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05.05.2020 14:24    |    BenutznameSchonVergeben    |    Kommentare (66)    |   Stichworte: 7 e-Golf (AU/5G), egolf, e-Golf, Elektro, Elektromobilität, Golf, Hybrid, Verbrenner, VW

Disclaimer

Die meisten Elektroauto-Tests finde ich grausig. Da werden Äpfel mit Granatäpfel oder mit Erdäpfeln oder Pferdeäpfeln vergleichen und die Motorpresse ist oftmals nicht besser als private Blogger. Schlimm sind Autoren, die ein Elektroauto aus 2020 mit ihrem persönlichen Vorgänger vergleichen, am besten ein 50 PS Polo, ein 20 Jahre alter 3er BMw oder ein Twingo ohne Radio. Klar ist der Elektromotor dann ein Raketentriebwerk, ein Touchscreen ein Quantensprung und 140 fahren ohne Hörsturz eine Erlösung. Auch toll sind Erfahrungsberichte wo über e-Mobilität geschwärmt wird, konkret aber das automatisches Beschleunigen, Bremsen & Spurhalten gemeint ist. Alles Sachen die man auch in Verbrennern findet.

Ich versuche erst gar nicht, einen objekten Vergleichstest durchzuführen, bei der ich die Qualität der Hutablage bewerte und die Zusammenstellung des Teppichs chemisch untersuche. Viel Spaß mit einem komplett subjektiven. persönlichen Erfahrungsbericht über zwei Jahre e-Mobilität.

 

 

Rahmenbedingungen

Der e-Golf lief als reiner Zweitwagen für Kurzstrecke, 10-70km am Tag. Dementsprechend war die Reichweite von 200(Winter) bzw. 250km (Sommer) immer mehr als genug. Bis auf Abholung und Rückgabe hat das Auto keine Fahrt länger 100km gesehen.

Wir haben mit dem Auto als Stadtfahrzeug geplant und dort hat es seine Stärken bewiesen. Das Autobahnfahren hat nur Spaß gemacht, wenn man nicht auf die Restkilometer achten musste. Die Reichweite bei 130-160kmh war so lächerlich, das wirklich für jede längere Fahrt der Verbrenner hergenommen wurde. Und nein, mit 80kmh hinter LKWs herzuzuckeln ist keine Option: Die verschwendete Zeit gibt mir am Ende des Tages keiner zurück.

 

Der Golf

Der e-Golf ist ein Golf (7). Dementsprechend sieht er von außen & innen aus und fasst er sich sich an. Wer den Golf mag, mag auch die Elektroversion. Wer nicht, für den ist der e-Golf nix. Einige Monate gab es im Haushalt auch einen 7er Golf 1.5 TSI 150 PS. Den Vergleich hat der e-Golf haushoch gewonnen, dem 1.5l Benzinmotor konnte ich nichts abgewinnen: Was für eine Rappelkiste...

Der niedrige Schwerpunkt durch die Akkus sorgt für eine satte Straßenlage und die Beschleunigung in der Stadt ist natürlich sagenhaft. Ab 80kmh lässt es nach und darüber merkt man, dass 136PS halt 136PS sind und ein Elektromotor an die Leistung keine 0 ranhängt. Die ersten Male hat sich das Fahren angefühlt wie der Umstieg damals vom Saugmotor zum Turbo, aber mit der Zeit kommt Gewohnheit.

Ein Verbrenner aus der gleichen Preisklasse (~180-220PS) macht mir auf Langstrecke viel mehr Spaß als der e-Golf. Dementsprechend sehe ich eine klare Aufgabenteilung und bin ein Befürworter der friedlichen Koexistenz von Verbrennern, Hybriden und e-Fahrzeugen.

 

 

Ausstattung und Technik

Der große Vorteil von VW ist, dass man den e-Golf fast so ausstatten kann wie nen Verbrenner. Wer Erfahrungen mit der Technik sucht, kann Fahrberichte und Tests des normalen Golf lesen oder einen solchen Probefahren.

Zur Serienausstattung:

+LED-Scheinwerfer serienmäßig. Halogen Funzeln sollten heutzutage verboten sein.

-Das Navi ist Müll. Keine Echtzeit-Verkehrsdaten und nur Sensortasten anstatt Lautstärkeregler

#Wer kein Keyless-Go bestellt, darf den e-Golf mit Zündschlüssel starten wie einen Verbrenner. Find ich witzig.

 

Elektro-Infrastruktur & Aufladen

Das Kapitel an dem sich die Geister scheiden und das endlosen Raum für Diskussionen rund um Volt, Ampere, Watt, Ladezeiten, brennende Sicherungskästen usw usw gibt. Ich werd darauf nicht eingehen, da gibt es andere Autoren die im kleinsten Detail beschreiben, warum eine rote Stromleitung besser ist wie eine blaue.

 

 

Daheim

Wir haben das Auto zu 99,5% an 230Volt Schuko-Steckdosen geladen. Ohne Wallbox, mit dem mitgelieferten VW-Ladegerät. In beiden Garagen die das Auto regelmäßig gesehen hat, waren recht neue (~5 Jahre alte) Stromkabel verlegt mit FI. Ab und zu gab es ältere Umgebungen und ein paar mal eine ~30 Jahre alte Kabeltrommel. Probleme gab es nie, weder mit Auto, Ladegerät oder dem Stromkreis.

Die Ladedauer war...ich müsste es jetzt googeln. Warum? Weil es vollkommen egal war. Man kommt mit nem Drittel, Viertel oder weniger Akku nach Hause und steckt den Stecker ein. Am nächsten Morgen war das Auto voll geladen und man steckt aus. Wie lange er geladen hat? Irrelevant.

Natürlich kam unsere entspannte Einstellung zum Akkufüllstand durch den Einsatz als Zweitwagen. Wir hatten nicht den Anspruch, dass der e-Golf ungeplant 200km fahren können muss.

 

 

Unterwegs

Die restlichen 0,5% verteilen sich auf Ladepunkte an Kaufland, Aldi etc. und 9 Ladestops bei den beiden Fernreisen.

Für uns hätte ein Elektroauto ohne Aufladen zu Hause nicht funktioniert, da bei der Arbeit keine Ladeinfrastruktur existiert. Beim Einkaufen zu laden ist gut und das man aktuell den Strom geschenkt bekommt ein schöner Early-Adopter-Bonus, aber nicht mehr. Auf den Gesamtverbrauch macht das den Kohl nicht fett.

Positiv hervorzuheben ist, dass sich die negativen Erlebnisse mit Defekten an Säulen oder Akku & Ladegerät in Grenzen halten. Wenn beim DM die Säule nix hergibt hat der Akku immer zur heimischen Steckdose gereicht. Und die drei, vier mal, wo man morgens feststellt, dass das Auto nichts oder nicht genügend geladen hat, hat de Reichweite trotzdem irgendwie gereicht.

 

 

Langstrecke

Die Ladeinfrastruktur an Autobahnen war bei unseren beiden Fahrten 2018 und 2020 im großen und ganzen in Ordnung. 2018 wollte eine Säule erst garnicht, nach einem Anruf beim Energieversorger gab es dann Strom kostenlos. 3 der 4 weiteren Lademöglichkeiten gaben bei weitem nicht die möglichen 50KW, sondern ~10-20 was eine sehr lange Aufladendauer verursacht hat. Insofern war die Abholung sehr zäh, 11h für 500km machen keinen Spaß. "Immerhin irgendwann angekommen" war unser Fazit dazu.

Zwei Jahre haben für ordentlichen Fortschritt gesorgt, vor einer Woche haben wir überall wo 50KW draufstand auch die Leistung bekommen. Dafür gab es einen Totalausfall, aber die nächste Säule war nicht weit. Wir haben deutlich kürzer gebraucht aber immer noch viel länger als mit einem Verbrenner. Mit moderenen Elektroautos ist das sicher besser, dementsprechend würde ich ein e-Auto nur leasen und nicht kaufen. Der Fortschritt ist so krass, nach zwei Jahren fährst du ein Museumsstück!

 

Kosten

Unser Ladekonzept war bequem und stressfrei, aber nicht billig. Fast jede KWh ging über den heimischen Stromzähler. Die fette Stromrechnung zu bekommen trübt die Elektroauto-Begeisterung dann doch etwas. Preislich attraktiv wird das Fahren mit Strom nicht mit Auflademöglichkeit zu Hause sondern mit großzügigen Arbeitgebern: Wer kostenfrei am Arbeitsplatz laden kann, wird schnell vom Elektroauto-Fan zum Fanatiker (selbst erlebt). Wäre mein Arbeitgeber so blöd großzügig und würde die Gruppe der e-Auto Fahrer mit Strom beschenken würde ich das Angebot auch nutzen, einem geschenkten Gaul und so. Aber ich erwarte sowas nicht oder fordere es gar ein, weil ich es für gnadenlos unfair halte. Ein Arbeitgeber verschenkt doch auch kein Sprit oder Gas.

 

Photovoltaik

Da bestimmt jemand in den Kommentaren seine Erfahrung teilen wird, wie er nur mit Kraft der Sonne fährt: Hat bei uns nicht funktioniert. Unsere PV-Anlage mit Speicher konnte in den seltensten Fällen den Akku des Golfs füllen. Frühling, Herbst oder Winter? Keine Chance.

Ich behalte mir vor, Diskussion darüber zu unterbinden: Wer PV für die Lösung hält, begreift nicht wie priviligiert er ist. Der Großteil der Deutschen träumt vom Eigenheim, lebt in Miete und hat weder Garage noch Stellplatz. Da ist die eigene Photovoltaik-Anlage ganz weit weg und sicher keine Lösung für die Masse.

 

 

Kauf- und Leasing

Es gibt Menschen, die benutzen heute einen Blackberry oder ein Windows Phone und findens toll. Wir gehören nicht dazu. Wie Handys würde ich ein e-Auto alle 2-3 Jahre tauschen, da der technische Fortschritt gewaltig ist. Dafür ist Leasing ideal und dank Abwrackprämie hatten wir eine sagenhaft niedrige Leasingrate. Wobei ich nicht glaube, dass der gute Fabia TDI wirklich verschrottet wurde, den findet man bestimmt irgendwo in Osteuropa. Was mich sogar freuen würde, er ist schlieslich mit eigener Kraft (wenn auch mit abgelaufenem TÜV) zum Schrottplatz gerollt und der 1.9l mit 100PS ist ein bodenguter Motor.

Wir gehören nicht zur Bevölkerungsgruppe, die Ablassbriefe fürs grüne Ökogewissen kaufen. Insofern hätten wir den e-Golf nicht geleast, wenn er bedeutend teurer gewesen wäre wie ein vergleichbarer Verbrenner. Als er dank Prämie sogar günstiger wurde, war die Entscheidung schnell klar.

Klar ist es verzerrend, wenn ein 38.000€-Auto die Leasingrate eines 22.000€-Autos hat. Aber sowas passiert auch ohne Ökoprämie immer wieder, dass Modelle fürn Appel & Ei im Leasing verschleudert werden. Insofern finde ich die einseitige Förderung von e-Autos nicht schlimm und habe sie gerne angenommen.

 

VW-Eigenheiten

Der kostenloser Mietwagen von VW war eine großzügige Sache und toll für Leute die den e-Golf als einziges Auto haben (bzw. hatten, meines Wissens nach gibts das Angebot nicht mehr). Wir haben mehrmals einen Touran für Transportaufgaben genutzt, da komfortabler als einen Anhänger auszuleihen.

Mit der e-Mobilität haben sich die VW-Autohäuser in unserer Gegend schwer getan. In beiden größeren Ketten gab es e-Kompetenz nur an einzelnen Standorten und dementsprechend war es aufwendig das Auto abzugeben und zurückzubekommen. Auch den kostenlosen Mietwagen gab es nur an einem Standort, glücklicherweise am nächsten.

Das Überangebot von VW-Teilen im Internet ist auch beim e-Golf ein großer Pluspunkt: Winterräder haben wir welche vom normalen Golf genommen, die wir gebraucht günstig erstanden haben.

 

Mein Fazit

Der e-Golf als Zweitwagen war für uns die perfekte Gelegenheit, e-Moblität auszuprobieren. Keine Investition in Infrastruktur nötig, günstige Leasingrate und bei einem Golf weis man, was man bekommt (im positiven wie im negativen). Auf den Hype, etwas neues zu "erfahren" setzt schnell Gewohnheit ein. Weder bei den Fahrleistungen noch bei den Kosten war das Auto für uns eine Erleuchtung. Am Ende des Tages hat der e-Golf bewiesen, dass ein Elektroauto ebenso unauffällig und gewöhnlich wie ein Verbrenner sein kann. Damit kommen für mich die Elektroautos im Massenmarkt an.


24.04.2012 15:11    |    BenutznameSchonVergeben    |    Kommentare (51)    |   Stichworte: Golf, III (1H), VW

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Ich mag meinen VW Golf 3 2.0 GL, ein 1997er Exemplar, wirklich sehr. Er fährt gut, er bremst gut, er klingt gut, er ist komfortabel, er bietet Platz, er ist solide und er hat TÜV erhalten. Da ich für die Nachprüfung zur HU nur eine neue Windschutzscheibe einsetzen lassen musste, konnte ich die Kosten relativ klein halten und fahre somit einen Wagen der deutschen Kompaktklasse - mit dem Golf 3 konnte man 1997 schon nichts besonderes hermachen und zeigte: Ich fahre Golf! - Und jetzt?

 

 

 

Für jeden Einsatzzweck gab und gibt es den passenden Golf 3. Die kleinste Limousine mit 60 PS, die es gab, war eher etwas für Puristen, und den 1,8l-Benziner mit Automatikgetriebe als Limousine in Farben wie Perlgrau, Classicrot oder Dragongrün kauften sich gern ältere Herren, die sich einmal etwas Schönes gönnten. Der Familienvater fand am Zweiliter-Variant mit "GL"-Ausstattung Gefallen, der Taxiunternehmer fand mit diversen Dieselmotoren den für ihn passenden, sparsamen Golf, und sogar Polizei- und Hochdach-Umbauten konnte man erwerben. Wer einen sportlichen Golf sein Eigen nennen wollte, der bekam Spoiler: ABT, Votex, Öttinger, VW-Original, B&B - man hatte damals die freie Wahl. Ein besonders schneller VW-Fahrer schätzte den 2,0l-16V oder den Sechszylinder-Bereich in der Preisliste, und wer mit aller Gewalt auffallen wollte, konnte ab 1994 den VR6-Syncro kaufen: Dieser war seinerzeit der einzigste Serienkompaktwagen mit Allrad und Sechszylinder. Der VW Golf 3 ist also ein Auto, das alle Kunden bediente.

 

 

 

Gestern fuhr ich mit meinem Golf, der in etwa das Mittelfeld der Palette darstellt oder eine leicht überdurchschnittliche Modellvariante, über das Land und blieb halten bei einem Fußballspiel zweier Altherrenmannschaften, die auf einem kleinen Dorfplatz sich verausgabten. Als ich auf den Parkplatz davor fuhr und den blauen Golf abstellte, fiel mir schon auf: Charaktertypen in Form der Autos waren hier nicht zu finden - ich zählte elf Opel, die alle mehr oder minder mit allem ausgestattet was die Rente hergibt, einen Skoda Octavia Kombi, einen Audi A3, einen Citroen C3 und einen Ford Focus - und eben meinen VW Golf. Vermutlich war der alte Golf, also mein Auto, hier auf diesem Parkplatz noch der aussagekräftigste Wagen, so mein Gedanke.

 

 

 

Ich stieg aus und sah mir das Spiel an. Viel bekam ich von der ersten Halbzeit nicht mehr mit, denn nach kaum zehn Minuten stießen die Spieler vom Platz und bevölkerten die Gaststätte des Vereinsheims (in die ich mich nicht traute, aber dazu später mehr). Sie tranken, wie ich durch die Glasscheibe sehen konnte, Bier und aßen Chips und ähnliches Knabbergebäck - zuhause vor dem Fernsehapparat ist dies ja möglich, aber wir reden hier von "Sportlern". Ich bin kein Fußballmensch, aber ich gebe es zu, dass ich weiß: Sportlich aktiv zu sein sollte man nicht mit viel Alkohol und ungesunder Ernährung in Verbindung bringen. Vermutlich waren die Herren nicht sehr trinkfest, denn sie fingen allmählich an, sich so zu unterhalten, dass es nicht mehr geschmackvoll war.

 

 

 

Die offensichtlichen Spielerfrauen wurden umhätschelt und abgeküsst, der Gegner wurde belächelt, ein mit Schal und Softshelljacke bekleideter Jugendlicher entfernte sich vom Feld.

 

 

 

Der "Jugendliche" war ich.

 

 

 

Ich setzte mich wieder in meinen Golf. Für gute Laune sorgten sofort der tolle Klang des 115PS-Vierzylinders, die Musik aus dem USB-Stick des nachgerüsteten Pioneer-Radios, und überhaupt war ich zufrieden: Für einen Bruchteil einer durchschnittlich teuren Alufelge an den Opels der Fußballer hatte ich mir einen Wagen der Kompaktklasse gekauft, selbst ein wenig verändert und kann mich an einem Golf erfreuen, der selbst für die große Reise auf der Autobahn nicht einmal ungeeignet ist. Keine 135.000 Kilometer gelaufen, fängt er erst richtig an.

 

 

 

Da kann man sich an Stellen der Altherrenfußballer (die verloren haben, wie heute in der Presse zu lesen war) einreden, mit einem Opel, für den man jedes Jahr ein Vermögen beim FOH zur Inspektion ausgibt, ihn jeden Samstag poliert und Sonntags dann zeigt was man für ein tolles charaktervolles Auto fährt, richtig etwas herzumachen - wie lächerlich. Ich bin mir bewusst, dass ich mit meinem Golf kaum auffalle: VW-Freunde werden meinen Golf sofort in ihr Herz schließen, für viele andere ist er entweder unauffällig und einfach dabei oder ein langweiliges altes Auto, bei dem man sich fragt, wieso er nicht zum Abwracken freigegeben wurde.

 

 

 

Vermutlich war es bei den Altherrenfußballer-Opels so, dass die Kinder und Enkel ihnen das Geld gern gaben. Hätten die alten Leute sich für Peugeot, Renault, Ford, VW oder andere weniger geschickt beworbenen Marken entschieden, hätte man wohl gerufen, dass das nichts sei, aber weil es ja ein Opel war, so dachte man wohl, das sei langweilig, altbacken und für die paar Jahre wohl noch grade Recht. Auch wenn der Händler unfreundlich/frech und arrogant bediente - Hauptsache mit dem CDTI-Vetra vor dem Sportheim vorfahren, die Spielerfrau rauchend neben sich, man selbst mit leeren Taschen, aber vollem Bierbauch, und natürlich mokiert man sich überall über die Rente, den Staat und die Wirtschaft, markiert dort aber den ärmsten Renter und Großvater überhaupt, der eigentlich nichts versteht und kapiert, am laufenden Band von den jungen Leuten zurechtgewiesen wird, aber mangels Intelligenz immer das gleiche Zeug redet.

 

 

 

Es gibt auch Ausnahmen, wohlgemerkt, und ich sage euch:

 

Ich bin kein Engel, das sind wir alle nicht.

 

Ich möchte keine Automarken und Menschen schlechtmachen,

 

aber ich bin froh, einen Golf zu besitzen.


21.04.2011 10:58    |    BenutznameSchonVergeben    |    Kommentare (19)    |   Stichworte: 3er, BMW, E93

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Hui mal wieder ein Heulthread über Downsizing bei MT, hier speziell über das Ersetzen von BMWs R6 durch einen R4 Turbo. Wie neu und noch nie dagewesen! Eigentlich kein Grund das zu kommentieren, aber diesmal schreibe ich sogar nen Blog!

 

Wie kommts? Naja zufällig hab ich grad ne Probefahrt mit genau dem Motor hinter mir dem einige Leute bittere Tränen hinterherweinen.

Offensichtlich ohne ihn jemals gefahren zu haben, naja Trockenschwimmen is scho was tolles....:rolleyes:

 

Erfahrung mit dem im Thread angesprochenen Z4 SDrive 23i hab ich leider keine aber ein sehr sehr ähnlicher Motor ist ja auch im 325i Cabrio verbaut. Angestachelt von der ganzen Propaganda der R6-Fans hier und anderswo hatte ich für diese Probefahrt nur eine Erwartung: Ein Sound der mir ein Grinsen aufs Gesicht zaubert! Verbrauch und Durchzug waren mir erstmal wurscht.

 

Also Auto in Empfang genommen, eingestiegen, losgefahren, nichts gehört.

 

Ok klar erstmal Musik ausgemacht und Scheiben auf! An der nächsten Ampel ganz normal Gas gegeben und...

 

Motor? Hallo?

 

Naja waren ja auch nur 3000RPM. Also erstmal warm fahren, dann höher drehen. Rauf auf die Bundestraße. Gemütlich gecruist, Durchzug hat der Motor ja grad genug.

 

Runter von der Bundesstraße, rein in den Ort. Rechts ran gefahren, Verdeck aufgemacht. Mittlerweile hatte das Öl auch ne angemessene Temperatur für ein bischen Spaß erreicht.

 

Manueller Schaltmodus, im zweiten Gang mit 40Km/h aus dem Ort rausgerollt (war absolut nichts los).

 

Am Ortsschild vorbei und Vollgas!

 

Man bedenke: Auto komplett offen, Musik komplett aus. Den Drehzahlmesser hab ich einmal komplett über die Skala gejagt, von 2700 bis 7000 Umdrehungen!

 

Erwartet hab ich ein WRRRRROOOOOOOOOAAAAAAAAAMMMMMMMMM!

 

Ergebnis war leider ein bruuuuuuuuuuuuuuum...

 

Ich wollte absolut keinen Dönerbuden/McDonalds/Eisdielen-Racer Proll-Idioten-Sound. Ich finde es total angenehm beim geschlossenen fahren nichts vom Auto zu hören und auf der Autobahn keinen Hörsturz zu bekommen.

 

Aber, mit offenen Fenstern, offenem Verdeck und Vollgas habe ich von einem Sechszylinder einfach einen Sound erwartet der mir in Erinnerung bleibt und mich immer grinsend das Fahrzeug und den Motor zurückdenken lässt. Der wurde mir nicht geliefert!

 

Und jetzt verdammt nochmal was_ist_so_toll an dem kleinen 2,5l BMW R6? Bitte erklärt es mir!

 

-Er hat keinen tollen Sound, eigentlich gar keinen.

-Das Cabrio hatte 32tkm runter und einen Durchschittsverbrauch von 10,6l laut BC. Über 330km habe ich durchschnittlich 10,9l verbraucht. Nicht wirklich toll aber ok für Gewicht und Leistung.

-Die Beschleunigung ist gut. Aber auch nichts erinnerungswürdiges.

 

Ich hab absolut nichts gegen BMW. Ich liebe meine F650 und die meisten anderen BMW Motoren die ich erlebt hab haben mir sehr sehr gut gefallen. Nur den 325i, 523i und Z4 SDrive 23i trauer ich keine Träne hinterher. Geht, geht mit Gott aber bitte geht einfach!


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