Thu Sep 24 20:28:49 CEST 2009
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GaryK
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LPG im A4
So, nun ist die erste Tankfüllung (Erstbefüllung durch den Umrüster) durch. Es wurden 458 Kilometer seit ich den Wagen übernommen habe und es gingen knapp über 60l in den 72l Brutto Tank hinein. Die Abstimmungsfahrt wurde nicht wirklich erfasst, den Tageskilometerzähler hab ich erst nach Übernahme des Wagens genullt.
'Mehrverbrauch' als grob geschätzte Differenz zwischen BC und Nachtanken: 25%, das passt - geringer Kurzstreckenanteil, einzelne Autobahnetappen mit durchaus Tempo 160-180.
Minderausgabe bei dieser Tankfüllung zwischen Superplus zu 1,37€ aktuell zu LPG mit 0,54 €/l: 34 Euro. Also noch 76 Tankfüllungen bis zum Break-Even.
Die nächsten Wochen werde ich Prüffahrten (Tempomat, topfebene Strecke) zwischen Superplus und LPG bei verschiedenen Geschwindigkeiten und Lastzuständen machen, mal sehen ob sich die Verbrauchswerte laut BC verändern. Wenns mehr als ein paar Zehntel Abweichung sind, dann wird bei der ersten zur Umrüstung gehörenden Durchsicht nachgestimmt.
Apropos nachgestimmt: mein Vectra hatte den großen ACME Stutzen im Kotflügel. Optisch sicherlich unschön, aber der lässt sich ganz klar schneller betanken und es gibt keine Notwendigkeit für einen Adapter. |
Sat Sep 19 18:21:48 CEST 2009
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GaryK
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LPG im A4
Hallo,
als überzeugter LPG Fahrer (Vectra B 1.8 für 160.000 km auf LPG, keine Probleme, ca. 5000€ Nettoertrag in Summe, ca 2500€ Umbaukosten) habe ich mich entschlossen, mir nach 7 Jahren einen neuen Gebrauchtwagen zuzulegen und diesen ebenfalls wieder auf LPG aufzurüsten. Der Opel ist zuverlässig, aber will nach 220.000 km doch etwas Zuwendung und damit Zeit, die ich angesichts zu erwartenden 1500 km Fahrleistung die Woche absehbar nicht haben werde. Daher stand mir der Sinn nach etwas jüngerem.
Ich fahre ganz selten Stadtverkehr, damit reduziert sich der V6 Zuschlag auf vielleicht einen halben bis ganzen Liter über 'normal'. Mangels Turbo/Kompressor hab ich (hoffentlich) auch nichts drin, was mal teuer kaputt gehen kann, irgendwie traue ich den thermisch hochbelasteten 'Downsizing' Motoren nicht. Weiterhin hält ein großer Motor bis hin zu höheren Reisegeschwindigkeiten Lambda=1, damit sind die Katalysatoren voll arbeitsfähig. Bei kleinen Motoren ist Volllast schnell erreicht, dann wird angefettet und die Abgaswerte gehen sonstwohin. Der EU Prüfzyklus endet bei 120 km/h, darüber hinaus kann rausgeblasen werden was die Hersteller für richtig und motorschonend halten. Auf der ersten Überführungsfahrt mit ca 120-160 Marschgeschwindigkeit hat sich der 3l V6 etwas unter 9.5l genommen, wo sich der 1.8er Opel vorher etwa 8.5l gegönnt hat. Also alles im Lot.
Bin kein Markenfan, es hätte genausogut ein Mercedes oder BMW werden können. Der Audi passte von der Größe her, das Popometer sagte 'jau, ist ok', der seidenweiche Motor bzw. dessen Ventilsitze sind als gasfest bekannt, die Reserveradmulde ist riesig und fasst einen 72l Brutto (ca 58l Netto) Tank. Das ermöglicht auch ohne Zylindertank hinter der Rücksitzlehne akzeptable Reichweiten. Nur muss die abnehmbare Anhängerkupplung jetzt in den Keller. Erfreulicherweise passt das zur Kupplung dazugehörende Reparaturset nebst Kompressor ins Seitenfach, damit wird das Reserverad sowieso nicht vermisst.
Nun zum Umbau. Bei Flüssigeinspritzenden bleibt eine kleine Restmenge im Tank, bei der das Saugrohr der Pumpe konstruktionsbedingt nicht mehr greift - das kostet etwas nutzbares Volumen und damit Reichweite. Daher sollte es eine Verdampferanlage sein. Aus diversen Gründen (u.a. möglichst leistungsstarker Verdampfer, namenhafter Hersteller und Erreichbarkeit des Umrüsters) habe ich mich für eine BRC Plug & Drive Anlage entschieden, die durch einen auf Autogas spezialisierten Betrieb aus Maintal (zwischen Frankfurt und Hanau) eingebaut und abgestimmt wurde. BRC ist weit verbreitet, die Plug & Drive basiert auf der bewährten Sequent24. Sollte es mit dem Umrüster aus welchem Grund auch immer Ärger geben gibts leicht Ersatz.
Bilder vom Tank und Tankstutzen habe ich mir gespart, ein schwarzer Tank in schwarzer Mulde und unverändertem Kofferraumboden ist genau so wenig spannend wie ein 8 mm Ministutzen unter der Tankklappe. Vor allem wenn diese geschlossen ist. Ich hätte auch wie beim Vectra einen ACME Adapter im Kotflügel nehmen können und mir damit einen '10mm-auf-ACME' Adapter beim Tanken gespart, aber als angehender Audi-Spießer achtet man angeblich auf die Optik. Daher wollte ich nicht aus der Reihe tanzen und unangenehm auffallen ;-)
Im Fahrbetrieb ist bisher keinerlei Unterschied zwischen Gas und Benzin spürbar, egal in welchem Drehzahl- und Lastbereich, genau so sollte es sein. Wie bereits beim Vectra beobachtet scheint der Motor bei ganz niedrigen Drehzahlen und hoher Last sogar etwas besser zu gehen.
Zum Verbrauch kann ich noch nichts sagen, es ist die erste Tankfüllung drin. Einen Bordcomputer nebst Tempomat habe ich noch nicht, der kommt erst nächste Woche rein. Dann mache ich auch ein paar Vergleichsfahrten Benzin/Gas und schaue, ob sich der Verbrauch laut BC bewegt. Idealerweise sollte er das nicht und die bisher zugängliche Restkilometeranzeige zeigt mir auch keinen Unfug an. Irgendwann steht auch ein eigener OBD-Tester auf der Wunschliste, u.a. um die Gasanlage höchstpersönlich zu überwachen und dem Rest des Wagens frühzeitig auf den Zahn zu fühlen.
Updates kommen in loser Folge. |
Aussenansicht
Rückansicht
Ansaugbrücke demontiert
oben offen
Rails
Einblasdüse
Umschalter im Aschenbecher
Sun Sep 27 20:04:15 CEST 2009 |
GaryK
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Audi A4 allgemein
Für alle, die ein kleines Navi an Mini-USB betreiben (u.a. für Gastankstellen-POIs) und sich im A4/8E über den Zigarettenanzünder nebst rumfliegenden Kabel ärgern hätt ich eine kleine elegante Lösung zusammengebastelt.
Der Minuspol bzw. die Masse des Netzteils (schwarze Leitung) geht mittels eines gekrimpten U-Anschlusses direkt an/unter die dicke Schraube in der Mitte - bitte nicht wundern, hab da aus Faulheit einen roten Kabelrest genommen, schwarz oder blau wäre didaktisch besser. Hab ein paar Bilder angehängt, ich denk das ist eindeutig. Die freifliegenden Kabel wurden am Ende noch mit Kabelbindern befestigt.
Das Netzteil im Plastik-Gehäuse wird einfach mit doppelseitigem Klebeband innen am Armaturenbrett "befestigt" (ich hoffe, es hält). Das Kabel des Netzteils mit dem Mini-USB Stecker wird nach oben zwischen Armaturenbrett und der Verkleidung der A-Säule aus einem kleinen Spalt herausgeführt, das wars. Kein bohren/feilen oder sonstwas nötig. Hab das Navi mit seinem Saugnapf direkt links an der A-Säule installiert, also sind es sehr schön kurze Kabel. Zündung an heisst nun "Navi an", so wie es sein sollte.
Benötigte Kleinteile: Ein paar isolierte Krimpverbinder (alternativ löten und Schrumpfschlauch), etwas doppelseitiges Tape, ein paar Kabelbinder, einen U-förmigen Krimpanschluss um die Masse hinter der Schraube anzuschließen. Das hat jeder Baumarkt, alternativ geht auch ein KFZ-Verbinder Set von ATU (lag bei mir noch rum).
Die 12V auf Mini-USB Box hab ich von Navituning.com und ist eigentlich fürs Nüvi am Motorrad gedacht (http://www.navituning.com/meldungen/1/23/nuevi-am-motorrad/), kann aber auch andere Geräte mit Versorgung über Mini-USB speisen. Die "Vampirsicherung" ist heißt amtlich "Dietz Mini Flachsicherung 15A mit Abgriff (30725)", ist ebenfalls aus dem Netz bestellt. Wahrscheinlich gibts günstigere Quellen, aber diese taugen.
Nachtrag: Bitte einen Blick in den Sicherungskasten werfen, ob die NSL tatsächlich dort mit einer Sicherung bestückt ist. Das muss je nach Ausstattung nicht sein wie ich einem Beitrag entnommen hab, könnte auch passieren, dass die woanders drüber läuft. Ansonsten geht auch eine andere 15A Sicherung, aber ob die Zündplus führt...