hält, ist die Eigenständigkeit. Allerdings: wo man eigenständig ist, ist man auch oft vollkommen allein. Sowohl von dem was man "Bewältigung de Anfoderungen" nennt, als auch menschlich. Es mag zwar nett sein, andere Menschen zu treffen, aber vertraute Menschen treffen ist noch einmal eine ganz andere Qualität.

 

So ein Job ist was für 20-35 jährige, ohne Familie, ohne kinder, ohne Gewissen und hohem Selbstwewusstsein, gepaart mit Skrupellosigkeit.


21.09.2011 06:53    |    pc-bastler1

hättest du was gescheites gelernt:eek:

 

jeder ist selbst schuld was seine arbeit angeht, ich bin lieber zuhause mit meinem kind und habe ein 40 std woche

 

in diesem sinne viel spaß beim aufwachen im krankenhaus wenn du glück hast ansonsten 60 cm tiefergelegt

mußt selbst wissen was du willst nur jammern ändert nichts


21.09.2011 08:10    |    Standspurpirat14500

Zitat:

jeder ist selbst schuld was seine arbeit angeht

halte ich für Unsinn. Schließlich gibt es nicht jeden Traumjob in unbegrenzter Anzahl. Wird ja oft argumentiert "hättest ja auch Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank werden können" oder so ähnlich. Nur ist das Unsinn, denn was würde in Deutschland noch laufen, wenn alle 80 Millionen Einwohner Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank wären?

 

Daher muss man eben schon zugeben, dass neben eigenem Fleiß immer auch eine große Portion Glück dabei ist, bei dem, was man erreicht hat, oder eben auch Pech, weil man eben nicht den Personalchef getroffen hat, dem man sympatisch war, ...

 

Daher finde ich so Sprüche wie "Dann hast Du was falsch gemacht." ziemlich überheblich.


21.09.2011 08:37    |    Fensterheber15352

Das klingt alles sehr negativ. Die Vertriebler bei uns im Unternehmen sind auch viel unterwegs, aber die meisten lieben ihren Job. Beispielsweise hat der Vertrieb in unserer letzten internen Zufriedenheitsbefragung mal wieder das beste Ergebnis eingefahren. Und da gibt es Leute, die teilweise 150.000 Kilometer im Jahr unterwegs sind. Das macht nur Spaß, wenn man so etwas mag. Viele von denen würden ihren Job niemals tauschen wollen, weil sie einfach gerne im Auto unterwegs sind.

 

Ehrlich gesagt würde ich an deiner Stelle den Job wechseln, wenn du nur die negativen Seiten siehst. Sonst wirst du diesen Streß nicht bis zur Rente durchhalten.


21.09.2011 09:01    |    breakerxvii

Interessant das viele den Text so negativ sehen, sobald ich versuche ohne Wertung zu schreiben bin ich negativ, sehr seltsam...


21.09.2011 09:05    |    Faltenbalg37266

ich finde den text nicht unbedingt negativ um das zu bewerten, müsste man dein prioritäten im leben kennen...


21.09.2011 09:23    |    andiniezen

Na ja breaker das ist halt noch nicht so ganz das Arbeitspensum zum Jammern.:eek:

Da ist mit sicherheit noch Luft nach oben. Spätestens wenn noch verschiedene Destinationen im Ausland dazukommen.

Ich war zwanzig Jahre untewegs ich weiß von was ich spreche.

So locker habe ich auch mal angefangen.:D

Trotzallem bin ich jetzt auch froh in Deutschland zu sein und hier mal ein Leben aufzubauen.

 

grüße


21.09.2011 11:20    |    Multimeter31978

ich reis im jahr zwischen 80 und 120tkm ab. 5500km hatte ich schon in der woche...UND hab noch gearbeitet. ;)

 

aber viele leute sehen in der tätigkeit im aussendienst als "urlaub". es gibt z.b. kaum ein land nördlich es äquators in dem ich noch nicht war. aber in den meisten hab ich gesehen: flughafen, hotel, kunde! und mit vieeeeeel glück mal ein freies wochenende für sightseeing oder mal privat zur verfügung.

 

desweiteren sollte man allerdings auch das finanzielle nicht verschweigen! vorallem im ausland (in deutschland is das ein 0 auf 0 geschäft) verdient man sich da ganz fix mal ne goldene nase. kleines rechnebeispiel:

 

spanien!

 

hierbei gibts 105€ pro tag fürs hotel plus 36€ spesen (die wissenden verzeihen mir wen ich keinen unterschied mache ob man nun 24 stunden oder nur 12 stunden im land ist ;) ). macht unterm strich: jeden tag 141€ STEUERFREI! wen man nun nicht grad einen 5 sterne schuppen nimmt sondern nur 3 oder 2 sterne dann hat man trotzdem ein sauberes bett und ne saubere dusche...mehr brauchst ja net. fitness studio, saune, hallenbad...zuwas? also liegt der preis pro übernachtung bei ca 35€ (zuminderst bei mir...wers wissen will: in bilbao hotel "el camino" -> zu empfehlen!). bei langzeitbaustellen mietet man sich dann mit kollegen zusammen ne kleine wohnung und spart somit noch mehr asche.... und nochmals 20€ fürs essen ausgeben. macht 141€ - 55€ = 86€ PRO TAG STEUERFREI AUF KRALLE! macht in der woche 7*86=602€...im monat = 2408€ CASH AUF KRALLE! plus deinen zahltag den du nicht anrührst weil du ja deine lebenshaltungskosten im ausland mit den spesen reinholst, PLUS deine überstunden...hier kann man mal eben ja aufwand und überstunden schonmal 4000-5000€ ZUSÄTZLICH verdienen. ok wen man sich mal abends die birne wegballert oder mal shoppen geht dann bleibt eben weniger übrig.

 

dafür ist es aber ggf auch ne richtige maloche. den den kunden interesiert es nicht das du jeden tag 14 stunden illegaler weise buckelts, es interesiert ihn auch nicht das du nur zum essen und zum schlafen die firma verlässt, es interesiert den kunden auch nicht ob es samstag oder sonntag ist oder ob in deutschland vielleicht ein feiertag ist, und es interesiert den kunden erst recht nicht wen was schief läuft. der will nur sein produkt zum zugesicherten termin haben.

 

wiegesagt ein zuckerschlecken ist das keinesfalls, aber ein seeeehr gut bezahltes!

 

btw @breaker:

5500km * ähh was sinds grad? 30cent? macht 1650€ für die fahrerei, die hotelkosten zahlt dein chef und die spesen eben nicht vergessen zu erwähnen ;) ich fahre sehr gerne mit meinem privatauto im aussendienst. damit is z.t. richtig geld verdient. früher hatte ich immer 3 alte passats etc aufm hof stehen. die hast als tdi für n appel und n ei gekauft und nach 3 wochen die kosten für die anschaffung wieder reingefahren und danach nurnoch geld damit verdient. ist der karren verreckt, ab in die presse, mietwagen und nächste wochen den nächsten der auf´m firmenhof wartet genommen. so kann man da wirklich ne flotte mark ZUSÄTZLICH verdienen. rechen nur mal die 30cent und 10.000km im monat. mach 3000€ oder schlappe 36.000€ im jahr. davon ziehste die läppische anschaffung von 3000€ ab, verschleiss hast keinen ausser vielleicht einmal n satz reifen (hier kann man dann ggf die mitgelieferten winterreifen aufziehen), wertverlust hast auch keinen da die karre eh in die presse wandert und wen was verreckt dann auch weg mit. bei einem verbrauch von 7l diesel/100km macht das bei einem literpreis von 1,50€ -> ca...12000€, versicherung und steuer von mir aus auch nochmals 1000€ weg...macht unterm strich ein plus von über 11.000€ im jahr! ;)

 

ich bin gern im aussendienst unterwegs! ;)


21.09.2011 11:27    |    Standspurpirat27599

Außendienstler... Für mich irgendwie ein "Traumjob" jedenfalls jetzt noch wo ich es noch nie gemacht habe^^

 

Wäre aber glaube ich genau mein Ding. Ich kann mich gut in gewisse Materien einarbeiten und die Leute so lange bearbeiten ähm ich meine natürlich beraten! ;) bis sie was kaufen.

 

Das funktioniert natürlich nur, wenn die Produkte auch gut sind die man verkauft.

 

Natürlich ist deine Schilderung von den Zeiten her doch schon etwas hart. Es gibt aber auch genügend andere Außendienstler, die können es sich gut gehen lassen.

 

Manche schaffen es sogar ( so habe ich gehört) alle Ihre Kunden in 4 Tagen weitesgehend abzugrasen und können so ein inofizielles langes Wochenende machen.


21.09.2011 11:37    |    Multimeter31978

@3at

frag mal deinen schornsteinfeger ;) wen der clever ist dann gibt der 7 monate vollgas, is inoffiziell mit seinem bezirk fertig (den mehr geld kann er nahzu nicht verdienen!) und hat dann 5 monate urlaub. ;)


21.09.2011 13:42    |    BMWTordi

Ich liebe meinen Job auch. Bin auch im IT Vertriebsaussendienst. Man hat schon viele Vorteile(guter Verdienst, schönes Auto, man sieht viel, tolle Hotels usw). Aber die Nachteile darf man nicht vergessen. Die können einen fertig machen. Du stehst ständig mit deinen Zahlen auf dem Prüfstand, hast unregelmäsige Arbeitszeiten und hast verdammt wenig Privatleben. Aber es ist wie überall im Leben: Von nix kommt nix.

 

Manchmal frage ich mich da aber schon nach der Verhältnismäsigkeit. Besonders wenn ich sehe, was meine Frau mit einer 38 Stunden Woche in der Buchhaltung nach Metalltarifvertrag verdient. Und das bei 40 Tagen Urlaub, Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld usw. Aber es kommt ja uns beiden zugute..:)


21.09.2011 13:49    |    Multimeter31978

du brauchst überhaupt eine frau die da mitspielt....die scheidungsrate bei den aussendienstlern liegt hier in der firma bei 50%!


21.09.2011 14:05    |    dodo32

Zitat:

Manchmal frage ich mich da aber schon nach der Verhältnismäsigkeit.

Das trifft die Sache auf den Punkt!


21.09.2011 16:42    |    Rockport1911

Mein Vater ist bei einer Ingeneursfirma in Zwickau angestellt und arbeitet darüber bei einem großen Wolfsburger Autobauer. Seit 8 Jahren jede Woche über 300 km in den Norden und Donnerstag oder Freitag zurück. Und Dienstreisen gehen meistens 2 manchmal 3 Wochen lang. Dieses Jahr ist es wieder besonders schlimm: Jeweils mehrmals hintereinander für den Sommer-/ Winterwechsel nach Südafrika und Schweden. Eine Woche erfriert einem Gesicht und die Nächste ist es komplett sonnenverbrannt.

Danach gings mit Spanien, Dubai, nochmal Südafrika, China und Italien weiter.

Zurzeit steht ein Um- die Ecke- Ausflug zum Großglockner an. Wenigstens die Arbeitszeiten sind dann peinlich genau geregelt. Das Geld macht natürlich die Musik. Jetzt in China war es durch Zufall so das Feiertag, Wochenende und arbeitfreier Tag war. 300% und keinen Zeigefinger rühren :). Das wiegt jedoch selten auf.

 

 

Wenn Ich das so sehe: Nein! Sch**ß auf das Geld. Was bringt dir die Kohle wenn du deine

Feundin/ Frau nach 3 Wochen erstmal zum Essen ausführen musst, um dich bei ihr einzuschleimen, damit sie deine Wäsche schnelll fertig macht weil du ja morgen schon weiter musst ?

 

Ich werde auch nach meiner Ausbildung im 5,5 km entfernten Werk eines großen Stuttgarter Motorenteile- und Kühlerherstellers arbeiten. Ich bin in 13 Minuten nach Hause gefahren, muss nur alle zwei Monate tanken und habe genug Kohle über da das Gehalt für Ostverhältnisse in Ordnung geht.


22.09.2011 21:45    |    Multimeter31978

@rockport

das ziehst du auch im normalfall nicht dein ganzes leben lang durch...das schaffst du nämlich körperlich schon fast nicht ;)


Deine Antwort auf "Aus dem Leben eines Außendienstlers…"

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