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Badlands Blog

Reiseberichte, Reisefahrzeuge und Co.

08.09.2020 18:39    |    Badland    |    Kommentare (53)    |   Stichworte: Kastenwagen, Master, Projekt, Projekt Selbstausbau, Renault

Vorab sei gesagt:

Es ist nur ein oberflächlicher Erfahrungsbericht mit einem Selbstausbauprojekt und KEINE Anleitung. Es besteht auch kein Anspruch auf Vollständigkeit, Detailgenauigkeit und Besserwissertum, weil es sich wie gesagt um einen Selbstausbau handelt. Die Qualität, Quantität und das Wissen dazu liegt in den Fähigkeiten des Erbauers.

 

Mai 2020

Die Corona Pandemie hat Deutschland fest im Griff und alle großen Events sind auf unbestimmte Zeit abgesagt worden. Ich bin nicht der einzige Camping-Liebhaber in meiner Familie der es auch aktiv betreibt. Meine jüngere Schwester kam wegen einer Wohnmobil/CamperVan Kaufberatung auf mich zu, weil sie genauso wie ich mit Camping groß wurde es immer wieder ausgeübt hat. Nach einigen Anzeigen-Sichtungen wurde ihr schnell klar, das im Preisrahmen von 10.000 Euro nur Grotten, ältere Fiat Alkoven und mehr oder minder gute Selbstausbauten zu bekommen sind. Letzteres brachte sie auf eine Idee. Sie selbst ist Handwerklich gut bei der Sache und hat schon einige Ihrer Möbel selbst nach eigenen Plänen gebaut, also dachte ihre Freundin "Wenn schon Selbstausbau, dann können wir das auch selber und machen alles nach unseren Vorstellungen" - Somit war das Projekt geboren.

 

Zu erst ging es auf die Suche nach einem passenden Transporter. Marke und Laufleistung waren erstmal zweitrangig, wichtig war ihr der Zustand und die Teilverglasung. Ich hatte ihr zwar gesagt, dass man Fenster auch nachrüsten kann aber sie wollte halt Teilverglasung - ist ja schliesslich ihr Auto. Ok nach einigen Sichtungen diversen Transits, Jumper/Boxer/Ducatos und Crafter, hat sie schliesslich einen Renault Master III, 620cm lang mit ca. 190.000km und 145PS gefunden. Der Zustand passte und ein Hochdach was Stehhöhe garantiert, hatte er auch. Sie wusste dass ich von Camping, der Technik und dem ganzen drumherum einiges an Ahnung habe und dass ich ihr mit Rat und Tat zu Seite stehe. Meine Aufgabe bestand also mehr im Denken, Organisieren, Beraten und Motivieren, also das was ich auch schon bei anderen Projekten gemacht habe.

 

Bevor der Ausbau startete wurde erst einmal beraten: Was will meine Schwester und ihre Freundin im Auto haben? Was wird dazu benötigt? Was ist an Werkzeug vorhanden und was muss noch organisiert werden? Wo kann man ein solches Projekt fertig stellen?

 

Ihre Freundin ist über Kontakte an eine Handwerks-Halle ran gekommen, wo die beiden ausserhalb der Geschäftszeiten an dem Teil schrauben konnten. Das war natürlich ein Glücksfall, weil die beiden somit viel Platz für Arbeiten ausserhalb des Vans hatten, so wie Stromversorgung und Sägen für den Holz-Zuschnitt. Meiner Meinung nach, ein entscheidender Faktor für die Ausbauqualität.

 

Der Grundriss

Im Vorfeld wurde sich Gedanken zum Grundriss gemacht, dieser ist an den klassischen VW California Grundriss angelehnt. Also hinten ein 200cmx140cm Längsbett, seitlich etwas versetzt, zweiteilig mit einer Art Schublade für das Fußteil. Davor eine Querdinette mit ausziehbarer Tischplatte. Damit diese Konstruktion mit den drei untereinander liegenden Schwerlast-Auszügen auch funktioniert, wurde das Bett ziemlich Hoch angesetzt. Unter der Tischplatte ist nochmal ein Auszug für die Kühlbox. Jetzt fragt sich bestimmt der ein oder andere "Wie funktioniert das denn?", das hab ich mich auch gefragt :p Es funktioniert und zwar ohne irgendwo hängen zu bleiben! Eine ziemlich ungewöhnliche Konstruktion für jemanden der keinen Tischlerberuf gelernt hat. Hinter dem Fahrersitz ist der Küchenblock installiert. Die Chemie Toilette ist in der rechten Sitzbank platziert. In die linke Bank kommt noch nachträglich eine Dieselbetriebe Luftheizung rein.

 

Bett in voller LängeBett in voller Länge

Bett im FahrzustandBett im Fahrzustand

 

Der Ausbau

Zu Beginn wurde der Laderaum erstmal komplett entkernt. Seitenverkleidungen, Türverkleidungen, Trennwand, Zurrösen und der Boden wurden ausgebaut. Danach wurde alles sauber gemacht und die Isolierung eingeklebt. An neuralgischen Stellen wurden Alubuthyl-Matten eingeklebt und drüber kam Armaflex XG mit 19mm Dicke. Der Boden wurde zusätzlich mit einem Gerüst aus Dachlatten 48x24mm wegen der Trittfestigkeit verstärkt, wurde aber genauso wie die Seitenwände und Dach isoliert. Auf die Isolierung kam die Bodenplatte wieder drauf.

 

Als nächstes kam die Elektrik, welche von einem Fachmann erledigt wurde - Sicher ist Sicher ;) Verbaut wurde ein 180Ah AGM Akku, dazu ein Votronic-Ladebooster damit der Akku auch während der Fahrt geladen wird, was den beiden sehr wichtig war. Für die Stromverteilung wurde ein Flachsicherungskasten verwendet. Um das Budget etwas zu schonen, wurde auf einen Elektroblock mit Netzvorrangschaltung integriertem Ladegerät verzichtet. Das bedeutet, dass das Licht, die Wasserpumpe, die USB-Steckdosen und die Kühlbox nur über die Batterie laufen, wobei die Kühlbox am Platz auch über 230V laufen kann und wahrscheinlich auch laufen wird. Die CEE-Landstromversorgung mit 3 Schuko-Steckdosen ist für sich allein installiert worden. Damit ihnen auf dem Campingplatz nicht der Strom ausgeht, wird die Batterie mit einem Ctek-Lader über Landstrom aufgeladen.

 

Oben im Dach wurde auf der Höhe des Betts noch eine Fiamma Vent Dachluke 40 x 40cm eingebaut.

 

Tag 1Tag 1

BodengerüstBodengerüst

BodenBoden

EinbaulochEinbauloch

frische Dachlukefrische Dachluke

 

Nachdem alles isoliert und die Elektrik soweit verlegt war, wurden die sichtbaren Seitenwände mit lackierten und gewachsten Pappelholzplatten verkleidet. Die Hecktüren und die Schiebetüren wurden mit Filz beklebt und da wurde zum ersten mal richtig Geflucht :D O-Ton "Diese scheiss Filzerei mach ich nie wieder!!!" Die Decke wurde vertäfelt und mit LED-Spots als Hauptlicht-Quelle versehen. Die Garage ist mit OSB-Platten und den ursprünglichen Transporter Innenwänden ausgekleidet, da sieht man eh nicht oft hin und wenn da Macken reinkommen ist es weniger schlimm ;) War also auch eine praktische Entscheidung es einfach so zu lassen.

 

Erste VerkabelungenErste Verkabelungen

CEE-AnschlussCEE-Anschluss

InnenraumInnenraum

SchiebetürSchiebetür

LED SpotsLED Spots

 

Der Möbelbau

Die Isolierung, die Elektrik und die Innenverkleidung haben ca. 6 Wochenenden in Anspruch genommen. Dann ging es an den Möbelbau, zuerst waren die Schränke an der Reihe.

Die Schränke wie auch die anderen Möbel sind nach dem Prinzip Gerüst aus Kantholz und mit Holzplatten verkleidet gebaut - leicht und Stabil genug. Da das Bett wie schon erwähnt seitlich versetzt geplant und eingebaut wurde, ist sind an der Beifahrerseite ein Oberschrank mit zwei Fächern hingebaut worden. Unten drunter in Höhe der Matratze nochmal zwei Schränke, die nach Oben öffnen und ca. eine Tiefe bis zur Oberkante Radkasten haben. Elegant gelöst wie ich finde. Ebenso praktisch finde ich die Klappenöffner die aus einem Stück Seil bestehen, diese haben den Vorteil das sie gleichzeitig als Anschlagschutz dienen. Der Oberschrank beim Bett hat seinen Zwilling auf der Fahrerseite über dem Küchenblock.

 

SchrankgerüstSchrankgerüst

SchrankwandSchrankwand

Oberschrank offenOberschrank offen

Oberschrank KücheOberschrank Küche

 

Der Küchenblock selbst, besteht auf der rechten Seite aus einer Schranktür dahinter sind 2 Kanister zu je 30l für Frisch- und Abwasser. Über den Kanistern ist ein handelsübliches Waschbecken mit Wasserhahn aus dem Baumarkt genommen worden. Der Schalter für die Pumpe ist hinter der Spritzwand angebracht. Links werden 3 Schubladen für Töpfe, Besteck und andere Sachen eingesetzt. Als Kochgelegenheit wird eine Elektroplatte fest eingebaut und die bleibt auch so lange drin, bis wir einen Gas/Spiritus Kocher gefunden haben der für Innenräume zugelassen ist.

 

KüchenblockgerüstKüchenblockgerüst

Waschbecken mit HitzeschutzblechWaschbecken mit Hitzeschutzblech

 

Die fest eingebaute Kochgelegenheit ist unter anderem Vorrausetzung für ein Wohnmobilzulassung, genauso wie die fest eingebauten Schränke. Festes Bett und Sitzgruppe ist optional, weil man in Großserien-Fahrzeugen auch Dinetten hat die man erst zum Bett umbauen muss - zumindest bei den älteren.

 

Da das Teil von vornherein nur als 2 Personen Mobil geplant war, hat die Dinette auch nur 2 Sitzplätze. Die Tischplatte mit einem Schwerlastauszug festgemacht die unters Bett geschoben wird. Wenn das ganze nicht stabil genug ist, wird noch ein Standfuß dazu genommen. Fahrer-und Beifahrersitz sind nicht drehbar.

 

EsstischEsstisch

 

Falls meine Schwester hier mitliest: Du kannst behaupten was du willst, das Außendesign ist an den Hobby Vantana angelehnt den ich Ende Juli bestellt habe :p :p :p Oder zumindest wurde davon Inspiriert ;) Zweck dieser Folierung war es, die Geisterschrift der Vorgängerbeklebung eliminieren.

 

Aussendesign FahrerseiteAussendesign Fahrerseite

 

Meine Rolle bei dem Projekt

Während die beiden Mädels den Ausbau bis auf den Elektrikteil wirklich komplett selber ausgeführt haben, war ich als Berater, Organisator, Stimme aus dem Off und meinen Erfahrungswerten dran beteiligt. Deswegen möchte ich auch drauf hinweisen, dass dies das Projekt der Mädels war und nicht meins. Nachdem zu Urteilen was ich von deren Baukunst gesehen habe, hätten die es auch allein hinbekommen. Ich hätte echt nicht gedacht, das es so gut wird. Das ein oder andere mal habe ich meine Meinung kund getan, wenn es erforderlich war. Meine Spezialität lag im Improvisieren, wenn was nicht so klappen wollte und oder ich habe auch schon mal das Kaninchen aus dem Hut gezaubert :D Zu meinen Aufgaben gehörte es auch mich um die Zulassungsvoraussetzung zum Wohnmobil zu kümmern, also die Arbeit begann wenn die beiden Feierabend machten. Manchmal musste ich meine Schwester und ihre Freundin aufbauen, weil etwas Partout nicht klappen wollte. Umso größer war hinterher die Freude wenn es fertig war. Ganz uneigennützig habe ich Material, Werkzeug und Catering gestellt. Das wir mit unseren Fahrzeugen mal eine gemeinsame Tour machen, reicht als Aufwandsentschädigung. So nun ist aber genug mit der Selbstbeweihräucherung :D :D :D

 

Persönliche Meinung zum Selbstausbau

Ich habe diesen Artikel nicht geschrieben um mich mit fremden Federn zu schmücken, vielmehr soll es anderen einen allgemeinen Blick in so ein Projekt geben. In der Kaufberatung gibt es regelmäßig Anfragen zum Thema Basis für Camperausbauten. Es sei gesagt, die Eierlegende Wollmichsau gibt es nicht. Mit der Suche nach einem guten Fahrzeug isses nicht getan. Man muss sich selbst die Frage stellen: Ist man dazu motiviert und Handwerklich geschickt genug um sowas bis Ende durch zu denken und fertig zu bauen? Viele Campingausrüster wie zum Beispiel Reimo bieten fertige Module zum Einbau an, die muss man aber auch bezahlen wollen und Anpassungsarbeiten sind auch da nötig. Isolieren muss man die Autos sowieso, da führt eigentlich kein Weg dran vorbei.

 

In den letzten Wochen kam den beiden immer wieder der Gedanke: "Wir werden damit nie fertig" oder "So langsam habe ich da keine Lust mehr drauf" da war häufig der Fall, wenn so kleine Friemelarbeiten erledigt werden mussten. Das ist ganz normal, um sowas kommt man nicht drum herum. Der Küchenblock und die Schränke wurden ein paar mal aus und eingebaut, weil man es Stück für Stück angepasst werden musste. Dazu kommen Fehler beim Ausmessen, ist nicht schön sowas aber kommt vor. Da macht man eben ne Pause, atmet durch und macht danach weiter. Im Extremfall macht man einfach Feierabend und fängt andern Tags frisch an. Man darf bloß nicht sein Vorhaben aus den Augen verlieren. Weil das Geld was man bis dahin investiert hat, bekommt man bei einem Verkauf nicht wieder wenn man abbricht. Da ich gerade beim Budget bin. Der Wagen hat 7500 Euro mit TÜV gekostet, der Ausbau allein hat nochmal das Gleiche verschlungen. Dazu kommen noch ein paar Hunderter für die erste Grundausrüstung und einer unvorhersehbaren Reparatur. Dafür konnte man den Händler allerdings nicht belangen, weil der Wagen in dem Fall ohne Garantie verkauft wurde, ohne diesen Passus hätten sie den Wagen nicht bekommen.

 

Also Geld in der Hinterhand sollte vorhanden sein. Klar für den Gesamtpreis hätte man auch ein gebrauchtes Wohnmobil von Stange haben können, aber es ging hier um das selber Bauen. Einen großen Respekt vor den Beiden, in welcher Qualität sie den Ausbau vollendet* haben.

 

Ich selber bin den Weg des einfachsten Widerstands gegangen und habe mir einen Neuwagen von der Stange gekauft. Dreimal so teuer und dreimal so lange Lieferzeit. Dafür brauche ich kein Handwerkliches Geschick und muss mir auch keinen Bastelraum suchen.

 

*Zum Zeitpunkt dieses Artikels war der Ausbau kurz vor der Vollendung.

Bauzeit inkl. Fahrzeugsuche ca. 3 1/2 - 4 Monate.

 

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08.09.2020 19:09    |    HerrMayer

Hej,

 

ich finde, das ist eine überaus schöne Beschreibung eines sehr sympathischen Projekts. Gefällt mir saugut. Wirkt alles sehr sauber, schnörkelos, strukturiert, durchdacht - bin sehr beeindruckt. Bis zu welchen Temperaturen wird man das Fahrzeug nutzen können?


08.09.2020 19:13    |    Badland

Ich denke die beiden werden jetzt nicht so die Wintercamper werden, war meine Schwester davor auch schon nicht. Weil noch Armaflex von einer angefangenen Rolle über war, haben die die Seitenwände im hinteren Bereich doppelt beklebt. Eine Luftstandheizung bekommt er noch im laufe des Jahres.


08.09.2020 20:29    |    HerrMayer

Ja gut - aber auch, wenn man Wintercamping nicht anstrebt, sind doch die thermischen Verhältnisse mit Blick auf Kondensationsfeuchtigkeit ein wesentlicher Aspekt bei der Konzeption solch eines Fahrzeugs. Habt Ihr Euch dazu Gedanken gemacht? Im Grunde ergeben sich durch die vielen Blechprofile, die man am Ende gar nicht gleichmäßig dämmen kann, so viele Kältebrücken, an denen das Kondenswasser einfach herunterläuft. Das ist jetzt einfach eine Frage, mitnichten ein Vorwurf.


08.09.2020 21:06    |    Badland

Nackte Blechteile gibt es eigentlich nicht mehr, ist alles beklebt mit Folie, Filz oder Dämmung. Man wird es ja sehen.


08.09.2020 21:13    |    PIPD black

Schönes Projekt.:)

 

Deine Bilder sind aber riesig. Ohne Scrollen und Verschieben sieht man gar nicht alles.


08.09.2020 21:41    |    PIPD black

Wichtig ist bei der Isolierung eigentlich nur, dass das ggfs. runterlaufende Kondenswasser abfließen kann und sich nicht irgendwo sammelt. Die Isolierung nimmt kein Wasser auf, das Holz nicht (ist gewachst) und Blech auch nicht. In einem Ausbauvideo hab ich mal gesehen, wie jemand Ablaufkanäle in die Unterste Schicht der Isolierung geschnitzt hat, dass das Wasser hinten rauslaufen konnte. Da gab es ne Öffnung unten in der Seitenwand.


09.09.2020 06:57    |    Badland

Mit den Bildern war das teils so gewollt wegen den Details, teils hab ich das selber nicht gemerkt weil der Laptop an der 42" Glotze angeschlossen war :D

 

Das mit der Hinterlüftung und dem Kondenswasser haben die indirekt gelöst, die Verkleidungsteile nicht nicht auf Kante geschraubt. Es gibt Wartungslöcher die von der Garage unterm Bett zugänglich und quasi immer offen sind. Auf Versiegelungen mit Dichtmasse wurde bis auf den Küchenblock verzichtet.

 

Der Wagen wird zwar bis zum Wochenende Urlaubsfertig sein, aber fertig sind die damit noch lange nicht. Das Auto ist jetzt auch noch vorläufig als Leicht-LKW zugelassen. Zur Wohnmobil-Abnahme werde da noch mal mit müssen.


09.09.2020 09:30    |    wollvo22

Ein schöner Bericht zu einem tollen Projekt! Freue mich schon auf erste Eindrücke (aus zweiter Hand) vom Camper im Einsatz. :D


09.09.2020 10:35    |    Badland

Wenn er fertig ist und seine Wohnmobil-Zulassung hat werde ich Bilder und nen kleinen Text nachreichen, weil ein eigener Blogartikel dazu lohnt sich nicht.


09.09.2020 10:50    |    PIPD black

Werden die Scheiben hinten eigentlich noch getönt?

Und/oder kommen da noch Rollos/Gardinen/o.ä. da ran?


09.09.2020 11:27    |    Badland

Muttern näht da Gardinen für. Ich hab denen Tönungsfolie vorgeschlagen


09.09.2020 11:42    |    PIPD black

Ich wäre für beides.:cool:


09.09.2020 11:47    |    Badland

Ich hab denen auch einen Wasserhahn aus dem Camping Zubehör angeraten, wegen dem Integrierten Pumpenschalter. Ihre Antwort "Nee die normalen finden wir aber schöner!"


09.09.2020 11:52    |    PIPD black

Irgendwann kommen sie selbst drauf.:p


09.09.2020 14:18    |    Grasoman

Hast du mal beim Gewicht mitgerechnet? Das ist ne wichtige Größe. Wer "zu normale" Teile verbaut, der ist in Summe schnell bei einem recht hohen Gewicht. Also lohnt es sich, immer mal auf besonders leichte Realisierungen zu setzen. Leichte Hölzer, leichte Kunststoffe, usw. Und auch bei den verbauten Sachen und dem Zeug, was reinkommt wie Geschirr, Besteck, usw.

 

Wir haben mal einen Hymer Eriba 650 von 1977 auseinander genommen. Da war beeindruckend, wie leicht der ganze Innenausbau in den Einzelteilen war und trotzdem 40 Jahre gehalten hatte.

Was wog er vorher (Waage) und was wiegt er jetzt? Also mit gefüllten Wassertanks und so.


09.09.2020 14:55    |    PIPD black

Was mir jetzt so beim Betrachten des Ausbau noch aufgefallen ist: ich weiß jetzt, warum in den meisten Vans die Küchenblöcke in der Schiebetür stehen. Natürlich fürs Kochen im Freien und zum anderen hat man auf der gegenüberliegenden Seite die Möglichkeit sich gegenüber zu sitzen und bei gedeckten Frühstückstisch nochmal aufstehen zu können. Das funktioniert in der jetzigen Ausbaustufe für denjenigen, der zwischen Bett und Küchenblock sitzt, wohl nur schwerlich.....oder der Tisch muss eben abgeräumt und eingeschoben werden.


09.09.2020 17:16    |    Badland

Also:

Der Wagen wurde Anfangs beim hiesigen Landhandel via LKW Waage mit 2060kg gewogen, da war die Trennwand schon draussen.

 

Letzten Freitag hatte er ca. 2700kg. Da war der Akku, das Bett inkl Matratze, die Kühlbox, die Tischplatte, das Porta Potti das Material des Küchenblocks sowie die Sitzflächen der Hocker aus OSB drin. Ich denke im fahrfertigen Zustand hat er knapp 2900kg.

 

3500kg darf er haben.

 

PIPD, du hast Recht in den Standard Grundrissen ist es bequemer, aber so gehts auch.


09.09.2020 17:43    |    PIPD black

Nach ein paar Ausflügen wird man merken, wo es noch fehlt oder kneift und ob man damit leben kann oder nicht. Da was umzustellen dürfte ja kein großes Problem sein, wenn man will.


09.09.2020 18:24    |    ToledoDriver82

Cooles Projekt, wenn auch nicht dein eigenes. Ich gestehe, ich schau mir gern Videos zu solchen Ausbauten an und finde es immer wieder interessant, wie unterschiedlich die Leute das angehen, welche Lösungen sie sich einfallen lassen und natürlich welche Probleme auftreten bzw woran man nicht gedacht hat.

Klasse was die Mädels da auf die Beine gestellt haben, ich wünsche ihnen viel Spaß bei der Nutzung.


10.09.2020 06:38    |    Badland

Den Artikel musste ich gerade noch etwas ab ändern. Nicht meine Schwester hatte die ausschlag gebende Idee für das Projekt, sondern Ihre Freundin. Ich hab den Ursprungstext also geändert von:

 

Zitat:

Sie selbst ist Handwerklich gut bei der Sache und hat schon einige Ihrer Möbel selbst nach eigenen Plänen gebaut, also dachte sie sich "Wenn schon Selbstausbau, dann kann ich das auch selber und mache alles nach meinen Vorstellungen"

in

Zitat:

Sie selbst ist Handwerklich gut bei der Sache und hat schon einige Ihrer Möbel selbst nach eigenen Plänen gebaut, also dachte ihre Freundin "Wenn schon Selbstausbau, dann können wir das auch selber und machen alles nach unseren Vorstellungen"


10.09.2020 08:01    |    Badland

Zitat:

@PIPD black schrieb am 9. September 2020 um 17:43:19 Uhr:

Nach ein paar Ausflügen wird man merken, wo es noch fehlt oder kneift und ob man damit leben kann oder nicht. Da was umzustellen dürfte ja kein großes Problem sein, wenn man will.

Hinter dem Beifahrersitz soll noch ein Schrank platziert werden und daran wollen die eine Mehrzweckplatte für den Aussenbereich andübeln.

 

Ein "Sonnensegel" festgemacht mit Magneten soll er auch noch bekommen. Am Wochenende fahren die erstmal Richtung Bodensee zum testen.


10.09.2020 08:05    |    PIPD black

Haben sie auch Auffahrkeile und Stützen dabei?


10.09.2020 08:11    |    Badland

Die waren gestern bei Obelink und das war sie vergessen haben, hab ich denen vorerst geliehen.

 

Ein 30m CEE Kabel haben die jetzt auch und ich hab mein überflüssiges Zubehör nicht mehr in der Garage liegen. Vom Vorbesitzer des Wohnwagens hab ich nämlich seine komplette Ausrüstung dazu bekommen, weil er das Campen aufgeben wollte.


10.09.2020 08:17    |    PIPD black

Da fällt mir noch ein ein: Wenn so ein Van quasi dauerbeladen rumfährt.....a) wie gut ist da noch das Fahrwerk und b) muss da noch was nachgerüstet werden? Stärkere Federn oder Zusatzfedern oder einfach nur frische Dämpfer?

 

Lichteinstellung prüfen wäre auch noch ein Thema.;)

 

Auch wenn man alles beim großen O bekommt, bei der Masse alles zu greifen, ist schwierig.....was man braucht, weiß man erst, wenn man ein paar mal los war. Dann packt man das fehlende ein und das überflüssige aus. Letzteres hab ich 3x gemacht. Inzwischen fährt nur noch mit, was auch gebraucht wird.


10.09.2020 08:27    |    Badland

:p

 

1. Das Fahrwerk der ausgebauten Ducatos entspricht der Serie und meines Wissens nach ist das bei den Mastern von Ahorn Camp auch so. Schwächen hat das Fahrwerk sowieso, das Auto hat ja auch schon >190.000km auf der Uhr.

 

Die Lichteinstellung passt und der Urlaub in Süddeutschland wird zeigen, was sie noch brauchen und was raus kann. Nachdem die Standheizung drin ist, geht es zum TÜV für die WoMo Zulassung.


10.09.2020 08:39    |    PIPD black

Genau deshalb muss man da nen Blick drauf haben.

Bei den Pickups mit Wohnkabinen ist es ja auch Usus, dass man da an der Federung rumschraubt, z. t. aus Notwendigkeit zur Auflastung aber auch weil man immer voll beladen unterwegs ist. Für Dauerbeladungen andere Art gibt es da unterschiedliche Blattfedern abhängig vom Gewicht der Beladung.

 

Bei den Wohnmobilen hab ich die Optionen bzgl. Zusatzfederung auch schon gesehen. So ungewöhnlich ist das nicht. Sind ja meist nur ein Satz Federn (Spiral oder Luft) und Halter + TÜV-Abnahme. Gerade wenn man beladene Transporter nicht gewohnt ist, vllt. eine Überlegung und Investition wert.


10.09.2020 09:31    |    Badland

Schwesterchens Firmenwagen ist nen MB-Sprinter :p

 

Wie sich das Fahrwerk verhält wird man sehen, wichtig wird jetzt erstmal die Abnahme zum WoMo.

 

Die Batteriehaltung auf den Bildern ist mittlerweile auch schon besser befestigt worden, da wird der TÜV auch nichts zu meckern haben.


10.09.2020 10:53    |    Badland

@PIPD black

 

Um jetzt mal Klarheit zum Fahrwerk zu schaffen. Ich hab gerade in die Papiere geguckt, der Vorbesitzer des Van war ein Betonbau Unternehmen und unten im ZB1 unter Punkt 22. steht neben der 3to Anhängerkupplung auch, dass er ein Heavy Duty Fahrwerk besitzt, wird wohl das Äquivalent zum Maxi bzw. Heavy Fahrwerk der Ducato Drillinge sein.

 

Mehr weiß ich dazu im Moment nicht.


10.09.2020 11:04    |    PIPD black

Das hört sich doch ganz gut an.:)

Allerdings mußte er beim Betonbauer wohl auch ordentlich knechten.

 

 

Aber schön zu lesen, dass das auf- und annimmst.:)


10.09.2020 11:11    |    Badland

Ja du hast mich ehrlich gesagt damit etwas überrumpelt. Ich hab das alles auf Smartphone (endlich ist das Ding mal nützlich) und von daher kann ich immer mal schnell nachschlagen und nachlesen.

 

Heut morgen aber hatte ich tatsächlich mal etwas zutun hier im Büro :D


10.09.2020 13:29    |    pico24229

Ziemlich schick, sieht ja fast aus wie gekauft!


10.09.2020 13:45    |    Badland

Besten Dank, ich werde es ausrichten. :) Ich bin auf deren praktische Erfahrung nach der Generalprobe gespannt.


11.09.2020 10:10    |    E220Coupe

Glückwunsch an die Mädels für diese saubere Arbeit!

Ich habe selbst einen Kastenwagen ausgebaut und weiß daher, wie kniffelig das alles ist. In so einem Kastenwagen ist ja nichts gerade oder im rechten Winkel, das ist schon eine Herausforderung. Das Verkleben von Filz habe ich bei mir gelassen, bin aber neidisch darauf,wie gut das bei Euch aussieht ;) Also die Arbeit hat sich gelohnt, ich wünsche ganz viel Spaß mit dem Selbstausbau!


11.09.2020 22:34    |    Cherusker123

Glückwunsch zum Familienprojekt, die Bauzeit ist super, manche brauchen 1 Jahr, bei mir hat's 6 Monate gedauert. Interessant auch einige Sorgen im Forum z. B. über die Isolierung bzw Kältebrücken und die Tragfähigkeit des Fahrgestells. Bei Hymer, Pössel & Co werden max 10mm Platten zwischen Möbel und Blechwand lose eingelegt, nur leichtfpr die Montage fixiert. Ecken und Profile bleiben frei, die Platten werden nicht mit dem Blech verklebt, somit keine Dampfsperre. Zusatzfedern bzw Luftfedern sind nicht nötig, die machen nur Sinn bei den 3,3 Tonnen, da braucht man die für die Auflastung auf 3,5 to.

 

Der Renault mit Nissan Diesel Triebwerk ist eine gute Wahl, der zieht besser als die Fiat Triebwerke und ist sparsamer, Getriebe können aber Probleme machen.

 

Die Raumaufteilung ist sehr individuell, ich möchte auf meinen Toilettenraum gerade in Coronazeiten nicht verzichten und geniesse auch die gemütliche Dinette mit Drehsitzen

Geduscht habe ich im Kastenwagen noch nie.

 

Interessant ist immer die Meinung nach dem 1. Jahr im Sommer sowie im Winter, was würde ich anders bauen?

 

Ich wünsche den Mädels auf jeden Fall viel Freude mit dem Eigenbau, sie können stolz auf Ihr Projekt sein

 

Glück auf Cherusker123


12.09.2020 10:33    |    Badland

Ich soll euch alle mal Grüßen und für eure positiven Rückmeldungen danken :)

 

@ToledoDriver82

 

YouTube Videos haben die beiden auch Massenhaft gesehen, gefühlt kennen die jetzt bei YouTube jeden Selbstausbau :D :D :D

 

Das Projekt ist zu 99% Urlaubsfertig, es fehlen nur noch der Kocher, die Sitzpolster und die Gardinen. Die kommen aber heute rein. Der Küchenblock ist mittlerweile komplett. Die Wassertanks sind mit Spanngurten gesichert, dazu wurden zwei ehemalige Zurrösen aus der Bodenplatte verwendet und die Gurte haben jeweils 250kg daN.


Bild

16.09.2020 20:21    |    bmwlove321

Hallo, das ist ja ein tolles Projekt. Super Idee, wenn man gerne handwerklich aktiv werden möchte und sich gleichzeitig eine schöne Alternative für den nächsten Urlaub überlegt hat. Definitiv viel Inspiration und eine eigene Überlegung wert :)


17.09.2020 06:56    |    Badland

Danke, ich werde es ausrichten. :)

 

Eine Urlaubsalternative hat sie ja in dem Sinne nicht gesucht. Sie geht Campen weil sie es gerne macht und nicht weils gerade Trendy ist, trotzdem wird auch weiterhin ab und zu mal wegfliegen. Meine andere Schwester ist von der Sache auch schon etwas angefixt, aber die schielt eher auf meinen Hobby Vantana wenn ich ihn habe.

 

Einmal Camper, immer Camper. Die Leidenschaft ändert sich nie, höchstens das Gefährt :D


28.10.2020 13:26    |    PIPD black

Zitat:

@Badland schrieb am 10. September 2020 um 13:45:52 Uhr:

Besten Dank, ich werde es ausrichten. :) Ich bin auf deren praktische Erfahrung nach der Generalprobe gespannt.

Wie sind denn nun die ersten Erfahrungen?


28.10.2020 18:28    |    Badland

Also....

 

Das Auto ist mittlerweile fertig, alle Schränke sind drin und die Wohnmobil Zulassung hat es auch. Eine Dieselstandheizung von Autoterm (Planar) mit 4KW Leistung (war nur minimal teurer als die 2KW Version) kam ebenfalls ins Auto.

 

Der TÜV hat quasi auf eine Elektrokochplatte für die Zulassung bestanden, ein ebenfalls zulässiger Spiritus Kocher wie zb. Dometic Origo war gebraucht zu teuer und Neu nimmer zu bekommen. Für den Innenbereich zugelassene Gaskartuschen-Kocher haben wir trotz intensiver Suche nicht gefunden. Es steht zwar überall drauf "auch für den Innenbereich", eine TÜV-konforme Zulassung konnte uns aber kein Hersteller vorlegen.

 

Der Wagen steht aber gerade mit einem Frontschaden in der Werkstatt :(

Ein Kurierfahrzeug ist beim rückwärts fahren in die vordere Ecke auf der Fahrerseite reingeknallt. Stoßstange, Scheinwerfer und Kotflügel im Arsch.


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