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05.04.2022 21:07    |    PIPD black    |    Kommentare (90)    |   Stichworte: B, Mokka, Opel

 

Wie man im letzten Artikel lesen konnte, fiel die Wahl auf Grund der Farbe und auch des Preises relativ schnell auf den kleinen Grünen aus Rüsselsheim *hüstel* :p

 

Fangen wir mal von vorne an.

Ich hatte ja schon Preise eingeholt und auch mit dem Vermittler des Rängers telefoniert. Allerdings war kein Angebot besser als das von APL. Als dann wir dann alles für die Bestellung geklärt hatten, forderte ich ein aktualisiertes Angebot an. APL hielt sich auch nach Wochen das bisher gemachte Angebot, der damalige Vermittler konnte mir nur noch deutlich schlechtere Angebote machen und meinte: „Wenn die sich an ihr Angebot halten, dann dort zuschlagen. Günstiger wird es nicht mehr.“ Gesagt getan. Papiere ausgefüllt, Konfiguration aus dem Opel-Konfigurator beigefügt und per Mail raus. Fertig.

 

Inzwischen waren die Lieferzeiten schon deutlich angewachsen. Anfang August lagen sie noch bei 6-8 Wochen, nun hieß es 6-8 Monate. Macht nix, Frau wollte das Auto eh erst nach dem Winter. Nun hieß es warten auf den Vertrag vom ausliefernden Händler. Das dauerte leider etwas. Normal dauert es nur ein paar Tage, bei uns fast 2 Wochen. Anfang September hatten wir bestellt, Mitte September bekamen wir dann die Vertragsunterlagen. APL entschuldigte sich bei uns für die Verzögerung und teilte uns mit, dass das Auto nun doch nicht mit einer 6-Monats-Kurzzulassung sondern mit Tageszulassung kommt. Da hatte ich nix gegen und stand auch so im Vertrag. Alles ausgefüllt und wieder alles per Mail an den Händler. Auch dieser antwortete immer sehr zuverlässig und kurzfristig auf meine Anfragen. Man kann vereinbaren, ob man mit dem Autohaus selbst kommunizieren möchte oder da APL überläßt. Ich wählte ersteres. Nun hieß es warten…..z. B. auf die Auftragsbestätigung. Trotz mehrfacher Rückfragen kam da nix weiter als ein Zweizeiler, dass die Bestellung ausgelöst worden sei und die unverbindliche Lieferung im Mai 2022 erfolgen solle. OK, nahm ich so hin. Immer nach einem Monat fragte ich nach dem Stand der Dinge, immer hieß es Mai 2022. Dass es keine AB gab, wurmte mich und schickte APL in die Spur, aber auch die bewirkten nix weiter außer die Mail, die ich im Oktober erhielt. Nun gut, weiter warten….

 

Ende Februar hatte ich einen Anruf auf dem Händy. Leider hab ich das nicht mitbekommen. Der Rückruf brachte keine Erkenntnisse. Die Kollegin war nicht da und hätte auch nix im System eingetragen. Man gäbe die Rückrufbitte weiter. Nach ein paar Tagen noch nix gehört, angerufen, Dame im Gespräch….hab ich ne Mail geschrieben und sie rief direkt zurück. Die letzten Tage war sie nicht im Büro und hatte nun einiges abzuarbeiten. Ist ja auch OK. Sie hätte für mich eine gute und eine schlechte Nachricht. Die Gute: Das Auto ist gebaut und würde am 15.03. geliefert werden. JUCHUH :D Die Schlechte: Es gibt jetzt doch die 6-Monats-Zulassung. Da war ich nicht so begeistert. :( Grund: Opel hätte die Verträge geprüft und die Tageszulassung als nicht zulässig erklärt. Ich könnte es so akzeptieren oder vom Vertrag zurücktreten. Der Vertrag gestand ihnen das zu. Ich akzeptierte. Erstens: Weil es bei APL eh so bestellt war, Zweitens: Weil das Auto inzwischen gut 2,5 k€ lt. Liste teurer geworden ist und die Rabatte nicht gewachsen eher noch geschrumpft sind.

 

Jetzt musste das Auto noch vom Heimatstützpunkt in Süddeutschland nach Niedersachen verbracht werden. Das war am 23.03. der Fall und man kontaktierte mich zwecks Übergabe. Da eine Übergabe nur unter der Woche und nicht am WE möglich ist, nahmen wir den ersten Urlaubstag 04.04. gleich zu Ladenöffnung. Ich wollte zeitig durch den Elbtunnel sein, um nicht ewig im Stau zu stehen. Allerdings flutschte es so gut, dass war eine Stunde zu früh da waren. Haben dann die Zeit totgeschlagen und sind dann in den Laden, um das Auto zu übernehmen. Das hat alles reibungslos geklappt.

 

Wie von mir gefordert, waren noch keine Kennzeichen und auch keine Halter angebaut. Zum eine wußte ich nicht, ob Opel fixe Punkt dafür hat und zum anderen ob der Schrauber diese auch verwendet. Denn da hab ich schon unschöne Erfahrungen gemacht, als ich an anderen Fahrzeugen deutlich kürzere Kennzeichen angebaut habe. Also wurden nun in meinem Beisein die Kennzeichen montiert. (Heute hab ich sie auf meine Art ohne Unterleger angeschraubt.;)) Das Auto wurde erklärt, wir hatten ausreichend Zeit es zu begutachten, zu testen und es gab diverse Erklärungen. TOP. Danach Papierkram und Schlüsselübergabe und ABFAAAAAAAAAHRT nach Hause.

 

Klappte alles proplemlos, trotz 2-4 Grad Außentemperatur, ein paar Schneeflöckchen und Sommerreifen. Aber das Wetter wurde immer schlechter, Regen und Wind, aber der Mokka liegt gut auf der Straße und ist nicht so seitenwindempfindlich wie unser Fiesta. Auch der Verbrauch war schon gut. Vom Fiesta etwas verwöhnt, lag der Mokka zuhause bei 4,9 l und der Fiesta bei 4,8 l. Den Motor vernimmt man im Normalbetrieb gar nicht mehr. Nur noch bei höheren Drehzahlen. Dank 6. Gang aber wohl nur selten nötig.

 

Heute habe ich dann die Winterreifen aufgebaut, die ich letzte Woche beim örtlichen FOH geholt hatte. Im September hatte ich mir die Winterkomplettradangebote auf der Opel-Seite angesehen und ausgedruckt. Inzwischen gibt Opel keine Preise mehr an. Ich hatte Glück und hab die Räder zu dem Preis vom letzten Jahr bekommen. Auch weil die Räder aus dem Jahr bzw. schon etwas älter waren. Glück gehabt.:)

 

Nun noch ein kleiner „Klopfer“ nebenbei: Am 16.03. kamen hier die Rechnung und der Fahrzeugbrief samt CoC an. Daraus waren ein paar wichtige Daten zu ersehen. Das Auto ist bereits Anfang Dezember gebaut worden, der Brief Ende Dezember ausgestellt und das Fahrzeug bereits am 20.01. zugelassen worden.:eek: Meine Frage, wo das Auto so lange rumstand und warum man mir noch im Februar den Liefertermin Mai nannte, konnte man mir nicht wirklich erklären. Aber so viel: Sie haben keinen direkten Draht zu Opel. Die Bestellungen laufen über einen Großhändler und da hakte es wohl in der Umsetzung und der Kommunikation.

 

Auf Grund der geänderten Zulassungsgeschichte erbat ich mir ein „Leckerli“. Damit konnte die Nachrichtenüberbringerin aber nix anfangen bzw. durfte sie nicht entscheiden. Ich erhielt dann einen Anruf und wir verständigten uns auf eine Kleinigkeit z. B. aus dem Opel-Shop. Der ausliefernde Kollege wußte beim ersten Telefonat davon aber noch nichts und holte sich die entsprechende Info. Als wir das Fahrzeug abholten, fanden wir das Auto dann vollgetankt vor.:D Sehr Gut und überraschend. 40 Liter zu 2,10 € sind ja nicht zu verachten. Mit soviel Entgegenkommen hatte ich nicht gerechnet. Aber da es sich nunmal nicht um einen FOH handelte, war auch nix mit Shop. In Niedersachsen gab es im Grunde nur einen Auslieferungsstützpunkt. Auch OK. Lief ja dennoch alles zu größten Zufriedenheit ab.

 

Schöner Nebeneffekt der frühen Zulassung im Januar: die Garantieverlängerung für 60 Monate und bis zu 225 tkm gab noch zum alten Preis. Aktuell kostet sie knapp 1.000 € mehr geht nur bis 200 tkm. Kleinerer Nachteil: die 1. Wartung ist dann auch schon im Jan. 2024 fällig, wenn er nicht schon vorher hinwill.

 

Jetzt müssen wir uns nur noch mit dem Infotainment und den ganzen Einstellmöglichkeiten und Assistenten auseinandersetzen und anfreunden. Das Digitalcockpit gefällt mir schonmal sehr gut, vor allem im Gegensatz zu dem Ding im Corsa.

 

Warndreieck und Sanikasten hab ich dann heute auch reingepackt und die Dummweltplakette hat man uns mitgegeben, weil im Juli ja schon die Ummeldung auf uns erfolgt und man es uns überlassen wollte, diese später abzukratzen oder nicht.

 

Achja….kleiner Gruß an Opel: Wenn man schon so blöde Kappen auf die Radbolzen steckt, packt gefälligst auch den 5-Cent-Abzieher dazu.:mad: Ich hab mir mit ner 24er Nuss beholfen und die Dinger abgewackelt, damit ich die Winterräder montieren konnte.

 

Und nun nochmal die Daten:

Opel Mokka Ultimate Diesel

1,5 l 81 kW 6-Gang Schaltgetriebe

Leder Sienna

Park & Go Premium

Motorhaube in schwarz

Fußraumteppiche

 

Listenpreis: 32.585 €

Kaufpreis incl. Überführung und Opel Flex Care: 25.033,58 €.

 

Ich würde es immer wieder so machen. Der Vermittler war immer erreichbar und bemüht. Kümmerte sich und gab Rückmeldungen zeitnah. VORBILDLICH.

 

Auch der Händler war nach Kräften bemüht und grds. lief auch alles. Nur die schlechte Kommunikation Richtung Opel/Großhändler trübt hier das Bild. Aber grds. kann ich an dem Händler auch nix aussetzen. Komische Zeiten sind das aktuell nunmal und wir sind froh, das Auto zu haben.:)

 

Soweit ist es das erstmal von dieser Seite.

 

Noch Fragen? Immer her damit.:)

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03.08.2021 10:43    |    PIPD black    |    Kommentare (105)    |   Stichworte: Ford, J2K, Mokka B, Mokka U, Opel, Puma, Ultimate, Vignale

Welcher soll's werden?

Moin

 

Heute geht's mal nicht um den Ränger, der nach wie vor zuverlässig und ohne besondere Vorkommnisse seinen Dienst verrichtet und demnächst 4 Jahre bei uns ist, oder die Simmi, die noch auf finale Montage wartet.

 

Heute geht es um den potentiellen Nachfolger unseres Fiesta, der nächstes Jahr seinen 10 Geburtstag feiert, aktuell 192 tkm auf der Uhr hat und zum Jahresende dann die 200 tkm deutlich überschritten haben wird und dann das Fahranfängerauto von Kind 1 werden kann/soll.

 

Der Fiesta lief im Grunde problemlos, außer einem Spurstangenkopf, dem ESD, des Austausches des kompletten Fahrwerks (frühere Tieferlegung H+R, später alle Dämpfer und Lager) und der Hinterachslagerung war mit ihm in all den Jahren außer Wartung und Tanken nix los. Dieses Jahr gab's die ganz große Keule mit Zahnriemen, Wasserpumpe etc. und leider auch die Reparatur der Klimaanlage (Trocknerpatrone gerissen). Im Grunde nicht wild, aber die Häufung der Summen dafür war dann doch nicht unerheblich. Aber so ist es eben.

 

Nun ist es also so, dass das Auto täglich eine Strecke 140 km (hin und zurück) abreißen muss und dabei natürlich auch ein Wohlfühlgefühl verbreiten soll. Aus diesem Grund greifen wir bei den Ausstattungslinien auch gleich ganz oben ins Regal, weil ich keine Lust darauf habe, nachher zu erfahren, dass es dieses und jenes nur bei der nächsthöheren Linie gegeben hätte. Zudem gestaltet sich so die Optionsliste deutlich überschaubarer.

 

Auf Grund von Parkplatzsituation und Laufleistung kommt für UNS AKTUELL nur ein Kleinwagen mit Diesel in Betracht. (Die Motorisierung steht nicht zur Diskussion;)). Diese Kombination ist nur noch schwer zu finden.

 

So war ich glücklich als ich neulich über den Corsa fiel und wir nach der Probefahrt auch soweit zufrieden waren. Einziges Manko: die Farbauswahl, nicht gerade bestechend und das (Kommunal)Orange war nicht wirklich schön als uni-Farbe. Als wir dann bei einem Händler auf den Hof fuhren, wo wirklich die Corsa in allen Farben da standen, stand "leider" auch ein Mokka in grün mit schwarzem Dach und schwarzer Haube daneben und alle Argumente dagegen (hauptsächlich Preis aber auch SUFF) fruchteten nicht. Es soll nun ein Mokka werden. Na gut.....Probesitzen im Ultimate Benziner, Probefahrt im GS-Line mit Diesel....alles prima alles gut, wenn nicht die Scheibenwischer ihren Dienst verweigert hätten, was meiner Frau Unbehagen bereitete und ihr so das Zutrauen in die für uns "neue" Marke vermiest. Nach einem Neustart gingen die Wischer dann auch wieder. Fahrende PC's halt.:rolleyes:

 

Nun hatten wir soweit also das Auto erfahren und es ging um die Einholung verschiedener Angebote, als man mir jetzt anbot, doch mal über einen Ford Puma nachzudenken, weil man da deutlich entgegenkommender sein könnte, was die Rabattierung angeht. Also sind wir gestern zum Händler und haben uns mal den Puma live angeschaut. Als er damals auf den Markt kam, fand ich ihn fürchterlich. Inzwischen kann ich ihm was abgewinnen. Das Tor für so ein Mini-SUFF war ja nun durch den Mokka eh schon aufgestoßen und ich war überrascht, dass es den Puma ebenfalls als Diesel gab. Der Fiesta gefällt meiner Frau leider nicht, da er uns insbesondere heckseitig zu altbacken aussieht und mich immer an einen älteren Honda Civic erinnert. Nix gegen die Civics, aber es wirkt einfach bieder.

 

Es geht jetzt also letztendlich um die Entscheidung Opel Mokka Ultimate vs. Ford Puma ST-Line Vignale.

 

Ausstattungsmäßig liegen sie relativ gleich auf, auch preislich nehmen sich beide nach Rabatten kaum noch etwas.

 

Der Mokka hat von der Funktion her das bessere LED-Licht (Matrix), die modernere Innen- und Außengestaltung (digitales Cockpit auch mit vernünftiger Navidarstellung, Vizor-Grill) und integrierte Monitore. Dazu ist die Mittelkonsole auch noch zum Fahrer geneigt. Leider gibt es kein Panoramadach und wireless charging ist gerade aus der Optionsliste geflogen.

 

Für den Puma spricht, dass wir die meisten Funktionen und die Bedienung schon aus dem Ränger kennen, was das ganze eben auch schon altbacken und überholt wirken läßt, obwohl der Puma noch gar nicht so alt ist. Noch dazu sind wir mit der Werkstatt zufrieden und wissen, was wir dort haben. Der Puma hat auf dem Papier 10 PS mehr, leider gibt es das auffällige grün nur für den echten ST und nicht für den ST-Line. Wir müßten uns mit dem Dynamic blau zufrieden geben. Die fordtypische Scheibenheizung gibt es natürlich auch, diese fehlt dem Mokka ebenso wie die Umfeldbeleuchtung in den Außenspiegeln. Während man beim Puma die Heckklappe per Fußbewegung öffnen kann, muss man beim Mokka an den im Spitzbereich über dem Nummerschild angebrachten Taster packen. Ebenfalls vermisst meine Frau die Ambientebeleuchtung im Mokka.

 

Was die Motorisierung angeht, werkelt im Mokka ein PSA-4-Zylinder mit 1,5 l, also solide und vertrauenserweckende Technik. (Im noch aktuellen Astra K arbeitet hingegen ein GM-3-Zylinder.) Im Ford werkelt auch ein 1,5-l-4-Zylinder. Dieser scheint eine fordeigene Entwicklung basierend auf dem PSA-Diesel zu sein, der derzeit noch in unserem Fiesta werkelt. Negatives dazu konnte ich auf die Schnelle nicht finden.

 

Lieferzeiten aktuell nach Händlerangaben: Mokka 4 Monate, Puma 8 Monate. Aber es eilt auch nicht so sehr.

 

Nun dürft ihr mal abstimmen und eure Meinung oder Erfahrung kundtun.

 

Auf Diskussionen bzgl. Diesel/Hybrid/Elektro bitte ich zu verzichten. Andere Vorschläge für vergleichbare Fahrzeuge sind aber gern gesehen.

 

Die Bilder stammen aus den Konfiguratoren von Opel und Ford. Da ich sie nicht direkt speichern konnte, blieb nur das abfotografieren.

 

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22.04.2020 13:39    |    PIPD black    |    Kommentare (127)    |   Stichworte: 51, S, Simson

Hallo und Moin Moin

 

zu einer weiteren Folge: Geschichten, die das Leben schrieb.:)

 

Wie im Artikel zuvor mitgeteilt, hatte sich da ein Projekt angeboten.

Nach Abholung, Begutachtung und schnellem Auseinanderschrauben innerhalb von nur ein paar Stunden in sämtliche Einzelteile, war es nun an der Zeit, das Ding auch mal wieder zusammenzusetzen. 4 Kisten

 

mit Teilen plus größere Einzelteile und ein großer Karton voller Neuteile warteten bereits.

 

 

Bevor es aber dazu kam, hab ich bei einer Nacht- und Nebelaktion beim KBA eine neue Betriebserlaubnis beantragt, da das Originalpapier genauso wenig auffindbar war wie die Schlüssel. Auf der KBA-Seite wird man darauf hingewiesen, dass die Bearbeitung 20 Wochen dauert. Ganz so viele waren es nicht. Aber es hat schon gedauert aber funktioniert. Der Betrag von 35,35 € ist dann per Nachnahme bei der Post zu begleichen gewesen.

 

Am meisten grauste es mir davor, die Teile, die wiederverwendet werden sollten, sauber zu machen.

Der größte Dreck saß am und unter dem Motor. Der war aber glücklicherweise nicht so verkrustet und hart wie der Dreck, der an den Rädern und vielen anderen Teilen saß.

 

Bevor die Arbeit losging, hatte ich mir überlegt, was ich wohl so alles bräuchte. Die Einkaufsliste war lang, sehr lang. Eingekauft habe ich den größten Teil beim akf-shop. Das klappte alles sehr zügig und reibungslos, wie auch schon bei der Kleinbestellung kurz nach Abholung, um zu testen, was an dem Möppi noch geht oder nicht geht. Da es ein ganzer Haufen Teile war, der auf mehrere Pakete aufgeteilt geliefert wurde, musste dieses Konvolut erstmal gesichtet und auf Vollständigkeit geprüft werden, bevor alles wieder verpackt wurde und auf Montage wartete. Da ich wusste, dass es immer zur Weihnachtszeit eine Rabattaktion gab, hab ich mit der Bestellung solange gewartet und konnte dann 10% Rabatt mitnehmen. Hat sich gelohnt.:)

 

Was ich damals zwar ahnte aber nicht mit Gewissheit wusste: es brauchte noch weitere Teile zur Vollendung. Dazu später mehr.

 

Nun war eigentlich der Plan, sich dem Möppi über Winter anzunehmen und es wieder aufzubauen. Lange habe ich mit mir gerungen, ob ich die Rahmenteile sandstrahlen und pulvern lassen soll. Das Angebot eines Bekannten lag bei ca. 150 € dafür, was grds. OK wäre. Aber irgendwie konnte ich mich nicht aufraffen. Für die Garage hatte ich mir extra einen Katalytofen besorgt, der es warm und muckelig machen sollte. Aber draußen war es den Winter über nur nass und windig und die Garage auch immer noch nicht komplett fertiggestellt. So hatte ich überhaupt keine Lust anzufangen. Das sollte sich ändern. Ende März/Anfang April wurde es warm und sonnig und die Motivation stieg. Und da ich das Möppi nun auch zügig aufbauen wollte, war die Nummer mit Strahlen und Pulvern auch gegessen.

 

Ich hab dann angefangen, die Rahmenteile anzuschleifen (dabei auch zu säubern) bzw. dort wo es nötig war, den Rost abzuschleifen. Hab die Stellen mit Zinkspray behandelt und anschließend die Teile mehrfach in seidenglanzschwarz lackiert.

 

Einzig den Obergurt ("Oberrahmen") musste ich nicht bearbeiten, der war "hochgezogen" und wurde durch einen neuen gepulverten ersetzt.

 

Eine Woche hingen die Teile dann in der Garage zum Trocknen und Karfreitag ging es dann mit dem "Puzzle" los.

 

Da das Lenkkopflager fritte war, musste das natürlich noch neu. Das war gar nicht so schwer, nachdem ich an den beiden Lagerringen, die in den Rahmen eingesetzt werden, etwas den Rand angeschliffen habe und mittels Holzklotz und Hammer Nachdruck ausübte. Nur das Gegenstück an der unteren Gabelbrücke wollte sich nicht ergeben. Ein YouTube-Video und einen Stechbeitel später war der Ring ab und der neue Ring nach seiner Erwärmung an der richtigen Stelle. Der Tausch des Lenkkopflagers war im Grunde auch das schwierigste bei der ganzen Montage. Man kann sich eben nicht sicher sein, ob man das mit Hausmitteln auch alles wieder zusammenbringt. Aber es hat geklappt.

 

Nachdem der Rahmen und seine Anbauteile montiert waren, nahm ich mir die Telegabel vor. Soweit gereinigt wie es ging und dann mittels Überholungskit

 

alle Innereien erneuert. Simmerringe, Sprengringe, Dichtungen, Federn und natürlich das Öl. Das alte Öl in einem Standrohr sah noch recht gut aus. Im anderen Standrohr gab es eine elendig stinkende schwarzgraue Brühe. Leider hab ich mir in meinem Arbeitsanfall die Soße über die Arbeitsklamotten geschüttet. Der Gestank ist nach 2 Wäschen mit hoher Temperatur und Weichspüler immer noch nicht raus.:(

 

Als die das soweit erledigt war, ging es an die Montage der Telegabel in/an die Gabelbrücken. Das klappte anstandslos. Wie empfohlen wurden die Standrohre um 90° verdreht eingebaut, so dass bei Montage des Rades eine gewisse Vorspannung an den Federn anliegt.

 

Die übrige Montage ging recht fix. Die versifften Räder wurden von meiner Frau gereinigt, die rostigen Speichen blieben. Ich hab die neuen Felgenbänder, Reifen und Schläuche mit viel Talkum montiert und dabei festgestellt, dass die Bremsbeläge in den Rädern total rostig, riefig und runter waren. Dazu hatten die Felgen diverse Schläge, die auch mit Gewalt nicht rauszubekommen waren. Also wurden noch neue Felgen und ein bisschen anderer Kleinkram bestellt, denn bei der Montage der Front fiel auf, dass dem Tacho der Zeiger abgebrochen war. Also musste da auch etwas neues her. Da akf nichts am Lager hatte, bestellte ich diesmal bei ostoase. Auch das lief problem- und anstandslos.

 

Um voranzukommen, hab ich die Räder mit neuen Ankerplatten und Bremsbelägen montiert. Die neuen Kotflügel (ebenfalls gepulvert) passten problemlos, wie auch alles andere, was so kam und anstand. Inzwischen wurde der Teileberg

 

geringer und das Möppi nahm immer mehr Form an.

 

Es war inzwischen Ostersonntag und ich hatte mir extra an Gründonnerstag das Versicherungskennzeichen bringen lassen, weil ich davon ausging, dass ich am Montag ne Runde drehen könnte. Aber Pustekuchen. Immer wieder waren Teile zu putzen. Dazu kam, dass ich auch einen neuen Kabelbaum und ein neues Zündschloss gekauft hatte, weil der alte Kabelbaum schon sehr oft geflickt und brüchig war. Das Zündschloss war einfach ausgenudelt.

 

Da es am Ostermontag mal wieder unangenehm windig und damit auch kalt war, verlagerte ich meine Arbeit ins warme Heim. Also große Pappe auf den Boden im Wohnzimmer und Möppi drauf.

Und dann eingehendes Studium des Schaltplans, der dem Kabelbaum beilag. Gar nicht so einfach. Hauptsächlich deshalb, weil einige Belegungen anders waren, als sie am Moped ursprünglich verkabelt waren und auch weil benannte Kabelfarben nicht mit dem vorliegenden Kabelbaum übereinstimmten. Dass die Farben nicht mit dem Originalbaum übereinstimmten muss ich wohl nicht erzählen.

 

Was hab ich also gemacht? Ich hab mich Stück für Stück vorgearbeitet. Da ich das Möppi so auseinandergenommen hatte, dass ich den Motor mit dem kompletten Kabelbaum entnehmen konnte, lag das Set noch vollständig vor mir und ich konnte mich daran orientieren. Da das Moped vor der Demontage lief, wusste ich, dass zumindest die Kabel für den Motor richtig angeschlossen waren. Auch die Blinker und das Standlicht funktionierten vorher. Damit waren die größten Unklarheiten beseitigt. Hat bis dahin aber schon gut ein bis zwei Stunden Zeit gekostet und es war noch kein Kabel wirklich angeschlossen. Als erstes hab ich die Kabel vom Motor 1:1 vom alten Zündschloss an das neue ZS übertragen und alles was noch so da dran hängt (Steuergerät/Elektrobaustein). Damit sollte der Motor schon mal wieder laufen.

 

Als nächste zog ich die Kabel für die Blinker ein. Da gab es die erste Diskrepanz zum Schaltplan. Ich entschied mich die alte Verkabelung quasi zu übernehmen. Nur eben mit neuen Kabeln. Als nächsten waren die Kabelbäume für die Schaltereinheit des Lenkers und für Scheinwerfer und Rückleuchte dran. Das war soweit easy....wenn ich da nicht löten müsste. Neue Schaltereinheit ohne Kabelbaum und neuer Kabelbaum müssen noch zueinander finden. Da ich nicht der beste Löter bin, übernimmt diese noch ausstehende Aufgabe evtl. mein freundlicher Nachbar. Der hat mal vor vielen Monden Kfz-Elektriker gelernt, arbeitet aber schon lange nicht mehr in dem Job. Bis dahin hab ich die alte verkabelte Schaltereinheit mittels Wago-Klemmen zu Testzwecken an den neuen Kabelbaum gehängt. Der Testlauf mit Batterie zeigte: es funzt alles außer die Hupe (nächste Bestellung). Da war es dann Montagabend und nix mit Probefahrt.:( Aber ohne dieses Ziel wäre ich wohl auch nicht so gut vorangekommen.;)

 

Was jetzt noch blieb, war der Tank, die Seitendeckel und die Sitzbank.

Der Tank musste gereinigt werden. Da das Möppi ja ohne Sprit 20 Jahre rumstand, hatte sich da einiges angesetzt. Den Vergaser hatte ich versucht zu reinigen, was auch ansatzweise gelang. Aber final war da zu viel noch angefressen, ausgeleiert und der Schwimmer wollte auch nicht mehr. Also gab es einen kompletten in neu. Den Tank hab ich erst mit Steinen und Wasser geschüttelt und geschleudert. Dann hab ich das gleiche ohne Wasser gemacht. Dann die Steine raus. Lange durchgespült und zum Schluss über Nacht in anfangs warmer Zitronensäure eingeweicht.

 

Während der Tank weichte, montierte ich die neuen Felgen, den Tacho und das neue Scheinwerferglas, das nicht ganz originalgetreu ist, aber seinen Zweck erfüllt. Auch das alte Getriebeöl ließ ich ab. Hatte noch eine braune Farbe allerdings war da auch noch Schmodderschleim dabei. Irgendwo muss also Wasser eingedrungen sein. Ich hab alles gereinigt, neue Dichtungen verbaut und Öl aufgefüllt. Wie ich dann feststellte, sind die Wellendichtringe auch nicht mehr die besten > neue Bestellung.

 

Nächsten Morgen dann alles aus dem Tank raus, nochmal gespült und ausgeblasen. Neuen Benzinhahn montiert und Sprit aufgefüllt. Deckel dran, Sitzbank drauf. Fertig. Feuer frei.......nix passiert.:mad:

 

Fehlersuche und Überlegungen:

Sprit liegt an. Luft sollte auch da sein. Zündfunke!

Kerzenstecker ab und kick.....nix. Kein Funke. OK.

Möglichkeiten: Zündspule, Steuergerät oder einfach nur fehlende Masse?

Da der Massepunkt und auch die Spule unterm Tank sind, musste der wieder ab.

Und siehe da: der Massekontakt war a) nicht festgezogen und b) war da auch noch Farbe drauf.

Also Farbe abgekratzt und Schraube angezogen.

Kick und Funke ist da.:)YIEHAAAA!!!!:p

Also wieder alles zusammengebaut. Die provisorische Armatur über den Lenker geworfen:

 

P R O B E F A H R T!!!!!!!

 

Es läuft, es lenkt es und es bremst. GOIL:p

Auch die Lichter funktionieren alle wie sie sollen.

Ob die Ladeelektronik funktioniert, wie sie soll, wird sich erst in Zukunft zeigen. Da bin ich bei der Verkabelung ausnahmsweise dem Schaltplan gefolgt, weil das Möppi schon zu Lebzeiten ewig ohne Batterie bewegt wurde und das einen Grund gehabt haben muss. Irgendwer hatte da schon mal umhergepfuscht.

 

Der Lenker steht noch schief, in der Lenkung ist noch Spiel. Alles Kleinigkeiten, die schnell erledigt sind. Nachmittags wollte ich nochmal anschmeißen.....

 

NIX

TOT

Wat dat nu wedder fürn Unsinn?

 

Abermals kein Funke. Auch die alte Zündspule gibt keinen Funken.

Nach Studium des #Neulandes äh Internetzes gibt es zwei mögliche Fehler.

1. Das Steuergerät ist hin

2. Der Hallgeber auf der Grundplatte ist hin.

 

2. Kann man relativ einfach mittels Widerstandsmessung der einzelnen Kabel ab Steuergerät zum Motor ermitteln. Da gibt es bestimmte Werte, die erfüllt werden müssen. Wenn am blauen (?) Kabel ein unendlicher Widerstand gemessen wird, ist es der Hallgeber.

 

Geben alle Kabel plausible Widerstandswerte aus, so kann es nur noch am Steuergerät liegen.

 

Letzteres ist gerade auf dem Weg zu mir. Kostet knapp 12 €. Da kann man es mal versuchen. Die Widerstandsmessungen werde ich dann bei der Gelegenheit auch gleich noch durchführen.

Da die Bauteile inzwischen 38 Jahre auf dem Buckel haben, kann man davon ausgehen, dass da noch das ein oder andere im Argen liegt.

 

Jetzt wird auf die Teile gewartet und dann wieder getestet. Sollte es wider Erwarten der Hallgeber sein, so ärgert es mich jetzt schon, dass ich nicht gleich auf 12V umgerüstet habe. Das ist zwar nicht unbedingt nötig, aber wenn man jetzt die Kosten einer neuen Grundplatte plus die übrigen neuen Teile der Zündung zusammenrechnet, kommt man so ziemlich auf den Preis für das Umrüstungsset.:(

 

Naja warten wir mal ab. Am Wochenende sollte ich mehr wissen.

 

Was dann noch bleibt, ist die Lötgeschichte und die professionelle Neulackierung der Blechteile (Tank und Seitendeckel). Kleinigkeiten wie undichte Wellenringe und Hupentausch seien nur am Rande erwähnt

 

Soweit bin ich aber erstmal zufrieden....mit mir und dem Moped.:p

 

Wo der Zündfunke dann geblieben ist, ergänze ich dann mal später.;)

 

Stay tuned.:D

 

 

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17.01.2020 11:28    |    PIPD black    |    Kommentare (94)    |   Stichworte: 4 (2AB), Ford, Ranger

Moin Moin liebe Leserschaft.

 

Da es hier lange nix gab, wird es jetzt umso länger.

Wie die Überschrift vermuten läßt, ist so einiges passiert in der Zwischenzeit. Fangen wir also mal an. Kleiner Hinweis noch am Rande: letzte Woche jährte sich die Aufgabe der Ränger-Bestellung bereits zum 3. Mal.:p Junge, wie die Zeit verfliegt......und da sind wir schon mitten im ersten Thema.:D

 

 

Los geht's mit dem Neuzugang:

 

Da die Kinderlein (gefühlt eben noch auf dem Wickeltisch) inzwischen stramm auf die Volljährigkeit zugehen, wir relativ ländlich wohnen, der OPNV nicht wirklich mit den Schulzeiten paßt und die Kids viel Zeit mit Warten auf dem Bus verbringen, kam die Überlegung auf, dass Kind 1 mit Vollendung des 16. Lebensjahres auch selbständig mobil werden sollte.

 

Der Vorschlag der Fahrschule für knapp 500 € den Rollerschein oder für 250 € mehr den 125-er-A1-Schein zu machen, wurde zu Gunsten der A1 entscheiden. Weil man da später relativ einfach und ohne viel (Kosten)Aufwand auf die nächsthöhere Stufe gelangen kann. Dass man mit 750 € bei weitem nicht hinkommt, weiß ich seit dem letzten WE ganz genau, da hab ich mal alles zusammengerechnet. AUTSCH:( Wat mut, dat mut.;)

 

Führerschein war also geklärt, musste noch das passende Gefährt her. 2 Rad war (erstmal) tabu. Zu schnell, zu gefährlich, zu wetterabhängig und nur wenig Platz für 2 Kids plus ihr Schulgeraffel. Gibt dann nur zwei Möglichkeiten:

Möppiauto oder nen zum 3-Rad umgebauten Fiat 500 oder Seat Ibiza. Da letztere einfach unerschwinglich sind im Verhältnis zur tatsächlichen Nutzungsdauer, fiel die Entscheidung auf ein Brommobiel. Angesichts des fast fehlenden deutschen Marktes für solche Exemplare, suchten wir bei unseren niederländischen Nachbarn während unseres Herbsturlaubes diverse Händler auf und sahen uns Hunderte Exemplare an. Fazit: Günstig wird sowas nicht, soll es in einem einigermaßen guten Zustand und zuverlässig sein und auch noch ganz gut aussehen. Unsere Wahl fiel auf einen Ligier Ixo aus 2010. Knappe 30 tkm auf der Uhr. Innen nicht neu aber man sieht ihm das Alter und die Nutzung nicht an. Da haben wir ganz anderes gesehen. Festhalten muss man: da diese Fahrzeuge keinen TÜV haben und keiner anderen Untersuchung unterliegen, kauft man quasi immer die Katze im Sack. Wartungsnachweise? Fehlanzeige! Historie? Ebenso! Mangelfrei? NEVER! Selbst die Bedienungsanleitung musste ich nachkaufen. der Händler ließ sich von seinem Preis auch nicht abbringen, machte aber nen frischen Service, 4x neue Allwetterreifen und die Bremsklötze rundum neu.

Am 19.10.19 haben wir ihn dann aus NL abgeholt und nach Hause überführt.

 

Das Auto zog auf der Heimfahrt (und auch heute noch) jede Menge Blicke auf sich und die Leute winken einem freundlich zu (so lange sie nicht im Verkehr dahinter festhängen;)).

Da der größte Schwachpunkt die ständig festsitzenden Bremsen sind, ist die Empfehlung: fahren, fahren, fahren. Hätte ich dann auch gern eingehalten, ging aber nicht, da ich noch ein paar Formalitäten klären mußte.

Wie schon angemerkt, gibt es bei den meisten dieser Fahrzeuge nix dazu. Ich erhielt von dem Händler die niederländischen Zulassungspapiere. Diese bestanden aus einer Checkkarte (Zulassung) und einem A4-Zettel, den der Händler selbst drucken darf (Fahrzeugbrief). Leider gab es kein COC dazu.

Da es zwar eine europäische Zulassungsnummer gibt, aber jedes EU-Land seine eigenen Bestimmungen auch noch hat, brauchte das Autolein noch eine deutsche Zulassung (genauer: Betriebserlaubnis). Der Versicherungsnachweis reicht nicht aus. Also bin mal zur GTÜ gefahren und hab da nach Ausstellung entsprechender Unterlagen gefragt. Mangels Daten im System, ging das trotz EU-Nummer nicht. Nur ein teures Gutachten wäre die Lösung. Also habe ich für ca. 180 € das COC bei Ligier angefordert und nach Leistung der Vorkasse ein Duplikat erhalten. Nicht nur, dass auf dem ganzen Wisch mehrfach "Diplucate" drauf steht, es ist auch noch einlaminiert. Herrlich praktisch......hab ich gedacht......bis ich bei der örtlichen Zulassungstelle nach der BE fragte.

 

"Wo ist denn das Original?"

"Gibt es nicht mehr, hab unter Versicherung an Eides statt eine Neuausstellung erbeten und das vorliegende erhalten."

"Okaaaaaaay...."

 

Danach wurde ich des Raumes verwiesen, um später wieder hereingebeten zu werden.

Die BE wurde erteilt. Dazu wurde ein Ordner geöffnet, mein COC kopiert, dort abheftet und eine Nummer notiert. Danach wurde ein dokumentenechter Stift gesucht, der auf dem Laminat hält und dann wurde auf der Rückseite des COC meine Anschrift und die Nummer notiert und noch ein Siegel draufgebabbt. Fertig. Schnauf.

Versichert wurde das Gefährt wie ein Moped und Teilkasko. Vor zwei Jahren gab es auch die Vollkasko. Das wurde den Versicherern wohl aber zu teuer (Ersatzteile sind echt sackteuer), so flog das aus dem Programm.

Nun konnte es auf die Straße gehen. Und natürlich sind die Bremsen nicht ganz freigängig. Aber das soll sich mit dem Fahren bessern (Aussage des Verkäufers und der Werkstatt, die wir hier aufsuchten). Doof ist nur, dass man die Bremsen fast gar nicht benötigt. Geht man vom Gas, bleibt es auch fast direkt stehen. Muss man also während der Fahrt mal die Handbremse betätigen, denn es ist nur die HA betroffen.

 

Das Auto ist jetzt seit 2 Wochen täglich im Einsatz. Ein ganzer Tank (17 l) wurde schon verfahren. Und er läuft ganz gut. Natürlich rumpelig aber von allen getesten Fahrzeugen und Motoren noch der angenehmste und "leiseste". Ein 2-Zylinder Diesel mit Common-Rail-Einspritzung und 4 kW Leistung. Spitze 50 km/h nach GPS.

 

DAS Projekt

 

Da das Kind ja nun den Möppi-FS gemacht hatte und Gefallen am Zweirad fand, traf es sich gut, dass Opa noch seine alte Simmi (Simson S51) in der Garage hatte. Diese hatte ich schon zur Jahrtausendwende mal frisch gemacht und original getreu aufgebaut. Leider wurde sie in 2 Jahren heftigst runtergerockt, stümperhaft verbastelt und auch noch dreckig und unkonserviert einfach in die Garage geschoben. Nach langem Hin und Her gab Opa seinen Segen und wir holten das Ding ab. Ich hätte heulen können und am liebsten hätte ich da gelassen. Aber versprochen war versprochen. Und es ist Familie. Für die Teile, die ich inzwischen gekauft habe, hätte ich ein fertiges Exemplar kaufen können. Momentan steht bzw. liegt es in Einzelteilen auf 4 Kisten verteilt und gestapelt in der Garage und wartet auf Reinigung und Neuaufbau....to be continued....

 

DER Urlaub

 

Einmal im Leben weiße Weihnacht. Das war das erklärte Ziel für 2019. Also wurde Ende 2018/Anfang 2019 ein Domizil in Schweden gesucht, gefunden und gebucht.

In Vorbereitung darauf erhielt der Ränger ja auch schon seine LazerLights Zusatzscheinwerfer. Sie waren jeden Cent wert. Und auch der Allrad konnte endlich mal ausgiebig genutzt und getestet werden. Den Rest bitte den Bildern entnehmen. Einfach traumhaft. Wer Näheres dazu erfahren möchte, schreibt's bitte in den Kommentar. Ich fasse es hier absichtlich kurz, könnte sonst ganze Romane schreiben. Aber es ist eben MOTOR-Talk.;)

 

Hatte ja gedacht, dass die Batterie des Rängers die Grätsche macht. Aber nix da. Die 900 km Anfahrt haben ihr wohl sehr gut getan.:p

 

Ansonsten verlief die Fahrt hin und zurück ohne Probleme. Anfahrt per Fähre von Travemünde nach Trelleborg und Rückfahrt ebenso.

Leider meinte der Ränger aber eine Woche vor Abfahrt, dass er noch unbedingt zum Service möchte. Kurzes Telefonat mit der Werkstatt: Für den Service fehlt die Zeit, die Bude ist rappelvoll. Aber den Ölwechsel bekommen sie hin, vor allem sollte der auch unbedingt gemacht werden und nicht mit 3.000 km überzogen werden in Hinblick auf die Garantie.

 

Der Service

 

Also steht der Ränger aktuell in der Werkstatt zum 2. Service. Der erste war vor genau einem Jahr bei recht genau 30 tkm fällig. Der 2. jetzt leider deutlich früher. Er hat mit dem Öl nur knapp 22 tkm von 30 möglichen geschafft. Viele Kaltstarts, kaum Garagennutzung und viele abgebrochene Regenerationen fordern ihren Tribut. Aktueller km-Stand ca. 54 tkm.

Keine weiteren Auffälligkeiten oder (un)nötige Reparaturen. Ein Parkpiepser nervte in Schweden permanent, so dass ich die Dinger deaktivieren mußte. Aber das hat sich wieder selbst geheilt.....anscheinend.

Zusatzarbeiten? Kraftstofffilter wechseln.

Bremsflüssigkeit ist beim nächsten Service dran.

Und das Getriebe bekommt ebenfalls beim nächsten Service frischen Saft. Reine Vorsorge.

 

 

Ich mag das Auto immer noch, fahre damit super gern und könnte es mal wieder waschen.

da die Kids nun aber selbst mobil sind, könnte ich mir für die tägliche einsame Pendelei auch mal was Kleines Spritziges zulegen.....

 

Aber auf diesen Anblick verzichten?

 

 

 

 

 

 

 

 

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14.08.2019 16:04    |    PIPD black    |    Kommentare (15)    |   Stichworte: 4 (2AB), Ford, Ranger

Hallo und Mahlzeit,

 

wie der Titel schon vermuten läßt, ist der Ränger nun bereits zwei (fast) volle Jahre bei uns.

 

 

Beim Blick in den Fahrzeugschein eben dachte ich, ich hab mich verguckt. Aber nein, Erstzulassung war tatsächlich heute vor 2 Jahren in Braunschweig. Ich hatte immer den 12.08. im Kopf. Warum? Keine Ahnung. Fakt ist, morgen vor 2 Jahren haben wir ihn dort in BS vom Händler als Tageszulassung abgeholt und heute läuft die Neuwagengarantie ab. In der Ford-Pass-Äpp steht nur lapidar: "läuft ab" aber ohne Datumsangabe.

 

Ist das schlimm? Ich denke nicht. Ab Werk gab es ja bereits ein Jahr Garantieverlängerung dazu und für 800,- € extra hab ich diese dann auf insgesamt 7 Jahre und max. 105.000 km verlängert. Da ich mit der bisherigen Jahresfahrleistung von 15.000 km p.a. gerechnet hatte, es aber tatsächlich etwas mehr als 20 tkm sind, mußte ich a) schon die Versicherung anpassen lassen (kostet knapp 40 € mehr im Jahr) und b) wird die Garantieverlängerung nicht mehr 7 Jahre greifen, da die 105 tkm deutlich früher erreicht sein werden.

 

Dass die Garantieverlängerung nicht den kompletten Umfang der Werksgarantie hat, sollte jedem klar sein. Aber sie ist schon sehr umfangreich. Im Zweifel muss man eben gucken, was geht und was nicht geht. Ich hoffe aber inständig, dass ich sie nicht brauchen werde.

 

Allerdings gab es ja nun in den 2 Jahren auch schon den einen oder anderen Aufenthalt in der Werkstatt, die mir glücklicherweise jedes mal einen kostenlosen Ersatzwagen zur Verfügung gestellt hat.

 

Was gab es denn für Wehwehchen:

 

1. Schon bei Abholung eine defekte Dieselrücklaufleitung

2. Rückruf wegen eindringendes Wasser in den Sicherungskasten

3. Fehlende Vollbelegung der Anhängersteckdose

4. Undichter Simmerring Kurbelwelle

5. Klappernde Verkleidung der Kollisionswarneranzeige im Armaturenbrett

6. Stark verschmorter Abblendlichtglühlampensockel, was auch den integrierten Kabelbaum und den Scheinwerfer selbst beschädigte

7. Probleme mit dem adBlue-System (zu frühe Aufforderung zum Tanken, obwohl nicht mal die Hälfte der Menge in den Tank gingen

8. Qietschen an der hinteren Bremsanlage

 

Die Probleme wurden von der betreuenden Werkstatt alle anstandslos auf Garantie behoben. Leider trübt die Arbeitsqualität (Macken im Kunststoff an zum Glück unsichtbaren Stellen, vergnaddelte Kunststoffschrauben, abgebrochener Clip und vergessene Mutter) etwas das Bild.

 

Demnächst steht dann ein weiterer Aufenthalt an: Rückruf wegen der Bremsschläuche. Termin ist gemacht. Brief lag im Briefkasten bei Wiederkehr aus dem Urlaub, in der Ford-Pass-Äpp war es schon ersichtlich.

 

Ich hoffe, dass der Ränger die nächsten Jahre problemlos seinen Dienst verrichtet. Wobei ich mich wahrscheinlich wie viele andere auch bald um eine andere/neue Batterie kümmern darf. Das Batteriemanagementsystem hält den Ladestand ja eher niedrig. Ich werde es demnächst mal "austricksen" und hoffen, dass die Batterie dann wieder besser und vorallem vollständig geladen wird.

 

Auch ein update für das Sync3 steht bei Ford wieder bereit. Seit dem letzten Karten-update taucht in unregelmäßigen Abständen ein Installationshinweis auf dem Bildschirm auf und die Spracheingabe fürs Navi funktioniert nicht. Da ich das nur selten nutze, stellt es keine Beeinträchtigung dar. Da mir weder die Ford-Kundenhotline noch der fFh helfen konnten, hoffe ich darauf, dass mit dem update alles wieder ins Lot kommt.

 

Fast vergessen und deshlab noch eingefügt: Die originale Bereifung von Continental made in RSA hat auch deutlich an Grip verloren. Während es bis letztes Jahr auch auf regennasser oder feuchter Fahrbahn zu keinerlei ungewollten Drifteinlagen kam, passierte es dieses Jahr ja schon das ein und andere Mal, dass das Heck auskeilte aber zuverlässig vom ESP eingefangen wurde. Unter den Voraussetzungen kann/könnte ich dann auch AT-Bereifung fahren.

 

Mag sich jetzt höchstwahrscheinlich für viele nicht gerade prickelnd anhören, aber ich bin mit dem Auto ziemlich zufrieden. Das liegt sicherlich auch daran, dass meine Erwartungshaltung schon nicht allzu hoch angesetzt war (wer von nem nackten Caddy VorFL aus dem VW-Nutzfahrzeug-Sektor umsteigt, wird das kennen) und ich mir immer bewußt war und bin, dass dieses Fahrzeug völlig unabhängig von Preis und Ausstattung immer noch -wie auch die meisten anderen Pickups der Klasse- ein Dritte-Welt-Auto ist.

 

Jeden Tag, wenn ich auf ihn zugehe, erfreue ich mich immer noch an ihm. Ein Auto ganz nach meinem Geschmack. Es erfüllt alle meine Anforderungen, egal ob auf der täglichen Strecke oder bei den Gespannfahrten mit dem Wohnwagen auf längeren Touren. Dieses Auto möchte ich gerne wieder länger behalten und fahren und hoffe inständig, dass es das jetzt mit den Wehwehchen war. Wenn nicht, werde ich weiter berichten und ich habe ja zum Glück die Garantieverlängerung.:cool:

 

 

Anbei noch ein paar Bildchen aus den letzten Monaten, zuletzt aus dem BE-NE-ohneLUX-Gebiet.

Zuverlässig und ohne Probleme brachte er uns zu Urlaubsbeginn ca. 650 km nach Belgien und rein zufällig zur Ford-Teststrecke in Lommel (Ford Lommel proving ground oder Ford lpg). Leider konnte man dort nix sehen, nur hören....und das fast rund um die Uhr.....außer an den Regentagen, da vernahmen wir nix, was nicht heißt, dass da nicht getestet wurde. Überraschend war dann doch, dass man kaum Motor- sondern fast ausschließlich nur Reifengeräusche (Qietschen und Abrollen) wahrnehmen konnte.

 

 

An die Ausmaße des Fahrzeugs hab ich mich ziemlich gut gewöhnt, so dass ich mich inzwischen auch nicht mehr vor Großstädten wie Amsterdam oder Brüssel scheue und auch durch schmale zugeparkte Gässchen zirkele und Innenstädte nicht mehr meide. Da hatte ich doch zu Beginn so die ein oder andere Hemmung. Aber das hat sich gelegt und nun ist auch meine Frau dabei, sich den Ausmaßen des Rängers zu stellen. Schließlich hat sie ja auch extra den BE-Schein gemacht, damit wir uns auf längeren Etappen mit dem Wohnwagen mal abwechseln können. Auch wenn es bisher noch nicht nötig war, so ist es dennoch gut zu wissen, diese Option zu haben.

 

Aktuelles Fazit: Ich würde den Ränger wieder kaufen, aber uneingeschränkt jedem empfehlen würde ich ihn nicht.

 

Morgen feiert Rängi dann seinen 2. Geburtstag bei uns. Deshalb wird heute auch noch nicht vorab gratuliert, da folgt dann morgen die Ergänzung.:p

 

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31.03.2019 16:02    |    PIPD black    |    Kommentare (90)    |   Stichworte: 4 (2AB), Ford, Ranger

Hallo und Moin Moin,

 

dieser Artikel ist eigentlich längst überfällig. Aber da das Wetter nicht mitspielen wollte und ich keinen Bock zur Wagenpflege hatte, um mir den Allerwertesten abzufrieren, mußte er nun warten, bis es draußen angenehmer wurde. Also wurde gestern der Wagen gewaschen und heute hübsche Bildchen für euch gemacht.:)

 

 

Was ist also seit dem letzten Artikel passiert?

 

Zu Weihnachten gab es für den Ränger eine Zusatzbeleuchtung von Lazer Lamps. Da mir für gewöhnlich keine beheizte Werkstatt zur Verfügung steht, mußte die Montage warten bis es wärmer wurde. Das war vor ein paar Wochen der Fall. Zur Montage muss der Mittelsteg des Kühlergrills bearbeitet werden, sprich zwei nee vier Teile aus- bzw. abgesägt werden. Es kostete einige Überwindung die Säge anzusetzen und dauerte x Messungen, bis ich mir sicher war, wo und wie ich sägen konnte und mußte. Zum Glück konnte ich auf WotzÄpp-Hilfe eines anderen Ränger-Eigners bauen, der mich dabei mit Rat und Tat unterstützte. Anzumerken sei noch, dass der Kundenservice zu Lazer Lamps exzellent ist. Leider war eine Halterung schon bei Ankunft defekt und die Oberflächenstruktur der aus nem 3D-Drucker stammenden Teile war nicht so schön. Für die Jungs und mich aber kein Problem, weil draußen noch kalt. Nach ein paar Wochen erhielt ich einen kompletten neuen Montagesatz, der meinen Vorstellungen entsprach.

 

Somit ein fettes DANKE an alle Beteiligten, die mit diesem Projekt „beschäftigt“ waren.

 

 

Der Einbau klappte nach der Sägeaktion weitgehend problemlos. Einzig einen Platz für das Relais und die viel zu langen Kabel zu finden, war etwas tricky, gelang dann aber am 2. Abend. Für die Montage der Scheinwerfer brauchte ich ungefähr 3 - 4 Stunden, für die Elektrik auch 3 Stunden bis alles ordentlich verlegt und angestrippt war. Das Fernlicht ist jetzt einfach nur MEGA und der Fernlichtassi arbeitet problemlos. Außer man kommt stark reflektierenden Verkehrsschildern zu nah, dann blendet er schon mal ab. Das passiert aber recht selten.

 

 

Zum Jahreswechsel war der 1. Service bei knapp 30.000 tkm fällig. Im Grunde ein Ölwechsel und paar Filter. Die Preise dafür aber satt. Da ich das Thema schon aus dem anderen Forum kannte, fragte ich vorher bei fFh nach. Man nannte mir nen Preis von ca. 500 € dafür. Auf die Frage nach mitgebrachtem Öl kamen 300 - 350 € als Ansage. Da es für die geforderte Ölnorm quasi nur einen Hersteller gibt, kaufte ich 10 Liter Castrol Magnatec mit entsprechender Norm ganz nach Ford-Vorgabe im freien Handel und stellte sie bei. Der Händler schickte leider 10 1l-Fläschchen. War aber nicht so dramatisch. Ich erhielt dann noch einen Rest zurück und die Rechnung belief sich auf ca. 310 €. Wie immer gab es einen kostenlosen Ersatzwagen und einen unproblematischen Service.:)

 

Auf mein Bitten wurde sich noch einiger Baustellen angenommen:

 

Zum einen sollte der Kurbelwellensimmerring auf Dichtigkeit geprüft werden, weil dieser schon bei jungen Rängern mit wenig Laufleistung sehr oft auffällig wird. Bei meinem natürlich auch.:(

 

Dann sollte noch eine Umprogrammierung der Lichtautomatik vorgenommen werden. Leider fand der Meister nichts in seinen Unterlagen.:(

 

Zuletzt sollte die AHK auf Vollbelegung geprüft und notfalls ergänzt werden. Geprüft wurde, montiert aber noch nicht, da erst die Teile für die Ladeleitung bestellt werden mußte. Auch das bei Kälte klappernde Verkleidungsteil des Kollisionswarners im Armaturenbrett vor der Scheibe mußte bestellt werden.

 

Da man somit noch auf Teile warten mußte und auch der Simmerring nicht so eben gemacht ist (Ford setzt dafür 3 Werkstatttage an, weil das Getriebe raus muss), machten wir einen neuen Termin. Das Auto ging somit 3 Wochen später für all die Arbeiten eine ganze Woche in die Werkstatt und ich bekam wieder ein Auto für die ganze Zeit kostenfrei gestellt. Auch die Arbeiten waren mängelfrei ausgeführt. Für die Umprogrammierung der Lichtautomatik hatte ich dem Meister eine Anleitung bzw. Fundstelle für seine hausinterne Systemsuche aus dem Netz an die Hand gegeben, damit funzte auch das reibungslos. Sämtlichen Arbeiten waren Garantiearbeiten und wurden von Ford getragen.

 

Leider mußte der Ränger neulich abermals in die Werke.:( Mir fiel morgens auf, dass das Abblendlicht auf der rechten Seite nicht ging. Also hab ich nach Feierabend zuhause die Glühlampen wechseln wollen. Doch das ging nicht. Als ich versuchte die Lampe aus ihrer Fassung zu drehen, zerbröselte mir der Stecker zwischen den Fingern. Da hatte es kräftig geschmort und gebrutzelt.:eek:

 

 

Anruf in der Werkstatt und nach Lösung gefragt. Nach ein paar Telefonaten hin und her, hab ich nächsten Morgen das Auto hingebracht, Ersatzauto mitgenommen und tags darauf mein Auto wieder abgeholt. Auf Garantie gab es einen neuen Scheinwerfer. Fehlerursache unbekannt. Was mir auffiel, die Kontakte des verschmorten Steckers halten überhaupt nicht auf den Kontakten der Glühlampe. Anders als Kabelschuhe scheinen die Kontakte der Glühlampe nur an denen des Steckers anzuliegen. Das birgt natürlich bei unsauberen/verbogenen Kontakt ein gewisses Risiko. Natürlich kam die Frage nach dem Anschluss der Zusatzscheinwerfer. Aber diese hängen über ein Relais direkt an der Batterie und der Einschaltimpuls kommt von der Zuleitung des Fernlichts. Der Meister meinte bei Abholung nur, dass er sowas nur von älteren Modellen kennt, wo schon öfter mal die Glühlampen getauscht wurden und Kabel wohl brüchig würden. Ich hatte bis dato nur einen Wechsel. Leider wurden diesmal die Arbeiten nicht ganz so mangelfrei ausgeführt. An einigen Teilen finden sich unschöne Hebelspuren, um Verkleidungen zu lösen, ein Luftleitblech war gar nicht befestigt, da mußte ich ne passende Schrauben reindrehen, diverse Clipse und Nieten haben Macken (hab ich als Laie nicht mal geschafft) und auch die Deckel der Scheinwerfer sind vergewaltigt worden.:mad: Massivste Werkzeugspuren zeugen davon. Leider gehen die Deckel sehr schwer ab, aber sowas ist mir auch noch nicht untergekommen.:( Das gibt nochmal ein Gespräch. Unser Fiesta ist ja bald wieder zum Service da.

 

Was gibt’s sonst noch so?

Im Grunde ist das Auto klapperfrei, solange man nicht selber irgendwo Strippen zieht oder irgendwo etwas hinmöhlt. Jetzt wo es wieder trockener ist, quietscht etwas von hinten und auch die Handbremse gibt beim Amziehen Geräusche von sich. Könnte zusammenhängen, darf sich die Wertstatt bei Gelegenheit drum kümmern. Sind ja noch 5 Jahre Garantie drauf.:cool:

 

Für das adBlue scheint es im Winter eine besondere Logik zu geben. Ich mußte jeweils nach ca. 4.000 km zum tanken (Warnung nervt einfach nur) und es paßte nur 9,xx Liter rein. Der Tank faßt 20 l. Warum also so früh?:confused:

 

Ab und an geht’s mal in die Botanik oder den Offroad-Park. Nachdem ich mir letztes Jahr Ostern ein Trittbrett „verbogen“ habe, gab es Anfang März einen kleinen Ausflug ins leichte Gelände im ehemaligen Deutsch-Deutschen Grenzgebiet. Zuvor wurde sich aber noch im Miss Pepper in Barsbüttel (korrigiert, Danke an gato311) zünftig gestärkt. Evtl. geht es Ostern dann wieder nach Karenz in den Offroad-Park.

 

 

Ich bin mit dem Auto immer noch glücklich und freue mich jeden Tag wieder beim Einsteigen. Einzig die Nummer mit dem Scheinwerfer beunruhigt etwas. Die Nummer mit dem Simmerring wußte ich vor dem Kauf. Hatte natürlich gehofft, dass man da irgendwann mal in der Serie Abhilfe schafft. Pustekuchen! Aber das Problem hat sich bald erledigt, der 3,2er läuft 09/2019 aus. Dann gibt’s den erneut gefäcelifteten Ränger nur noch mit Luftpumpenmotoren.:mad:

 

Weitere Änderungen am Fahrzeug stehen nicht an. Hoffen wir, dass er jetzt klapper- und problemfrei seinen Weg macht. Bei 60 tkm steht der nächste Service an. Bis dahin muss ich mir überlegen, ob ich dann auch das Getriebeöl wechseln lasse. Aber das ist auch ein Thema für sich.

 

Bis denn dann

 

:)

 

 

 


15.08.2018 19:47    |    PIPD black    |    Kommentare (60)    |   Stichworte: 4 (2AB), Ford, Ranger

.....wobei das gar nicht korrekt ist.:rolleyes:

 

Heute vor einem Jahr haben wir dich beim Händler (nach einer unsäglich langen -gefühlt ewigen- Überfahrt von Südafrika nach Deutschland) abgeholt. (Näheres dazu kann man im ersten Bloagartikel nachlesen:cool:) Geboren wurdest du ja eigentlich am 18.05.2017 in Südafrika. Aber solche Daten bekommen nur die wenigsten Autofahrer zu wissen, deshalb nehmen wir an dieser Stelle mal die Abholung und nicht das Baudatum oder Erstzulassungsdatum.;)

 

Viel passiert im Sinne von technischen Pannen oder Problemen ist nicht. Zum Anfang gab es ein Problem mit nem defekten Anschlussstück der Dieselrücklaufleitung, was man wohl im Werk vergniedelt hatte, aber der FFH hier umgehend und problemlos (mit Leihwagen) wieder richtete. Seitdem ist außer tanken, adBlue auffüllen (3x) und fahren nichts nennenswertes passiert......und gefahren sind wir sehr viel. Ursprünglich mal mit 12 - 15 tkm kalkuliert, stehen aktuell fast 25 tkm auf dem Zähler.:eek:

 

Aber es macht einfach Spaß mit dir zu fahren, die Automatik schalten zu lassen, den adaptiven Tempomaten regeln zu lassen. Immer noch kommt mir ein Grinsen ins Gesicht, wenn ich nach Feierabend auf dich zugehe und dich erklimme.:p

 

Die vielen Kilometer kommen ja nicht von ungefähr. Wie man den Bildern und auch den früheren Artikeln entnehmen kann, wurdest du zum Zugpferd auserkoren und sollst unseren Wohnwagen und uns sicher von A nach B bringen. Die vielen Ausflüge nach NL und DK im vergangen Jahr trieben den km-Zähler in die Höhe. Egal. Du machst den Job zur 100%igen Zufriedenheit und dafür sind wir sehr dankbar.:) Kein Vergleich zum Caddy vorher.:o

 

Du durftest auch noch Pferdeanhänger ziehen und auch als Referenzfahrzeug für das Ironman-Fahrzeug herhalten.....Überraschung auf dem Pänny-Parkplatz.

 

Auch im Offroad-Camp in Karenz waren wir zu Ostern mit Artgenossen. Was ein Spaß.....und problemlos ging’s da durch.....naja war ein relativ leichter Weg, aber doch sehr interessant. Leider hab ich dir da die erste Scharte verpaßt, als du in einer Senke bei Kurvenfahrt mit dem Trittbrett aufgelegen hast. Zum Glück aber nur die Deko-Blende verbogen und zerkratzt.;) Ersatz ist evtl. schon unterwegs, wenn nicht, auch nicht schlimm. Narben schänden nicht, sie machen einen interessant.:cool:

 

Sorry, dass ich es nicht geschafft habe, dich rechtzeitig zu waschen. Dass es anders geht, zeigen die Bilder. Und demnächst gibt’s auch ne schöne Handwäsche.....VERSPROCHEN!!!!:)

 

VIELEN DANK UND AUF VIELE WEITERE SORGENFREIE KM MIT DIR.

 

PROST

 

Auf ein Schlückchen mehr Diesel kommt’s eh nicht an. Und demnächst gibt’s dann auch wieder ne Füllung vom Premiumsuperduperdiesel

 

 

 

Die Bilder sind aktuell noch unsortiert, weil ich es mit dem EiBrett nicht gebacken bekomme, sie in die richtige Reihenfolge zu bekommen. „sortieren“ wird zwar angeboten, aber verschoben bekomme ich sie nicht.:(

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02.02.2018 09:39    |    PIPD black    |    Kommentare (58)    |   Stichworte: 4 (2AB), Ford, Ranger

Hallo und Moin Moin

 

Wie es der Titel schon besagt, hat der Ränger seine ersten 10.000 km gemacht.

 

 

Er leistet seinen Dienst und macht was er soll......bislang ohne (echte) Probleme.*dreimalaufholzklopf*

 

Der aktuelle Durchschnittsverbrauch liegt bei ca. 11,5 l/100 km bei wenig Autobahn. Den Rest teilen sich Stadt- und Landfahrten je zur Hälfte.

 

Nach ca. 6.000 km kam das erste mal der Hinweis adBlue zu tanken. Es gingen ca. 16 l rein. Wie voll der Tank bei Auslieferung war, weiß ich nicht, dafür gibt es keine Anzeige. Die Warnmeldung tauchte jedenfalls rechtzeitig auf und zeigt an, dass noch ca. 1.500 (oder waren es sogar 2.500????) km Restreichweite möglich seien. Getankt wurde problemlos an der Zapfsäule im LKW-Bereich der hiesigen Shell-Station.

 

Ursprünglich hatte ich vor, den Ränger auf seinen Werksreifen das ganze Jahr zu fahren. Trugen sie doch M+S auf den Flanken. Der erste Frost belehrte mich eines Besseren und ich bestellte umgehend einen Satz Felgen vom Limited in 17", einen Satz Winterreifen von Goodyear in 265/65/17 und die nötigen RDK-Sensoren. Waren in Summe mal eben 1.100,- € wech. Aber nützt nix, wenn ich weiterhin sicher unterwegs sein wollte und auch das Auto heil bleiben soll. Was war passiert?

 

Anfang November gab es hier den ersten Frost. Schon auf dem Weg aus unserem Dorf hin zur Bundesstraße merkte ich, dass sich das Auto komisch fuhr. Sowas kannte ich schon von meinem tiefergelegten Passat. Irgendwie fühlte es sich an, als würde man auf Eiern fahren, was zum Teil auch von den Spurrinnen stammte. Für mich bedeutete es also: Obacht, es ist glatt! Nicht durchgehend, sondern nur stellenweise. Beim Abbiegen aus dem Stand vom Stop-Schild weg ohne viel Gas, kam das Heck leicht quer.:eek: Noch mehr Obacht. An den Zuschaltallrad war nicht zu denken, da Ford angibt, dass dieser nur auf schlüpfrigen Untergrund wie Sand, Schlamm, Schnee etc. zu benutzen sei, definitiv nicht auf Asphalt. Als wir dann in der Stadt waren und ich ganz langsam über einen blau angemalten Fahrradweg abbog, stand der Ränger komplett quer. Damit war klar: die Contis ab Werk sind keine Ganzjahresreifen, sondern einfach nur Sommerreifen. Also runter damit. Seitdem gab es auch keine Probleme mehr. Weder mit Querstehen noch mit Schlittern, wenn ich es nicht wollte.

 

Vor 2 Wochen hatten wir hier oben Wintereinbruch. Der Verkehr brach zusammen. Die Busse quittierten den Dienst. Die Schule wurde geschlossen. Also mußte ich die Kids abholen und nach Hause bringen. Das war ne Gaudi.:D Mit Allrad und Grip durch den Schnee und Matsch. Was dabei nicht so toll war, unter dem Auto sammelte sich soviel Zeug, das meine Garage am nächsten Morgen einem Schwimmbad glich, obwohl ich das Auto noch ein paar Stunden davor geparkt hatte.

 

Was gab's noch so?

Ein Einsatz als Trailerfahrzeug.

Kurz nachdem die Winterreifen aufgezogen waren, ging es nach Winterberg. Geliehenen Trailer hinten dran, Astra H obendrauf. Und merkt man was? Nööööööö:D Das geht ganz souverän. Ohne Probleme. Verbrauch hielt sich auch in Grenzen, was bei Tempo 80 auf der AB auch nicht verwunderlich ist. Der Abstandstempomat macht seine Sache vorbildlich. Vorausschauend wird das Tempo reduziert oder erhöht. Keine abrupten Manöver.

 

 

 

 

 

Der Kollisionswarner ist manchmal etwas überempfindlich und wirft schonmal den Anker, wenn ein Auto vor mir abbiegt, man selber aber keine Veranlassung zum Handeln sieht, weil man erkennt, dass der gleich aus dem Weg ist oder man problemlos vorbei fahren kann.

 

Den Spurhalteassi hab ich immer noch nicht wieder aktiviert. Mich nervt der nur.

 

Der Fernlichtassi macht seine Sache weitestgehend gut, hat aber dann und wann mal Probleme mit der Lichterkennung des Gegenverkehrs, stark reflektierenden Schildern oder Kurven.

 

DAB+ funktioniert hier oben nicht so toll. Jedenfalls nicht mit "meinem" Radiosender, weshalb es dann auch kein Problem war, den langen Antennenpeilstab gegen eine deutlich kürzere Version auszutauschen.

 

Sitzheizung heizt, Klimaanlage kühlt. Das Auto wird sehr schnell warm. Während mein Caddy TDI nahezu 10 km mit ausgeschalteter Innenraumheizung brauchte, bis er auf Temperatur (Wasser 90° lt. Anzeige) war, braucht der Ränger dafür nur die halbe Strecke mit eingeschalteter Heizung, mehr Hubraum und doppelter Menge Öl und Wasser. Spricht dafür, dass dort irgendwo ein PTC-Heizelement steckt, was nirgends erwähnt wird und von dem auch die Verkäufer nichts wissen.

 

Die Regenerationen des DPF kann man spüren und aktuell auch immer noch riechen. Manchmal sogar während der Fahrt, wenn man mal an der Kreuzung oder der Ampel hält. Während der Regeneration und im Bummelmodus in der Stadt wird er auch schon mal bockig, nimmt das Gas nicht an und ruckelt. Wenn man weiß, wo es herkommt, ist es nur halb so dramatisch.

 

Da das Licht nicht so berauschend ist, wurde hier natürlich mit den üblichen Nightbreakern & Co. aufgerüstet, was auch einigermaßen Erfolg brachte. Das Fernlicht könnte weiter reichen. Das muss ich mit der Werkstatt nochmal abklären.

 

Wie fährt sich das Ding nu? Auffällig unauffällig. Spurtreue geht so. Wahrscheinlich auf Grund der dicken Pellen läuft er jeder Rille nach. Querfugen bekommt man natürlich mit. Die Federung ist nicht sehr hart, eigentlich recht komfortabel. Auch im Innenraum sehr ruhig. Da war ich vom Caddy anderes gewöhnt. Der Ränger zieht problemlos auf seine abgeregelte Vmax von 185 km/h lt. Tacho hoch. Die Automatik schaltet fast unmerklich. Einzig bei kaltem Wandler kommt man kaum vom Fleck, will man den kalten Motor nicht elendig hochdrehen. Das relativiert sich aber schon nach kurzer Strecke.

 

Etwas Bastelei gab's auch und Vorsorge wurde auch getroffen:

Der Heckklappe wurde ein Tailgate-Lift verpaßt. Damit senkt sich die Klappe langsam ab und auch das Schließen wird durch einen Federmechanismus unterstützt.

Weiterhin erhielt die Heckklappe einen Kantenschutz, damit sie nicht im oberen Bereich beim Aus- und Einladen zerkratzt oder beschädigt wird.

Der Anschluss des Schlosses an die ZV steht noch aus. Das hab ich vorm Winter nicht mehr gepackt.

Das Auto wurde komplett unterboden- und hohlraumkonserviert.

 

 

 

 

 

Die Innenleuchten wurden komplett auf LED umgerüstet. Ebenso die Umfeldbeleuchtung in den Spiegeln.

 

 

Auch eine Ladeflächenbeleuchtung (die ihren Namen verdient) wurde provisorisch installiert.

 

 

Demnächst hält eine Aufbewahrungsbox für Kleinkram auf der Ladefläche unter dem Rollokasten Einzug.

Die Antirutschmatte in Verbindung mit über Kreuz gespannten Zurrgurten lassen die Einkaufskisten sicher an ihrem Platz stehen.

Die hinteren Scheiben wurden (tiefschwarz) getönt. Ich war zwar ursprünglich der Meinung, dass das eigentlich ab Werk sein sollte, aber dem ist wohl nicht so.

 

Zu dem ganzen Infotainment-Gedöns lasse ich mich nicht so ausschweifend aus. Es funktioniert meistens und das auch in seinem Rahmen zuverlässig. Dann und wann hängt das System mal. Ich konnte bspw. das Telefon nicht verwenden, aber der Lautstärkeregler regelte die Lautstärke des Telefons lt. Display. Oder die Radiofunktion war nicht verfügbar. Einmal auch die Navifunktion. Bisher alles Einzelfälle, die sich nach dem Ausschalten und späteren Einschalten des Fahrzeugs wieder beheben ließen. Die Navi-Karten sind alt. Ebenso das Sync3. Für beides gibt es inzwischen bereits updates für Mondeo und Mustang. Für den Ränger allerdings noch nicht. Das Gerät verfügt über einen Aktualisierungsmodus per WLAN, aber gemacht hat er damit auch noch nichts, jedenfalls nichts, wovon ich wüßte. Mit dem update auf die Version 3.0 sollte das dann alles etwas schneller und stabiler laufen.

 

Noch was? Achja...die Kosten...

Verbrauch: siehe oben

Steuer: 198 €

Versicherung: Kleintransporter bis 7,5 t im Werkverkehr ohne Gefahrenguttransport ca. 500 €

 

Zum Schluß noch ein paar Urlaubsbilder und andere Impressionen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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09.10.2017 21:04    |    PIPD black    |    Kommentare (102)    |   Stichworte: 2017, 2AB, Caddy, Ford, Maverick, outdoor-orange, Ranger, Wildtrak

Hallo und herzlich willkommen in Bläckies Ränger-Blog.:D

 

Wo fang ich denn am besten an?:confused:

Es ist gar nicht so einfach auszumachen, wo der Ursprung dieser Anschaffung liegt, da hat ja so jeder seine ganz eigenen Bezüge und Meinung zu.

 

Ich fang mal beim "Urschleim" und der Fahrzeughistorie (siehe Profil) an.

 

Das für mich bis dato prägendste Auto war mein geliebter Passat 3BG. 6 Gänge, 130 PS, Diesel. Tiefergelegt, breitbereift, rußend, Spaß bereitend und Platz für die Familie.....auch wenn die bei Anschaffung noch nicht so ganz in Sichtweite war. Nahezu sorglos spulte er bei mir seit dem Kauf als Neuwagen 212.000 km ab. Nach 11 Jahren war aber soviel hin, dass ich nicht mehr investieren wollte. Zudem stand ein Fahrzeugwechsel ins Haus. Ich wollte was kleines Flinkes.:cool: Idee gut, Ausführung mangelhaft......gekauft wurde ein Fiesta.....super:p.....bis die Frau das Auto für sich als bestens geeignet für ihre Fahrten in die nächstgrößere Großstadt empfand und es für sich beanspruchte.:o

Nützt ja nix, sie hatte recht. Somit kam für mich der Umstieg -oder besser- der Abstieg.:(

 

Vom Passat stieg ich um auf den inzwischen 5 Jahre alten VW Caddy (ebenfalls mal als Neuwagen gekauft, diente er bis dato in erster Linie als Kindertaxi), 5 Gänge, 105 PS, partikelgefiltert. Leicht tiefergelegt war er bereits, andere Felgen hatte er auch......aber KEIN Vergleich mit dem Passat. IMMER fehlte mir der 6. Gang und die Motorleistung. Im Stadtverkehr und Überland ging das noch alles so, es war erträglich. Schlimm wurde es 2013 mit der Anschaffung eines Wohnwagens.

 

Während ich noch was in annehmbarer Größe suchte, entschied sich die Frau für einen Eifelland Holiday mit einer Gesamtlänge von 7,18 m.:rolleyes: Ein anderer Wohnwagen kam nicht mehr in Betracht. Der oder keiner! OK. Bei Abholung und Überführung paßte es auch noch. Aber bei Fahrten in den Urlaub mit 4 Personen plus großem Vorzelt, Gepäck und Fahrrädern kam der Caddy nicht nur an seine Grenzen, sie wurden auch deutlich überschritten: hoher Verbrauch, fehlender Durchzug, fehlende Traktion an der Vorderachse, stinkende Kupplung und der fehlende 6. Gang. 3 Jahre haben wir uns jetzt so rumgequält. Warum? Weil ich mir vorgenommen habe, dass jedes Auto mind. 10 Jahre bleibt.:rolleyes: Zudem braucht man ja auch immer noch etwas Zeit, um das nötige Kleingeld für nen Neuwagen zusammenzusparen.

 

Warum Neuwagen? Ich bilde mir ein, dass sie zuverlässiger sind. Ich habe keine Lust, nachts bei Schnee und Sturm wegen Defekts irgendwo am Straßenrand mit schreienden Kindern und genervter Frau rumzustehen und mir selbst vorzuhalten, am falschen Ende gespart zu haben. Bislang ging diese Theorie auf.:cool: Sieht aber bekanntlich jeder anders. Zudem muss das Fahrzeug mich und die Kids JEDEN morgen in die Stadt bringen. Unzuverlässigkeit ist da fehl am Platze. Würde ich allein unterwegs sein, wäre es nicht so dramatisch.

 

Wie kam's nun zum Ränger? Viele der hier anwesenden MT-ler werden sicherlich die Geschichten von "Gas Monkey" aus dem TV kennen. Unter anderem fuhr Tricky Ricky dort einen schwarzen Ford Raptor. Ein Traum von Wagen: V8 und Vollausstattung. Ziemlich edel für ein Nutz- und Lasttier. Es muss 2015 auf einem Cämpingplatz in Dänemark gewesen sein, als wir mit den mitreisenden Nachbarn über das Thema neues Zugfahrzeug philosophierten und die Wahl (eher aus Spaß) auf den Raptor fiel. Seit dem hieß es mit Augenzwinkern immer nur: "Wenn er erstmal seinen Raptor hat....".:p

 

Was anfangs ein running gag war, sollte sich schnell als einzige Alternative für mich entpuppen. Eigentlich hätte ich auch keinen Pickup gebraucht, hätte ich einen Kombi oder auch SUV gefunden, der meinen Vorstellungen und Wünschen entsprach. Was wollte ich: keinen 2,0-Liter-4-Zylinder-Luftpumpenmotor oder gar kleiner, keinen Frontkratzer, nach Möglichkeit Allrad, Platz für 4 Leute und Gepäck, Wandlerautomatik. Auf nerviges Geschalte im Stau und die Kupplungsstinkerei beim Rangieren rückwärts die Auffahrt hoch hatte ich keine Bock mehr. Das Auto sollte beim Gespannbetrieb auch nicht an seine Kotzgrenze (wie der Caddy: Kasseler Berge im 3. Gang und fast von den LKW überholt; auch bei der Partikelfilterregeneration ging im auf der AB die Puste aus und die LKW und Busse kamen bedrohlich näher) kommen. Sämtliche SUV in Budgetreichweite (Kuga, Tiguan, ...) boten das alles nicht und selbst wenn ich mich damit arrangiert hätte, würde immer noch der Platz fehlen. Zudem gab es in den Klassen meist nur VTG oder DSG. Beides ein Nogo für mich. Interessant werden dann erst die höheren Klassen: Touareg, X5,... Preislich aber ganz weit weg.

 

So einfach war das aber mit den Raptoren gar nicht. Die werden in D nur in homöopathischen Dosen angeboten und verkauft. Zudem sollte er familientauglich sein, also DoubleCab, nicht älter als 3 Jahre sein (ja, hier hätte ich eine Ausnahme vom Neuwagengedanken gemacht.:D) und ne annehmbare Laufleistung haben. Minimum waren zu der Zeit 35.000 € aufgerufen. Neupreise bei ca. 70.000 €.:eek: OK, vertagt die 10 Jahre für den Caddy waren noch nicht um.

 

Juli 2015: Durch Zufall kam ich bei dem Ford-Händler vorbei, der uns den Fiesta verkaufte. Dort stand ein Wildtrak in der Halle. Noch das VorFL. Angeguckt, Prospekt eingesackt. Schon mal im Kopf konfiguriert. Als Mini-Raptor geht der Ränger in Ordnung.:cool: Einziges "Manko": In der EU gibt es diese Fahrzeuge ausschließlich als Diesel. Kann ich mit um. Kein Problem.:p

Größenvergleich Ranger <> Raptor

 

Anfang 2016: ich schaue im Netz nach Raptoren......SCHOCK: die Preise stiegen, die Autos wurden älter.....V8 neu nicht mehr zu bekommen, Ford stellte die Raptoren um auf V6 Ecoboost. Wahrscheinlich DER Grund für den Preisanstieg bei den Gebrauchten. 5 Jahre alt und über 30.000 €? Nee danke. Bei einem anderen Ford-Händler ließ ich mir ein Angebot den Ränger machen, inzwischen ein FL.....25% Nachlass direkt aus dem Stand ohne Verhandlungen. RESPEKT! Bei einem Listenpreis von ca. 50 k€ kam der Ränger in meine Budgetreichweite. Ich bitte den Verkäufer um eine Probefahrt. Es eilt nicht, Autos sind nicht verfügbar, er soll mich anrufen. Auch den anderen Händler bitte ich um einen Termin. Gleiche Ansage. Seitdem immer wieder gucken, lesen, informieren. Aktuell werden die Autos noch mit Sync2 und ohne adBlue verkauft. Zu letzterem kann der Händler nichts sagen.

 

November 2016: Händler Nr. 2 stellt mir ein Auto zur Probefahrt zur Verfügung. Das Auto, was wir eigentlich fahren sollen, ist verkauft. Es war ein Limited in grau. Wir bekommen einen Wildtrak in schwarz. Sehr gut. Er programmiert den Transportmodus raus, wir können los. Es ist dunkel, es ist nass.....das Auto groß und ungewohnt, dazu die von mir gewünschte aber ungewohnte Automatik. Als ich an die Straße rolle und bremsen muss, nehme ich den linken Fuß......wir machen alle einen Satz nach vorne, zum Glück angeschnallt.:rolleyes: Wir machen eine kurze Fahrt, ich muss mich doch sehr konzentrieren, zu ungewohnt die Größe, die Ausmaße. Auf dem nächsten Supermarktparkplatz halten wir an, stellen fest: auf herkömmliche Parkplätze passt er nicht, wir parken quer.:D Kurze Übersicht, kurze Tests, wir bringen ihn zurück. Die Fahrt war toll aber zu kurz. Als wir den Schlüssel abgeben, unterschreibt gerade jemand den Kaufvertrag für das Auto. Ich beglückwünsche ihn zu seinem Auto und wünsche gute Fahrt. Sync3 und adBlue sind inzwischen an Bord.

 

Händler Nr. 1 meldet sich und hat ebenfalls ein Auto zur Verfügung. Diesmal Limited aber auch Automatik. Kurze Fahrt, da das Auto ebenfalls verkauft ist und kurz vor Auslieferung steht. Nach der Fahrt steht fest: SOWAS WILL ICH AUCH.

 

Ich überlege nochmal, ob es Alternativen gibt. Das pickuptrucks-Forum hilft bei der Entscheidung. Von allen angebotenen Pickups bieten nur VW und Ford pkw-ähnliche Innenräume. Nutzfahrzeugcharme hatte ich jetzt lange genug im Caddy. Es darf besser werden. Der Amarok erschien inzwischen als V6 und war eine Überlegung wert. Allerdings sagte mir die Frontoptik überhaupt nicht zu. Und spätestens beim Preis war klar: das wird nichts. Ein Anruf beim VW-Verkäufer meines Vertrauens (Golf IV, Passat, Caddy: alle von ihm gekauft) bestätigte das. Aktuell keine Amarok-Aktionen mit entsprechenden Nachlass. Also war er auch raus.

 

Ich starte Anfragen über meinauto.de und neuwagen-ah.de. Die Preise liegen ca. 30% unter Liste. Die vermittelten Händler sitzen irgendwo im Süden D. Der günstigste in Dresden. Auf Grund der Anfrage bei meinauto meldet sich ein Händler aus der Nähe von Rendsburg und meint, er könne den angebotenen Preis mitgehen. Leider lag der Preis aber noch ein paar Hunderter über dem des anderen Anbieters. Ich frage, ob er auch diesen Preis mitgeht. Ablehnung. OK, ich sage ich überlege es mir und würde mich melden, wenn ich sein Angebot annehmen wolle. Ich klappere nochmal die Händler in der Gegend ab, auch um ein Komplettpaket mit Inzahlungnahme des Caddy zu bekommen. Die Angebote unterirdisch. Die Ankaufpreise sogar weit unterhalb des wirkaufendeinauto-Preise. Ich frage nach den Preisen ohne Caddy. Beide Händler gewähren mir die 25% auf den Listenpreis. Kein Handlungsspielraum. Händler Nr. 1 erklärt mir, sie würden davon nicht genug Fahrzeuge absetzen und deshalb nicht die Vergütungen wie andere Händler bekommen. Nachvollziehbar, ehrlich, OK. Zum Service dürfte ich aber gerne kommen, auch wenn ich woanders kaufen sollte.;)

 

Händler Nr. 2 erzählte mir großspurig, er verkaufe die meisten Ränger in Norddeutschland. Ja nee, is klar.:rolleyes:

 

Übers Caddy-Forum, wo ich hin und wieder mal fallen ließ, dass ich einen Ränger kaufen wolle, fand ich a) Kontakt zum Pickuptrucks-Forum und b) zu einem Vermittler/Händler in Celle/Braunschweig. VIELEN DANK nochmals an die beteiligten Personen.:)

 

Der Kontakt war nett und freundlich. Die Kommunikation problemlos. Schnell hatte ich ein Angebot im virtuellen Postkasten.....freibleibend. Der Preis war gut und lag zwischen den beiden online-Vermittler-Angeboten.

 

Inzwischen geht es auf Weihnachten zu. Die 10 Jahre des Caddys sind noch nicht um. Aber ich würde lieber heute als morgen bestellen. Die Lieferzeiten sind lang. Aktuell 6 Monate. Aber meine Frau verweigert noch ihre Zustimmung. Berufliche Veränderungen stehen u. U. an. Ein Teil des Fahrzeugpreises wird finanziert. Die monatliche Belastung möchte sie so nicht eingehen. Ich rechne insgeheim damit, dass sie mir unterm Weihnachtsbaum den Ränger "schenkt". Leider nur Wunschdenken.:(

 

Das neue Jahr beginnt, das Berufliche ist geklärt, am 09.01.2017 unterschreibe ich den Vermittlungsauftrag. Preislich liegen wir jetzt nach kurzer Verhandlung knapp über dem günstigsten online-Angebot. Für eine Preisdifferenz von ca. 200 € fahre ich nicht bis nach Dresden.:cool:

ausgestattet ist der Ränger mit Ausnahme von Standheizung, Alarm und 230-V-Transformator komplett.

 

Jeder der Händler erzählt(e) mir, dass man auf vorbestellte Wagen zugreifen könne, evtl. in Absprache mit anderen Händlern deren Bestellung übernehmen könne. Tja.....Pustekuchen. Kein Ränger vorrätig, keiner im Vorlauf.....die Dinger verkaufen sich wie geschnitten Brot.....heißt mindestens 6 Monate warten, aber laut Händler auf „Prio 1“ (soll angeblich bevorzugte Produktion bedeuten, wenn z. B. eine Bestellung storniert wird, rückt meine Bestellung auf diesen Platz vor, wenn er an der Reihe ist) gesetzt.....ist OK, der Caddy ist noch nicht 10, wenn das Auto vorm Sommerurlaub kommt, reicht es auch.

 

Ich inseriere schon mal den Caddy. Es steht fest, ich kann ihn nur privat zu nem vernünftigen Kurs losschlagen. Es melden sich ein paar Interessenten, obwohl der Preis meinerseits etwas „optimistisch“ angesetzt ist. Es kristallisiert sich aber heraus, zu welchem Preis er aber wohl verkauft werden kann. Es ist mehr als das Doppelte, was mir die Händler bieten. Vllt. liegt es auch am umfangreichen Zubehör (Fahrradträger, Dachträger, Dachbox, Aluwinterräder und noch vieles mehr), das es dazu gibt. Da ich aber nicht absehen kann, wann das neue Auto kommt und auch, weil ein Interessent ziemlich ungehalten darüber ist, dass er das Auto nicht schon gestern kaufen kann, lösche ich das Inserat, denn ich weiß nun, was ich wissen wollte: den Marktwert.:cool:

 

Ich rufe beim Vermittler an und frage nach der Bestellbestätigung des vermittelten Autohauses und bekomme eine Auftragsbestätigung, dass die Bestellung am 23.01.17 (14-tägiges Widerrufsrecht) ausgeführt worden ist. OK. Aber wie soll ich prüfen, dass sie auch das bestellt haben, was ich wollte? Ich frage nochmals nach. Und erhalte die Bestätigung. Erleichterung. Alles OK. Nur die Garantieverlängerung erscheint nicht. Ich soll es handschriftlich notieren und unterschreiben. Gesagt, getan.....die Zeit zieht ins Land....nach ein paar Wochen frage ich nach und erfahre die Fahrgestellnummer und das Baudatum: 18.05.2017. Aus dem anderen Forum weiß ich, dass es vom Bau bis zur Verschiffung zwei bis vier Wochen dauert. Alle zwei Wochen kommt ein Schiff in Durban an. Der Ränger wird in Silverton (Südafrika) gebaut. Im Nachbarforum gibt es jemanden, der unter Nennung der FIN gucken kann, wann sich welches Auto wo befindet bzw. wann es aufs Schiff geladen wurde. So erfahre ich, dass der Ränger am 16.06.17 auf die Cepheus Leader soll.

 

 

 

Täglich bin ich nun bei marinetraffic.com, um das Schiff zu stalken.:D Am 12.07.17 dockt das Schiff endlich an.

 

 

Der Liefertag wurde auf den 03.08.17 gesetzt. (Da gab es immer mal Verschiebungen.)

 

Anfang Juli habe ich den Caddy erneut inseriert, die Abholung steht ja kurz bevor. Die Anzeige enthält den Hinweis: Abgabe Ende Juli/Anfang August. Es meldet sich.....niemand.:eek:.....als ich noch überlege, den Preis zu senken, meldet sich jemand aus dem Nachbarkreis keine 20 km weg zur Besichtigung. Es wird viel gequatscht, ein wenig gefahren, ein bisschen geguckt. Die Unterlagen gecheckt......lange Rede kurzer Sinn: am nächsten Tag erhalte ich die Zusage zum Kauf. Es ist Freitag der 28.07.17, der Caddy ist jetzt fast auf den Tag genau 10 Jahre bei uns und rollt vom Hof,

 

 

 

am Montag werden mir die alten Kennzeichen gebracht und das Zubehör abgeholt. Es sind inzwischen Ferien, wir kommen mit nur einem Auto aus. Der Ränger kann ja bald abgeholt werden......:o

 

Ich warte(te) auf den Anruf zur Abholung. Nix. Nachfragen ergaben auch keine neuen Erkenntnisse. Wenn die Fahrzeuge das Schiff verlassen, können weder Ford noch die Händler nachvollziehen, wo die Fahrzeuge sind. Sie müssen sich dann auf die Speditionen verlassen. Die stellen aber ihre Pläne selbst zusammen.....keiner weiß, was wann kommt. Direkte Kontaktaufnahme unmöglich. Ich melde am 02.08.17 an, dass wir für den Urlaub ein Auto benötigen, da der Caddy verkauft ist. Man sichert mir ein passendes Auto zu. Die Disponentin schaut ins System und stellt mit Schrecken fest: der Liefertermin ist still und heimlich auf den 12.08.17 verschoben worden. Ich bin sauer. Aber noch würde die Zeit reichen. Das Telefon bleibt ruhig, ich frage nach. Schreck: die Disponentin, mit der ich bislang alles besprochen hab, hat Urlaub. Jetzt muss ich mit der Vertretung Vorlieb nehmen. Die weiß natürlich von nüscht. Zum Glück ist der betreuende Verkäufer und auch der Vermittler zur Stelle und helfen. Die Disponenten schlägt bei Ford Alarm und bekommt zur Antwort, dass das Fahrzeug im Hafen zur schnelleren Auslieferung umgeparkt werden soll. Ob das wirklich hilft?:confused: Immerhin stand der Ränger bei Bestellung auch auf Prio 1.:( Am 11.08.17 der Anruf des Verkäufers: "Ich muss Ihnen leider mitteilen, dass Sie mit Ihrem Ränger in den Urlaub fahren müssen......" So ein Sack.:p

Papiere würden Montag fertiggemacht. Am 15.08.17 soll Übergabe sein.

 

Die Diskussion um die Überführungsprozedur beginnt:

Für den Briefversand bleibt keine Zeit. Ein Bekannter bietet mir seine rote Nummer an. Die Disponentin sagt mir, dass das nicht ginge, da auf das Fahrzeug am Dienstag noch die Tageszulassung (Zugeständnis für den Preisnachlass) liefe. Ich nehme Kontakt zur Zulassungstelle auf und erfahre, dass das richtig ist. MIST. :mad: Ich war davon ausgegangen, dass die Händler nur eine Zulassung auf dem Papier machen würden. Nix da. Wir sind in D: Zulassung nur mit gesiegelten Kennzeichen.:rolleyes: Aber mein Glück.:D Die Disponentin danach gefragt und sie bestätigte das. Aber das könne sie nicht entscheiden, ob das ginge. Ich verspreche, das Auto direkt umzumelden. Sie will zurückrufen. Der Rückruf und damit die Bestätigung meines Vorhabens erfolgt.:) Das Auto soll nun vorbereitet werden und ich könne es morgen abholen. Andernfalls würde sie sich melden. Sie meldet sich nicht, wir buchen den Zug nach Braunschweig. 5:30 Uhr aufstehen, kurz nach 6.00 Uhr geht’s los, um 9.30 Uhr sind wir da. Kleiner Fußmarsch vom Bahnhof zum Autohaus bei knapp 28°C und wir kommen durchgeschwitzt an. Riesiges Autohaus, aber kein oranger Ränger zu sehen und niemand erwartet uns. Hektik bricht aus. Unser zuständiger Verkäufer (hatte er mir erzählt und im Zweifel an die Disponentin verwiesen) ist jetzt auch im Urlaub. Man fragt uns, mit wem wir denn den Termin gemacht hätten. Kurze Rücksprache, ein Verkäufer begrüßt uns und bittet uns Platz zu nehmen, es würde noch etwas dauern.

 

Nach ein paar Minuten kommt er wieder, bespricht ein paar Sachen, entschuldigt sich, das Auto sei noch nicht ganz fertig, man würde noch ne Stunde brauchen, vllt. auch anderthalb. Er bietet uns einen Leihwagen an, wir akzeptieren und vereinbaren die Rückkehr für 12.00 Uhr. Damit sollten sie genug Zeit haben.

 

Mit dem tollen Ford Edge fahren wir durch Braunschweig und hauen uns bei Mäcces etwas Futter rein. Wir können uns mit Sync3 schon bekannt machen und fahren pünktlich zurück. Der Verkäufer begrüßt uns und fragt völlig überschwänglich nach dem Edge-Erlebnis, als wenn er uns das Auto verkaufen wolle. Ich hole ihn mal in die Realität zurück und sage: "Tolles Auto aber falscher Motor!" Er guckt mich irritiert an. Daraufhin erkläre ich ihm, dass ich hier nen Ränger mit 3,2-l-Motor abhole, der für mich den Ausschlag gegeben hat und im Edge leider nur eine 2,0-er Luftpumpe seinen Dienst verrichtet.....er ist etwas geknickt, hat es aber kapiert.:p

 

Mit dem Verkäufer wird der Papierkram (insbesondere die Geldübergabe: einen Teil hatte ich überweisen, den Rest vom Caddy-Verkauf bar in der Tasche) erledigt. Wir werden in die Ausstellungshalle geführt und sehen (außer ein paar Kleinwagen von Ford und Opel): NIX.:mad:

 

"Oh, dann ist der Wagen noch nicht da. Ich hole ihn schnell....." weg war er. Bestimmt 5 Minuten später rollt das Auto rein. Ich freue mich, wie ein Honigkuchenpferd.:D Die Familie tritt zurück und läßt Vaddern machen.:cool:

 

 

Der Verkäufer steigt aus und erzählt uns, dass kein Diesel mehr drin ist und er noch 10 Liter einfüllen wolle. Weg war er. Nach weiteren 5 Minuten ist er wieder da um festzustellen, dass er sich vergriffen hat und statt 10 Litern Diesel 10 Liter Benzin angeschleppt hat.:rolleyes: 5 Minuten später.....Diesel wird eingefüllt.

 

Die Pausen eignen sich hervorragend, um das Auto zu inspizieren. Alles so, wie ich es erwartet hab. Wir haben hier immerhin ein Nutzfahrzeug aus Südafrika, dass für die europäischen Kunden etwas aufgehübscht wurde. Grds. ist es aber immer noch ein Dritte-Welt-Auto.;) Dennoch gefällt mir, was ich sehe. Der Verkäufer überreicht uns noch einiges an Zubehör und die obligatorische Flasche Haus-Sekt mit dem Hinweis: "...bitte nur mit Aperol trinken..."....so schlimm war der gar nicht, wie sich später am Abend herausstellte.:cool:

 

Ich fahre das Auto raus auf den Parkplatz,

 

 

Telefon hatte ich während des "Tankvorganges" bereits verbunden. Die Heimatadresse auch erfaßt. Er erklärte uns noch diverse Sachen und wir fuhren vom Hof und auf die Autobahn.....als sich direkt die Tankuhr meldete "Noch 80 km Tankinhalt". Also nächste Abfahrt raus, aber :eek: der Bock wollte nicht von der Ausfahrt runter. Mit großer Kraftanstrengung gelang es mir die Ausfahrt zu nehmen und auf die Tankstelle zu fahren.

 

Was war passiert? Sämtliche Helferlein waren aktiviert, u. a. auch der Spurhalteassi. Als ich kurzerhand von der AB runter wollte, hab ich den Blinker nicht betätigt und somit wurde der Spurwechsel nicht erkannt. der Ränger versuchte also zurück auf die Straße zu kommen. Ich blinke jetzt also immer oder deaktiviere den Assi.:cool:

 

Nach dem Tanken ging es dann die restlichen hunderte km nach Hause. Es war spät geworden. Den Termin auf der Zulassungsstelle hatte ich zwischendurch abgeblasen, der war nicht zu halten. Die Heimfahrt verlief völlig unaufgeregt, die Assistenten (adaptiver Tempomat mit Abstandsregelung, die 6-Gang-Automatik und der Spurhalteassi) verrichteten zuverlässig ihren Dienst.

 

Verbrauch kann ich immer noch nicht sagen, da ich es noch nicht geschafft habe im Normalbetrieb den Tank mehrfach leerzufahren. Entweder waren Gespannfahrten dabei oder ich konnte einfach nicht volltanken, weil ich es nicht mußte. Der Bordcomputer zeigt aktuell einen Schnitt von 10,9 Litern an.

 

Größter Schwachpunkt am Auto ist das Licht. Insbesondere das Fernlicht. Da muss ich auf alle Fälle noch dabei. Ein paar weitere Nachrüstungen und eine komplette Hohlraum- und Unterbodenkonservierung sind inzwischen auch schon passiert. Dazu aber in einem späteren Artikel mehr. Aktuell beschäftigt mich noch die Frage nach Winterreifen. Da die Contis, die ab Werk drauf sind, aber M+S sind, werde ich es wohl erstmal damit versuchen. Gefahren sind wir bis heute etwas mehr als 3.500 km. Noch mußte kein adBlue nachgefüllt werden, kann aber nicht mehr lange dauern.

 

Dass aus den 6 Monaten Lieferzeit nun am Ende etwas über 7 wurden, kann ich weder dem Vermittler noch dem Händler anlasten. Dass es bei Auslieferung nicht rund lief, ist sicherlich der Urlaubszeit geschuldet. Nicht unbedingt schön, aber verschmerzbar. Der Ränger entschädigt.:p

 

Als ich mich dann nochmals beim Vermittler meldete und mich für seine Arbeit bedankte, schockte er mich dann nochmal: wenn sich die Lieferzeit derart verzögert und Ford zwischenzeitlich die Preise erhöht, so darf der Händler diese an mich weitergeben. Dass er es nicht tat, lag wohl am Ablauf insgesamt und daran, dass die Preiserhöhung in die Zeit fiel, als der Ränger schon hätte ausgeliefert sein können. Jedenfalls hat man auf der Rechnung den Nachlass so weit nach oben geschraubt, dass es mit dem Vertrag übereinstimmte.

 

Auch die Garantieverlängerung bekam ich wie zugesichert und vereinbart, obwohl sich auch da die Konditionen geändert haben.

 

Zur Lieferzeit nochmal: kurz bevor ich mein Auto abholte, kam bei Händler Nr. 2 eine LKW-Ladung Ränger an. An Hand der Aufkleber konnte ich erkennen, dass diese Fahrzeuge noch von dem Schiff stammten, das zwei Wochen vor „meinem“ in Bremerhaven anlegte.:o

 

Am 18.08. wollten wir in den Urlaub, hatten aber nichts gebucht und sind dann nach kurzer Recherche auf blauen Dunst am 19.08. Richtung Holland aufgebrochen und haben dort fast zwei Wochen bei Sonnenschein und knapp 30°C verbracht. Woanders haben wir dieses Jahr keinen Sommer länger als drei Tage erlebt. Ende gut, alles gut. :D

 

Nun ist der Artikel doch recht lang geworden, ich hoffe nicht zu langweilig. Erfahrungen, Nachrüstungen und Bilder vom Innenraum folgen. Dazu bin ich bis heute noch nicht gekommen.

 

Bis demnächst...

 

 


Blogautor(en)

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Ford

Sind Sie vielleicht John Wayne? Oder bin ich das?:D

Nützliches

Rat, Tat und Hilfe zum Thema Pickup:

https://www.pickuptrucks.de/

 

Ford-Homepage:

http://www.ford.de/Nutzfahrzeuge/FordRanger

 

Bedienungsanleitung Ford Ranger:

http://www.fordservicecontent.com/.../Index?...

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