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Auto Notizen

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13.07.2015 12:41    |    Xpoint    |    Kommentare (1)

Nach der ersten Vorstellung der neuen Giulia für 2016, die Alfa Romeo endlich das langersehnte Comeback bringen soll, dachte ich mir, es ist Zeit, einmal den aktuellen Status Quo zu „schnuppern“.

 

In München, der nördlichsten Stadt Italiens, bietet sich dafür nichts besser an als ein Besuch des örtlichen Alfa-Platzhirsches: Das Autohaus Grill Sportivo. Während anderswo das Alfa-Schild schüchtern unterm gelben Opel-Banner hängt oder man sich auf der Suche nach einem MiTo-Vorführer durch koreanische Kompaktwagen schlängeln muss, schlägt hier seit 40 Jahren das „Cuore Sportivo“. In der aufgeräumten Werkstatt stehen einige leckere Klassiker, u.a. ein seltener SZ. Auf der Bühne entdecke ich eine Kindheitserinnerung. Aus dem Italien-Adria-Familienurlaub kam ich als Kind stets mit neuen Bburago-Autos nach Hause, mal in Baugröße 1:18, mal kleiner in 1:24. Oft war das der damalige 3er BMW Italiens, die Alfa Giulietta als Polizia- oder Carabinieri-Streifenwagen.

 

Und genau dieses Auto hängt nun lebensgroß und unschuldig auf der Hebebühne, im klassischen Alfa-Rot. Das Design der Giulietta, die im Herbst 1977 die Giulia ablöste und 1985 dem Nachfolger Alfa 75 Platz machen musste, besticht noch heute. Vor allem das Facelift-Modell, das hier hängt, hat es mir angetan. Die Front mit dem schmalen, sich mutig gegen den Wind stellenden Kühlergrill und dem unaufgeregten Scudetto als Alfa-Markenzeichen gefällt in ihrer sportlichen Schlichtheit. Das hohe Heck entspricht dem Aerodynamik-Zeitgeist der 80er. Ebenso wie das pragmatische Designelement der schwarzen Pseudo-Lüftungsgitter am Heck, die das viele Blech einfach aber effektvoll kaschieren. Die Spoilerkante ist schön ausgeprägt, heute wird sowas vor allem bei einem deutschen Konzern halbseitig als wahnsinnig kantiges Zeichen penibler Fertigungswerkzeuge gefeiert.

 

Kurzer Plausch mit dem Geschäftsführer des Autohauses, und ich darf seinen Liebling tatsächlich fahren. Also nichts wie los zur Premiere: Der erste Klassiker-Bericht auf autnotizen.

 

30 Jahre hat das Auto auf seinen Rädern verbracht, stilgerecht frisch bereift auf Vredestein-Gummis im Giugiaro-Design mit tollen Zender-Zubehör-Felgen (Die Löcher stilisieren AR). 30 Jahre automobilen Fortschritt merkt man, wenn man wie ich voll und ganz all den popowärmenden, rückenmassierenden, spurhaltenden und einparkhelfenden modernen Krimskrams gewöhnt ist. Hier also Fahren statt Gefahrenwerden. Trotz des hohen Alters steht die Giulietta topfit vor uns, gerade hat sie nicht nur eine frische HU-Plakette, sondern auch ein H-Kennzeichen bekommen. Die DEKRA Prüfer bescheinigen den guten Zustand des Wagens, von dem ich mir auch selber ein Bild machen konnte – siehe Bilder.

 

Als erstes fällt auf, was für ein Sound ein 2-Liter Vierzylinder-Boxer verursachen kann. Lange bevor immer neue Lärmvorschriften die Autos ruhiger werden ließen, war dieses Geräuschniveau normal, heute hat man schon viele Augenpaare auf sich gerichtet, wenn man gerade im 2. Gang entspannt um die Ecke vor dem Eiscafé biegt. Apropos biegen: Die servolose Lenkung mit dem großen Lenkrad ersetzt sicherlich keinen Besuch im Fitnessstudio – dieser ist vielmehr anzuraten, um die Giulietta zielgenau durch Kurven zu zirkeln oder mit dem riesigen Wendekreis in der Tiefgarage zu rangieren. Zwei Stunden Alpenpässe mit dieser Lenkung und ein frisches Hemd wird fällig. Das brauche ich aber gerade nicht, da es entspannt geradeaus über die Landstraße geht. Dabei fällt der ruhige Lauf des Motors bei konstanter Geschwindigkeit auf, erst beim runterschalten wird er mit herrlichen Fehlzündungen wieder frech. Nach intensivem Suchen habe ich endlich eine Möglichkeit gefunden, die Seitenfenster herunterzulassen. Die waren schon 1985 elektrisch, die Knöpfe dafür verstecken sich trotz zahlreicher Blindschalter an der Mittelkonsole aber doch tatsächlich am Dach. Dort leuchtet auch die aktuelle Uhrzeit digital in den gepflegten und originalen Innenraum, ansonsten dominieren tolle Analoguhren, Walzeninstrumente für Tankanzeige und Motortemperatur und eine Armada einfacher Warnleuchten, sollte Julchen einmal ein Mitteilungsbedürfnis haben, weil sie z.B. Durst hat.

 

Die Gänge lege ich nach Anraten von Herrn Grill behutsam und langsam ein, führe den Ganghebel zielgenau durch die Schaltgassen des exakten 5-Gang-Getriebes in Transaxle-Bauweise (Motor vorne, Getriebe hinten an der Antriebsachse). 117.000 Kilometer ist diese Giuletta bisher gelaufen. Als Modellversion 2,0 Super mit 130 PS steht sie fast im Originalzustand da: Am Heck verkündet der Schriftzug „Giuletta 1.8“. Das aber nicht aus Pseudo-Understatement, sondern schlicht der Tatsache geschuldet, dass ein 2.0 Schriftzug aktuell nirgends aufzutreiben ist. Wenn also jemand jemanden kennt…

 

Das Auto ist mit einem Zender-Sportfahrwerk mit Tieferlegung und den erwähnten Felgen ausgestattet; beides gab es damals bei Alfa Romeo im Zubehör zu kaufen und nachzurüsten, gilt für mich daher als Originalzustand. Die grünen Kleeblätter an den Kotflügeln auch, da es zwar nie eine Giulietta QV gab, diese Sticker aber den Enthusiasmus der Alfa Fans aus den 80ern wunderbar stilvoll ins Hier und Heute retten. Gleiches gilt für das dritte Kleeblatt an diesem Auto, verklebt auf dem Armaturenbrett.

 

Wieder zurück in Giuliettas Zuhause wird sie nochmal auf die Bühne gehievt und ich kann mir ein Bild vom guten Pflegezustand machen. Ein fünf Jahre alter Vertreter-TDI sieht am Unterboden auf jeden Fall abgerockter aus. Nun gut, der wird ja auch bei Wind und Wetter gefahren, während ein 30 Jahre alter Alfa es lieber trocken mag. Am Getriebe ist ein leichter Ölfilm, ansonsten alles sauber und auch der Rost hat sich bei diesem Exemplar noch nicht blicken lassen, bis auf einige unauffällige Spuren am Auspuff. Die Bremszangen sind neu gemacht, was einen riesigen Reparaturaufwand bedeutet. Damit die ungefederten Massen möglichst gering sind, hängen die hinteren Bremsscheiben nicht etwa in der Felge, sondern am Getriebe. Dieses muss bei Bremsenwartungen gerne mal Platz machen. Wenn man auf den Gebrauchtwagenseiten surft, entdeckt man einige Giuliettas, die vor allem vor der Windschutzscheibe Faustgroße Rostlöcher haben. Das mach den Zustand dieses Exemplars umso bemerkenswerter.

 

Nach zu schweren Breras und 159ern, verquollenen Punto-Klonen und der auch nicht mehr taufrischen aktuellen Kompakt-Giulietta ist es für viele schwer greifbar, warum der Mythos Alfa Romeo immer noch lebt. Eine Stunde mit diesem roten Flitzer spritzt Dir das Gift der Schlange im Emblem direkt in den letzten Winkel des Blutkreislaufs.

Leider steht diese Giulietta aktuell nicht zum Verkauf, aber man sieht sich ja zweimal im Leben. In diesem Zustand lebt das Auto noch viele Jahre weiter.

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07.07.2015 13:51    |    Xpoint    |    Kommentare (0)

Der neue Prius Plug In - HybridDer neue Prius Plug In - Hybrid

Bei autonotizen.de gibts erste Bilder und Infos zum neuen Prius, der auf der Tokyo Motor Show vorgestellt werden soll.

Die Bilder stammen von der taiwanesischen Seite autonet.com.tw, ich denke, sie sind "the real deal". Urteilt selbst...

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06.07.2015 15:33    |    Xpoint    |    Kommentare (0)    |   Stichworte: III (T), Laguna, Renault

Noch vor der offiziellen Vorstellung sagen wir "Bonjour" zum neuen Hoffnungsträger von Renault in der Mittelklasse: Der Talisman zeigt sich.

Das Design ist anders, aber haut mich leider spontan nicht vom Hocker - mal sehen wir er sich im echten Leben macht.

Weitere Informationen liegen noch nicht vor, er wird sich aber die Motoren bis maximal 1,6 Liter und 160 Diesel- bzw 200 Beziner - PS mit seinem Plattformspender Espace teilen.

 

Mehr dann eh´hier in der offiziellen Motor-Talk-Redaktion wenn er vorgestellt ist.

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06.07.2015 09:41    |    Xpoint    |    Kommentare (0)

Noch nicht mal 12 Uhr, aber der Hochsommer 2015 lässt auch diesen Sonntag auf neue Temperaturrekorde hinfiebern. Was also tun, wenn es einen nach draußen zieht, es aber auch im Schatten fast schon zu warm wird? Glücklicherweise steht vor der Tür die Alternative zur Sommerlethargie, hinein also in 8,21 Quadratmeter mit Aluminium und Stahl umbauten Raum. Sagen wir lieber Höhle, flach und kuschelig wie es von außen scheint. Ausfahrt im Audi TT.

Trotz ibisweißer Außenlackierung empfängt uns der Audi mit einem hervorragend vorgeheizten Innenraum – ein Umstand, wie geschaffen für eine Besonderheit der aktuellen TT Baureihe. Der erste Griff steuert die Fingerspitzen ausnahmsweise nicht zur konzernweit fast gleichen Klimabedieneinheit. Im wunderbar reduzierten Sportwagencockpit des TT hat Audi die Klimasteuerung ins Zentrum der Lüftungsdüsen platziert. Klare Displays mit statt rastenden Drehrädern drumherum finden sich in insgesamt fünf Lüftungsöffnungen im Turbinendesign. Totschick und dermaßen clever und simpel zu bedienen, dass ich mich nicht unbedingt wundere, warum vorher noch niemand darauf kam, sondern eher darüber, warum das nicht direkt alle nachmachen!

 

Der Startknopf ist gedrückt (sieht aus wie Metall, fasst sich wie die ganze Mittelkonsolenverkleidung auch so an, und ist es auch – hier taucht es das erste Mal auf, das Wort „Premium“!) und ich lasse angenehm kühle Luft in den Innenraum blasen.

Der 2,0 Liter Turbo-Benziner mit 230 PS (die Super-befeuerte Allzweckwaffe des Volkswagenkonzerns, verbaut in verschiedene Modelle von Seat, Skoda, VW, VW Nutzfahrzeuge und Audi und in dieser Konfiguration mit 230 Pferdchen zum Beispiel auch im Performance-Modell des Golf GTI zu Hause) bläst auch aus, und zwar bestens katalysierte Abgase durch zwei Unterarmdicke Endrohre mit geschickt arbeitenden Klappen im Auspuff, so herrlich wie das bratzelt und zischt.

 

Endlich mal wieder ein Auto mit Schaltgetriebe. Die sechs Vorwärtsgänge lassen sich mit dem kurzen und griffigen Ganghebel hervorragend dirigieren. Unaufgeregt aber merklich vom Horizont abgezogen tigert der kompakte Sportaudi los. Schon auf den ersten Metern wird klar, dass ein Coupé wie der TT, Modular-Quergebaukastelt mit vielen Gleichteilen hin oder her, neben sportlichen Golfs und A3s auf jeden Fall seine Nische gefunden hat. Der niedrige Schwerpunkt und die gekonnte Abstimmung des einstellbaren „Magnetic Ride“ – Fahrwerkes lassen die Sportambitionen des Wagens erkennen. Ohne freilich ein angestrengtes und damit anstrengendes Stück Automobil unter dem Hintern zu haben. Selbst im sportlichen Dynamic-Modus knallt der TT zwar strohtrocken über Querfugen und Gullideckel, haut Dir aber nicht mit voller Wucht in die Bandscheiben – eine Abstimmung die durchaus positiv überrascht und gefällt.

 

Besonders mit dem, bei entspannter Fahrt ruhigen und souveränen, 2,0 TFSI – Motor ist der TT der perfekte Begleiter für den Alltag. Da er ruhig ein bisschen bissiger sein dürfte, werfe ich direkt ein paar Euro in die Macho-Kasse und wage es, den Begriff „Hausfrauen-Racer“ hier niederzuschreiben. Am besten aber für kinderlose Damen, denn obwohl der TT auf der ähnlich wie Rücksitze aussehenden Ablagefläche im Fond tatsächlich Isofix-Haken präsentiert, scheitert der Einbau jeglicher Kindersitze nicht nur am de facto nicht vorhandenen Beinraum (hinter dem 1,92 cm großen Redakteur passt maximal noch der TT-Katalog, aber ohne die dicke Preisliste zwischen Sitzlehne und Rückbank), sondern auch an der nicht vorhandenen Kopffreiheit unter der schrägen Heckklappe. Die verbirgt dafür einen durchaus akzeptablen Kofferraum (305 Liter), der mit einem 480 Euro teuren Kofferset aus der erwähnten Enzyklopädie „Audi TT – Preise und Sonderausstattungen“ optimal genutzt werden kann.

 

Blicken wir wieder nach vorne, so wie es sich beim Ausritt mit einem asphalthungrigen Sportwägelchen gehört. Anders als ein effekthaschender BMW Z4, der dem Fahrer mit einer endlos langen Motorhaube mehr vorgaukelt, als er ist, präsentiert sich der TT als Kompaktwagen im positiven Sinne. Die Lenkung erlaubt das perfekte Ansteuern der Kurve, die du dir über die kurze Motorhaube optisch zurechtgelegt hast. Der frontgetriebene Audi durcheilt eben diese Biegung in der Landstraße wie auf den oft zitierten Schienen. Auch bei Vollgas am Kurvenausgang zerren die 230 PS erstaunlich wenig an den Vorderrädern – dem elektronischen Sperrdifferenzial mit radselektiver Momentsteuerung sei Dank. Zugunsten eines niedrigeren Fahrzeuggewichtes – TT 2,0 TFSI in Basisausstattung 1.305 kg – kann man hier durchaus auf den optionalen Allradantrieb verzichten.

 

Fahrzeug und Fahrer werden schnell eins, man kuppelt und schaltet sich mit Freude durch die Übersetzungen und hat den TT mit dem sehr schicken und handfesten Sportlenkrad sicher im Griff. Zeit, eine weitere Neuigkeit auszuprobieren: Das Virtual Cockpit.

Die digitalen Anzeigen sind ja auch bei Käufern eines aktuellen Passat und Q7 hoch im Kurs, machen aber eigentlich hier im TT nur wirklich Sinn. Das zeigt sich schon daran, dass das Display im TT Serie ist. Klar, da das reduzierte Cockpit keinen Platz für einen zentralen Monitor lässt, übernimmt der Instrumenteneinsatz die Rolle der Kommandozentrale für Fahrdaten und Infotainment nebst Navigation. Das gelingt gut und ist vor allem für einen Ersttäter wie mich eine nette Spielerei. Ob damit der Fahrer aber wirklich weniger abgelenkt wird, wage ich zu bezweifeln. Gerade bei großer Navikarte sind die Anzeigen des dann in die Ecke gedrängten Tachometers nicht spontan abzulesen. Ein weiterer Grund, mal wieder die Preisliste heranzuziehen und die Option „kamerabasierte Verkehrszeichenerkennung“ zu vermerken. Die arbeitet für 150 Euro Aufpreis zuverlässig, wenn auch manchmal leicht zeitverzögert. Insgesamt befinde ich es noch zu früh, das virtuelle Instrumentendisplay wirklich als Fortschritt anzusehen – noch lenken die vielen Anzeigen den Spieltrieb im Fahrer, was nicht unbedingt im Sinne der Verkehrssicherheit ist.

 

Mit der ersten Generation hatte der TT den Spitznamen „Panzerspähwagen“ mit auf den Weg bekommen. Jeder, der über kleine Fensterflächen und die damit einhergehende schlechte Übersicht schimpft, sollte ich einfach mal in das Coupé hineinsetzen. Nach allen Seiten ist der TT wunderbar einzusehen, es ist ebenso wunderbar herauszusehen und vor allem die große Heckscheibe lässt viel Licht in den penibel verarbeiteten Innenraum.

Die serienmäßigen Sportsitze wären fast bequem – wenn dieser Unsinn mit den integrierten Kopfstützen endlich mal aufhören würde. Weil man die nicht einstellen kann, ist ein Kompromiss für den Nichtdurchschnittsmenschen zwangsläufig – dass die Oberkante der Kopfstütze beim höhergewachsenen Autor oberhalb des Nackens endet, kann und sollte einfach nicht sein. Genügend Platz für eine ausziehbare Stütze wäre auch unter der flachen TT-Kuppel gegeben, die Kopffreiheit ist vorhanden.

 

Was bleibt hängen nach unserem Ausflug mit dem TT? Gute Eindrücke auf jeden Fall, Audi hat es geschafft, das Coupé weit genug weg von GTI und S3 zu positionieren. So baut man nicht nur ein Auto, sondern sich auch die dazugehörige Nische. Als 2,0 TFSI ist der TT angenehm und ausreichend motorisiert und muss mit ca. 9 Litern auf 100 Kilometer (bei einer anderen Etappe - Ritt über die Autobahn 10 Liter / 100 km) auch keinesfalls zur Trinkertherapie. Dennoch macht vor allem dieses Modell Lust – Lust darauf, den TT mit dem Zusatzbuchstaben „S“ auch einmal auszuprobieren, der dürfte dem kompakten Sportwagenideal schon sehr nahe kommen. Der Geldbeutel bleibt natürlich Fan der 230 PS-Version, die schon bei 35.000 € losgeht. Dann freilich ohne die vielen schönen Gimmicks, die das Fahrerleben schöner machen. Der Testwagen, u.a. ausgestattet mit S-Line-Exterieurpaket, Navigationssystem, einstellbarem Fahrwerk und weiteren Annehmlichkeiten, kommt auf 54.115 Euro. Viel Geld für ein Auto – aber sicherlich auf dem Fahrspaßkonto gut angelegt.

 

Was mich überrascht hat

Wie wenig Kompaktklasse-Basis beim TT durchschimmert, wie viel Sportwagen er heraushängen lässt.

 

Was mich irritiert hat

Wie man immer noch Sitze mit integrierten Kopfstützen (Nackenstützen) verbauen kann, ohne dass sich die Autopresse und Kunden aufregen.

 

Was mich beeindruckt hat

Wie schick und edel Audi die Klimasteuerung hinbekommen hat. Apple-Design fürs Innenraumklima. Bitte nachmachen, wer auch immer!

 

Was mich gestört hat

Dass wir nicht gleich noch einen TTS zum Fahrvergleich heranziehen konnten.

 

Mehr Bilder gibts bei www.autonotizen.de

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03.07.2015 14:25    |    Xpoint    |    Kommentare (0)    |   Stichworte: Delta, I (831), Lancia

Was soll mit Lancia passieren?

Nicht nur italophile Autofans trauern der Marke Lancia hinterher – obwohl sie ja noch gar nicht tot ist. Okay, mit dem kleinen Ypsilon als einzigem Modell laufen halt die lebenserhaltenden Maschinen weiter, der Patient liegt im Koma.

 

Es ist kein Geheimnis, das Lancia in den Plänen von Sergio Marchionne, dem Zahlenmann an der Spitze des FCA-Konzern (Fiat Chrysler Automobiles) keinen Platz hat. Sentimentalität hat bei ihm kein Gehör, die Rollen sind klar verteilt. Während Fiat kleine und günstige Autos bauen soll, wird das Premium- und Sportsegment diesseits von Maserati von Alfa Romeo bedient.

Dennoch tauchen gerade Gerüchte auf, dass man hinter (vielleicht auch vor Signore Marchionne) verschlossenen Türen an einem neuen Lancia arbeitet – an nichts geringerem als einem legitimen Nachfolger des Delta Integrale. Dieses Auto stand seit den Rallye-Erfolgen seit den 80er Jahren für Lancia und tut es heute noch. Dies berichtet das britische Medium Autocar.

Klar sollte uns aber auch sein, dass Fiat die Marke nach dem bewussten an-die-Wand-fahren nun nicht mehr zurückholen wird – die Pläne mit Alfa Romeos Expansion ist ambitioniert genug.

 

Daher ein Aufruf an den Volkswagen-Konzern: Ja, Ihr habt Alfa Romeo trotz mehrerer Flirtversuche nicht bekommen. Ja, Ferdinand Piech, der Markenkäufer, ist nun endlich Hobbygärtner (oder Hobby-Bugattifahrer). Aber: Kauft dem Sergio die Marke Lancia ab!

Neben jugendlich-sportlichen und günstigen Seats und ein bisschen älter-sportlichen, aber auch komfortablen Audis würde Euch die Marke perfekt stehen. Als wilde, leicht rabiate Sportmarke, Premium zwar, aber eben ein bisschen rau – was man einem nach Perfektion strebenden Audi nicht verzeihen würde. Lasst die Jungs bei Italdesign, was Euch seit ein paar Tagen ja zu 100% gehört, einen neuen Delta zeichnen (und grenzt ihn genügend vom Seat Leon ab), stellt ihm eine kompakte Mitteklasse zur Seite und baut auf den Rallye-Ruhm der Marke auf. Verkauft die Autos mit Modellbezeichnungen wie „HF“, „Integrale“ und „i.e.“.

 

Es gibt einen Platz für Lancia. Im VW-Konzern. In der Autowelt. Die Hoffnung stirbt zuletzt, auf jeden Fall nach dem Ypsilon.

 

Mehr schöne Delta-Fotos auf www.autonotizen.de

 

Was sagt Ihr? Nutzt gerne die kleine Umfrage hier!

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02.07.2015 12:19    |    Xpoint    |    Kommentare (0)

Liebe Blogleser,

 

zwischendurch einfach mal ein paar Bilder von Momenten, die mir im automobilen Alltag hängengeblieben sind. Wenn sowas bei Euch "ankommt" gerne in Zukunft mehr... Vielen Dank für Kommentare vorab.

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01.07.2015 09:13    |    Xpoint    |    Kommentare (0)

Früher stellte man ein neues Modell bei einer der großen Messen auf die Drehscheibe, hängte ein „Weltpremiere“ Schild darüber und alle staunten. Dann fingen einige Hersteller an, schon kurz vor eben jenen Messen spezielle Events zu veranstalten, um in der Gunst der Berichterstatter nicht nur zeitlich weit vorne zu liegen. Das Rennen um die kreativste Fahrzeugpremiere begann also, auch angefeuert durch die digitalen Medien und neue Möglichkeiten.

 

Ein weiteres Rennen steht kurz bevor, nämlich der große Radlausflug durch unser westliches Nachbarland, die sagen „Tour de France“ dazu. Da fahren auch immer mehr Autos mit, aber natürlich nur im Windschatten der Radstars, um Ersatzteile oder einfach auch eine Marketingbotschaft zu transportieren.

 

In diesem Jahr fährt da nun ein Jaguar mit – aber nicht irgendein Jaguar, auch nicht nur ein neues Modell, sondern ein Jaguar, den viele eigentlich gar nicht für möglich gehalten haben und es teilweise immer noch nicht glauben mögen. Trotz der Konzernehe mit den Kollegen von Land Rover (inklusive den nobleren Range Rover – Modellen) fahren die Briten auch unter der springenden Wildkatze ein SUV aufs Parkett, Entschuldigung, erstmal auf den französischen Asphalt. Weltpremiere auf die sportliche Art also, ein cleverer Schachzug.

 

Der F-Pace ist der erste Jaguar mit Hochsitz. Interessanterweise wurde der naheliegenden Versuchung widerstanden, einfach eine bestehende Land Rover – Architektur zu übernehmen, der F-Pace ist komplett eigenständig und der Name suggeriert schon die Intention der neuen Baureihe: Mit dem Jaguar soll es vor allem in der Ebene fix voran gehen.

 

Als Sponsor des „Team Sky“ bei der Tour de France ist der F-Pace nun als Support Vehicle bei der großen Radrundfahrt unterwegs. Eigentlich gar nicht mehr getarnt sondern einfach mattschwarz foliert sieht er dennoch abstrakt genug aus, damit ein paar Tage oder Wochen später nochmal hoch offiziell die Hochglanz-Pressebilder verschickt werden können. Achso, und dann gibt es sicherlich auch noch die Drehscheibe, und zwar auf der IAA in Frankfurt.

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24.06.2015 09:03    |    Xpoint    |    Kommentare (0)

Nach der Giulia konnte es noch ein neues Modell nicht aushalten, sich bis zur offiziellen Premiere zu verstecken. Im Internet sind die ersten offiziellen Bilder des MINI Clubman aufgetaucht.

Hier ein paar Eindrücke, ohne Euch mit zu viel Text aufhalten zu wollen (mehr Informationen sind nämlich auch noch gar nicht verfügbar): Voilà, der Sechstürer von MINI.

(Fotocredit: carscoops.com, weitere Bilder auch bei autonotizen.de)

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23.06.2015 23:43    |    Xpoint    |    Kommentare (0)    |   Stichworte: Alfa Giulia

Doch noch geleakt: die neue Giulia (von worldcarfans.com)Doch noch geleakt: die neue Giulia (von worldcarfans.com)

Fast hätten sie es geschafft und die Wiedergeburt von Alfa Romeo bis zur Premiere unter Verschluß gehalten.

Einen Tag vor der großen Sause taucht eben das erste Bild im Netz auf.

Deutlich zu erkennen ist die Typbezeichnung, womit auch das Rätselraten um den Namen ein Ende hat. Giulietta bekommt also eine große Schwester.

Das abgebildete QV Modell muss ordentlich Power haben, das versprechen zumindest die fetten Endrohre. Interessant auch dass es wohl keine aktuelle Limousine ohne angeschrägte Heckleuchten und dazwischen eingezogene Kofferraumklappe um das Kennzeichen gibt.

Morgen soll Giulia offiziell vorgestellt werden, dann wird es hier bei Motor Talk eh alle Infos aus der Redaktion geben.

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13.06.2015 15:57    |    Xpoint    |    Kommentare (0)

Vorschusslorbeeren hat der Skoda Superb von der versammelten Autopresse und auch in diese Blog schon erhalten, jetzt gibt es den neuen großen Tschechen beim Händler um die Ecke auch zum Anfassen, Ausprobieren und Mitnehmen.

Gesagt, getan: Am Premierenwochenende ist mit einem Händler-Vorführwagen natürlich auf Rücksicht auf andere Kunden nur eine kurze Runde drin, aber dennoch ausreichend für den ersten Eindruck.

Nach einem Probesitzen im ausgestellten moon-white glänzenden L&K (das braune Lederinterieur sieht in natura wesentlich dezenter und besser aus als erwartet und wird viele Vorab-Kritiker beschwichtigen) bekomme ich einen Schlüssel für einen quarzgrauen Superb in die Hand gedrückt.

Schon auf den ersten Metern wird deutlich, dass der Superb vor allem eines ist: Ein sehr gutes, aber ganz normales Auto. Diesen Eindruck erweckt vor allem der Testwagen, ein wie gesagt (Mainstream-) grauer „Style“ mit 150 PS TDI, 17-Zoll-Alus – die bei dem großen Wagen etwas verloren wirken – und schwarzen Ledersitzen. Interessant, dass ein großes Autohaus mit Konzern-Zugehörigkeit in einer kaufkräftigen Region wie München keinen vollausgestatteten L&K für Probefahrten zur Verfügung stellt. Ich habe beim Am-Auto-rumfummeln (nicht „Im“!!!) mit anderen Kunden gesprochen und fast jeder hat einen L&K bestellt bzw. dieses vor; das kann aber vielleicht auch daran liegen, dass am Tag 1 natürlich vor allem die „Early Adopters“ in den Ausstellungsraum strömen.

Beim Erstkontakt in Berlin habe ich vom möglicherweise mangelnden Seitenhalt berichtet, und das ist in der Tat der Fall. In schnell gefahrenen Kurven und Kreisverkehren rutscht man mit dem Rücken merklich auf der Rückenlehne herum. Natürlich ist das auch Gewohnheitssache und nur wirklich auffällig wenn man, wie ich, direkt aus den BMW-Sportsitzen umgestiegen ist.

Der 150 PS TDI macht seine Sache gut und ohne große akustische Aufregung, kommt aber schon merklich an seine Souveränitätsgrenzen. Außendienstler und sonstige Express-Fans sollten sich die 190PS-Version gönnen – sage ich jetzt mal so, ohne diese schon fahren zu können. Und wenn man dann gerade dabei ist, auch gleich noch den Allradantrieb dem Verkaufsberater in die Bestellung diktieren, schon der kleinere 2,0 TDI lässt gerne mal etwas Gummiabrieb auf dem Asphalt zurück.

Den Spieltrieb fördernd ist ganz klar das einstellbare Fahrwerk DCC mit adaptiven Dämpfern. In Stellung „Sport“ hoppelt und rumpelt die Limousine über kleinste Unebenheiten, was ihrer nicht würdig ist; dafür gefällt die sportlich-schwergängigere Lenkung und das nochmals schneller ansprechende DSG. In „Comfort“ sind die gleichen Unebenheiten und Fugen wirklich gar nicht mehr spürbar, dafür schwingt die Karosserie merklich nach und lässt einen stetig mit dem Kopf nicken. Diese Einstellung erinnert vom Fahr- und Nickgefühl ein wenig an den VW Phaeton mit Luftfahrwerk, nicht ganz ideal für magenempfindliche Mitfahrer. Wie so oft tut es die goldene Mitte: Der „Normal“ Modus. Ich persönlich habe jedoch über die individuelle Kombinationsmöglichkeit meine Lieblingseinstellung gefunden: Fahrwerk auf „Normal“, Lenkung und Schaltung auf „Sport“. So passt der Superb ideal.

 

DCC scheint also schon fast Pflicht zu sein, ebenso das Canton-Soundsystem – die serienmäßige Anlage klingt arg blechern und wenig kräftig im Bass. Im Gegenzug kann eher auf das Panoramadach verzichtet werden, was nicht nur die Kopffreiheit einschränkt und den Fahrzeugschwerpunkt nach oben verlagert, sondern auf der Autobahn beim Testwagen (geschlossen) mit dem Wind ein munteres Pfeiffkonzert einstimmte.

Das Raumgefühl ist wie im Erstkontakt schon hinreichend beschrieben mehr als üppig und für manche sicherlich zu viel des Guten – für diese Kunden gibt es ja aber noch den Octavia. Den kleinen Bruder wird sich autonotizen.de übrigens in Kürze genauer ansehen (und fahren).

Abschließend bleibt zusagen, dass der Superb auch nach dem ersten Flirt aus Asphalt genau die Versprechen einlöst, die er gegeben hat – mehr Auto braucht eigentlich kaum jemand – weniger vielleicht.

 

Was mich beeindruckt:

Wie leise die Konzern TDIs mittlerweile sind, wie schnell ein analoger Drehzahlmesserzeiger über die Anzeige springen kann um dem fixen DSG zu folgen, wie gut das ganze Auto als Gesamtpaket wirkt: unaufgeregt und wenig „Aha-Neu“ schreiend – und damit langfristig ein angenehmer Begleiter im Alltag

 

Was mich überrascht:

Wie wenig der neue Superb im Straßenverkehr auffällt – zumindest in Mausgrau mit kleinen Alus.

 

Was ich vermisse:

Optionale Sportsitze, gerne auch mit ausziehbarer Oberschenkelauflage

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Motor-Talker und Autoblogger