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25.06.2022 10:45    |    Badland    |    Kommentare (17)    |   Stichworte: Fehmarn, Hobby-Wohnwagenwerk, Nordkapp, Norwegen, Schweden, Vantana

Kleine Vorgeschichte

Bekannterweise war ich 2019 mit dem Gespann in Norwegen. Während der Tour flammte immer wieder der Wunsch auf weiter nach Norden zu fahren, was mir mit dem Gespann allerdings zu stressig geworden wäre. Deshalb beschloss ich dass mich Skandinavien auf anderen Wegen noch einmal wieder sieht. Eigentlich wollte ich diese Tour schon 2021 fahren. Leider schränkte das C-Virus und der knappe Auslieferungstermin des Vantana die Urlaubsplanung etwas ein, so dass nichts aufwendiges Final planen konnte. Ich wollte nicht auf blauen Dunst Fähren buchen und Ausrüstung kaufen, die ich vorher nicht hätte testen können. Dazu wäre ich mit einem Auto los gezogen welches nicht eingefahren und mir noch unbekannt ist - Blindkauf eben.

 

Was ich vorab geplant habe

Auf den beiden letzten Urlaubstouren habe ich am Beladungskonzept gefeilt, schliesslich habe ich im Kastenwagen weniger Platz als im Wohnwagen mit der fahrenden Abstellkammer Namens Caddy. Mit etwas umpacken und ein paar zusätzlichen Halterungen habe ich mir mehr Platz geschaffen. Ich bin ja auch 3 1/2 Wochen unterwegs und habe keinen Fahrradträger wo ich noch eine Kiste drauf schnallen kann. Tourentechnisch gehts über die Vogelfluglinie, der Öresundbrücke folgend nach Malmö, von da aus über Göteborg zum Vänern entlang der E45 nach Norden. Über die Streckenverhältnisse habe ich mich hier im Forum informiert. Als Kartenmaterial nutze ich einen großen Skandinavien Atlas der mich schon in Norwegen begleitete und zur Zielnavigation Google Maps. Mancher Alleinreisender kennt das Problem dass man sich nach "Feierabend" manchmal langweilt. Dafür habe ich eine Schwanenhals-Tablethalterung besorgt die ich an den Tisch und Schränke montieren kann. Als TV-Ersatz habe ich einen 17" Laptop dabei. Für Freiluft Abende habe ich mir aufgrund der Packmaße einen Faltstuhl und einen Klapphocker mit Tischplatte eingepackt, dass reicht für meine Zwecke. Einen Grill hatte ich überlegt, aber für mich allein lohnt sich das nicht.

 

Ich wollte mir erst noch vorsichtshalber ein Reserverad mit entsprechendem Wagenheber besorgen, stelle aber fest dass ich bei dem Auto in freier Wildbahn mit meinem Handicap eh keine Chance hätte das Rad zu wechseln. Da die Strecke aber recht gut sein soll, fahre ich ohne und muss im Notfall eben auf Pannenhilfe warten. Für den Fall dass ich mich freigraben oder aufm dem CP irgendwas berichtigen muss habe ich mir einen 80cm Auto-Spaten gekauft.

 

Was das Thema Mücken angeht, hab ich mir einen etwas höherpreisigen Mückenschutz besorgt und dazu noch einen Schutzhut.

 

 

Die Anreise

Erst hatte ich gedacht, dass ich bis in die Gegend um Malmö die 650km in Eins durchziehe. In Anbetracht meiner extremen Launen, habe ich mich doch entschieden auf Fehmarn zu stoppen und Morgens ausgeruht auf die Fähre zu gehen. Im angenervten Zustand leiden meine fremdsprachlichen Kommunikationskenntnisse, dass ist eher Semi bei der Stellplatzsuche. Nach einem Stopp auf einem Campingplatz wo ich nochmal alles sortiert, aufgefüllt und leer gemacht habe, ging es los. Fähre und Öresundbrücke verliefen flüssig ohne Verzögerungen, ein Navi brauchte ich nicht, um die richtige Route zu finden reichten die Straßenschilder. Das galt auch für Schweden, da ich mir vorher die Route angeguckt habe, brauchte ich nur der E45 und entsprechenden Schildern folgen. Da ich im Vorfeld auf verschiedenen Seiten gelesen hatte, dass es in Süd Schweden entlang der Hauptverkehrsroute ab und an zu gezielten Überfällen auf Reisemobile kommt, entschied ich mich diesen Bereich schnell zu verlassen und mir ausserhalb der Ballungszentren was zu suchen. Ein bewachter Stellplatz am Saab-Museum in Trollhättan war schon voll, also bin ich weiter Richtung Norden. Stehen geblieben bin ich dann in zweiter Reihe in Vänersborg am Yachthafen. Meine ersten 400km in Schweden waren stressfrei und die Tempolimits konnte ich gut einhalten

 

Das Vorhaben während der Tour schon Blogartikel zu schreiben bzw. zu veröffentlichen musste ich schnell begraben, weil ich in den 2 1/2 Wochen nur 1x auf einem Campingplatz in Schweden stand, der aber kein WLAN hatte und 1x stand ich am Vänern an einem Yachthafen der das selbe Problem hatte - Sanitäranlagen ja, aber kein WLAN.

 

On the Road Videos gibt es leider keine, weil im Bild immer ein Teil der Halterung zu sehen gewesen wäre und dass hätte mich genervt, besonders wegen der Fokuseinstellung :(

 

20220608 20220608


25.06.2022 17:52    |    bronx.1965

Liest sich gut und macht Lust auf mehr! :cool:

Daumen hoch.

25.06.2022 18:31    |    Badland

Danke :)

 

Teil 2 ist schon in Arbeit, aber heute musste ich erstmal den Camper von Aussen sauber schrubben. Allein die Front hat mich geschlagene 2 Stunden Arbeit gekostet, obwohl ich mit Insektenentferner vorbehandelt habe. Nun ist die Flasche leer und mir tut alles weh. Insgesamt saß ich knapp 4 1/2h dran, mit Teleskopwischer und Leiter. Von Innen muss ich nicht mehr viel tun, während meiner 3 Nächte Urlaubs Chill-Out auf Fehmarn habe ich mal 2h investiert und ihn schon mal Innen geputzt.

25.06.2022 18:37    |    bronx.1965

Skandinavientour und Mücken"front" sind im Sommer untrennbar. :D

Aber wem erzähl ich das. Kann mir lebhaft deinen Einsatz vorstellen.

So eine Reisemobilfront ist ja noch einmal eine ganz andere Hausnummer als eine Pkw-Front oder, wie in meinem Fall damals der T 3 / T 4.

 

Zitat:

Teil 2 ist schon in Arbeit(...)

Danke. Das freut mich. ;)

25.06.2022 18:49    |    Badland

Mit dem Caddy bin nach der Norwegen Tour einmal mit dem All In Programm durch die Waschstrasse und sauber war der wieder. Am Wohnwagen musste ich auch kaum was tun.

26.06.2022 10:51    |    PIPD black

Moinsen

 

Nun komme ich auch endlich zu lesen. Hatte nur die Vorschau gesehen und dachte, das wäre ein längerer Artikel. Nun bin ich fast enttäuscht, dass er doch so kurz ausfällt. Aber gut zu lesen und Nachschub ist in Arbeit.:D

 

Dein Putzprogramm kann ich mir gut vorstellen.

Ich muss mal an den Mokka bei. Der senkrechte Vizor zieht das Zeug auch magisch an und ist nur so zugepflastert.

26.06.2022 11:13    |    Badland

Keine Sorge der zweite Teil geht von Vänersborg bis Narvik, wird also etwas länger :p :D

27.06.2022 13:17    |    _RGTech

Frage: wo bist du jetzt eigentlich hingefahren?

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Nordkapp

https://de.wikipedia.org/wiki/Nordkap

Die Schreibweise "das Nordkapp" irritiert hier völlig. Entweder "nach Nordkapp" oder "ans/zum Nordkap". Oder, damit das komplett wird, "zur Nordkapp" - aber ich glaube, das isses nicht:

https://de.wikipedia.org/wiki/Nordkapp_(Schiff,_1996)

:p

27.06.2022 13:24    |    PIPD black

@_RGTech

Die Frage erübrigte sich vollends mit der gestrigen Veröffentlichung des zweiten Artikels und des bebilderten Zielortes.

https://www.motor-talk.de/.../...eis-zur-e6-zum-nordkapp-t7303948.html

27.06.2022 13:26    |    _RGTech

Deswegen isses aber immer noch verwirrend/falsch geschrieben ;)

27.06.2022 13:33    |    PIPD black

Wird sind immer noch bei MT und nicht im Rechtschreib- und Grammatik-Forum.:rolleyes:

27.06.2022 13:57    |    Badland

Soviel zum Thema....

 

Soll ich noch weitere Artikel veröffentlichen oder willst du jetzt jedes Mal auf Kleinigkeiten rumreiten @_RGTech ?!

27.06.2022 13:59    |    _RGTech

Macht doch was ihr wollt.

27.06.2022 14:17    |    Badland

Ich frag halt nur.

 

Soviel ich weiß ist Nordkapp die norwegische Schreibweise. Wenn man unter Menschen vom Nordkap spricht, denken die 95% an den Felsen in Norwegen. Deshalb halte ich es für weniger relevant auf solch Kleinigkeiten acht zugeben, weil hier eigentlich jeder weiß was gemeint war

 

Grobe Rechtsschreib- und Grammatikfehler versuche ich wegen der guten Sitten natürlich zu vermeiden. Wir sind ja hier nicht auf Facebook :D

29.06.2022 19:53    |    bronx.1965

Zitat:

Soviel ich weiß ist Nordkapp die norwegische Schreibweise.

Exakt! Im übrigen ist Norwegen zweisprachig.

Was den Wenigsten bekannt ist.

Daher ist es Haarspalterei, hier auf der Schreibweise für das Nordkap herumzureiten.

29.06.2022 20:07    |    Badland

Oben in Troms og Finnmark wird auch noch Nordsamisch und Kvenisch gesprochen. Ich finde sowieso das die Skandinavier eine ziemlich große aktive Sprachvielfalt haben und lehren, da läuft Mitteleuropa ziemlich hinterher. Bei mir scheitert es ja schon am englischen wenn ich es nicht regelmäßig spreche. Das finde persönlich auch eher Semi, hab deswegen beschlossen was dagegen zu tun.

29.06.2022 20:13    |    bronx.1965

Ich glaube die ganzen Dialekte würden hier auch den Rahmen sprengen. Daher habe ich mich auf die obige Feststellung beschränkt.

Nordsamisch und Kvenisch reicht bis Schweden hinein. Habe ich mir mal erklären lassen.

Nynorsk wird übrigens in Südnorwegen und um Oslo herum abwertend betrachtet. Provinziell, die Sprache der "einfachen Leute". (Deswegen ja auch landmål genannt)

Ein weites Feld. . .

30.06.2022 00:05    |    el lucero orgulloso

Es ist allerdings absolut beeindruckend, wie gut (und vor allem auch wie bereitwillig) Skandinavier englisch sprechen.

Das war letztes Jahr in Schweden wirklich sehr angenehm - man musste nirgends auch nur die leisesten Bedenken bezüglich der Verständigung haben.

Ein lächelndes "hejhej" vorneweg, ab da englisch, und man konnte wunderbar kommunizieren. :)

Deine Antwort auf "Auf dem Weg zum Nordkapp - Vorbereitung und Prolog"

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