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auto erFAHREN

Der Opel-Blog - und vieles mehr....

29.02.2016 15:54    |    Drehschappeduckel    |    Kommentare (24)    |   Stichworte: Fahrberichte, II (JY), S-Cross, Suzuki, SX4

 

Suzuki! Gesundheit.

Kaum einer hat die japanische Automarke auf dem Schirm. Ich ehrlich gesagt auch nicht. Als Motorräder durchaus bekannt (ich habe ja auch eine Bandit), doch die Autos verschwinden in hiesigen Breitengraden fast komplett in der Versenkung. Hier und da sieht man noch einen Swift, doch die anderen Modelle sind weitestgehend unbekannt. Das völlig zu Unrecht, wie ich vergangenes Wochenende erFAHREN durfte.

 

300km SX4 - eine Bilanz

 

Mein Testobjekt war ein Suzuki SX4 S-Cross 1.6 DDiS TCCS 4x4 Comfort, so der korrekte Name. In Klartext bedeutet das: Mini-SUV, 1.6er Diesel mit 120PS und 320nm, Doppelkupplungsgetriebe, Allrad in der für diesen Motor niedrigsten Ausstattungsvariante. Die allerdings ist im vergleich zu diversen europäischen Pendants ziemlich reichhaltig. Tempomat mit Limiter, Sitzheizung, Bluetoothfähiges Radio, Lederlenkrad, 4x eFH, el. anklappbare Spiegel und Keyless-Go sind die wichtigsten Details. Zum perfekten Glück hätten mir Xenonscheinwerfer und Licht-/Regensensor gefehlt, diese Extras sind im Comfort + enthalten.

 

Ich konnte den Wagen über rund 300km, größtenteils Autobahn und etwas Stadt/Land, bewegen.

 

Die Fahrt

 

Ich bin, ehrlich gesagt, ohne Erwartungen an die Fahrt gestartet - ganz einfach, weil ich mit Suzuki-Autos keine Erfahrungen hatte.

Dementsprechend groß war die Überraschung, als der elastische Diesel mit dem sanft schaltenden DKG loslegte. Nach einem kleinen Turboloch zieht der kleine 1.6er munter los, das Getriebe wählt idR den passenden Gang. Nur manchmal dreht es etwas zu hoch, der Kickdown funktioniert allerdings schnell. Zudem kann man per Schaltwippen auch noch manuell in das Schaltgeschehen eingreifen.

 

Der Motor ist nicht nur ziemlich elastisch, er verbraucht auch recht wenig. Auf meiner Autobahnfahrt am Sonntag bin ich größtenteils, wie man bei uns so schön sagt, Gib Ihm gefahren - also Pedal to the Metal. Im Geschwindigkeitsbereich zwischen 180km/h und 200km/h konnte ich den Durchschnittsverbrauch nicht über 7,1l treiben. Das finde ich ganz gut.

 

Das Fahrwerk ist zufriedenstellend. Natürlich kein Sportler, kann man auch mal knackig durch eine Kurve fahren, allerdings lässt die Federung für meinen Geschmack etwas viel Straße ins Auto.

 

Auch die Geräuschkulisse (Windgeräusche) kann auf Dauer nerven.

 

Das Auto

 

In diesem Kapitel wollen wir mal über die Verarbeitung reden. Die ist ordentlich. Die Spaltmaße innen wie außen sind korrekt, nix klappert oder knistert. Allerdings sind die Materialien im Innenraum kein Traum, vieles ist Hartplastik. Das trifft meinen Geschmack nicht, andere sehen das sicher anders. Ansonsten ist das Cockpit selbsterklärend, nur die Bluetooth-Verbindung mit meinem I Phone 6S funktionierte nicht wirklich.

Ach ja: Die Türen sind ziemlich dünn. Das ist mir aufgefallen. Natürlich nicht dramatisch, aber irgendwie seltsam :D

 

Die Kosten

 

Kein Schnapper. Der Listenpreis für das gefahrene Modell beträgt 27.390€, das Basismodell gibt es ab 19.490€. Sicher kann man da noch ein paar Euronen heraushandeln. Wenn man auf mobile.de oÄ schaut, liegen die Preise ca. 3000-5000€ unter Liste. Das macht den Suzuki deutlich günstiger als die Konkurrenz vom Schlage eines Skoda Yeti, Opel Mokka oder Nissan Qashqai. Alles in allem kein Preisbrecher, aber für das gebotene durchaus okay. Die monatlichen Unterhaltskosten sind eher teuer, wenngleich der Verbrauch in Ordnung ist.

 

Das Fazit

 

Gutes Ding, Suzuki. Da kann man kaum Meckern. Das Auto ist gute Hausmannskost und beherrscht die eigentliche Aufgabe eines Autos, die Passagiere bequem und sicher ans Ziel zu bringen, gut. Der Wagen macht Lust auf mehr Modelle von Suzuki. Sehr angenehmes Fahrzeug!

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31.01.2016 16:00    |    Drehschappeduckel    |    Kommentare (19)    |   Stichworte: Adam, Aufregt, Auto, Fahrberichte, geiles, Opel, Probefahrt, Randale, S-D, sympathischer, Umparken

Ist es schon Homoerotik, wenn man als Mann mit einem Auto männlichen Namens anbandelt? Keine Ahnung. Ist mir auch herzlich egal. Ich habe mein heißes und inniges Wochenende mit Adam jedenfalls genossen.

 

Nur ein fades Mädchenauto?

 

Wer nur einen lila-metallic Adam mit 70 PS und 18-jähriger am Steuer in seinem persönlichen Horizont parken kann, darf das lesen und spätere kommentieren gern sein lassen. Erspart euch und vor allem mir Zeit. Wer hingegen auf kleine, alltagstaugliche Krawallbüchsen steht, darf in den wohluigen Gefilden dieses Blogs verbleiben.

 

Wie, Krawall in einem Opel Adam?

 

Opels Rezept für den kleinen Hunger zwischendurch lautet: Man nehme einen in der Basis gut gemachten und stylischen Kleinwagen, der leider etwas unter Adipositas leidet. Dazu mischt man einen bewährten 1.4 Turbo Benziner mit 110kw und 150 PS, ein etwas langwegiges 6-Gang-Getriebe und einen recht gut klingenden Sportauspuff. Abgerundet wird das Ganze mit Tachoscheiben im Carbondesign, roten Bremssätteln und etwas Flügelwerk (was hier nicht nur zur optischen Zierde dient). Fertig zum Genuss ist ein Adam S. Kleiner Buchstabe, große Wirkung.

 

James, fahren Sie den Adam vor.

 

Genug der hohlen Worte, rein in die bequemen Stoff-Leder-Sitze und ab die Post. Schon nach dem ersten Schlüsseldreh fällt der kernige, sonore Sound auf. Dreht man hoch und fährt man schnell, nervt das Getöse mitunter auch mal. Lässt man aber gesittet auf der Landstraße die Sau raus oder schaltet mal neben Passanten runter in den Zweiten, wundert man sich, dass ein schnöder Vier-Ender so gut klingen kann. Apropos Sau rauslassen: 150 PS sind in einem 1-Tonnen Auto nichts ungewöhnliches mehr. Spaß macht es trotzdem - das sehr kurz übersetzte Getriebe tut seinen Teil dazu. Vierter Gang, 50km/h - Ortsausgang, pedal to the metal. Da muss man nicht schalten. Der 1400er zieht den kleinen Floh mit einer Vehemenz vorwärts, dass es einem fast die Freudentränen in die Guggerle treibt. Aber nur fast, weil die Fahrleistungen dann eben doch nicht eines Ferrari Enzo ebenbürtig sind. Who cares, der Zweig macht eine Menge Laune.

 

Die schönste Verbindung zwischen zwei Punkten ist die Kurve.

 

Machen wir uns nix vor. Ein Auto mit dem Radstand eines abgebrochenen Gartenzwerges kann die Physik nicht austricksen. Das heißt, fährt man auf der deutschen Touristenfernstrassenbundesautobahn Volldampf, macht das keine Laune mehr. Der Gnom stuckert und wackelt vor sich hin. Die Drehzahl liegt dank des kurz übersetzten Getriebes ziemlich hoch, der Sport-Sound nervt allmählich. Dann lieber ab auf die Landstraße.

 

Und hier kommt wieder Freude auf. Das Fahrwerk ist ausreichend hart, aber nicht unkomfortabel, die Lenkung direkt, könnte aber noch etwas Präzision vertragen. Dennoch wuselt der Adam durch Kurven und hängt mühelos deutlich stärkere Autos ab. Genial. Die Landstraße ist das passende Revier für den kleinen Kraftfloh.

 

Ein Interieur, das nicht nur Eva lieben würde

 

Man verbringt ja die meiste Zeit IM Auto. Und der Adam macht es einem bekanntermaßen leicht, diese Zeit zu genießen. Die Sitze sind, wie bereits angesprochen, sehr bequem und nehmen auch große Menschen locker auf. Das IntelliLink-Infotainment kann alles, vom Bluetooth-Audiostreamen und Internetradio bis zum Fußnägel schneiden. Ach nee, so gut war es dann doch nicht. Die Klimaautomatik regelt präzise und schnell die Temperatur, die Sitzheizung ist ein wahrer Schnitzelbrater und die Lenkradheizung ist bei Temperaturen unter 5 Grad einfach nur angenehm.

Überraschend, dass man im winzigen Adam sogar hinten ganz gut sitzen kann, da die Lehnen der Vordersitze sehr tief ausgeformt sind und somit den Hintermännern ganz manierlichen Knieraum zugestehen. Den Kofferraum kann und sollte man allerdings vergessen.

 

Adam. Die bessere Eva?

 

Was bleibt am Ende? Ein kleines, wendiges Auto mit verdammt spaßiger Motorisierung. Man kann problemlos die deutschen "Premium"bomber ärgern, in dem man ihnen vor der Nase wegfährt. Die Ausstattung und Innenraumqualität ist mindestens auf Kleinwagen-, eher auf Kompaktklasseniveau. Und es bleibt der Beweis, dass Opel immer noch Spaßautos bauen kann.

 

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19.12.2015 18:23    |    Drehschappeduckel    |    Kommentare (33)    |   Stichworte: Fahrberichte, Karl, Opel, Probefahrt, Stadt

Gestern war es mal wieder soweit - eine neue Probefahrt mit einem, Achtung Überraschung, Opel stand an. Diesmal sogar eine reguläre PF mit Kaufabsicht: meine Firma möchte einen Kleinwagen für Kundenbesuche und Lieferungen im Stadtverkehr. Also machte ich mich auf eine ca. 50km dauernde Reise mit Karl......

Testobjekt war ein:

 

Opel Karl 1.0 Exklusiv in Argonsilber und Vollausstattung (außer Schiebedach). Das heißt konkret beim Karl: Klimaautomatik, Bluetooth Radio, 4x eFH, Sitz- und Lenkradheizung, Alus, uvm.

 

 

Das Äußere

 

Nicht gerade eine Augenweide, ehrlich gesagt. Das Design wirkt erwachsen und wenig verspielt, geradezu ernst. Man merkt definitiv, dass im Hause Opel der Adam für die optischen Freudenmomente im Leben gebaut wird. Aber das ist Geschmackssache. Ich persönlich finde den Karl nicht hübsch, aber alle anderen Kleinstwagen eigentlich auch nicht. Ist eben meine Riesenkarren-Mentalität....:D

 

Das Innere

 

Fangen wir als Erstes mal mit Karlchens Vorgänger, dem Agila an: dünne Türen, schlabberiges Plastik und eine Optik die man in keinem anderen Opel erwartet. Und im Karl: Satte Türen, Opel-Schalter und Instrumente. Ein sofortiges Opel-Gefühl überkommt einen. Von normalen Opel unterscheidet sich der Karl durch die Tankentriegelung im Fußraum und die fehlende Sperre für den Rückwärtsgang. Da kommt dann der Chevi Spark durch, auf dem der Karl basiert.

 

Ansonsten findet sich im Cockpit überwiegend fein genarbtes Hartplastik, hier und da mal etwas Chromglanz und Kunstleder. Das ganze ergibt ein stimmiges, sich selbsterklärendes Cockpit.

 

Sowohl Klima- als auch Audiobedienung sind selbsterklärend. Auch Bluetooth-Audio funktioniert schnell und zuverlässig.

 

Das Platzangebot ist beachtlich: 4 Erwachsene können locker auf den bequemen Sitzen reisen.

 

Die Fahrt

 

Jo...was soll man von einem 1.0 3-Zyl mit 55kw/75PS erwarten? Ich gin mit zugegebenermaßen niedrigen Erwartungen ran....und wurde positiv überrascht. Der Karl ist ein äußert agiler und quirliger Geselle. Durch das kurz übersetzte Getriebe hat der Motor in der Stadt mehr als ausreichend Power und gibt einem nie das Gefühl, untermotorisiert zu sein. Im Gegenteil: Ich erwischte mich mehrmals dabei, in der Stadt 65-70km/h zu fahren, weil man mit dem Karl einfach den Drang dazu verspürt. Er macht in der Stadt einfach Laune. Klar, ab 130 passiert nicht mehr viel, aber wer erwartet das von diesem Auto auch?

 

Schaltung und Kupplung gehen leicht, auch der unsynchronisierte Rückwärtsgang lässt sich ohne das übliche Krachen einlegen.

 

Der Karl ist dank seiner kompakten Bauform und des einfachen Designs sehr übersichtlich.

 

Das Geld

 

Karlchen fahren kann man ab knapp über 9000€. Dann allerdings mit Kurbelfenstern. Interesssant werden die Edition-Modelle. Für rund 11.000€ bekommt man einen ganz passabel ausgestatteten Karl. Fair, finde ich.

 

Das Fazit

 

Karli ist ein quirliger und flotter Kleinwagen mit viel Platz und einem lebendigen Motor. Wäre das etwas öde Design nicht, wäre er der ideale Stadtwagen. Ich kann ihn jedenfalls uneingeschränkt weiter empfehlen.

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26.11.2015 22:10    |    Drehschappeduckel    |    Kommentare (36)    |   Stichworte: 2015, astra, Astra-K, Auto, Fahrberichte, Opel, Probefahrt

 

Endlich hatte ich heute mal die Gelegenheit, den neuen Astra zu testen. Mein Zafira war beim ersten Ölwechsel nach 3000km und ich habe mir die Wartezeit mit einer Probefahrt überbrückt - daran möchte ich euch teilhaben lassen. Bilder finden sich wie gewohnt in der Galerie.

 

Testobjekt war ein:

 

Opel Astra K 1.4 Turbo INNOVATION in Kokosnuss-Braun und (hässlichen) 16-Zoll Winterrädern. Den Innenraum zieren Stoff-Leder-Sitze in Beige. Alles in allem eine stimmige Farbkombi, wie ich finde. Edel und elegant.

 

Des weiteren bot der Wagen eine Klimaautomatik, Sitz- und Lenkradheizung, IntelliLux-Matrix-LED Lichtsystem (was ich mangels Dunkelheit nicht testen konnte, habe es aber schon zur Premiere ausprobiert), OnStar, diversen Assistenten sowie dem Navi 900 IntelliLink-Infotainmentsystem.

 

Das Äußere

 

Gegenüber dem etwas pummeligen Astra J ein klarer Fortschritt. Drahtig, aggressiv und fast sportlich steht der K auf seinen grausamen Baumarkt-Radkappen (fairerweise muss man sagen, dass die original Opel-Radkappen auch zum schreien hässlich sind). Hier und da ein paar Chrom-Akzente und LED-Leuchten mit ansprechender Grafik runden das Bild ab. Neben dem Mazda 3 und der Giulietta der stimmigste Kompakte, finde ich.

 

Das Innere

 

Huch, wo sind denn die Knöpfe hin?!? Wer den Astra J kennt, erlebt erstmal sein blaues Wunder. Man wird von einem großen Touchscreen empfangen, über den sich sämtliche Infotainment-Optionen steuern lassen. Dazu noch eine seperate Klimabedieneinheit, die wirklich keinem Rätsel aufgeben sollte. Alle Tasten sind mit eindeutigen Piktogrammen versehen. Die OnStar-Schalterkonsole sitzt im Dachhimmel. Die Materialien wirken hochwertig, lediglich das Hartplastik am Mitteltunnel enttäuscht. Das passt nicht zum Rest des Autos. Ansonsten wirkt alles solide zusammengebaut.

 

Das Infotainmentsystem ist kinderleicht zu bedienen, Handy-Koppelung via Bluetooth funktioniert tadellos - der Astra hält, was IntelliLink verspricht.

 

Die Rundumsicht ist allerdings bescheiden.

 

Das Platzangebot hat sich stark verbessert, endlich hat man auch auf den hinteren Plätzen ausreichend Raum. Auch der Kofferraum ist gewachsen.

 

Mit diesem Innenraum hat Opel gezielt auf die Kritiken vergangener Tage reagiert und ein entsprechendes Gesellenstück abgeliefert. Saubere Arbeit!

 

Die Fahrt

 

Opelig. Der 1.4 Turbo entwickelt 110KW/150PS und liefert keine überragenden Leistungen ab. In Anbetracht der Tatsache, dass der Vorgänger rund 150kg mehr wog und 140PS lieferte, habe ich mir mehr erhofft. Aber ich bin eben auch einen 2.0 Diesel mit 125KW gewöhnt. Gibt man dem Astra die Sporen, kann er auch rennen. Wie gesagt, der Motor ist kein Racer, aber in jeder Lebenslage ausreichend.

 

Das Fahrwerk tut, was sein Name verspricht - Fahren. Nicht besonders dynamisch (dafür ist aber die Lenkung schön direkt und schwergängig), dafür aber ziemlich komfortabel. Er fährt sich eben wie ein Kompakter.

 

Herausragend fand ich den Spurhalteassistenten - er erkennt auch extrem blasse Straßenmarkierungen und leitet einen mit einem sanften aber bestimmten Dreh am Lenkrad zurück. Das ganze ohne nerviges Gepiepse. Sehr schön!

 

Das Geld

 

Der Astra kostet in der von mir gefahrenen Variante runde 28.000€. Nicht billig, aber mit vielen Features versehen. Die Konkurrenz bietet manche Sachen (AGR-Sitze - außer Golf, IntelliLux) gar nicht erst, was einen direkten Preisvergleich schwierig macht. Der Golf ist teurer, ABM sowieso. Der Astra ist sein Geld wert.

 

Das Fazit

 

Saubere Arbeit. Gute Ausstattung und stimmiges Design treffen auf ein narrensicheres Fahrverhalten und kreieren somit einen hochwertigen und dennoch preiswerten Kompaktwagen. Mit diesem Auto ist Opel wieder vorne dabei.

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11.10.2015 20:39    |    Drehschappeduckel    |    Kommentare (8)    |   Stichworte: 2015, Auto, E, Fahrberichte, Opel, Probefahrt

Es ist nun schon ein Stück her, dennoch möchte ich hier mal einen kleinen Fahrbericht zum Corsa E abliefern. Ich bekam ihn von meinem Opel-Händler freundlicherweise mal für ein Wochenende zur Verfügung gestellt.

 

Testobjekt war ein:

 

Opel Corsa E 1.4 Color Edition in Sunny Melon. Das ist einfaches Uni-Gelb. In Verbindung mit dem schwarzen Dach und den schwarzen Außenspiegeln (typisch für die Color Edition) und den optionalen schwarzen 17-Zoll-Rädern ergibt sich ein stimmiger Kontrast und lässt den Wagen trotz der gelben Farbe nicht allzu weiblich wirken ;)

 

Des weiteren bot der Wagen eine Klimaautomatik, Sitz- und Lenkradheizung sowie das IntelliLink-Infotainmentsystem.

 

Das Äußere

 

Ein Corsa. Eindeutig. Der kleine Opel ist sofort als solcher zu erkennen. Das Design wirkt für mich frisch und relativ schnörkellos, allerdings nicht altbacken wie bspw. beim neuen Skoda Fabia. In der gefahrenen Color Edition sieht er natürlich schon sportlich aus, doch auch die Basisversion macht einen optisch gefälligen Eindruck.

 

Das Innere

 

Wer den Vorgänger kennt, erlebt hier sein "neues OH!" :D Während der Corsa D optisch im Innenraum schon längst hinterm Mond verschwunden war, überzeugt der Nachfolger mit hochwertigen Materialien, sauberer Verarbeitung und einer guten Ausstattung. Die Sitze bieten guten Seitenhalt und sind bequem. Das Armaturenbrett ist aufgeräumt und einzelne Funktionen erschließen sich sofort. Auch das IntelliLink-System ist trotz - oder dank - des großen Touchscreens leicht zu bedienen. Die Handy-Koppelung mit meinem I Phone 5S via Bluetooth klappt problemlos, Audio-Streaming mit Spotify funktioniert schnell und zuverlässig. Hier gibt es nix zu meckern. Auch de Klang ist Klar, das Audio-System macht seine Sache für ein Seriengerät gut.

Positiv fällt die weiße Instrumentenbeleuchtung auf - das wirkt viel hochwertiger als das Kirmes-Orange des Vorgägers.

 

Chapeau Opel - der Innenraum würde auch in einem Kompakten einen guten Eindruck machen.

 

Die Fahrt

 

Der Wagen war mit einem einfachen 1.4 Benziner-Sauger ausgestattet. Dieser leistet 66kw/90PS. Damit wird der recht schwere Corsa keine Rakete, ist aber ausreichend motorisiert. In der Stadt immer ausreichend, ist man auch für Überlandfahrten gut gewappnet. Wenn man fähig ist, bei 50km/h notfalls auch mal in den zweiten Gang zu schalten, ist man mit dem Auto sehr flott unterwegs ;) Ansonsten läuft der Motor sehr ruhig und rund.

 

Das Fahrwerk lässt sich am besten als neutral bezeichnen. Es ist weder besonders sportlich, noch besonders komfortabel. Fahrbahnunebenheiten werden gut ausgeblendet, aber nicht wegrationalisiert. Man kann dem Auto eine Kurve auch mal etwas schneller zumuten, kann aber auf der Landstraße nicht mit einem Caterham mithalten ;) Alles in Allem klassenüblich.

 

Das Geld

 

Der Corsa kostet in der von mir gefahrenen Variante runde 17.000€. Das ist viel Geld für einen Kleinwagen, allerdings ist die Konkurrenz auch nicht billiger. So gesehen ist das Auto sein Geld wert.

 

Das Fazit

 

Opel, das habt ihr gut gemacht! Der Corsa wirkt viel frischer und moderner als sein angestaubter Vorgänger. Somit ist Opel bei den Kleinwagen endlich wieder konkurrenzfähig und hat einen großen Wurf gelandet.

Ich hoffe, dass das viele Kunden auch so sehen.

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Hier werkelt:

Drehschappeduckel Drehschappeduckel

Da schwillt mir der Kamm!

Renault

Das auf meinem Profilbild ist nicht mein echter Bart.

 

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