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Der Opel-Blog - und vieles mehr....

26.11.2015 22:10    |    Drehschappeduckel    |    Kommentare (36)    |   Stichworte: 2015, astra, Astra-K, Auto, Fahrberichte, Opel, Probefahrt

 

Endlich hatte ich heute mal die Gelegenheit, den neuen Astra zu testen. Mein Zafira war beim ersten Ölwechsel nach 3000km und ich habe mir die Wartezeit mit einer Probefahrt überbrückt - daran möchte ich euch teilhaben lassen. Bilder finden sich wie gewohnt in der Galerie.

 

Testobjekt war ein:

 

Opel Astra K 1.4 Turbo INNOVATION in Kokosnuss-Braun und (hässlichen) 16-Zoll Winterrädern. Den Innenraum zieren Stoff-Leder-Sitze in Beige. Alles in allem eine stimmige Farbkombi, wie ich finde. Edel und elegant.

 

Des weiteren bot der Wagen eine Klimaautomatik, Sitz- und Lenkradheizung, IntelliLux-Matrix-LED Lichtsystem (was ich mangels Dunkelheit nicht testen konnte, habe es aber schon zur Premiere ausprobiert), OnStar, diversen Assistenten sowie dem Navi 900 IntelliLink-Infotainmentsystem.

 

Das Äußere

 

Gegenüber dem etwas pummeligen Astra J ein klarer Fortschritt. Drahtig, aggressiv und fast sportlich steht der K auf seinen grausamen Baumarkt-Radkappen (fairerweise muss man sagen, dass die original Opel-Radkappen auch zum schreien hässlich sind). Hier und da ein paar Chrom-Akzente und LED-Leuchten mit ansprechender Grafik runden das Bild ab. Neben dem Mazda 3 und der Giulietta der stimmigste Kompakte, finde ich.

 

Das Innere

 

Huch, wo sind denn die Knöpfe hin?!? Wer den Astra J kennt, erlebt erstmal sein blaues Wunder. Man wird von einem großen Touchscreen empfangen, über den sich sämtliche Infotainment-Optionen steuern lassen. Dazu noch eine seperate Klimabedieneinheit, die wirklich keinem Rätsel aufgeben sollte. Alle Tasten sind mit eindeutigen Piktogrammen versehen. Die OnStar-Schalterkonsole sitzt im Dachhimmel. Die Materialien wirken hochwertig, lediglich das Hartplastik am Mitteltunnel enttäuscht. Das passt nicht zum Rest des Autos. Ansonsten wirkt alles solide zusammengebaut.

 

Das Infotainmentsystem ist kinderleicht zu bedienen, Handy-Koppelung via Bluetooth funktioniert tadellos - der Astra hält, was IntelliLink verspricht.

 

Die Rundumsicht ist allerdings bescheiden.

 

Das Platzangebot hat sich stark verbessert, endlich hat man auch auf den hinteren Plätzen ausreichend Raum. Auch der Kofferraum ist gewachsen.

 

Mit diesem Innenraum hat Opel gezielt auf die Kritiken vergangener Tage reagiert und ein entsprechendes Gesellenstück abgeliefert. Saubere Arbeit!

 

Die Fahrt

 

Opelig. Der 1.4 Turbo entwickelt 110KW/150PS und liefert keine überragenden Leistungen ab. In Anbetracht der Tatsache, dass der Vorgänger rund 150kg mehr wog und 140PS lieferte, habe ich mir mehr erhofft. Aber ich bin eben auch einen 2.0 Diesel mit 125KW gewöhnt. Gibt man dem Astra die Sporen, kann er auch rennen. Wie gesagt, der Motor ist kein Racer, aber in jeder Lebenslage ausreichend.

 

Das Fahrwerk tut, was sein Name verspricht - Fahren. Nicht besonders dynamisch (dafür ist aber die Lenkung schön direkt und schwergängig), dafür aber ziemlich komfortabel. Er fährt sich eben wie ein Kompakter.

 

Herausragend fand ich den Spurhalteassistenten - er erkennt auch extrem blasse Straßenmarkierungen und leitet einen mit einem sanften aber bestimmten Dreh am Lenkrad zurück. Das ganze ohne nerviges Gepiepse. Sehr schön!

 

Das Geld

 

Der Astra kostet in der von mir gefahrenen Variante runde 28.000€. Nicht billig, aber mit vielen Features versehen. Die Konkurrenz bietet manche Sachen (AGR-Sitze - außer Golf, IntelliLux) gar nicht erst, was einen direkten Preisvergleich schwierig macht. Der Golf ist teurer, ABM sowieso. Der Astra ist sein Geld wert.

 

Das Fazit

 

Saubere Arbeit. Gute Ausstattung und stimmiges Design treffen auf ein narrensicheres Fahrverhalten und kreieren somit einen hochwertigen und dennoch preiswerten Kompaktwagen. Mit diesem Auto ist Opel wieder vorne dabei.

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10.11.2015 15:56    |    Drehschappeduckel    |    Kommentare (19)

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Wenn man fast 50 ist, glaubt man fast alles erlebt zu haben. Es gibt zwar noch ein paar unbekannte Sachen, aber für die hält man sich zu alt. Erlebt man eh nie mehr.

 

Tja, man kann stets eines besseren belehrt werden.

 

Vor ca. 3 Monaten ist meine Freundin aus beruflichen Gründen von Zwickau in die Nähe von Frankfurt/Main gezogen. Schön, dass schon mal nicht ich der Grund für die Flucht war :p

Das sind - je nach Streckenwahl - mal eben knapp 400 km Trennungsweg. Wir sind noch nicht so wahnsinnig lange zusammen und wollten das auch nicht auf´s Spiel setzen.

 

Also bleibt einem nur die Möglichkeit, in jeder freien Minute Auto oder Bahn zu kapern und dann geht die Post ab! Meistens bleibt es an mir hängen, da ich die Pendelei noch am Ehesten mit meinem Beruf vereinbaren kann.

 

Ein typisches Wochenende sieht dann so aus:

 

- Donnerstag Abend wird gepackt

- Freitag früh Punkt um 6 beginnt die Arbeit, damit ich guten Gewissens 12.00 Uhr Schicht machen kann

- Danach: Ab in das geliebte Vehikel und ab auf die Autobahn

- 12.00 - 17.00 Uhr: Straßenterror genießen

- gegen 17.00: Ankunft

 

Samstag und Sonntag Vormittag zur freien Verfügung

 

Sonntag gegen 17.00 Uhr ist dann wieder Abfahrt gen Heimat, Montag früh um 6 muss man ja wieder auf Arbeit sein.

 

Ich hab das jetzt 6x durchexerziert, davon 1x per Bahn. Das hat deutlich länger gedauert, war aber auch entspannter. Trotzdem ist das Auto immer noch Variante #1.

 

Tja, vor einem Jahr noch hätte ich gesagt "Ich bin zu alt für diesen Scheiß". Aber man wird eben immer vor neue Herausforderungen gestellt :D

 

Rein theoretisch wäre ein Umzug möglich. Meine Kinder sind aus dem Haus und meine Eltern sind noch so fit, dass sie sich alleine versorgen können.

Aber beruflich kann und möchte ich nicht wechseln. Ich bin noch nicht lange in meinem Job und habe ihn - trotz des oftmaligen Stresses - sehr zu schätzen gelernt.

Außerdem - ein Umzug in eine komplett neue Gegend, ohne alte Freunde? Mit fast 50?

 

Nee, danke. Dann lieber die ständige Pendelei, die vielen Stunden auf der Autobahn und den Stress verkraften. Am Ende macht man es ja für bestimmte Gründe....;)

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01.11.2015 10:42    |    Drehschappeduckel    |    Kommentare (10)    |   Stichworte: Alltag, Auto, Bild, Erinnerungen, Focus, Ford, Garage, Vergangenheit, Zeitreise

Es ist Samstag, der 31.10.2015 und wir befinden uns auf einem DDR-Garagenhof in einer Wohnsiedlung einer mittelgroßen sächsischen Stadt.

Wir, das sind mein Vater, mein Sohn und ich.

 

Auf unserer Agenda für den heutigen Tag steht:

- Winterräder auf Vaters Fiesta aufziehen

- einen elektrischen Garagentorantrieb in die 40 Jahre alte Garage einbauen

 

Der erste Tagesordnungspunkt ist binnen 30 Minuten erledigt.

 

Für Nummer zwei dauert es etwas länger.

Zeit genug, sich in der Garage umzusehen. 40 Jahre Garagendasein haben viel Kram angesammelt. Historische Relikte, für die man nie wieder eine Verwendung hat, aber die schon immer da drin lagen. Wie z. B. die zwei Trabbi-Ersatzräder.

An den Wänden befinden sich Lackspuren von Generationen von Autos, die manchmal bei der Ein- oder Ausfahrt nicht ganz zielgenau durch die Öffnung befördert wurden.

Vom lindgrünen Trabant P601, über einen Polo II, Seat Cordoba in dunkelgrün, Focus MK1 bis hin zum aktuellen Fiesta haben diese Wägelchen die Garage bewohnt.

 

Egal ob Achsmanschetten vom Polo, Unterdruckschläuche vom Seat oder Lackstifte vom Focus, diese Garage hat von jedem Bewohner ein kleines Relikt aufbewahrt.

 

An den Wänden hängen Bilder. Ich kann mich noch erinnern, wie ich im Alter von etwa 10 Jahren für die damals neue Garage Bilder von Autos aus Zeitungen ausschnitt und rahmte. Mein Vater hängte sie dann auf. Jahre später wiederholte sich das Ganze, mein Sohn durchforstete zusammen mit seinem Opa die Autobild und die Wanddeko wurde auf den damals neusten Stand gebracht.

*Zisch* - erstmal ein Ur-Krostitzer. Die Installation des Antriebs gestaltet sich schwieriger als gedacht.

Nebenan öffnet sich das Tor. Ein silberner Audi 80 kommt zum Vorschein. Ein Radio dudelt laut MDR Sachsen. Samstag ist Garagentag.

 

Leider mussten wir unser Projekt abbrechen. Um den Antrieb zu installieren, hätten wir einen tragenden Balken etwa zur Hälfte aussägen müssen. Das hätte er vielleicht mitgemacht, vielleicht auch nicht. Das Risiko war uns dann zu groß.

 

So ist das Tor in die Zeitreise der Erinnerungen auch zukünftig manuell zu öffnen. Seis drum, aber schön war es trotzdem.

 

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Hier werkelt:

Drehschappeduckel Drehschappeduckel

Da schwillt mir der Kamm!

Renault

Das auf meinem Profilbild ist nicht mein echter Bart.

 

Wer sonst noch etwas wissen will, darf fragen.

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