Sat Aug 20 21:34:30 CEST 2016
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Trottel2011
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Kommentare (9)
| Stichworte:
Bentley, Iron Lady, jag, Jaguar, Ölverlust, Thermostat, Thermostatgehäuse, X27, XJS, XJ-S
Hallo Motor-Talker!
Also, kümmern wir uns um ein paar alte Dichtungen, die fällig geworden sind. Oben herum sind die Dichtungen neu bzw. nicht zu tauschen (die Kopfdichtungen werde ich NICHT anfassen, weil diese alles Andere als schnell und einfach zu erledigen sind! Da habe ich unmengen Respekt vor an diesem Motor! Besonders weil die Stehbolzen gerne im Kopf festrosten und der Kopf mittels Abziehplatte, eine ca. 4 cm starke Stahlplatte mit zig Schrauben abgenommen werden muss) also machen wir uns an den Unterteil des Motors.
Bevor wir die Schrauben der Ölwanne und Sandwichplatte lösen, gehen wir einmal über die Flächen mit Bremsenreiniger, damit diese erstmal sauber sind. Schmodder und Dreck sind beides Sachen, die ich nicht mehr sehen will! Alles abgerieben? Dann ist alles bestens! Nun den Deckel ab und wir schauen mal rein...
Schrauben wir nun noch die Sandwichplatte ab (offizielle Bezeichnung!) und erneuern hier die Dichtungen. Einmal für den Rücklauf der nicht verbauten Bypass Ölkühlung (dafür ist ein Deckel drauf). Die Neuen werden einfach aufgelegt und dann die Schrauben festgezogen. Das Gleiche natürlich bei der richtigen Ölwanne...
Den neuen Simmerring vorher ordentlich mit Öl einschmieren. Besonders die Dichtlippe. Dann noch den Kurbelwellenflansch ebenso mit Öl benetzen, mit nichts hängenbleibt und vorsichtig die Gummilippe über den Flansch schieben. Hierbei aufpassen! Es fehlen ca. 2 mm und diese werden sehr Mühsam erkämpft
Aber mache wir weiter... Wobei, womit? Alle Dichtungen, die von Ölrelevanz sind, sind getauscht. Ja, kein Scherz. Die restlichen Dichtungen am Motor betreffen nur noch Luftwege oder Auspuffwege. Damit sollte das Herz der alten Lady auf Dauer wieder dicht sein. Wobei durch die neuen Materialien (Goretex) sogar länger als es bisher der Fall war!
Wir können also die Automatik wieder an den Motor festschrauben, die Ölkühlerleitungen anflanschen und den Anlasser wieder montieren. Aber das ist eine Arbeit für einen anderen Tag |
Mitnehmerscheibe abgenommen
Das muss da hin
Schraube zum Rausziehen
Neuer Simmerring montiert
Halterung Ölpeilstab und Wasserauslausstopfen wieder montiert
Hauptwasserleitung B-Bank montiert
It's magic!
Also ziehen wir den Motor vorsichtig hoch.
Nix Öl aber alles dran!
Ausgespült, kein Schmodder!
Sieht ja soweit sauber aus
Sandwichplatte ausgebaut
Kurbelwellenabdeckung und Ölleitungen erkennbar
Mitnehmerscheibensensor wieder montiert
Eine "interessante" und "lustige" Geschicte dazu ist, dass der hintere Simmerring nicht mehr bei Jaguar zu bekommen ist. Aber dafür bei Bentley. Das war mir sogar ein
Hach, das wird ja wieder!
Neuer Ölfilter (diesmal Original!)
Fertig! Alle Dichtungen erneuert!
Bald, meine Schönheit, BALD!



































Sat Aug 20 21:43:59 CEST 2016 |
3L-auto-ja
Egal wie dicht das jetzt geworden ist, goehte war dichter.
(*kopfeinzieh und weg*)
Ps.: wuensche dir viel erfolg.
Sat Aug 20 21:54:48 CEST 2016 |
Trottel2011
Deine Antwort war schon mal bei mir Überschrift
"Egal wie dicht du bist, Goethe war Dichter"
Bin ja schon damit fertig
Daher kein Glück mehr erforderlich 
Sun Aug 21 17:59:28 CEST 2016 |
enrgy
du beschwerst dich zwar indirekt über den schichtaufbau des motors (2 schichten mehr) aber dafür spart es das gefürchtete abnehmen der köpfe bei arbeiten an den nockenwellen, oder?
so hat dann alles seinen vor- und nachteil.
viel erfolg weiterhin!
Sun Aug 21 18:21:10 CEST 2016 |
Trottel2011
Wann muss man den Kopf abnehmen um Arbeiten an der Nockenwelle vorzunehmen?
Sun Aug 21 23:31:22 CEST 2016 |
ElHeineken
Da bin auch auch ein bischen gestoplert. Schraube wohl schon zu lange an Motoren mit *obenliegender* Nockenwelle. :-)
Mon Aug 22 00:02:40 CEST 2016 |
Trottel2011
Selbst bei einem US V8 mit unten liegender Nockenwelle oder beim Ford Kent Motor kommt man auch ohne Kopfdemontage an die Nockenwelle... Daher bin ich echt gespannt
Mon Aug 22 12:01:53 CEST 2016 |
enrgy
ups, vertan. ich habs nur vom d-kadett in erinnerung. da haben wir mal eine eingelaufene nockenwelle getauscht, aber auch gleichzeitig die kopfdichtung erneuert. mußte also alles runter.
bei einer späteren reparatur am e kadett, dort war die kopfdichtung hin, mußte natürlich wieder alles demontiert werden.
beim blick in den teilekatalog sehe ich, daß oben auf dem kopf das nockenwellengehäuse sitzt. das muß aber auf jeden fall runter, weil man die welle von der seite einschiebt und es keine verschraubten lagerböcke gibt. naja, ist ja auch bald 30 jahre her...
Mon Aug 22 12:19:44 CEST 2016 |
Trottel2011
Alles gut... Ich war da nur neugierig
Mon Aug 22 18:34:51 CEST 2016 |
PIPD black
Hübsch anzuschauen das Motörchen.
Haste fein gemacht.....ich drücke nach wie vor die Daumen, dass er auch später so läuft, wie er jetzt aussieht.
Deine Antwort auf "Dicht ist hoffentlich dicht!"