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Blog des Uhus

Was für mich den Reiz des Autofahrens ausmacht ...

20.08.2017 11:58    |    UHU1979    |    Kommentare (11)    |   Stichworte: Emotion, Fahrzeuge

Habt Ihr eine emotionale Bindung zu Eurem / einen Auto?

Hallo zusammen,

 

bei (positiven) Emotionen und Autos ist der erste Gedanke ja meist: viel Leistung = viel Fahrspaß. Aber es geht auch anders. Von daher ist das Thema heute nicht offenes Fahrvergnügen oder was mit mehr als 200 PS, sondern eine kleine Anekdote.

 

Kann es eine emotionale Bindung zu einem Auto geben? Ja, wenn man damit eigene Erinnerungen verbindet. Neulich erzählte mir eine Frau mit einem alten Kleinwagen, dass dies das Auto ist, welches ihre Tante dem Onkel vor 22 Jahren zum 65. Geburtstag geschenkt hatte. Nachdem der alte Herr entgültig nicht mehr selbst fuhr, hat sie den Wagen (mit sehr geringer Laufleistung) – der somit Teil der Familie geblieben ist – übernommen. Und immer, wenn die Tante oder der Onkel mitfährt, kommen die Erinnerungen an Sonntagsausfahrten zum Café.

Ist das Auto etwas besonderes? Nein, aber für die junge Frau und deren Tante und Onkel.

 

Habt Ihr ähnliche Erlebnisse?

 

Das Symbolbild eines alten Autos (Horch-Klassik 2017) ist natürlich nicht das Fzg. aus der Geschichte. ;)

Danke fürs Lesen.

 

Schöne Grüße,

der Uhu

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20.08.2017 12:50    |    motorina

Es bedarf nicht eines aussergewöhnlichen Fahrzeugs (oder hoher PS-Power), um Emotionen zu so einem vierrädrigen Blechteil (in neuerer Zeit: Plastikbomber :rolleyes:) aufzubauen.

Ausschlaggebend sind meist Erfahrungen/Erlebnisse in der Kindheit, in der Jugend, oder auch als junger Erwachsener das erste (selbst verdiente) Fahrzeug.

 

Bei mir löst der Geruch (und auch das Geräusch Rängtengtäng) eines Zweitakters Emotionen aus: Die beiden ersten Autos meines Vaters hatten so einen Zweitakt-Motor; ich selbst fuhr als junger Kerl später auch solche "Stinker":rolleyes:, während Gleichaltrige Kadett, Capri oder gar BMW 02 präferiert hatten.

 

Selbst bei Oldtimern kann man auch heute noch bei der Innenausstattung den Geruch von damals einatmen, wenn sie nicht komplett restauriert worden sind!

Drei meiner Fahrzeuge aus dem Altblechbestand haben noch diese für dieses Modell spezifische Ausdünstungen - unverkennbar, wenn man schon damals öfters mit solch einem Modell unterwegs war.

 

Trotz aller Emotionen und Vorlieben: Es ist Blech und bleibt ein Blech - realistisch gesehen.

Deswegen muss man solche emotionalen Bindungen auch etwas relativieren - trotz der eigenen "automobilen Schwäche" :rolleyes:;) und etwaiger Reminiszensen.

 

Grüsse, motorina.


20.08.2017 21:29    |    UHU1979

@motorina Interessanterweise habe ich speziell zu meinen ersten beiden Fzg. gar keine Bindung aufgebaut. Nur an den Mercedes (lfd. Nr. 3.), denke ich noch manchmal zurück.


20.08.2017 21:35    |    motorina

Dann muss das auch einen Grund haben, weshalb dein 3.Fahrzeug so in deinen Erinnerungen verankert ist!


20.08.2017 22:22    |    Goify

Na der Stern auf der Haube. Davon wird man süchtig und zumindest ich konnte den Entzug nur wenige Monate aushalten. BTW: Bald rollt er wieder in rostfreiem Gewand. Morgen wird die letzte neue Tür montiert.

 

BTT: Ich mag jedes Auto, was ich habe recht gern, weil ich sie in der Regel nicht leichtfertig ausgesucht habe, sondern mich intensiv mit der Beschaffung beschäftigt habe und in Relation zu meinen finanziellen Verhältnissen eine enorm große Ausgabe getätigt habe. Zudem bin ich gedanklich immer im Auto unterwegs und mache mir Gedanken, wie ich wo fahren werde.

Selbst zu dem sehr emotionsarmen Superb baue ich so langsam eine recht enge Beziehung auf (hört sich sehr schräg an) und fahre ihn nach wie vor gerne und werde ihn nach Ende der Leasingdauer sicherlich in gewisser Weise vermissen.

Nachtrauern tue ich bis jetzt nur meinem zweiten Golf 2, weil er nicht nur sehr zuverlässig war, sondern weil ich mit ihm meine Sturm- und Drang-Phase durchlebt habe und im Inneren einige für mich prägende Dinge passierten (nicht was ihr denkt).

 

Aber ob es Liebe ist? Vielleicht ist es bei meinem jetzigen Stern eine Art Hassliebe, weil ich in diesen Wagen so viel Energie wie noch nie gesteckt habe und an ihm sicherlich viel Schweiß und Blut von manch erfolgreicher und manch gescheiterter Reparatur kleben. Denn eigentlich ist es dieses Fahrzeug überhaupt nicht wert, so umfassend behandelt (wieder so ein menschliches Wort) zu werden.


20.08.2017 22:28    |    motorina

Bei deinem jetzigen Sternenkreuzer verstehe ich deine Hassliebe vollkommen, Goify.

Was du dir da angetan hast, hat was mit Emotionen, Liebe, Hassliebe oder wie auch immer man das nennen mag zu tun.

Weiterhin viel Erfolg bis zur Fertigstellung und anschliessend viel Freude am Fahren!!!

 

Grüsse, motorina.


21.08.2017 20:34    |    Dynamix

Als Autofan hat man glaube ich immer irgendwo ne emotionale Bindung zu seinem Auto. Das war bei meinem Erstwagen so, bei meinem Peugeot und natürlich bei meinen beiden Hobbyautos.

 

Zum einen weil es für mich auf der einen Seite die Erfüllung eines Lebenstraums war und auf der anderen Seite weil ich den anderen für meine bessere Hälfte gekauft habe. Die interessante Historie macht das Ganze nur noch spannender!

 

Gerade für Autos mit gewisser Historie sind Sammler ja bereit Unsummen Geld auszugeben, auch wenn es total irrational ist. Man denke nur an den BMW von Elvis den man restauriert hat. Wäre der Wagen von irgendwem gewesen hätte man sich wohl nicht so viel Mühe gemacht. Also ja: Autos sind für manche Leute eine sehr emotionale Angelegenheit ;)

 

Sieht man auch immer sehr schön an diversen Newsbeiträgen auf der Startseite :D


23.08.2017 15:34    |    golffreiburg

Absolut! Alle meine Beetle hatten und haben Namen. Dabei werden diese auch nur beim Namen genannt. Selbst die Werkstätten und Autohäuser wissen was gemeint ist ... #Gundula, ein NewBeetle Cabriolet oder #Karl-Herbert ein Beetle Coupé Sondermodell Denim aus 2017.

 

Bei "Emotionen" spielt dabei weder KW/PS eine rolle, noch eine laute AGA. Für mich ist es der Beetle, er passt wie die Faust auf Auge. Meine Kumpels können noch so "dicke" Autos fahren ... es interessiert mich absolut nicht. Oft werd eich gefragt, warum ich "solche" Autos fahre ... darauf sage ich immer, dass es problemlos auch was anderes/teureres al`a Porsche Cayman oder sonnst was sein könnte .. aber es juckt mich nicht (...)

 

Ich bin am BODEN! zerstört, wenn auch nur ein krätzerchen im Auto ist und erst wieder froh, wenn alles perfekt behoben worden ist.

 

(...) Ganz anders war das mit meinem ehemaligen Passat B8 ... Damals Brandneu, kein Firmenwagen etc. Arsch teuer das teil. Genau einen Monat habe ich es damit ausgehalten, dann stand er wieder beim Händler ... Ein Auto im mittleren fünf-stelligen Bereich ... nicht mal eingefahren. Es fehlte einfach was ... mögen viele nicht verstehen "was da fehlt" .. das grüßen, die Treffen ... mit dem Beetle (oder einem vorherigen) haben wir als jeden Samstag oder Sonntag einen Ausflug unternommen .. das hörte schlagartig auf, als ich den Passat hatte. Nach dem Passat folgte wieder ein beetle und zack! "komme wir fahren hier hin", "kommt wir fahren dort hin" und das hat sich bis heute nicht geändert.

 

Für andere mag es ein "hässlicher" Beetle sein, ebenso wie für mich ein noch so teurer BMW/Mercedes & co. für mich nur langweilige Autos sind ... wo kein Han mehr danach kräht wenn auch nur das Facelift auf dem Markt ist.

 

Jetzt fragt mich nicht, wie ich auf den Beetle komme oder wieso ich ein wahnsinniger Käfer Fan bin. Mein Dad hatte nie einen ... Wenn nächstes Jahr das Häuschen (und vor allem die vierer Garage - darauf freue ich mich mehr xD) fertig gebaut sind, folgt auf jeden Fall (wieder) ein alter, schöner Käfer und mit Sicherheit noch ein, zwei weitere Beetle.


23.08.2017 22:28    |    motorina

Bei diesem letzten Beitrag spricht Emotion pur!!!


27.08.2017 00:06    |    UHU1979

@golffreiburg Was für ein schöner Kommentar. :) Emotionen sind ja nicht schlecht.


06.09.2017 16:13    |    FrankyStone

Eine gewisse emotionale Bindung lässt sich meiner Ansicht nach kaum vermeiden, wenn man ein Auto jahrelang besitzt und fährt. Zum einen hat man einen (hoffentlich) zuverlässigen Begleiter (um den man sich auch kümmern muss bzw. sollte), zum anderen verbindet man doch die eine oder andere schöne Erinnerung damit (beispielsweise Urlaub). Dabei kommt es ja gar nicht so sehr darauf an, ob das Auto besonders "toll" ist.


10.09.2017 10:38    |    Andi2011

Moin,

 

die emotionale Bindung erfolgt bei mir zunächst darüber,dass mir das Auto schlichtweg gefällt.Dann können Erlebnisse mit dem Auto hinzu kommen die diese Bindung stärken oder auch schwächen.

Mein aktuelles Auto,den Focus, mag ich gern.Er gefällt mir optisch,ist prima ausgestattet,fährt super usw.

Trotzdem ist meine emotionale Bindung zu ihm mittlerweile schlecht, weil ich ihn eigentlich für meine Frau und die Kinder kaufte.Die Trennung und die Umstände dazu bei denen - wenn auch in einer Nebenrolle- der Wagen eine Rolle spielte, sorgten aber dafür, dass ich nun mit ihm viele schlechte Dinge verbinde und ich ihn lieber so schnell wie möglich loswerden wollen würde,was aber finanziell schwierig ist.

Das heisst ich freue mich auf einen Nachfolger weil dieser dann wieder MEIN Auto sein wird und mein neues Leben zeigt und den Schnitt mit dem alten Leben automatisch mit verkörpern wird.

 

Grüße

Andi


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