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Auto Notizen

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04.05.2015 15:37    |    Xpoint    |    Kommentare (16)    |   Stichworte: G-Klasse, Mercedes, W463

Oldtimer, ganz modern: Gelb soll ja Trendfarbe im Sommer 2015 werden (Foto: Mercedes-Benz)
Oldtimer, ganz modern: Gelb soll ja Trendfarbe im Sommer 2015 werden (Foto: Mercedes Benz)

Der ein oder andere geht mit Mitte 30 gerne in den Fitnesstempel seiner Wahl, sei es, seine Ausdauer zu verbessern oder einfach um kräftig zu pumpen. Der Sportwahn der Gesellschaft entfaltet sich in dieser Altersstufe am weitesten.

 

Auch in Stuttgart. Dort hält man die G-Klasse, das Urmeter aller Geländewagen diesseits des Land Rover Defender, im Alter von 36 Jahren keinesfalls für Altmetall. Im Gegenteil, es scheint als ob die Schwaben wieder neue Lust am Klassiker-Schrauben gefunden haben. Bevor eine tiefgreifend renovierte G-Klasse die Liga der Pressegerüchte verlässt, bringt Mercedes nun ein Facelift des Fünftürers auf den Markt. Warum nicht vom Dreitürer bzw. Cabrio? Einfach deshalb, weil es den kurzen G schon einige Zeit nicht mehr gibt.

 

Auf laut Pressetext nun „serienmäßige AMG-Koflügelverbreiterungen bei G350d und G500“ können sich einige Fans sicherlich freuen, interessant ist vielmehr, wie selbst ein bisheriger Lifestyle-Verweigerer wie das G-Modell nun sportlich-dynamisch positioniert wird.

Grelle Außenfarben, ein sportliches Sondermodell (Edition 463, die Nummer ist die interne Bezeichnung der Baureihe) mit 21-Zoll-Kutschenrädern, sportlichen Designextras und „Carbonleder“ sowie verstellbare Dämpfer entrücken den Benz maximal weit vom Ursprung: Das G-Modell entstand aus einem Militärauftrag.

 

Fanfaren werden dennoch auch heute zu hören sein, spätestens wenn man im Topmodell G65 dem V12-Biturbo mit 630 PS (das nochmal in Worten, um es zu verdauen: sechshundertdreißig!) den Gasfuß fallen lässt. Mit 1.000 Nm wird selbst diese fahrende Schrankwand innerhalb von 5,3 Sekunden auf 100 km/h katapultiert. Puh. Damit wir nicht alle direkt einen Herzinfarkt erleiden, lässt Mercedes die Preisliste noch unter Verschluss. Ab Mitte des Jahres öffnen die höflichen Vertreter die Orderbücher.

Ist ein solches PS-Monstrum mit dem Luftwiederstand einer massiven Schrankwand am Zeitgeist vorbei gedacht? Nein! In der NRW-Reihenhaussiedlung wird man einen G65 zu Recht nicht antreffen. Ich tippe auf eine Nah- und Fernostexportquote über 80%. Es ist schön zu sehen, dass Mercedes es schafft, nach dem Ende des Land Rover Defender nun nicht nur den Dienstältesten der 4x4-Gemeinde am Leben zu halten, sondern den verwöhnten Supereichen auch neues Futter für die Türe stellt.

 

Und wer gerne würde, aber nicht kann: Das G-Modell ist sicherlich das einzige aktuelle Automodell, dass man ziemlich realitätsnah und massstabsgerecht aus simplen Legosteinen bauen könnte...wer wagt sich daran?

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04.05.2015 18:24    |    Bumer645

Netter Artikel, aber der älteste aktuell gebaute Geländewagen ist der Niva mit 39 Jahren wenn ich mich nicht täusche.

 

Schade das Sie die G-Klasse verweichlichen.


04.05.2015 19:10    |    158PY

ist schon eine Weile lang her, dass sich ein G-Modell über 38 Sekunden Zeit gelassen hat für den Spurt von 0 auf 100... Naja, wer auf fahrbare Schrankwände mit Sportwagen-Beschleunigung steht, kann jetzt ja endlich bedient werden. Genügend merkbefreite Mafia-Fahrer und frisch zu Geld gekommene Strukkies gibt es ja, man muss sich über "den Daimler" also keine Sorgen machen....


04.05.2015 19:39    |    emil2267

der einzige murks an dem ofen is dieser verdammte monitor,warum baut man in so nen auto wie dieses,so nen schäbig aussehendes teil ein :confused:

 

leute,die sowas,aber auch sowas zu verantworten haben,sollte man teeren,federn & an einer möglichst starren anhängerkupplung aus der stadt zerren

 

ach ja,gute alte zeit :D

 

ansonsten ein beeindruckendes fahrzeug & dazu noch leider geil :cool:


04.05.2015 21:05    |    Hennaman

Der Landrover wird bereits seid 1948 gebaut und ist damit mit Abstand der Dienstälteste!

 

Der Lada Niva ist es gewohnt übersehen zu werden,:rolleyes:

 

Dacia behauptet in seiner Werbung das der Dacia Duster der Preiswerteste SUV in Deutschland sei dabei ist der Duster sogar als 2x4 Antrieb schon Teurer als der Lada Niva mit 4x4 Antrieb!

 

Was die Beschleunigung vom Mercedes G angeht, so etwas neues und Großartiges ist das nun auch nicht,

mein ML55 AMG hat nur 350 PS hat keinen Kompressor und keinen Turbo und hat schon 14 Jahre auf dem Buckel und beschleunigt dennoch seine 2,5 Tonnen in ca. 6,5 Sekunden.:cool:

 

Die hätten bei MB mal besser die Weiterentwicklung des kleinen GLA vorangetrieben statt den Dino zu beflügeln!


04.05.2015 21:19    |    TOMSPORT-78

@emil2267

 

Das Interieur inkl. Tablet war für mich der Grund sich Ende 2012 noch schnell einen neuen G im alten Design zu bestellen. Die aktuelle Innenausstattung ist wirklich grausam für eine G-Klasse!


04.05.2015 23:08    |    Hennaman

Wobei das Tablett auf dem Armaturenbrett bei allen Modellen Blöde ausschaut, wie gewollt und nicht gekonnt!


05.05.2015 08:59    |    der_Derk

Zitat:

Der Landrover wird bereits seid 1948 gebaut und ist damit mit Abstand der Dienstälteste!

Die alte Serie I hat mit dem Defender vom Namen und der groben Form her nicht mehr so wirklich viel gemeinsam. Nach der Auffassung müsste man Jeep als Dienstältesten sehen, weil Willys und Wrangler ja auch fast dasselbe sind ;).

(Mal abgesehen davon, dass der erste Land Rover auf einem Willys-Chassis basierte)

 

Zitat:

Dacia behauptet in seiner Werbung das der Dacia Duster der Preiswerteste SUV in Deutschland sei dabei ist der Duster sogar als 2x4 Antrieb schon Teurer als der Lada Niva mit 4x4 Antrieb!

Stimmt aber - der Niva ist beileibe kein SUV.


05.05.2015 11:18    |    unpaved

Wer einfach nur einen unkaputtbaren 4x4 ohne allzuviel High Tech haben will, schaut besser mal hier:

http://www.extremfahrzeuge.com

Die J7 werden zwar erst seit 30 Jahren gebaut, aber sie werden weltweit von UN, NGOs und Hilfsorganisationen gefahren, eben weil sie so zuverlässig sind. Der GRJ 200 ist das Fahrzeug der Wahl für die Funktionäre dieser Organisationen.

 

Allerdings gibt es keine 1000Nm oder 630PS, sondern einfach nur robuste Technik und ausreichend Kraft, um überall hin- und auch wieder zurück zu kommen. Den Servicetruck mit Ersatzteilen und High Tech Meßcomputern, begleitet vom ausgebildeten KFZ Mechatroniker mit MB-G Sonderschulung braucht es auch nicht, Reparaturen erledigt der Dorfschmied.

 

Bernhard


06.05.2015 09:12    |    Hellhound1979

Ich frage mich gerade wie hoch die Reichweite des G630 in schwerem Gelände noch ist, gängige Diesel wie im Nissan Patrol kommen gut 30L/100km, V8 mit "nur" 210PS wie im Grand Cherokee auf um die 50L... :D

 

Die Toyota HZJ sind jenseits der Boulevards das Fahrzeug der Wahl, nich tumsonst haben die nen guten alten 4L R6 Saugdiesel. Das Ding kann man zwischen Tripolis und dem Hindukusch in jeder Dorfschmiede reparieren, hat wohl schon seine Gründe warum die Rebellen dieser Welt Vorzugsweise mit Toyota Pickups unterwegs sind... :D

 

Nicht falsch verstehen, der G ist ein wirklich guter Geländewagen, mit sehr guten Geländeeigenschaften aber in der Summer aller Eigenschaften gibt es bessere.


06.05.2015 11:37    |    Colab

Ein schönes Teil " auch ein Traumwagen " für Otto Normal - Bürger Unerschwinglich !

 

Mit den 1000 Nm geht der die Glastische Wand hoch !!!

 

Da reißt gerne die Kratern Welle ab, hörte ich mal !

 

Der G ist mit Hummer H1 einer der besten und noch der Unimog von Daimler Benz das sind die Besten in ihrem Fach :-)


06.05.2015 18:30    |    arcticwhite

Das nenne ich Understatement.

 

Ein AMG-G als Postkastl getarnt


07.05.2015 10:59    |    Handschweiß

Der erste Sündenfall beim G waren die Trittbretter. Danach ging es stilistisch nur noch abwärts. OK, das Auto richtet sich an den Scheichgeschmack, das ist legitim, denn dort läßt sich Kohle verdienen.

Vielleicht tauchen in den nächsten Jahren noch nennenswerte Stückzahlen an Bundeswehr-G's in den Versteigerungen auf. Dann würde ich mirs nochmal überlegen, wenn ein gut erhaltener angeboten würde. Muß aber nicht sein, denn ich habe meinen Ex-Funker jetzt soweit, daß er wahrscheinlich durchhalten wird, bis ich in die Urne steige.


07.05.2015 15:46    |    Colab

Das ist nicht die Kardanwelle die Bricht das ist die Nockenwelle die Abreist. weil 1000 Nm zu viel ist.

 

Wenn ich dem Wagen alles geben müsste was er hat, Querspeere ,da zu die Längsspeere und dazu noch die Diffenzalspeere da kommt zu viel Kraft auf die Nockenwelle.

 

Das kann zwei mal gut gehen doch es wäre im Auge zu behalten, mit 100 Nm weniger wäre er genau so gut.

Nichts gehen das Modell G das ist ein Pfundswagen, wie schon mal gesagt einer der besten im Gelände, ich meine Gelände und nicht die Schotter Piste oder der Waldweg, im Extremen Gelände. Schlamm durch Fahrt, durch Querung eines Flusses (Wasser ) und Berge die 25 - 38 % haben.

 

Doch für den Normal Bürger unerschwinglich, so ein SUV ist was für nach Dubai .


08.05.2015 13:24    |    Handschweiß

nene die Nockenwelle überträgt keine Kräfte dieser Art. Bewegt nur die Ventile.

Beim LKW zb. Betonmischer gibt es Nebenabtriebe an der Nockenwelle aber bei uns nicht.


08.05.2015 14:10    |    Hennaman

Ich Denke er meinte die Kurbelwelle :D


15.05.2015 15:30    |    Hellhound1979

Und ich denke da geht erst was im Getriebe oder an den Achsen kaputt bevor die Kurbelwelle bricht.


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