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Autos - Erfahrungen und Emotionen

Mein automobiler Erfahrungsbericht

14.01.2021 21:23    |    VentusGL    |    Kommentare (20)

Hallo Motor-Talker,

wie im letzten Artikel angekündigt, sollte der Wagen in die Werkstatt um einige Baustellen für die Haupt- und Abgasuntersuchung abzuarbeiten und hoffentlich keine neuen zu entdecken. Heute war es soweit – das Fahrzeug war zum ersten Mal in meinem Besitz auf der Bühne. Der Meister hat heute Abend angerufen – es kam schlimmer als erwartet.

 

Meine Liste für die Werkstatt

 

Grundsätzlich finde ich es unhöflich, Fachleuten schon im Voraus zu sagen, was sie zu tun haben. Doch beim E39 war eine Liste unabdingbar, die ich dann bei der Annahme dem Meister in die Hand gedrückt habe.

- Fehlerspeicher auslesen, für mich ausdrucken und löschen

- Abgefahrene Winterräder auf Stahlfelgen entsorgen

- Abgefahrene Sommerreifen entsorgen

- Die neuen Ganzjahresreifen auf die Alufelgen aufziehen und wuchten

- Abgasanlage und sonstige Verschleißteile prüfen

- HU/AU durchführen

 

Die Ergänzung des Meisters

 

- Eine Lampe hinten ersetzen (ich hatte keine passende da)

- Wischwasserleitung undicht, instandsetzen

- Katalysator defekt! AU damit unmöglich

- Grundsätzlich im ordentlichen Zustand, weitere Verschleißteile wurden nicht beanstandet.

 

Gesamtkosten für Arbeit, Teile inkl. TÜV ca. 1200 Euronen, wobei allein der neue Kat mit ca. 600 € zu Buche schlagen soll. Damit habe ich nicht gerechnet, eine andere Option gibt es aber nicht, als es dort gleich erledigen zu lassen. Die Werkstatt ist ein familiengeführter Betrieb, ich kenne die Leute inzwischen gut und die Preise für Inspektionen waren bisher wirklich in Ordnung, sodass ich nicht glaube, dass man mich dort über den Tisch ziehen will. Trotzdem ist das ein stolzer Preis für ein Auto, das ist gar nicht wirklich brauche, aber so gerne haben möchte.

 

Durchziehen oder Loswerden

 

Was spricht dagegen? Allein der finanzielle Aspekt. Mit dem Fahrzeugkauf, den von mir selbst verbauten Ersatzteilen und dem Kostenvoranschlag kostet mich der 5er etwa 2tsd. Euro. Das Geld werde ich wahrscheinlich nie wieder sehen. Er wird als Fortbewegungsmittel aktuell auch nicht gebraucht. Es stehen noch zwei weitere zu Hause, die Geld kosten und wer weiß, was in Zukunft noch repariert werden muss?

 

Was spricht dafür? Ich habe mit dem Auto eine weitere wunderbare Freizeitbeschäftigung gefunden. Nach Aussage des Meisters ist der Wagen ansonsten in einem guten Zustand. Rost ist nahezu kein Thema, Fahrwerk ist okay, die Bremsen rundum ziemlich frisch. Sollte ich das Anstehende jetzt erledigen lassen, ist das Meiste abgearbeitet und ich traue dem M52 Motor noch einige km zu. Dazu kommt, dass mir das Auto wirklich gut gefällt.

 

Die Entscheidung

 

Ich habe mich entschieden, die Rettung dieses Fahrzeuges durchzuziehen, obgleich es mehr Geld kostet als anfangs gedacht. Zu schade wäre es doch, ihn jetzt abzutreten. Technisch wird er in Topform sein und optisch auch immer noch schön anzuschauen. Ich habe dem Meister grünes Licht gegeben. In den nächsten Tagen werden die Arbeiten erledigt und die HU erneuert.

 

Bevor ich den Wagen abgegeben habe, wurde noch die Inspektions- und Ölservice Anzeige zurückgesetzt – das macht auf den Prüfer hoffentlich einen besseren Eindruck. Wie das beim Vorfacelift mit der runden OBD Dose im Motorraum funktioniert, zeige ich Euch gerne auf folgenden Bildern. Der 5er quittiert durch einfaches Überbrücken bei eingeschalteter Zündung von Pin 7 und 19 über 20 Sekunden Dauer den Reset mit fünf schönen Knight-Rider-mäßigen grünen Balken – genial!

 

Sitzgeschichten

 

Zum Thema Sitze vorab noch ein kleines Update. Verbaut sind bekanntlich die Veloursitze in grau. Der Fahrersitz ist an Sitzfläche und Lehne bereits ziemlich durchgerieben und sieht nicht gut aus. Da ich eine schöne Leder-Ausstattung noch nicht gefunden habe, kam die Idee einen weiteren guten Vordersitz zu kaufen. Die Fahrersitze sind allerdings alle sehr mitgenommen. Daher kam mir der Plan, einen guten Beifahrersitz zu kaufen und auf die Konsole des Fahrersitzes umzubauen. So einen habe ich gefunden und gekauft. Er ist bereits mit der Spedition unterwegs.

 

An der Stelle trotzdem ein Dankeschön an User @TurboCorsa, der mir zwei Ledersitze geschenkt angeboten hat.

 

Danke fürs Lesen!

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11.01.2021 21:12    |    VentusGL    |    Kommentare (15)

Hallo Motor-Talker!

Ich habe etwas Freizeit genutzt und paar Kleinigkeiten am E39 erledigt. Das Lederlenkrad wurde aufbereitet, neue Gasfedern für die Heckklappe verbaut und die Ganzjahresreifen sind auch schon eingetroffen. In drei Tagen steht bereits die Vorab-Durchsicht für die Hauptuntersuchung bevor, die möglichst bald über die Hebebühne gehen soll ;).

 

Aufbereitung Lederlenkrad

 

Eines der Highlights in meinem schlichten E39 ist das Lederlenkrad. Ohne Multifunktionstasten daran kann leben, mit dem inzwischen abgegriffenen Leder allerdings weniger. Relativ günstig lässt sich ein Lenkrad heutzutage bei Internetanbietern neu beziehen lassen. Meine Befürchtung ist jedoch die gewesen, dass ein neuwertiges Lenkrad im sonst zwar gepflegten aber doch über 20 Jahre alten Innenraum fehl am Platz aussieht. Daher habe ich beschlossen, das Lenkrad aufzubereiten. Im Keller habe ich noch Produkte von Lederzentrum.de liegen gehabt, sodass dem Vorhaben nichts mehr im Wege stand.

 

 

Benutzt habe ich Produkte von Colourlock, die mich schon früher sehr überzeugen konnten. Das Lenkrad wurde zu erst mit dem Leder Schleifpad rundum angeraut. Anschließend mit Leder Fresh im mehrschichtigen Tupfverfahren bearbeitet und nach dem Durchtrocknen mit der Versiegelung behandelt. Die Vorher-Nachher-Bilder wurden zwar bei verschiedenem Licht aufgenommen, sind aber nicht bearbeitet. Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Es sieht nicht nur gut aus, sondern fühlt sich auch wieder gut an.

 

 

An der Stelle möchte ich noch auf einen Blog-Artikel des Users @KiN9Bi9BaUeR verweisen, der seine schicke Champagner Ausstattung im E46 vor ein paar Jahren auf Vordermann gebracht hat. Es lassen sich mit den richtigen Produkten, Zeit und Sorgfalt offensichtlich perfekte Ergebnisse erzielen.

 

Montage der Gasfedern

 

Die alten Gasfedern an der Heckklappe waren nicht mehr in der Lage, die Heckklappe anständig oben zu halten. Auch hier lies sich für kleines Geld Abhilfe schaffen. Gewählt habe ich Teile von Stabilus, die ich vor einigen Jahren schon am E91 verbaut habe.

Die Montage ist denkbar einfach und beim Anblick der Gasfedern eigentlich selbsterklärend. Am oberen Montagepunkt muss eine Klammer entfernt werden und unten am Rahmen die Metallklammer mit einem spitzen Schraubenzieher nach oben gelöst. Vorsicht, die Gasfedern sind identisch. Zur richtigen Montage muss eine Seite verdreht werden, sonst drückt die Ecke gegen die Heckklappe beim Schließen. Ergebnis:

 

 

Ganzjahresreifen – können die was?

 

Der 5er steht werkseitig auf Styling 33 Alufelgen in gewaltigen 16 Zoll mit 225er Reifen, die allerdings bis zum absoluten Minimum abgefahren sind - der Wunsch ihn loszuwerden, war anscheinend schon lange vorhanden. Da ich den Wagen wenig fahren werde und keine große Lust habe, an einem dritten Auto zwei Mal im Jahr die Räder zu wechseln, fiel die Entscheidung auf Ganzjahresreifen. Noch nie hatte ich sog. Allwetterreifen am Auto und hoffe, die Entscheidung nicht bereuen zu müssen.

Ausgesucht habe ich mir den Nexen N Blue 4Season Reifen. Ausschlaggebend waren hier durchweg gute bis sehr gute Kundenreszissionen, der Preis und vor allem die leisen 69 dB auf dem Label. Schließlich glänzt eine 5er Limo mit Komfort und das soll auch so bleiben. Ferner habe ich am 325d E91 Winterreifen aus dem Hause Nexen drauf, die bisher keinerlei Schwächen gezeigt haben und in der Tat selbst als Winterreifen sehr angenehm leise zu fahren sind.

 

Gegenwärtige Gedanken zu meiner E39 Limousine

 

Als in Aussicht gestellt war, dass ich den Wagen erwerbe, hatte ich zahlreiche Ideen für Veränderungen. Facelift-Scheinwerfer vorne, M-Paket Stoßstangen, Styling 66 Felgen und ein M-Lenkrad sollten mit Sicherheit dran. Heute, etwa zwei Wochen später, verliebe ich mich immer mehr in das Auto und zwar so wie es ist. Keine elektrischen Sitze, keine Corona-Ringe, souveränes Auftreten auch ganz ohne Sportpaket. Er ist schick, wie er ist. Ja selbst die Styling 33 sind schön mit ihrem kleinen Tiefbett und passen zum Gesamtbild. Es muss nicht Überall ein M-Aufkleber dran sein und schon gar nicht ein „Performance“ Schriftzug. Es gibt ja sogar „Performance“ Schaltsäcke und einige Fans der F-Baureihen lieben sie auch. Aber das gab es zu E39 Zeiten gar nicht und genau so soll er bleiben – ein Vorfacelift, der sich durch Understatement von seinen jüngeren Brüdern abhebt. Da bereits die Facelift-E39 schon kaum Geld kosten, kristallisiert sich hier wahrscheinlich eine Rarität heraus, ganz ohne die typischen Tuningmaßnahmen. Ich werde versuchen ihn so zu erhalten.

 

Danke fürs Lesen.

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04.01.2021 21:00    |    VentusGL    |    Kommentare (6)

Hallo Motor-Talker!

Weiter geht die wilde Reise mit dem schwarzen E39, der am Telefon gekauft wurde. Das Konzept zum Fahrzeug steht soweit und das Auto muss schnellstmöglich die HU/AU bestehen - „TÜV bekommen“ - um die Ummeldung zu vollziehen. Doch eins nach dem anderen.

 

Wie dem letzten Artikel zu entnehmen, wusste ich schon bei der Kaufzusage, dass der Motor bei der letzten Fahrt des Vorbesitzes zu heiss wurde. Der gelbe Engel sei angeblich darauf hin gekommen und habe eine defekte Wasserpumpe festgestellt. Dies ist nicht schwer zu diagnostizieren und passt zum „heiss werden“ ganz gut. Als ich dies erfahren habe, wurden gleich Thermostat mit Gehäuse und eine neue Wasserpumpe mit Metallschaufeln - nicht die Kunststoffvariante! – gekauft. Da ich die Teile ohnehin schon hatte, wurde nicht weiter untersucht und Black Beauty endlich auf Rampen gefahren.

 

Tausch von Wasserpumpe und Thermostat

 

Zu erst wurde der Viscolüfter mit einem 32er Schlüssel gelöst. Glücklicherweise hat sich die zuvor mehrfach mit Balistol behandelte Mutter mit etwas Kraftaufwand gut lösen lassen. Anschließend der Viscolüfter entfernt und das Kühlwasser am Kühlerventil abgelassen. Danach habe ich die Wasserpumpe und das Thermostat mit dem Gehäuse getauscht, wobei die alte Wasserpumpe (leider) noch einen sehr guten Eindruck machte. Trotz Kunststoffschaufeln war nichts gebrochen, auch kein Lagerspiel war festzustellen.

 

 

Nach erfolgtem Zusammenbau habe ich die beiden Entlüftungsschrauben entfernt, befüllt bis keine Luft mehr kam und tatsächlich ca. 4l mehr Wasser+Frostschutz eingefüllt, als abgelassen! Offensichtlich war schon vorher deutlich zu viel Luft im System. Wer zuletzt und wann daran gearbeitet hat, bleibt unbekannt.

 

 

 

 

 

 

Endlose Entlüftung

 

Nach dem Befüllen lies ich den Motor bei maximal eingeschalteter Heizung auf geringster Lüftungsstufe warm laufen. Gleichzeitig konnte ich im „Geheimmenü“ beobachten, wie die Temperatur über 100 Grad gestiegen ist. Der zweite Kühlwasserschlauch wurde einfach nicht warm, obwohl das Thermostat auch gewechselt wurde und der Wagen günstigerweise auf Rampen stand. Also immer wieder weiter entlüftet und es kam immer mehr Luft aus dem System, sodass der Kühlwasserpegel beim Entweichen immer wieder stark gefallen ist und die Luft verdrängt wurde. Irgendwann ging die Temperatur zügig runter, der große Kreislauf zirkulierte also endlich auch mit und das Problem scheint jetzt endlich behoben zu sein.

 

Das Thema Entlüften scheint bei dem Motor nicht so einfach zu sein. In der Theorie kein Problem, in der Praxis bilden sich wohl oft Luftnester, die kaum rauszubekommen sind.

 

Abgasanlage und Rost

 

Heute bin ich rückwärts auf die Rampen gefahren um den Wagen von unten anzusehen. Schon beim Fahren habe ich festgestellt, dass die Abgasanlage undicht sein muss. Tatsächlich – der Mittelschalldämpfer ist undicht und muss wohl getauscht werden. Das Ersatzteil ist nicht teuer, von daher kein Problem für unser Projekt. Insgesamt sieht das Auto auch von unten noch ziemlich gut aus. Kaum Rost an den Teilen. Auch die Schweller sehen noch gut aus. Das einzige was ich an Rost bisher am Auto entdeckt habe, sieht man auf den Bildern. Zusätzlich gibt es noch eine Stelle über der hinteren Stoßstange. Da ist man irgendwo dagegen gefahren und hat es nicht gleich beseitigt. Da kann der E39 nun wirklich nichts dafür ;).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Konzept

 

Was mache ich mit dem Auto? Das Fahren der Limo macht wirklich Freude. Es ist sehr leise im Innenraum, der Motor ist zwar nicht der stärkste, wirkt aber souverän und macht einfach auf seine eigene Art Spaß. Er fährt sich völlig anderes als mein N57 Diesel im E91 oder der 4-Zylinder Turbobenziner im 4er BMW. Mir gefällt der Komfort und ich tendiere dazu, den Wagen min. zwei Jahre zu fahren. Trotzdem muss er mich noch von seiner Zuverlässigkeit überzeugen, sodass jetzt nur die notwendigsten HU-relevanten Dinge erneuert werde sowie einige Kleinteile.

 

Erneuert werden vorerst:

- Vier Reifen

- Sämtliche Filter und Flüssigkeiten

- Abgasanlage

- Fensterheber hinten rechts

- Heckklappendämpfer

- Teppiche

- Schaltknauf

- Schlüsselbatterie

- ggf. weitere monierte Teile vom Prüfer

 

In Zukunft:

- Sitze

- Radio

- Evtl. Lenkrad neue beziehen

- Evtl. die Depo Scheinwerfer gegen Hella tauschen

- Sämtliche Gummis

 

Ich bin zur Zeit vom E39 total fasziniert. Die Kosten sind überschaubar, die Freude ist groß über den Garagenzuwachs und Langeweile kommt offensichtlich nicht auf. So muss es doch sein, danke fürs Lesen ;).

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01.01.2021 17:36    |    VentusGL    |    Kommentare (3)

Welche Lederfarbe würdest Du wählen?

Hallo Motor-Talker!

Willkommen im neuen Jahr und im zweiten Blog-Artikel zum neuen Projekt E39. Das Ergebnis der Umfrage im ersten Artikel und das positive Feedback zur Qualität des E39 und des M52 Triebwerks bestärken mich weiter darin, das Fahrzeug auf Vordermann zu bringen und sich dem Projekt intensiv zu widmen.

 

Hitzewallungen – was ist los?

 

In den Kommentaren des letzten Artikels habe ich bereits erwähnt, dass der Motor vor Kurzem bei den Vorbesitzern überhitzte. Dies wurde mir noch vor dem Kauf telefonisch mitgeteilt, sodass ich bereits eine SKF Wasserpumpe und ein Thermostat gekauft habe. Ich hoffe sehr, dass das Thermik-Problem damit vom Tisch ist und die Kopfdichtung noch ganz. Manche schreiben, dass die Dichtung beim M52 nicht besonders empfindlich ist, andere genau das Gegenteil – wir werden sehen. Ich werde vorab prüfen ob die Wasserpumpe noch pumpt und beide Kühlmittelschläuche warm werden. Die neuen Teile haben zusammen jedoch keine 60 Euro gekostet und werden so oder so ersetzt. Auch habe ich mir überlegt, den Kühler gleich mit auszutauschen. Erfahrungsgemäß sinnvoll oder unnötig? Gerne einen Kommentar dazu da lassen.

 

Anderes Thema: der Lebensraum des Fahrers

 

Wie erwähnt muss erst die Technik funktionieren. Dennoch mache ich mir bereits seit Tagen schöne Gedanken, wie ich den Wagen in Zukunft haben will. Besonders schwierig ist die Frage des Innenraums. Aktuell sind die originalen Sitze in „Stoff Flock gestreift/anthrazit“ verbaut. Die sind bis auf den Fahrersitz auch wirklich gut erhalten, stellen jedoch für mich als großen Fan von schicken Innenräumen natürlich nicht die beste Variante dar. Schließlich haben wir hier eine schwarze Business-Limousine vor uns – den vermutlich besten 5er aller Zeiten und damit wird hier jedem klar: schwarzer Stoff kann auf Dauer nicht akzeptiert werden ;).

 

Das Problem an der Geschichte

 

Der letzte E39 ist als Limousine Mitte 2003 vom Band gelaufen. Entsprechend alt und verschlissen sind die meisten Sitze, die man gebraucht findet. Die vom Touring passen hinten nicht und wenn man tauscht, dann auch gleich die Türverkleidungen – die allerdings meist gar nicht dabei sind. Die Auswahl ist also entsprechend klein und wenn es exklusiv werden soll, auch etwas teuer. Fakt ist, schwarzes Leder will ich nicht. Welche Farbe passt aus Eurer Sicht am besten zum schwarzen Lack? Ich tendiere zu den Farben: Zimt, Sattelbraun, Englischgrün oder Champagner. Wobei letzteres nach so langer Zeit meist furchtbar aussieht. Bitte Abstimmen, ich mache mich schon auf die Suche, damit einem Umbau im Frühjahr nichts im Wege steht. Hier ein Link zur Palette.

 

Dazu kommt die Frage der Sitzheizung und elektrischen Verstellung. Ist es denn sehr aufwendig dies nachzurüsten? Selbstverständlich freue ich mich auf das Schrauben und Aufwerten, aber vielleicht hat das jemand schon gemacht und kann den Aufwand abschätzen das nachzurüsten. Momentan sind die Sitze manuell und nicht beheizt.

 

Soweit zum E39. Danke fürs Lesen und bis bald.

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30.12.2020 16:19    |    VentusGL    |    Kommentare (31)    |   Stichworte: 5er, BMW, E39

Was haltet ihr von der Rettung des BMWs?

Liebe Leser,

das außergewöhnliche Jahr 2020 neigt sich dem Ende zu und es ist höchste Zeit für einen neuen Blog-Artikel. Wie es der Zufall so will, hat sich bei mir über die Feiertage ein schönes neues Projekt für die kommenden Monate oder gar Jahre ergeben, das ich mit Euch von Anfang an teilen möchte. Dazu starten wir mit einer Reise in längst vergangene Tage - das Jahr 1998.

 

Deutschland, 1998. Millionen von Zuschauern stürmen die Kinos um den mehrfach Oscar-prämierten Film „Titanic“ zu sehen, in den Radios läuft wochenlang „Bailando” von Loona, die damalige Nr. 1 der deutschen Single-Charts und die gute harte Deutsche Mark wird 50 Jahre alt. Auf dem Automarkt herrscht dagegen neuer Wind: Audi stellt den sportlichen TT vor, Volkswagen den kleinen Lupo und BMW bringt den E46 als 4. Generation des Dreiers auf den Markt – das Auto des Jahres wird hingegen ein Italiener. Der schnittige Alfa Romeo 156, mit dem Alfa zur alten Stärke zurück fand.

 

Unser Blick richtet sich jedoch nicht nach Turin, sondern ins niederbayerische Dingolfing. Das dortige BMW Werk wird 1998 zur besten Autofabrik der Welt gekürt und genau dort läuft am 27.08.1998 – nur wenige Tage nach meinem 10. Geburtstag – ein schöner cosmos-schwarzer BMW der Baureihe E39 als eindrucksvolle Limousine vom Band. Im Detail handelt es sich hierbei um einen 520i, angetrieben von einem 6-Zylinder M52 Motor mit 150 PS und manuellem Schaltgetriebe. Die Ausstattungsliste hält sich in Grenzen und enthält aus meiner Sicht nur das nötigste an Optionen. Dabei erwähnenswert sind lediglich die Klimaautomatik, elektrische Fensterheber vorne und hinten, Schiebedach und ein Lederlenkrad. Im Laufe der Zeit hat die schwarze Limo noch eine kleine Spoilerlippe an der Heckklappe erhalten sowie erfreulicherweise eine Anhängerkupplung. Kenner merken hier schnell, das beim E39 sehr viel mehr an Extras geht und die Ausstattung dieses Fahrzeugs eher als unterdurchschnittlich zu bezeichnen ist. Doch dazu später mehr.

 

Historie

 

Die besagte Limousine wurde damals von einem Herren Mitte Fünfzig geordert und sechs Jahre lang gefahren. Anschließend kam der BMW in gute Hände innerhalb meines Familienkreises, worin er sich nun bis vor wenigen Tagen ca. 16 Jahre lang befand. Der Wagen hat inzwischen 248tkm auf der Uhr, befindet sich bis auf die AHK, die Lippe und ein Zubehörradio im originalen Zustand und stellt somit heute keine typische Bastelbude, sondern viel mehr eine gute Basis dar, die etwas Zeit und Liebe braucht. Die Historie ist lückenlos nachvollziehbar, auch alle Papiere und Schlüssel liegen vor und selbst die originalen Felgen sind noch drauf.

 

Das Bessere ist des Guten Feind

 

Trotz der vielen treuen Kilometer im soliden E39 ist die Entscheidung gefallen, diesen durch einen 530d GT zu ersetzen. So wurde er auf einen Kärtchen-Händler wartend am Straßenrand abgestellt. Nur Zufällig habe ich davon erfahren und mich nach einiger Überzeugungsarbeit bei meiner Angetrauten dazu entschieden, den Wagen für einen niedrigen, dreistelligen Euro-Betrag zu retten. Trotz dem, dass wir bereits einen E91 und F36 besitzen, freue ich mich riesig auf das neue alte Auto und das potentialreiche Projekt E39 und weiß eigentlich noch gar nicht, wohin die „Reise“ damit gehen soll. Gleichzeitig frage ich mich beim Anblick des zeitlosen Designs, warum ich eigentlich noch nie einen E39 besessen habe, der mir neben dem E46 schon immer sehr gut gefallen hat.

 

Im Folgenden ein paar Fotos vom Auto bei der Abholung.

 

 

Danke fürs Lesen und schreibt gerne in die Kommentare, ob das Ganze aus Eurer Sicht Sinn macht, eher ein Geldgrab wird oder was ihr nun mit dem Wagen anstellen würdet ;).

 

Guten Rutsch und Danke fürs Lesen!

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08.05.2017 11:41    |    VentusGL    |    Kommentare (24)

Hat sich der "Aufwand" gelohnt?

Der Sommer rückt näher und damit auch die Urlaubsfahrt. Da unser 3er Touring schon letztes Jahr ziemlich am Anschlag war und wir dieses Jahr zu dritt fahren, musste eine Dachbox her.

Ich war schon drauf und dran eine neue von BMW zu kaufen, als ich ganz in der Nähe doch noch eine ordentliche gebrauchte entdeckt habe.

 

Es ist das Modell Jetbag Sprint 320, also eine von A.T.U., die derzeit ca. 165€ neu kostet und natürlich entsprechend beklebt ist. Nach kurzer Fahrt und Besichtigung habe ich die wirklich einwandfreie Box zum halben Preis gekauft. Klar war mir gleich, dass die Werbung hinten für die „Nr.1 Meisterwerkstatt“ definitiv entfernt werden musste.

 

 

Zu Hause angekommen habe ich die Box bis ins Wohnzimmer geschleppt und angefangen, die seitlichen Aufkleber zu entfernen. Wer glaubt, die wären mit einmal ziehen ab, hat weit gefehlt. Die alten Sticker sind alle paar cm eingerissen und mussten mühevoll entfernt werden. Als alles endlich befreit war, habe ich die Seiten schön entfettet und mich an die Gestaltung neuer Aufkleber gemacht - so ganz no-name sollte sie ja nicht bleiben ;)

 

 

An die Seiten sollten natürlich zwei BMW Schriftzüge, so wie bei den originalen Boxen. Hinten habe ich mich für ein Rallye Dakar Logo entschieden. Das hat so etwas von schönen weiten Touren in ferne Länder :).

Nachdem ich entsprechende PNGs in guter Auflösung gefunden habe und diese angepasst, wurden diese auf selbstklebende Transparenzfolie mit einem Laserdrucker gedruckt. Da unterlief mir vorerst ein Denkfehler, da ich die Folie zuvor für Sticker an Fensterglas genutzt habe und die Symbole damals natürlich gespiegelt werden mussten. Dies ist natürlich bei der Dachbox nicht der Fall gewesen, sodass ich eben nochmal alles richtig herum gedruckt und ausgeschnitten habe.

 

 

Anschließend habe ich die Box beklebt und bin mit dem Ergebnis soweit sehr zufrieden – jetzt passt sie zu meinem BMW.

 

Ich hoffe die Sticker halten gut bei Wind und Wetter und, dass es Euch natürlich auch gefällt. Bitte um Abstimmung und bis dann :)

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17.04.2017 22:12    |    VentusGL    |    Kommentare (23)

Hallo Motor-Talker,

 

es gibt einige Neuigkeiten zu berichten. Dem BMW wurden zwei neue "Extras" spendiert und außerdem noch bei km Stand 176tsd. der sogenannte "Fahrzeug-Check" bei BMW durchgeführt, der leider einen unerfreulichen Defekt aufzeigte. Ferner gibt es Zuwachs in der Garage, doch dazu gleich im Folgenden mehr ;)

 

Schon letztes Jahr sind wir mit dem Touring in die Toskana verreist und haben dieses Jahr das gleiche vor. Da der Touring schon bei zwei Personen + Gepäck für das Ferienhaus am Meer ziemlich gut beladen war und wir dieses Jahr zu dritt fahren, wird noch mehr Platzt gebraucht. Daher machte ich mich auf die Suche nach Dachträgern. Da mein BMW bereits die flache geschlossene Reling hat (Achtung, Faceliftmodelle gibt es auch noch mit der offenen hohen Reling!), war es gar nicht so einfach, gute gebrauchte Träger zu finden. Immer wieder stöberte ich durch die Kleinanzeigen und wurde tatsächlich fündig. Ein nahezu neuwertiges Paar originaler BMW Träger für die geschlossene Reling inkl. Schlüssel, Drehmomentschlüssel sowie Gebrauchsanleitung mit Versand für unter 100€ war ein sehr gutes Geschäft wie ich finde. Im Sommer wird dann noch eine Dachbox gekauft oder gemietet und das Problem wäre gelöst :).

 

Für die schöne Jahreszeit haben wir uns auch vorgenommen, öfter unsere beiden Fahrräder mitzunehmen und schöne Radtouren zu fahren. Dazu wird natürlich in erster Linie eine Anhängerkupplung benötigt sowie ein Fahrradträger. Ich habe mich für eine abnehmbare AHK von Westfalia in Verbindung mit einem 13-Poligen Erich Jäger Elektrosatz entschieden. Beides als Set wurde für knapp 360€ gekauft und mittlerweile selbst montiert. Die Westfalia AHK passt einwandfrei an das M-Paket, in abgenommenem Zustand sieht alles aus, wie davor.

 

Im Prinzip ist der Einbau auch für Hobbyschrauber relativ einfach. Im Netz gibt es sehr gute Anleitungen für den Abbau der Heckstoßstange sowie den Anbau der AHK, die man leicht ergoogeln kann. Grob gesagt, werden zahlreiche Schrauben um die Heckstoßstange gelöst und diese abgenommen. Anschließened wird der bestehende originale Träger demontiert (6 Muttern) und dann der neue mit AHK angeschraubt. Anschließend muss bei Fahrzeugen mit PDC hinten ein weiteres Loch ins Blech gebohrt werden und dieses natürlich gut versiegelt. Dann befestigt man den Kabelbaum an der AHK und zieht diesen spannnugsfrei in den Innenraum. Der Plus- und Minuspol, das Kabel an die Heckleuchte sowie das CAN Kabel werden direkt hinten beim Kofferraum angeschlossen, ein lästiges Verlegen der Kabel bis an das Handschuhfach war nicht notwendig. Man sollte für den Einbau schon zu zweit sein und sich einen guten Vormittag Zeit dafür nehmen.

 

 

Nach erfolgtem Einbau meldete mein BMW allerdings nach etwas Standzeit einen erhöhten Batterieverbrauch. Das Steuergerät des E-Satzes ist wohl nicht "eingeschlafen" obwohl korrekt angeschlossen. Nachdem auch der Herr von der Fa. Jäger ratlos war und die Geräte seit 2014 wohl auf dem neusten Softwarestand sind, hat ein Ab- und Anklemmen des Steuergeräts das Problem glücklicherweise gelöst. Ein Codieren ist auch laut Jägerservice definitiv nicht notwendig.

 

Von Anfang an hat mein Auto jeden Service bei BMW bekommen, das Scheckheft ist bis heute lückenlos gepflegt. Jetzt stand der "Fahrzeug-Check" an, wobei ich mir schon Gedanken gemacht habe, ob für das Abhaken einer Checkliste BMW-Premiumpreise bezahlt werden sollten. Ich wollte mal nicht so sein und das auch noch beim BMW erledigen, damit mein einzig übrig gebliebener Anspruch auf Rostgarantie nicht erlischt. Jeder BMW ab Erstzulassung 2004 hat nämlich 12 Jahre Garantie gegen Rost von Innen, von der ich schon beim E46 Cabrio nach 11 Jahren erfolgreich Gebrauch gemacht hatte. Ein lückenloses BMW Heft ist da unabdingbar.

 

Nun war es soweit, der Wagen war zum Check und mir wurde nach bezahlen von ca. 120 Euronen die Prüfliste ausgehändigt. Was mir sofort aufgefallen war, ist die Profiltiefe der Reifen, die hinten mit 6 mm angegeben wurde. Tatsächlich haben die hinteren beiden nur noch 3 mm übrig, ob die beide Seiten bei BMW zusammenrechnen :confused::D?! Das lässt erahnen, mit welcher Qualität die Liste "abgearbeitet" wurde. Unten hat man dann noch vermerkt, dass ein Dämpfer vorne leicht ölt und das Hinterachsdifferential ölfeucht ist. Ach ja, den Stempel gab es natürlich auch noch ins Heft sowie den Reset im Bordcomputer.

 

Bei einem Kumpel habe ich den Wagen gleich auf die Bühne genommen und gesehen, dass leider der Eingangswellensimmering am Differential undicht ist und schon tropft. Um den zu ersetzen muss wohl das ganze Differential raus. Nach etwas Stöbern bei Motor-Talk bin ich auf das Liqui Moly 1042gestoßen. Ein Mittel, das wohl die Dichtringe wieder elastisch und somit dicht machen soll. Für keine 11€ ist es einen Versuch wert denke ich mir und werde dies demnächst zum Differentialöl geben. So viel zu meinem treuen Begleiter.

 

 

Nun hat mich wie jedes Jahr aufs neue die mobile.de Lust gepackt :D

 

Ein Verkauf des BMW kommt die nächsten Jahre eigentlich nicht in Frage, da ich mit dem Wagen bisher rundum zufrieden bin. Außerdem bin ich auf den Diesel bei meiner Fahrleistung angewiesen und nutze den Wagen auch beruflich. Für mich ist ein Auto jedoch auch Hobby und nicht nur ein Fortbewegungsmittel, sodass es manchmal Tage gibt, an denen der BMW hochglänzend, gesaugt und gewachst im Carport steht und ich schon gar nicht mehr weiß, was ich daran noch machen könnte :).

Ich brauchte also etwas, das noch mehr gehegt und gepflegt werden kann und nur bei schönstem Sonnenschein gefahren werden sollte. Eigentlich wäre die Sache für mich als Cabriofreund ziemlich klar, doch es kam leider kein Cabrio in Frage, das mich wieder gereizt hätte und sich ausreichend vom BMW E91 unterschieden.

 

Den E46 hatte ich schon 2x und einmal in unvergesslicher Ausstattung (s. Blog). Es ist zwar nach wie vor ein wunderschönes Auto, doch es fehlte mir beim E46 einfach wieder der Kick. Der E93 ist sehr schick, da der Innenraum jedoch 1:1 dem meines Touring gleicht, ist auch dieser ausgeschieden. Andere Cabrios waren für mich auch zu groß, zu weiblich, zu langweilig oder auch einfach noch zu teuer :), sodass ich mich nach einem schicken Coupé umschaute und wie es der Zufall so wollte, in einem Autohaus in unserer Stadt fündig wurde. Ein Audi TT Coupé mit 2.0 TFSI Motor und 211 PS in Misanorot Perleffekt.

 

Ich habe ihn natürlich erstmal bei mobile "geparkt" und hin und her überlegt. Noch nie mochte ich rote Autos, wirklich nicht, aber irgendwie hat er es mir doch sehr angetan. Ich suchte bei mobile weiter und kein Wagen war wirklich vergleichbar und in der Nähe. Dann stand eine Fahrt nach München an, die ich mit dem BMW gemacht habe. Es waren schon die Sommerräder montiert, der BMW lieft wie Butter die knapp 400 km bis München und zurück und zeigte auf der A96 deutlich, was in ihm steckte. Ordentlich Kraft, sehr komfortabel leise, hervorragende Navigation mit dem Professional sowie ein äußerst geringer Verbrauch. Irgendwie verliebte ich mich auf der Fahrt in meinen Wagen neu und löschte noch am gleichen Abend den TT aus meiner Liste. Zu meiner Freundin sagte ich, das ganze mit dem TT sei unnötig, denn ich habe meinen TT: der heisst 325d ;). Sie wollte das noch schriftlich haben, aber zum Glück habe ich verweigert :D.

 

Eine Woche später, an einem langweiligen Sonntag schaute ich mir den besagten TT im Autohaus an. Man, sah der vielleicht heiss aus. Das sagenhafte Competition Sportpaket und der wirklich hervorragende Pflegezustand brachten mich mal wieder zum träumen, sodass die Kiste wieder "geparkt" wurde :cool:. Die Woche drauf bin ich ihn - offiziel nur zum Spaß - mal probegefahren. Natürlich machte mich der Turbobenziner mächtig an, vor allem der schöne Klang faszinierte mich doch sehr als er warm wurde und erinnerte mich an meinen damaligen Audi A4 B7 TFSI. Begeister vom Coupé machte ich die Sache klar und holte den Wagen nach Montage der neuen Contis in 255/35/19 rundum ab.

 

Der TT ist ein MJ. 2013, hat keine 70 tkm auf der Uhr und 1. Hand. Grundsätzlich genau das was ich suchte. Einen Winter hat er bisher noch nie gesehen und auch ich habe ihn nur von April bis Oktober zugelassen. Unter der Woche fahre ich nun BMW und am Wochenende dann TT, aber nur, wenn es nicht regnet - so entsteht kein Entscheidungskonflikt :).

Gepflegt werden beide Autos überdurchschnittlich und natürlich nur mit Verstand bewegt. Ich hoffe der TFSI läuft genauso zuverlässig wie der BMW N57, an dem ich wirklich nichts zu meckern habe. Hier einige Bilder des TT, auf Eure Meinung dazu bin ich natürlich gespannt ;):

 

 

Danke fürs Lesen!

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22.01.2017 14:18    |    VentusGL    |    Kommentare (31)    |   Stichworte: 3er, BMW, E91

Nach einem Steinschlag im Sichtfeld (ich hasse SUVs ohne Schmutzfänger auf der Autobahn) wurde nach nur 6 Monaten eine weitere Windschutzscheibe fällig. In einem Zug sind die im vorherigen Artikel vorgestellten BMW Kameras vorne und hinten durch den Freundlichen eingebaut worden und in Betrieb genommen.

 

Auf meine Frage ob diese "BMW Advanced Car Eyes" schon mal durch das Autohaus verbaut wurden, erzählte mir der Mitarbeiter von einem 850 CSi Fahrer. Ihm wurde wohl auf der Autobahn so oft provozierend aufgefahren, dass er sich für das System entschlossen hatte um festzuhalten, wie sein 850er diesen neumodischen Sportwagen einfach davon zieht ;)

 

Dies war gewiss nicht meine Absicht, zudem mein 325d nicht vom Format des 850 ist. Trotzdem habe ich mir die Kameras nun einbauen lassen und bin schon einige hundert km damit gefahren.

 

Die Frontkamera, die einer kleinen Digi-Cam sehr ähnelt, sitzt nun oben links neben dem Rückspiegel. Mit einem 3M Klebestreifen hält sie bombemfest an der Scheibe und lässt sich im ihrem Winkel weiterhin verstellen.

 

 

Sie erfasst den gesamten vorderen Bereich und liefert tags und nachts bei Scheinwerferlicht ein gutes Bild, die Kennzeichen vorbeifahrender PKWs auf der Autobahn lassen sich gut erkennen.

 

 

Bei Zündung AN gehen die Kameras in den "Fahren"-Modus. Dabei wird permanent vorne und hinten gefilmt. Aus Sicherheitsgründen schaltet das Display nach 30 oder 60 s ab, um den Fahrer nicht abzulenken. Dabei lässt sich auch die vordere blaue "REC-Led" abschalten, die hinten leuchtet punktförmig immer mit - leider auch im Parkmodus. Die vordere Cam ist nicht gerade unauffällig, wer eine sehr dezente und nicht auffallende Lösung sucht ist, dem ist das System nicht zu empfehlen.

 

Auch im vergleichsweise kleinen 3er Innenraum behindert die Kamera jedoch die Sicht nach vorne nicht, zumindest wenn man nicht größer als 1,80 cm ist. Klappt man die Sonnenblende runter, so verschwindet die Cam komplett dahinter.

 

 

Die hintere Kamera ist da schon deutlich unauffälliger, verrät ihre Aktivität jedoch wie erwähnt durch die blaue LED, die ich wohl mit einem kleinen Klebestreifen verdecken werde. Blickt man in den Innenspiegel, erkennt man als Fahrer an einer weißen LED auf der Rückseite der Kamera, dass sie aktiv ist. Es lässt sich also auswählen, ob beide Kameras filmen oder nur die vordere.

 

Insgesamt machen die Kameras das was sie sollen und legen die Aufnahmen in 3 Ordnern auf der MicroSD Karte ab (Fahren, Parken und Event). Die Fahren- und Parken Aufnahmen werden bei voller Karte überschrieben, die Events (bei Erschütterungen des Fahrzeugs ausgelöste Aufnahmen mittels G-Sensor der Cam) bleiben länger erhalten, bis eine entsprechende Menge an Events erreicht ist und diese dann wieder auch überschrieben werden.

 

Die Auswertung der Videos erfolgt kinderleicht mit der zum Download vorgesehenen Software. Anhand von Datum und Uhrzeit lässt sich schnell zum gewünschten Zeitpunkt springen, gleichzeitig sieht man auf einer kleinen Karte den Ort des Fahrzeugs während der Fahrt sowie die gefahrene GPS Geschwindigkeit.

 

 

Mit einem Kaufpreis von ca. 230€ + ca. 300€ Einbaukosten bei BMW sind die Kameras definitiv kein Schnäppchen. Da sie jedoch eine saubere Lösung darstellen und im Zweifelsfall viel Geld und Ärger ersparen können, kann ich den Einbau (nach Einsatzort und Rechtslage) durchaus empfehlen, vor allem wenn man es selbst machen will. Wer eine unauffällige Lösung sucht, sollte sich nach einer Alternative umschauen.

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15.01.2017 16:48    |    VentusGL    |    Kommentare (45)    |   Stichworte: 3er, BMW, E91

Hast Du eine Kamera im Auto?

Liebe Leser,

 

zu erst noch an alle einen guten Start ins neue Jahr! Nun ist mittlerweile auch mein BMW ein Jahr in meinem Besitz. So ziemlich genau habe ich 2016 (unfassbare) 45.000 Kilometer zurückgelegt mit einem Durchschnittsverbrauch von 7.1l laut Bordcomputer. Das Auto macht mir nach wie vor viel Freude, sodass ich mir zu diesem kleinen "Jubiläum" eine kleine Spielerei zugelegt habe - das BMW Advanced Car Eye. Eine originale BMW Daschcam.

 

Lange gibt es die Armaturenbrett-Kameras bereits auf dem Markt und jeder kennt die verrücktesten Videos, die damit mehr oder weniger zufällig entstanden sind. Nach meinem Kentnissstand liefert von den Auto-Herstellern allein BMW ebenfalls zwei Varianten der Dashcam. Entweder nur die Frontkamera oder als Set inkl. Heckkamera. Ich habe mich für das Set mit beiden Kameras entschieden und knapp 240€ dafür bezahlt.

 

Schon bald war das Paket da - naja genaugenommen 2 Pakete mit Freude für Männlein und Weiblein ;)

 

Schnell war das Paket ausgepackt und das neue Spielzeug in Augenschein genommen.

 

Die Frontkamera zeichnet in FULL-HD auf und verfügt über ein leichtverständliches Touch-Display auf der Rückseite. Hierbei lassen sich verschiedene Einstellungen treffen, wie z.B. das Ausschalten des Micros oder auch der Heckkamera, die Steuerung der blauen REC-LED usw..

 

An der Kamera gefällt mir, dass sie komplett ins Fahrzeug eingebunden wird. Wird die Zündung eingeschaltet, startet die Aufnahme. Bei ausgeschalteter Zündung wird bei Erschütterungen sofort aufgezeichnet (G-Sensor) und gleichzeitig auch der Zustand der Fahrzeugbatterie überwacht, damit der Wagen trotz Kamera jederzeit sicher starten kann.

 

Wer nicht permanent filmen will oder darf, kann die Aufnahme mit dem seitlichen Record-Knopf auslösen. Ist die mitgelieferte 32GB Speicherkarte voll, so werden alte Aufnahmen überschrieben. Eine Auswertung der Videos kann sehr bequem mit der Software vorgenommen werden. Dabei sieht man beide Blickwinkel, die Geschwindigkeit als auch den Ort, der mittels GPS Antenne immer mit hinterlegt wird.

 

 

Wer sich für eine Kamera entscheidet, sollte sich erst der Rechtslage dazu bewusst werden. In vielen Ländern und Bundesländern ist dies noch eine Grauzone. Nach meiner Recherche werden Kameras durchaus bei Gerichtsverfahren zugelassen, dies kommt auf den Einzelfall an. Besonders gut stehen die Chancen, wenn man nicht permanent mitfilmt, sondern die Aufnahme erst in einer offensichtlich gefährlichen Situation aktiviert. Dabei wird allerdings auch das eigene Fahrverhalten mitgefilmt und kann einem durchaus nachteilig angerechnet werden.

 

In Ländern wie Österreich ist die Aufnahme grundsätzlich verboten und hat sehr hohe Bußgelder zur Folge. Eine Veröffentlichung bei Youtube usw. sollte man ebenso nicht vornehmen, das sollte jedem einleuchten.

 

Meine Kameras werden nächste Woche bei BMW eingebaut und codiert, dann gibt es dazu einen weiteren Erfahrungsbericht.

 

Mehr Infos und Eindrücke findet ihr auch unter folgenden Links:

 

http://www.bmw.de/.../accessoryDetail.accessoryId=9872.html

 

https://www.youtube.com/watch?v=gmoIv0eSBnk

 

https://www.youtube.com/watch?v=XxI64KMzHl0

 

 

Bitte abstimmen nicht vergessen und gute Fahrt bei dem miesen Winterwetter ;)

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19.11.2016 21:29    |    VentusGL    |    Kommentare (39)    |   Stichworte: 3er, BMW, E91

Die Maßnahmen sind:

Wer kennt sie nicht, die Statistik der meistgeklauten Fahrzeuge Deutschlands, meist angeführt vom BMW Schwergewicht X6. Doch auch die Verwandschaft in Form des E90/E91 ist leider nicht weit entfernt und zählt zu beliebtem Diebesgut - wenn nicht als Ganzes, dann wenigstens in wertvollen Teilen. Die serienmäßige Alarmanlage und Wegfahrsperre schreckt nur wenige ab, wer mehr Sicherheit will, muss in der Regel gut investieren. Ich habe trotz umfangreicher Versicherung noch einige sehr kostengünstige und aus meiner Sicht effektive Maßnahmen getroffen und möchte diese hier mit Euch teilen ;).

 

Ich habe mich mit dem Thema Diebstahlschutz vor meinem Urlaub im Ausland befasst und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass es 100% Sicherheit nicht gibt. Eine gute Vollkaskoversicherung ist von daher - je nach Restwert natürlich - unumgänglich.

Klar ist es "nur" ein 3er BMW, doch auch diese Fahrzeuge und deren Ausstattung werden täglich gestohlen.

 

Entweder es wird versucht, den Wagen komplett zu klauen oder zumindest in den Innenraum zu gelangen und innerhalb von Minuten Navi, iDrive, Airbags inkl. Lenkrad und sonstige Werstsachen zu stehlen. Ist der Wagen wieder instandgesetzt, kommen sie gerne wieder und bedienen sich erneut an Neuteilen - ein Riesenärger.

 

Normalerweise wird das Schloss aufgebohrt, am OBD Port ein neuer Schlüssel angelernt und weg ist das Auto. So wie ich das einschätze, gilt es in erster Linie dem Dieb auf dem Weg zu seinem Ziel so viel wie möglich Zeit zu stehlen.

 

Da zu erst wohl das Schloss der Fahrertüre aufgebohrt wird, müsste dieses aus meiner Sicht weg. Problem ist nur beim Facelift, dass das Auto kein einziges mechanisches Schloss hat. Bei leerer Batterie hat man also ein ernsthaftes Problem. Gelöst habe ich es so, dass ich die Türkappe vom Rechtslenker besorgt und innen anpasst habe. Das Schloss sitzt also unsichtbar doch hinter der Kappe, wobei in erster Linie erstmal davon ausgegangen wird, dass keines da ist. Zur Not müsste die Kappe dran glauben (Wert mit Lack ca. 50€), wäre aber noch zu verkraften.

 

 

Netter Nebeneffekt ist natürlich der cleane Look aller Türen ;)

 

Angenommen, jemand macht sich doch daran zu schaffen und gelangt in den Innenraum. Der nächste Griff geht an die OBD Dose um einen Schlüssel zum Wegfahren zu programmieren.

Um das zu verhindern verbauen einige abschließbare OBD Steckplätze, verändern die Steckerbelegung oder versteckte Schalter um wichtge Leitungen zu unterbrechen. Ich habe mich für die aus meiner Sicht einfachste Variante entschieden. Die OBD Dose verlegen und eine Attrappe mit originaler Pinbelegung, jedoch ohne Kabel dran :), montieren. Kostenpunkt dafür ca. 10€. Wer die originale verlegt muss darauf achten, dass diese im Radius von 1 m vom Fahrer bleiben muss und das dann einer Werkstatt natürlich mitteilen.

 

Das Anlernen eines neuen Schlüssels wird somit also unmöglich.

 

Bei meiner Recherche kommt es wohl auch häufig vor, dass die kleine Scheibe an der hinteren Türe eingeschlagen wird, ein Griff in den Innenraum erfolgt und die hintere Türe somit geöffnet.

 

Mein Tipp an der Stelle ist schlicht und ergreifend die Kindersicherung zu aktivieren. Da bei mir sowieso keiner hinten sitzt, habe ich die Hebel an beiden Türen hinten umgelegt, sodass hinten definitiv auch keiner reinkommt bzw. rauskommt ;).

 

Maßnahmen wie GPS-Sender sind m. M. n. wirkungslos, da oft Störeinheiten verwendet werden und der Wagen dann sowieso nicht geortet werden kann. Sollte dieser geortet werden, gehe ich schwer davon aus, dass das Auto dann eh schon über alle Berge ist und evtl. schon zerlegt - den will ich in der Form zumindest dann gar nicht mehr zurück...

 

Sicher kann man das Ganze als übertrieben ansehen, ich bin jedoch fest davon überzeugt, dass diese kleinen Maßnahmen im Ernstfall einen großen Beitrag dazu leisten, dass mein Auto da bleibt, wo es ist!

 

Bis dann!

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05.11.2016 19:56    |    VentusGL    |    Kommentare (22)

Mittlerweile hat mein 3er die 160.000 km erreicht, sodass sich an der Stelle ein kleiner Zwischenbericht zum Zustand des Wagens anbietet. Der aktuellen Rechtsprechung nach werden etwa 250.000 km Nutzungsdauer für solch einen 3er angesetzt, wobei BMW Leasing laut Spiegel Online mit nur 150.000 km kalkuliert (dazu mehr).

 

Kurz vor der Urlaubsfahrt Anfang September, mit etwa 155 tkm auf der Uhr, meldete sich zum ersten Mal überraschender Weise der Bordcomputer zu Wort. Standlicht vorne links sei ausgefallen - der erste Mangel in meinem Besitz seit Januar 2016 und der erste in den letzten 33tkm. Da mir - wahrscheinlich im Gegensatz zur Mehrheit hier im Forum - die orangen Ringe mehr gefallen, als die kalten neumodischen LEDs, entschloss ich mich wieder das einzubauen, was drin war und ist.

Die gleichen Philipps H8 Standlichtlampen wurden unverzüglich bestellt und los ging es mit dem Einbau. Natürlich wollte ich gleich beide Seiten wechseln und die noch funktionstüchtige Lampe der Beifahrerseite als Ersatz belassen. Ich war allerdings froh, dass fahrerseitig mehr Platz zur Verfügung stand um diese fummelige und nervige Arbeit zu verrichten. Auf der noch intakten Beifahrerseite ging es noch enger zu, da dort unmittelbar der Luftfilterkasten daneben verbaut ist, sodass ich mir diese Qual erspart hatte und die noch intakte Lampe drinnen ließ.

 

 

Einige Tage später ging es Richtung Süden in die Toskana. Nach etwa 50 km Fahrt eine Meldung im BC - Bremslicht hinten links ausgefallen! Ausgerechnet auf der Urlaubsfahrt fällt der Schrott aus dachte ich mir, nun gut, sind ja noch einige Lampen vorhanden. In der Nähe unserer Unterkunft gab es ein BMW Autohaus, an dem wir zufällig vorbei gekommen waren. Dort habe ich mir die 21W Lampe für glatte 5€ ovp gekauft und eingebaut. Genau zwei Wochen später, wieder in Deutschland, fällt das Bremslicht rechts aus! Gespannt war ich auf den Preis bei BMW für dieses Lämpchen - knapp unter 5€ und damit billiger als in Italien ;)

 

 

Heute, gute 2 Monate nach dem der Lampenärger mit dem Standlicht links angefangen hatte, fällt Standlicht rechts aus. Jetzt führte kein Weg an der fummeligen Arbeit vorbei - zum Glück hatte ich damals gleich 2 der Philipps H8 Lampen bestellt und konnte mich schon heute damit herum ärgern.

 

Vergangene Woche war der Wagen bei BMW zur Inspektion. Es gab sämtliche neue Filter, frische Bremsflüssigkeit und mal wieder etwas über 7l neues Öl, das ich wie sonst auch selbst mitgebracht hatte (Mobil ESP 0W-40). In den vergangenen 29tkm musste ich glücklicherweise keinen Tropfen Öl nachfüllen, der Stand lag das ganze Intervall über bei Maximum.

Auch sonst machte mein Kombi einen guten Eindruck auf der Hebebühne. Lediglich ein Dämpfer vorn ist gaaanz leicht ölfeucht im oberen Teil, bei 160 tkm auch kein Wunder beim schweren 6 Zylinder und dem straffen M-Fahrwerk. Ansonsten war der Rest trocken und soweit in bester Ordnung - ein Glück.

 

Beim Wechsel des Standlichts rechts musste ich leider feststellen, dass BMW zwar einen neuen Luftfilter eingesetzt hat (immerhin nicht nur ein Kreuzchen gemacht), jedoch den ganzen Dreck da drunter einfach im Luftfiltergehäuse belassen - das finde ich sehr enttäuschend und schlecht gearbeitet.

 

 

Auch lobte der Meister meine vorbildlich bereits montierten Winterräder :). In der Regel fahre ich gerne so lange es geht und wieder so früh wie möglich die schickeren Sommerräder. Diese Saison ist es anders. Zum einen musste ich die erst im März montierten Sommerreifen so schnell wie möglich vom Wagen haben, da ich diese noch die nächste Saison fahren will und diese nach einer Saison vorne 5 mm und hinten bereits nur 4,5 mm aufweisen. Zum anderen habe ich mir für die Winterräder wieder die Styling M 194 Alufelgen besorgt, die mein Wagen ab Werk hatte. In einem top Zustand waren die Felgen leider nur auf Sommerreifen zu erwerben, da die Felgen wohl so gut wie niemand als Winterräder fährt. Mein Favorit für den Winter sind sie deshalb, weil sie schick auf Mischbereifung gefahren werden können und ich gleichzeitig im Winter lieber mit 17 Zoll und "mehr" Reifen unterwegs bin, als auf 18 Zöllern.

 

 

Schnell waren die auf den M194 montierten Sommerreifen verkauft und Winterreifen dafür bestellt. Jedoch ist die Auswahl für die Hinterachse in 255/40/17 als Winterversion sehr begrenzt. Entschieden habe ich mich für die Kumho Wintercraft WP71, ein junges Model von Kumho. Die zahlreichen Tests, die ich gelesen habe, kann man alle getrost vergessen. Ein Widerspruch nach dem anderen, genauso wie bei der Frage, ob es problematisch ist, Winterreifen bei starkem Regen zu fahren. Der ADAC warnt jährlich, dass die Winterreifen schnell bei Nässe rutschen - gleichzeitig schreiben andere Autozeitungen, dass Winterreifen viel mehr Reserven haben und später aufschwimmen.

 

Mit Kumho hatte ich beim 330d E46 beste Erfahrungen gemacht, sodass ich auch beim E91 keine Bedenken hatte, den Reifen zu montieren.

 

 

Mein BMW E91 macht nun auch auf Winterrädern einen schönen Eindruck, das gefällt mir besonders gut. Bisher fahren sich die Räder sehr gut, allerdings sind sie natürlich ab etwa 80 km/h etwas lauter, als die leise flüsternden Sommerreifen ;).

 

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02.09.2016 20:46    |    VentusGL    |    Kommentare (14)    |   Stichworte: 3er, BMW, E91

Der Erstbesitzer hat meinen 325d durch eine lange Wunschliste an Extras auf gute 65.000€ konfiguriert – für einen 3er nicht wenig Geld, obgleich sicher noch mehr möglich wäre. Sportpaket, Individualoptionen, Schaltwippen… alles an Bord, nur eins nicht - das mitunter wichtigste wurde bei einem 3L-Diesel-Automatik zu meinem Pech weggelassen oder einfach vergessen: der Tempomat!

 

Genervt hat es mich, dass mein letztes Fahrzeug, der A4, schon keinen hatte :rolleyes:. Gut dachte ich, das wird kein Hexenwerk einen Hebel nachzurüsten und zu programmieren. Beim Golf 3 Benziner hatte ich das Ding nachgerüstet – dort noch eine Rarität mit Unterdrucksystem und Steller am Gaspedal. So schwer dürfte das beim E91 nicht sein.

 

Ich fuhr zum Freundlichen und wollte das Ganze so schnell wie möglich in Auftrag geben. Dann wurde mir eine Rechnung präsentiert, die so hoch war, dass man so viel Diesel gar nicht einsparen kann. In einem 6-Zylinder, der so gut wie alles drin hat werden fällig:

  • Schaltzentrum mit Tempomathebel
  • Abdeckung mit Aussparung für den Hebel
  • Neuer Tacho „high“, da mein normaler „low“ Tacho keine Anzeige hat
  • Einbau + Codierung

Die Gesamtkosten wurden mit ca. 1500€ angesetzt – ein Wahnsinn.

 

So hatte sich das Thema für mich erstmal erledigt und ich musste weiter brav auf das Pedal drücken. Mit der Zeit wurde der Wunsch meinerseits doch immer größer, da ich locker 40 – 50 tkm im Jahr fahre und fast nur Autobahn. Eine andere Lösung musste her! Zum Glück kennen sich manche Leute hier bei MT gut mit dem Thema aus und konnten wichtige Tipps liefern.

 

Der neue Tacho ist nur für die Anzeige notwendig, also kann man den weglassen, zudem ich einen Tachotausch hinsichtlich Laufleistung immer sehr kritisch sehe. Tacho „low“ kann also bleiben. Jetzt musste nur noch das passende gebrauchte Schaltzentrum gefunden werden. Dabei war wichtig, dass es eins vom Touring ist (Heckwischer) und ferner war wichtig (wobei hier die Meinungen unter den „Profis“ auseinander gehen), dass es einer für Fahrzeuge mit Regensensor und eben vom 6-Zylinder ist.

 

 

Beim 1. Einbau kam beim Betätigen ständig die Meldung, dass die Geschwindigkeitsregelanlage außer Funktion ist. Die Vermutung war, dass die Teilenummer nicht passt oder sich mein Tacho „low“ mit dem Schaltzentrum nicht verträgt. Alle Bemühungen seitens des Codierers waren umsonst – zumindest wurde mir die digitale Geschwindigkeitsanzeige programmiert, ein leerer Fehlerspeicher bescheinigt und eine Rest-km Angabe vom Partikelfilter von 134000 km genannt – also soweit gute Nachrichten.

 

 

 

 

Beim 2. Einbau kam ein Schaltzentrum mit der „passenden Teilenummer“ rein. Doch schon bald die Enttäuschung: weder Blinker noch Wischer funktionieren, nur die BC Anzeige ging noch. Der Austausch der Wickelfeder brachte auch keine Änderung. Das Schaltzentrum war offensichtlich defekt und ging auch zurück. Verzweifelt wurde ein Schaltzentrum vom 4-Zylinder – ohne Bremsfunktion wie beim 6-Zylinder sonst üblich –probeweise eingesetzt und codiert.

 

Siehe da, alles funktioniert einwandfrei, keine Fehlermeldungen und Komfort pur :cool:! Glücklich war ich über mein neues Extra und der Codierer hat auch nicht schlecht gestaunt ;).

 

 

Es ist also möglich die Geschwindigkeitsregelanlage für kleines Geld nachzurüsten - auch beim 6-Zylinder mit dem "low" Tacho. Die Anzeige braucht aber kein Mensch, da die digitale Geschwindigkeitsanzeige an der Stelle völlig ausreicht und eigentlich auch schon die Zeigernadel. Die Arbeiten am Airbag als auch an der Software des Fahrzeugs sollten allerdings nur Fachleute durchführen, da zum einen unfallgefahr besteht und zum anderen etwas zu beschädigen.

 

Mit Tempomatnutzung brauche ich für meinen Arbeitsweg (95% außerorts) 0,2l weniger Diesel im Schnitt. Das sind aufs Jahr gerechnet gut 100€ Ersparnis.

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