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Benelli - TRK 502 X

Die TRK 502 X steht hier im Mittelpunkt. Tipps & Tricks, Reiseerfahrungen, Links zu Tests/Reviews sowohl geschrieben, als auch zu Videos, Zubehör, etc.. Viel Spaß und Willkommen. Feedback jederzeit erwünscht.

25.03.2019 11:03    |    sophistson    |    Kommentare (11)    |   Stichworte: Benelli, Live, Reviews, Tagestour, TRK 502 X

Tagestourstart Saisoneröffnung nach PolenTagestourstart Saisoneröffnung nach Polen

Ein herzliches Hallo !

 

Nachdem am Freitag ja endlich die Zulassung geklappt hat, bin ich mit einer kleinen Berliner Mopedtruppe am Sonntag zur Saisoneröffnung gestartet. Los ging es Richtung Polen leicht verspätet, weil einer der Teilnehmer gleich mal seine persönliche, polizeiliche Saisoneröffnung hatte.

 

Die Tour war gut geplant, die Teilnehmer waren alle disziplierte Gruppenfahrer, gefahren wurde - meiner nötigen Motor-Einfahrzeit geschuldet - mit einem sehr moderatem Tempo, und das Hauptziel war ein sehr leckeres polnisches Restaurant.

 

Der Zweck der Tour waren keine Besichtigungen oder POIs etc, sondern das reine Fahren. :D

 

Deshalb an dieser Stelle auch meine ersten Fahreindrücke von den ersten 700KM. Als Vergleich dient mir ja leider nur die Honda NC 700 der Fahrschule.

 

Motor

 

  • Klar ist er noch rau, vor allem die ersten 100-200KM war das stark zu spüren. Mittlerweile läuft er bis 6000U aber recht samt, danach nehmen die Vibrationen zu. Hierzu werde ich aber in zukünftigen Beiträgen nochmal ein Update liefern.
  • Aber das wirklich beeindruckende am Motor ist die Kraft, die er konstant ab niedrigster Umdrehungen liefert. Ich bin beispielsweise im Standgasbetrieb im zweiten Gang eine längere Steigung von ca. 8-10 Grad hochgefahren. Das ging fast ruckelfrei, im ersten Gang, ohne jedes Ruckeln. Auch das Beschleunigen etwas unter 40kmh geht ohne schlagende Kette oder Motorhusten. Und zwar nicht im Schneckentempo, sondern zügig.
  • Auch im Gelände benötigt man die Kupplung nur zum Schalten.
  • Der Verbrauch lag die ersten 700KM bei 4,2L. Vermutlich wird er sich auf 4,0L einpendeln.

 

Getriebe

 

  • Leichtgängig
  • Präzise
  • Leerlauf ohne Suchen immer drin
  • Schaltwege zu lang
  • Positionierung fällt nicht auf, also gut.
  • Relativ kurz übersetzt. Gut für das Gelände und die Krafteinteilung, schlecht für schnelle Strecke. Der sechste Gang sollte länger übersetzt sein. Das würde den Reisekomfort erhöhen, auch wenn der Schritt zwischen 5ten und 6ten dann etwas aus dem Rahmen fallen würde. 6KU bei 120kmh.

 

Handling

 

  • Das Handling ist extrem beeindruckend. Die Honda war natürlich der Referenzwert, obwohl das Bike natürlich ein anderes Konzept hat. Aber die TRK 502 X beeindruckt durch eine Präzision und Leichtgängigkeit, die ich - trotz der positiven Testberichte - nicht erwartet hatte. Sowohl das klassische tourensitzende Herumkurven, als auch der sportlichere Einsatz mit mehr Druck auf dem Vorderrad überzeugen durch ihre Souveränität. Wobei es durch die Tankkonstruktion nicht gerade leicht ist, die Seiten enganliegend, schnell zu wechseln. Aber die Dicke ist ja kein Sportler. Trotzdem kann sie es im gesetzten Rahmen.
  • Die Stabilität ist eine echte Hausnummer. Egal, ob die Fahrt kurvig oder geradaus geht, ist fühlt man sich extrem sicher. Das ist neben dem guten Fahrwerk, sicher auch ein Verdienst des Gewichts.
  • Feedback zur Straße, wohl auch Dank der Metzler Tourance ist einwandfrei. Ich musste einmal in einer Kurve bremsen und hab ein tolles und gutmütiges Feedback erhalten. Sie war dort sehr gut zu beherrschen.
  • Das Handling bei langsamer Fahrt ist eigentlich auch okay, aber hier macht sich das Gewicht natürlich negativ bemerkbar. Da geht der Fuß dann auch schnell mal nach unten, sei es auch nur vorbeugend.
  • 240KG möchte keiner im Sattel schieben, erst recht nicht rückwärts...
  • Positiv zu vermerken ist der kleine Radius, der Lenker lässt sich sehr stark einschlagen. Die Afrika Twin musste wesentlich öfter bugsieren, bis sie aus einer kleinen Lücke draussen war.
  • Auch im Gelände lässt sie sich gut und gutmütig bewegen, schluckt gut ohne Schaukeln. Man darf sich aber nicht in eine moddrige Sackgasse bewegen. Da hört der Spaß wirklich gleich auf. Dann sind viele Muskeln gefragt...

 

Bremsen

 

  • Vorne sehr gut dosierbar, Bremshebelweg etwas lang. Zweifingerbremser haben es schwer. Die Einstellung des Hebelwegs erfordert eine Zange, weil das Rad extrem schwer zu drehen ist. Das ist schlecht, weil es Kratzer hinterlassen würde. Nur echte Handwerker und Pianisten können dieses Rädchen wahrscheinlich ohne Werkzeugeinsatz drehen. :p
  • Hinten ist die Dosierbarkeit nicht so gut. Ist auch bei leichtem Druck, schon recht starke Verzögerung. Aber der Bremshebel ist gut erreichbar, auch im Stehen.
  • Zu meiner Überraschung taucht die Gabel kaum ein. Aber das deckt sich ja mit der Erfahrung, die ich im Komfortbereich beschrieben habe. Zwei Seiten einer Medaille. Ist mir aber lieber so, so wie es ist.
  • ABS regelt sehr dezent, keine Reklamationen nötig, auf trockenem, nassen und schlammigen Untergrund. Man fasst schnell Vertrauen.
  • Bei trockenem Asphalt kommt man vorne nur in den ABS Bereich, wenn man das Gewicht etwas nach hinten verlagert. Dann geht der Hintern zwar auch hoch, aber nur minimal, weil am Vorderrad dann die Haftungsgrenze erreicht ist und das ABS eingreift. Sitzt man recht weit vorne, geht sie hinten ordentlich hoch, so dass man etwas lösen sollte. Die Reifen sind halt richtig gut ;)
  • ABS ist hinten abstellbar.
  • KEIN Kurven ABS

 

Komfort

 

  • Im Vergleich zur Honda ist der Federungskomfort deutlich höher, aber tatsächlich hatte ich erwartet, dass Fahrbahnunebenheiten noch besser geschluckt werden. Ich müsste mal eine GS bewegen, um das Vergleichen zu können. Oder noch besser, ein GS- oder Twin-Fahrer soll diesen Vergleich mal machen.
  • Die Sitzbank und Sitzposition ist genial. Breit, angenehmer und rutschfester Bezug ohne zu kleben, nicht zu weich, eher fest, aber durch die Breite sehr angenehm. Ich war auf der Tour sechs Stunden im Sattel, natürlich merkt man das, aber nach drei Metern ist das wieder vergessen. Kein Vergleich zur Honda, bei der ich nach drei Stunden schon deutlich abgekämpfter war und auch nach mehr als einer Stunde danach, die Belastung in den Armen noch merken konnte. Aber das ist natürlich auch wieder ein hinkender Vergleich, weil es eben ein anderes Fahrzeugkonzept ist. Es hilft nur etwas bei der grundsätzlichen Einordnung.
  • Wie wohl bei allen Reiseenduros ist die Sicht perfekt, das stehende Fahren leicht möglich, ohne Einschränkungen durch den Tank. Das betrifft wohl in erster Linie Fahrer mir langen Beinen, die ich trotz meiner 187cm nicht wirklich habe.
  • Der Stand ist bei mir nicht wirklich gut. Durch die relativ kurzen Beine, habe ich Mühe fest mit beiden Beinen plan zu stehen. Ich muss dabei ganz nach vorne rutschen und das Becken durchdrücken, so dass ich die Bank unter mir etwas einklemme. Aber so kann ich nicht wirklich schieben, weil an dieser Position meine Waden an die Fußrasten stoßen. Ich werde wohl um eine Anpassung der Bank nicht herumkommen.

 

Spaßfaktor

 

:D:D:D:D:D:D

 

Ich hoffe Euch hat dieser Artikel gefallen und dass er Euch hilfreich ist.

 

Beste Grüße

 

UPDATE: Bereich Bremsen eingefügt am 26.03.19

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