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Auto Notizen

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05.06.2015 12:39    |    Xpoint    |    Kommentare (1)    |   Stichworte: 3 (DM), Hyundai, Santa Fe

Hyundai hat auf dem koreanischen Heimarktmarkt die Facelift-Version des Santa Fe vorgestellt, wie die Kollegen von thekoreancarblog.com berichten

 

Viel wurde optisch am großen SUV nicht verändert, was angesichts des durchaus schicken Designs auch gar nicht nötig war. Der Kühlergrill ist nun feingliedriger und aerodynamisch optimiert, am neuen Heckscheinwerfer rahmen schicke silberne Leisten die Nebelscheinwerfer ein. Ja klar, das ist Plastik, aber das ist auch bei Deutschen Premiummodellen so, dort heißt es dann einfach z.B. „Exterieurumfänge Aluminium satiniert“. Alles eine Frage des Wordings.

 

Veränderte Versteifungen in der Karosseriestruktur sollen die Crashsicherheit des Santa Fe weiter verbessern, der zur Vermeidung eines solchen natürlich seinem Bruder Kia Sorento in Sachen Assistenzsysteme folgen darf: Tempomat mit Abstandsradar, automatischer Notbremsassistent und ein Toter-Winkel-Assistent haben auch ihre Wege an die Santa Fee – Montagelinie gefunden.

Da die Spezifikationen für den europäischen Markt noch nicht feststehen, ist es noch zu früh, über das Motorenangebot zu philosophieren, aber ich tippe mal darauf, dass man den bekannten 2,2 CRDI analog zum Kia Sorento dezent überarbeitet und auf 200 PS hievt.

 

Stolz ist Hyundai auf die neue Rückfahrkamera mit 100 Megapixeln Auflösung - hoffentlich kann man oft genug rückwärts fahren und einparken, um das zu genießen!

 

Als Premierenzeitpunkt für die Europa-Version des Santa Fe – Facelift bietet sich durchaus die IAA im September 2015 an.

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01.06.2015 16:26    |    Xpoint    |    Kommentare (1)

Opel freut sich über den neuen Astra. Wir freuen uns mit, schön, mal wieder ein komplett neues Modell aus Rüsselsheim zu sehen.

Stichwort sehen... Kostendruck hin oder her, das Design des neuen Hoffnungsträgers wirkt auf mich leider arg uninspiriert. Der Bruch in der C-Säule ist seit dem Kia Optima DAS Trendgestaltungselement vieler asiatischer Marken (man sehe sich nur die chinesischen Premieren auf der letzten Shanghai Motor Show an) und die doppelte Chromspange im Kühlergrill harmoniert weder mit den Scheinwerfern noch mit dem leichten Unterbiss des schwarzen Gitters darunter.

 

Zudem sieht das Heck mit den flachen und breiten Leuchten arg nach Alfa Romeo Giulietta aus wie ich finde.

 

Obwohl der Astra sind seiner Grundform das Designthema des Vorgängers weiterdenkt, fehlt hier doch ein klare Linie und Formensprache der Rüsselsheimer -es bleibt zu hoffen, dass sie die mit dem neuen Insignia finden werden.

 

So, und nun gehe ich in Deckung und erwarte den Shitstorm in den Kommentaren der anders denkenden Mitleser...

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26.05.2015 22:29    |    Xpoint    |    Kommentare (3)

Früher als erwartet zieht Skoda zumindest in Form von ersten Fotos die Plane vom neuen Superb Combi. Und nein, es ist nicht der Pollenflug, dennoch kommen wir aus dem Augenreiben nicht mehr heraus: Es scheint fast, als ob Skoda-Chefdesigner Jozef Kaban eine Bewerbung nach Ingolstadt geschickt hat – statt Portraitfotos kann er durchaus die Seitenansicht seiner neuesten Kreation anheften.

Der neue Superb Combi sieht schon sehr scharf aus – und scharf nach Audi A6 Avant. Ich habe mir erlaubt, in der Bildergalerie mal beide Modelle gegenüberzustellen – soll sich einfach jeder seine vergleichende Meinung bilden.

 

Mit seinem XXL Kofferraum – 660 Liter in Normalstellung bis zur Fensterunterkante und sagenhafte 1.950 Liter dachhoch und bei umgeklappten Rücksitzen – übertrifft er den Audi A6 im praktischen Nutzen mit Leichtigkeit. Ganz nebenbei zeigt der große Tscheche hier einen Funken Höflichkeit: 1.950 Liter ist exakt das Maximalmaß beim T-Modell der Mercedes E-Klasse – der Superb schließt also zum ewigen Ladehelden der großen Klasse auf, ohne diesem die Schmach des Überholten zu bescheren.

Mal ganz unter uns: Der Skoda Superb stellt nicht mehr nur die Frage „warum Passat fahren?“ sondern stellt sich nun auch klar vor den noblen großen Bruder, den Audi A6. Zumindest in den Vierzylinder-Versionen (2,0 TFSI, 2,0 TDI) gibt es nun objektiv keinen Grund mehr, knappe 20.000 Euro mehr in einem ähnlich ausgestatteten Avant zu versenken – ich erinnere höflich an den Artikel zum Erstkontakt mit der Limousine und der erlebten Verarbeitungs- und Materialqualität. Dass Ass im A6-Ärmel heißt Sechszylinder (und ja, auch acht Töpfe!) – für den, der Wert darauf legt.

 

Der Veröffentlichungszeitpunkt der Combi-Fotos – vier Monate vor dem Messedebut auf der IAA – ist übrigens geschickt gewählt: Am 13. Juni kommt die Super Limousine zu den Händlern und Familienväter, Flottenmanager, Firmenwagenfahrer und gewiss auch einige Taxler werden den großen Wagen in Augenschein nehmen. Wenn der Verkäufer dann gleich die Preise und Bestellmöglichkeit des populäreren Combis in Spiel bringt, wird das ein Freudentag für die Autohäuser.

 

Meine Prognose: Vor allem in der bestimmt beliebtesten Version 2,0 TDI mit 190 PS und DSG sowie Allrad dürften die Lieferzeiten beim Superb Combi ab Herbst in Richtung 10-12 Monate steigen.

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20.05.2015 21:21    |    Xpoint    |    Kommentare (4)

Voller Stolz präsentiert Renault 5 Jahre nach dem Markteintritt in Indien mit dem kleinen Kwid ein neues Stadtauto. Der Kwid misst 3,68 Meter in der Länge und überragt damit den smarten Twingo um 11 cm.

Warum beschäftige ich in Deutschland mich und Euch mit Informationen über den Kwid?

Meine Prognose – den sehen wir mittelfristig auch auf europäischen Straßen, und zwar unter der Flagge von Renault-Tochter Dacia.

Der Erfolg des Duster zeigt, dass auch preissensible Dacia-Kunden dem SUV-Zauber verfallen sind, die Familienvans Lodgy und Dokker laufen wenige gut als erwartet. Der Kwid hoppelt mit seinen 18 cm Bodenfreiheit natürlich wunderbar über Schlaglochpisten von Mumbai nach Goa, kann aber ebenso gut Bordsteine und Garagenauffahrten in Paris, Frankfurt oder London erkraxeln.

In Indien soll der Kwid – Markteinführung ist im 2. Halbjahr – umgerechnet zwischen 4.000 und 5.500 Euro kosten. Das erreicht Renault nicht nur mit der Produktion im Land, sondern auch mit Realisierung einer großen Wertschöpfungskette in Indien: 98 Prozent der Zulieferer für den Kwid sind indische Unternehmen. Und dabei ist der Kwid kein abgespecktes Zweckmobil auf einer ausrangierten (und somit voll abgeschriebenen) Altplattform. Im Gegenteil: Kwid ist der Vorbote für alle neuen Kleinstwagen der Renault-Nissan-Allianz und kann optional mit 18cm-Touchscreen und Freisprecheinrichtung aufwarten. Außerdem sollen auch Europäische Sicherheits- und Crashnormen erfüllt werden.

Nehmen wir also einmal an, Renault exportiert den Kwid „made in India“ (was nichts neues ist, der Suzuki Celerio kommt auch aus Indien zu uns) nach Europa und lanciert in als neues Einstiegsmodell von Dacia. Der Grundpreis könnte – wenn man andere Innenraummaterialien für Europa und die Transportkosten mit einrechnet – bei maximal 6.500 Euro liegen.

Damit wäre er nur unwesentlich günstiger als der Dacia Sandero, der aktuell in der Basisversion 6.890 € kostet. Der Kwid ist aber durchaus mehr der Kumpel-Typ (ihr seht, ich versuche in Zusammenhang mit Dacia das Wort „Lifestyle“ zu vermeiden) und darf daher gar nicht viel günstiger sein. Alternativ kann man den Preis des Sandero dann still und heimlich auf z.B. knapp über 7.000 Euro anheben.

Nochmal tiefer in die Glaskugel geschaut kann ich mir den Europa-Start des Dacia Kwid Ende 2016 vorstellen.

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12.05.2015 22:39    |    Xpoint    |    Kommentare (24)    |   Stichworte: 3, Skoda, Skoda Superb, Superb

Fünf Wochen vor der Händlerpremiere traut sich ein einsames Exemplar aus der Deckung: Der neue Skoda Superb stellt sich dem Publikum, und zwar im Rahmen der Eröffnungsausstellung des neuen „Drive“ Forums des Volkswagen-Konzerns in Berlin.

 

Also nichts wie hin in die Hauptstadt und hineinspaziert. Erstes Date mit dem neuen großen Skoda. Viel ist ja schon geschrieben worden über den Superb, in ersten Fahrvergleichen hat er u.a. die Mercedes E-Klasse gebügelt und vor allem die Redakteure der Auto Bild lassen seit Monaten kaum eine Ausgabe ohne Lobgesang über das Flaggschiff der Tschechen von den Druckerrollen.

 

Bei diesem Blind Date wollen wir jetzt aber mal alle Höflichkeit beiseitelassen, stellen uns nicht lange vor sondern ich schlüpfe gleich mal hinein. Massiv und schwer wirkt die Fahrertür beim Öffnen; wie sich herausstellt ist dieses haptische Erlebnis der (sorry) „Türöffner“ für den Gesamteindruck am und im stehenden Fahrzeug.

 

Auf dem wirklich großen und ungeahnt bequemen Sitz fühlt man sich gleich wie zu Hause. Man sitzt recht hoch, ohne dass ich aber als Sitzriese Probleme mit der Kopffreiheit hätte (trotz Schiebedach). Schon der edle Fahrersitz lässt das Wesen des Superb erahnen. Ich tippe mal auf recht wenig Seitenhalt aber spüre eine tolle Aufpolsterung und ausreichende Oberschenkelauflage – ideale Voraussetzung für stundenlanges Kilometerreißen geradeaus und nicht für die Kurvenhatz (dafür gibt es ja eh andere Autos). Ich werde das Gefühl nicht los, dass mir der Sitz mit einer minimal zu harten Auflage für die Schulterblätter und der breiten, hohen Lehne irgendwie bekannt vorkommt. Es dauert eine Weile bis ich mir den Gedanken wirklich zutraue. Eifrige Leser meines Blogs erinnern sich vielleicht an die Testfahrt eines anderen Konzernproduktes. Man sitzt vom Körpergefühl in der Tat wie im Bentley Flying Spur! So – bitte alle durchatmen und nicht gleich die Kommentarfunktion anklicken, um einen Shitstorm anzuzetteln. Ich rede hier nicht vom Leder und der Optik, die ist im Bentley natürlich eine andere Liga. Aber es kann durchaus sein, dass – Stichwort Gleichteilestrategie – das Sitzgestell zumindest sehr ähnlich ist.

 

Ähnlich wie im Flying Spur steht die Kopfstütze minimal zu weit vorne – klar ist das aus Sicherheitsaspekten so gewollt aber nicht super entspannend. Was dafür für den Rest des Innenraumes gilt. Die unaufgeregte Armaturentafel gefällt schlicht und einfach sehr gut, die Klavierlackeinlagen sehen zumindest bis zur ersten Putzaktion super aus und das große Display des Navigationsgerätes „Columbus“ ragt fesch ein Stück weit hervor. Die großflächige Türverkleidung ist sicherlich Kunstleder, fühlt sich aber genauso weich und echt an wie die Sitzbezüge. Der Druckest zeigt, dass die Verkleidung minimal nachgibt. Ich bin mehr als gespannt ob Skoda es geschafft, die Achillesferse des bisherigen Superb weg zu konstruieren. Tief- und Mitteltöner mischten mit dem optionalen Soundsystem stets Scheppern und Klappergeräusche aus der Verkleidung zur Musik. Das Canton System in der neuen Baureihe leistet nun 610 W. Bitte, liebe Skodamitarbeiter, setzt ein paar mehr Schrauben.

Bleiben wir an der Türe. Die Ablagefächer in allen vier Pforten (da sind sie endlich, die Aussparungen für Flaschen!) sind komplett mit Teppich verkleidet, das ist schon sehr Premium.

Genauso wie die weich aufgeschäumte Mittelkonsole an Fahrer- und Beifahrerknie. Das sollten sich die verantwortlichen Produktmanager des BMW 3er mal gut ansehen.

 

„Papa, mach mal Licht an“. Nach dieser Aufforderung bei abendlichen Familienfahrten reckt man sich spätestens an der nächsten roten Ampel verkrampft am Dachhimmel entlang, Richtung hinterer Leseleuchten. Das ist im Superb Geschichte, er hat dafür einen Knopf vorne bei der Schiebedachbedienung, was natürlich auch das Ausschalten wieder deutlich vereinfacht. Interessant sind dieses und weitere „Simply Clever“ Details, die im Gegensatz zum Eiskratzer am Tankdeckel, den Regenschirmen in den vorderen Türen, den Warnwestenhaltern oder der Taschenlampe noch nirgends erwähnt wurden. Das verschließbare Ablagefach vor dem Fahrerknie hat elegant verkleidete Kartenschlitze vorzuweisen. Ideal für die anvisierte Zielgruppe der Flottenkunden, um hier Park- und Tankkarten griffbereit zu verstauen.

 

Vorne raus und hinten rein. Was soll ich sagen. Besser nichts. Einfach mal selber ausprobieren. Und wirken lassen. Unendliche Weiten... wann kommt der Superb als Enterprise-Edition? Klar braucht nicht jeder so viel Fußraum im Fond, den man fast schon zum Tanzsaal ausrufen möchte. Aber eines ist sicher: Superb-Kunden kaufen keinen Rückenlehenschutz im gepflegten Autozubehörhandel mehr. Die Kleinen kommen aus dem Kindersitz maximal mit Stelzen an die Sitzlehne. Die Option des von hinten verstellbaren Beifahrersitzes sollten sich alle Kunden außer Chauffeurdiensten sparen. Wetten, dass Papa oder Mama – je nachdem wer beifährt – hier vom Nachwuchs ständig vor und zurück gefahren wird?

 

Stellen wir uns jetzt doch mal artig vor das Auto. Wie eingangs erwähnt sehe ich den Superb das erste Mal in 3D. Und er gefällt mir nochmals deutlich besser als auf Fotos. Ich hatte zugegebenermaßen Bedenken, ob er – vor allem nach dem bemerkenswert schlichten aber eleganten Octavia – nicht ein wenig überzeichnet ist. Das ist in der Realität gar nicht der Fall.

Einfach schick! Sehr breit, wahnsinnig präsent und (ja!) dynamisch ist die große Limousine.

Klar, der Superb hat sich für dieses Blind Date mit der "Laurin & Klement" Ausstattung wunderbar herausgeputzt.

 

Der offiziell noch gar nicht erhältliche Top-Benziner mit 280 PS steht auf hochglanzpolierten 19-Zoll-Alus und lässt sein Kanten und Ecken mit Licht und Schatten spielen. Die seitlich leicht überstehende Motorhaube ist für mich zumindest noch gewöhnungsbedürftig. Um im Date-Vokabular zu bleiben: Der Hintern ist sexy. Das nun bitte noch mal lesen und dabei denken: Es handelt sich um eine Superb Limousine! Kompliment an die Designer.

 

Die Scheinwerfer definieren das LED-Tagfahrlichtspiel aus dem Octavia nochmal neu und addieren zum schmalen weißen Streifen fliehende Lichtlinien durch das Scheinwerfergehäuse. Sehr edel und irgendwie eine Einladung, lange Strecken anzusteuern. Ein schnelles Raumschiff zieht in Sci-Fi Filmen stehts eine ähnliche Lichtschleppe hinter sich her.

 

Das Datenblatt des Ausstellungsstücks verrät den Preis: 54.810 €. Auch die enthaltenden Optionen sind vermerkt – um es kurz zu machen – einmal alles ohne Anhängerkupplung. Eifrig mit Taschenrechner und Preisliste, in der die 280 PS – Version noch nicht enthalten ist, herumgefuchtelt lässt mich nun eine Prognose zum Preis des Topmodells kommen. Die verbauten Optionen haben einen Gegenwert von 11.060 Euro. Das lässt also auf einen Basispreis der „Laurin & Klement“ Version von 43.750 Euro schließen, was 4.000 Euro Aufpreis zum frontangetriebenen 220 PS TSI bedeutet. Rechnen wir gedanklich den Allradantrieb mit 2.000 Euro hinaus bleibt ein Aufpreis für 60 PS (und sichtbare Auspuffblenden, wann ist der Trend endlich vorbei?) von 2.000 Euro.

Viel zu wenig? Nö. Lest mal die Passat-Preisliste. Der 240 PS TDI kostet dort ausstattungsbereinigt auch nur 1.670 Euro mehr als die 190 PS Variante.

 

Weil es grad so schön war entere ich nochmal den Fahrerthron des Superb. Jetzt fällt mir die Ambientelichtleiste quer über das ganze Armaturenbrett auf. Ein weiteres Detail, das allen Gerüchten und Ängsten einer möglichen Entfeinerung von Skoda entgegensteht. Der Superb schafft es wirklich, einen in seinen Bann zu ziehen. Man möchte wenn überhaupt nur noch kurz aussteigen, um Kennzeichen zu montieren, aber ansonsten gleich losfahren und einen Heimweg mit dem Tschechenexpress dem Lufthansa-Airbus vorziehen. Gerade weil der große Skoda preislich so viel greifbarer ist als viele Autos mit ähnlich hochwertigem Antlitz bekommt mich dieses starke „Haben-Wollen“ Gefühl.

Nachdem ich aber weder Überführungskennzeichen dabei habe noch den Superb hier ungesehen hinausschmuggeln könnte, geht es eben doch zurück nach Berlin-Tegel und ab in den fliegenden Gruppentransporter. Eines ist aber nach diesem ersten Treffen klar, lieber Superb:

Wir sehen uns wieder, Baby.

 

Was mich überrascht hat:

Vieles! Die hohe Materialgüte, die gekonnte Verarbeitung. Warum noch Passat fahren? Warum noch BMW 3er oder 5er bezahlen?

 

Was mich irritiert:

Siehe oben – das Planungspapier der Volkswagen Strategieabteilung würde ich gerne mal sehen

 

Was interessant wird

Wie Skoda es hier schaffen will, die Lieferzeiten nicht ähnlich katastrophal ausufern zu lassen wie letztes Jahr beim Octavia

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10.05.2015 20:14    |    Xpoint    |    Kommentare (18)    |   Stichworte: 3er, BMW

6.900 Euro. Für diesen Betrag bekommt man in der umfangreichen Aufpreisliste des BMW 3er Gran Turismo unter anderem folgendes Paket geschnürt:

Innovationspaket (mit Xenon, adaptivem Kurvenlicht, Head Up Display und Speed Limit Info), Navigationspaket Connected Drive (das große Navi Professional, Concierge Service, Real Time Traffic Information und die größere Freisprecheinrichtung), Sportsitze, die Sportlichere Automatikversion (mit Schaltwippen), Lordosenstütze und die Sonnenschutzverglasung. Macht 6.920 Euro, für die der gemeine Dienstwagen 320d Gran Turismo Automatik ganz nett ausgestattet wäre (ohne jetzt wirklich volle Hütte zu sein).

 

Mancher kann und / oder will diesen Betrag aber auch in die Eintrittskarte zur Sechszylinderliga investieren: Dann steht die 330 am Heckt statt der 320. Zur optimalen Vergleichbarkeit stehen beide als Allradler vor der Tür. Über den 320d habe ich mich im Testbericht ja schon genügend textlich ergossen, beschäftigen wir uns daher voller Neugier mit dem großen Bruder.

 

Tür zu, Startnopf gedrückt und "aber Hallo". Statt geschüttelt wie im Vierzylinder ist man im 330d eher gerührt. Der Sechszylinder nimmt ohne merkbare Vibration seine Arbeit auf und fällt sogleich in einen seidigen Leerlauf.

Noch ist also alles wie erwartet, den 258 PS - Diesel kenne ich ja u.a. aus dem getesteten 730d.

Der rechte Fuß wird schwer und los gehts. Was ist denn das? Unerwartet rau und rotzig-frech gibt sich der 330d. Hier haben die Soundingenieure klar die Sportlichkeit und Angriffslust des großen Diesel in die Geräuschkulisse programmiert.

Ich will Euch nun nicht mit ewige Fakten wie "geht deutlich besser beim Auffahren auf die Autobahn von 60 Sachen hoch auf 150" (mehr liess der sonntägliche Von-der-Oma-Heim-Verkehr nicht zu) nerven. Auch der vom Bordcomputer angezeigte Durchschnittsverbrauch auf meiner Haus-und-Hof-Strecke von 10 Litern / 100 km ist nicht super interessant (wen es doch juckt: 320d GT: 7 Liter, gleicher Fahrstil)

Um weiter stritk subjektiv zu bleiben: Der Tanz der sechs Zylinder in ihren akurat gegossenen Kolben lässt den wahren großen Reisewagen (Gran(d) T(o)urismo) heraus und steht dem F34 sehr gut, kein Frage. Leichte Heckschwenks vom kurz aufkreischende Hinterreifen (330d Testwagen mit 17-Zöllern, 320d mit 18ern) lassen sich dem 330d spielerisch entlocken, während der Verzylinder hier passen muss. Und das liegt gewiss nicht am breiteren Reifen, es fehlt einfach merkbar Power von unten raus.

Die Kraft fehlt, wenn man direkt vom einen in den anderen umsteigt. Aber keineswegs im Alltag.

Somit bleibt die Frage 330d oder 320d für also keine Sinnfrage für schlaflose Nächte budgetbegrenzter Dienstwagenfahrer. Lieber einen gut ausgestatteten 320d als ein "nackter" 330d.

Wer privat kauft oder auch sonst kann und will sollte nicht lange überlegen und den Sechszylinder nehmen. Der erfüllt Versprechen die eine Marke wie BMW abgibt. Basta.

Vielleicht gibt es unter Euch lesern ja den einen oder anderen, der sich ernsthaft mit der Frage 320d oder 330d beschäftigt hat - auf die die Begründung der Entscheidung in den Kommentaren bin ich gespannt.

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08.05.2015 20:08    |    Xpoint    |    Kommentare (12)    |   Stichworte: CD539, Edge, Ford

Die mittelgroßen SUV vom Schlage eines Audi Q5 oder BMW 3 sind eine interessante Klasse.

Für den Hersteller versprechen sie eine gute Marge, da im Gegensatz zur Tiguan/Kuga - Fraktion die Kunden hier noch weniger zu den Centfuchsern gehören. Alleine der hohe Anteil an SQ5 - Versionen des Audi Q5 (das Sportmodell mit 3,0 TDI mit 313 PS) zeigt wie locker die Scheine in den Hosentaschen sitzen.

Ford möchte in dieser SUV-Klasse nun auch mitspielen und bringt ein nettes Förmchen mit in den Sandkasten: Den neuen Edge.

In den USA wird das Modell schon verkauft und Ende 2015 soll die Markteinführung in Deutschland erfolgen. Zwei 2,0 Liter - Turbodiesel werden zu haben sein, mit 180 PS oder 210 PS Leistung.

Ich konnte heute das erste Mal die Europaversion des Edge in Augenschein nehmen und möchte Euch die Eindrücke in Form von Fotos nicht vorenthalten.

Die Farbe ist Geschmackssache, aber das Auto an sich macht formal eine ordentliche Figur.

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08.05.2015 19:52    |    Xpoint    |    Kommentare (15)    |   Stichworte: Audi Q7

Zugegebenermaßen war ich vom neuen Audi Q7 bisher nicht sonderlich angetan. "Zu wenig Fortschritt im Design" war auch meine Meinung, die sich ja in vielen Foren und Presseberichten auch ankündigte.

Heute konnte ich den neuen großen SUV der Ingolstädter das erste mal live und in Farbe betrachten - und das gleich in verschiedenen Farben.

 

Oben in der Bildergalerie habe ich vier verschiedene Farben zur Schau gestellt, bildet Euch Euer eigenes Urteil. Mein klarer Favorit: Argusbraun Metallic. Ein schicker Ton mit genügend Graustich, um nicht kurzlebig zu sein.

 

Insgesamt darf ich sagen, dass der neue Q7 eine ganz andere Präsenz auf der Straße zeigt als der Vorgänger: Kantig, breit, gedrungener, muskulöser - der alte Q7 wirkt im direkten Vergleich gar plump.

Den Küglergrill haben Sie bei Audi ja angeblich mit dem Auswechseln des Chefdesigners noch kurz vor der Serienfreigabe geändert. Der silberne Rahmen sieht zwar nach wie vor wie eine spontane Notlösung aus, aber eine gute. Auch die kantige Heckpartie gefällt mir sehr gut.

Insgesamt ein tolles ruhiges Design mit Ausstrahlungskraft und versteckten Details zum lange-nicht-sattsehen.

 

Ich bin mir zu 90% sicher, dass der abgebildete Grauton Graphitgrau metallic ist und nicht das teure Daytonagrau, aber lasse mich natürlich gerne belehren, wenn dem nicht so ist.

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07.05.2015 11:53    |    Xpoint    |    Kommentare (10)    |   Stichworte: 3er, BMW, F30

Wieso BMW mit wild getarnten 3ern monatelang herumgefahren ist fragt man sich ehrlich gesagt schon. Das Facelift der Mittelklassebaureihe ist da und wie man sieht - sieht man nichts.

Zumindest nicht auf den ersten Blick. Erst im direkten Vergleich fallen neu geformte Stoßfänger auf.

Und die Freaks bemerken sicherlich gleich neue Logos für die Lines "Sport" und "Luxury" an den Flanken. Ein ganz entspannter Besuch beim Kosmetiker war das also, bißchen Massage, bißchen hautbildverfeinernde Creme, sonst nichts.

Das ist BMW nicht anzukreiden, eher schon der eigenen Erwartungshaltung. Oder liegt es an all der multimedialen Aufregung, die heutzutage vor jeder Produktneuerung veranstaltet wird?

Dazu gehören natürlich auch die o.g. Erlkönige, deren Fotos sich rasend schnell im Netz verbreiten.

 

Ganz unvoreingenommen und (wieder) entspannt betrachten wir hier also ein durchaus gutes Facelift, bei dem nicht unnötig viel geändert wurde am immer noch schicken BMW 3er in "LCI" Version (das ist BMWisch und heißt "Life Cycle Impulse"). Wir sagen HALLO und gleichzeitig AUF WIEDERSEHEN.

 

Verabschieden müssen wir uns von den optionalen Bi-Xenon-Scheinwerfern, jetzt kommt Voll-LED-Technik zum Einsatz. Auch hinten sollen LED-Linien in den Heckleuchten den 3er prägnanter als bisher strahlen lassen.

 

Für den Innenraum werden höherwertige Materialien an Cockpit und Verkleidungen versprochen; das können wir jetzt einfach erstmal glauben, bevor der eigene Fühl-, Drück- und Kratztest am echten Auto durchgeführt werden kann. Achja, an alle München-Besucher oder Anwohner: Ab morgen steht der Facelift-Dreier im Rahmen einer 3er-Ausstellung in der München BMW Welt.

 

Schon auf den Fotos gut zu sehen ist das geänderte Ablagefach vor dem Gang- bzw. Automatikhebel: Hier scheint nun ein verschiebbarer Deckel die Cupholder zu verdecken, was durchaus Sinn macht, das bisherige "Teil" zum Herausnehmen flog ja eh nur herum - bis man die Verstauvorrichtung im Handschuhfach entdeckt hatte.

Die Klima- und Radiobedieneinheiten haben sich mit neuen hochglänzenden Blenden herausgeputzt und die Ziffern und Anzeigen der Klimaanlage leuchten nun weiß statt Orange. Auch hier sind die 80er Jahre nun also vorbei.

Angeblich soll das Display des Navigationssystems "Professional" eine noch bessere Kartendarstellung haben. Dass dies noch zu steigern ist, war mir neu und macht neugierig auf einen Erstkontakt. Interessant ist das Navi-Karten-Update: Über das Internet wird das System in den ersten drei Jahren nach Erstzulassung regelmäßig mit den neuesten Kartendaten gefüttert.

 

Weiter vorne unter der Haube gab es für BMW mehr zu tun:

Statt dem 316i fährt nun der 318i in die Verkaufsräume, und das ist nichts weniger als der erste 3er mit Dreizylinder-Motor. Der Basisbenziner leistet wie der bisherige 316i 136 PS und ist aus dem 1er bekannt.

Der 320i bleibt sich treu, dafür macht der 328i für den 330i Platz. Grund für die Höherbenennung ist eine sanft auf 252 PS (+7) angehobene Maximalleistung. Der nächste Schritt heißt 340i (statt bisher 335i): 326 PS bringt der neue Reihensechszylinder-Benziner an die Antriebswellen.

Von 320i aufwärts sind nun die Benziner in 10er-Schritten benannt, was mir persönlich gut gefällt.

Und 2016 findet das "e" wieder Einzug in die Modellbezeichnungen bei BMW: mit dem 330e startet dann der erste Plug-In Hybrid.

 

Die wichtigste Neuerung für all die Außendienstler und Firmenwagenfahrer dürfte aber der neue Dieselmotor im 320d sein - ich bin auf einen ersten Hörtest im Vergleich zum bisherigen Nageltier gespannt. Dabei kann dann auch gleich das neu abgestimmt Fahrwerk ausprobiert werden. Hier verspricht der Hersteller mehr Sportlichkeit und Agilität - alte Kerntugenden der 3er Baureihe sollen wieder mehr herausgestellt werden.

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04.05.2015 15:37    |    Xpoint    |    Kommentare (16)    |   Stichworte: G-Klasse, Mercedes, W463

Der ein oder andere geht mit Mitte 30 gerne in den Fitnesstempel seiner Wahl, sei es, seine Ausdauer zu verbessern oder einfach um kräftig zu pumpen. Der Sportwahn der Gesellschaft entfaltet sich in dieser Altersstufe am weitesten.

 

Auch in Stuttgart. Dort hält man die G-Klasse, das Urmeter aller Geländewagen diesseits des Land Rover Defender, im Alter von 36 Jahren keinesfalls für Altmetall. Im Gegenteil, es scheint als ob die Schwaben wieder neue Lust am Klassiker-Schrauben gefunden haben. Bevor eine tiefgreifend renovierte G-Klasse die Liga der Pressegerüchte verlässt, bringt Mercedes nun ein Facelift des Fünftürers auf den Markt. Warum nicht vom Dreitürer bzw. Cabrio? Einfach deshalb, weil es den kurzen G schon einige Zeit nicht mehr gibt.

 

Auf laut Pressetext nun „serienmäßige AMG-Koflügelverbreiterungen bei G350d und G500“ können sich einige Fans sicherlich freuen, interessant ist vielmehr, wie selbst ein bisheriger Lifestyle-Verweigerer wie das G-Modell nun sportlich-dynamisch positioniert wird.

Grelle Außenfarben, ein sportliches Sondermodell (Edition 463, die Nummer ist die interne Bezeichnung der Baureihe) mit 21-Zoll-Kutschenrädern, sportlichen Designextras und „Carbonleder“ sowie verstellbare Dämpfer entrücken den Benz maximal weit vom Ursprung: Das G-Modell entstand aus einem Militärauftrag.

 

Fanfaren werden dennoch auch heute zu hören sein, spätestens wenn man im Topmodell G65 dem V12-Biturbo mit 630 PS (das nochmal in Worten, um es zu verdauen: sechshundertdreißig!) den Gasfuß fallen lässt. Mit 1.000 Nm wird selbst diese fahrende Schrankwand innerhalb von 5,3 Sekunden auf 100 km/h katapultiert. Puh. Damit wir nicht alle direkt einen Herzinfarkt erleiden, lässt Mercedes die Preisliste noch unter Verschluss. Ab Mitte des Jahres öffnen die höflichen Vertreter die Orderbücher.

Ist ein solches PS-Monstrum mit dem Luftwiederstand einer massiven Schrankwand am Zeitgeist vorbei gedacht? Nein! In der NRW-Reihenhaussiedlung wird man einen G65 zu Recht nicht antreffen. Ich tippe auf eine Nah- und Fernostexportquote über 80%. Es ist schön zu sehen, dass Mercedes es schafft, nach dem Ende des Land Rover Defender nun nicht nur den Dienstältesten der 4x4-Gemeinde am Leben zu halten, sondern den verwöhnten Supereichen auch neues Futter für die Türe stellt.

 

Und wer gerne würde, aber nicht kann: Das G-Modell ist sicherlich das einzige aktuelle Automodell, dass man ziemlich realitätsnah und massstabsgerecht aus simplen Legosteinen bauen könnte...wer wagt sich daran?

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Motor-Talker und Autoblogger