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Blog des Uhus

Was für mich den Reiz des Autofahrens ausmacht ...

03.09.2015 20:50    |    UHU1979    |    Kommentare (100)

Meine Meinung zu den elektronischen Komfortfeatures und Assistenzsystemen

Head-Up-DisplayHead-Up-Display Hallo zusammen,

 

als ich mir mal so wieder ein paar Gedanken zwecks neuem Fzg. machte, wunderte mich wieder eins. Heutzutage wird viel als Innovation dargestellt, bei dem ich mich frage, ob das wirklich der Kunde so will. Gemeint sind die ganzen Assistenzsysteme und elektronischen Spielereien.

Klar, ein Head-Up-Display ist praktisch, eine Bluetooth-Connection mit dem Smartphone Standard und ein Abstandsassistent komfortabel.

 

Dennoch habe ich den Verdacht, da haben Ingenieure ihren Spieltrieb bei der Entwicklung ausgelebt; das Marketing hat krampfhaft nach vermeintlichen Innovationen gesucht und jetzt soll dem Kunden vermittelt werden, dass er diese Innovationen braucht und bitte bezahlen soll. Besonders bei den dt. Marken.

 

Wenn ich an meine alte C-Klasse denke, hatte die 2005 alles, was ich brauchte und wollte. Dabei war sie recht sparsam und hatte ein akzeptables Preis-Leistungs-Verhältnis.

Und heute? Verbrauchen vergleichbare Fzg. in der Praxis nicht weniger, kosten aber deutlich mehr. Fahren sie besser? Eher auch nicht. Der Unterschied ist halt nur die teils serienmäßige / teils teuere optionale "komfort"-Ausstattung.

Irgendwie habe ich mir Fortschritt anders vorgestellt.

 

Wie seht ihr das?

Geht der Fortschritt in die richtige Richtung?

 

Schöne Grüße,

der Uhu

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03.09.2015 21:01    |    Sunlion

Die Antwortmöglichkeiten an sich sind schon Unsinn. Ich mag meine Assistenzsysteme im Golf und würde nicht darauf verzichten wollen, aber Social Media benötige ich nicht. Daher kommt Antwort 1 nicht in Frage. Und Antwort 2 somit ebenfalls nicht. Und was verstehst Du unter „Elektromüll“? Ohne den fährt heutzutage nun mal kein Auto mehr.

So jedenfalls ist Deine Frage kaum zu beantworten.


03.09.2015 21:02    |    Goify

Hmm, kann nicht abstimmen, weil irgendwie beides seine Berechtigung hat. Einerseits ist der Einzug der modernen Technik ein Hauptgrund, warum ich ein neues Auto bestellt habe, denn es kann Unfälle verhindern oder die Schwere verringern. Zusätzlich fährt es sich komfortabler (Abstand und Spur). Obendrein lässt es sich endlich zeitgemäß per Apple CarPlay vernetzen.

Andererseits ist die ganze Technik doch eigentlich nur für Leasingkunden interessant, die nach spätestens 5 Jahren das Fahrzeug gegen das wieder modernste austauschen, denn dann gibt es mittlerweile noch bessere Assistenten (ohne denen man nicht mehr leben mag) und wieder das neueste Infotainmentsystem. Es ist ja jetzt schon so, dass ein Auto aus den frühen 2000ern mit großem Navi zumindest was das Navi betrifft, ziemlich nutzlos ist: veraltete Karten, keine Bluetooth-Freisprecheinrichtung, sondern dafür nen großen Hörer im Ablagefach, und kein zukunftsfähiges Radio durch den Wegfall von UKW.


03.09.2015 21:06    |    motorina

"Wenn ich an meine alte C-Klasse denke, hatte die 2005 alles, was ich brauchte und wollte."

 

Dann hat die Werbung der letzten 10 Jahre dich nicht erreicht! ;)

"Man" will doch immer mehr (haben), immer das Neueste, das Beste , das Optimalste ...

 

Der Konsumrausch ist aber nicht neu!

Es gibt halt auch Leute, die mit weniger zufrieden sind (wozu auch ich zähle :rolleyes:) ... ... oder ist es die altgewohnte Bescheidenheit, die heute nicht mehr opportun ist?

Egal! Assistenzsysteme haben ihre Berechtigung; aber sie können den Menschen auch entmündigen.

 

Kleiner "Vorfall" vor einer halben Stunde:

Soeben war ein Freund mit seiner Tochter bei mir. "Ich brauche die genaue Adresse, nicht den Stadtplan!"

Warum? Ist ja gleich in deiner Ecke! "Aber mein Navi braucht die Adresse! Ich fahre nur mit Navi." Das findest du auch ohne, antworteten wir Alten wie aus einem Mund. "Ne, Papi, die Adresse!" Und was machst du, wenn dein Navi mal ausfällt? "Dann fahre ich heim."

Ob das Mädchen dann aber ohne Navi heim findet?:confused:

 

Genau diese Abhängigkeit von den elektronischen Helferlein halte ich für gefährlich, wenn man sich nur noch auf diese verlässt (wie z.B. dem Abstandsradar oder dem Spurassistenten)!

 

Grüsse, motorina.


03.09.2015 21:14    |    Goify

motorina, ein modernes Auto, was alles kann oder 20 Autos, die fast nichts können. Wo trifft der Begriff Bescheidenheit eher zu? War jetzt nur mal so ein kleiner Denkansatz am Rande. ;)

 

Trotz Navi bin ich noch ziemlich analog unterwegs und schaue mir bei Staumeldungen lieber mal die Papierkarte an. Selbst bei längeren und komplizierteren Strecken versuche ich, anhand der Karte im Kopf und den Schildern am Straßenrand hinzufinden. Nur bei echt komplexen Routen darf das Navi lautlos im Hintergrund navigieren, sodass ich erst versuche, selbst herauszufinden, wohin es geht und in einem zweiten Schritt auf die Pfeile schaue, ob meine Annahme richtig war.

Es gibt nichts schlimmeres, als eine Strecke regelmäßig ausschließlich per Navi zu fahren und trotzdem nach dem fünften Mal noch immer nicht auswendig zu kennen. Das ist mir mal mit dem Firmenwagen passiert und seit dem achte ich mehr auf die Strecke und die Beschilderung. Kann ja nicht sein, dass man keine Karte mehr im Kopf hat, sondern völlig blind durch Raum und Zeit fährt.


03.09.2015 21:31    |    motorina

"... Kann ja nicht sein, dass man keine Karte mehr im Kopf hat, sondern völlig blind durch Raum und Zeit fährt.

Doch, doch, @Goify, den Beweis hatte ich soeben wieder erleben müssen. :(

 

... und deine Anspielung habe ich sehr wohl verstanden...;), ist aber für mich kein Widerspruch...


03.09.2015 22:28    |    Drehschappeduckel

Ich persönlich verteufel keine Assistenzsysteme (wie es ja gern gemacht wird), brauche sie aber auch nicht unbedingt. Wichtig bei meinem neuen Auto war mir nur gutes Licht und Bluetooth-Audiostreaming. Letzteres war an ein Navi gekoppelt, Gut, dann musste es eben das Navi sein. Im Paket war dann noch ein Totwinkel-Assistent enthalten - nur leider funktioniert der nur bis 150 km/h und ist daher bei mir auf der AB ziemlich sinnlos :D


03.09.2015 23:15    |    _RGTech

An Assistenz habe ich eigentlich, was ich brauche... bzw. ich vermisse jetzt nichts aktiv.

 

Ob nun ein Abstandsregeltempomat was schönes im Stau wäre oder mich eher aufregen würde, wäre noch zu testen, bisher mit Automatik kann ich's auch so ganz gut fließen lassen.

Ein Totwinkelassistent... kann, muss aber nicht; ist mir bisher "nur" 2x passiert dass da einer rumgurkte der weder überholen noch hinter mir wieder reinfahren wollte (aber natürlich erst bis auf meine Höhe schneller war, wie soll der sonst dahin gekommen sein - und da ich der Tempomatfahrer bin, bin nicht ich der, der sich nicht entscheiden konnte...).

Sonst? Navi nutze ich nur notfalls oder aus Faulheit, wenn ich mir die Zielführung so gar nicht merken kann. Ansonsten schau ich mir vorher per Google Maps an wo ich hin muss, und wenn das wie "Ort 1 nach Ort 2 nach Ort 3, dort zweite Kreuzung rechts, ganz nach hinten bis kurz vor Beginn der Felder und da links" klingt, krieg ich's auch ohne hin. Und da Nokia das gratis bietet, hab ich keinen Bedarf nach teuren Festeinbauten.

Meistens jedenfalls :D

Bluetooth ist sowieso Spielkram, mein Telefon braucht keine Verbindung zum Auto, dort ist ein zweites eingebaut - fest mit Außenantenne. Und Musik kommt von Speicherkarte (USB wäre auch denkbar, notfalls). Funklösungen sind immer Notlösungen.

HUDs sind derzeit immer noch teures Spielzeug und ich bin mir nicht sicher, ob ich so was nutzen würde. Ich mag's schon nicht, wenn sich Schalter in der Seitenscheibe spiegeln. Kann aber die ständige Sichtschärfeumstellung vermindern, von daher ggf. sogar sinnvoll. Zumindest weitaus sinnvoller als separate Displays irgendwo in der Mittelkonsole, anstatt diese ins KI zu integrieren (oder gleich das ganze KI zu virtualisieren), wo sie völlig außer dem direkten Sichtfeld sind.

 

Aber da ich nicht mal in Lenkradtasten Mehrnutzen sehe, bin ich wohl auch nicht die Zielgruppe solcher Werbeangebote ;)

 

 

 

Der Grund, warum diese Schiene überhaupt geritten wird, ist meiner Ansicht nach: was soll dir denn das neueste Auto sonst bieten, was dein altes nicht auch schon konnte? Außer eventuell die neueste Dummweltzonenplakette erfüllen? Oder dass es "halt neu ist und alle Bauteile OK sein sollten und Garantie drauf ist", was nicht sooo vielen Menschen den Neuwagenwertverlust wert ist?

Als in den 80ern die Autos plötzlich länger hielten, hatte man nämlich einen guten Wechselgrund.

Als in den 90ern die Sicherheitssysteme massiv verbessert wurden, hatte man einen guten Grund.

Heute...? Muss es eben die Ausstattung richten, und irgendwann ist auch da alles erzählt.


03.09.2015 23:48    |    Beethoven

Ich habe dazu eine recht eindeutige Meinung: Wer gegen Assistenten ist, ist Wenigfahrer, Wochenendfahrer oder hat Assistenten nie ausprobiert. Ich bin heute eine längere Strecke durch die Niederlande gefahren und konnte Dank Abstands- und Lenkassistent und HUD ohne einen einzigen manuellen Eingriff (außer Abbiegen und Überholen) in sicherer Folgefahrt von Grenze zu Grenze fahren. Stress, Langeweile, Ermüdung - keineswegs. Dafür Konzentration auf das Wesentliche, nämlich das Unerwartete. Assistenten übernehmen Routineaufgaben (Licht, Spurhalten, Abstandhalten, Scheibenwischer...), so dass das Hirn frei bleibt. Stumpf mit 120 über die Autobahn zu trödeln ist nichts, was ich um jeden Preis selbst machen muss. Dafür bin ich dann hellwach, wenn ich am Ende der Fahrt in der unbekannten Großstadt die letzten 5 km meistern muss.


04.09.2015 03:23    |    HalbesHaehnchen

Assistenten und Infotainment JA im Langstreckenauto/Alltagsauto (Mittelklasse, obere Mittelklasse, Oberklasse...) und NEIN im Spaßauto (Roadster, Sportcoupe, Sportwagen...).

Kurz und knapp meine Meinung ;)


04.09.2015 08:00    |    OttoWe

Die beiden Antwortmöglichkeiten sind leider schlecht gewählt. Social Media brauche ich nicht im Auto, aber moderne Assistenzsysteme, Real Time Traffic und ein gutes Multimediasystem (SD-Karten/USB- und Bluetooth-Anschluss) mit Sprachsteuerung halte ich für sehr sinnvolle und hilfreiche Funktionen, auf die ich ungern verzichten möchte.

 

Daher kann ich weder Antwort 1 noch Antwort 2 wählen. Gutes Thema, aber schlecht gemachte Umfrage!


04.09.2015 08:23    |    der_Derk

Beim Begriff "Digitalisierung" muss ich irgendwie immer lachen... Hat was von den 80ern, als auf einmal auch alles "digital" wurde, symbolisiert durch Schriftarten im 7-Segment-Stil ;).

 

Auch Head-Up Displays und Digitaltachos waren damals mal voll hip, aber eher selten zu bekommen. Das Autoradio wurde mit DAB in den 90ern auch schonmal "digitalisiert", findet aber bis heute wenig Anklang.

 

Was heute als "digitalisiert" gezeichnet wird, ist zumeist die einfache Frage: Hat es einen Internetanschluss? Braucht das Auto m.M. als Letztes, bzw. hat es automatisch, sobald mindestens eine Person mit Smartphone drin sitzt. Für Navigation oder als Autoradio-Ersatz mit Streamingdienst sicherlich brauchbar, für essentielle Fahrzeugfunkionen hingegen - eher nicht. Die Assistenzsysteme sehe ich davon getrennt, denn totwinkel-Assistent, ESP, ABS und Anderes ist nicht auf eine Internetverbindung angewiesen. Deren Sinnhaftigkeit hat sich auch schon bewiesen, allerdings ist das jetzt auch nicht unbedingt der neuste Trend, sondern schon wieder recht alt. Der Tempomat wäre auch noch ein Assistent auf den ich ungerne verzichte, der aber auch nicht wirklich neu ist.

 

Muss man - wie so vieles - differenziert sehen, es gibt Dinge die einen Nutzen haben, und Andere, die noch auf der Sinnsuche sind, teilweise nicht zum ersten Mal.

 

Gruß

Derk


04.09.2015 12:02    |    Andi2011

Moin,

ich will gar nicht über Sinn und Unsinn von Assistenzsystemen spekulieren, da hat eh jeder seine Meinung was sinnvoll sei und was nicht.

Ich denke einfach, wir sind insges. immer mehr auf dem Weg zum autonomen fahren - und was wir erleben ist schlicht die Entwicklung dahin.

Irgendwann in naher Zukunft wird es so sein, dass ich entscheiden kann ob ich gefahren werden will oder selber fahre - und davon wird auch abhängig sein, welche (Sicherheits-) Assistenten im Hintergrund aktiv sind oder ich aktiv ausgewählt habe.

 

Bei der ganzen Multimedia-Geschichte in der die Automobilindustrie frage ich mich allerdings, warum hier mit in der Regel extrem teuren Extras und im Resultat oft halbgaren Lösungen versucht wird, dem Auto das beizubringen was mein Handy schon lange kann?

Hier wird der Weg auch dahin führen, dass wir letztlich unser Auto mit einem mobilen Gerät verbinden werden, eben unseren Smartphones und Tablets usw. und dann halt im Auto das machen können was man mit den Geräten sonst außerhalb des Autos auch tut.

Der Weg ist letztlich immer etwas zu vereinfachen nicht zu verkomplizieren - so ist der Mensch gestrickt.

 

Just my2 Cent.

 

Grüße

Andi


04.09.2015 12:59    |    juchas

Ich denke einige wenige Assistenssysteme sind sehr sinnvoll und nützlich wie das Elektronische Notbremssystem und geben nicht nur ein besseres Sicherheitsgefühl wieder sondern können denn Fahren auch mal unter die Arme greifen wenn er gepennt hat bzw. mal unaufmerksam war.

 

Andere sind völliger quatsch und braucht kein Mensch sind einfach nur "Optikmäßig" da wie die head up displays. Ich kann mich an keine Situation erinnern wo mir ein solches Display wirklich helfen würde, Wenn die Sonne mal so starkt wäre einfach Sonnenblende runtermachen fertig.

 

 

Andere Systemewie der Abstandswarner,Spurhalteassistent,Regensensor sind nur Spilereien und sollten dem Fahrer ein Sicherheitsgefühl geben mit der Gefahr das der Fahrer selbst ferlässig wird und zuviel auf die Technik vertraut


04.09.2015 13:31    |    pico24229

Das Handy für musik per Bluetooth zu koppeln, während der Fahrt eine Dvd zu sehen, Autotelefon und die Navi-Darstellung über HUD sind schon nicht schlecht und nette Spielereien.

Abstandsassistenen, einparkassistenten habe ich selbst noch nicht erfahren. Ich würde nicht wollen das mein Auto das hat, allerdings würde ich es eventuell auch ab und zu mal nutzen, wenn ich es verbaut hätte.

Lichtassistent habe ich und nutze ich nie, weil er nicht so regelt wie ich will und Regensensor funktioniert ganz gut, allerdings nicht so gut wie manuelle Einstellung.


04.09.2015 13:40    |    OttoWe

@pico24229

Also dann fährst Du evtl. das falsche Auto, ich habe automatische Fahrlichtschaltung, Abstandsradar, Stauassistent, Regensensor und alle funktionieren wunderbar und lassen sich individuell einstellen, so dass es meinen Bedürfnissen entspricht.

 

Einen Einparkassistenten (selbstlenkend) hatte ich im letzten Auto und funktionierte ebenfalls hervorragend. Das sind alles Dinge, die einem das Autofahren angenehmer machen. Emails, Facebook, Twitter und wie der ganze Quatsch heißt, hat am Steuer nichts zu suchen, weil sie vom Fahren ablenken anstatt das Fahren sicherer zu machen.

 

ACC (Abstandsradar) wollte ich nicht mehr missen, noch nie war Autofahren so entspannend!


04.09.2015 13:47    |    pico24229

Also Regenassistent: Selbst auf der niedrigsten Sensibilitätsstufe geht der mir noch etwas zu schnell.

Lichtassistent: Habe gehört das Xenon von oft ein und ausschalten schnell kaputt geht. Die erste Ampel auf meinem Arbeitsweg(und auch für 90% anderer Fahrten) zwingt einen unter einer Unterführung zu halten wodurch das Licht angeht :(


04.09.2015 13:56    |    OttoWe

OK, ich habe LED-Scheinwerfer, da ist das relativ egal, außerdem kann ich die Einschaltschwelle in drei Stufen einstellen. Ich bevorzuge da eher frühes Einschalten, also habe ich "früh" ausgewählt, andere nehmen lieber "Standard" oder "spät".

 

Und der Regenassistent funktioniert gut, lediglich das erste Wischen beim Losfahren kommt für mein Empfinden zu spät, da wische ich das erste Mal meistens selber, wenn die Scheibe schon nass ist, bevor ich losfahre.


04.09.2015 14:39    |    HL66

Ich bin für alles das Unfälle verhindert oder abschwächt wenn der Fahrer oder andere einen Fehler machen. Ich bin nicht dafür daß sich der Fahrer immer mehr zurücklehnen und nichts tun soll. Wir sind ja teilweise in der letzten Stufe vor dem autonomen fahren und es kann nicht sein daß der Fahrer schon jetzt im Stau auf den Rücksitz klettern kann und der Wagen fährt. Auch wenn der Mensch viele Unfälle verursacht, ich will nicht den Steuergeräten das Fahren überlassen... Straßenverkehr kann so chaotisch und unberechenbar sein, es gibt keinen Computer der alle Situtationen perfekt im griff hat.. und eines kann ein Rechner auch nicht: Er kann nicht intuitiv oder per Reflex auf Situationen reagieren die er nicht kennt.

 

Dazu kommt noch daß die Technik in Autos immer billiger in der Herstellung wird und teilweise noch unter Spielzeugniveau ist .. man schafft es immer noch nicht daß Wasserpumpen oder Fensterheber funktionieren, aber das Auto soll alleine fahren ? Nein danke.

Einen Einparkassistent brauche ich nicht, wer das nicht kann, muß üben... und in sehr enge Parklücken will ich nicht, was bringts mir wenn der Assis da einparkt und mir dann der Nebenmann beim Einsteigen seine Tür gegen mein Auto knallt

 

 

 

ich sehe die Entwicklung eher bedenklich und bin gespannt wie die Reaktionen sind wenn das erste autonome Fzg ein Kind umfährt und der "Fahrer" währen dessen sich telefonierend rasiert hat


04.09.2015 16:25    |    Gaswart

Mich langweilen die ganzen Assi-Systeme, die meisten davon braucht kein Mensch.

 

Ich wage mal die Prophezeihung und behaupte das es von heutigen Fahrzeugen keine Oldtimer mehr geben wird da die Elektronik nicht so lange halten wird.

 

Das Ganze ist von der Herstellern so gewollt, ich empfehle jedem der daran zweifelt mal in Netz nach dem Film "Geplante Obsoleszenz" zu suchen.

 

Gegen Airbags und ABS hab ich nichts, ein Tempomat ist schön und ´ne Sitzheizung angenehm.

 

Alles andere, wie ESP, ASR, elektrische Fensterheber, etc. brauch ich nicht.

 

Ein gut abgestimmtes Fahrwerk benötigt kein ESP solange man sich im Bereich der fahrphysikalischen Grenzen bewegt. Danach fliegt man auch mit ESP von der Strasse.

 

ASR hab ich im Fuß, manchmal ist etwas Schlupf sogar von Vorteil wenn man anfahren möchte.

 

Was mich ebenfalls nervt ist dieser Wahn alles verfügbare ungefragt als Serienausstattung in die Kisten zu bauen.

 

Wer braucht bitteschön ein direktes RDKS?

 

Keine Sau aber die Lobbyisten in Brüssel haben wieder mal Ganze Arbeit geleistet.

 

Ich prüfe meinen Luftdruck jede Woche einmal, vor jeder größeren Fahrt und bei starken Temperaturschwankungen.

 

Mittlerweile merke ich 0,1 - 0,2 bar zuwenig Druck am Fahrverhalten.

 

 

Sinnvolle Assis ja, die meisten jedoch sind einfach nur überflüssig!


04.09.2015 16:54    |    Fensterheber169

Die Auswahl ist etwas unglücklich gewählt. Social Media brauch ich im Auto auf keinen Fall.

 

Bei den assis sieht es anders aus. Abstandsregler ist nicht schlecht. Totwinkelassistent sollte man nicht brauchen, da ja jeder wie in der Fahrschule gelernt nen schulterblick macht. Alternativ hätte man auch einfach nen totwinkelspiegel einbauen können. Kostet keine 5€ extra.

 

Was nicht als Assistent läuft:

-ABS muss

-ESP/ASR definitives muss

-Licht & Regensensor ist ganz nett wenn man es hat

-Navigation kann man haben muss aber nicht. Gerade festeinbauten veralten extrem schnell.

-Airbags müssen sein

 

Was wirklich wichtig ist:

-passive Sicherheit

-Klinkenanschluss


04.09.2015 19:19    |    jettaflitzer

Ich bin der Meinung das die meisten Assistenzsysteme Unsinn sind.

Sachen wie Airbags, ESP, ABS, Xenon (mit Kurvenlicht) und Spiegelpaket sind bei mir definitiv ein Muss.

Spurhalte-, Fernlicht und Abstandsassistent halt ich für Sinnvoll (und auch persönlich für praktisch) würde ich mir persönlich aber nicht kaufen/bestellen.

Navi ist genauso wie der Einparkassistent absolut unwichtig. Ich brauche ein gutes Radio mit USB Anschluss.

RDKS ist Quatsch solange es erlaubt ist 15€ Billigreifen zu fahren.

 

Social Media im Auto ist grober Unfug und sollte gleich in den Verbotstext zur Handynutzung aufgenommen und unter Strafe gestellt werden.

 

Was ich durch das weglassen des Navi und der Assis spare lege ich lieber für eine größere Motorisierung drauf.


04.09.2015 21:20    |    _RGTech

Stimmt, da gibt's tatsächlich noch mehr... :D

 

Regensensor: Ganz brauchbar, hat bei mir aber den Hang zur Übertreibung. Eine Regelung der Wischintensivität wäre nett. So mache ich bei geringem Regen halt den Sensor aus und tippwische bei Bedarf. Würde ich aber nicht vermissen.

Lichtsensor: Hab ich ja jetzt auch im Skoda. Irrelevant, da ich eh stets mit Licht fahre.

Spurhalteassistent: Also das ist jetzt echt übertrieben. Wer fährt wie ein Besoffener, sollte doch lieber dem Führerschein fernbleiben...

Notbremser: OK, ich traue mir mal zu, das Pedal selbst durchtreten zu können. Wer weiß aber schon, wie richtig ich damit liege. Sicherlich nicht komplett unnütz.

Reifendruckkontrolle: Gruseliger Preistreiber. Wenn da was nicht stimmt spür ich's selbst. Gilt aber leider nicht für viele andere Autofahrer.

Einparkassi: Öhm... ich glaube nicht. Ich parke eh seltenst am Straßenrand und hab das bisher (gut, automatisches Beifahrerspiegel-Runterfahren im Rückwärtsgang wäre nice) einigermaßen hinbekommen. Hier sind die Parkpiepser je nach Lückengröße auch durchaus hilfreich! Für Parallelplätze witzlos.

DVD-Abspielmöglichkeit: Hier bin ich völlig dagegen, solange auch der Fahrer sich hier ablenken lassen kann.

ASR: kann nett sein. So was hast du unter Umständen (wie auch die ESP-Funktionen) nicht "im Fuß". Bergauf anfahren bei Blitzeis, ohne? Mit Heckantrieb sehr unentspannt ;) Dann doch lieber ein Auto, das sich elektronisch "hochzuckelt"... Und da das abschaltbar ist, ist das mit dem benötigten Schlupf auch kein Problem.

 

 

Vorschlag für die nächste Umfrage: Alle Systeme einzeln listen und fragen was die Teilnehmer für überflüssig halten (oder gut finden). ;) (mit Mehrfachantwort natürlich)


04.09.2015 22:25    |    kaegg

Meine Meinung steht in der Umfrage leider nicht als Antwortmöglichkeit:

Ich fahre selbst....!!!

Bitte ohne Firlefanz und/oder Helferlein!

Und das etwa 80.000km pro Jahr, schon seit 20 Jahren (unfallfrei und kaum Punkte).

 

Grüße Kaegg


04.09.2015 22:38    |    Sachte

Ich hab nicht verstanden was sozial media mit Assistenzsystemen eines Autos zu tun hat.


04.09.2015 22:49    |    max.tom

Meiner Meinung nach braucht man die vielen helferleins nicht weil zu viel unnötiges dabei ist und weil man das selber fahren verlernt und man sich nur noch verlasst das die Assistenten des auto bremsen und lenken was des angeht ... Zu Beispiel ...

Spurhalte/bremms/abstandswarner und so weiter ...


05.09.2015 00:34    |    Zavage

Bis auf Einparkhilfe und Totwinkelwarner sind alles andere nur Geldmacherei. Ich würde soweit gehen und sagen, dass diese für Leute gedacht sind, unfähig zu denken und deshalb einen Müdigkeitswarner brauchen sowie Spurhalteassistent für die ganz debilen. Wenn man nicht mehr aufmerksam genug ist, um ein Fahrzeug zu führen, sollte man auch eine Pause machen und sich nicht durch den Assistent weiter führen zu lassen!


05.09.2015 08:27    |    Sachte

@Zavage

Mein Reden. Am besten sind dann noch das virale Ungeziefer die in die Threads platzt und meint, ein Auto kann man ohne X oder Y heute doch garnicht mehr verkaufen :D Diese Spasten...


05.09.2015 19:51    |    BobCH

Ich werde den Eindruck nicht los, dass in diesem Blog die Meisten hier gar keine volle Breitseite von Assistenzsystemen haben oder je hatten ... . Nur wenige sagen das ganz ehrlich!

Die Diskussion kommt bei mir rüber wie Vegetarier die das Bisserlebnis verschiedener Fleischstücke diskutieren.

 

Sinnlose digitale Helferlein gibt es grundsätzlich keine! Man kann diese zudem an-, ab- oder zuschalten, je nach Strecke, Bedarf und Fahrer(in).

Es braucht auch keinen Fernseher zu Hause und ich behaupte mal, dass 99% hier mindestens einen haben und sogar wissen wie man diesen an- und ausstellt.

 

Aber die volle Breitseite an digitalen Helferchen gibt es erst ab der Mittelklasse aufwärts in neueren Autos und kosten immer eine Stange extra. 10'000 sind schnell erreicht. Ob sich das auch alle leisten können welche hier ihre Meinung über Sinn oder Unsinn abgeben? Ich bin mir sicher: Nicht alle können das ... .

 

Ich bin absolut überzeugt, dass die Helferlein die Unfallstatistiken positiv beeinflussen werden und somit auch die Versicherungsprämien aller. Auch wenn über 90% der Autofahrer von sich selbst denken, dass sie sichere Fahrer sind - die Realität ist tendenziell eher das Gegenteil. Darum JA für alles was Verkehr sicherer macht!!!!

 

Und für ein paar Ewig-Gestrige empfehle ich die ausgelatschten Schlappen derjenigen, welche diese mal neu kauften. Ob diese dann den Verkehr sicherer machen bezweifle ich.


05.09.2015 20:28    |    udogigahertz

In den oben stehenden Beiträgen ist teilweise viel Wahres drin, aber auch Halbwahrheiten und totaler Unsinn, das geht quer Beet, wie am Stammtisch nach den ersten 5 Runden, grauenhaft.

 

Für den einen ist alles (auch ABS und ESP, Airbags sowieso) Teufelskram bzw. "für Weicheier", für den anderen ist jedes nur denkbare elektronische Helferlein ein überlebenswichtiges MUSS, das Leben rettet.

 

Andere Meinungen werden NICHT toleriert.

 

Wieder andere sehen diesen elektronischen Kram als Vorstufe zum autonomen Fahren und freuen sich schon darauf, in einigen Jahren eine Fahrt als Fahrer bequem auf den Rücksitzen schlafend zu verbringen.

 

Dazu sei gesagt: Diese Art des "autonomen Fahrens" wird es nie geben. Warum wohl nicht? Mal kurz nachdenken und dabei an eventuelle Übertretungen von Verkehrsregeln denken, die der Automat verursacht oder auch an die Schuldfrage, wenn es dann doch zu einem Unfall gekommen ist. Soll das Auto eine Geldbusse zahlen? Oder der Hersteller? Wessen Versicherung muss zahlen? Der Fahrer fuhr ja nicht, keine Strafe ohne Verursacher, so ist bei uns die Rechtslage. Da werden so manche Gemeinden ihre Gebühren, ihre Steuern ganz gewaltig erhöhen müssen, wenn kein Bussgeld mehr reinkommt, denn der Automat hält sich an alle Begrenzungen. Ein Heer von mobilen Radarfallenpolizisten wird arbeitslos ........... nein, das geht nicht.

 

Auch ist die These, dass all diese elektronischen Kinkerlitzchen Unfälle verhindern würden, äußerst gewagt, denn die Systeme funktionieren allesamt nicht perfekt, neigen leider zu Fehlfunktionen, man durchsuche mal die einzelnen Foren nach solchen Berichten, da sträuben sich einem die Haare teilweise, da legt die aktive Distance-Control mal eben so ganz ohne Vorwarnung eine Vollbremsung ein, da übersieht der Spurhalteassistent einen Radfahrer am Straßenrand, den man im Sicherheitsabstand überholen will ............... und lenkt das Auto dennoch in Richtung Radfahrer, weil das Autos ja sonst die Spur wechseln würde, das muss der Assistent ja verhindern.

 

Auch ist der "Tote-Winke-Warner" so ne Sache, in einem von 100 oder auch 1.000 Fällen übersieht der doch glatt ein Auto, meldet das nicht ........... der Fahrer verlässt sich darauf und es kracht.

 

Jeder Richter lacht sich kaputt, wenn der Verursacher sagt, er habe sich doch auf seinen Toten-Winkel-Warner verlassen, er könne doch nichts dafür ....... ne ne, der Blick über die linke Schulter ist gesetzlich vorgeschrieben, trotz Totwinkelwarner, wenn ich aber sowieso den Schulterblick machen muss, was soll ich dann mit dem Warner?

 

Ebenso überflüssig ist eine "Verkehrszeichenerkennung", die mir das Schild am Straßenrand nochmal in mein Sichtfeld per HUD einblendet ........... kann mir mal einer sagen, was das soll? Ich seh das Schild doch durch die Scheibe im Original, in Farbe und 3 D, warum um Himmels willen muss ich das denn NOCH mal in mein Sichtfeld bekommen, wo es mich irritiert und meine freie Sicht behindert?

 

Auch son Quark sind die Start-Stopp-Dinger, die sparen nix, machen nur Ärger, sie waren einzig gut dafür, bei der NEFZ Messung den Verbrauch noch um ein Zehntelliterchen zu senken.

 

Grüße

Udo


05.09.2015 20:54    |    Goify

Udo, und du gibst hier also keine Halbwahrheiten wieder, die also nichts für den Stammtisch wären? Da bin ich aber mal entschieden anderer Meinung.

Die aktuell erhältlichen Assistenten (Ausnahme ACC), sind dauerhaft nur im Standby, was bedeutet, der Fahrer muss weiterhin aktiv fahren. Macht er einen Fehler, wie z. B. vergessen zu blinken, Schulterblick, kommt von der Spur ab, weil er zu lang eine Telefonnummer in sein Handy eintippt, greift das System ein. Vorher fährt man völlig herkömmlich mit dem Auto durch die Gegend und ist auch verpflichtet dazu dies zu tun. Ein totales Verlassen auf die Technik ist rechtlich nicht erlaubt.

Sollten irgendwann die autonomen Fahrzeuge zulassungsfähig sein, wird auch die Rechtsprechung so weit angepasst werden, dass der Fahrer von der Verantwortung entweder teilweise, oder ganz, wenn er überhaupt keine Bedienelemente mehr hat, entbunden. Das Google-Auto hat ja keinerlei Pedale und Lenkrag, wie soll also hier die Schuld und Verantwortung beim Mitfahrer liegen. Einen Fahrer gibt es ja nicht mehr - höchstens einen Halter oder Eigentümer, der im besten Fall überhaupt nicht im Fahrzeug sitzt, weil sein Auto ihn gerade abholen möchte.


05.09.2015 22:12    |    BobCH

Goify - ich pflichte Dir voll und ganz bei! es wird neue Gesetze und auch Haftungen geben. Jurisprudenz ist keine statische Wissenschaft - genauso wenig wie die Entwicklung der binären Helferlein und der begleitenden Leitsysteme.

Ich frage mich ob Leute die behaupten, dass es den letzten Eingriff durch den Fahrer brauchen wird, wissen wie sehr sie heute schon in vielen Dingen in Ihren Entscheiden schlicht hinter der Elektronik her hinken.

Beispiele: ABS oder Bremskraftregler, elektronische Hilfe der Servolenkung, Gurtstraffer, gesteuerte Differentiale und 4x4 Kraftverteilung, Airbags etc.

Und wie Goify es richtig sagt. Die Haftungen verändern sich ... . Man sollte sich nicht mit der Schwarz-Weiss Frage aufhalten ob der Mensch ganz ersetzt wird als Lenker oder nicht, sondern viel mehr anerkennen, dass bereits jetzt die Zahl der Unfallopfer abnimmt und nicht zunimmt. Dies liegt nicht an besseren Fahrern in einem laufend dichter werdenden Verkehr sondern an binärer Intelligenz welche immer mehr Einzug hält - zum Glück!

 

Her mit den Helferlein - je mehr diese verkauft werden, je preiswerter diese werden und je mehr Fahrzeuge diese haben, je mehr Unfälle vermieden werden. Diese Entwicklung ist zum Glück unaufhaltbar, nicht einmal durch Holzköpfe, sorry meinte Hohlköpfe.

Mein Trost ist, dass auch die letzten mechanisch Denkenden irgendwann zu alt sein werden um selbst zu fahren :-)


05.09.2015 22:40    |    Goify

Am Donnerstag wäre mein Auto zu Schrott gefahren worden, hätte der Hintermann nicht ABS und möglicherweise das helfende BAS gehabt. Er kam aus etwa 120 km/h hinter mir mit 1 m Abstand zum Stehen. Ohne ABS wäre er mit Tempo 50 in mich hinein gefahren und ich würde mit Glück vom Krankenbett aus schreiben.

Am gleichen Tag morgens wäre ich ohne ABS Zeuge eines schweren Unfalls geworden, da ein Linksabbieger nur einen entgegenkommenden durchlassen wollte. Den zweiten hat er trotz Licht völlig übersehen. So quietschten kurz die Reifen, wie bei ABS typisch und knapp vor ihm konnte der Entgegenkommende zum Halt kommen. Beides Szenarien, die noch vor wenigen Jahren zu mind. 3 schwer verletzten Personen geführt hätten.


05.09.2015 22:40    |    Romiman

Auch ich sehe es differenziert. Grundsätzlich hab ich nichts gegen eine Weiterentwicklung des Autos. Ich möchte heute keinen B-Ascona mehr haben. (Obwohl der wunderbar übersichtlich, robust und komfortabel war, und es ihn in der symphatisch altmodischen Karosserieform des 2türigen Stufenhecks gab!).

Automatisches Einparken, Social Media und weitreichendes Internet im Auto brauche ich auch nicht.

Sinnvoll hingegen finde ich Navi mit Echtzeit- (und damit online) Staumelder, Spritpreis-App, Notruf und Rückfahrkamera.

 

Ich würde es begrüßen, wenn die Entwicklung neuer Fahrzeuge wieder mehr in Richtung Komfort (statt des Sportmainstreams inkl. PS-Wahn), Haltbarkeit (statt kurzlebiger Downsizingmotörchen mit Millionenganggetrieben...) und Übersichtlichkeit (statt immer kleinerer Fenster mit immer größeren Sensorenbratpfannen hinterm Innenspiegel) ginge.


06.09.2015 01:54    |    Sachte

Ja @Goify, großes Kino. SUPER Beispiel :)

Wüsste man nur bescheid, daß ABS den Bremsweg nicht verkürzt, sondern gar minimal verlängert, das Auto dafür lenkbar bleibt, während man voll auf der Bremse steht.

 

Man also letztendlich wie statistisch mehr auf der Habenseite hat und damit ist das Teil nun Standardausrüstung. Wobei damit auch erst ESP möglich ist und das bringt unumstritten was.

 

Aber pflichtet ihr euch ruhig weiter gegenseitig "voll und ganz" zu, in dem Laientheater hier. Dann wird der Leser das bestimmt irgendwann auch alles glauben, daß man alle Blink-, Tuut- und Bimmelassistenten auch deaktivieren kann. Am A.... ;)

 

edit:

Alles aber nur halb so schlimm im Vergleich zu der Farbe, die in diesem Blog als Hintergrund für den schwarzen Kommentartext fungiert. Eigentlich Schande über MT, daß man so eine Paarung überhaupt auswählen kann ;)


06.09.2015 07:45    |    BobCH

@Sachte

Ja, der Bremsweg verlängert sich mit ABS ein ganz klein wenig, vorausgesetzt Fahrer würde im Trockenen alles richtig machen. In Schreck- und Stressmomenten sind aber die wenigsten fähig alles richtig zu machen und ein Auto abzufangen. Mit durchschnittlich über 120 Niederschlagstagen relativiert sich dies noch mehr. Somit ist ABS der bei weitem beste Kompromiss. Gleiches gilt für Nothaltesysteme und Antriebshilfen. Durch die ganze Fahrzeugelektronik ist auch das Licht und die Abblendung bei schlechtem Wetter und Nachts viel besser geworden. Durch den konsequenten Einzug von digital gesteuerter Fahrzeugelektronik hat zudem der Spritverbrauch extrem abgenommen, vergleicht man den Mehrgewinn an Leistung und die Energieausbeutung.

 

Das sind doch alles sehr positive Resultate! Ich wüsste wirklich keinen vernünftigen Grund um gegen Notbremsfunktionen, Spurhaltesysteme etc. zu wettern - nicht einmal nachdem ich auf einer steilen Gefällstrecke im Schnee das ABS auch schon mal verfluchte.

 

Die Helferlein sind ein Zugewinn, nicht in jedem Fall, aber sicher im Durchschnitt. Habe auch schon Head-Ups gesehen welche wirklich wenig sinnvoll waren. Aber muss sagen, dass das von BMW in der neuesten Generation schon ein echtes Sahnehäubchen der Digitalisierung ist und dem stehen ein paar andere wenig nach. Ebenso sind Lenkassistenten und Tote Winkel Assistenzen eben ein Zugewinn. Über der Sicherheitszugewinn von Gurtstraffern und Airbags müssen wir gar nicht erst sprechen.

 

Letzthin schaute ich wieder einmal zu wie eine Hausfrau gefühlte Minuten brauchte um ihren zu grossen SUV in eine Parklücke zu kriegen. Die entnervte Fahrerin nach halbwegs gelungenem Manöver und meiner Bemerkung, dass das Auto sicher passend sei für Sie: "Ich kann doch nichts dafür, dass mein Mann mir dieses Scheissauto kaufte". :-) Lieber Ehemann, mach deiner Frau bitte auch noch ein Kreuzchen bei der Einparkhilfe das nächste mal ;-). Und bei jedem Zweiten im Parkhaus oder der Stadt, denke ich zurück an die amüsante, entnervte Frau und denke: Kreuzchen vergessen ... .

Die digitalen Helferlein sind eben doch ein Zugewinn für jeden, meist durch passive Hilfe und fast immer durch aktive Hilfe.

 

Menschliche Fehlerquellen sind Tatsache und eben menschlich - Digitale gesteuerte Elektronik kompensieren diese Fehler deutlich und verbessern sich mit jeder Generation. Ob sich die menschlichen Fehlerquellen mit jeder Generation verringern steht wohl nicht zur Debatte ... . ;-) Selbst Du lieber "Sachte" wirst als Fehlerquelle älter und Helferlein werden Dich zum Glück ein wenig kompensieren.

 

Edit: gerade bei schnellen, leisen Fahrzeugen finde ich des weiteren die automatische Geschwindigkeitsbegrenzungsfunktion (Automatic Speed Limiter - ASL) ein Segen. Wer hat nicht schon ein Knöllchen gefasst, ganz ohne Absicht und einfach weil er abgelenkt war und im falschen Moment etwas zu schnell fuhr?

 

Und ja - grässliche Kombination der Farben in dieser Screen Einstellung durch MT. Die Darstellungsergonomie ist SCHEISSE!!! Das könnte mit Helferlein auch verbessert werden ... :-)


06.09.2015 08:46    |    Goify

So ein automatischer Hintergrundaufheller bei dunklen Schriftarten wäre mal ein sinnvoller Assistent. ;)

 

Es gibt natürlich immer wieder Fahrer wie Sachte, die absolut perfekt sind und jedes ABS durch ihr Können in den Schatten stellen. Ich bin gerade mal ein durchschnittlich guter Fahrer und bin auf ABS angewiesen, um kurze Bremswege erhalten zu können. Meine letzte Erfahrung mit der Stotterbremse bei Schneematsch war eher suboptimal und von Lenkbarkeit beim Abbiegen würde ich jetzt nicht sprechen, eher von an der Kreuzung-vorbei-fahren und dämlich-schauen.

Das gute an den Assistenten ist ja, nicht jeder muss sie kaufen und falls sie nun doch schon im PKW sind, kann man sie in der Regel abschalten. Jeder kann entweder so fahren, wie 1980 oder wie 2015.


06.09.2015 11:37    |    Sachte

@Golfy

Du hast noch nichtmal verstanden, daß ich ABS nicht kritisiert habe (eher gelobt, grad wegen ESP), sondern deine dadurch herbeifantasierte Wunderergebnisse relativiert habe.

Sehr schlicht von mir verfasster Text.

 

Und DU willst angesichts dessen den Leuten etwas objektives darüber erzählen welchen Sinn welche digitale Helferlein im Auto sinnvoll sind? Ernsthaft jetzt? Ich halte das für schlechte Nebelkerzen. Wende dich bitte lieber Themen die du blickst.


06.09.2015 13:36    |    Goify

Sachte, nur weil du absolut nicht mal die leiseste Ahnung von PKW-Technik hast, brauchst du hier nicht gleich ausfällig zu werden.

 

Mir ist die Funktion des ABS sehr wohl bewusst und kenne auch deren technische Grenzen. Für den Normalfahrer (also kein Rennfahrer) gibt es derzeit kein besseres System. Als Assistent möchte ich es allerdings nicht bezeichnen, da hast du recht.

 

So lange es keine Studien darüber gibt, was die Assistenten an Unfällen alles verhindert oder die Schwere vermindert haben, kann man darüber noch tagelang diskutieren - die Ignoranten moderner Technik werden sie immer verteufeln.

 

Vor vier Jahren war ich bei einer Demonstration von Mercedes (siehe mein Blog), wo die genannten Assistenten vorgeführt wurden. Dies waren natürlich nachgestellte Situationen, aber dort konnte man sich davon überzeugen, was damals möglich war und was nicht erkannt werden konnte.


06.09.2015 18:10    |    _RGTech

Ihr verzettelt euch grad beide...

 

Sicher, bei Optimalbedingungen verlängert sich der Bremsweg durch ABS. Aber wann haben wir Optimalbedingungen? Und mittlerweile sind die Sensoren auch ausreichend feinfühlig, um den optimalen Grad zwischen Rutsch- und Lockerungsphase zu erkennen, womit die Verlängerung akademisch wird (wir haben nicht mehr die grobmotorischen Systeme der 80er).

Es kann aber auch durchaus zu besseren Bremsergebnissen kommen, wenn man mal keine Topbedingungen (trockene Straße, gute Reifen) erwischt.

 

In den obigen Beispielen halte ich den Gewinn durchs ABS aber auch für vermutlich nicht existent. Den durch BAS dafür sehr wohl.

 

 

@Romiman:

Zitat:

Ich würde es begrüßen, wenn die Entwicklung neuer Fahrzeuge wieder mehr in Richtung Komfort (statt des Sportmainstreams inkl. PS-Wahn), Haltbarkeit (statt kurzlebiger Downsizingmotörchen mit Millionenganggetrieben...) und Übersichtlichkeit (statt immer kleinerer Fenster mit immer größeren Sensorenbratpfannen hinterm Innenspiegel) ginge.

Da bin ich voll und ganz bei dir.

 

 

Bei ESP gab es ewige Diskussionen, dass es nur zur Kaschierung schlechter Fahrwerke genutzt würde. Was sein kann (es gibt wirklich so schlecht abgestimmte Gurken, bei denen das ESP dafür sehr früh einbremst und jeglichen Fahrspaß vernichtet!), aber oftmals auch totaler Mist ist, und vor allem kein Kontraargument sein darf.

 

Bei der immer schlechter werdenden Rundumsicht (zugunsten größerer Laderaumvolumenwerte im Katalog, und weil es der Designer so wünscht) bist du dafür irgendwann ohne Assistenten nicht mehr fahrfähig. Und die musst du dafür noch extra bezahlen, bekommst sie also nicht mal als notwendigen Ausgleich. Und hier diskutieren die gleichen Menschen plötzlich mit ganz anderen Argumenten. Oder gar nicht mehr.

 

Leider kann man miese Fahrwerke oftmals noch nachbearbeiten - miese Karosserien dafür nicht mehr.

 

 

 

(PS: Ich lache - und trauere - ständig ob der Begriffe Sportsvan für einen Rentnergolf, Ecosport für einen weder sparsamen noch dynamischen Klein-SUV, Sports Tourer für unpraktisch geschnittene Pampersbomber... und der Leute, die so etwas auch noch kaufen...)


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