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13.03.2017 00:19    |    Markus_95    |    Kommentare (4)

Ich fahre Mercedes – Mercedes ist gut, die halten und es fällt nicht viel an außer Rost. Aber, aber ein Alfa – Selbst Clarkson meint, man muss mal einen Alfa gehabt haben.

 

Die Freude war groß, als ich, ich der nie auch nur irgendetwas gewinnt, eine Teilnahme zum #AlfaLoversDay gewonnen habe. Es ging primär darum den neuen Alfa Romeo Stelvio vor Markteröffnung testen zu dürfen. Stelvio – Alfas erster SUV und ich mag eigentlich weder dunkle Schokolade noch SUVs. Packt man jedoch Minze zur dunklen Schokolade, so esse ich gerne mal ein After Eight. Bei SUVs ist das etwas anders, hier reicht es, wenn Sie einfach ihrem Namen entsprechen würden. Das „S“ steht nämlich nicht für „Slow“ sondern „Sport“.

Der Stelvio ist neben z.B. Macan einer der wenigen SUVs die ihrem Namen alle Ehre machen. Warum hat Alfa so lange gewartet? Ich vermute die Italiener mögen eigentlich auch keine SUVs, aber der Markt ist eben zu groß, um ihn außer Acht zu lassen.

 

 

Dienstagmorgen 7.3.

Ich war ein bisschen früher dran – wie gefühlt Alle. So hatte man aber gemütlich Zeit sich anzumelden und schon mal in Ruhe die Fahrzeuge von innen wie außen zu besichtigen.

Es waren sowohl Stelvio, als auch Giulia QV und der 4C vorhanden. Da es aber primär um die Stelvio Prämiere geht, werde ich nur näher auf ihn eingehen.

 

 

Außsehen und Haptik

 

Dass bei Alfa das Design an erster Stelle steht finde ich top. Der Stelvio ist meiner Meinung nach dafür ein gutes Beispiel. Design ist ja bekanntermaßen Geschmacksache, dennoch finde ich, hat Alfa ein sehr schönen SUV herausgebracht.

 

 

Das Cockpit ist schön aufgeräumt. Man findet auf Anhieb was man sucht. Einzig der Startknopf, integriert im Lenkrad ist kurz ungewohnt. Was beim Probesitzen sofort auf fällt – Italiener sind doch ein Stück kleiner als ich mit 1,86m. Ich habe genug Platz, das ist überhaupt kein Problem, aber ich habe das Gefühl über dem Cockpit zu sitzen, trotz tiefster Sitzposition.

 

 

Was ich absolut Klasse finde sind die schön großen Schaltwippen. Ich hatte in keiner Situation auf der Rennstrecke ein Problem manuell den Gang zu wechseln.

 

 

Die Sitze sehen zwar schön aus und auch das Leder schien von guter Qualität, jedoch fehlte es mir massiv an Seitenhalt. Dazu sei aber gesagt, dass ich recht schmal gebaut bin.

 

 

Dass man bei einem Grundpreis von 56.000€ (First Edition) keine Traumverarbeitungsqualität erwarten darf ist mir durchaus bewusst. Ein paar grobe Schnitzer sind mir dennoch aufgefallen.

Klar ist es ein Automatikwählhebel und man fasst ihn nicht so oft an, aber wie oben im Bild eingezeichnet, hat das Kunststoff eine sehr unangenehme scharfe Kante.

 

 

Bei einem Neuwagen und dann auch noch Vorführfahrzeug löst sich bereits die Naht am Lenkrad – schade.

 

 

Die Schalter habe zum Teil für meinen Geschmack deutlich zu viel Spiel.

Dafür hingegen muss man zum Beispiel diese großen Knöpfe loben. Sehr wertiges Feedback beim drücken.

 

 

Im Workshop über das „Produkt“ – den Stelvio, erzählte uns der Fahrzeugverantwortliche für die Giulia (da der für den Stelvio verhindert war), wie oft er schlechte Holzapplikationen sieht und diese sehr billig wirken. Weshalb er eigentlich kein Fan davon ist. „Beim Stelvio hingegen wirkt das Holz sehr wertig und gut verarbeitet“ – Nein, tut mir leid, dem ist definitiv nicht so. Es mag gut aussehen, fühlt sich aber an wie Kunststoff.

 

Fazit: Die Liebe zum Design steckt beim Stelvio in jeder Ecke. Wie an diesem wirklich sehr schönen Türgriff gut zu sehen. Insgesamt ist die Verarbeitungsqualität absolut in Ordnung. Wer genau hin sieht wird auch bei Mercedes und Co. problemlos unschön verarbeitete Stellen finden.

 

 

 

Testfahrt Hockenheimring

 

Nach der Begutachtung musste der Stelvio beweisen, was in ihm steckt.

Wir wurden in 2 Gruppen aufgeteilt. Die erste Gruppe durfte zuerst die Giulia QV mit 510PS fahren und danach den Stelvio. Nicht gerade vorteilhaft für den Stelvio, aaaber ich muss sagen für 280PS zog der Stelvio richtig gut nach vorne. Auch in den Kurven war er sehr agil und ließ sich präzise durch den Ostkurs des Hockenheimrings zirkeln. Leider wurde uns strikt untersagt den Fahrmodus der Fahrzeuge zu ändern, was sogar über das Steuergerät überwacht wurde. Bei der Giulia mit Heckantrieb und manueller Schaltung noch verständlich, fand ich es persönlich zumindest beim Stelvio übertrieben. Die Assistenzsysteme regeln hier nicht nur sofort, sondern auch noch danach, was dazu führen kann, dass einem nach einer scharf genommenen Kurve das Gas zum Beschleunigen kurz fehlt. Insgesamt hatte der Stelvio dank adaptiven Allradantrieb „Q4“ aber nie Traktionsprobleme und ich musste mehr kämpfen im Sitz nicht umher zu fliegen, als damit in der Spur zu bleiben.

Das Automatikgetriebe hat sehr schön gearbeitet. Es reagiert sofort auf einen manuellen Schaltbefehl über die Peddels, legt den Gang dann aber komfortbetont ein. Gut möglich, dass dies am gewählten Fahrmodus lag.

Ob der Stelvio nun SUV typisch fährt, weil er sportlich ist oder SUV untypisch weil die meisten SUVs unsportliche durch die Kurven wankende Schiffe sind, darf sich jeder selber raus suchen.

 

Eigentlich würde ich hier gerne ein qualitatives Video einfügen von den Fahrten. Extra vor der Veranstaltung, hatte ich bei der Agentur nach gefragt, ob ich meine GoPro mit bringen könnte. Es hieß, dies sei nicht nötig da man jedem eine SD Karte geben würde und in jedem Auto eine Kamera angebracht sei. Soweit korrekt – leider ist die Qualität der Kameras hingegen etwas schlecht. Freundlicherweise habe ich von Pascal Popp noch drei Bilder bekommen von den Testfahrten. Danke nochmal an dieser Stelle ;)

 

 

 

 

 

 

Nach der Testfahrt folgten noch einzelne kleine Workshops, bei denen allgemein der Stelvio vorgestellt wurde. Im Design Workshop erklärte uns ein Interior Designer zuerst allgemein Alfas Designsprache, um danach auf die Design Entstehung des Stelvio ein zu gehen.

 

 

Vor Ort gab es noch eine kleine Instagram/Twitter Aktion, bei welcher man Bilder mit dem #AlfaLoversDay postet, sofort real ausdrucken konnte zum mitnehmen. Ich musste, dass natürlich ausprobieren:

 

 

Gegen Ende der Veranstaltung konnte man noch Renntaxi Fahrten sowohl mit dem 4C als auch dem historischen Rennfahrzeug GTAm genießen. Es war leider sehr dubios organisiert, dennoch konnte ich bei beiden Fahrzeugen ein paar Runden mitfahren und habe vor allem die Fahrt im GTAm sehr genossen.

 

 

Videos davon gibt es hier:

 

 

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14.03.2017 13:45    |    schubkarr

Sehr schöner Bericht und ein Klasse Auto. Danke dafür.

 

Kleiner Tipp - vielleicht wäre es besser bei schwarzer Schrift den Hintergrund von deinem Blog nicht so dunkel zu machen.


14.03.2017 14:54    |    Markus_95

Danke für den Tipp ;)


15.03.2017 09:25    |    el lucero orgulloso

Toller Bericht mit interessanten Videos! :)

Was das Design angeht, muss ich dir voll zustimmen - ich finde, Alfa baut bildschöne Autos. Von der Verarbeitung her sind sie vielleicht minimal schlechter, als deutsche Fabrikate (die im Detail auch nicht immer so einwandfrei sind) - aber da sehen Alfisti eh großzügig darüber hinweg.


16.03.2017 21:34    |    mc_fisch

Diese Woche habe ich den Stelvio auf der Strasse gesehen. Von aussen sieht der meiner Meinung nach aus,wie jedes andere SUV. Die hätten lieber die Giulia als Kombi aufgelegt.


Deine Antwort auf "Alfa Lovers Day - Stelvio Test"

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