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Autos - Erfahrungen und Emotionen

Mein automobiler Erfahrungsbericht (enthält Werbung, da Markennamen genannt werden)

30.05.2021 01:01    |    VentusGL    |    Kommentare (0)    |   Stichworte: 5er, BMW, E39

Hallo Motor-Talker,

 

im letzten Artikel hatte ich geschrieben, dass der E39 offensichtlich schon länger Hydrauliköl am Behälter verliert und habe mich nun darum gekümmert. Wahrscheinlich leiden alle E39 altersbedingt darunter, doch das Problem zu beheben ist wirklich nicht schwer.

 

Mai 2021. Nach erfolgtem Motoröl-Wechsel und etwas größerem Aufwand am Kühlsystem galt es noch das Austreten des Hydrauliköls zu beheben. Der Sauerei im Motorraum und der fast leeren ATF-Öl Flasche im Kofferraum nach, besteht die Undichtigkeit schon länger. Warum man der Sache nicht bereits nachgegangen ist, bleibt mir schleierhaft. Ständig das ATF-Öl nachzukaufen und nachzufüllen ist auf Dauer teurer und mühsamer, als die notwendigen Teile zu erneuern.

 

Zu erst habe ich die Dichtung am Deckel des Behälters getauscht sowie mich den beiden daran angeschlossenen Leitungen gewidmet (Ansaug- und Kühlerrücklaufleitung). Sie sind werkseitig mit Klemmschellenbefestigt, die man natürlich nicht nachziehen kann. Also war der Plan, die originalen Schellen zu lösen, das geklemmte Schlauchstück wegzuschneiden, den Schlauch hochzuziehen und mit Schraubschellen wieder richtig festzuziehen. Auf die Tour braucht man erstmal kein Öl ablassen oder absaugen und hat keinen Ölaustritt.

 

Nach Entfernen des Luftfilterkastens kam man gut an beide Schellen dran, die durch aufbiegen entfernt werden konnten. Auch das Wegschneiden des Schlauches und Weiterhochziehen davon hat gut geklappt. Doch trotz stark angezogenen neuen Schraubschellen hat es an beiden Leitungen das Öl weiter rausgedrückt – zwar nicht mehr so stark wie vorher, doch auch damit war ich nicht zufrieden.

 

 

Neue Teile

 

Also habe ich kurzerhand den Behälter selbst bestellt, der übrigens einen nicht separat austauschbaren Filter im Inneren besitzt sowie beide Leitungen, Klemmschellen und Dichtungen. Dazu noch frisches ATF-Öl - in meinem Fall Liqui Moly TopTec 1100. Ich habe nur die Ölmenge durch frisches Öl ersetzt, die rauskam und mittels Handspritze aus dem Behälter abgesaugt werden konnte – ziemlich genau 500 ml. Etwa 1,2 l gehen angeblich insgesamt rein. Manche spülen das System gleichzeitig und bekommen das ganze Hydrauliköl gewechselt. Gute Anleitungen dazu gibt’s auf den bekannten Videoportalen zu sehen.

 

 

Der Wechsel

 

Zum Wechsel müssen das Luftfiltergehäuse raus und natürlich die Unterbodenverkleidung ab, da man auch von unten arbeitet. Ich bin auf Rampen gefahren und habe dann das Öl soweit es ging aus dem Behälter gesaugt. Dann die Servoleitungen mit Auffangwanne von unten erst am Ölkühler mittels einer Schraube gelöst und die alten Dichtungen entfernt. Anschließend dann die Schelle der Leitung an der Servopumpe von unten entfernt und die Leitung abgezogen. Da kam schon etwas mehr Öl raus. Nach Lösen des Behälters mit den daran noch fixierten Leitungen konnte man die neuen Leitungen am neuen Behälter bereits richtig ausrichten und mit den neuen Klemmschellen ordentlich festziehen.

 

Noch die Halterung vom alten Behälter abziehen und an den neuen schrauben – schon kann alles wieder in umgekehrter Reihenfolge und natürlich mit neuen Dichtungen am Ölkühler eingebaut werden.

 

Als alles wieder fest war, wurde Öl aufgefüllt, der Motor gestartet, einige Male nach links und rechts gelenkt und der Ölstand abschließend kontrolliert.

 

Nach erfolgter Probefahrt war zum Glück kein Ölaustritt mehr zu erkennen. Die neuen Leitungen sind schön fest und halten mit den Klemmschellen ordentlich am Behälter und der Servopumpe.

Auch nach viel Betrieb unter Last über den Kaiserstuhl – Deutschlands wärmster Gegend – konnte ich keine Undichtigkeiten im Motorraum mehr feststellen. Auch die Kühlwassertemperatur bewegte sich im Rahmen und erreichte nur kurz 100°C. Ich hoffe das bleibt jetzt so.

 

 

 

 

Einen Ausblick vom sog. Texaspass auf das Gebirge Kaiserstuhl will ich Euch an der Stelle natürlich nicht vorenthalten. Ein Kurzurlaub hier im Südwesten ist nicht nur für Weinfreunde empfehlenswert ;).

 

 

 

Lautsprecher und Bowdenzug

 

Ein weiterer „Eingriff“ war an den Türen erforderlich. Die eingebauten neuen Alpine Lautsprecher sind wieder rausgeflogen. Trotz verschiedener Einstellungen am Radio empfand ich die Lautsprecher als hohl im Gegensatz zu den originalen, die jetzt wieder drin sind. Nun hört es sich wieder viel ausgewogener und voluminöser an – ich bin wirklich zufrieden.

 

Bei der Lautsprecher Geschichte war allerdings aufgefallen, dass der Bowdenzug am Türgriff der Fahrerseiten nur noch an wenigen Adern hing.

 

 

Auf der Suche nach dem Ersatzteil hatte BMW tatsächlich mit knapp 17 Euro den besten Kurs.

 

 

Der Ein- und Ausbau ist selbsterklärend und hat nur wenige Minuten gedauert.

 

 

Das Öffnen von Innen wäre nicht mehr lange gegangen.

 

 

Man muss nur sehr gut darauf achten, dass der Zug richtig und vor allem am Türgriff auch nach Montage der Türverkleidung noch an seinem Platz sitzt. Nur dann funktioniert die Betätigung so, wie sie es soll. Der Bowdenzug an der Fahrerseite ist noch völlig intakt und damit dringeblieben.

 

Was mir am Wagen noch nicht gefällt, ist der undichte Mittelschalldämpfer. Auch hört man beim Überfahren von Unebenheiten ein deutliches metallisches Scheppern unter dem Auto. Dem werde ich zeitnah nachgehen und natürlich berichten.

 

Auch wenn unser 3er als 3.0 Turbodiesel so einen Gebirgspass ganz anders hochmarschiert, als der E39, ist es trotzdem eine Freude, dieses Auto zu fahren :).

 

 

 

Danke fürs Lesen.

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16.05.2021 01:09    |    VentusGL    |    Kommentare (8)    |   Stichworte: 5er, BMW, E39

Hallo Motor-Talker,

der E39 ist inzwischen auf Saisonkennzeichen angemeldet und stellt damit neben dem E91 und F36 unser Drittfahrzeug dar. Wie geplant gab es vor „Wieder-Inbetriebnahme“ frisches Öl und ungeplant auch noch einen neuen Kühler.

 

April 2021. Endlich war es soweit, die Anmeldung meines ersten E39 stand bevor, dem Modell, dem ich Jahre und Jahrzehnte unbewusst hinterher geschaut habe und ich konnte es wirklich kaum erwarten. Auf Grund der aktuell geringen Fahrleistung der beiden Hauptfahrzeuge 3er und 4er, habe ich den 5er von April bis Oktober angemeldet. Vielleicht war damit der Kauf der Nexen 4Season Ganzjahresreifen im Januar nicht die beste Idee, doch zu spät dies zu ändern. Fahren tun sie sich jedenfalls bisher angenehm, völlig unauffällig und bei einer eher gemäßigten Fahrweise auch hoffentlich mit ausreichend Sicherheitsreserven.

 

Frisches Öl

 

Zum Saisonbeginn gab es für den Sechszylinder wie geplant frisches Öl. Die Wahl ist wie bereits geschrieben auf das vollsynthetische Meguin Super Leichtlauf SAE 5W-40 gefallen. Nach meiner Recherche im Netz ein ordentliches Öl zum fairen Kurs.

 

 

Der M52 nimmt es wohl mit Handkuss und bestätigt dies mit einem wirklich seidenweichen Motorlauf direkt nach dem Ölwechsel. Keine Ahnung welches Öl vorher drin war und wie lange. Der alte Ölfilter sah für mich jedenfalls erledigt aus, sodass ich im Vergleich dachte, einen falschen neuen gekauft zu haben.

 

 

Ein Blick Richtung Unterboden zeigt den schönen neuen Kat. Jetzt wo die Schelle gesetzt ist, werde ich wahrscheinlich bald noch den Rest der Abgasanlage selbst ersetzen.

 

Nach dem Ölwechsel war endlich die langersehnte Fahrt zur Waschanlage geplant um den Dreck der vorherigen vier Monate abzuwaschen, inkl. Staub aus der Sahara, der in jedem Spalt zu finden war. Wegen der vorangegangenen Kühlwassertemperaturprobleme und dem Ölwechsel beschloss ich den Motor nochmals vor Ort warmlaufen zu lassen um unterwegs keine Überraschung zu erleben. Der Temperaturverlauf im BC war einwandfrei, unter dem Wagen war es sauber und ich war drauf und dran von den Rampen zu fahren. Doch es sollte einfach noch nicht soweit sein.

 

Beim Schließen der Motorhaube entdeckte ich einen sehr dünnen Strahl an Kühlwasser aus einem Haarriss am Ausgleichsbehälter, der vorher einfach nie da war - unglaublich. Entsprechend gut war meine Laune. Ich stellte den Motor ab, schloss die Haube und rollte die Kiste enttäuscht von den Rampen. Naja, immerhin war das Öl jetzt gewechselt.

 

Neuer Kühler

 

Der Riss war am Ausgleichsbehälter, der bekanntlich direkt am Kühler sitzt. Grundsätzlich lässt sich der Behälter mit der Dichtung für kleines Geld separat tauschen. Hinsichtlich der km-Laufleistung und des Fahrzeugalters habe ich mich jedoch entschlossen, den Kühler auch zu ersetzen. Beim Set ist der Ausgleichsbehälter schon am Kühler vormontiert und der Aufwand überschaubar. Meine Wahl ist auf den Nissens Kühler gefallen, der mit dem Behälter keine 100 € gekostet hat. Den Austausch hatte ich vorher noch nie gemacht, doch es ist nichts Wildes. Lüfter mit Zarge weg, Kühlwasser ablassen, Kühler lösen und nach oben abziehen. Die Gummilager links und rechts vom alten abziehen und an den neuen stecken sowie alles umgekehrt wieder zusammenbauen. Kühlmittel einfüllen, entlüften und hoffen, dass alles dicht ist.

 

 

Zu meiner Freude ist alles dicht gewesen und ich konnte endlich das Auto waschen fahren. Mit neuer Wasserpumpe, Thermostat + Gehäuse, Kühler, Ausgleichsbehälter sowie Verschlussdeckel und Entlüftungsschrauben funktioniert das Kühlsystem wieder ordentlich. Hoffentlich bleibt das so!

 

 

Als nächstes muss ich die Schellen am Servoölbehälter tauschen, da dort scheinbar schon ewig das Öl austritt und es rundum ölfeucht aussieht – das kann so nicht bleiben.

Darüber hinaus bin ich bereits mit der Poliermaschine über den Lack gefahren. Beim Polieren erkennt man doch, dass der Wagen in seinen 23 Jahren schon einiges gesehen hat. Jedenfalls hat die KochChemie HeavyCut Politur den grauen Schleier ziemlich zufriedenstellend vom Cosmosschwarz entfernt.

 

Ich freue mich inzwischen sehr darauf, bspw. das Auto morgens zur Arbeit zu fahren. Verwöhnt von unseren turbogeladenen Automatikfahrzeugen ist die Fahrt mit dem Sauger und dem 5-Gang Schaltgetriebe heutzutage ein kleines Erlebnis ;). Vor allem der spezielle Geruch im Innenraum nach Feierabend, den viele von Euch aus den Autos der 90ern sicher kennen, wenn sie in der Sonne standen, weckt Erinnerungen an den 3er Golf, den ich mal hatte oder auch den damaligen Vento meiner Eltern. Auch fällt mir auf, wie einige dem BMW hinterher schauen. Schöne originale E39 scheinen rar zu werden, gerade als Vorfacelift noch ohne die allgegenwärtigen „Angel-Eyes“ Scheinwerfer und Klarglasrückleuchten, die die BMW Modelle nun ziemlich genau über zwei Jahrzehnte prägen. Umso mehr freue mich darüber, jetzt noch so ein „Kind“ der 90er Jahre zu besitzen ;).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Danke fürs Lesen.

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26.03.2021 00:27    |    VentusGL    |    Kommentare (14)

Hallo Motor-Talker,

inzwischen ist der 5er fahrtechnisch wieder fit. Um dem Fahren mehr Freude abzugewinnen, war es an der Zeit ein paar Euro in ein neues Radio zu investieren. Auch wurden die unansehnlichen Nabendeckel endlich gegen neue ersetzt und ein PDC System für hinten als kleines Extra ebenfalls geordert ;).

 

März 2021. Der 98er BMW bietet mir im Gegensatz zu seinen jüngeren Brüdern die Freude, wie „früher“ am Auto schrauben zu können und auch Kleinigkeiten wie einen abgegriffenen Lichtschalter oder ein neues Radio zu Freizeit-Projekten werden zu lassen. Natürlich sollte man Lust darauf haben und wenigstens ein Paar Euro übrig, um das Auto nach und nach wieder in „Schuss“ zu bringen. So schreitet das Projekt E39 Woche für Woche völlig stressfrei voran und ich freue mich umso mehr, den Wagen zum April anzumelden.

Inzwischen bin ich über das Notwendige an Investitionen hinaus und beim Wünschenswerten angekommen – umso schwieriger wird es allerdings den Kauf der neuen Teile für den Drittwagen zu Hause zu rechtfertigen :D.

 

Das neue Radio

 

Bereits 2005 wurde das originale Radio durch ein Pioneer DEH-P5700MP ersetzt. Immerhin mit MP3 Funktion, als gleichzeitig bei manchen Premiumfahrzeugen noch völlig weltfremd Kassettenradios ab Werk verbaut wurden. Jedoch ist das Pioneer sehr in die Jahre gekommen und hat manchmal beim Ein- und Ausschalten gesponnen. Ich hätte ehrlich nicht gedacht, dass ich jemals wieder ein 1-DIN Radio neu kaufen würde, doch es war wirklich interessant, ein passendes Gerät für meinen guten alten E39 auszusuchen.

 

Die Wahl ist auf ein Set mit Radio, Einbaurahmen, Adapterkabel, Antennenadapter und DAB-Antenne gefallen. Viele hätten sich an der Stelle für ein neumodisches Gerät aus Fernost mit Apps und Bildschirm entschieden. Ich hingegen setze gerne auf Bewährtes und habe keine Lust mich mit womöglich hängender Software oder thermischen Problemen zu befassen, sodass es ein aus meiner Sicht zum E39 passendes 1-DIN Gerät geworden ist.

 

Das Radio ist ein schönes Sony DSX-B41D, leistet 4x 55 W, lässt sich farblich an die BMW Innenraumbeleuchtung anpassen, verfügt über ein Mikrofon zum Freisprechen und natürlich die typischen Geschichten wie USB, Bluetooth, AUX, etc.. Nebenbei fügt es sich in Schwarz gut in den Innenraum ein und wirkt nicht zu verspielt oder komplett fehl am Platz. Sicher gibt es hochwertige Geräte, die dem originalen 16:9 ähnlich sind; das Geld dafür wollte und brauche ich aber nicht bezahlen, da ich in meinen anderen beiden Hauptfahrzeugen gut versorgt bin.

 

 

Also ging es bei schönstem Wetter an den Einbau, der sich relativ einfach gestaltet hat.

 

 

Erst habe ich das Mikrofonkabel eingefädelt, dann die DAB-Scheibenantenne an die Windschutzscheibe geklebt, was ich noch nie vorher gemacht hatte. Dazu entfernt man die Verkleidung der A-Säule, sucht sich eine passende Stelle oben rechts an der Scheibe und entfettet diese mit beiliegendem Tuch. Dann wird vorsichtig die Folie I von der Antenne gelöst und langsam so angeklebt, dass sich die Luft darunter verdrängt (von rechts nach links).

 

 

Danach muss Folie II und Folie III nacheinander runter und geklebt werden. Das Modul muss anschließend auch exakt auf die Antenne geklebt werden, damit der Kontakt des Moduls perfekt über dem dafür vorgesehenen Feld aufliegt. Zu letzt wird der schwarze Streifen am Modul an die Karosse geklebt und das Kabel sauber parallel zu den bereits vorhandenen Kabeln in der A-Säule verlegt und zum Radio geführt.

 

 

Wer keine zwei linken Hände hat und vorsichtig arbeitet, bekommt das alles in 10 Minuten gut selber hin.

 

Schlussendlich wurden sämtlich Stecker in das Radio gesteckt und das Gerät in den Einbaurahmen gesetzt. Der E39 hat im Gegensatz zum E46 bspw. richtig viel Platz im Schacht, sodass die ganzen Kabel nicht ansatzweise gestört haben.

 

Die Menü-Führung beim Sony ist wie zu erwarten logisch und ähnlich JVC, Pioneer etc. aufgebaut. Der DAB Empfang funktioniert einwandfrei: nach kurzem Suchlauf wurden zahlreiche Sender abgelegt und hören sich sauber und echt gut an. Auch das Verbinden per Bluetooth und Streaming klappt auf Anhieb mit Apple und Android. Ein Test des Freisprechmikros war auch erfolgreich, das ich alternativ zur Klammer, diesmal wie auch damals im E46 über dem Lenkrad mit dem beiliegendem Klebepad fixiert habe und natürlich in Richtung Fahrer ausgerichtet. Man hört den Fahrer laut und deutlich sprechen, sodass sich der Einbau des neuen Radios zum Glück insgesamt ohne Überraschungen, leicht und sehr zufriedenstellend machen lies.

 

Zum Klang: der BMW hat in den vorderen Türen als auch der Hutablage 13er Lautsprecher (LS) verbaut. Bereits nach dem Radiotausch war der Klang mit den originalen LS sehr zufriedenstellend und für meinen Geschmack auch von den Tiefen tatsächlich vollkommen ausreichend. Die Alpine Lautsprecher wollte ich aber nicht umsonst gekauft haben, sodass diese in den vorderen Türen ihren Platz gefunden haben.

 

 

Ein erneuter Vergleichstest zeigte auf, dass die Serienlautsprecher im normalen Lautstärkebereich nicht viel anders klingen, als die Alpine. Wird es laut, bleibt der Klang der Alpine jedoch klar, wobei die originalen LS leicht nachlassen. Ich muss das Ganze noch eine Weile testen, einstellen und probieren. Vielleicht bekomme ich doch noch Lust einen Verstärker einzubauen. Jedenfalls lässt sich jetzt gut Musik aus verschiedensten Quellen hören, telefonieren und es sieht sehr aufgeräumt aus. Kostenpunkt für das Radio-Set, keine 150€ und das paar Lautsprecher ca. 40€. Obgleich das System in der Form für mich mehr als ausreichend ist, ist es natürlich keine High-End Lösung, war aber auch nicht das Ziel gewesen und steht noch im Verhältnis zum Fahrzeugwert und -nutzen (eher drüber ;)).

 

 

Beim Ausbau der Türverkleidung musste ich leider feststellen, dass der Bowdenzug des Türgriffs links nur noch an wenigen Adern hängt und bald vollkommen reißt. Muss ich dringend ersetzen – kostet bei BMW neu ca. 20€. Auch die Batterie sackt relativ schnell ab und ist No-Name Schrott. Wahrscheinlich muss auch hier noch ein Hunderter investiert werden, dann ist hoffentlich Ruhe.

 

Neue Nabendeckel

 

Was mich seit Tag 1 stört, ist das fehlende BMW Logo an einer Felge.

 

 

Endlich waren die Nabendeckel an der Reihe und wurden alle vier durch neue ersetzt.

 

 

Die Styling 33 und das ganze Auto sind zwar noch völlig schmutzig, hat mich aber nicht davon abgehalten, die Deckel zu montieren.

 

 

Upgrade PDC

 

Die E39 Limo ist ohne die AHK 4,775 m lang und damit tatsächlich 13,7 cm länger als mein 4er GranCoupé. Verwöhnt von PDC rundum, sowohl im 3er als auch im 4er, kann es nicht schaden, auch dem 5er kurzerhand zumindest hinten die Einparkhilfe nachzurüsten. Um den Aufwand überschaubar zu halten, habe ich mich für ein Set mit bereits schwarz lackierten Sensoren entschieden, die vom Durchmesser her genau in die Kunststoffleiste der Stoßstange passen müssten.

 

 

Dieses Set wird tausendfach im Netz verkauft und wird relativ einfach am Rücklicht angeschlossen. Der Warnsummer kommt dabei in den Innenraum auf die Hutablage. Dieses kleine Projekt werde ich nach dem Ölwechsel angehen und hoffe, dass die AHK die Sensoren nicht stört und zum Dauerpiepsen führt.

 

 

Beim Probehören der Musik dachte ich mir, man wäre das jetzt fein, die Limo leicht tiefer zu legen und einen Satz BBS RC zu montieren :cool:. Mal schauen, was die Zukunft bringt ;).

 

Soweit zum E39, bis zu nächsten Artikel und danke fürs Lesen.

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13.03.2021 22:27    |    VentusGL    |    Kommentare (9)

Hallo Motor-Talker,

fast auf den Tag genau ist der letzte Artikel zwei Monate her und es hat sich einiges am 5er getan. Bald glänzt die HU-Plakette am neuen Kennzeichen und auch der Innenraum erstrahlt im Bestzustand :)!

 

Januar 2021. Den Kostenvoranschlag der Werkstatt für das Nötigste an Reparaturen sowie die Durchführung von HU und AU habe ich im letzten Artikel beschrieben. Ich hatte grünes Licht gegeben, sodass einiges am 520er von „Meisterhand“ gemacht wurde. Ich zitiere:

 

- Fehlerspeicher auslesen

- Übergangswiederstand am Gurtstraffer VL beseitigen

- Katalysator defekt, Neuteil einbauen

- Hinterradbremsanlage zerlegen, gangbar machen

- Scheibenreinigungsanlage instandsetzen

- Winterräder auf Stahlfelgen entsorgen

- Sommerreifen entsorgen

- Ganzjahresreifen montieren, Ventile ersetzen

- Glühlampe ersetzen (ohne Berechnung)

- Haarriss am Ausgleichsbehälter beseitigen (ohne Berechnung)

- Haupt- und Abgasuntersuchung durchführen

 

Wer Position drei kennt, merkt schnell, dass die Geschichte nicht günstig war. Da der Wagen aber schon in der Werkstatt stand, wurde das wie vorgeschlagen zu meiner Zufriedenheit durchgezogen und die Plakette erteilt. Seit dem steht sich der 5er zu Hause die neuen Reifen platt und ist noch nicht angemeldet.

 

Die wenigen schönen Tage bisher habe ich genutzt und mich dem Innenraum gewidmet. Der originale Fahrersitz ist bereits ziemlich durchgesessen und der Bezug der Sitzfläche und Lehne beschädigt gewesen. Der originale Beifahrersitz hingegen sieht super aus, wobei leider wie so oft die Sitzbelegungsmatte defekt ist. Die Idee war anfangs, die Ausstattung gegen eine aus Leder zu tauschen. Eine gute Ausstattung für die E39 Limo mit starrer Rückbank konnte ich auf die schnelle zum realistischen Preis nicht finden. Ausserdem sind Velourssitze im guten(!) Zustand Winter wie Sommer gar nicht schlecht und erinnern mich an die Velourssitze im damaligen Vento meiner Eltern, der mein erstes Auto war. Daher wurde die Leder-Idee bis auf Weiteres verschoben und die Instandsetzung der Velourssitze erledigt, um die unansehnlichen, teils zerissenen Bezüge schnellstmöglich aus dem schönen E39 zu entfernen!

 

 

Mein Plan war daher, einen ordentlichen Beifahrersitz zu finden und die Teile so zu tauschen, dass man am Ende zwei schöne Sitze hat und die Sitzbelegungsmatte wieder funktioniert.

Tatsächlich konnte ich einen guten 96er Sitz in „Stoff Flock anthrazit“ über Kleinanzeigen finden, wobei mich der Sitz 50 und der Versand 40 Euro gekostet haben. Der Sitz kam gut verpackt an und war zum Glück zumindest optisch einwandfrei.

Zwischendurch hatte ich die beiden Sitze aus dem Auto gebaut und den Fahrzeugteppich sowie die Teile im Innenraum gereinigt.

 

 

Jetzt ging es an die Sitze. Noch nie hatte ich bis dahin an Sitzen gearbeitet, aber beim 5er gab es nichts zu verlieren und nach dem Motto learning by doing ging es nach dem Ausbau auch schon los.

Der neue Sitz hatte einen etwas anderen Kabelbaum und verfügte über Lordose + Sitzheizung, die mein Auto nicht hat. Also habe ich zu erst vom neuen Sitz die Sitzfläche mit (hoffentlich intakter Sitzbelegungsmatte) an meinen Beifahrersitz montiert, wobei die originale Lehne geblieben ist.

Die Sitzfläche des originalen Beifahrersitzes ist also rüber zum Fahrersitz gewandert, da die kaputte Belegungsmatte dort keine Rolle spielt und die Lehne des gelieferten Sitzes kam nach Ausbau der Lordose dann auch an den Fahrersitz. D. h. der Fahrersitz wurde damit einmal komplett ersetzt, nur das Gestell und der alte Kabelbaum ist jeweils original geblieben.

 

 

Der Test nach dem Einbau war spitze, kein Airbagfehler abgelegt, die Sitzbelegungsmatte ist also intakt! Für 90 € damit die Belegungsmatte repariert und den Fahrersitz wieder ansehlich und bequem hergestellt.

 

Ich kann alle im Nachhinein nur motivieren, die Arbeiten an (alten) Sitzen ohne Airbag selbst auszuführen. Es ist nicht schwer und ohne Anleitung auch möglich, da selbsterklärend. Man sollte etwas handwerklich geschickt sein, um sich nicht an den vielen Klammern wehzutun und den Stoff nicht zu beschädigen. Die Sitzfläche geht nach lösen der Verkleidung am Sitz und der Klammern einfach weg, die Lehne noch leichter, da sie ohne den Stoff zu lösen durch das Betätigen zweier kleinen Hebel nach oben vom Gestell abgezogen werden kann. Es dauert bisschen Zeit, alles wieder ordentlich zusammenzubauen, aber das Ergebnis ist einfach super. Wieder eingebaut erstrahlt der Innenraum nun im top Zustand! Zusätzlich sind die hässlichen, nicht passenden Gummimatten rausgeflogen und durch schöne schwarze Veloursmatten ersetzt worden!

Nebenbei habe ich noch die Fensterhebermechanik der hinteren Türen ersetzt und den Drehregler vom Lichtschalter, der abgegriffen war.

 

 

Mein fast 23 Jahre alter BMW erscheint nun innen im Jahreswagenzustand und das mit relativ wenig Aufwand und Kosten.

 

 

Auch habe ich die ausgelutschten Schlüsseltasten ersetzt – die paar Euro sind es definitiv wert. Und auch die Batterie ersetzt. Nach der Initialisierung geht auch die ZV wieder mit beiden über Funk :).

 

 

Dann noch die Abläufe unter dem Innenraumfilterkasten auf Wasser kontrolliert, wo zum Glück keines war und die Abläufe gereinigt. Danke für den Tipp @brainstormer. Im gleichen Zug noch den total verdreckten Motor-Luftfilter getauscht.

 

 

Bevor es an die Zulassung geht, möchte ich ihm noch einen Ölwechsel gönnen. Nach meiner Recherche soll das vollsynthetische „Meguin Super Leichtlauf SAE 5W-40“ ein gutes Öl sein (Test), das ich nun für 5,60 €/ Liter gekauft habe. Etwa 6,5 l sollen rein gehen, gekauft habe ich 8 – wer weiß, ob sich der M52 auch einen Schluck davon gönnt; ich hoffe jedenfalls nicht im Übermaß.

 

Wenn das Wetter dann bald mitspielt, soll auch der graue Schleier vom Cosmosschwarz runter. Der Wagen wurde zwar regelmäßig gewaschen, hat aber nie eine Politur gesehen. Daher habe ich noch die KochChemie Heavy Cut Schleifpolitur besorgt und freue mich darauf, den Wagen zu waschen und mit der Maschine mal ordentlich über den Lack zu fahren ;).

 

 

So viel zum E39! Ich kann es kaum erwaten zur Abwechslung wieder einen Sauger und mit Schaltgetriebe zu fahren :cool::

 

 

Im Hinblick auf die bevorstehenden Räderwechsel am E91 und F36 habe ich mir einen neuen Drehmomentschlüssel und Wagenheber zugelegt. Mit dem Würth Zebra Werkzeugkasten bin ich im Privatgebrauch sehr zufrieden, daher habe ich mich für den nicht ganz günstigen Würth Drehmomentschlüssel entschieden. Das Baumarktteil ist letztes Jahr beim Rad Nummer drei auseinandergeflogen, was für mich ein wahres – Achtung Wortspiel – Schlüsselerlebnis war ;).

 

Und der bisher zwar passende, aber in die Jahre gekommene originale Wagenheber von einem E46 ist auch nicht so das Wahre bei vielen Rädern, obwohl er noch funktioniert.

Da ist meine Wahl nach etwas Recherche auf den Güde 2,5/460 mit 2,5 t Tragkraft und 46 cm Hubhöhe gefallen. Zum Teil aus Alu, aber dennoch 26 kg schwer – da hat mich der Paketbote doch etwas unglücklich angeschaut ;).

 

 

Auch pünktlich wurden die beiden Hinterräder des E91 wieder mit neuen Gummis versehen, wobei zur Abwechslung mal der F36 die Drecksarbeit erledigen durfte ;).

 

 

Der Radwechsel kann also kommen und ich bin gespannt auf das neue Werkzeug ;).

 

Danke fürs Lesen!

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14.01.2021 21:23    |    VentusGL    |    Kommentare (20)

Hallo Motor-Talker,

wie im letzten Artikel angekündigt, sollte der Wagen in die Werkstatt um einige Baustellen für die Haupt- und Abgasuntersuchung abzuarbeiten und hoffentlich keine neuen zu entdecken. Heute war es soweit – das Fahrzeug war zum ersten Mal in meinem Besitz auf der Bühne. Der Meister hat heute Abend angerufen – es kam schlimmer als erwartet.

 

Meine Liste für die Werkstatt

 

Grundsätzlich finde ich es unhöflich, Fachleuten schon im Voraus zu sagen, was sie zu tun haben. Doch beim E39 war eine Liste unabdingbar, die ich dann bei der Annahme dem Meister in die Hand gedrückt habe.

- Fehlerspeicher auslesen, für mich ausdrucken und löschen

- Abgefahrene Winterräder auf Stahlfelgen entsorgen

- Abgefahrene Sommerreifen entsorgen

- Die neuen Ganzjahresreifen auf die Alufelgen aufziehen und wuchten

- Abgasanlage und sonstige Verschleißteile prüfen

- HU/AU durchführen

 

Die Ergänzung des Meisters

 

- Eine Lampe hinten ersetzen (ich hatte keine passende da)

- Wischwasserleitung undicht, instandsetzen

- Katalysator defekt! AU damit unmöglich

- Grundsätzlich im ordentlichen Zustand, weitere Verschleißteile wurden nicht beanstandet.

 

Gesamtkosten für Arbeit, Teile inkl. TÜV ca. 1200 Euronen, wobei allein der neue Kat mit ca. 600 € zu Buche schlagen soll. Damit habe ich nicht gerechnet, eine andere Option gibt es aber nicht, als es dort gleich erledigen zu lassen. Die Werkstatt ist ein familiengeführter Betrieb, ich kenne die Leute inzwischen gut und die Preise für Inspektionen waren bisher wirklich in Ordnung, sodass ich nicht glaube, dass man mich dort über den Tisch ziehen will. Trotzdem ist das ein stolzer Preis für ein Auto, das ist gar nicht wirklich brauche, aber so gerne haben möchte.

 

Durchziehen oder Loswerden

 

Was spricht dagegen? Allein der finanzielle Aspekt. Mit dem Fahrzeugkauf, den von mir selbst verbauten Ersatzteilen und dem Kostenvoranschlag kostet mich der 5er etwa 2tsd. Euro. Das Geld werde ich wahrscheinlich nie wieder sehen. Er wird als Fortbewegungsmittel aktuell auch nicht gebraucht. Es stehen noch zwei weitere zu Hause, die Geld kosten und wer weiß, was in Zukunft noch repariert werden muss?

 

Was spricht dafür? Ich habe mit dem Auto eine weitere wunderbare Freizeitbeschäftigung gefunden. Nach Aussage des Meisters ist der Wagen ansonsten in einem guten Zustand. Rost ist nahezu kein Thema, Fahrwerk ist okay, die Bremsen rundum ziemlich frisch. Sollte ich das Anstehende jetzt erledigen lassen, ist das Meiste abgearbeitet und ich traue dem M52 Motor noch einige km zu. Dazu kommt, dass mir das Auto wirklich gut gefällt.

 

Die Entscheidung

 

Ich habe mich entschieden, die Rettung dieses Fahrzeuges durchzuziehen, obgleich es mehr Geld kostet als anfangs gedacht. Zu schade wäre es doch, ihn jetzt abzutreten. Technisch wird er in Topform sein und optisch auch immer noch schön anzuschauen. Ich habe dem Meister grünes Licht gegeben. In den nächsten Tagen werden die Arbeiten erledigt und die HU erneuert.

 

Bevor ich den Wagen abgegeben habe, wurde noch die Inspektions- und Ölservice Anzeige zurückgesetzt – das macht auf den Prüfer hoffentlich einen besseren Eindruck. Wie das beim Vorfacelift mit der runden OBD Dose im Motorraum funktioniert, zeige ich Euch gerne auf folgenden Bildern. Der 5er quittiert durch einfaches Überbrücken bei eingeschalteter Zündung von Pin 7 und 19 über 20 Sekunden Dauer den Reset mit fünf schönen Knight-Rider-mäßigen grünen Balken – genial!

 

Sitzgeschichten

 

Zum Thema Sitze vorab noch ein kleines Update. Verbaut sind bekanntlich die Veloursitze in grau. Der Fahrersitz ist an Sitzfläche und Lehne bereits ziemlich durchgerieben und sieht nicht gut aus. Da ich eine schöne Leder-Ausstattung noch nicht gefunden habe, kam die Idee einen weiteren guten Vordersitz zu kaufen. Die Fahrersitze sind allerdings alle sehr mitgenommen. Daher kam mir der Plan, einen guten Beifahrersitz zu kaufen und auf die Konsole des Fahrersitzes umzubauen. So einen habe ich gefunden und gekauft. Er ist bereits mit der Spedition unterwegs.

 

An der Stelle trotzdem ein Dankeschön an User @TurboCorsa, der mir zwei Ledersitze geschenkt angeboten hat.

 

Danke fürs Lesen!

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11.01.2021 21:12    |    VentusGL    |    Kommentare (16)

Hallo Motor-Talker!

Ich habe etwas Freizeit genutzt und paar Kleinigkeiten am E39 erledigt. Das Lederlenkrad wurde aufbereitet, neue Gasfedern für die Heckklappe verbaut und die Ganzjahresreifen sind auch schon eingetroffen. In drei Tagen steht bereits die Vorab-Durchsicht für die Hauptuntersuchung bevor, die möglichst bald über die Hebebühne gehen soll ;).

 

Aufbereitung Lederlenkrad

 

Eines der Highlights in meinem schlichten E39 ist das Lederlenkrad. Ohne Multifunktionstasten daran kann leben, mit dem inzwischen abgegriffenen Leder allerdings weniger. Relativ günstig lässt sich ein Lenkrad heutzutage bei Internetanbietern neu beziehen lassen. Meine Befürchtung ist jedoch die gewesen, dass ein neuwertiges Lenkrad im sonst zwar gepflegten aber doch über 20 Jahre alten Innenraum fehl am Platz aussieht. Daher habe ich beschlossen, das Lenkrad aufzubereiten. Im Keller habe ich noch Produkte von Lederzentrum.de liegen gehabt, sodass dem Vorhaben nichts mehr im Wege stand.

 

 

Benutzt habe ich Produkte von Colourlock, die mich schon früher sehr überzeugen konnten. Das Lenkrad wurde zu erst mit dem Leder Schleifpad rundum angeraut. Anschließend mit Leder Fresh im mehrschichtigen Tupfverfahren bearbeitet und nach dem Durchtrocknen mit der Versiegelung behandelt. Die Vorher-Nachher-Bilder wurden zwar bei verschiedenem Licht aufgenommen, sind aber nicht bearbeitet. Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Es sieht nicht nur gut aus, sondern fühlt sich auch wieder gut an.

 

 

An der Stelle möchte ich noch auf einen Blog-Artikel des Users @KiN9Bi9BaUeR verweisen, der seine schicke Champagner Ausstattung im E46 vor ein paar Jahren auf Vordermann gebracht hat. Es lassen sich mit den richtigen Produkten, Zeit und Sorgfalt offensichtlich perfekte Ergebnisse erzielen.

 

Montage der Gasfedern

 

Die alten Gasfedern an der Heckklappe waren nicht mehr in der Lage, die Heckklappe anständig oben zu halten. Auch hier lies sich für kleines Geld Abhilfe schaffen. Gewählt habe ich Teile von Stabilus, die ich vor einigen Jahren schon am E91 verbaut habe.

Die Montage ist denkbar einfach und beim Anblick der Gasfedern eigentlich selbsterklärend. Am oberen Montagepunkt muss eine Klammer entfernt werden und unten am Rahmen die Metallklammer mit einem spitzen Schraubenzieher nach oben gelöst. Vorsicht, die Gasfedern sind identisch. Zur richtigen Montage muss eine Seite verdreht werden, sonst drückt die Ecke gegen die Heckklappe beim Schließen. Ergebnis:

 

 

Ganzjahresreifen – können die was?

 

Der 5er steht werkseitig auf Styling 33 Alufelgen in gewaltigen 16 Zoll mit 225er Reifen, die allerdings bis zum absoluten Minimum abgefahren sind - der Wunsch ihn loszuwerden, war anscheinend schon lange vorhanden. Da ich den Wagen wenig fahren werde und keine große Lust habe, an einem dritten Auto zwei Mal im Jahr die Räder zu wechseln, fiel die Entscheidung auf Ganzjahresreifen. Noch nie hatte ich sog. Allwetterreifen am Auto und hoffe, die Entscheidung nicht bereuen zu müssen.

Ausgesucht habe ich mir den Nexen N Blue 4Season Reifen. Ausschlaggebend waren hier durchweg gute bis sehr gute Kundenreszissionen, der Preis und vor allem die leisen 69 dB auf dem Label. Schließlich glänzt eine 5er Limo mit Komfort und das soll auch so bleiben. Ferner habe ich am 325d E91 Winterreifen aus dem Hause Nexen drauf, die bisher keinerlei Schwächen gezeigt haben und in der Tat selbst als Winterreifen sehr angenehm leise zu fahren sind.

 

Gegenwärtige Gedanken zu meiner E39 Limousine

 

Als in Aussicht gestellt war, dass ich den Wagen erwerbe, hatte ich zahlreiche Ideen für Veränderungen. Facelift-Scheinwerfer vorne, M-Paket Stoßstangen, Styling 66 Felgen und ein M-Lenkrad sollten mit Sicherheit dran. Heute, etwa zwei Wochen später, verliebe ich mich immer mehr in das Auto und zwar so wie es ist. Keine elektrischen Sitze, keine Corona-Ringe, souveränes Auftreten auch ganz ohne Sportpaket. Er ist schick, wie er ist. Ja selbst die Styling 33 sind schön mit ihrem kleinen Tiefbett und passen zum Gesamtbild. Es muss nicht Überall ein M-Aufkleber dran sein und schon gar nicht ein „Performance“ Schriftzug. Es gibt ja sogar „Performance“ Schaltsäcke und einige Fans der F-Baureihen lieben sie auch. Aber das gab es zu E39 Zeiten gar nicht und genau so soll er bleiben – ein Vorfacelift, der sich durch Understatement von seinen jüngeren Brüdern abhebt. Da bereits die Facelift-E39 schon kaum Geld kosten, kristallisiert sich hier wahrscheinlich eine Rarität heraus, ganz ohne die typischen Tuningmaßnahmen. Ich werde versuchen ihn so zu erhalten.

 

Danke fürs Lesen.

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04.01.2021 21:00    |    VentusGL    |    Kommentare (6)

Hallo Motor-Talker!

Weiter geht die wilde Reise mit dem schwarzen E39, der am Telefon gekauft wurde. Das Konzept zum Fahrzeug steht soweit und das Auto muss schnellstmöglich die HU/AU bestehen - „TÜV bekommen“ - um die Ummeldung zu vollziehen. Doch eins nach dem anderen.

 

Wie dem letzten Artikel zu entnehmen, wusste ich schon bei der Kaufzusage, dass der Motor bei der letzten Fahrt des Vorbesitzes zu heiss wurde. Der gelbe Engel sei angeblich darauf hin gekommen und habe eine defekte Wasserpumpe festgestellt. Dies ist nicht schwer zu diagnostizieren und passt zum „heiss werden“ ganz gut. Als ich dies erfahren habe, wurden gleich Thermostat mit Gehäuse und eine neue Wasserpumpe mit Metallschaufeln - nicht die Kunststoffvariante! – gekauft. Da ich die Teile ohnehin schon hatte, wurde nicht weiter untersucht und Black Beauty endlich auf Rampen gefahren.

 

Tausch von Wasserpumpe und Thermostat

 

Zu erst wurde der Viscolüfter mit einem 32er Schlüssel gelöst. Glücklicherweise hat sich die zuvor mehrfach mit Balistol behandelte Mutter mit etwas Kraftaufwand gut lösen lassen. Anschließend der Viscolüfter entfernt und das Kühlwasser am Kühlerventil abgelassen. Danach habe ich die Wasserpumpe und das Thermostat mit dem Gehäuse getauscht, wobei die alte Wasserpumpe (leider) noch einen sehr guten Eindruck machte. Trotz Kunststoffschaufeln war nichts gebrochen, auch kein Lagerspiel war festzustellen.

 

 

Nach erfolgtem Zusammenbau habe ich die beiden Entlüftungsschrauben entfernt, befüllt bis keine Luft mehr kam und tatsächlich ca. 4l mehr Wasser+Frostschutz eingefüllt, als abgelassen! Offensichtlich war schon vorher deutlich zu viel Luft im System. Wer zuletzt und wann daran gearbeitet hat, bleibt unbekannt.

 

 

 

 

 

 

Endlose Entlüftung

 

Nach dem Befüllen lies ich den Motor bei maximal eingeschalteter Heizung auf geringster Lüftungsstufe warm laufen. Gleichzeitig konnte ich im „Geheimmenü“ beobachten, wie die Temperatur über 100 Grad gestiegen ist. Der zweite Kühlwasserschlauch wurde einfach nicht warm, obwohl das Thermostat auch gewechselt wurde und der Wagen günstigerweise auf Rampen stand. Also immer wieder weiter entlüftet und es kam immer mehr Luft aus dem System, sodass der Kühlwasserpegel beim Entweichen immer wieder stark gefallen ist und die Luft verdrängt wurde. Irgendwann ging die Temperatur zügig runter, der große Kreislauf zirkulierte also endlich auch mit und das Problem scheint jetzt endlich behoben zu sein.

 

Das Thema Entlüften scheint bei dem Motor nicht so einfach zu sein. In der Theorie kein Problem, in der Praxis bilden sich wohl oft Luftnester, die kaum rauszubekommen sind.

 

Abgasanlage und Rost

 

Heute bin ich rückwärts auf die Rampen gefahren um den Wagen von unten anzusehen. Schon beim Fahren habe ich festgestellt, dass die Abgasanlage undicht sein muss. Tatsächlich – der Mittelschalldämpfer ist undicht und muss wohl getauscht werden. Das Ersatzteil ist nicht teuer, von daher kein Problem für unser Projekt. Insgesamt sieht das Auto auch von unten noch ziemlich gut aus. Kaum Rost an den Teilen. Auch die Schweller sehen noch gut aus. Das einzige was ich an Rost bisher am Auto entdeckt habe, sieht man auf den Bildern. Zusätzlich gibt es noch eine Stelle über der hinteren Stoßstange. Da ist man irgendwo dagegen gefahren und hat es nicht gleich beseitigt. Da kann der E39 nun wirklich nichts dafür ;).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Konzept

 

Was mache ich mit dem Auto? Das Fahren der Limo macht wirklich Freude. Es ist sehr leise im Innenraum, der Motor ist zwar nicht der stärkste, wirkt aber souverän und macht einfach auf seine eigene Art Spaß. Er fährt sich völlig anderes als mein N57 Diesel im E91 oder der 4-Zylinder Turbobenziner im 4er BMW. Mir gefällt der Komfort und ich tendiere dazu, den Wagen min. zwei Jahre zu fahren. Trotzdem muss er mich noch von seiner Zuverlässigkeit überzeugen, sodass jetzt nur die notwendigsten HU-relevanten Dinge erneuert werde sowie einige Kleinteile.

 

Erneuert werden vorerst:

- Vier Reifen

- Sämtliche Filter und Flüssigkeiten

- Abgasanlage

- Fensterheber hinten rechts

- Heckklappendämpfer

- Teppiche

- Schaltknauf

- Schlüsselbatterie

- ggf. weitere monierte Teile vom Prüfer

 

In Zukunft:

- Sitze

- Radio

- Evtl. Lenkrad neue beziehen

- Evtl. die Depo Scheinwerfer gegen Hella tauschen

- Sämtliche Gummis

 

Ich bin zur Zeit vom E39 total fasziniert. Die Kosten sind überschaubar, die Freude ist groß über den Garagenzuwachs und Langeweile kommt offensichtlich nicht auf. So muss es doch sein, danke fürs Lesen ;).

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01.01.2021 17:36    |    VentusGL    |    Kommentare (3)

Welche Lederfarbe würdest Du wählen?

Hallo Motor-Talker!

Willkommen im neuen Jahr und im zweiten Blog-Artikel zum neuen Projekt E39. Das Ergebnis der Umfrage im ersten Artikel und das positive Feedback zur Qualität des E39 und des M52 Triebwerks bestärken mich weiter darin, das Fahrzeug auf Vordermann zu bringen und sich dem Projekt intensiv zu widmen.

 

Hitzewallungen – was ist los?

 

In den Kommentaren des letzten Artikels habe ich bereits erwähnt, dass der Motor vor Kurzem bei den Vorbesitzern überhitzte. Dies wurde mir noch vor dem Kauf telefonisch mitgeteilt, sodass ich bereits eine SKF Wasserpumpe und ein Thermostat gekauft habe. Ich hoffe sehr, dass das Thermik-Problem damit vom Tisch ist und die Kopfdichtung noch ganz. Manche schreiben, dass die Dichtung beim M52 nicht besonders empfindlich ist, andere genau das Gegenteil – wir werden sehen. Ich werde vorab prüfen ob die Wasserpumpe noch pumpt und beide Kühlmittelschläuche warm werden. Die neuen Teile haben zusammen jedoch keine 60 Euro gekostet und werden so oder so ersetzt. Auch habe ich mir überlegt, den Kühler gleich mit auszutauschen. Erfahrungsgemäß sinnvoll oder unnötig? Gerne einen Kommentar dazu da lassen.

 

Anderes Thema: der Lebensraum des Fahrers

 

Wie erwähnt muss erst die Technik funktionieren. Dennoch mache ich mir bereits seit Tagen schöne Gedanken, wie ich den Wagen in Zukunft haben will. Besonders schwierig ist die Frage des Innenraums. Aktuell sind die originalen Sitze in „Stoff Flock gestreift/anthrazit“ verbaut. Die sind bis auf den Fahrersitz auch wirklich gut erhalten, stellen jedoch für mich als großen Fan von schicken Innenräumen natürlich nicht die beste Variante dar. Schließlich haben wir hier eine schwarze Business-Limousine vor uns – den vermutlich besten 5er aller Zeiten und damit wird hier jedem klar: schwarzer Stoff kann auf Dauer nicht akzeptiert werden ;).

 

Das Problem an der Geschichte

 

Der letzte E39 ist als Limousine Mitte 2003 vom Band gelaufen. Entsprechend alt und verschlissen sind die meisten Sitze, die man gebraucht findet. Die vom Touring passen hinten nicht und wenn man tauscht, dann auch gleich die Türverkleidungen – die allerdings meist gar nicht dabei sind. Die Auswahl ist also entsprechend klein und wenn es exklusiv werden soll, auch etwas teuer. Fakt ist, schwarzes Leder will ich nicht. Welche Farbe passt aus Eurer Sicht am besten zum schwarzen Lack? Ich tendiere zu den Farben: Zimt, Sattelbraun, Englischgrün oder Champagner. Wobei letzteres nach so langer Zeit meist furchtbar aussieht. Bitte Abstimmen, ich mache mich schon auf die Suche, damit einem Umbau im Frühjahr nichts im Wege steht. Hier ein Link zur Palette.

 

Dazu kommt die Frage der Sitzheizung und elektrischen Verstellung. Ist es denn sehr aufwendig dies nachzurüsten? Selbstverständlich freue ich mich auf das Schrauben und Aufwerten, aber vielleicht hat das jemand schon gemacht und kann den Aufwand abschätzen das nachzurüsten. Momentan sind die Sitze manuell und nicht beheizt.

 

Soweit zum E39. Danke fürs Lesen und bis bald.

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30.12.2020 16:19    |    VentusGL    |    Kommentare (31)    |   Stichworte: 5er, BMW, E39

Was haltet ihr von der Rettung des BMWs?

Liebe Leser,

das außergewöhnliche Jahr 2020 neigt sich dem Ende zu und es ist höchste Zeit für einen neuen Blog-Artikel. Wie es der Zufall so will, hat sich bei mir über die Feiertage ein schönes neues Projekt für die kommenden Monate oder gar Jahre ergeben, das ich mit Euch von Anfang an teilen möchte. Dazu starten wir mit einer Reise in längst vergangene Tage - das Jahr 1998.

 

Deutschland, 1998. Millionen von Zuschauern stürmen die Kinos um den mehrfach Oscar-prämierten Film „Titanic“ zu sehen, in den Radios läuft wochenlang „Bailando” von Loona, die damalige Nr. 1 der deutschen Single-Charts und die gute harte Deutsche Mark wird 50 Jahre alt. Auf dem Automarkt herrscht dagegen neuer Wind: Audi stellt den sportlichen TT vor, Volkswagen den kleinen Lupo und BMW bringt den E46 als 4. Generation des Dreiers auf den Markt – das Auto des Jahres wird hingegen ein Italiener. Der schnittige Alfa Romeo 156, mit dem Alfa zur alten Stärke zurück fand.

 

Unser Blick richtet sich jedoch nicht nach Turin, sondern ins niederbayerische Dingolfing. Das dortige BMW Werk wird 1998 zur besten Autofabrik der Welt gekürt und genau dort läuft am 27.08.1998 – nur wenige Tage nach meinem 10. Geburtstag – ein schöner cosmos-schwarzer BMW der Baureihe E39 als eindrucksvolle Limousine vom Band. Im Detail handelt es sich hierbei um einen 520i, angetrieben von einem 6-Zylinder M52 Motor mit 150 PS und manuellem Schaltgetriebe. Die Ausstattungsliste hält sich in Grenzen und enthält aus meiner Sicht nur das nötigste an Optionen. Dabei erwähnenswert sind lediglich die Klimaautomatik, elektrische Fensterheber vorne und hinten, Schiebedach und ein Lederlenkrad. Im Laufe der Zeit hat die schwarze Limo noch eine kleine Spoilerlippe an der Heckklappe erhalten sowie erfreulicherweise eine Anhängerkupplung. Kenner merken hier schnell, das beim E39 sehr viel mehr an Extras geht und die Ausstattung dieses Fahrzeugs eher als unterdurchschnittlich zu bezeichnen ist. Doch dazu später mehr.

 

Historie

 

Die besagte Limousine wurde damals von einem Herren Mitte Fünfzig geordert und sechs Jahre lang gefahren. Anschließend kam der BMW in gute Hände innerhalb meines Familienkreises, worin er sich nun bis vor wenigen Tagen ca. 16 Jahre lang befand. Der Wagen hat inzwischen 248tkm auf der Uhr, befindet sich bis auf die AHK, die Lippe und ein Zubehörradio im originalen Zustand und stellt somit heute keine typische Bastelbude, sondern viel mehr eine gute Basis dar, die etwas Zeit und Liebe braucht. Die Historie ist lückenlos nachvollziehbar, auch alle Papiere und Schlüssel liegen vor und selbst die originalen Felgen sind noch drauf.

 

Das Bessere ist des Guten Feind

 

Trotz der vielen treuen Kilometer im soliden E39 ist die Entscheidung gefallen, diesen durch einen 530d GT zu ersetzen. So wurde er auf einen Kärtchen-Händler wartend am Straßenrand abgestellt. Nur Zufällig habe ich davon erfahren und mich nach einiger Überzeugungsarbeit bei meiner Angetrauten dazu entschieden, den Wagen für einen niedrigen, dreistelligen Euro-Betrag zu retten. Trotz dem, dass wir bereits einen E91 und F36 besitzen, freue ich mich riesig auf das neue alte Auto und das potentialreiche Projekt E39 und weiß eigentlich noch gar nicht, wohin die „Reise“ damit gehen soll. Gleichzeitig frage ich mich beim Anblick des zeitlosen Designs, warum ich eigentlich noch nie einen E39 besessen habe, der mir neben dem E46 schon immer sehr gut gefallen hat.

 

Im Folgenden ein paar Fotos vom Auto bei der Abholung.

 

 

Danke fürs Lesen und schreibt gerne in die Kommentare, ob das Ganze aus Eurer Sicht Sinn macht, eher ein Geldgrab wird oder was ihr nun mit dem Wagen anstellen würdet ;).

 

Guten Rutsch und Danke fürs Lesen!

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08.05.2017 11:41    |    VentusGL    |    Kommentare (24)

Hat sich der "Aufwand" gelohnt?

Der Sommer rückt näher und damit auch die Urlaubsfahrt. Da unser 3er Touring schon letztes Jahr ziemlich am Anschlag war und wir dieses Jahr zu dritt fahren, musste eine Dachbox her.

Ich war schon drauf und dran eine neue von BMW zu kaufen, als ich ganz in der Nähe doch noch eine ordentliche gebrauchte entdeckt habe.

 

Es ist das Modell Jetbag Sprint 320, also eine von A.T.U., die derzeit ca. 165€ neu kostet und natürlich entsprechend beklebt ist. Nach kurzer Fahrt und Besichtigung habe ich die wirklich einwandfreie Box zum halben Preis gekauft. Klar war mir gleich, dass die Werbung hinten für die „Nr.1 Meisterwerkstatt“ definitiv entfernt werden musste.

 

 

Zu Hause angekommen habe ich die Box bis ins Wohnzimmer geschleppt und angefangen, die seitlichen Aufkleber zu entfernen. Wer glaubt, die wären mit einmal ziehen ab, hat weit gefehlt. Die alten Sticker sind alle paar cm eingerissen und mussten mühevoll entfernt werden. Als alles endlich befreit war, habe ich die Seiten schön entfettet und mich an die Gestaltung neuer Aufkleber gemacht - so ganz no-name sollte sie ja nicht bleiben ;)

 

 

An die Seiten sollten natürlich zwei BMW Schriftzüge, so wie bei den originalen Boxen. Hinten habe ich mich für ein Rallye Dakar Logo entschieden. Das hat so etwas von schönen weiten Touren in ferne Länder :).

Nachdem ich entsprechende PNGs in guter Auflösung gefunden habe und diese angepasst, wurden diese auf selbstklebende Transparenzfolie mit einem Laserdrucker gedruckt. Da unterlief mir vorerst ein Denkfehler, da ich die Folie zuvor für Sticker an Fensterglas genutzt habe und die Symbole damals natürlich gespiegelt werden mussten. Dies ist natürlich bei der Dachbox nicht der Fall gewesen, sodass ich eben nochmal alles richtig herum gedruckt und ausgeschnitten habe.

 

 

Anschließend habe ich die Box beklebt und bin mit dem Ergebnis soweit sehr zufrieden – jetzt passt sie zu meinem BMW.

 

Ich hoffe die Sticker halten gut bei Wind und Wetter und, dass es Euch natürlich auch gefällt. Bitte um Abstimmung und bis dann :)

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