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Der Opel-Blog - und vieles mehr....

24.12.2015 12:20    |    Drehschappeduckel    |    Kommentare (1)

 

Zum Jahresende und zum Weihnachtsfest möchte ich euch ein paar Gedanken, die ich so oder so ähnlich auch meiner Familie und meinen Mitarbeitern auf den Weg gegeben habe, nicht vorenthalten.

 

Das Jahr verging schnell - viel zu schnell. Habt ihr auch das Gefühl, dieses Jahr völlig vom Weihnachtsfest überrumpelt worden zu sein?

 

Wahrscheinlich gab es dieses Jahr einfach viel zu viele Themen, die uns beschäftigt haben. Der andauernde Flüchtlingsstrom nach Europa und die Verantwortungslosigkeit einiger Länder in dieser Thematik beschäftigten uns; Krieg, Gewalt und Terror sind leider im Jahr 2015 allgegenwärtiger als je zuvor, und auch solch profane Sachen wie das Versagen eines großen deutschen Autobauers, und vor allem die drastischen Konsequenzen für den "kleinen Mann"....all das sorgt für wenig Weihnachtsstimmung in dieser Zeit. Sowohl beruflich als auch privat hat der ein oder andere dieses Jahr schwere Schläge hinnehmen müssen; oder aber schwungvolle Aufstiege erfahren.

 

Wir sollten alle mal runterkommen, uns auf uns und unser Gegenüber besinnen; und feststellen, wie sinnlos wir doch oftmals handeln. Besonders hier auf MotorTalk. Leute, es ist völlig egal, ob ihr Opel oder VW fahrt; es ist auch egal, ob der angebliche Proll im BMW X5 euch gerade Lichthupe gegeben hat.

 

Viel mehr sollten wir dankbar sein, dass es uns größtenteils gut geht; dass wir Menschen haben, die uns lieben und die wir lieben; und dass das das größte Geschenk auf Erden ist. Alles andere sind Peanuts.

 

Ich blicke mit etwas Wehmut, doch auch mit Freude auf das letzte Jahr zurück. Ich bin froh, den ersten Geburtstag meines Enkels erlebt zu haben; ich bin froh, Freunde und Familie zu haben die mich bedingungslos unterstützt und ich bin sogar froh, einen vermeintlich herben Schicksalsschlag erlitten zu haben der mich in seiner Konsequenz doch in ein besseres Leben geführt hat.

 

In diesem Sinne wünsche ich euch ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr. :)

Drehschappeduckels Blog verabschiedet sich in die Winterpause und wird im neuen Jahr nach dem Silvester-Koma wieder am Start sein.

 

PS: Bei Mercedes kann man sich seinen eigenen Weihnachtsmann-Schlitten, die Santa-Class, konfigurieren.

Ich habe mich für eine Santas F014 in Stille-Nacht-Schwarz, AMG-Kufen und Antrieb sowie Navi und Sicherheitspaket entschieden :D

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19.12.2015 18:23    |    Drehschappeduckel    |    Kommentare (33)    |   Stichworte: Fahrberichte, Karl, Opel, Probefahrt, Stadt

Gestern war es mal wieder soweit - eine neue Probefahrt mit einem, Achtung Überraschung, Opel stand an. Diesmal sogar eine reguläre PF mit Kaufabsicht: meine Firma möchte einen Kleinwagen für Kundenbesuche und Lieferungen im Stadtverkehr. Also machte ich mich auf eine ca. 50km dauernde Reise mit Karl......

Testobjekt war ein:

 

Opel Karl 1.0 Exklusiv in Argonsilber und Vollausstattung (außer Schiebedach). Das heißt konkret beim Karl: Klimaautomatik, Bluetooth Radio, 4x eFH, Sitz- und Lenkradheizung, Alus, uvm.

 

 

Das Äußere

 

Nicht gerade eine Augenweide, ehrlich gesagt. Das Design wirkt erwachsen und wenig verspielt, geradezu ernst. Man merkt definitiv, dass im Hause Opel der Adam für die optischen Freudenmomente im Leben gebaut wird. Aber das ist Geschmackssache. Ich persönlich finde den Karl nicht hübsch, aber alle anderen Kleinstwagen eigentlich auch nicht. Ist eben meine Riesenkarren-Mentalität....:D

 

Das Innere

 

Fangen wir als Erstes mal mit Karlchens Vorgänger, dem Agila an: dünne Türen, schlabberiges Plastik und eine Optik die man in keinem anderen Opel erwartet. Und im Karl: Satte Türen, Opel-Schalter und Instrumente. Ein sofortiges Opel-Gefühl überkommt einen. Von normalen Opel unterscheidet sich der Karl durch die Tankentriegelung im Fußraum und die fehlende Sperre für den Rückwärtsgang. Da kommt dann der Chevi Spark durch, auf dem der Karl basiert.

 

Ansonsten findet sich im Cockpit überwiegend fein genarbtes Hartplastik, hier und da mal etwas Chromglanz und Kunstleder. Das ganze ergibt ein stimmiges, sich selbsterklärendes Cockpit.

 

Sowohl Klima- als auch Audiobedienung sind selbsterklärend. Auch Bluetooth-Audio funktioniert schnell und zuverlässig.

 

Das Platzangebot ist beachtlich: 4 Erwachsene können locker auf den bequemen Sitzen reisen.

 

Die Fahrt

 

Jo...was soll man von einem 1.0 3-Zyl mit 55kw/75PS erwarten? Ich gin mit zugegebenermaßen niedrigen Erwartungen ran....und wurde positiv überrascht. Der Karl ist ein äußert agiler und quirliger Geselle. Durch das kurz übersetzte Getriebe hat der Motor in der Stadt mehr als ausreichend Power und gibt einem nie das Gefühl, untermotorisiert zu sein. Im Gegenteil: Ich erwischte mich mehrmals dabei, in der Stadt 65-70km/h zu fahren, weil man mit dem Karl einfach den Drang dazu verspürt. Er macht in der Stadt einfach Laune. Klar, ab 130 passiert nicht mehr viel, aber wer erwartet das von diesem Auto auch?

 

Schaltung und Kupplung gehen leicht, auch der unsynchronisierte Rückwärtsgang lässt sich ohne das übliche Krachen einlegen.

 

Der Karl ist dank seiner kompakten Bauform und des einfachen Designs sehr übersichtlich.

 

Das Geld

 

Karlchen fahren kann man ab knapp über 9000€. Dann allerdings mit Kurbelfenstern. Interesssant werden die Edition-Modelle. Für rund 11.000€ bekommt man einen ganz passabel ausgestatteten Karl. Fair, finde ich.

 

Das Fazit

 

Karli ist ein quirliger und flotter Kleinwagen mit viel Platz und einem lebendigen Motor. Wäre das etwas öde Design nicht, wäre er der ideale Stadtwagen. Ich kann ihn jedenfalls uneingeschränkt weiter empfehlen.

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12.12.2015 21:27    |    Drehschappeduckel    |    Kommentare (13)

BaluBalu

Ach Leute....

 

In letzter Zeit ist mir eines aufgefallen: Überall wird sich beschwert, aufgeregt und gepöbelt.

 

In meinem Stamm-Autohaus dauerte der Radwechsel statt der vereinbarten 30min ganze 45min. Ein Kunde rastete völlig aus und beleidigte die Autohausmitarbeiter.

Ich dachte nur: "Was für ein Vollspaten"

 

Im Straßenverkehr wird ständig gehupt, gepöbelt und beleidigt. Mir ist letztens ein Fehler unterlaufen (bin recht knapp von einer Neben- auf eine Hauptstraße gefahren und habe einem Herren quasi die Vorfahrt genommen - war aber noch genug Platz dass erst in weiter Ferne was passiert wäre) und der Geschädigte fuhr knappe 2 km mit Dauerlichthupenfeuer und genialen Gesten hinter mir her.

 

Oder neulich bei Lidl an der Kasse: Es hat sich eine Schlange an der Kasse gebildet. Da ticken manche Leute vollends aus, weil sie 2 min länger warten müssen.

 

Da fragt man sich nur: letzte Nacht schlechten Sex gehabt?!

 

Leute, kommt runter und seht mal alles etwas entspannter. Was nützt es, sich über jeden Fliegenschiss unendlich aufzuregen, egal ob Straßenverkehr, Geschäftliches oder Privates?

 

Leben und leben lassen, lieben und verzeihen. Wir sind doch alle nur Menschen :)

 

https://www.youtube.com/watch?v=v_EWWyJfgPc

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07.12.2015 18:12    |    Drehschappeduckel    |    Kommentare (9)

Heute gibt es mal was, was nicht direkt mit Autos zu tun hat. Wie unschwer aus einigen Beiträgen ersichtlich ist, komme ich aus der viert-größten Stadt Sachsens, Zwickau. Berühmt für Trabant und Beate, kennt uns ja kaum einer. Dabei waren wir in den 90ern sogar eine Großstadt (!)

 

Vor einigen Monaten tauchten in den Zwickauer Medien zwei Youtube-Videos auf, auf denen der Filmende einmal 1990, einmal 1992 die Stadt auf der Hauptverkehrsader B93 durchquert. Ich selber bin hier geboren, lebe hier, und werde vorerst auch nicht gehen. Und ich musste schlucken. In 20 Jahren vergisst oder verdrängt man viel, doch die Bilder rufen alle Erinnerungen hervor - an graue Häuser, verdrecke Straßen, an "Ruß-Zwigge". Und auch an die Ergebnisse, die uns 40 Jahre DDR gebracht haben.

 

Aber lasst die Videos selber auf euch wirken:

Zwickau 1992

 

Zwickau 1990

 

Um euch mal den Wandel der Stadt zu zeigen, habe ich mir einige einprägsame Bilder aus den Videos gezogen und ihre heutigen Pendants gegenübergestellt.

 

AH Lueg:

 

Äußere Schneeberger Straße:

 

Früher Teil der B93 (diese wurde 1993 durch ein altes Industriegebiet verlegt), heute nur noch von Straßenbahnen befahren und hervorragend saniert.

 

B93/Muldeparadies:

 

Etwas weiter verlief die B93 direkt zwischen Mulde und Wohngebiet. 2008 wurde die Straße dann schließlich zum Hochwasser- und Lärmschutz auf rund 300m eingetunnelt. Auf dem Tunnel befindet sich heute das Muldeparadies, ein kleiner Park.

 

Muldewiesen bei Crossen:

 

Früher Standort einer Säure- und Papierfabrik, sind die Muldewiesen heute das, was der Name verspricht. An das ehemalige Industriegebiet erinnert heute gar nichts mehr.

 

Schloss Osterstein:

 

Früher Schloss, vom 19. JH bis in die 1970er Jahre hinein Gefängnis, ist das von Grund auf sanierte Schloss Osterstein heute ein Seniorenheim.

 

 

Was bleibt zurück?

Für mich sind es Erinnerungen und Dankbarkeit. Dankbarkeit, dass ich heute in einer größtenteils gepflegten und ansehnlichen Mittelstadt (Danke an @Goify, dieses Wort kannte ich noch nicht :p) lebe, und nicht in einem vernachlässigten Dreckloch.

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Da schwillt mir der Kamm!

Renault

Das auf meinem Profilbild ist nicht mein echter Bart.

 

Wer sonst noch etwas wissen will, darf fragen.

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