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beni560

11.05.2012 10:13    |    beni560    |    Kommentare (4)

Testfahrzeug Mercedes SL R107 560 SL
Leistung 231 PS / 170 Kw
Hubraum 5547
Aufbauart Cabrio/Roadster
Kilometerstand 60000 km
Getriebeart Automatikschaltung
Erstzulassung 12/1989
Nutzungssituation Privatwagen
Testdauer mehr als 5 Jahre
Gesamtnote von beni560 4.5 von 5
weitere Tests zu Mercedes SL R107 anzeigen Gesamtwertung Mercedes SL R107 4.0 von 5
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Einleitung

In den über 11 Jahren, in denen ich meinen 560 SL besitze, hatte ich genügend Zeit, das Fahrzeug in puncto Verarbeitung, Qualitätsanmutung, Fahreigenschaften, etc. eingehend zu testen!!

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Karosserie

3.0 von 5

Die Baureihe 107, entwickelt in den 60er-Jahren ist in allen Punkten und Details ein sehr hochwertig verarbeitetes Fahrzeug!

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Testkriterien
Platzangebot vorn: eng geräumig
Platzangebot hinten: eng geräumig
Kofferraum: klein groß
Übersichtlichkeit: schlecht gut
Qualitätseindruck: minderwertig hochwertig
Fazit - Karosserie
  • + Das Fahrzeug ist in allen Punkten sowohl Karrosserie als auch Interieur sehr hochwertig verarbeitet

Antrieb

4.5 von 5

Der 560 SL ist das Hubraum- und Leistungsstärkste Modell der Baureihe 107 mit Kat. Mit seinen 5547 ccm und satten 231 PS gemessen an der Hinterachse, erziehlt er ein Drehmoment von über 380 NM!!

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Testkriterien
Motorleistung: schwach stark
Durchzug: unelastisch elastisch
Drehfreude: zäh agil
Getriebe/Schaltverhalten: schlecht gut
Verbrauch: durstig effizient
Reichweite: gering hoch
Fazit - Antrieb
  • + Der 560 SL war als Exportmodell, das stärkste Modell mit Kat. der Baureihe 107!

Fahrdynamik

4.5 von 5

Sehr agiles und durchzugstarkes Fahrverhalten - in den Presseberichten bei der Einführung des 560 SL auf dem Amerikanischen Markt meinte Versuchsingenieur und SL-Spezialist Manfred Flaig zu den Fahreindrücken beim 560 SL schwäbisch kurz und trocken: „ Das ist wie Rodeo.“

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Testkriterien
Wendekreis: groß klein
Beschleunigung: langsam schnell
Lenkung: schwammig direkt
Bremsen: schwach standfest
Fahrverhalten: unausgeglichen ausgeglichen
Kurvenverhalten: unsicher sicher
Wendigkeit: träge agil
Fazit - Fahrdynamik
  • + Als eines der letzten Versionen der Baureihe 107, das weiterentwickeltste Modell dieser Baureihe!!

Komfort

4.0 von 5

Sehr bequemer Roadster mit komfortablem Fahrwerkt, mit moderneren Sitzen mit mehr Seitenhalt ab Mopf 1985 - als 560 SL reiner 2 Plätzer mit Gepäckablage hinter den Sitzen - bei 560 SL mit Klimaautomatik!

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Testkriterien
Federung (komfortabel): schlecht abgestimmt gut abgestimmt
Sitze vorn: unbequem bequem
Sitze hinten: unbequem bequem
Innengeräusche: laut leise
Bedienung: kompliziert intuitiv
Heizung/Klimatisierung: schwach wirkungsvoll
Fazit - Komfort
  • + Sehr hochwertiges Interieur, als Mopf bequemere Sitze - 2-Plätzer

Emotion

5.0 von 5

Speziell der 560 SL ist als letztes und ausgereiftestes Modell der Baureihe als Exportmodell das Top-Modell der Baureihe 107 mit Vollausstattung.

Sehr sportliche und komfortable Fahrleistungen.

 

Der 560 SL, die Exportversion der Baureihe 107 (Baumuster 107048) ist in unseren Breiten nahezu unbekannt.

Von 1985 bis 1989 war er in den USA jedoch der SL schlechthin.

Lange musste sich der amerikanische Markt, infolge des sehr geringen Treibstoff-Bleigehaltes und verschärfter Abgaswerte mit doch recht mageren und sehr nieder verdichteten Motorisierungen bei der Baureihe 107 begnügen.

Dieser Umstand blieb natürlich auch bei Mercedes-Benz nicht verborgen, weshalb der 560 SL zum US-Modelljahr 1985/86 den amerikanischen Mark eroberte.

Infolge der nun in den USA besseren Benzinqualität mit einer Mindestoktanzahl von jetzt ROZ 96, konnte beim 560 SL auch die Verdichtung auf 9,0 angehoben werden und er war jetzt sogar noch minimal höher verdichtet als ein M 117.960 im 500 SL!!

Beim M117.967 waren beim 560 SL nun 231 PS und satte 380 Nm Drehmoment verfügbar, was ein deutlicher Fortschritt, zum vorher angebotenen 3,8 Liter Motor mit nur gerade 155 SAE PS, auf dem US-Markt war.

 

Der 5,6 Liter 117 E56 Motor war aus dem 5 Liter M117 entwickelt worden. Die Hubraumerhöhung um 20 % auf 5,6 Liter gelang durch die Verlängerung des Hubs von 85mm auf 94,8 mm bei unveränderter Bohrung. Die Kurbelwelle dieses Motors erhielt aus Gründen der Haltbarkeit acht Gegengewichte. Die Einlassventile erhielten

mit 46,2 mm einen grösseren Durchmesser.

Der 560 SL bekam für die USA die Getriebeübersetzung des in Europa angebotenen 420 SL.

Das Topmodell der Baureihe 107 für den US-Markt, besass ebenfalls die modernere Koppelachse sowie die Bosch KE-Jetronic und war keinesfalls eine billige „Ami-Ausführung“!.

Ganz im Gegenteil, denn zusätzlich zu den „Euro-Modellen“ wies der 560 SL als einziges Modell nebst ABS, Airbag und SRS, einen Knieaufprallschutz sowie Seitenverstrebungen in den Türen, als damaligen aktuellen Sicherheitsstandard, auf.

Die von vielen als „hässlich“ bezeichneten „US-Bumpers“ in Kombination mit dem „Vieraugen-Gesicht“ und der 3. Bremsleuchte auf dem Heckdeckel, sind übrigens, als weiterer gravierender Vorteil, rostfrei und verleihen dem 560 SL eine Gesamtlänge

von 4,58 Metern.

Als Prävention vor Diebstählen sind nur beim 560 SL diverse Fahrzeugteile ab Werk mit der VIN (Fahrzeugidentifkations-/Chassisnummer) versehen worden.

1. Front- und Heckstosstange

2. Motorhaube

3. Kofferdeckel

4. alle Kotflügel

5. alle Türen

6. Motorblock hinten links

7. Getriebe links vorne

8. Hardtop

Alle Original-Teile sollten die identischen so genannten „Labels“ enthalten.

Labels mit der Bezeichnung „R“ (für replacement) anstelle der FIN, lassen auf ersetzte Teile oder gar auf einen Vorunfallschaden schliessen.

Versuchsingenieur und SL-Spezialist Manfred Flaig meinte zu den Fahreindrücken beim 560 SL schwäbisch kurz und trocken: „ Das ist wie Rodeo.“

Kein Wunder also, das dies den Amerikanern gefiel, was sich in den

Verkaufzahlen abzeichnete!

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Testkriterien
Design: langweilig attraktiv
Temperament (komfortabel): ausbaufähig realisiert
Image: negativ positiv
Fazit - Emotion
  • + Sehr klassisches Design und letztes Chrommodell der SL-Baureihe

Unterhaltskosten

Verbrauch auf 100 km über 10 Liter
Inspektionskosten pro Jahr 100-300 Euro
Gebrauchtwagengarantie keine vorhanden
Werkstattkosten pro Jahr bis 200 Euro

Gesamtfazit zum Test

Aus diesen Gründen kann ich den empfehlen:

Speziell der 560 SL, welcher als Exportmodell auf dem amerikanischen Markt erhältlich war, wurde immer in Vollausstattung ausgeliefert, d.h. Leder, Klimaautomatik, Seitenaufprallschutz in den Türen, etc. etc. - das einzig bestellbare Zubehör war die Sitzheizung oder orthopädische Sitze!!

 

Das Modell erziehlt sehr gute Fahrleistungen bei einem Drehmoment von über 380 NM, ist aber auch sehr komfortabel fahrbar und zum cruisen geeignet, dies bei einem Teibstoffverbrauch von um die 12 Liter bei adäquater Fahrweise!

Gesamtwertung: 4.5 von 5
Das Testfahrzeug erhielt im Test durchschnittlich 4.5 von 5 möglichen Sternen
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14.05.2012 18:29    |    ML430

Glückwunsch zu deinem SL,

Zustand und Farbombination sind sehr schön!

Mein Traum wäre mal ein 107er-MoPf,

umgebaut auf die RÜF-Version des 560er,

also mit "inoffiziellen" 220 kW :cool:

Trotzdem behalte ich meinen weiterhin,

auch wenn der vergleichsweise etwas

untermotorisiert ist ;)

Immer gute Fahrt und viel Spaß mit dem SL.

Gruß

Dietmar


13.08.2014 11:19    |    AdamP

Hallo Beni,

dein Bericht ist zwar bereits 2 Jahre alt, aber ich besitze meinen 560er erst seit kurzem.

Ich würde mit dir gerne Erfahrungen tauschen.

Schöne Grüße aus Hemmingen/Hannover

Adam Podbial


Bilder

14.01.2015 01:39    |    winnerl

Hi,

 

vielleicht noch eine kurze Frage auf die ich keine Antwort fand.

Kann man die Bumbers einfach gegen die schlanke europ. Version ändern, also Amibumpers ab und europäische Stoßstangen dran, oder muss da mehr geändert werden.

Vielleicht noch, was kosten die europäischen Stoßstangen und wo findt man welche, nur beim Daimler?

 

Danke im voraus!

 

LGW


07.06.2015 14:50    |    Schaefer tst

Hallo Beni,

Ich habe seit einigen Monaten einen 560 SL mit nur 53000 km Laufleistung.

Der Wagen fährt wie ein Neuwagen.

Ich habe nur 1 Problem,wenn der Wagen Betriebstemperatur hat,habe ich ein Heulgeräusch im leerlauf und auch bei Teillast.

Das Geräusch ist aber nicht drehzahlabhängig.Ich habe nacheinender alle Keilriemen entfernt,aber das Geräusch änderte sich nicht.

Außerdem habe ich das AGR Venil blindgeschlossen,auch keine Veränderung.

Leerlauf und Fahrverhalten sind einwandfrei.

Mir kommt es so vor,als ob es vom Ansaugtrakt kommt.

Ich weiß mir keinen Rat mehr.

Vielleicht hast du noch eine Info,wo ich suchen kann.

MfG

Manfred Schäfer

schaefer-tst@t-online.de


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R107 / S203 / 230 GE

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