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17.06.2022 09:39    |    Trottel2011    |    Kommentare (72)    |   Stichworte: 2 (356), Fiat, händler, service, Tipo, wartung, werkstatt

Hallo Motor-Talker!

 

Nun, wer es bisher noch nicht erkannt hat, bin ich bei der Marke Fiat hängengeblieben. Der Erste, ein 500 namens "Toni", schiebe ich auf die Scheine "Montagsauto". Den Spider "Lusysan" habe ich 3.5 Jahre sehr gerne täglich bewegt. Nicht eine Panne, nicht einmal irgendwo ein Problem gehabt, außer mit der Unfähigkeit der Werkstätten um mich herum... Beim Tipo habe ich bisher auch keine Probleme zu vermelden, aber eine Sache gibt es, was Fiat bis heute nicht geschafft hat mich zu überzeugen:

 

-> SERVICE

 

Der kurz-gelebte ToniDer kurz-gelebte ToniIrgendwann ist jedes Auto für die Wartung fällig. Ist so, bleibt so. Besonders bei einem Neuwagen sollte man es schon so halten, dass zumindest während der Garantiezeit noch die Wartung bei der Fachwerkstatt oder dem Fachpartner erledigt wird. Bisher hatte ich nie Probleme bei anderen Marken. Bei Volvo habe ich sogar von der ersten bis zur letzten Wartung bei 200.000 km alle 20tkm den Händler besucht und dort den Service machen lassen. Aber Fiat...

 

Ich beginne mal einfach mit der ersten Erfahrung, die ich bei Fiat machte - und damals hatte ich selbst kein Fiat, sondern mein Vater. Damals ein Ducato mit 110 ps 2.0l Dieselmotor. Der Ducato war der erste Fiat, der bei uns sein Weg in den Fuhrpark fand, nachdem wir ein 131 Mirafiori hatten... Und das war irgendwann in den 80ern. Damals war mein Vater von der Maschine und dem Fahrwerk angetan, nur das Blech beim 131, da konnte man schon zuschauen, wie es sich zersetzt hat. Sprung in die 2000er. Der erste Ducato musste zur Wartung. Ölwechsel, Filterwechsel, ... Kein riesiges Problem... Denkt man!

 

Bei Abholung wurde erst einmal abgezockt. Die Rechnungssumme für eine kleine Wartung war weitaus höher als man es eigentlich erwarten würde. Bei knapp 10.000 km auf der Uhr sollte ja nur ein Ölwechsel gemacht werden. Nein, es wurde der 48.000 km Intervall ausgeschöpft. Geilo! Tat das Not? Nein. Wurde darum gebeten? Nein. Wurde die Rechnung bezahlt? Ja, Zähne knirschend. Egal, dafür kann das Auto ja nichts.

 

Es kam der Zeitpunkt, da war mein XJ8 durchgerostet. Es musste etwas Neues her. Der 500er sollte mich begleiten. 3 oder 4 Jahre hatte ich den eingeplant und wollte eigentlich solange meine Zeit in den XJ-S stecken. Es wurde also ein 500er mit 1.2l 4 Zylinder, Lounge Ausstattung und ein paar Extras gekauft. Farbe Schwarz. Eigentlich "schnuckelig". Meine Eltern haben sich im selben Schwung den gleichen Wagen gekauft. Identisch, bis auf die Scheibentönung. Recht schnell stellte sich heraus, dass etwas nicht mit meinem stimmte.

 

Mai 2018 war ein heißer Monat. Die Klimaanlage funktionierte aber bei einem Auto mit 7 km (!!!) auf der Uhr nicht. Super. Also ging es ab zum Händler und das Problem geschildert. Da manchmal kühle Luft aus den Lüftungsdüsen strömte, habe ich die Vermutung geäußert, dass nicht genug Kältemittel drin ist. Besonders weil der Kompressor sehr schnell einschaltete nachdem es ausgeschaltet war (beim XJ8 war die Klimaanlage so eingestellt, dass es zwischen Auskuppeln und Einkuppeln des Kompressors doch einige Minuten nicht lief und beim 500er war der Kompressor entweder dauerhaft an oder nur ganz kurz ausgeschaltet). Ebenso fiel auf, dass der Wagen bei jeder Geschwindigkeit, die gehalten wurde, ruckelte. Es bockte förmlich. Der Händler hat den Wagen dann für einen Tag auf dem Hof, ich musste mir ein Auto vom Autohaus mieten, obwohl eine Reparatur während der Garantie anstand... Egal. Wieder zum Händler bzw. zur Fachwerkstatt.

 

Der "Meister" begrüßt mich mit einem Ausdruck aus der Diagnose.

Meister: "Die Klimaanlage ist einwandfrei. Schauen Sie, der Kompressor wird ein- und ausgeschaltet."

Ich: "Sehe ich, habe ich vorher gemerkt aber es kommt nichts aus den Düsen raus."

Meister: "Aber wie Sie sehen funktioniert es."

Ich: "Haben Sie oder einer Ihrer Mitarbeiter sich einfach mal in den Wagen gesetzt und geschaut ob kalte Luft aus den Düsen kommt?"

Meister: "Nein, aber es funktioniert."

Ich: "Okay, was ist mit dem Ruckeln?"

Meister: "Es sind keine Fehlercodes drin."

Ich: "Es ruckelt aber. Haben Sie eine Probefahrt gemacht und den Wagen so gefahren wie man fahren würde?"

Meister: "Nein, weil keine Fehlercodes da sind"

Ich: "Steigen Sie ein, wir fahren eine Runde"

 

Der Meister blickt auf meine Fahrweise. Die Kiste bockt, aus den Düsen kommt warme Luft.

 

Ich: "Schauen Sie wie die Kiste bockt und merken Sie wie es hier drin immer wärmer wird?"

Meister: "Sie fahren ja auch im falschen Gang!"

Ich: "Was? 80 km/h ist schon 5. Gang... Das ist bei jedem Auto so"

Meister: "Nein, das ist nicht im 500 so. Da müssen sind maximal den 4. nehmen"

Ich: "Ihr Ernst? Die Schaltanzeige sagt 5. Gang."

Meister: "Die ist ab Werk falschprogrammiert. Es gibt da auch kein Update."

Ich: "Quatsch. Und merken Sie wie es warm wird?"

Meister: "Sie können ja nicht erwarten, dass die Klimaanlage die Temperaturen auf Winterniveau absenkt. Klimaanlagen schaffen maximal 5-6°C verglichen zur Außentemperatur"

Ich: "Hören Sie mit dem Stuss auf. Ich hatte vor dem 500er ein XJ8. Da konnte ich gerade vor wenigen Tagen im Stau, auf der Autobahn, bei 35°C im Stand die Klimaanlage auf 16°C einstellen, mit offenen Scheiben und Schiebedach und TROTZDEM wurde es kalt im Innenraum! Und die Kiste soll das nicht schaffen?"

Meister: "Was Sie da erwarten ist für ein Kleinwagen zu viel"

Ich: "Im baugleichen 500 meiner Eltern ist die Klimaanlage in der Lage den Wagen abzukühlen"

Meister: "Ja, die älteren Modelle konnten das"

Ich: "Die Kiste ist baugleich am selben Tag vom Band in Polen gelaufen."

Meister: "Nein, das kann nicht sein"

Ich: "Okay, und das Ruckeln?"

Meister: "Innerorts max. 3. Gang bis 60 km/h, 4. bis 100, darüber hinaus den 5."

Ich: "Sowas bescheuertes... Der 500er meiner Eltern macht das Problem NICHT"

Meister: "Stand der Technik"

Ich: "Werden wir sehen"

 

Und sein bockiger MotorUnd sein bockiger MotorEin paar Tage später bin ich zur Werkstatt gegenüber meiner Arbeitsstelle gefahren. Habe gesagt, dass ich vermute, dass etwas Kältemittel fehlt. "Schauen wir uns an".

 

2 Stunden später ein Anruf. "Ja, es fehlte knapp 65% des Kältemittels. Die Anlage wurde nicht voll befüllt. Jetzt ist sie voll. Übrigens dreht sich der Kompressor schwer. Das könnte Ihr Ruckeln sein. Fahren Sie mal innerorts mal nur im 4. statt im 5. Gang, bis es eingelaufen ist. Sollte dann besser werden". Und tatsächlich, Wagen abgeholt und die Klimaanlage kühlte! Und da ich das Bocken nun beobachten konnte, bockte die Kiste nur, wenn die Klimaanlage bzw. der Kompressor aktiv war.

 

Also, Fachkompetenzen? Nicht vorhanden. Ein paar Tage später war ich in der Nähe des Händlers. Habe dem Verkäufer das gesteckt, er hat den „Meister“ zu uns gerufen und ihm das gesagt. Der Meister „den Kältemittelstand haben wir damals nicht geprüft“. Meine Aussage „Das war aus den Grafiken und den Steuerzeiten des Kompressors erkennbar, dass da nicht genug drin war, aber auf Kunden hören Sie scheinbar nicht. Sind ja alles Idioten und nur Sie haben Ahnung“. Der Verkäufer blickte mich an und war köstlich amüsiert… :D

 

Später, aber nicht viel später: Nach einem langen Tag im Büro fuhr ich auf die Autobahn. Das erste Mal, wo ich mit dem 500er mal hupen musste, ging die Hupe nicht. Tot. Aus. Muerte.

 

Also wieder beim Händler angerufen...

Ich: "Hupe Defekt, bitte erneuern"

Service: "Wie wollen Sie bezahlen? Bar oder mit Karte?"

Ich: "Bezahlen? Die Kiste ist gerade mal 3 Monate alt. Das ist Garantie!"

Service: "Ja, wie wollen Sie bezahlen?"

Ich: "Ich zahle gar nichts! Das ist Garantie/Gewährleistung!"

Service: "Ich trage ‚wird vor Ort entschieden‘ ein"

Ich: „Da gibt es nichts vor Ort zu entscheiden!“

Service: „Das können wir so noch nicht sagen.“

 

Ein paar Tage später – genauer 2 Wochen – hatte ich den Termin. Wieder musste ich mir ein Mietwagen nehmen – aus Kulanz ein Leihwagen geben (besonders weil ich nur 7 km fahren musste!), neh. Dann will man auch noch ein Tankbeleg als Nachweis, dass die Kiste vollgetankt wurde. Ich habe dann für unglaubliche 90 Cent vollgetankt… Die Tante an der Tankstelle war überrascht… Kannte das Spiel aber dennoch mit dem Autohaus.

 

Allen Ernstes wollte man von mir 170 EUR für die Reparatur der Hupe haben. Für eine Sache, welches beim Auto innerhalb von 2 oder 3 Monaten defekt war – ich merke an, das war ein Neuwagen. In dem Falle habe ich dann Stunk gemacht, mir den Verkäufer geschnappt und zugesehen, dass da was passiert. Ich bin ohne ein Betrag zu zahlen raus, reichte ja, dass ich schon für die vermurkste Klimaanlage zahlen musste…

 

Ich wollte dann den Wagen aufbereiten lassen. Schwarzer Lack sieht immer so schick aus, wenn es versiegelt und hologramfrei ist. Genau das wollte ich machen lassen. Dabei fiel auf, dass sich der Lack von der Stoßstange hinten links ablöst. Das wars dann für mich. Die Kiste hatte durch Mängel en Masse sich als nervig herausgestellt. Es reichte mir. 5 Monate habe ich den 500er ausgehalten. Wäre die Kompetenz seitens der Werkstatt größer, hätte ich den vielleicht länger gehabt, aber mich jetzt noch wegen einem Lackproblem mit dem Meister auseinandersetzen? Das wollte ich nicht.

 

Der langgelebte SpiderDer langgelebte SpiderDamals hat mich der Spider schon fasziniert, es gab eine Aktion, also ging der 500 zurück zum Händler. Weg ist weg. Dafür kam Lusysan. Herrlich! Neues Auto, 5 km auf der Uhr. Zwar beschissen aufbereitet und X-Mal durch die Waschstraße mit Plastikbürsten gejagt, damit die 2 Jahre Standzeit vom Lack runter ist, aber egal. Ich wollte die Kiste haben. Ich war bereit eine Aufbereitung auf meine Kosten machen zu lassen. Gebt her.

 

Stellt sich heraus: auf der Motorhaube waren 2 Stellen lackfrei und leicht korrodiert (hintere Kante der Motorhaube). Statt zum Meister zu gehen, ging ich zum Verkäufer. Er hat alles geregelt und das Ganze mit einem gratis Leihwagen geklärt. Herrlich! Service!

 

Irgendwann merkte ich, wie das Verdeck an der Vorderkante scheuerte und zwar an den Überrollbügeln. Das geht ja mal gar nicht! Also, ab zum Händler, reklamieren. Ist ja auch ein bekanntes Problem mit dem MX5 und 124 Spider gewesen. Zu knappe Toleranzen. Statt beim bisherigen Meister war ich bei einem anderen Meister. Ich dachte es sieht gut aus… Er wirkte kompetenter. Nein, auch eine Hohlbratze.

 

Meister: „Sie machen das Dach falsch auf. Sie müssen das so und so öffnen“

Ich: „Das steht nicht so in der Anleitung“

Meister: „Da ist ja auch ein Fehldruck drin.“

Ich: „Wie die Schaltanzeige im 500er falsch programmiert ab Werk kommt?“

Meister: kein Kommentar

 

Mit dem geilsten HeckMit dem geilsten HeckGenervt fuhr ich weg. Mir war es da wieder egal. Aber irgendwann kam die Wartung. Meine erste Wartung mit dem Spider. 15.000 km sind schnell gefahren gewesen. Also fragte ich bei der Werkstatt nach, was die Wartung kosten würde und per Mailbox wurde mir aufgesprochen „ca. 250 EUR, ist ja nur ein Ölwechsel“. Huch, das ist ja nicht schlecht. Termin gebucht…

 

Hier gab es kein Leihwagen, war mir auch egal. Langsam sollte es mir auch dämmern, dass Kundenservice dort nur ein Grund ist, mehr abzukassieren. Nicht jeder ist wie Volvo. Irgendwann rief man mich an, Auto ist fertig. Ich dann hin, und den Spider abholen wollen.

 

Meister: „Das macht dann 36x,xx EUR!“

Ich: „BITTE?“

Meister: „36x,xx EUR. Wollen Sie in Bar oder mit Karte zahlen?“

Ich: „Was wurde aus 250 EUR?“

Meister: „Wer hat Ihnen das gesagt?“

Ich: „Sie, auf Mailbox. Nachricht habe ich noch“

Ich spiele die Mailboxnachricht ab. Zu hören SEINE Stimme. Zu lesen SEINE Nummer.

Meister: „Das war ich nicht.“

Ich: „Ich rufe zurück, schauen wir mal wann Ihr Telefon klingelt welche Nummer drauf ist“

Telefon klingelt, meine Nummer ist im Display.

Ich: „Also, 250 EUR wie Sie gesagt haben?“

Meister: „Ich kann Ihnen in den Teilen entgegen kommen, 10%.“

Ich: „Nein, ca. 250 sind nicht 36x,xx EUR!“

 

Spider will Wartung!Spider will Wartung!Ich bin laut geworden, fast wie eine Karen in den USA.. Zähne knirschend und voller Wut habe ich den Restbetrag bezahlt und noch im Auto gesehen: die Arbeit ist schlecht erledigt! Die Wartungslampe leuchtete weiter. Ich habe dann geprüft ob das Öl überhaupt getauscht wurde und gesehen, die Motorabdeckung war voll mit Öl (Fotos gemacht) und es lagen Lumpen im Motorraum. Mir ist die Hutschnurr gerissen! In Natura bin ich ein ruhiger Mensch. Aber das reichte mir!

 

Reingestürmt…

Ich: „SIE! Mitkommen!“

Ich zeige auf die leuchtende Motorwartungslampe und zeige den verölten Motor.

Ich: „Der Wagen war jetzt 8 Stunden bei Ihnen und Sie liefern so ein Service ab?“

Meister: „Wir bekommen die Lampe nicht aus.“

Ich: „Ja dafür sollten Sie ja genug Zeit gehabt haben um das zu diagnostizieren.“

Meister: „Wenn Sie den Wagen jetzt noch ein Tag stehen lassen, bekommen wir das hin.“

Ich: „Ich bin ja kein Experte, aber es gibt ein Update dafür. Den finden Sie im System. Ausserdem kann man die Lampe mit dem Gaspedal ausschalten/rückstellen. Aber ich brauche Ihnen das als Fachmann nicht sagen! Ich wische den Motor ab, Sie nehmen die alten gebrauchten Lumpen mit und ich fahre weg.“

Meister: kein Kommentar. Nimmt die Lumpen und geht weg.

 

Vom Hof runter und genervt zum Mazdahändler gefahren. Bei Mazda sehr freundlich begrüßt worden und der Servicetechniker wusste sofort „Ja, es gibt eine neue Software. Die wird bei der ersten Wartung neuaufgespielt. Gerne machen wir das für Sie! Benötigen Sie ein Leihwagen?“

 

Hopps! Kundenservice! Was!?

 

Das Update wurde aufgespielt. Jetzt dachte mein Spider es wäre ein MX5, aber dafür ging die Software. Einzig mein Navi nicht, aber das habe ich schnell und einfach beheben können.

 

Eine kurze Zeit später fing mein Dach an auszufransen. Trotz der schlechten Erfahrungen, fuhr ich zu meinem bisherigen Händler, aber vorher war ich bei Mazda. Mazda teilte mir mit, dass es für die MX5 Modelle eine Serviceanweisung gab, welches ein Versetzen der Überrollbügel sowie ein Austausch des Daches vorsah. Supi! Das sollte bei Fiat gehen. Ich hatte mir auch Online die offizielle Fiat Servicemeldung dazu gesucht und gefunden. Damit zum Händler.

 

Nachdem ich Probleme bei der Wartung hatte, wurde mir von der Geschäftsführung der Abteilungsleiter als neuer Ansprechpartner genannt. Also hieß es „testen“. Den Ansprechpartner aufgesucht und die Probleme geschildert unter Angabe der Servicenummer. Er konnte nichts finden, war aber bemüht. Okay, dachte ich mir.

 

Irgendwann kam eine Nachricht per Mail. Es gäbe da nichts und das Dach sei nicht beschädigt, darum sei ein Austausch nicht drin.

 

Diesmal habe ich mich dann direkt an die Fiatzentrale gewandt. Es reichte mir dann mit dem Händler. Mit Fiat besprochen, dass ich zu einem anderen Partner fahren kann, leider gab es damals nur 2 in Bremen, und dieser könnte eine zweite Meinung abgeben. Also, gesagt, getan. Ich bin zum Servicepartner gefahren und dieser hat sich die Problematik angenommen. „Kein Problem, wir sehen das als Mangel und werden uns drum kümmern“.

 

Irgendwann, 2 Wochen später, kommt die Rückfrage, ob ich die Möglichkeit hätte, den Wagen für einen Tag stehen zu lassen, ein Gewährleistungsprüfer von Fiat möchte sich den Wagen anschauen. Klar, kein Problem. Dafür gab es ein gratis Leihwagen und ich konnte den Tag über mein Geschäft nachgehen. Abends die Info bekommen „ist kein Problem, wird getauscht!“.

 

Ich dachte dass ich ENDLICH Kompetenz gefunden hatte. Die Problematik wurde geklärt es war schnell erledigt. Ich glaube 3 oder 4 Tage dauerte es. Solange hatte ich auch ein Leihfahrzeug und ich konnte abholen. Super! Alles zufriedenstellend erledigt. Es war nichts falsch montiert. Es passte alles.

 

Da die Wartung demnächst anstand, nach dem Preis gefragt. „2. Wartung, nur Ölwechsel und ggf. Luftfilterwechsel. Gemäß Preisliste ca. 290 EUR“. Super, ja, machen! Termin vereinbart und ich war soweit glücklich. Als ich dann den Wagen abgab, bin ich dann mit der Straßenbahn weitergefahren. Ich hatte mich über einen kompetenten Partner gefreut. Die Wartung wurde durchgeführt und ich war „happy“. Bis ich zuhause irgendwie merkte, dass irgendwas nicht stimmte. Ob es mir nur da aufgefallen war, weiß ich nicht. Aber irgendwas stimmte im Fussraum nicht. Da war eine Beule im Bodenblech. Ertasten konnte ich nichts. Okay, dachte ich mir, vielleicht ist es mir jetzt erst aufgefallen. Aber so geheuer war mir das nicht. Wartungsintervall war falsch eingestellt und diverse Kleinigkeiten stimmten nicht. Zu viel Fett an den Scharnieren. Die Tür ging „kleberig“ auf. Man kann es auch ZU gut meinen. Mein Eindruck war wieder getrübt aber nicht negativ.

 

Der Tipo in seiner PrachtDer Tipo in seiner PrachtDer kleine 1.0l 3 EnderDer kleine 1.0l 3 EnderMittlerweile hatte mein Spider die 30tkm runter. Ich hatte schon länger gedacht, dass ich bei Mazda die Wartung mache. Die Garantiezeit von 20tkm/12 Monate war abgelaufen, also ging die Nächste Wartung bei Mazda durch. Abgesprochen, dass ich Material mitbringe und sie die Wartung machen und was soll ich sagen? PERFEKT! 3 Wartungen hat meine hiesige Mazdavertretung für mich erledigt. Und jedes Mal war ich SEHR zufrieden. SO geht Service.

 

Jetzt steht beim Tipo bereits die erste Wartung an. Ich zögere noch bis Anfang August noch hinaus, aber dennoch. Es steht an. Und die Frage ist: Wo fahre ich hin? Lasse ich das Autohaus, von dem ich es habe (mittlerweile der 3. in Bremen, wobei der erste Händler, wo ich den 500er und Spider her habe, nun kein Fiat PKW in der Filiale verkauft), dann die Wartung machen und schaue was bei rauskommt oder gehe ich direkt zu einer freien Werkstatt des Vertrauens? Zu Mazda kann ich damit nicht mehr. Und Volvo würde auch nicht mehr wollen bzw. ich würde das nicht mehr bezahlen wollen.

 

Serviceleuchtet leuchtetServiceleuchtet leuchtetNach ersten Fragen was die Wartung kosten würde, bin ich wieder sehr enttäuscht von der Servicearbeit der großen Fiat Autohäuser. Gemäß Betriebsanleitung sind Öl und Ölfilter zu tauschen sowie eine normale Durchsicht nach Schäden usw. durchzuführen. Die Preisspanne reicht von 250 bis 450 EUR. 250 EUR beim autorisierten Fiat Partner, 450 EUR bei den großen Häusern. Warum? Warum kann so eine Preisspanne vorhanden sein bei einer normalen ERSTEN Wartung!? Klar, die Overheadkosten (Miete, Energie usw.) sind unterschiedlich aber 200 EUR? Nein! Es ist Beschiss. Die erste Werkstatt möchte den Luftfilter sowie die Zündkerzen(!!!) nach knapp 6.000 km tauschen. Die Andere sagt Pollenfilter muss jedes Mal neu sowie die Bremsflüssigkeit. WTF!? Glauben die echt, dass jeder so doof ist um das zu machen!? Auf Rückfragen warum im Wartungsheft weniger Umfang drin steht wird geantwortet "Das Wartungsheft ist falsch". Heißt Fiat kann weder Wartungshefte noch Schaltanzeigen schreiben/programmieren!? Das ist absolute Verarschung! Ich habe mich danach entschieden: es geht zum Fiat Partner, nicht in die Werkstatt. Da waren die Kosten transparent. Das Serviceprogramm wurde gezeigt, es konnte alles nachvollzogen werden.

 

Der kurz-gelebte Toni Der kurz gelebte Toni

 

Es tut mir Leid, dass der Artikel so lang geworden ist. Es ist viel vorgefallen was mein Eindruck des Fiat Services trübt. Die Autos sind gut, wenn man von ein paar Kleinigkeiten absieht. Aber der Service ist das, was einen bei der Marke halten sollte. Oder zumindest bei der Station. Der Verkauf ist fast immer makellos aber wenn der Service mich verprellt oder ich abgezockt werde, überlege ich es mir doch eher anders, wenn es bei der nächsten Wartung um die Wahl der Werkstatt geht.


23.06.2022 11:34    |    der_Derk

Über die Jahre häufen sich so langsam die "Von Werkstatt zerbastelt"-Erfahrungen, am Besten läuft es tatsächlich noch bei nicht-Vertragswerkstätten (Vorsicht: Stichprobengröße nicht repräsentativ), die sich meistens auf wenige Marken spezialisiert haben. Deren Finanzlage hängt vermutlich auch etwas mehr an der Kundenzufriedenheit als beim nächsten Glastempel.

 

Aktueller Spaß mit der Werkstatt: BMW/Mini, die sich seit März daran versuchen, den Paceman in den fehlerfreien Zustand zu versetzen, den er eigentlich beim Kauf haben sollte. Bei der Probefahrt hatte das Auto selber schon darauf hingewiesen, dass seine Batterie tauschbedürftig ist (der eine Vorteil der Start-Stopp-Automatik: Eine zuverlässige Onboard-Diagnose des Bleiwürfels) - "kümmern wir uns drum, wird geladen oder getauscht". Gekauft, drei Tage lang nicht gefahren, Tag vier: Tot. Ließ ich immerhin nochmal für einen Startvorgang laden, wurde dann getauscht. Eine Woche später: Klimaanlage ohne Funktion, Diagnose "leer", leider keine Diagnose: "Warum"? Die Neubefüllung hält ganze zwei Wochen, der neuen Diagnose "Kondensator undicht" folgen zwei Wochen Wartezeit auf einen Termin mit Ersatzfahrzeug (ein extrem rares Gut: Autos bei einem Autohändler).

 

Seit gestern habe ich also wieder eine Klimaanlage (mal sehen, wie lange), und als Ersatzfahrzeuge gab es - einen BMW 750Li. Kleiner ging's nicht. Gibt bestimmt auch nicht wenige, die sowas gerne mal fahren würden, nur leider ist man in hiesigen Gefilden mit einer über-500-PS-über-5-Meter-Limousine geradezu schmerzhaft deplatziert. Und der Hinweis "bitte wieder volltanken" war auch eine Falle, für 58 wie auf rohen Eiern gefahrene Kilometer (Vollkasko mit inflationärer Selbstbeteiligung des 100000-Euro-Schlittens) laufen fast 10 Liter nach, zum Spaßpreis der Fahrzeugleihdauer (nein, den gab es nicht umsonst) addieren sich daher nochmal 20 Euro. Unter'm Strich war's zwar nicht teuer für die Fahrzeugklasse, aber eben auch nicht nur gefühlt reichlich dekadent und überflüssig.

 

Die Fiat-Erfahrung (Lancia) ist zwar schon eine Weile her, aber die Werkstatt war gut, schnell und günstig (der Klassiker: Kopfdichtung am 1.2er Fire-Motor ersetzen, seinerzeit 2 Stunden Zeit und 200 DM). Markenunabhängig gestaltet sich der Teileverkauf meistens unerwartet kompliziert, da der durch die Software geknebelte Lagerist nach halbstündiger Suche nur die seit 1978 unveränderte Aussage "müssen wir bestellen, kann bis zu 10 Tage dauern" zustande bringt, während jeder halbwegs fitte Online-Teilehandel eine 24-Stunden-Lieferung zu insgesamt günstigeren Konditionen hinbekommt. Verbessert die Händler-Kunde-Beziehung auch nicht unbedingt, auch wenn der Händler selber darauf eher wenig Einfluss hat, da er vertraglich an seinen Prozess gebunden ist.

 

Gruß

Derk

23.06.2022 11:37    |    Trottel2011

Derk, das passt quasi perfekt zur Lage.

23.06.2022 12:13    |    mat619

Sehr guter Artikel - kann ich aus eigener Erfahrung voll und ganz unterschreiben.

 

Flashback in die 90er: Meine Mutter wurde wieder berufstätig und brauchte ein Auto. Sollte gebraucht nicht teuer sowie klein sein und sie hatte Lust auf was italienisches, nachdem sie schon alles mögliche (u. a. einen Volvo-DAF mit Riemengetriebe!) andere mal hatte.

 

In der ganzen Region gab es nur einen Fiat/Lancia/Alfa Händler. Große Hütte, machte was her, viel Angebot. Zunächst wurde ein Lancia Ypsilon zur Probe gefahren. Gefiel, Preis schien fair, wollte meine Mutter haben - aber es hieß es müsse zunächst ein Service gemacht werden, der Wagen wäre erst frisch in Zahlung genommen worden. Gut. Woche darauf mit meinem Vater zu dritt aufgeschlagen und er fragte nach einer letzten Probefahrt vor Unterschrift des Kaufvertrags, da er den Lancia auch selbst probieren wollte. Ergebnis: Plötzlich ruckelnder Motorlauf, Heckklappenschloss ging nicht mehr, Lüftung roch extrem seltsam! Wohlgemerkt war vor dem Service all das in Ordnung, der Wagen war astrein mängelfrei!

 

So wurde der Kauf natürlich abgebrochen, Eltern waren stocksauer. Besitzer des Autohauses schaltete sich ein, bot zur Wiedergutmachung einen jungen gebrauchten Cinquecento zum Selbstkostenpreis an, den sie letztendlich auch gekauft haben. War ein gutes Auto, sparsam und absolut zuverlässig... aber die Servicebesuche in jener Fachwerkstatt während der Garantiezeit waren eine einzige Katastrophe. Man kam stets mit einem ordnungsgemäß funktionierenden Auto hin, fuhr danach zurück und am Tag darauf erneut hin zum Nachbessern, weil auf einmal irgendwas war. Unfassbar schlecht und dabei noch teuer, insbesondere Ersatzteile und Öl. Kostenvoranschläge wurden immer weiter überschritten. Sobald die Garantie rum war sah der Cinque nur noch eine freie Werkstatt.

 

Viele Jahre später und in einer gänzlich anderen Region dann der krasse Kontrast, als meine Frau ein Auto brauchte:

Im Verlaufe der Suche auf einen sich mangels Interesse die Reifen plattstehenden Fiat Linea bei einem ganz kleinen Fiat/Alfa Händler mit Werkstatt gestoßen. Schon immer war uns aufgefallen, dass in der Gegend überdurchschnittlich viele Italiener unterwegs waren - wie sich herausgestellt hat wohl wegen diesem Händler! Familienbetrieb, in dem der Chef persönlich mit massig Fachkompetenz schraubt und verkauft. Wie ein König behandelt worden, super fairer und transparenter Kauf zum Schnäppchenpreis, danach bis jetzt jede einzelne Inspektion bei ihm machen lassen, top Service zu günstigen Stundensätzen und Teilepreisen. Beste Werkstatterfahrung, die ich je hatte, obwohl der Linea mit Abstand unser billigstes Auto war.

 

Bin aufgrund dessen ernsthaft am überlegen, ob mein nächster auch ein Italiener von jenem Händler wird, falls ich mich von meinem Mazda mal trennen muss oder will.

23.06.2022 12:18    |    Trottel2011

Ich wünschte wir hätten einen solchen Fiathändler oder einfach Werkstatt hier in der Ecke. Das würde das Leben so viel einfacher machen.

23.06.2022 12:28    |    mat619

Glaub ich dir... Es ist echt ein Armutszeugnis, wie viele Nieten es da gibt. Habe die leise Hoffnung, dass sich unter Stellantis da vielleicht ein anderer Wind einstellt und die miesen Fachwerkstätten/-händler von der Konzernspitze zurecht gewiesen werden. Bei Peugeot und Citroen jedenfalls höre ich absolut nichts negatives, spätestens seit der aktuellen Managementphase nicht mehr.

 

Ich bin überzeugt, dass Fiat, Alfa und damals auch Lancia schon immer wesentlich mehr Autos verkauft hätten, wenn ihr Händler- und Werkstattnetz frei von schwarzen Schafen gewesen wäre. Die Autos waren nie schlecht (mal vom miesen Blech, das die Italiener dem Beschiss durch die Sowjets zu verdanken hatten, und faulen unkontrollierten Bandarbeitern in einigen Werken damals abgesehen) aber es wurden unzählige Interessenten, Käufer und Halter schlicht dank Unfähigkeit und Betrug durch die "Leute am Kunden" vergrault... vermutlich viele für immer.

23.06.2022 13:03    |    mat619

Ach ja, fun fact am Rande: Was hier das erwähnte Problem bei Fiat/Alfa ist, kennen die Amis in etlichen Bundesstaaten übrigens so von Hyundai/Kia. Der Konzern hat da drüben sein Händler- und Werkstattnetz auch nicht im Griff, mit demselben Resultat - haufenweise schwarze Schafe sorgen dafür, dass gute Autos keine Käufer finden oder Halter massiv unzufrieden werden.

23.06.2022 13:07    |    Trottel2011

Fiat hat ja auch keinen schlechten Ruf was die Fahrzeuge mehr angeht. Aber es ist immer die Werkstatt. Immer gibt es Probleme. Die Zentrale hat damals, als ich von meinem ersten Wartungspartner abgezockt wurde, sich bei mir erkundigt, wie die Arbeit abgelaufen ist und wie zufrieden ich war...

 

Habe da mein Unmut kund getan. Ob das an den Händler weitergereicht wurde? Eher weniger.

 

Noch spassiger: der letzte Händler, von dem ich den Tipo habe, fragte mich am Dienstag, wann ich denn den Termin zur Wartung vereinbaren wollen würde, schließlich wäre das Angebot von denen ja sehr gut und da würde keiner in Bremen drunter liegen können. Wie ~375 EUR unter 250 EUR liegen kann, ist mir ein Rätsel. Das einzig Konstante im Universum war meiner Meinung nach Mathematik, aber offenbar sind auch Zahlen relativ :D

 

Dieser Mythos mit dem schlechten Blech hält sich hartnäckig. Fiat hat sich tatsächlich mit dem Blech aus der UdSSR beliefern lassen (Technologietransfer für den 124) aber das Blech war gut. Was weniger gut war, war die Arbeitsmoral der Mitarbeiter und der schlampige Umgang mit dem Stahl :D Nackter normaler Stahl bei Regen oder hoher Luftfeuchtigkeit draussen lagern und danach Autos bauen... Das hat bei den Briten auch nicht funktioniert :D

 

Wenn die Werkstätten aber Kompetenz hätten, wären die Probleme von einst und heute beseitigt und Fiat könnte sich einen makellosen Ruf aneignen. Aber so? Nope. Die Autos sind durchdacht und gut gebaut. Aber schlecht betreut.

23.06.2022 13:47    |    mat619

Zitat:

@Trottel2011 schrieb am 23. Juni 2022 um 13:07:09 Uhr:

Dieser Mythos mit dem schlechten Blech hält sich hartnäckig. Fiat hat sich tatsächlich mit dem Blech aus der UdSSR beliefern lassen (Technologietransfer für den 124) aber das Blech war gut. Was weniger gut war, war die Arbeitsmoral der Mitarbeiter und der schlampige Umgang mit dem Stahl :D Nackter normaler Stahl bei Regen oder hoher Luftfeuchtigkeit draussen lagern und danach Autos bauen... Das hat bei den Briten auch nicht funktioniert :D

Offenbar sind die Geschichtsinformationen in dem Punkt strittig...?

 

Die Version die ich kenne (so auch z. B. im James May's "Cars of the People" wiedergegeben) lautet, dass Fiat damals den Russen effektiv modernen Automobilbau beigebracht hat - half die Fabrik und Fertigungsstraßen zu bauen, überließ Lizenzen für u. a. den 124, schulte Personal, half mit Lieferketten zu errichten usw. usf. Resultat war die Geburtsstunde von Lada. Im Gegenzug vereinbarte die UdSSR mit Fiat lang laufende Sonderkonditionen zur Lieferung von Stahlblechen, inklusive Abnahmeverpflichtung. Zunächst waren die Bleche auch qualitativ absolut einwandfrei, und die ersten in der Zeit nach dem Sowjet-Deal gebauten Autos waren auch rostfrei (was zu der dir bekannten Variante der Geschichte nicht passt, hätten dann ja bereits rosten müssen). Mit der Zeit haben die Sowjets dann ausprobiert, inwieweit Fiat es bemerkt, wenn zunehmend mehr minderwertiges Blech in den Lieferungen steckt - blieb lang unbemerkt, sodass die Quote enorm hoch wurde. Gerüchtehalber wurden zeitweilig auch Kontrolleure bestochen. Als dann irgendwann Fiat endlich aufwachte und spitz bekam, was geschieht, bestritt die UdSSR jegliche Mängel und absichtliche Falschhandlungen und verwies auf die langjährige Abnahmeverpflichtung. So saß Fiat auf qualitativ minderwertigem Blech und sah sich gezwungen es zu verbauen, denn die Ware zurückgehen lassen war keine Option, wegschmeißen und woanders Blech neu kaufen wirtschaftlich auch nicht, wäre viel zu teuer gewesen. Muss eine blöde Situation gewesen sein. Für die Kunden bescheiden war natürlich, dass man nicht mit offenen Karten gespielt hat dabei und das sie die Autos nicht wenigstens in Hohlraumwachs ersoffen haben... das muss sich Fiat gewaltig ankreiden lassen.

23.06.2022 14:24    |    Trottel2011

Naja, May sagt auch, dass es beim Alfa Alfasud so war, weil Fiat das im kompletten Konzern nutzen wollte. Alfa war damals aber icht Teil des Konzerns und verbaute nur Stahl aus italienischem Ursprung und das gammelte schneller als man bis 3 zählen konnte... Von daher ist von der Top Gear Redaktion immer alles mit einer Priese Vorsicht zu genießen...

23.06.2022 15:18    |    W123200D

Du hast echt Leidensfähigkeit bewiesen. Ich hätte längst zur freien Werkstatt gewechselt, da ja auch deine

offensichtlichen Garantieansprüche missachtet wurden oder mit der Brechstange durchgesetzt werden mussten.

 

Da Lob ich mir meine 7 Jahre Kia Garantie mit dem entsprechenden Autohaus, das ohne zu Zucken alles auf Garantie umgesetzt hat, was anstand. / Jahre sind jetzt rum und es hat alles ohne Murren geklappt.

Aber sicherlich hängt das auch hier vom Händler ab, wie er sich für den Kunden einsetzt.

 

Bin von VW zu Kia gegangen, da ich mit VW ähnliche "Serviceerfahrungen" gemacht habe.

23.06.2022 15:36    |    mat619

Zitat:

@Trottel2011 schrieb am 23. Juni 2022 um 14:24:11 Uhr:

Naja, May sagt auch, dass es beim Alfa Alfasud so war, weil Fiat das im kompletten Konzern nutzen wollte. Alfa war damals aber icht Teil des Konzerns und verbaute nur Stahl aus italienischem Ursprung und das gammelte schneller als man bis 3 zählen konnte... Von daher ist von der Top Gear Redaktion immer alles mit einer Priese Vorsicht zu genießen...

Definitiv, ist hier aber nicht die Ursache für die Abweichung. Kenne die Version der Geschichte schon seit ~20 Jahren und hatte es bei May's Doku nur erneut gehört.

 

In den letzten Jahren haben einige Journalisten, Blogger etc. Wirbel gemacht und Zweifel an der Geschichte aufgeworfen, dabei ist aber m. W. n. nichts substanzielles herumgekommen.

Sehr populär war im englischsprachigen Raum des Internets z. B. die Behauptung, die Qualität des Stahls habe ja gar keine Rolle gespielt metallurgisch, denn nach dem Einschmelzen für die Blechwalzung sei die Rostgefahr gebannt. Die Begründung fußt aber auf dem sprachlichen Missverständnis, dass es sich in Wirklichkeit bei den gelieferten Gütern aber gar nicht um Stahl, sondern tatsächlich um fertige Stahlbleche handelte - was auch Fotos und Videos belegen.

Auch haben viele geschlussfolgert, die UdSSR hätte ja kaum genug Stahl für die inländische Produktion gehabt und deswegen den kompletten Deal angezweifelt, aber das sind völlige Trugschlüsse. a) wurde der aufgrund der Herkunft mancher von Fiat in die UdSSR gelieferten Maschinen auch von amerikanischen Vertretern mit unterzeichnet und ist im Original heute noch in US Staatsarchiven nachlesbar, und b) unterschied die UdSSR wie jede kommunistische Planwirtschaft bei Gütern wie Stahl zwischen interner und Exportverwendung. Der Mangel auf der internen Seite hat damit nichts zu tun mit dem Export ins Ausland, das war politisches Kalkül, denn Waren wie Stahl waren immer ein super Ersatz für harte Geldwährung im Handel.

 

Insofern bin ich geneigt weiterhin die mir schon länger bekannte Version der Geschichte zu glauben.

23.06.2022 15:39    |    Trottel2011

Das ist das Gute... Was man glauben will, steht einem komplett frei :) Einig sind wir, dass der Stahl aus der UdSSR kam. Uneinig bei wo die Qualitätsmängel lagen. Da Alfa zeitgleich die gleichen Probleme OHNE UdSSR Stahl hatte, ist es eben in meinem Glauben und meine bisherigen Kenntnisse nach, so wie geschildert.

 

Wir können uns ja darauf einigen, dass es seitens von Fiat nicht bea sochtigt wurde und dass es der Marke viel Schaden zugefügt hat :)

23.06.2022 15:44    |    mat619

Vor allem denke ich, dass das keine schwarz/weiße Sache war, denn Fiat hat definitiv auch bei der Verarbeitung des Materials Mist gebaut und keine Gegenmaßnahmen ergriffen. Wie du schon sagtest hatten zur selben Zeit z. B. die Briten das Problem ja auch, genauso ebenfalls die deutschen Autohersteller. Unzählige deutsche Automodelle sind genau wie etwa der häufig angeführte Fiat Ritmo praktisch kaum bis heute erhalten geblieben weil sie ebenso schneller gegammelt haben, als man sie angucken konnte. Wird nur gerne verschwiegen um derweil lieber über andere herzuziehen...

24.06.2022 18:08    |    _RGTech

VW hat um 1974 zum ersten Golf ebenso massive Rostprobleme gehabt und die werden ja den Mythen zufolge auch auf russusches Schrottblech zurückgeführt... wie war das noch mit dem zurückgekauften ersten Jahrgang, den man nicht au den Straßen den Ruf schädigen lassen wollte... :D

 

Wurscht woher, das Blech wurde um 1970 dünner, der Lack auch, die Lagerzeiten länger (weil das Wirtschaftswachstum erreicht war und die Sättigungsphase sowie dann die erste Ölkrise den Konsum bremsten; und dementsprechend musste man mehr mit Preisen werben und dazu ja irgendwo einsparen...), und damit konnte man damals genauso schlecht umgehen wie in den 90ern mit den ersten Wasserbasislacken. Lernen auf Kosten der Kunden.

Dass aber in einer AMS von damals eine Anekdote zu einem Fiat, hm, 127?, stand, der schon die erste HU - damals noch nach zwei Jahren! - nicht bestand wegen Rost an der B-Säule, war nicht gerade zuträglich. Das war kein Einzelfall. Und bei Alfasud gab es ja noch die Story mit den Rohkarossen, die draußen parkten und auf die Lackierung warteten (warum das so war, ist eine andere Frage, aber weiterzuproduzieren und nicht zu warten, bis sich der Stapel mal aufgelöst hat, war keine Top-Idee).

24.06.2022 18:25    |    Trottel2011

Bei BL gab es ja ähnliche Rostheschichten, wie dass die Rohkarossen icht durch die extra gebaute überdachte Brücke zwischen den beiden Teilen des Werkes icht passten und deshalb bei Wind und Wetter auf LKWs ohne Lack einmal aus dem Tor, um den Kreisverkehr und dann wieder zurück ins Werk gegenüber gefahren wurden und dann nicht komplett trocken lackiert wurden... Ergebnis war ja klar :D

 

Das englische Blech war genauso scheisse. Selbst da, wo richtig gearbeitet werden konnte, war es Mist und gammelte binnen Monate vor sich hin.

24.06.2022 23:01    |    _RGTech

Es gibt ja auch einen Grund dafür, dass man früher angeblich so "tolle Youngtimer mit Rest-TÜV" für 'nen Kasten Bier (oder zwei) bekam... das waren durchgegammelte Kackbuden, egal wie gut die Werkstatt war :D Schweller ausbetoniert, nasse Füße bei Regen, alles normal...

24.06.2022 23:17    |    Dynamix

#Früherwarallesbesser ;)

 

Wobei ich noch bei vielen älteren Amerikanern wundere das es da viele gibt die blechmässig echt gut dastehen und das sind nicht ausschließlich Low Miler, Vollrestos oder "California Cars". Entweder waren die Bleche bei denen damals wirklich besser als beim Rest oder die haben wirklich so viele Stückzahlen rausgehauen das man selbst heute noch gute Exemplare findet.

 

Klar gibt es bei denen auch Rostlauben, aber dann schaut man sich mal an wo die gefahren wurden und die Frage nach dem Warum erübrigt sich. Das sind dann schneereiche Regionen mit reichlich Salz. Viel schlimmer geht kaum. Da wundert man sich auch nicht über nicht vorhandene Schweller.

25.06.2022 08:32    |    Trottel2011

Die Amis hatten ja Masse ist Klasse. Ein Auto unter 2t war kein Autom und das erreicht man mit Blech. Viel Blech. Dickes Blech.

25.06.2022 08:43    |    PIPD black

…und es gab noch sehr lange Zeit Leiterrahmen, während in EU selbsttragende Karosserien (und entsprechende Probleme bei Rostbefall) schon lange Standard sind.

25.06.2022 09:35    |    Swissbob

Zitat:

@Trottel2011 schrieb am 25. Juni 2022 um 08:32:31 Uhr:

Die Amis hatten ja Masse ist Klasse. Ein Auto unter 2t war kein Autom und das erreicht man mit Blech. Viel Blech. Dickes Blech.

Der Spruch könnte von mir stammen:)

 

Dank langen Getriebeübersetzungen und niedertourigen Motoren hält sich der Verbrauch dennoch in Grenzen.

25.06.2022 11:20    |    Dynamix

Zitat:

@Trottel2011 schrieb am 25. Juni 2022 um 08:32:31 Uhr:

Die Amis hatten ja Masse ist Klasse. Ein Auto unter 2t war kein Autom und das erreicht man mit Blech. Viel Blech. Dickes Blech.

Das mit den 2 Tonnen ist eigentlich so ein Klischee. Nicht mal mein Caprice bringt 2 Tonnen auf die Waage und der ist Full-Size. Viel größer gab es da nicht. Der Vorgänger war leichter, so gut wie alle Muscle Cars haben irgendwas zwischen 1,2 und 1,5 Tonnen gewogen und die meisten 08/15 Autos waren auch alle noch sichtbar unter 2 Tonnen. An der 2-Tonnen Grenze kratzten nur die ganz Großen.

 

Über zwei Tonnen haben nur die absoluten Luxuskisten gewogen wo wir dann meistens über 5,5 Meter aufwärts sprechen und die Hersteller tonnenweise Ausstattung und Dämmung reingepackt haben.

25.06.2022 11:26    |    Dynamix

Zitat:

@PIPD black schrieb am 25. Juni 2022 um 08:43:51 Uhr:

…und es gab noch sehr lange Zeit Leiterrahmen, während in EU selbsttragende Karosserien (und entsprechende Probleme bei Rostbefall) schon lange Standard sind.

Kam wieder auf Marke und Modell an. Fast alles was Chrysler so um die 60er/70er herum gebaut hat war schon selbst tragend. Die ganzen Pony/Muscle Cars wie die Mopar B- und E-Bodies zum Beispiel. Das meiste Kompaktzeug von Ford und GM hatte auch eine selbsttragende Karosserie und bestenfalls einen Hilfsrahmen. Klassische Leiterrahmen waren eigentlich immer so ein Truck und Full-Size Ding. Aber da war die Kundschaft auch sehr konservativ.

25.06.2022 11:33    |    Trottel2011

Zitat:

@Dynamix schrieb am 25. Juni 2022 um 11:20:07 Uhr:

Zitat:

@Trottel2011 schrieb am 25. Juni 2022 um 08:32:31 Uhr:

Die Amis hatten ja Masse ist Klasse. Ein Auto unter 2t war kein Autom und das erreicht man mit Blech. Viel Blech. Dickes Blech.

Das mit den 2 Tonnen ist eigentlich so ein Klischee. Nicht mal mein Caprice bringt 2 Tonnen auf die Waage und der ist Full-Size. Viel größer gab es da nicht. Der Vorgänger war leichter, so gut wie alle Muscle Cars haben irgendwas zwischen 1,2 und 1,5 Tonnen gewogen und die meisten 08/15 Autos waren auch alle noch sichtbar unter 2 Tonnen. An der 2-Tonnen Grenze kratzten nur die ganz Großen.

 

Über zwei Tonnen haben nur die absoluten Luxuskisten gewogen wo wir dann meistens über 5,5 Meter aufwärts sprechen und die Hersteller tonnenweise Ausstattung und Dämmung reingepackt haben.

Dein Caprice ist ja auch kein typischer Body On Frame Ami. Die Masse st Klasse trifft auf die, die keine selbsttragende Karosserie haben. Spich sowas wie die fetten Caddis aus den 60ern usw. - das sind ja auch die, die bis heute soweit überlebt haben :D

25.06.2022 11:35    |    Trottel2011

Beispielsweise der 76er Caprice wog um die 4600 lb also etwas mehr als 2t.

25.06.2022 11:49    |    Dynamix

Zitat:

@Trottel2011 schrieb am 25. Juni 2022 um 11:33:00 Uhr:

Dein Caprice ist ja auch kein typischer Body On Frame Ami.

Wenn das kein typischer Body on Frame Wagen ist, was dann? :confused:

 

Zitat:

Die Masse ist Klasse trifft auf die, die keine selbsttragende Karosserie haben. Spich sowas wie die fetten Caddis aus den 60ern usw. - das sind ja auch die, die bis heute soweit überlebt haben :D

Nur das Cadillacs damals keine Massenautos waren weil arschteuer. Das ist als würde man Bentley, Rolls Royce (ja, damals hatte Cadillac dieses Ansehen noch) und Konsorten als Massenautos bezeichnen. Und damit sind wir auch wieder bei dem Punkt den ich gerade schon angesprochen habe: Luxusautos! Autos bei denen großer Wert auf Platz und Luxus gelegt wurde. Zwei Dinge die sich nicht mit Leichtbau vertragen. Da wurde alles verbaut was technisch so ging. Cadillacs hatten in den 50ern schon Features die man uns in Europa knapp 50 Jahre später als Neuheit verkaufen wollte. Elektrische Fensterheber, -Sitze, -Verdecke, -Antennen, Lichtautomatik mit Fernlichtassistenten und so weiter gab es damals schon. Genauso wie üppige Dämmungen um auch ja jegliche Form von Lärm draußen zu halten. Entgegen dem deutschen Klischee stehen Käufer solcher Autos in Nordamerika eben nicht auf V8-Rumble.

 

Und weil all dies auch heute noch zutrifft, wiegen heutige Luxusautos nicht umsonst mindestens 2,5 Tonnen aufwärts. Ein Phantom hat 2,8 Tonnen gewogen, ein Bentley Mulsanne 2,7 Tonnen, selbst A8, 7er oder eine S-Klasse spielen knapp in der 2-Tonnen Klasse mit und die spielen in Sachen Luxus alle eine Liga unter oben genannten.

 

Wenn wir bei SUV sind, reden wir nicht selten von Gewichtsklassen wo man schon fast über einen LKW-Führerschein nachdenken muss.

25.06.2022 12:03    |    Swissbob

Zitat:

@Dynamix schrieb am 25. Juni 2022 um 11:49:37 Uhr:

Zitat:

@Trottel2011 schrieb am 25. Juni 2022 um 11:33:00 Uhr:

Dein Caprice ist ja auch kein typischer Body On Frame Ami.

Wenn das kein typischer Body on Frame Wagen ist, was dann? :confused:

Zitat:

@Dynamix schrieb am 25. Juni 2022 um 11:49:37 Uhr:

Zitat:

Die Masse ist Klasse trifft auf die, die keine selbsttragende Karosserie haben. Spich sowas wie die fetten Caddis aus den 60ern usw. - das sind ja auch die, die bis heute soweit überlebt haben :D

Cadillacs hatten in den 50ern schon Features die man uns in Europa knapp 50 Jahre später als Neuheit verkaufen wollte. Elektrische Fensterheber, -Sitze, -Verdecke, -Antennen, Lichtautomatik mit Fernlichtassistenten und so weiter gab es damals schon. Genauso wie üppige Dämmungen um auch ja jegliche Form von Lärm draußen zu halten. Entgegen dem deutschen Klischee stehen Käufer solcher Autos in Nordamerika eben nicht auf V8-Rumble.

 

Und weil all dies auch heute noch zutrifft, wiegen heutige Luxusautos nicht umsonst mindestens 2,5 Tonnen aufwärts. Ein Phantom hat 2,8 Tonnen gewogen, ein Bentley Mulsanne 2,7 Tonnen, selbst A8, 7er oder eine S-Klasse spielen knapp in der 2-Tonnen Klasse mit und die spielen in Sachen Luxus alle eine Liga unter oben genannten.

 

Wenn wir bei SUV sind, reden wir nicht selten von Gewichtsklassen wo man schon fast über einen LKW-Führerschein nachdenken muss.

Nach 1974 wurden diese Sachen meines Wissens leider wieder eingespart. (Korrigiere mich bitte falls nötig)

 

Bei den SUVs wird viel mit Aluminium gearbeitet um die Gewichtszunahme in Grenzen zu halten.

 

Der Escalade wiegt dadurch lediglich 2.5t, und hat in Amerika den Markt der US Luxuslimousinen pulverisiert.

25.06.2022 12:05    |    Trottel2011

Das Thema gleitet gerade massiv in eine Dauerschleife ab...

 

Rost war ein Riesenthema... Rost wegen Sowjetbleche... Die Amis hatten dickes Blech welches aber auch rostete... Die Luxusautos sammelten auch alle, obwohl das Blech aus Sheffield, Michigan oder Süd Italien kam... Würde sagen da kann man es stehen lassen. Lag nicht an der Blechherstellerunion sondern einfach daran, dass das Blech/der Stahl in den 70ern billigster Mist war, egal wer es wohin lieferte...

 

Ewige Schleife durchbrochen... Rost adé ist heute :D

25.06.2022 12:27    |    _RGTech

Der Escalade ist genau das Protzding, das in die Zeit passt, und die klassischen flachen Limousinen einfach überragt. Als Statussymbol durchaus gelungen. Leider ist der Alu-Einsatz aber bei den "normalen" Autos, wo man damit auch noch sehr viel reißen könnte, viel zu gering...

 

 

Egal, die Survivor aus den Staaten lassen sich locker zu einem dicken Teil auf die schwächeren und salzärmeren Winter vieler Regionen zurückführen, die leichtere Reparierbarkeit (ich sage hier nicht "Restaurierbarkeit"! :D), und die Tatsache dass dort in den ausgehenden 70ern recht schnell der Übergang von "man ersetzt die alten Kisten einfach durch was Neueres" zu "ohje sind das inzwischen Klapperkisten, ich behalte meine Vollfettstufe doch länger" erreicht wurde - die katastrophalen Klapperkisten mit den schwachen Motoren nach der Ölkrise kamen nicht gut an (und von denen sind auch viel weniger übriggeblieben, macht aber nix, die will ja auch keiner). Da wollte auch die Jugend lieber aufgemotzte alte Muscle Cars anstatt einem GM X-Body oder Chrysler K-Series.

 

 

 

 

...wenn ich mir die Hintergründe der Malaise Era so anschaue (u.a. staatliche Verbrauchs- und Sicherheitsvorgaben, die aber nur mit viel Trickserei erfüllbar waren und nicht mit den gewohnten Standards vereinbar), bin ich mir ziemlich sicher, dass Europa da gerade auch mitten drin steckt :)

25.06.2022 12:38    |    Dynamix

Zitat:

@Trottel2011 schrieb am 25. Juni 2022 um 11:35:23 Uhr:

Beispielsweise der 76er Caprice wog um die 4600 lb also etwas mehr als 2t.

Da haste dir jetzt aber auch DEN einen rausgefischt um dein Argument zu untermauern ;)

 

Ok, dann will ich mal gegenhalten.

 

55 Chevy: 1512 kg

56 Chevy: 1539 kg

57 Chevy: 1541 kg

58 Chevy: 1591 kg

59 Chevy: 1673 kg

60 Chevy: 1654 kg

61 Chevy: 1658 kg

62 Chevy: 1648 kg

63 Chevy: 1553 kg

64 Chevy: 1562 kg

65 Chevy: 1592 kg

 

Und ab jetzt fangen wir mit dem Caprice an der 66 als absolutes Top of the Line Modell eingeführt wurde und entsprechend schwerer ist. Die Basisversionen waren da durch die Bank spürbar leichter!

 

66 Caprice: 1737 kg

67 Caprice: 1766 kg

68 Caprice: 1784 kg

69 Caprice: 1825 kg

70 Caprice: 1829 kg

71 Caprice: 1889 kg

72 Caprice: 1931 kg

73 Caprice: 1943 kg

74 Caprice: 1967 kg

75 Caprice: 2018 kg

76 Caprice: 2006 kg

 

Ab 77 wurde es dann wieder kleiner.

 

77 Caprice: 1619 kg

78 Caprice: 1623 kg

79 Caprice: 1587 kg

80 Caprice: 1660 kg

81 Caprice: 1610 kg

82 Caprice: 1587 kg

83 Caprice: 1590 kg

84 Caprice: 1581 kg

85 Caprice: 1591 kg

86 Caprice: 1603 kg

87 Caprice: 1592 kg

88 Caprice: 1606 kg

89 Caprice: 1675 kg

90 Caprice: 1725 kg

91 Caprice: 1850 kg

92 Caprice: 1850 kg

93 Caprice: 1808 kg

94 Caprice: 1852 kg

95 Caprice: 1855 kg

96 Caprice: 1842 kg

 

Was lernen wir daraus? In 40 Jahren GM-Full Size Geschichte haben genau zwei Modelljahre überhaupt die 2 Tonnen Grenze geknackt und das waren dann Top of the Line Modelle. Ist für mich weit entfernt von "die haben alle mindestens 2 Tonnen gewogen".

 

Das meiste davon sind übrigens Herstellerangaben. Die einzigen die da später noch knapp 2 Tonnen oder deutlich mehr auf die Waage gebracht haben, waren die Wagons, aber da wäre der Vergleich unfair weil Cadillac damals keine Wagons produziert hat ;)

25.06.2022 12:47    |    Trottel2011

Boar, da hat einer aber sich einen abgemüht damit er da was findet :D

 

Ich hatte einfach gegoogelt: Caprice >4600lb und fertig. Ich musste nicht lange suchen.

 

Aber wir beenden das Thema Gewicht hier. Das hat ja auch nichts mit Fiat zu tun, weil Fiat leicht ist ;) Es ging um das Peinzip = viel Stahl gleich hält länger. Zeitgleich dass alle Hersteller in den 60ern bis 80ern mit Stahl zu tun hatten. So, und nur Sense :D OT geht ja häufig durch bei mir, aber das geht etwas zu weit vom Thema weg :D

25.06.2022 12:52    |    Dynamix

Sorry, Bro! Du hättest das das Gleiche mit mir getan ;)

25.06.2022 12:56    |    Trottel2011

Bruuh! Was soll das, Bruuh!? :D Nö, hätte ich nicht. Ich hätte solange diskutiert.... Würde ich normal auch hier machen aber irgendwie ist die Lust heute nicht vorhanden. Da kann ich ja Back To Topic wünschen :D

09.07.2022 19:56    |    escalator

Bei unserer Fiatwerkstatt ist auch Chaos angesagt. Der Tausch einer Feder für den Punto koste 880 Euro, nach dem Zahnriemenwechsel stimmten die Steuerzeiten nicht mehr, den siffenden Schaltwellendichtring bekommt man nicht dicht.

Vor 4 Jahren wurde nach einem unverschuldetem Unfall die Fahrertür getauscht. Nun ist die ganze Tür unten verrostet, Innen und Außen, von Korrosionsschutz Innen keine Spur. Fehler beim Tausch werden abgestritten, angeblich ist es ein Steinschlag und deshalb gammelt die ganze Tür von Innen her. Seitdem kaufe ich da nicht mal mehr Ersatzteile.

Deine Antwort auf "Ich mag die Marke Fiat, aber..."

Blog Recommendation, the

Mein Blog hat am 08.10.2020 die Auszeichnung "Blogempfehlung" erhalten.

Man Behind The Scenes, the

Trottel2011 Trottel2011

Best of Britain

Fiat

 

Cars, the

The New Daily Driver:

Mister FU

Hersteller: Stellantis (Fiat)

Auto: Tipo (Typ 356)

Motor: R3 Firefly (1.0l, 100 BHP)

Getriebe: 5 Gang Schaltgetriebe

Farbe: Metropolitano Grau

Ausstattung: SPORT mit alles

Modifikationen: bisher keine

Im Besitz: seit 03/22

 

The Former Daily Driver:

Lusysan

Hersteller: FCA (by Mazda)

Auto: 124 Spider (Typ 348 bzw. NF)

Motor: R4 Multiair (1.4l, 140 BHP)

Getriebe: 6 Gang Automatik (Aisin B400)

Farbe: Vesuvio Schwarz Metallik

Ausstattung: Lusso mit alles

Modifikationen: Stubby Kurzstabantenne, getönte Seitenblinker ohne Spiegeleieffekt

Im Besitz: 10/2018 - 03/2022

 

The Former Crown Juwel:

Die Iron Lady

Hersteller: Jaguar Cars Ltd.

Auto: XJ-S (XJ27)

Modelljahr: 1989.5

Motor: V12 (5.3l, 295 BHP)

Getriebe: Automatik (3-Gang TH400)

Farbe: Arctic Blue (JFE)

Ausstattung: Volle Hütte + Sportsitze + Sportlenkrad + Glasschiebedach

Alle bisher gekauften und verbauten Teile

Im Besitz: 10/2013 - 05/2021

 

A Former Daily Driver:

Toni

Hersteller: FCA (Fiat)

Auto: 500 (312) "Lounge"

Modelljahr: 2018

Motor: R4 (1.2l, 69 BHP)

Getriebe: Handschaltung (5-Gang)

Farbe: Vesuvio Schwarz Metallik (kommt)

Ausstattung: zusätzlich zu Lounge noch 5" Touchscreen samt 6 Lautsprecher, getönte Scheiben hinten, Chrompaket, und ein paar Kleinigkeiten

Im Besitz: 05/2018 - 10/2018

 

Another Former Daily Driver:

Rusty Jag

Hersteller: Jaguar Cars Ltd.

Auto: XJ8 Executive (X308)

Modelljahr: 1997

Motor: V8 (3.2l, 237 BHP)

Getriebe: Automatik (5-Gang ZF5HP24)

Farbe: Meterorite Pearl (MDT)

Ausstattung: Vollausstattung bis auf Memorysitze, Soundanlage, Regensensor und Navigationssystem

Alle bisher gekauften und verbauten Teile

Im Besitz: 03/2015 bis 05/2018

 

Yet Another Former Daily Driver:

The Jaguar Formerly Known As "Jag"

Hersteller: Jaguar Cars Ltd.

Auto: XJ6 SPORT (X300)

Modelljahr: 1995

Motor: R6 (3.2l, 211 BHP)

Getriebe: Automatik (4-Gang ZF4HP22)

Farbe: Schwarz Metallik

Ausstattung: Sportpaket + ein paar Kleinigkeiten

Im Besitz: 01/2015 - 02/2015

Unknown Sisters, the

Auflistung der Sonderartikel zum XJ-S/XJS

 

Teil 1: Lister LeMans

Teil 2: Lynx Eventer

Teil 3: Koenig Breitbau

Teil 4: TWR XJ-S

Teil 5: PBB Monaco

Teil 6: Aston Martin DB7

Teil 7: Jaguar XJ-C

Teil 8: Daimler-S

Teil 9: Railton Claremont und Fairmile

Teil 10: Hess and Eisenhardt Convertible

TH400 Series, the

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