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Der Opel-Blog - und vieles mehr....

31.01.2016 16:00    |    Drehschappeduckel    |    Kommentare (19)    |   Stichworte: Adam, Aufregt, Auto, Fahrberichte, geiles, Opel, Probefahrt, Randale, S-D, sympathischer, Umparken

Ist es schon Homoerotik, wenn man als Mann mit einem Auto männlichen Namens anbandelt? Keine Ahnung. Ist mir auch herzlich egal. Ich habe mein heißes und inniges Wochenende mit Adam jedenfalls genossen.

 

Nur ein fades Mädchenauto?

 

Wer nur einen lila-metallic Adam mit 70 PS und 18-jähriger am Steuer in seinem persönlichen Horizont parken kann, darf das lesen und spätere kommentieren gern sein lassen. Erspart euch und vor allem mir Zeit. Wer hingegen auf kleine, alltagstaugliche Krawallbüchsen steht, darf in den wohluigen Gefilden dieses Blogs verbleiben.

 

Wie, Krawall in einem Opel Adam?

 

Opels Rezept für den kleinen Hunger zwischendurch lautet: Man nehme einen in der Basis gut gemachten und stylischen Kleinwagen, der leider etwas unter Adipositas leidet. Dazu mischt man einen bewährten 1.4 Turbo Benziner mit 110kw und 150 PS, ein etwas langwegiges 6-Gang-Getriebe und einen recht gut klingenden Sportauspuff. Abgerundet wird das Ganze mit Tachoscheiben im Carbondesign, roten Bremssätteln und etwas Flügelwerk (was hier nicht nur zur optischen Zierde dient). Fertig zum Genuss ist ein Adam S. Kleiner Buchstabe, große Wirkung.

 

James, fahren Sie den Adam vor.

 

Genug der hohlen Worte, rein in die bequemen Stoff-Leder-Sitze und ab die Post. Schon nach dem ersten Schlüsseldreh fällt der kernige, sonore Sound auf. Dreht man hoch und fährt man schnell, nervt das Getöse mitunter auch mal. Lässt man aber gesittet auf der Landstraße die Sau raus oder schaltet mal neben Passanten runter in den Zweiten, wundert man sich, dass ein schnöder Vier-Ender so gut klingen kann. Apropos Sau rauslassen: 150 PS sind in einem 1-Tonnen Auto nichts ungewöhnliches mehr. Spaß macht es trotzdem - das sehr kurz übersetzte Getriebe tut seinen Teil dazu. Vierter Gang, 50km/h - Ortsausgang, pedal to the metal. Da muss man nicht schalten. Der 1400er zieht den kleinen Floh mit einer Vehemenz vorwärts, dass es einem fast die Freudentränen in die Guggerle treibt. Aber nur fast, weil die Fahrleistungen dann eben doch nicht eines Ferrari Enzo ebenbürtig sind. Who cares, der Zweig macht eine Menge Laune.

 

Die schönste Verbindung zwischen zwei Punkten ist die Kurve.

 

Machen wir uns nix vor. Ein Auto mit dem Radstand eines abgebrochenen Gartenzwerges kann die Physik nicht austricksen. Das heißt, fährt man auf der deutschen Touristenfernstrassenbundesautobahn Volldampf, macht das keine Laune mehr. Der Gnom stuckert und wackelt vor sich hin. Die Drehzahl liegt dank des kurz übersetzten Getriebes ziemlich hoch, der Sport-Sound nervt allmählich. Dann lieber ab auf die Landstraße.

 

Und hier kommt wieder Freude auf. Das Fahrwerk ist ausreichend hart, aber nicht unkomfortabel, die Lenkung direkt, könnte aber noch etwas Präzision vertragen. Dennoch wuselt der Adam durch Kurven und hängt mühelos deutlich stärkere Autos ab. Genial. Die Landstraße ist das passende Revier für den kleinen Kraftfloh.

 

Ein Interieur, das nicht nur Eva lieben würde

 

Man verbringt ja die meiste Zeit IM Auto. Und der Adam macht es einem bekanntermaßen leicht, diese Zeit zu genießen. Die Sitze sind, wie bereits angesprochen, sehr bequem und nehmen auch große Menschen locker auf. Das IntelliLink-Infotainment kann alles, vom Bluetooth-Audiostreamen und Internetradio bis zum Fußnägel schneiden. Ach nee, so gut war es dann doch nicht. Die Klimaautomatik regelt präzise und schnell die Temperatur, die Sitzheizung ist ein wahrer Schnitzelbrater und die Lenkradheizung ist bei Temperaturen unter 5 Grad einfach nur angenehm.

Überraschend, dass man im winzigen Adam sogar hinten ganz gut sitzen kann, da die Lehnen der Vordersitze sehr tief ausgeformt sind und somit den Hintermännern ganz manierlichen Knieraum zugestehen. Den Kofferraum kann und sollte man allerdings vergessen.

 

Adam. Die bessere Eva?

 

Was bleibt am Ende? Ein kleines, wendiges Auto mit verdammt spaßiger Motorisierung. Man kann problemlos die deutschen "Premium"bomber ärgern, in dem man ihnen vor der Nase wegfährt. Die Ausstattung und Innenraumqualität ist mindestens auf Kleinwagen-, eher auf Kompaktklasseniveau. Und es bleibt der Beweis, dass Opel immer noch Spaßautos bauen kann.

 

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18.01.2016 19:58    |    Drehschappeduckel    |    Kommentare (86)    |   Stichworte: im, Image, Karl-Thomas, Kopf, Neumann, Opel, Retter, Tops, Umparken, Zukunft

Was verbindet ihr mit Opel? Langweilige Allerweltskarren ohne Pfiff? Autos, die ihren Job (nämlich fahren) zwar erledigen, jedoch das ganze völlig unemotional? Ihr wärt nicht die einzigen auf diesem Planeten. Opel haftet ein furchtbar piefiges und gestriges Image an - obwohl der Kenner weiß, dass die Autos in Sachen Qualität und Innovation mit der Konkurrenz mindestens auf Augenhöhe sind.

 

Dass das kein Dauerzustand sein kann, liegt auf der Hand. Dem angegrauten Konzernvorstand dämmerte schon vor einiger Zeit, dass sich da - personell - etwas ändern muss.

 

Frischer Wind in der Chefetage. Since 2013

 

Es war im März 2013, als der bis dato relativ unbekannte Conti- und VW-Manager das Ruder des angeschlagenen Traditionsautobauers übernahm. Dr. Karl-Thomas Neumann, studierter Elektrotechnikingenieur, begeisterter Marathonläufer und Vater 3er Kinder, wechselte ohne Umschweife von Volkswagen China zu Opel. Mittlerweile, nach knapp 3 Jahren, ist es an der Zeit, ein Resümee über die bisher geleistete Arbeit des Niedersachsen zu ziehen.

 

Sympathie allein reicht nicht aus

 

 

Mit diesem Video stellte sich Dr. Neumann zu seinem Amtsantritt den Mitarbeitern und Fans vor. Er stellte sich als kollegialen Autonarr in Führungsposition, und nicht als diktatorischen Controller vor. Das kam gut an - ein erster Schritt zur Akzeptanz Neumanns in der Opel-Bevölkerung war getan. Doch Sympathie allein reicht nicht - Taten mussten folgen. Mit der Kampagne "Umparken im Kopf" sorgte Neumann zusammen mit seiner Marketingchefin Tina Müller Anfang 2014 für Aufsehen. Die Kampagne sollte die Bevölkerung zum Nachdenken anregen und Opel in dem Licht stehen lassen, dass Opel verdient hat. Und das funktionierte - Umparken im Kopf ist bis heute ein Slogan, der für Aufsehen und Überraschung sorgt. Viele internationale Preise und die Gunst der Käufer waren Dank für dieses Werbekonzept.

 

Hohle Phrasen und nichts dahinter?

 

Nur, Marketing alleine ohne nützliche Produkte nützt wenig. Und genau hier liegt der Knackpunkt - so gut, wie ein Opel sein mag, er krankt in der Bevölkerung immer noch unter seinem leidlichen Image. Außerdem verhageln ihm Details (hohes Gewicht, unübersichtliche Cockpits,...) die Bilanz im Vergleich zur Konkurrenz. Doch mit dem unter Neumann entwickelten Opel Astra K wird das wohl ein Ende nehmen. Und wieder sehen wir eine aggressive Werbepolitik - es wird fast ausnahmslos auf die innovativen Seiten des Fahrzeuges hingewiesen. Das soll den angestaubten Charme vom Fahrzeug fegen. Ob es gelingt? Das wird die Zukunft und viele neue Modelle zeigen. Ein nächster Schritt wird ein Elektrofahrzeug auf Basis des Chevrolet Bolt, sowie ein Image- und Sympathieträger sein. Mehr dazu im unten stehenden Video:

 

 

Ein Opel GT als leichter und bezahlbarer Sportwagen ist genau das, was sich viele Opel-Fans wünschen. Es bleibt spannend. Ich persönlich bin der Meinung, dass Opel nach vielen zukunftslosen Studien in letzter Zeit nicht schon wieder kneifen kann - dieses Auto MUSS kommen!

 

Vergangenheit verklären?

 

Auch bei den Fans alter Opel Modelle will sich Neumann beliebt machen. Keine Spur vom teils stiefmütterlichen Umgang mit der Vergangenheit wie bei manch anderem Hersteller. Er selbst fährt privat ein Diplomat Coupe, und lässt sich auch gern mit diversem Altblech ablichten.

 

 

Wir sehen - Neumann versucht sich, in allen Belangen beliebt zu machen. Es scheint bislang zu funktionieren.

 

Prognose - wird KTN es packen?

 

Neumann kündigte schwarze Zahlen für Opel 2016 an. Ein ambitioniertes Ziel (vor allem in Anbetracht des Wegganges vom russischen Markt), doch ich bin der Meinung, er kann es schaffen. Er ist mit Mitte 50 in einem Alter, in der man zwar schon als alter Hase gilt und die Gegebenheiten im Business kennt; jedoch auch recht nah an den aktuellen Trends sitzt. Besser kann es nicht sein. Neumann sollte jedoch nicht nur in neue Modelle investieren, sondern auch sein Händlernetz entstauben. Das beste Auto nützt nichts, wenn der Vertrieb mangelhaft ist.

 

Ich jedenfalls drücke Neumann und natürlich der Marke Opel meine Daumen und blicke in eine hofentlich rosige Zukunft.

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03.01.2016 21:24    |    Drehschappeduckel    |    Kommentare (21)

Moin!

 

Frohes Neues an alle Lesenden. Heute gibt es mal wieder was was nicht direkt mit Autos zu tun hat.

 

Zwischen den Feiertagen ergab sich mal wieder die Zeit für ein paar Faulenzereien. Also, während ich so auf meinem Sofa sinnierte, die Gans vom 1. Weihnachtsfeiertag mit dem Hase vom 2. in meinem Magen kämpfte, und ich dem verächtenden-vernichtenden Blick meiner Freundin auswich (weil ich sie fragte ob sie mir die Füße massiere :D) ging meine Hand nach langer Zeit mal wieder zur Fernbedienung und es wurden paar Filme via DVD oder Maxdome; mal alleine, mal zu zweit und mal als Familie geschaut.

 

Im Folgenden präsentiere ich euch meine 5 Tops in Sachen Film.

 

TOP 1

Gran Torino

 

Ein wahrhaft grandioses Meisterwerk von Clint Eastwood! Ein abgehalfterter Ex-Fordler echauffiert sich über die steigende Migrationsrate in der Nachbarschaft. Doch es passieren Dinge, die ihn und seine Meinung verändern. Ein bisschen Action, eine tiefe Story und ein fulminantes Ende unter dem Deckmantel eines traumhaften Autos.

https://www.youtube.com/watch?v=fQmgKp48aRs

 

TOP 2

Das Boot

 

Ein Evergreen. Der gefühlt 38 Stunden lange Film mit zahlreichen deutschen Schauspielgrößen beschreibt die sehr wechselhafte Fahrt einer deutschen U-Boot Besatzung während des WWII. Der Film als eine Mischung aus Drama und Action lebt weniger von seiner Story, sondern eher von seinen Schauspielern. Es gibt nicht nur einen Moment, bei dem dem Zuschauer das Herz wummert und er quasi mit im U-Boot sitzt.

https://www.youtube.com/watch?v=7pzKyeIex2Y

 

TOP 3

Das Leben der Anderen

 

Vorallem für ehemalige DDR-Bewohner interessant. Der grandiose Ulrich Mühe in seiner letzten Rolle an der Seite von Ulrich Tukur und Martina Gedek in einem Drama um Verrat, Freundschaft und Intrigen. Mühe als Stasi-Mann spitzelt Oppositionelle aus und erkennt, dass er wohl das falsche Herrchen angebellt hat. Das bringt einen zum nachdenken.

https://www.youtube.com/watch?v=J3DsLPq884M

 

TOP 4

Loriots Ödipussi

 

Herrlich! Schon fast feste weihnachtliche Tradition ist der klassische gekonnte Klamauk Vicco von Bülows und seiner "muse" Evelyn Hamann. Nach diesem Film wirken auch Sätze wie "Meine Schwester heißt Polyester" oder "Haben Sie auch kurzärmelige Hausjacken mit Zopfmuster" völlig normal. Nicht zu vergessen das frische Steingrau! Ein Angriff auf die Lachmuskeln und der Beweis, dass gute Comedy garantiert nicht von einer pinken Blondine oder einem sächselnden Hänfling im Rautenpollunder kommt.

https://www.youtube.com/watch?v=2czQHoIz7vQ

 

TOP 5

Ziemlich beste Freunde

 

Ich will ehrlich sein - ich hielt den Film für eine überbewertete Frauenschnulze und musste wahrhaftig gezwungen werden, ihn anzuschauen. Doch selten war ein Zwang so überraschend schön. Die tiefgründige Story über einen schwerst behinderten Millionär und seinen anfangs recht unmotivierten Pfleger ist sehr schön in Szene gesetzt. Man freut sich, man ist traurig, man lacht. Der Film bietet eigentlich alles. Der Erfolg dieses Werkes ist mehr als gerechtfertigt. Und für uns MTler lohnt es sich schon wegen des grandios schönen und pornös lauten Maserati Quattroporte als Hauptfahrzeug.

https://www.youtube.com/watch?v=w_a3nJe13V0

 

So, das war meine TOP 5 unter den Filmen, die ich bisher sehen durfte. In den Kommentaren freue ich mich auf eine Diskussion über eure Lieblingsfilme.

 

Demnächst wird hier noch ein Artikel zur FLOP 5 folgen.

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Hier werkelt:

Drehschappeduckel Drehschappeduckel

Da schwillt mir der Kamm!

Renault

Das auf meinem Profilbild ist nicht mein echter Bart.

 

Wer sonst noch etwas wissen will, darf fragen.

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