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Audi A4 8E 3.0i auf LPG

Warnung: Dieser Blog gefährdet Ihre Dummheit. Nicht für Bildzeitungsleser geeignet! Als LPG-Umbaublog angefangen liegt der Schwerpunkt nun auf Verbrennungstechnik bei Otto- und Dieselmotoren.

06.01.2015 21:28    |    GaryK    |    Kommentare (26)    |   Stichworte: Audi A4 allgemein, LPG im A4

2014-10-28-kompression2014-10-28-kompression

So, 200.000 km auf der Uhr und 120.000 km mit LPG sind nun durch. LPG macht keine Zicken, die Kompression ist sauber und vor allem besser, als diese beim Kauf nach 80.000 km und sieben Jahren Longlifeöl je gewesen ist. Öldurst hat die Kiste immer noch, aber immerhin weniger als zum Kaufzeitpunkt. Die Zylinder 4 und 5 mit knapp über 10 bar waren übrigens noch nie besser - auf der Bank ist dem Vorgänger der Kat im wahrsten Wortsinn abgebrannt nachdem zwei Zündspulen zugleich aufgegeben haben. Die Kompression war wohl vorher nicht so prall und das waren dann die ersten, die auch beim Zünden keinen Bock mehr hatten.

 

Auf 120.000 km werde ich aktuell recht genau 9,30€ /100km LPG und 0.84€/100km Start- und vor allem Reservebenzin bezahlt haben. Durchschnittlicher Spritpreis laut Aufzeichnungen: 1.46€ seit 2009. Mit 10.6-10.9l Super (der BC stimmt einwandfrei wenns denn Benzin wäre) ergeben somit sehr exakt 18.300€. Bezahlt habe ich 10.800€ für LPG - viel teurer Sprit an der DE-CH Landesgrenze getankt, +10 Cent/l gegenüber Bundesdurchschnitt. Zuzüglich 823€ Start und Reservesprit, der gerade in der Schweiz durchaus nennenswert geflossen ist. Anlageneinbau: 2.600€, Inspektionen und TÜV Gebühren aufgerundet 400€. Macht ein Plus von abgerundet 6.000€ brutto, die Einbaukosten vollständig abgeschrieben bleibt ein Plus von mindestens 3400€. Bin mir sicher, dass die Gasanlage beim Verkauf der Kiste mehr als Null bringt. Was in Summe übrigens etwa den Kosten des Zahnriemenwechsels plus dem neuen Fahrwerk und Ersatz defekter Querlenker entspricht. Apropos entsprechen - aktuell muss ich 7€/100km nicht ausgeben, auch ein nettes Gefühl. Also quasi alle drei Tage kann ich einmal in der Kantine "umsonst" essen.

 

Klingt gut, ist aber irgendwie ein gemischtes Gefühl. Die Sitze sind nach 200.000 km immer noch spitze, mit dem neuen Fahrwerk (Koni FSD / Eibach Kombination) liegt der besser als je zuvor auf der Straße. Das Kurvenverhalten ist vor allem auch Dank der S4 Stabis richtig klasse. Für einen 1.6t Pampersbomber geht das Ding richtig zügig ums Eck. Die teuersten Einzelposten am Audi waren der Zahnriemenwechsel @120.000 km nebst neuen Bremsen sowie einem neuen Fahrwerk mit teilweisem Ersatz der Querlenker und neuen Stabis (vom S4) bei etwa 180.000 km. Das Schaltsaugrohr hat auch was, das nächste Teil was fällig sein wird. Der Motor zieht obenrum ab 5000 nicht wirklich gut, ich hoffe mit etwa 600€ hinzukommen.

 

Kosten: Sind etwa 10€/100km für Sprit/Gas, in die Werkstattbesuche sind sicherlich 6000€ plus X geflossen, 10k€ Einkaufspreis, etwa 1500€ für Reifen, ca 700€ p.a. Steuer/Versicherung - ganz grob geschätzt 25-27 Cent/km. 2/3 ist Wertverlust nebst Instandhaltung und Unterhalt. Mit den anstehenden Querlenkern hinten werde ich die 30 Cent/km knacken und das trotz LPG und günstig-gebrauchtem Einkauf. Zahnriemen kommt auch wieder in 20.000 km auf, nochmal 1000€. Ob ich den noch machen lasse? Mal sehen, viel wert ist der Karren nimmer. Zwischen Listenpreis und meinem Einkauf bei 80.000 km haben sich etwa 25-30 k€ verflüchtigt - bzw. 31 Cent/km alleine an Wertverlust bei den Vorbesitzern. Plus Sprit/Versicherung und Inspektionen... also real sicherlich 50 Cent/km.

 

Die Verarbeitungsqualität ist im Detail teilweise unterirdisch und einer ehemals 40k€ Kiste nicht würdig - Softlack hat die Blätterpest, mittlerweile ist der dritte Antennenverstärker drin (kalte Lötstellen sind Serie), der zweite Rear Verstärker des Concert-II Radios, der Lichtschalter war gebrochen, Scheibenwischergestänge "hin", die Kontakte des Positionswahlschalters fürs Schiebedach zicken und diverse Clipse haben sich bei u.a. Tausch von Fensterhebern verabschiedet. Ich glaub es ist keine einzige Verkleidung ungeöffnet weil was dahinter rappelte oder gleich ganz kaputt war. Obendrauf hab ich seit 70.000 km ein last- und drehzahlabhängiges Klappern im Armaturenbrett, das Geräusch ist nicht zu finden.

 

Kurz gefasst: Auch die Leute in Ingolstadt kochen nur mit Wasser. Und wie man einen Motor mit 93mm Hub (83 mm Bohrung, also eher Langhuber) durch Fünfventiltechnik auf 6500 Touren abstimmen kann und diesem dann noch ein kurzes Getriebe verpasst um Sportlichkeit vorzutäuschen - das müsste mir einer der Produktstrategen erklären. Das Ding könnte einen deutlich längeren fünften Gang bzw. lang übersetzten "Cruise" Gang vertragen, die anderen passen eigentlich gut.

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01.04.2011 13:22    |    GaryK    |    Kommentare (18)    |   Stichworte: Audi A4 allgemein

ArtikelbildArtikelbildAlso, Thema LED Rückleuchten beim B6. Meine "Originale" war abgesoffen, also musste was neues her. Nochmal Original musste nicht sein, auf eine vom Verwerter hatte ich keinen Bock. Also "Zubehörhandel", fündig geworden bin ich in der Bucht. "red/Smoke", sah dezent, aber trotzdem etwas moderner aus. Vor allem ist das Design dicht am Original, die Klarglasoptik erinnert mich irgendwie an die neuen Mercedes. Artikelbild vom Autoteile-Kirstein anbei. Gibt in der Bucht deutlich geschmacklosere Designs, die Lieferung schneller wie erwartet.

 

Der Tausch der Leuchten ist in etwa einer halben Stunde auch für ungeübte wie mich machbar. Zwei Fallen gibt es allerdings:

 

Befestigung-NippelBefestigung-Nippel(a) Es gibt nur eine Schraube, aber Richtung B-Säule sind zwei Nippel, die sich deutlich gegen den Ausbau wehren. Wer hier auf die Idee kommt, einen Schraubenzieher in den Spalt zu schieben und das Ding nach hinten zu hebeln, der hat verloren. Diese Nippel (weiss markiert) gehen zur Seite raus. Ordentlich wackeln, Werkzeug ist nicht erforderlich!

 

HalteschraubeHalteschraube(b) Die seitliche Befestigungsschraube. M8er Nuss oder Kreuzschlitz, aber das Werkzeug sollte tunlichst "magnetisch" sein. Wenn man die Schraube mit gefühlt hundert Windungen rausdreht fällt diese garantiert hinter die Seitenverkleidung. Also irgendwas in die Nuss klemmen oder eben eine gut magnetische verwenden.

 

Bei meinem war die Lochabdeckung der Befestigungsschraube bereits weg (auf dem Bild weiß markiert) und wie ich beim Ausbau bemerkt habe, auch die Dichtung der alten Leuchte beschädigt. Das Aquarium nach Regenfällen war also nicht wirklich verwunderlich. Offenbar ein nicht ganz sachgemäßer Birnenwechselversuch des Vorbesitzers. Wer weiss wie es geht hat mit der Dichtung nichts am Hut und muss nicht dran zerren. Vermutlich hatte der Vorbesitzer dahinter noch ne Schraube erwartet ...

 

Anbei zwei Photos wie es am Ende eingebaut ausschaut. Seriennah, aber trotzdem moderner. Das zweite Bild in der Dämmerung mit eingeschaltetem Licht ist suboptimal, im Bremslicht spiegelt sich eine Straßenlaterne. Diese sieht witzigerweise nur die Kamera ...

HeckansichtHeckansichtEingeschaltetEingeschaltet

 

 

OriginaloptikOriginaloptikHier zum Vergleich die Heckansicht eines normalen dunklen B6 Avant, nur in "sauber". Ich find das dunklere Rot der Zubehörleuchten sieht etwas dezenter aus wie das Original.

 

Nachtrag DEZ 2015: Die Zubehörleuchten sind wieder den Originalen gewichen. Leider hat die LED(!) vom Fahrlicht versagt, eine Rückleuchte war duster. Somit weg damit und ein paar Originale aus der Grabbelkiste wieder rein.


26.03.2011 19:40    |    GaryK    |    Kommentare (18)    |   Stichworte: Audi A4 allgemein

Welches Design darf es sein?

1 (2 %) ASA AR1
15 (30,6 %) Tomason TN1
7 (14,3 %) Dotz Mugello
3 (6,1 %) ICW SW2
8 (16,3 %) ICW BE
15 (30,6 %) Platin P48 Gun Metal

Nun hab ich den halben Samstag nach einem passenden Felgendesign gesucht und kann mich nicht entscheiden.

 

Fahrzeug: Audi A4 Avant (B6), Ebony-Schwarz mit Glanzpaket. Alle ausgewählten Felgen sind 17'' und wenn verfügbar 8 Zoll ET35. Die Bilder stammen von einem tschechischen Felgenkonfigurator , der hat die größte Auswahl an Fabrikaten und erlaubt die Fahrzeugfarbe anzupassen.

 

Was sagt Ihr? Klassisches Y-Design, RS4, RS6 Design, fast alles dabei.

 

 

Update: Es sind am Ende die Dotz Mugello geworden. Die Tomason sehen im Konfigurator am besten aus, aber real sind die etwas zweischneidig. Auf einem A5 sind die ziemlich gut, auf einem Golf megaprollig. Danach sollten es die ASA werden, dort zickte jedoch der Verkäufer und wollte mir unbedingt 235 mit ET45 an die Backe nageln. Und dann hab ich die Dotz in natura beim nächsten Reifenhändler gesehen, die sind es geworden.

 

Und hier also das Ergebnis mit den Dotz Mugello, 17x8 ET35 mit 225er Hankook Ventus V12. Bilder sind erst mal nur mit der Handykamera in der Tiefgarage aufgenommen. Bei der Außenansicht war der gerade vom Reifenhändler rausgerollt, der hat sich wieder etwas in seine Federung "gesetzt". Es ist das normale Sportfahrwerk verbaut.

 

 

Bin zufrieden, das schwarze Bett mit der polierten Front passt recht stimmig zum schwarzen Wagen mit Chrompaket. Nicht zu viel geblinke, aber auch nicht zu dunkel. Zudem mit dem dunklen Felgenbett sehr pflegeleicht. Fährt sich sauber, völlig ausreichend Restkomfort, trotzdem "satter" wie mit den bisherigen 215/16 Sommerschluffen. Spurrillen scheinen kein großes Thema zu sein, zumindest in der Stadt und auf der Landstraße nicht. Gegenüber den letzten beiden Bildern ein klarer Fortschritt. An dieser Stelle herzlichen dank fürs Feedback, die Diskussion hat sehr geholfen!

 


04.11.2010 10:01    |    GaryK    |    Kommentare (0)    |   Stichworte: Audi A4 allgemein

Der Audi zickt langsam ein wenig im Elektronikbereich.

 

* TMC Empfang trotz Splitter lausig, knallt man die Heckklappe zu klappt es manchmal ein paar Minuten. Vermutung: Kontakt der Scheibenantenne korrodiert oder Antennenverstärker im Eimer.

* Sound hinten ausgefallen, seit einem halben Jahr. Vermutlich und hoffentlich nur der Verstärker, den gibts günstig in der Bucht.

* Schiebedach Drehschalter. Ab und zu fährt das Ding nach einem Impuls öffnen sofort wieder unmotviert zu. Vermutlich ein Fall für Kontaktspray.

 

Das konnte Opel besser, da war nach 8 Jahren und fast der doppelten Laufleistung elektrisch noch alles im Lot. Mal sehen wann ich Zeit hab die Fehler zu suchen... fehlendes TMC ist als Vielfahrer nervig. Und noch nerviger ist, dass ich seit nem halben Jahr einen Software-Fehler in meinem Navi versuche zu beheben und der Bug ist hochwahrscheinlich auf der Hardware-Seite.

 

Positiv:

* Geniale Sportsitze, 1a langstreckentauglich

* kaum klappern und Poltern, dafür Knistern ;)

* 220PS V6 fährt sich auf der Autobahn herrlich, im Mittel 12.8l LPG bzw. äquivalent 10.6l Super.

 

Nachtrag: Der Soundausfall war der Verstärker. Ein neuer Gebrauchter vom freundlichen Verwerter aus der "Bucht" für 60€ und hinten ist auf einmal wieder laut. Jetzt hab ich endlich etwas Urlaub und Zeit dem Antennenverstärker auf die Pelle zu rücken. Der fehlende TMC Empfang nervt ungemein.


14.05.2010 16:49    |    GaryK    |    Kommentare (7)    |   Stichworte: Audi A4 allgemein

'Unzulässig versteckter' Umschalter Gas'Unzulässig versteckter' Umschalter Gas

Der TÜV mal wieder. 100.000 km um, ganz große Inspektion mit Zahnriemen, Keilrippenriemen der Nebenaggregate, Wasserpumpe, 4 x Bremsscheiben (ATE), Getriebeölwechsel (prophykalktisch), Heckscheibenwischer ('spritzte nicht mehr') und der normalen Inspektion ... 2200 Euro in der freien Werkstatt. Plus MWST. Dank in diesem Kontext an die Audi Konstruktionsabteilung, die zum Riemenwechsel den halben Vorderwagen zerlegen lässt. Eine Steuerkette wäre wesentlich teurer gekommen, da bliebe schließlich fürs Marketing und Sponsoring weniger Geld übrig *grummel*. Ok, TÜV musste auch langsam neu, wurde im Anschluss mit erledigt.

 

Vor ca 5 Jahren hat mich die Dekra in Mainz mit dem Statement überrascht, die damals noch obligatorische AU müsse im Gasbetrieb gemacht werden, da dort die schlechteren Abgaswerte zu erwarten wären. Deswegen nimmt die Motorenentwicklung gerne extern zubereitete Propan/Luftgemische als Modellkraftstoff für eine homogene Zylinderfüllung ... und weil das so homogen verbrennt hat der Mann auch lockere 15 Minuten und etwa ein halbes Dutzend Versuche gebraucht einen CO Wert von damals -0.005 Vol% bei Lambda=1 zu messen und amtlich festzustellen. Die Referenzluft aus der Fahrzeughalle war bezüglich CO blöderweise dreckiger. Gnaaah, kein weiterer Kommentar.

 

Diesmal wars fast noch besser. Meine eingebaute Gasanlage ist vom TÜV Hanau abgenommen worden. Meiner hiesigen Werkstatt hat der TÜVler kein halbes Jahr später die Plakette verweigert, weil sich der Umschalter Benzin/Gas angeblich nicht im Sichtfeld des Fahrers befinden würde. Das Ding ist im Aschenbecher der Mittelkonsole eingebaut worden, siehe Bild und damit 'extrem' versteckt. Abgesehen davon, dass sowas durchaus im Sichtfeld des Fahrers ist ... die dazugehörige Vorschrift war nicht auffindbar (Kunststück). Das Angebot meiner Werkstatt "Zeig die Vorschrift oder kleb endlich Plakette" wollte er auch nicht wahrnehmen. 10€ Nachprüfgebühr, der Nachbartüv hat das Ding anstandslos abgesegnet und nur mit dem Kopf geschüttelt.

 

2800 Euro Rechnung und ich reg mich über 10€ auf. Muss aber sein. Wird heute jeder gescheiterte Ingenieur beim TÜV eingestellt oder züchten die solche intelligenzbefreiten Mitarbeiter in langjähriger Ausbildung selbst heran?

 

Ansonsten nichts neues von der Gasfront. Jetzt mit Sommerreifen konnte ich den Wagen endlich mal versuchen ausfahren, bei GPS 230 (Tacho 245) lies der Verkehr nicht mehr zu. Ab 220 wird die Beschleunigung deutlich träge, ist halt kein R/S4. Bei Benzin gibts keine Änderung .... Momentanverbrauch bei Tempomat 230: freundliche 28 Liter/100km. Damit bleibt das Schnellfahren dem Motorrad überlassen. Das zieht ab 200 noch wie Hölle und frisst mir trotzdem nicht die Haare vom Kopf. Aber gemütlich längere Strecken mit 170 zu fahren nebst Reserve zu haben ist auch was feines.


02.10.2009 15:27    |    GaryK    |    Kommentare (31)    |   Stichworte: Audi A4 allgemein

Wer sich in einem A4 8E ohne Bordcomputer (FIS) diesen freischalten lässt, der hat ggf. ein kleines Problem. Das FIS ist nicht nur Bordcomputer, sondern auch Warnanlage vor allem möglichen Übel wie durchgebrannten Birnen und niedrigem Wischwasserstand. Für letztes ist ein eigener Sensor verbaut, welcher ohne FIS ab Werk nicht montiert wurde. Der Sensor öffnet als Schwimmschalter einen Kontakt wenn der Stand zu niedrig ist. Ist kein Sensor nebst Kabel verbaut, ist der Kontakt ständig offen und damit hat man dauerhaft einen "Springbrunnen" im Display. Nein liebe Vertragswerkstatt, diese Warnung lässt sich erst beim Facelift B7 wegcodieren, nicht beim B6. Und das wegcodieren bedeutet, den Wischwasserkontakt einfach dauerhaft auf Masse zu legen. Und Ruhe ist.

 

Wie man das Kombiinstrument ausbaut ist überall zu finden. Das Lenkrad muss dazu nicht ab, es reicht mindestens beim 3-Speichen Sportlenkrad dieses nach ganz hinten und unten zu stellen. Aber am Stecker bin ich im ersten Anlauf gescheitert.

 

Also hier die fehlenden Details noch mal für Laien wie mich:

 

AuswurfhebelAuswurfhebelStecker öffnenStecker öffnenInnenstecker, Pin 1 = rechtsInnenstecker, Pin 1 = rechtsKombiinstrument ausbauen, beide Stecker lösen (mittig auf die kleine Sperrklinke drücken - Bild 1 - und dann den Auswurfhebel nach oben), Kombiinstrument herausnehmen, das schafft Platz. Am blauen Stecker die bei mir violette Arretierung an der Seite nach unten weg schieben (Bild 2), Kabelbinder oben durchkneifen, Stecker innen herausziehen. Pin 1 war bei mir wie erwartet nicht bestückt (Bild 3), Pin 1 ist vorne rechts zu sehen, die Beschriftung sieht man man auch unten am blauen Steckergehäuse.

 

MassekabelMassekabelIn das leere Loch des weißen Steckers am Pin 1 einfach ein Reparaturkabel mit der Audi-Nummer 000 979 009 stecken, gabs als Restmenge beim Freundlichen freundlicherweise gratis. Beim Bestücken sollte wie bei den anderen Kabeln der "Widerhaken" nach vorne, das wars schon. Dieses Kabel hab ich am anderen Ende einfach mit einem Kabelschuh in U-Form versehen (Bild 4), die Länge von ca 25 cm passt perfekt. Den U-Schuh unter eine Schraube am Armaturenbrett oder Sicherungskasten gesteckt, alles wieder rückwärts zusammenbauen, Kabelbinder zur Zugentlastung des Steckers nicht vergessen. Dann mit ausgebautem Kombiinstrument prüfen ob alles funktioniert, das Kombiinstrument wieder herein, fertig.

 

Falls im Pin 1 schon was gesteckt hat, dann kann man mit nem Uhrmacherschraubenzieher den kleinen Widerhaken (sieht man vorne am Stecker) hereindrücken, das alte Kabel vorsichtig nach oben herausziehen, das alte Kabel isolieren und fixieren.

 

Aber ich verfluche langsam mein Kombiinstrument, das geht SAUSCHWER rein und raus, gerade die letzten paar Millimeter beim Einbau. Ich hoffe, ich hab nicht irgendwann die Gewinde der Torx-Schrauben dull gedreht, den letzten Millimeter hat die Schraube bisher immer das Instrument hereingezogen.

 

Bilder liegen bei, ich hoffe das ist fast selbsterklärend.


27.09.2009 20:04    |    GaryK    |    Kommentare (10)    |   Stichworte: Audi A4 allgemein

Für alle, die ein kleines Navi an Mini-USB betreiben (u.a. für Gastankstellen-POIs) und sich im A4/8E über den Zigarettenanzünder nebst rumfliegenden Kabel ärgern hätt ich eine kleine elegante Lösung zusammengebastelt.

 

Sicherung / PositionSicherung / PositionSicherung mit AbgriffSicherung mit AbgriffÜbersichtÜbersichtMan "stehle" sich ein Zündplus aus dem Sicherungskasten. Ok, das ist nicht neu. Fieserweise sind die üblichen Kandidaten wie "Freisprecheinrichtung" bei meinem 8E/MJ2003 weder mit einer Sicherung bestückt noch ist der Sicherungshalter (also die Gegenseite) mit Kontakten versehen (darauf hatte ich spekuliert). Also ist dort kein Zündplus abgreifbar. Allerdings hab ich an der Nebelschlussleuchte ein Zündplus gefunden, das ist eine 15A Flachsicherung (blau). Diese wird durch die Spezialsicherung mit Abgriff ersetzt, ich hab das Exemplar von Dietz genommen (Artikel 30725). Dieses hat auch in der abgehenden Leitung eine eigene 1A Sicherung verbaut - das reicht für einen 12V auf Mini-USB Adapter. Also haben wir von diesem Punkt aus einen mit 1A abgesicherten Zünd-Plus, der geht an den Pluspol des Netzteils (rote Leitung).

 

Der Minuspol bzw. die Masse des Netzteils (schwarze Leitung) geht mittels eines gekrimpten U-Anschlusses direkt an/unter die dicke Schraube in der Mitte - bitte nicht wundern, hab da aus Faulheit einen roten Kabelrest genommen, schwarz oder blau wäre didaktisch besser. Hab ein paar Bilder angehängt, ich denk das ist eindeutig. Die freifliegenden Kabel wurden am Ende noch mit Kabelbindern befestigt.

 

Das Netzteil im Plastik-Gehäuse wird einfach mit doppelseitigem Klebeband innen am Armaturenbrett "befestigt" (ich hoffe, es hält). Das Kabel des Netzteils mit dem Mini-USB Stecker wird nach oben zwischen Armaturenbrett und der Verkleidung der A-Säule aus einem kleinen Spalt herausgeführt, das wars. Kein bohren/feilen oder sonstwas nötig. Hab das Navi mit seinem Saugnapf direkt links an der A-Säule installiert, also sind es sehr schön kurze Kabel. Zündung an heisst nun "Navi an", so wie es sein sollte.

 

Benötigte Kleinteile: Ein paar isolierte Krimpverbinder (alternativ löten und Schrumpfschlauch), etwas doppelseitiges Tape, ein paar Kabelbinder, einen U-förmigen Krimpanschluss um die Masse hinter der Schraube anzuschließen. Das hat jeder Baumarkt, alternativ geht auch ein KFZ-Verbinder Set von ATU (lag bei mir noch rum).

 

Die 12V auf Mini-USB Box hab ich von Navituning.com und ist eigentlich fürs Nüvi am Motorrad gedacht (http://www.navituning.com/meldungen/1/23/nuevi-am-motorrad/), kann aber auch andere Geräte mit Versorgung über Mini-USB speisen. Die "Vampirsicherung" ist heißt amtlich "Dietz Mini Flachsicherung 15A mit Abgriff (30725)", ist ebenfalls aus dem Netz bestellt. Wahrscheinlich gibts günstigere Quellen, aber diese taugen.

 

Nachtrag: Bitte einen Blick in den Sicherungskasten werfen, ob die NSL tatsächlich dort mit einer Sicherung bestückt ist. Das muss je nach Ausstattung nicht sein wie ich einem Beitrag entnommen hab, könnte auch passieren, dass die woanders drüber läuft. Ansonsten geht auch eine andere 15A Sicherung, aber ob die Zündplus führt...


Der Schuldige

GaryK GaryK

Senior Chaos Engineer

BMW

Mittvierziger, GebrauchtfahrzeugbiszumTüvTod Fahrer.

 

Forenpate / Moderator "Alternative Kraftstoffe, Sportwagen, Rover, BMW"

Informationen

LPG macht süchtig.

 

Ehemals:

  • Honda Civic GT 1.5i, BJ 1985. Kein Gewicht, kein Fahrwerk.
  • Ford Escort 1.6 Ghia, viel Durst um nichts.
  • Vectra B 1.8/16V Edition 100, LPG Landi Renzo IGS, gekauft bei 66.000 km,verkauft bei 220.000 km. Zuverlässiger Poltergeist.
  • Audi A4 3.0i, LPG mit BRC Plug & Drive, gekauft mit 82 tkm und sofort auf LPG umgebaut. 247 tkm und "Tod durch abgerissene Zündkerze". Bei einer Inspektion. Statt "Kopf ab und ausbohren" geht die eben nach Polen. Die Karre zickte an allen Ecken, aber NICHT wegen LPG. Es sei denn, ein kaputtes Schaltsaugrohr / Schiebedach / Querlenker kommt von dessen negativer Aura.
  • BMW Z4 Coupe E86, 3.0SI, gekauft bei 83.000 km. LPG ist drin, rennt wie Hölle

 

(ehemalige) Motorräder:

  • GSX400E
  • XJ600 (51J)
  • YZF600R - hammergeile Ergonomie, Fahrwerk / Motor suboptimal
  • GSX-R 750 mit LSL Lenkerumbau. Geiler Motor und Fahrwerk, aber leider suboptimale Ergonomie.

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