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Ansichten eines Mantarinchens, oder : wie seht Ihr die Welt?

Über den Sinn und Unsinn des Lebens mit all seinen Facetten

18.02.2012 19:52    |    over30

Hättet ihr Moary gern behalten, ja oder nein?

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Bye bye Moary.....

 

 

 

Sechs Sterne sind das Markenzeichen der Subaru Fahrzeuge......einen Stern hatte das Subaru Forum....

@ Moary ......

Diesen Stern hat das Subaru Forum nun für immer verloren.... Durch eine Sperrung des Accounts auf MT.

Wer genauere Informationen sucht, sollte hier klicken:

www.motor-talk.de/forum/sperrung-moary-t3761826.html

 

Gründe, die zur Sperrung/Löschung führten? Wenn man ein bayrisches, unverstelltes Mundwerk mit dem dazugehörigen Temperament als einen Grund für die Sperrung bezeichnen kann, muss es wohl so sein. Denn es gab zu viele Leute, die diese urdeutsche, auch mal recht derbe Sprache, die ihnen dort teilweise im Subaru Forum entgegenschlug, nicht vertragen haben, und die Glocke drückten ....

Berechtigt oder unberechtigt? Wer soll das immer letztendlich entscheiden... Jeder Mensch hat eine gewisse Toleranzgrenze, die man ihm auch zugestehen sollte, aber nicht nur denen, die die Glocke drückten, sondern auch Moary.

Die User, die sich beschwert haben, kennen auch wohl kaum den Menschen Moary. Denn sonst hätten sie ihre Beschwerde u.U. zurück gezogen, oder erst gar nicht abgeschickt.

Wenn man jedoch von Usern ohne Wissen über Subaru, und mit einer unüberlesbaren Beratungsresistenz dumm von der Seite angemacht wird, muss man mit einer gleichwertigen Gegenreaktion rechnen, auch wenn diese manchmal vielleicht etwas zu heftig ausfiel. Aber wie heisst es so schön: Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus. Nur dass manche User im Subaru Forum dieses Echo nicht vertragen haben, oder in die falsche Kehle bekommen haben. Und daraufhin bei der Moderation anklingelten....

Wer aber ist in seinen Äußerungen und in seinem  Verhalten  denn immer nur  ein  "Engel"   ???

Niemand, denke ich.

Aber ein Engel in der Not, wenn es um technische Fragen und Probleme rund um Subaru ging, ist Moary für alle im Forum bestimmt gewesen. Mit über 4000 Beiträgen in 5 Jahren ist er der unbestrittene Fachmann und kompetente Ansprechpartner im Subaru Forum gewesen.

Moary, wir alle danken Dir dafür !

Ich weiss, Du liest hier mit.

Denn mitlesen kann Moary noch, aber nicht mehr antworten, auch nicht auf PN`s und auch keine Freundschaftsanfragen beantworten.

Ein Zaungast auch in diesem Blog.

 Mit seiner fachlichen Beratung im Forum ist es nun vorbei. Jedenfalls hier auf MT. Aber es wird an einer anderer Stelle weitergehen.... Dafür wird bereits gesorgt und gearbeitet.Alles ist schon in die Wege geleitet.  Also werden sich die Freunde von Moary wieder treffen. Wer wissen möchte, wie und wo, sollte Kontakt mit mir aufnehmen, unter der folgenden Mail Adresse

                subaru-goes@web.de

 

Und nun kann jeder hier eine Nachricht für Moary hinterlassen. Aber wartet nicht auf eine Antwort, denn die wird es hier auf MT nicht mehr geben....

 

Sabine

P.S. Es ist zwar nicht mehr relevant und ändert auch an der endgültigen Sperrung nichts mehr, aber wer mag, kann ja kund tun, ob er Moary gern hier behalten hätte, oder nicht.


17.02.2012 05:17    |    over30    |    Kommentare (33)    |   Stichworte: Gäste, Geburtstag, Geburtstagsfeier, Geburtstagskerzen, Geschenke, Kaffe & Kuchen, Kuchen, Sekt, Torte

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Hallo @Silverdreammachine.... Hallo Geburtstagskind .... Ich gratuliere....

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH ZU DEINEM GEBURTSTAG !!!

Da staunst Du, was? Ich widme heute einem unserer aktivsten Blogger einen eigenen Geburtstagsblog, und erwarte  die rege Teilnahme der Gäste, die hier ihre Geburtstagsglückwünsche für unseren Jens hinterlassen möchten.

Und da ich hier die erste Gratulantin bin: Hipp, hipp Hurra!!!

Alles Liebe und Gute zu Deinem heutigen Geburtstag, vor allem Gesundheit und allzeit knitter- und unfallfreie Fahrt! Bleib uns hier auf MT erhalten, und erfreue uns weiterhin mit Deinen interessanten Blogs. Ich hoffe, Du musst heute nicht arbeiten, denn dann geniesse die Geburtstagstorte und den Sekt.... usw.

Und vergiss nicht, auch heute mit Deiner Frau und Deinen Katzen zu kuscheln, damit bloss keiner eifersüchtig auf den anderen wird ....

Und gib auch dem "Blue Shadow" ein ausser-der-Reihe-Bussi .....

 

Alles Liebe

Sabine


21.01.2012 20:18    |    over30    |    Kommentare (30)    |   Stichworte: Freund, Geschichte, Parabel, Schreiber, Tod, Zeit haben, Zeit kaufen, Zeit nehmen

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Dieser Satz, der gleichzeitig Titel meines heutigen Blogs ist, erreichte mich heute in einer persönlichen E-Mail, und hat mich doch sehr nachdenklich gemacht.

Die Situation kennt wohl jeder: in unserer heutigen hektischen Zeit, im Berufs- und Alltagsleben, fragt man sich oft, warum man so wenig Zeit hat. Für Dinge die man schon lange erledigen wollte, für Besuche und Gespräche mit Freunden, die man schon lange nicht mehr gesehen hat, und letztlich für sich selber. Keine Zeit!

Und weil ich ein "Schreiber" bin, ist mir zu diesem Thema eine Geschichte, eine Parabel eingefallen, die ich Euch hier vorstellen möchte.

Sie ist nur kurz, aber bitte lest selber:

 

Der vielbeschäftigte Mann und die Zeit

eine Parabel

 

Es war einmal ein vielbeschäftigter Mann, der nie Zeit hatte.

Schon frühmorgens beim Aufstehen machte er Pläne, was er alles an dem neuen Tag erledigen wollte, und seine Liste war jedes Mal lang.

 

Da kam die Katze, und strich dem vielbeschäftigten Mann um die Beine, in Erwartung von ein paar Streicheleinheiten, doch der vielbeschäftigte Mann sagte nur: „Geh weg, ich habe jetzt keine Zeit für dich.“.

 

 

Am Frühstückstisch fragte die Frau des vielbeschäftigten Mannes: „Es ist doch Sonntag heute, und schönes Wetter, wie wäre es, wenn wir am Nachmittag einen langen Spaziergang machen würden, nur Du und ich.“

Aber der vielbeschäftigte Mann erwiderte nur:“Das geht heute nicht. Ich habe keine Zeit.“

 

 

Am Nachmittag rief ein alter Freund bei dem vielbeschäftigten Mann an. Dieser alte Freund war schon lange krank, und an das Haus gefesselt.

„Kommst Du mich besuchen?“ fragte der Kranke den vielbeschäftigten Mann, doch der sagte nur: „Das geht heute leider nicht, denn ich habe keine Zeit.“

 

 

Am Abend saß der vielbeschäftigte Mann dann allein in seiner Stube, und dachte darüber nach, dass er wieder nicht alles erledigt hatte, was er sich für diesen Tag vorgenommen hatte, als es an der Tür klopfte.

„Ich habe keine Zeit.“ rief der vielbeschäftigte Mann, doch eine ihm fremde Stimme von der anderen Seite der Tür antwortete ihm: „Du wirst die Tür öffnen, denn ich habe ein Geschenk für Dich. Ich schenke Dir Zeit.“

Der vielbeschäftigte Mann öffnete daraufhin voll neugieriger Erwartung auf die geschenkte Zeit die Tür, und erschrak, denn vor ihm stand der Tod.

Mit seiner Sense berührte der Tod den vielbeschäftigten Mann, der auf der Stelle starb.

 

 

Auf dem Grabstein des vielbeschäftigten Mannes stand folgende Inschrift:

Er hatte nie Zeit für sich und andere,- lief seiner Zeit immer davon, bis dass der Tod sie ihm gab.

 

 

 

Ende

 

 

Sabine Lebensieg, 21.01.2012

Alle Rechte der Autorin vorbehalten.

 

So, und nun meine Frage an Euch und der eigentliche Sinn oder Unsinn dieses Blogs:

Wie sieht es bei Euch mit der Zeit aus? Nehmt ihr sie Euch, und wenn wann und wofür, oder habt ihr auch nie Zeit, und deswegen vielleicht auch mal ein schlechtes Gewissen?

 

Wie definiert ihr "Zeit haben", und was ist Euch wichtig, für dass ihr Euch Zeit nehmt.

 

Ich freue mich wie immer auf Eure Antworten.

 

Sabine


09.01.2012 17:53    |    over30    |    Kommentare (46)    |   Stichworte: Gefahr, Landstrassen, Mittellinie, Orientierungshilfe, Seitenmarkierung

Hier mein neuer Blog zum Thema Gefahr durch fehlende Seitenmarkierungen auf Landstrassen. Die Bilder zeigen eine Kreisstrasse die ich jeden Tag fahre. Dort fehlt nach kompletter Erneuerung der Strasse nicht nur die Seitenmarkierung, sondern sogar die Mittellinie. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass mir seit dem schon mehrmals Fahrzeuge des Gegenverkehrs mehr auf meiner Fahrspur als auf der eigenen entgegen gekommen sind. Es scheint, dass manchen Autofahrern die Orientierung fehlt, wenn Seiten- und Mittellinie nicht vorhanden sind. Es gab zwar noch keine direkt gefährliche Situation, doch unangenehm ist es schon wenn man auf der eigenen Fahrspur so "bedrängt" wird. Und der ebenfalls neu aufgeschüttete Seitenstreifen lädt auch nicht so wirklich zum Ausweichen in kritischen Situationen ein, da die Seitenbanquette noch nicht gefestigt ist, und man sich bei so einem Manöver unfreiwillig derbe Steine in die Radkästen und an das Auto schleudern würde. Also heisst es umsichtig fahren, und mit dem Fehlverhalten von anderen Fahrern rechnen...Eigentlich ja nicht Besonderes...Macht man eigentlich ja immer so.

Ich hoffe nur, dass die kompletten Markierungen auf dieser Strasse im Frühjahr wieder aufgebracht werden.

Aber bei vielen Landstrassen fehlt generell die Seitenbegrenzung, der weisse Streifen. Das ist meiner Meinung nach gefährlich bei schlechter Sicht durch Regen, Schneetreiben oder Nebel. Auch wenn der Gegenverkehr stark blendet, und man statt in die blendenden Scheinwerfer lieber an die rechte Strassenbegrenzung schaut, ist eine fehlende Seitenmarkierung mehr als nur ärgerlich, sondern gefährlich. Zumal dann auch die Spurhalteassisten nicht funktionieren.

Oder was meint Ihr dazu?

Ich bitte um Eure Meinungen zu diesem Thema.


07.01.2012 20:17    |    over30    |    Kommentare (33)    |   Stichworte: arme Menschen, Clochard, Schneesturm, Strassenkatzen, Tod, Wunder

... Gefahr ....... Gefahr ....

Obwohl das neue Jahr schon wieder 7 Tage alt ist, an dieser Stelle allen MT`lern ein frohes neues Jahr 2012.

Und womit das alte Jahr aufgehört hat, sollte man das Neue beginnen. Also hier von mir an dieser Stelle noch einmal ein "Leseblog" zum Thema Katzen. Eine Geschichte fürs Herz, Hirn und Gemüt.

Special greetings to: Uhu und silverdreammachine. Das ist mein Blog für Euch, und alle anderen Leser...!

Achtung: Kann Spuren von Gefühlsduselei und Sentimentalitäten enthalten!

Aber wertet und lest selber:

 

Das Wunder von Paris

 

Eine Erzählung,

Sabine Lebensieg, November 2001

 

 

Philippe Yves Mouton war Börsenmakler aus Passion. Dieser Beruf war ihm sozusagen in die Wiege gelegt worden, -man könnte auch meinen, daß er ihn mit der Muttermilch eingesogen hatte, denn auch sein Vater war ebenfalls recht erfolgreich in diesem Metier.

Doch sein Sohn hatte von Anfang an den Ehrgeiz noch besser zu sein, und um das zu erreichen war ihm fast jedes Mittel recht.

Obwohl Philippe mit seinen 35 Jahren noch recht jung war behaupteten viele seiner Geschäftspartner, daß er sein Ziel erreicht hätte und der Beste sei. Daß er dabei mit unerbittlicher Härte gegen jeden der ihm bei seinem Erfolg im Weg stand vorging, hatte ihm mehr Feinde als Freunde geschaffen, wobei gerade die Menschen, die sich als Freunde bezeichneten, nicht das Wort „Freund“ in seiner wahren Bedeutung wert waren.

 

Philippe verkehrte in den besten Pariser Gesellschaftskreisen mit all ihren Parties, Galas und Empfängen.

Er besaß eine Wohnung in einem teuren Appartementhaus nahe der Pariser Innenstadt mit eigenem Pförtner und Wachdienst, und allem was dazu gehört.

Die Anzügen die er trug waren selbstverständlich maßgeschneidert, sowie der teure Luxuswagen den er fuhr ebenfalls eine Sonderanfertigung war.

Eigentlich besaß dieser junge Mann alles was man sich in seinem Alter nur wünschen konnte, doch all dies war nur eine Fassade, eine leere Hülle ohne Inhalt.

An den wahren Menschen, der er einmal gewesen war, ließ er niemanden heran.

Bei all der über Jahre antrainierten Härte in seinem Job hatte er vergessen was es bedeutete mit anderen Menschen freundschaftlich umzugehen.

Alle, mit denen Philippe zu tun hatte, bekamen dies früher oder später zu spüren, und so war es nicht verwunderlich, daß die Zahl seiner Gegner und Feinde ständig anwuchs.

Niemand, nicht einmal die unzähligen weiblichen Verehrerinnen und ständig wechselnden Freundinnen hielten es länger als ein paar Wochen zusammen mit ihm aus bevor sie ihn entnervt wieder verließen.

 

Das einzige Lebewesen das Zugang zu seinem wahren Ich gefunden hatte war erstaunlicherweise – eine Katze.

Er hatte Cleo, wie er die rabenschwarze Katze in Anlehnung an die schöne ägyptische Königin Cleopatra genannt hatte, vor einem Jahr durch puren Zufall gefunden. Auf dem Weg zu seinem Auto war er an einigen Mülltonnen vorbeigekommen und hatte daraus ein leises Fiepen und Maunzen vernommen. Als er neugierig die Deckel der Mülltonnen öffnete, fiel ihm eine Plastiktüte auf, in der sich etwas bewegte. Philippe öffnete die Tüte und zum Vorschein kam eine junge magere und offenbar kranke schwarze Katze.

Er hatte sich als Kind immer ein Tier gewünscht. Einen Hund oder eine Katze, doch seine Eltern hatten ihm diesen einen Wunsch nie erfüllt. Lieber überhäuften sie ihren Sohn mit teuren ferngesteuerten Spielzeugautos und computergesteuerten Nachbildungen von Hunden die für sündhaft teueres Geld gerade auf den Markt kamen. Doch diese Spielzeuge waren kalt und leblos und kein Ersatz für ein lebendiges Tier.

Und nun nach so vielen Jahren schickte ihm der Zufall ein echtes Tier, und ein lang unterdrückter Kindheitswunsch kam wieder zum Vorschein.

Jedenfalls brachte Philippe die kranke Katze noch am selben Abend zu einem Tierarzt der sie wieder gesund pflegte. Danach zog Cleopatra in seinem Appartement ein, und es zeigte sich schnell, daß dies für beide ein großer Gewinn war.

Cleo bedankte sich bei ihrem Retter mit einer Anhänglichkeit und Liebe die Katzen nur in ganz seltenen Fällen Menschen zuteil werden lassen.

Philippe hingegen war ein anderer Mensch wenn er allein war und mit der Katze spielte. Bei Cleo brauchte er sich nicht zu verstellen, durfte so sein wie er wirklich war, und brauchte keine Härte herauszukehren.

Im Gegenteil, die Katze wickelte ihn mit Leichtigkeit im übertragenen Sinne um den Finger, pardon um die Pfote.

Er verwöhnte sie und zeigte gleichzeitig dabei, daß tief in seinem Inneren Werte wie Güte, Mitgefühl und Freundschaft noch nicht ganz verloren gegangen waren.

                                        ***

Eines Abends ging Philippe nach einem geschäftlichen Essen allein in die Tiefgarage unter dem Restaurant in der sein Auto parkte. Vor dem Eingang saß eine zusammengesunkene Gestalt in zerrissener, schmutziger Kleidung mit einem alten Hut und einem kleinen Pappschild vor sich. Es war einer der vielen heimatlosen Stadtstreicher der vor der Tiefgarage des teuren, piekfeinen Restaurant saß und still bettelte.

Philippe blickte zur anderen Seite und tat im Vorbeigehen so, als würde er den Mann gar nicht bemerken. Für ihn waren diese Menschen Abschaum und er hatte noch nie einem von ihnen Geld gegeben, obwohl es für ihn eine Leichtigkeit gewesen wäre.

 

Nach dem langen Arbeitstag fühlte Philippe sich müde und abgespannt und er hatte es eilig nach Hause zu kommen. Er freute sich auf ein heißes Bad und einen gemütlichen Abend mit Cleo als es passierte:

Ohne auch nur die geringste Chance einer Gegenwehr zu haben, schlugen ihn drei maskierte Männer von hinten nieder, als er gerade die Autotür aufschloß. Alles ging sehr schnell und lautlos. Die Männer zogen den bewußtlosen Philippe in ihr Auto und fuhren mit quietschenden Reifen los.

Der Überfall war von langer Hand sorgfältig geplant gewesen, doch die drei maskierten Männer wollten ihr Opfer weder entführen noch töten. Sie handelten lediglich im Auftrag eines angesehenen Geschäftsmannes, den Philippe vor kurzer Zeit durch seine Börsenspekulationen mehr oder weniger wissentlich an den Rand des Ruins gebracht hatte. Nun wollte der sich dafür an Philippe rächen, und ihm einen Denkzettel verpassen, der gleichzeitig eine Warnung sein sollte, und den er sein Leben lang nicht vergessen sollte.

 

Die drei Männer fuhren mit Philippe aus der Innenstadt hinaus, bogen mehrmals in schmale Seitenstraßen ab, und hielten schließlich in unmittelbarer Nähe einer Brücke, unter der Stadtstreicher, die Clochards, lebten.

 

Philippe war noch immer bewußtlos. Der Schlag war hart gewesen, und er blutete aus einer tiefen Platzwunde am Hinterkopf.

Die Männer zerrten ihn aus dem Auto und zogen ihn bis auf die Unterwäsche aus. Dann holten sie aus dem Kofferraum ein Bündel Kleidung und zogen ihm diese an. Sie hatten sie aus den Säcken einer Altkleidersammlung gestohlen, und nur die wirklich ältesten und zerrissensten Stücke ausgewählt. Die Sachen stanken fürchterlich, und sahen aus als hätte eine Schar Motten gerade ein Festmahl beendet. Schließlich rundete ein zerbeulter Hut das neue Erscheinungsbild Philippes ab.

Bevor die maskierten Männer wegfuhren legten sie einen Zettel neben ihr Opfer worauf stand: „Wie fühlt man sich, wenn man plötzlich arm ist? Treib es nicht zu weit Mouton!“

 

An diesem Abend wartete Cleo vergebens auf ihr Herrchen.

***

Als Philippe wieder zu sich kam dämmerte bereits der neue Morgen.

Er versuchte aufzustehen, doch sein Kopf schmerzte und brummte so sehr, daß ihm schwindelig wurde und er sich übergeben mußte. Er faßte mit der Hand an seinen Kopf und spürte die Platzwunde und das inzwischen getrocknete Blut. Außerdem war ihm fürchterlich kalt.

Er sah sich um und wußte nicht wo er war und was passiert war, doch noch schlimmer war, daß er nicht mehr wußte   w e r    er war.

Durch den harten Schlag auf den Kopf hatte Philippe sein Gedächtnis verloren. Er fand den Zettel neben sich im Gras und las die Nachricht, aber sie sagte ihm nichts. Selbst sein Name war ihm fremd, und er verstand die Bedeutung der Zeilen nicht. Trotzdem faltete er den Zettel sorgfältig zusammen, und steckte ihn in seine Jackentasche.

Was seine Peiniger sich als Warnung und Denkzettel ausgedacht hatten war plötzlich Wirklichkeit geworden: Philippe, der reiche und vom Leben verwöhnte Börsenmakler war mit einem Mal ein Mensch ohne Identität, ein Nichts geworden.

 

Philippe hörte Stimmen und ging darauf zu. Es waren die Clochards, die nicht weit von ihm entfernt unter der Brücke geschlafen hatten.

Sie begrüßten Philippe freundlich als einen Neuen unter ihnen, und nahmen ihn in ihre Gemeinschaft auf. Als sie ihn jedoch nach seinem Namen fragten, konnte er nur mit den Schultern zucken, denn er wußte ihn nicht und konnte sich auch nicht daran erinnern.

Seinen neuen Freunden machte dies jedoch nichts aus. Namen waren unwichtig unter den Schiffbrüchigen des Lebens, und so nannten sie ihn einfach Claudes.

***

Philippe schloß sich notgedrungen den Clochards an. Er glaubte schon bald immer so gelebt zu haben, auch wenn ihm alles fremd und unbekannt vorkam.

Seine neuen Freunde halfen ihm in den ersten Tagen zu überleben. Sie zeigten ihm wie man für seinen Lebensunterhalt bettelt, und besorgten ihm eine Decke zum Zudecken, denn die Nächte unter der Brücke wurden schon empfindlich kalt. Der Winter stand unmittelbar bevor.

 

Natürlich wurde nach Philippe gesucht. Seit seinem mysteriösem Verschwinden waren die Zeitungen voll von Suchmeldungen und Schlagzeilen über ihn. In der Pariser Innenstadt klebte überall sein Bild, doch mit dem jungen Clochard der unter der Seinebrücke schlief hatte es wenig Ähnlichkeit. Man hätte schon sehr genau hinschauen müssen um festzustellen, daß dies ein und derselbe Mann war.

Selbst Philippe war an dem Plakat mit seinem eigenen Bild schon mehrmals vorbeigelaufen, aber er hatte sich nicht darauf erkannt. Er ahnte zwar, daß er nicht immer so wie jetzt gelebt hatte, aber er konnte sich an das was früher gewesen war nicht erinnern, so sehr er es auch versuchte.

So lebte er nun schon seit Wochen unter der Brücke.

 

Doch die Menschen unter der Brücke waren nicht die einzigen Lebewesen die dort Schutz und Unterkunft suchten.

Die Rohre einer Fernwärmeheizung, die unter der Brücke entlang verlegt waren, zogen auch eine ganz andere Art von heimatlosen Stadtstreichern an: eine große Zahl von verwilderten Straßenkatzen.

Auf den Rohren der Fernwärmeheizung, die im Winter eine angenehme Wärme abgaben, ließ es sich gut schlafen, wenn um die Brücke herum Schneestürme tobten, und die Temperatur in den Minusbereich abrutschte. Doch die lebensspendende Wärmequelle war den Menschen nicht zugänglich. Zu schmal waren die Rohre, und zu hoch an der Wand der Brücke verlegt, als daß ein Mensch sie erreichen konnte. Nur Katzen, diese geschickten Kletterer, waren in der Lage diesen sicheren Platz für sich nutzen. Die Menschen unter der Brücke konnten nur neidisch von unten zusehen.

Vielleicht waren die Katzen bei den Clochards deswegen so unbeliebt. Bestimmt aber weil sie oft die Essensvorräte plünderten, wenn die Männer schliefen, oder völlig betrunken waren. Aus diesem Grund jagten sie die hungrigen Katzen wo immer es ging davon.

 

Besonders dreist benahm sich ein großer grauweiß getigerter Kater. Er schien schon recht alt zu sein. Seine Ohren waren von vielen Kämpfen unter seinesgleichen ausgefranst und er war rappeldürr. Trotzdem behauptete er sich in der Katzengemeinschaft, ja er schien sie sogar anzuführen.

Auf ihn hatten die Clochards eine besondere Wut, weil er sich manchmal gegen ihre Schläge und Tritte mit Krallen und Zähnen zur Wehr setzte.

In der ersten Nacht unter der Brücke wurde Philippe plötzlich wach, weil ein kalter Gegenstand seine Wange berührte. Verschlafen schlug er die Augen auf und sah das Gesicht des grauweißen Katers direkt vor seinem. Der kalte Gegenstand an seiner Wange war nichts anderes als die Nase des Katers gewesen, der ihn neugierig beschnüffelte.

Als Philippe die Augen öffnete wich der Kater in Erwartung von einem Schlag oder Tritt sofort ein paar Meter zurück. Philippe starrte die Katze an und irgend etwas in seinem Gedächtnis sagte ihm, daß er mit Katzen vertraut war, mehr jedoch nicht.

Er streckte die Hand nach dem Kater aus, aber der fauchte drohend. Philippe holte ein Stück Butterbrot aus seiner Jacke hervor, daß er am Tage von einer mitleidigen Frau geschenkt bekommen hatte. Er brach ein Stück davon ab und warf es dem Kater zu.

Der Kater beobachtete Philippe mißtrauisch, aber sein Hunger war schließlich stärker als seine Angst und so nahm er den Brocken und fraß. Philippe gab ihm nach und nach auch noch den Rest der Scheibe Brot. Als er nichts mehr hatte verschwand der Kater so plötzlich wie er gekommen war in der Dunkelheit der Nacht.

Philippe starrte ihm grübelnd hinterher. Warum war es ihm nur so bekannt, so vertraut vorgekommen, als er den Kater fütterte? Er konnte sich jedoch nicht daran erinnern und jedes Mal wenn er angestrengt nachdachte kamen diese fürchterlichen Kopfschmerzen wieder.

***

Am nächsten Abend erwartete Philippe das Auftauchen des Katers und blieb wach. Tatsächlich erschien das scheue Tier nachdem es dunkel geworden war. Philippe hatte extra ein Stück Wurst zurückbehalten. Wie in der ersten Nacht blieb der Kater mißtrauisch in respektvollem Abstand stehen während er die Wurst fraß, jederzeit zur Flucht bereit. Es war für ihn eine völlig neue Erfahrung von einem der Männer unter der Brücke gefüttert und nicht geschlagen zu werden, doch von nun an kam er jeden Abend nach Einbruch der Dunkelheit.

Philippe freute sich jedes Mal auf ein Wiedersehen. Es war immer ein kurzer, glücklicher Moment in seinem freudlosen Leben.

Der Name Cleopatra fiel ihm beim Anblick des Katers ein, aber Philippe wußte beim besten Willen keinen Zusammenhang daraus herstellen zu können.

 

So verging Woche für Woche.

Zeit spielt jedoch keine Rolle für jemanden der unter der Brücke lebt, wenn ein Tag sowieso so trostlos wie der andere ist.

Die Clochards hatten längst bemerkt, daß Philippe den Kater und auch die anderen Katzen fütterte, und sie mißbilligten es.

Seit dem hatte er es sich zur Gewohnheit gemacht abseits von den anderen zu schlafen, auch wenn dieser Platz noch kälter und zugiger war. Auf die allabendliche Gesellschaft der verwilderten Katzen wollte er jedoch nicht mehr verzichten.

Er teilte mit ihnen was er selber entbehren konnte, und obwohl die Katzen scheu blieben, und sich niemals berühren ließen, machte es ihn glücklich ihnen zuzusehen.

Ständig dachte er darüber nach warum das so war, aber etwas blockierte seine Erinnerungen und stürzte ihn nur immer tiefer in Depressionen, weil er nicht wußte wer er war, woher er kam, und wie er gelebt hatte.

Deshalb war es ihm schließlich auch egal als er sich in den ständig kälter werdenden Nächten eine Erkältung zuzog die immer schlimmer wurde. Er bekam Fieber und wurde von Hustenkrämpfen geschüttelt. Jeder andere wäre deswegen zu einem Arzt gegangen, aber die Menschen unter der Brücke konnten sich keinen Arzt leisten.

 

Irgendwann war Philippe zu schwach um aufzustehen und mit den anderen in die Stadt betteln zu gehen.

Doch unter ihnen, die selber nicht viel zum leben hatten, gab es wirkliche, wahre Freunde. Sie teilten das Wenige was sie erbettelten, und versorgten den Kranken so gut sie konnten mit Essen.

Natürlich sollte er ihrer Meinung nach nicht auch noch mit den Katzen teilen. Philippe versprach es, aber heimlich tat er es doch.

Die Katzen waren seine Freunde geworden, und kamen jeden Abend in Erwartung von etwas Futter. Er mochte sie nicht enttäuschen.

 

Dann kam die erste Frostnacht des Winters. Am frühen Nachmittag setzte ein heftiges Schneetreiben ein, und bis zum Abend war es ringsherum überall weiß.

Philippe lag vor Kälte zitternd in eine Decke gehüllt auf seinem einsamen Schlafplatz.

Die anderen hatten ihm angeboten sich zu ihnen zu legen. Sie hatten ein offenes Feuer angezündet um sich wenigstens etwas zu wärmen, aber Philippe hatte abgelehnt. Er wußte, daß die Katzen nicht dorthin kommen würden.

Er fühlte sich so schwach und elend wie noch nie zuvor.

An diesem Abend wollte er ein letztes Mal auf seine Freunde warten um sich von ihnen zu verabschieden. Er spürte wie es ihm immer schlechter ging, doch es war ihm egal. Er hatte mit seinem Leben abgeschlossen.

Er hatte die letzten Tage kaum noch etwas gegessen, weil er es für die Katzen gesammelt hatte. Sie sollten alle noch einmal etwas von ihm bekommen bevor er sie für immer verlassen mußte.

 

Es wurde jetzt bereits sehr früh dunkel, und mit der Dunkelheit kamen die scheuen Gestalten der Nacht.

Da war der alte grauweiße Kater, der wie immer zuerst erschien und sich die besten Stücke holte. Nach und nach waren sie dann alle da. Philippe erkannte etwa fünfzehn magere Katzen die ihn umlagerten, bis die Gaben, die er gleichmäßig unter ihnen zu verteilen versuchte, aufgebraucht waren.

„Macht es gut meine Freunde. Ich weiß ihr kommt auch ohne mich aus. Ihr müßt es halt versuchen.“ sagte Philippe zu den Katzen.

Er hatte auf sie gewartet, sie gefüttert und ihnen zugesehen, aber nun war er mit seiner Kraft am Ende. Er fühlte sich schwach und müde und wollte sich nur noch ausruhen und schlafen. Dann schloß er die Augen und schlief ein.

 

Als Philippe sich nicht mehr bewegte, kam der grauweiße Kater langsam und vorsichtig näher. Er hatte inzwischen die größte Angst vor diesem einen Menschen verloren, der nie versucht hatte ihn zu treten oder zu schlagen.

Wie in der ersten Nacht schnüffelte der Kater an Philippes Wange. Irgendwie muß er gespürt haben wie krank Philippe war, und daß es schlecht um seinen Menschenfreund stand, und das Wunder geschah:

Der scheue Kater stieg vorsichtig auf den Bauch des schlafenden Mannes. Er setzte sich hin und hob seinen Kopf zum Himmel. Dann begann er zu rufen. Erst leise, dann immer lauter und fordernder.

Die anderen Katzen hörten seine Bitte, und gehorchtem ihrem Anführer. Sie kamen eine nach der anderen zögernd näher. Als sie merkten, daß ihnen nichts geschah, machten sie es dem Kater nach. Sie legten sich auf den Körper des todkranken Mannes und wärmten ihn mit ihrer eigenen Körperwärme.

Die, die keinen Platz mehr auf Philippe hatten, legten sich dicht neben ihn auf den Boden. Keine Stelle seines Körpers blieb unbedeckt. Selbst auf seine Beine und Füße legten sich die Tiere und hüllten ihn so in eine lebende Decke aus wärmenden, weichen Katzenhaaren ein.

 

Um die Brücke herum tobte währenddessen noch immer der eisige Schneesturm und bedeckte alles Leben mit einer kalten, weißen todbringenden Decke aus Schnee.

***

Am anderen Morgen kontrollierte ein Polizist den Platz unter der Brücke.

Im Winter, nach kalten Frostnächten gehörte dies zu seiner morgendlichen Routine.

Immer wieder fanden er und seine Kollegen dann unterkühlte Personen aus der Stadtstreicherszene die ins Krankenhaus gebracht werden mußten.

Oft kamen die Ordnungshüter aber auch zu spät, und konnten nur noch einen Leichenwagen bestellen.

 

Das Bild was sich dem diensthabenden Polizisten an diesem Morgen bot, würde er wohl nie mehr in seinem ganzen Leben vergessen.

Als er unter die Brücke trat sah er eine Menge Katzen auf einer Art Erhebung sitzen und liegen. Als die scheuen Tiere flüchteten bemerkte der Polizist, daß es ein menschlicher Körper war auf dem die Katzen gesessen hatten und er trat näher.

Er erwartete einen Toten vorzufinden, doch die Haut des Mannes war noch rosig und er atmete, wenn auch sehr flach. Über Funk verständigte der Polizist einen Krankenwagen.

Als er dem jungen, verwahrlosten Clochard mitleidig ein zweites Mal in das Gesicht sah, erkannte er plötzlich den Mann der seit Monaten überall gesucht wurde und glaubte seinen Augen nicht trauen zu können. Er war sich sicher den reichen Börsenmakler Philippe Yves Mouton vor sich zu haben.

Zur Sicherheit durchsuchte er die Taschen des Mannes, doch er fand keine Ausweispapiere oder ähnliches. Nur einen zerknitterten Zettel. Dort stand unter anderem der Name Mouton.

Wenig später holte der Krankenwagen Philippe ab.

                                       ***

Philippe mußte einige Zeit im Krankenhaus verbringen bis er wieder gesund war.

Dort erfuhr er auch wer er wirklich war, doch er hatte Mühe es zu verstehen. Der Arzt sagte, dies wäre bei schwerer Amnesie völlig normal, und er solle sich Zeit lassen um sich an sein früheres Leben zu erinnern.

 

Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus kehrte Philippe in seine Wohnung zurück, doch als er die Tür aufschloss war ihm alles fremd, und er wäre am liebsten umgekehrt. Zögernd trat er in den Flur und blieb unschlüssig einen Moment lang dort stehen.

Da kam plötzlich ein schwarzer Schatten auf ihn zu und sprang ihm in die Arme. Es war Cleo, die in der Zeit während seiner Abwesenheit von seiner Haushälterin versorgt worden war. Die schwarze Katze schnurrte laut vor Freude und rieb ihren Kopf an Philippes Wange.

„Cleo, meine liebe schöne Cleopatra.“ entfuhr es Philippe, ohne das er vorher darüber nachgedacht hatte, und zum ersten Mal seit langer Zeit war er glücklich.

In den nächsten Tagen kam langsam Stück für Stück die Erinnerungen an sein altes Leben wieder, doch Philippe dachte in dieser Zeit auch immer öfter an die Zeit unter der Brücke.

Er fühlte sich trotz Cleo einsam in seiner großen Wohnung, und er vermißte seine Freunde, die Menschen unter der Brücke und die scheuen Katzen.

Der Polizist, der ihn an dem kalten Wintermorgen gefunden hatte, hatte ihn später, als es ihm wieder besser ging, im Krankenhaus besucht, und erzählte dabei von dem verwunderlichen Anblick der vielen Katzen die Philippe während der eisigen Nacht gewärmt hatten.

„Ich habe so etwas noch nie vorher gesehen, aber ich bin sicher, daß die Katzen ihnen das Leben gerettet haben. In ihrem Zustand wären sie in der Nacht erfroren, hätten die Katzen sie nicht warm gehalten. Es ist wie ein Wunder.“

***

Philippe Yves Mouton war zwar wieder zurückgekehrt, aber sein altes Leben, so wie es vor dem Überfall gewesen war, wollte er nicht wieder aufnehmen.

Er verkaufte seine Luxuslimousine, zog aus dem Appartementhaus aus, und setzte nie mehr einen Fuß in die Börsenhalle.

Statt dessen löste er die meisten seiner Bankkonten auf und baute mit dem Geld in der Nähe der Brücke eine Unterkunft für arme Menschen wo sie einen warmen Platz zum schlafen fanden und etwas zu Essen bekamen.

Für die streunenden, scheuen Straßenkatzen errichtete er mit Zustimmung der Behörden feste Futterplätze unter dem Schutz der Brücke und ließ die kranken Tiere einfangen und tierärztlich versorgen.

Für die Tiere, die nicht mehr auf der Straße leben konnten oder sollten baute er außerhalb der Stadt im Grünen ein Heim, wo sie den Rest ihres Lebens in friedlicher Geborgenheit verbringen konnten. Auf dem weiträumigen Areal durften die Katzen sich frei bewegen, doch die Erfahrung zeigte, daß sie immer wieder freiwillig und gern zu dem angebotenen Futter und den warmen Schlafplätzen zurückkehrten.

Philippe zog in die Nähe des Heimes in ein kleines Haus, um seine Schützlinge jeden Tag besuchen zu können.

Eine ganz besonders innige Freundschaft verband ihn jedoch mit dem alten grauweißen Kater. Das ehemals so scheue Tier hatte Vertrauen zu Philippe gefaßt, und der verwöhnte den alten Kater so sehr es nur möglich war bis an dessen Lebensende.

 

Ehemalige Bekannte und Geschäftspartner von Philippe Yves Mouton redeten hinter seinem Rücken, daß er während der Zeit unter der Brücke verrückt geworden sei, doch das störte ihn nicht.

Er hatte in seinem jetzigen Leben eine Zufriedenheit und Erfüllung gefunden, so wie er es früher nicht gekannt hatte und das machte ihn glücklich. Das Wissen darum Menschen und Tieren in Not zu helfen genügte ihm vollends.

Endlich wußte er   w e r      er war.

 

} Schließlich wird einem auch nicht jeden Tag das Leben gerettet, und Wunder geschehen bekanntlich noch viel seltener. {

 

 

Ende

 

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Sabine Lebensieg, 07.01.2012


25.12.2011 01:33    |    over30    |    Kommentare (26)    |   Stichworte: Gefängnis, Hunger, Kälte, Katze, Katzen, Russland, Schläge, Weihnachten, Winter

Merry christmasMerry christmas

Hallo, dies ist mein Weihnachtsblog für Euch. Es geht hier dieses Mal aber nicht um das Thema Auto. Es ist nur eine weihnachtliche Geschichte mit, und für das Herz. Ich widme diesen Blog einem von mir sehr geschätzten Blogschreiber, nämlich silverdreammachine.

Hallo silver, hier an dieser Stelle nun für Dich eine meiner Katzengeschichten als Weihnachtsgeschenk. Viel Freude damit. Das wünsche ich natürlich auch meinen anderen Bloglesern.

Frohe Weihnachten Euch allen.

Und hier nun meine weihnachtliche

Erzählung:

 

 

Das graue Kätzchen

 

Sabine Lebensieg

geschrieben im November 2001

 

Die Zukunftsaussichten für das namenlose junge, graue Kätzchen waren denkbar schlecht.

Wenn man in einem Land lebt, das durch politische Wirren erschüttert und zerrissen ist, und wenn man dann noch mitten in einer Stadt geboren wird in der Armut, Hunger und Tod etwas Alltägliches für die Menschen ist, kann man kein Mitleid erwarten, das hatte die kleine Katze schon früh in ihrem jungen Leben gelernt.

So schlug sie sich seit der Trennung von ihrer Mutter mehr schlecht als recht durch das armselige Leben.

Auf der Suche nach Futter und einem regengeschützten Platz war das graue Kätzchen viele Häuserblocks weit gelaufen.

Schließlich blieb es bei dem Kiosk an der Ecke zwischen zwei vielbefahrenen Hauptstraßen. Dort, zwischen den Abfalltonnen und dem Zeitungsständer der „Moskauer Tagesnachrichten“ lebte es nun schon seit einigen Wochen.

Viele Menschen liefen hier den ganzen Tag vorbei, aber niemand beachtete die magere, struppige kleine Katze die um Futter bettelte. Jeder war viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt und außerdem gab es hunderte von streunenden Katzen in der Stadt. Kaum jemand kümmerte das Schicksal dieser Tiere.

So suchte die junge Katze im Müll nach etwas Freßbarem und schlief unter dem Zeitungsständer der wie ein Dach gebaut war.

Oft fand sie jedoch nichts was ihren Magen füllte, und der kalte Wind pfiff unerbittlich unter ihrem Unterschlupf hindurch, so sehr sie sich auch an das kalte nasse Holz preßte.

Der strenge, russische Winter stand unmittelbar bevor. Ein Überleben auf der Straße war unmöglich, doch von all dem wußte das junge graue Kätzchen nichts.

Es spürte nur wie die Tage und Nächte immer kälter wurden, und sein Hunger immer größer.

Es wußte auch nicht, warum in den Straßen auf einmal so viele künstliche Lichter brannten, und manche Menschen mit vollen Taschen und Tüten vorbeihetzten.

Woher sollte es auch wissen, daß es bald Weihnachten war?

*****

Eines Abends kam ein Mann zu dem Kiosk an dem das Kätzchen lebte. Er hatte nur eine Tasche dabei, und diese Tasche stellte er neben den Mülltonnen ab, während er dem Verkäufer erklärte, was er kaufen wolle.

Dem grauen Kätzchen, das sich zwischen den Mülltonnen versteckt hielt, stieg plötzlich ein verführerischer Duft in die Nase. Köstlicher Geruch nach geräuchertem Fisch kam aus der Tüte des Mannes.

Der Hunger trieb die junge Katze aus ihrem Versteck. Sie näherte sich vorsichtig der Tüte und als sie den Kopf hineinsteckte war der Fischschwanz direkt vor ihrer Nase. Sie biß hinein und begann nach Leibeskräften daran zu ziehen.

Der Fisch war genauso groß und schwer wie die kleine Katze, aber sie schaffte es ihre Beute in ihr Versteck zwischen den Mülltonnen zu zerren.

Keinen Moment zu früh, denn im nächsten Augenblick griff der Mann nach der Tüte und ging damit weiter.

Plötzlich blieb er jedoch stehen. Wenn man nicht viel besitzt, merkt man sofort wenn einem das Wenige was man hat plötzlich auch noch fehlt.

Die Tüte war auf einmal zu leicht geworden! Der Mann sah hinein und stellte fest, daß der Fisch fehlte.

Er kam zu dem Kiosk zurück und sah den in Zeitungspapier eingepackten Fisch zwischen den Mülltonnen liegen. Außerdem hörte er ein leises Schmatzen aus derselben Richtung.

Ruckartig zog er eine der Mülltonnen zu Seite und entdeckte das kleine, graue, magere Kätzchen wie es dabei war mit Zähnen und Krallen ein Loch in die Seite des Fisches zu beißen und gierig zu fressen.

Die Augen des Mannes wurden vor Wut ganz dunkel, und im selben Moment hob er seine große Hand und holte zum Schlag aus. Die kleine Katze riß vor Angst die Augen weit auf und starrte den Mann an. Instinktiv duckte sie sich und machte sich ganz klein in Erwartung der Prügel. Es war nicht das erste Mal, daß sie geschlagen worden war.

Plötzlich jedoch, mitten im Schwung, hielt der Mann inne und ließ die Hand wieder sinken ohne dem Kätzchen ein Haar gekrümmt zu haben.

Er sah die ängstlichen, verschreckten Augen, sah wie jämmerlich dünn und struppig das Tier war und begriff auf einmal, daß es aus Hunger zum Dieb des Fisches geworden war.

Der Anblick der jungen mageren Katze erinnerte ihn an ein Ereignis, das noch gar nicht so lange zurück lag.

Vor einigen Jahren hatte er von einem Tag auf den anderen seine Arbeit verloren und konnte dadurch die Miete für die kleine Wohnung nicht mehr zahlen. Er mußte auf der Straße leben, bettelte und litt Hunger.

Als der Hunger eines Tages zu groß war stahl er Brot und Wurst in einem Laden, doch er wurde erwischt und landete im Gefängnis.

Russische Gefängnisse sind berüchtigt, ebenso wie ihre Aufseher. Sie wollten einen besseren Menschen aus ihm machen und sie schlugen ihn.

Er empfand dies als großes Unrecht, denn er hatte doch nur aus Hunger und Verzweiflung gestohlen, genauso wie diese kleine Katze!

Diese Sache lag nun schon einige Zeit zurück. Inzwischen hatte er wieder Arbeit gefunden, und bewohnte ein winziges Zimmer. Das war schon mehr als die meisten armen Menschen in dieser Stadt besaßen, doch die Prügel während seiner Zeit im Gefängnis würde er wohl nie vergessen können.

Plötzlich schämte er sich, daß er beinahe den selben Fehler begangen hätte!

Er streckte die Hand erneut nach der kleinen Katze aus, doch dieses mal ganz langsam und vorsichtig.

Er packte sie sanft am Nackenfell und hob sie hoch. Das graue Kätzchen zitterte vor Angst und Kälte zugleich.

„Du hast wohl Hunger und kein Zuhause, kleiner Fischräuber! Ich glaube, das sollten wir ändern. Du kommst mit mir. Ein Leben auf der Straße taugt nichts, glaube mir, ich weiß es aus Erfahrung.“

Der Mann steckte das zitternde graue Fellbündel unter seinen Mantel. Die kleine Katze spürte die wohlige Wärme und begann leise zu schnurren.

Der Mann hob den Fisch auf, steckte ihn wieder zurück in die Tüte und schickte sich an zu gehen.

Er war schon ein paar Schritte gelaufen, als er plötzlich stehenblieb, sich herumdrehte und zu dem Kiosk zurücklief.

Er klopfte an die Scheibe und hielt die Flasche Sekt die er gerade vor ein paar Minuten gekauft hatte dem Verkäufer hin:

„Ich habe es mir anders überlegt. Ich möchte dafür lieber Milch und haben sie Katzenfutter?“

Der Verkäufer brummte schlechtgelaunt irgendwelche unverständlichen Worte, doch er gab dem Mann schließlich was er wollte und der steckte die Sachen zu dem Fisch in die Tüte.

„Frohe Weihnachten!“ wünschte er, dann machte er sich endgültig auf dem Heimweg.

Das kleine graue Kätzchen unter seinem Mantel schnurrte noch immer leise vor sich hin. Irgendwie schien es zu spüren, daß nun ein neues Leben begann und Hunger und Kälte ein Ende hatten.

An diesem Abend erlebte es das erste Weihnachtsfest in seinem jungen Leben, doch es sollten noch viele weitere folgen.

S. L.

 

 

 

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18.12.2011 21:15    |    over30    |    Kommentare (33)

Wie sehr vertraut Ihr Eurer Werkstatt?

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Die Frage ob, und wie sehr man einer Autowerkstatt vertrauen kann, kam mir neulich spontan in den Sinn, als ich mit meinem Subaru Legacy, BJ 2004 in die Werkstatt musste. Es brannte nämlich im Anzeigenfeld des Armaturenbrettes eine gelbe Kontrollleuchte für die Fehlerdiagnose des Bordcomputers, die dort eigentlich nicht brennen sollte. Also auf zur Vertragswerkstatt.

Auf meine Frage, wofür die gelbe Kontrollleuchte steht, konnte man mir dort so spontan keine Auskunft geben.

" Das muss erst ausgelesen werden."

Naja, war ja irgendwie klar ...

Also, die übliche Prozedur: Fehlerdiagnosegerät in Form eines Laptops an den Bordcomputer angeschlossen, und gespanntes Warten und Schauen auf den Monitor durch den Werkstattmenschen. Nicht weniger gespannt stand ich daneben.

Nach einigen Minuten kam dann die Auskunft: Der Bordcomputer zeigt an, dass die Lambda-Sonde defekt ist.

Aha, alles klar also. Lambda-Sonde und Funktion war mir ein Begriff. Also Auto in der Werkstatt gelassen, und das defekte Teil wurde erneuert. War ja keine ganz billige Reparatur, aber welche Reparaturen an neueren Autos sind heute schon noch preiswert, oder "billig" ...?

Seit diesem "Erlebnis" stellt sich mir als von Natur aus skeptischer Mensch allerdings eine Frage:

Woher soll ich wissen, ob die gelbe Kontrollleuchte wirklich den Ausfall der Lambdasonde angezeigt hat, oder vielleicht doch einen ganz anderen, simpleren, "billiger" zu reparierenden Fehler ????

Gut, ich muss sagen, ich vertraue meiner Werkstatt, und ich stand ja auch daneben, und hätte durchaus mal einen Blick auf den Monitor des Diagnosegerätes werfen können. Ob ich dadurch jedoch "wissender", ich will ja gar nicht sagen "schlauer" geworden wäre, ist jedoch eine ganz andere Frage.

Jedenfalls denke ich, dass Werkstätten allgemein heutzutage den Kunden sonst etwas vormachen könnten, um welchen Fehler es sich handelt, wenn eine Kontrolllampe plötzlich aufleuchtet.

Ich will ja keiner Werkstatt hier etwas unterstellen, aber die Idee ist doch, meine ich, nicht so ganz abwegig, dass eine Werkstatt eine teure Reparatur dem Kunden "vorgaukeln" könnte, auch wenn der eigentliche "Fehler" wesentlich simpler und billiger zu reparieren ist.

So könnten doch Werkstätten gut, und vom Kunden unbemerkt, ihre Kasse in schlechten Zeiten mal ein bisschen aufbessern....!

Sicher gibt es schon "Home" bzw. "Do-it-yourself" Diagnosegeräte für Privat zu kaufen, aber die scheinen noch nicht so 100% zu funktionieren.

Wie auch, durch die immense Anzahl an verschiedenen Fahrzeugen und Typen, und die ständigen Updates durch die Hersteller. Ist das vielleicht alles auch ein Stück weit gewollt, den Autofahrer und Besitzer "dumm" zu halten???

Ich weiss, mein Gedankengang in diese Richtung ist gemein, aber wie denkt Ihr darüber?

 

Sabine

 

P.S. Das Auto, zu dem der Motor des Titelbildes zu diesem Blog gehört, hat noch keinen Bordcomputer....!

Ist ein ( sorry, wie sollte es auch anders sein ) Manta 400.

 

Wer sich für noch mehr "Geschichten" um einen Manta B interessiert, kann hier ja mal schauen:

www.motor-talk.de/.../habe-gerade-mein-traumauto-gekauft-t3489446.html

 

Sabine


10.12.2011 15:02    |    over30    |    Kommentare (8)    |   Stichworte: Autos, verbeultes Blech, Verkehrschaos

Ist es bald Weihnachten, oder haben wir den 1. April???

Das habe ich mich dann doch gefragt, als ich heute in der lokalen Tageszeitungen folgenden Artikel las, den ich Euch zur Belustigung auf keinen Fall vorenthalten wollte ...aber lest selber:

"Autoskooter" für Erwachsene,

In Mexico-Stadt darf jeder ohne Führerschein und Prüfung Auto fahren.....

 

... und dementsprechend geht es wohl auch auf den überfüllten, und verstopften Strassen der 22 Milionen Metropole dann zu...

Es gilt das Recht des Stärkeren. Wer zuerst bremst hat verloren...!

Blinken? Unnötig, man wechselt einfach die Spur. Einer wird schon bremsen, oder auch nicht! Das viele verbeulte Blech in Mexico Stadt kann ein Lied davon singen.

 

Fahrradfahrer und Fussgänger haben selber "Schuld" wenn sie sich dem täglichen "Überlebenskampf" aussetzen.

Das tägliche Durcheinander der vier Millionen Fahrzeuge auf den maroden Schlaglochpisten gleicht oft einem "Autoskooter" für Erwachsene. Tarnen und täuschen ist das Prinzip.

Telefonieren, oder sich schminken während der Fahrt? Kein Problem. Hier macht es jeder! Chaos pur auf 4 Rädern!

Die Mehrheit der dortigen Autofahrer würde in Deutschland keine Führerscheinprüfung bestehen.

Sie können auch nicht einparken. Dafür gibt es die Parkplatzeinwinker als typisch mexicanische Berufsgruppe. 

Ampeln werden oft nur als farblich dekoratives Element im Grau des Verkehrsdschungels wahrgenommen, - ohne dabei einen wirklichen Einfluss auf den fliessenden Verkehr zu haben, natürlich.

 

Das alles verwundert einen nicht, wenn man liest, wie einfach man in Mexico Stadt zu einer Fahrerlaubnis kommt..

Der Führerschein ist auf dem Bezirksamt in weniger als einer halben Stunde zu bekommen und kostet umgerechnet knapp 30 Euro!

Der künftige Verkehrsteilnehmer muss lediglich einen Beleg über seinen Wohnsitz nachweisen.

Da wundert es dann niemanden mehr, dass Mexico erst vor kurzem zur Stadt mit dem grössten Verkehrschaos unter 20 Weltmetropolen gekürt wurde.

 

Meine Meinung: Wenn auch in Deutschland oft mal zu viel "reguliert" wird,.... solche Zustände wie in Mexico auch hier?

Lieber doch nicht , oder was meint Ihr dazu?

 

Sabine


09.12.2011 21:28    |    over30    |    Kommentare (8)    |   Stichworte: Auto, Menschen mit Handicap

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Dieser Blog widmet sich Menschen mit körperlichem Handicap, die sich trotzdem den Spass am Auto nicht nehmen lassen, und ihren eigenen Weg gehen.

Ein sehr sensibles Thema.

Gefunden, gelesen, und für Euch in diesem Blog in eigene Worten gefasst.

Der ursprüngliche Artikel stammt aus einer aktuellen Classic Car Autozeitschrift, und zwar der "Auto Bild Klassik", Ausgabe Dezember 2011,

aber lest selber:

 

Er fährt einen giftgrünen Porsche 911 mit H-Kennzeichen. Auffällige Ralleystreifen mit dem Schriftzug "Porsche" zieren die Seiten des Fahrzeugs. Die Fahrgastzelle ist mit gelben Streben zu einem Käfig verstärkt, doch beim Anblick der Schaltung offenbart sich dem Betrachter, dass es sich hier nicht nur um ein sportlich umgebautes Serienfahrzeug handelt, denn die Schaltung des Porsche ist behindertengerecht umgebaut.

 

"Eine Automatikschaltung passt nicht zu dem Charakter des Autos." so lautet die Aussage des Fahrers und Besitzers des Porsche 911.

Der Mann ist 43 Jahre alt, und wurde ohne Beine geboren. Über das Wieso und Warum habe er nie viel nachgedacht, und Selbstmitleid geht für ihn gar nicht.

 

Nicht mobil zu sein, war das grösste Problem in seiner Kindheit und Jugend, als Gleichaltrige Fahrrad und später Moped fuhren.

 

Zur Führerscheinprüfung brachte er sein eigenes Auto mit, wegen des erforderlichen Umbaus.

Sein Traumberuf wäre Automechaniker gewesen, doch auf zahlreiche Bewerbungen kamen immer nur Absagen. So begann der Mann ohne Beine erst selber privat an Autos zu schrauben, bis er nach einigen Jahren Erfahrung den Sprung in die Selbstständigkeit wagte, seinen KFZ-Meister machte, und eine Werkstatt eröffnete.

 

Heute ist er Elektrik-Experte in der Oldtimerwerkstatt seines Sohnes in Ainring bei Salzburg.

 

Es gibt nur eine Sache, die er vermisst, weil er es aufgrund seines Handicaps nicht machen kann, und zwar, ein Motorrad zu fahren.

 

Dafür steigt er dann in seinen Porsche...

 

                                    ***

 

 

Dies ist eins von 4 Beispielen aus dem Orginalbericht, wie sich ein Mensch trotz einer körperlichen Einschränkungen nicht in seiner Passion, dem Auto, einschränken lässt, und für mich schon ziemlich beeindruckend.

Doch die Beschreibung, was ein anderer Mann trotz seines Handicaps, nämlich blind zu sein, trotzdem "stemmt", ist einfach unfassbar für mich als Sehende.

Aber lest wieder selber:

 

Der Mann aus diesem Bericht hat eine eigene Autowerkstatt in den USA, im Staat Illinois, eine knappe Autostunde von Chicago entfernt.

 

An sich nichts besonderes, doch dieser Mann ist von Geburt an blind.

 

In seiner Jugend gab es keinen Platz für Selbstmitleid, und so lernte er früh sich unter Sehenden zu behaupten.

 

Mit 15 fängt er als Aushilfe in einer Autowerkstatt an, und er hat Talent und das Gefühl für die Technik. Und so wird aus ihm ein Schrauber der ein Auto fühlen, riechen und hören kann, aber niemals sehen.

 

Trotzdem hat er heute eine eigene Werkstatt und eine feste Stammkundschaft, die immer wieder mit ihren Autos zu ihm kommt.

 

Alte Technik macht ihm keine Probleme bei der Reparatur, nur mit neueren Fahrzeugen, etwa ab Baujahr 1990 ist es schwierig,- zu viel komplizierte Elektronik.

 

Aber dieses Problem ist ja für alle "alten" Schrauber das gleiche, ob sehend oder blind.

 

Der einzige Unfall, der ihm bislang in seiner Werkstatt passiert ist, ist der Verlust eines Stück seines kleinen Fingers, als er in einen laufenden Keilriemen griff...

 

 

Es gibt Geräte, die den blinden Mechaniker per Sprache bei der "Diagnose" am Auto unterstützen. Geräte die ihm "sagen", ob ein Licht an oder aus ist, oder wieviel Leistung die von ihm gemessene Autobatterie hat.

 

Auf Hilfe vom Staat ist er nicht angewiesen und möchte sie auch nicht. Aber er weiss auch, dass es schon in wenigen Jahren kaum noch Werkstätten wie seine geben wird. Weil an neuen Autos, mit deren immenser Elektronik, Mechaniker wie er, die Fehler hören, statt sie nur per Computer auszulesen, nicht mehr arbeiten können.

 

                                    ***

 

Diese zwei, und auch die anderen beiden Berichte über Menschen mit Handicap und ihrer Liebe zum Auto, haben mich besonders berührt.

Zumal sie sich aus dem üblichen Einheitsbrei über Restaurationen, technischen Daten, Vorstellungen von Fahrzeugen und Fahrberichten so deutlich herausheben.

 

Hier ist der menschliche Faktor im Umgang mit der "Maschine Auto" deutlich wichtiger als das Auto selber. Gerade das macht diesen Artikel so überaus interessant und lesenswert.

Und vielleicht hilft er Menschen ohne Handicap sich mal vor Augen zu führen, wie wenig wir doch meistens darüber nachdenken, dass wir so sind, wie wir sind.

 

Zu diesem Thema fällt mir abschliessend noch ein Zitat ein, das ich Euch hier nicht vorenthalten möchte, weil es meiner Meinung nach so gut hierzu passt:

 

**Es gibt auf der ganzen Welt einen einzigen Weg, den niemand gehen kann außer Dir. Frag nicht, wohin er führt. Geh ihn! **

Friedrich Nietzsche

 

Also, gehen wir alle unseren Weg...

 

Und wie denkt Ihr darüber?

 

Sabine


08.12.2011 22:20    |    over30    |    Kommentare (5)    |   Stichworte: Gänseliesel, Göttingens Wahrzeichen, Universitätsstadt Göttingen

Das Göttinger GänselieselDas Göttinger Gänseliesel

Hallo und Guten Abend,

 

wie Ihr unschwer an der Überschrift dieses Blogs erkennen könnt, möchte ich Euch an dieser Stelle mit einer Dame bekannt machen, die sich damit rühmen kann, tatsächlich das meist geküsste Mädchen Deutschlands oder sogar der Welt  zu sein....

 

Kennt jemand hier dieses Mädchen?

 

@ AHS IMP 1 , Du bist Göttinger und müsstest diese "junge" Dame eigentlich kennen...

 

Wir begeben uns also in die schöne Universitätsstadt Göttingen für ein "Treffen" mit dem kusssüchtigen Mädel.

 

Aber eigentlich ist es nicht sie, die einem Kuss hinterherläuft, denn das könnte sie auch gar nicht...!

Nein, ganz anders, -junge Männer kommen zu ihr, um ihr einen Kuss zu geben, aber sie lässt es sich gern gefallen, und dass nun schon seit dem Jahr 1901 !!!!

 

Also ist diese "Dame" gar nicht mehr so jung, aber immer noch sehr begehrt....

 

Na, ich glaube dann will ich das Rätsel mal auflösen .....

 

Bei der jungen, alten Göttinger Dame handelt es sich um das Wahrzeichen Göttingens, und zwar um eine bronzene Brunnenfigur, die ein zierliches, junges Mädchen mit Gänsen darstellt.

Eine sehr alte Tradition unter Göttinger Studenten sieht vor, dass die jeweiligen Doktoranden nach Abschluss ihrer Prüfung sich mit einem Kuss bei dem Göttinger Wahrzeichen, dem Gänseliesel ( so heisst diese Brunnenfigur ), für ihre Studienzeit in Göttingen "bedanken".

Manche sprechen daher vom Gänseliesel auch von dem am meistgeküssten Mädchen der Welt...

Alles nachzulesen und anzuschauen unter Wikipedia.

 

Soweit so gut, aber was habe ich persönlich mit dem Gänseliesel zu tun? Geboren in Göttingen bin ich schon, aber:

naja, geküsst habe ich das Gänseliesel noch nicht, und werde das wahrscheinlich auch nicht mehr tun in meinem Leben, aber ....

 

Diese so traditionsreiche Figur, das Wahrzeichen Göttingens hatte keine eigene Geschichte ...

Ich meine damit, zu vielen Wahrzeichen von Städten existiert eine Geschichte, eine Erzählung, oder ein Märchen.

Nur das Gänseliesel hatte soetwas nicht ....

 

Bis zum Jahr 2001, denn da initiierte das "Göttinger Tageblatt", die lokale Tageszeitschrift, einen Schreibwettbewerb.

Gefordert war darin, dem Gänseliesel ein "passendes" Märchen im Stil der Gebrüder Grimm sozusagen "auf den Leib zu schreiben".

Alle Laienautoren waren aufgefordert, ihr eigen geschriebenes Märchen an den Verlag des Tageblattes einzuschicken.

Und es sollte, und gab nur ein Siegermärchen.

 

Beurteilt wurden die Einsendungen von einer mehrköpfigen Jury, der auch ein Doktor der Märchenforschung, eine Sprachwissenschaftlerin und mehrere Lektoren/Redakteure des Göttinger Tageblattes angehörten.

 

Und wer hat wohl an diesem Schreibwettbewerb ausser  weiteren fast 300 anderen Einsendern teilgenommen?

 

Richtig! Meine Wenigkeit!

 

Um es kurz zu machen:

Ich habe 2001 diesen Schreibwettbewerb gewonnen, und das Märchen wird in gedruckter und digitaler Form vom Göttinger Tageblatt seither vertrieben.

 

Für alle hier, die nun noch ein bisschen Lust auf eine nächtliche "Märchenstunde" haben, hier das Märchen vom Gänseliesel: 

Viel Spass beim Lesen!

 

Das Märchen vom Gänseliesel

 

Es war einmal ein armer Bauersmann, der hatte drei Töchter.

Die Mädchen waren alle drei recht wohlgeraten, - fleissig, freundlich und schön

anzusehen, ganz so wie ein Vater sich seine Kinder nur wünschen kann. Doch

trotz alledem machte sich der Bauer große Sorgen, ob seine Töchter jemals

würden heiraten können, denn die Familie war so arm, dass man sich die

Austeuer für die Mädchen nicht leisten konnte. Ohne eine ordentliche Aussteuer

würde sich jedoch kein Mann für die Mädchen finden.

Eines Abends saß der Bauer mit seiner Frau im Schein einer Kerze in der Stube

und erzählte ihr von seinen Sorgen: "Ach, wenn wir doch auch einen Buben

hätten, dann wäre vieles leichter! Der Junge könnte sich am königlichen Hof als

Gänsehirt verdingen. Mir ist gerade erst vor ein paar Tagen zu Ohren gekommen,

dass dort ein Gänsehirt gebraucht wird. Mit dem Geld könnten wir dann

wenigstens für eines unserer Mädchen die Aussteuer bezahlen."

Nebenan im Zimmer lag die jüngste Tochter noch wach, und hörte zufällig die

Worte ihres Vaters, die sie sehr traurig machten. Sie dachte eine Weile darüber

nach, was ihr Vater gesagt hatte, und fasste schließlich einen Entschluss.

Am anderen Morgen, als Vater und Mutter auf dem Feld waren, schickte sie ihre

älteren Schwestern unter einem Vorwand aus dem Haus.

Als sie allein war, nahm sie eine Schere, trat damit vor den Spiegel, und schnitt

sich ihre langen, goldblonden Zöpfe ab. Die abgeschnittenen Haare tat sie

sorgsam in eine hölzerne Schatulle. Dann legte sie ihre Kleider ab, zog sich

Hemd und Hose ihres Vaters an, und setzte sich einen alten Arbeitshut auf.

Danach trat sie wieder vor den Spiegel und betrachtete ihr Spiegelbild.

"Ja, so wird es gehen!" sagte sie zufrieden mit dem was sie sah.

Sie packte sie das Nötigste für sich in ein großes Tuch, und vergaß auch die

Schatulle mit den abgeschnittenen Haaren nicht.

Danach verließ sie das Haus, und machte sich auf den Weg zum königlichen

Hof.

Sie war das erste Mal ganz allein unterwegs und fürchtete sich in dem dunklen

Wald, doch nach einiger Zeit kam sie wohlbehalten am Schloß an.

Dort wollte es der Zufall, daß sich drei Buben, die Gänsehirt am königlichen

Hofe werden wollten, gerade vorstellten. Das Mädchen in seiner Verkleidung

stellte sich schüchtern hintenan.

Der Oberhirte war ein sehr strenger Mann, und er hatte an jedem der Bewerber

etwas auszusetzen. Der erste Bub in der Reihe hatte ein lahmes Bein.

"Was machst du, wenn die Gänse dir davonlaufen? Mit deinem lahmen Bein

holst du sie nicht mehr ein, und sie laufen dir davon!" sagte der Oberhirte

ärgerlich zu dem Jungen und schickte ihn weg.

Der zweite Bube war taub. "Was machst du, wenn der Fuchs kommt und die

Gänse erschreckt? Du hörst ihr aufgeregtes Geschnatter ja gar nicht, und der alte

Rotrock hat leichtes Spiel." hatte der Oberhirte an diesem Bewerber auszusetzen

und er schickte auch ihn fort.

Der dritte Bube hatte ein blindes Auge. "Was machst du, wenn dir auf der Seite

wo du nicht sehen kannst Gänse verloren gehen? Du siehst es ja nicht und

kommst womöglich abends nur mit der halben Gänseschar nach Hause!" sagte

der Oberhirte unzufrieden und wollte auch diesen Buben nicht als Gänsehirten

haben.

Dann trat er auf das Mädchen zu. "Und was haben wir hier? Du bist recht klein

und zierlich für einen Jungen. Hast du auch irgendein Gebrechen?"

"Nein." antwortete das Mädchen, und versuchte seine Stimme dabei möglichst

tief klingen zu lassen.

"Du bist wirklich gar zu schmächtig für einen Buben, aber ich will es einmal mit

Dir versuchen. Ab morgen gehst du mit den Gänsen auf die Weide. Du

bekommst dafür einen Groschen in der Woche. Hüte die Tiere sorgsam, so dass

sie nahrhaftes Futter finden und immer satt werden, und bringe sie abends

vollzählig zurück in den Stall. Wehe dir, wenn du eine verlierst! Ich werde sie

dir doppelt vom Lohn abziehen! Schlafen kannst Du in der Kammer gleich

neben dem Stall. Hast du alles verstanden?"

Das Mädchen nickte nur stumm, aber innerlich freute sie sich sehr, dass sie mit

ihrer Verkleidung den strengen Mann getäuscht, und die Stelle bekommen hatte,

denn ein Mädchen, das wusste sie, hätte er niemals als Gänsehirt angestellt.

So kam es, dass sie von nun an jeden Morgen in der Frühe mit den Gänsen auf

die Weide vor den Toren des Schlosses zog, und sie dort bis zum Abend hütete.

Sie machte ihre Arbeit gut, achtete sorgsam darauf, dass keine Gans verloren

ging, und führte sie zu dem frischesten Gras und den besten Kräutern, so dass

die Tiere am Abend immer satt und zufrieden in ihren Stall zurückkehrten.

So ging das eine ganze Weile lang.

Eines Tages jedoch waren die Gänse sehr aufgeregt. Das Mädchen wollte sie wie

gewohnt auf die Wiese am Waldrand führen, doch sie schnatterten laut, schlugen

aufgeregt mit den Flügeln und sahen ängstlich zum Wald hinüber. Sie waren

nicht dazu zu bewegen, in die Nähe der Bäume zu gehen. Das Mädchen glaubte,

dass sich ein Fuchs am Waldrand versteckt hielt, doch plötzlich hörte es

Stimmen aus dem Wald und erschrak fürchterlich.

Schnell kehrte sie mit den Gänsen zum Schloss zurück, denn sie ahnte, dass die

unheimlichen Stimmen aus dem Wald nichts Gutes zu bedeuten hätten.

Der Oberhirte schimpfte sehr, weil sie viel zu früh mit den Gänsen

von der Weide zurück gekommen war, doch sie erzählte ihm

trotz seines Zorns von den merkwürdigen Verhalten der Tiere

und den Stimmen aus dem Wald. Er lachte sie aus. und nannte

sie einen "dummen Angsthasen" und glaubte ihr kein Wort.

Trotzdem erzählte er noch am selben Abend einem Wachmann

der Schlosswache, was der Gänsehirt Merkwürdiges gehört haben

wollte, und der Wachmann erzählte es seinem Oberwachhabenden,

und der erzählte es auch wieder weiter.

Am anderen Morgen hatte sich die Kunde von den Stimmen aus

dem Wald schon bis zum König herumgesprochen. Der König

war ein sehr kluger und umsichtiger Mann, und so schickte er

gleich in der Früh schwerbewaffnete Reiter der Schlosswache in

den Wald. Sie sollten nachsehen, was es mit den Stimmen auf

sich hatte. Nach einer Stunde kehrte ein Bote zum König zurück

und berichtete von Kämpfen. Die Reiter des Königs waren im

Wald auf Raubritter gestoßen, die sich dort versammelt hatten,

um in der nächsten Nacht das Schloß zu überfallen und auszurauben.

Sie waren jedoch von der Schlosswache noch im Schlaf

überrascht und vertrieben worden.

Der König hörte die guten Nachricht und war froh, dass die drohende

Gefahr nun abgewendet war. Er schickte nach dem Gänsehirt,

um sich bei ihm zu bedanken. "Was willst du als Lohn für

deine Aufmerksamkeit haben? Sage mir deinen Wunsch, und

ich werde ihn dir erfüllen.", sagte der König. Das Mädchen antwortete

bescheiden: " Ich möchte nichts für mich. Nur für meine

Familie wünsche ich mir einen Beutel Geld, damit meine beiden

älteren Schwestern heiraten können." Der König nickte und war

mit ihrem Wunsch einverstanden: "So soll es sein.“

Ein Bote brachte am anderen Tag einen Beutel voller Geld zu

der armen Bauersfamilie, doch statt sich zu freuen, beklagte der

Bauer sich bitterlich, daß seine jüngste Tochter vor einiger Zeit

verschwunden sei, und er seitdem nichts mehr von ihr gehört habe.

Zurück am Hof berichtete der Bote seinem König von den

merkwürdigen Worten des Bauern, und da der König nicht nur

ein umsichtiger, sondern auch ein weiser Mann war, machten

ihn die Worte des Boten neugierig. Er begab sich selber in die

Unterkunft des Gänsehirten, als der mit den Tieren auf der Weide

war, und fand dort die hölzerne Schatulle mit den abgeschnittenen

langen, blonden Zöpfen darin. Daraufhin schickte er noch

am selben Abend erneut nach dem Gänsehirten. "Dein Vater erzählte

meinem Boten, daß er seine jüngste Tochter vermissen

würde. Hast du deine Schwester gesehen, oder etwas von ihr

gehört?", fragte der König. Das Mädchen schüttelte nur stumm

den Kopf. Da zog der König ihr den alten Hut vom Kopf, und zum

Vorschein kamen ihre goldenen Haare, ganz so wie die Zöpfe in

der hölzernen Schatulle. Da wußte der König, wen er vor sich

hatte. Er hieß die Küchenfrauen an, Wasser zu wärmen und das

Mädchen zu baden und zu waschen. Danach wurden ihr schöne

Kleider und teurer Schmuck angelegt. So gekleidet und geschmückt

musste sie erneut vor den König treten, und er war erstaunt

über ihre Anmut und Schönheit.

"Wie heißt du?", fragte sie der König freundlich. Das Mädchen lächelte scheu

und antwortete mit einem tiefen, ehrfürchtigen Knicks: "Man nennt mich

des Bauern Liesel, mein König."

In diesem Moment verliebte sich der König in das schöne Bauernmädchen, und

wenig später nahm er sie zur Frau.

Fortan lebten beide glücklich und zufrieden zusammen auf dem Schloss.

Als besonderen Dank und zur Erinnerung an die Rettung des

Schlosses vor den Raubrittern, und zur Ehre der jungen Königin,

liess der König in der Mitte des Markplatzes einen tiefen Brunnen

bohren. Auf ein Podest über diesem Brunnen wurde die bronzene

Figur eines jungen, zierlichen Mädchens, das Gänse hütet aufgestellt.

Die Leute im Schloß nannten die Figur daraufhin bald nur noch das

"Gänseliesel" und verehrten sie sehr.

Das Gänseliesel wurde zum Wahrzeichen des Schlosses, und

die bronzene Figur über dem Brunnen überdauerte viele, viele

Jahrhunderte.

So steht sie auch heute noch auf dem Markplatz der Stadt, die

sehr viel später aus den Resten der alten Mauern des Schlosses

entstanden ist, und ist heute noch deren Wahrzeichen.

 

 

Text: S. L.


07.12.2011 21:46    |    over30    |    Kommentare (37)

dreamtimedreamtime

Hallo und Guten Abend,

 

dies ist also mein allererster Blog hier auf motor talk.

An Alle erstmal hier von meiner Seite aus ein "herzlich Willkommen".

Für die Leser, die mich noch nicht kennen ein paar Info`s zur Vorstellung, damit Ihr wenigstens wisst, wer diesen Unsinn hier verzapft, also:

Ich bin weiblich, wie man unschwer aus meinem Vornamen, der unter allen meinen Beiträgen steht, erkennen kann.

Auf motor talk bin ich "gelandet", weil ich erst vor ein paar Monaten aus einem heftigen Nostalgie-Anfall heraus mir einen 34 Jahre alten Opel Manta B gekauft habe. Komme also aus dem Oldtimer-Forum.www.motor-talk.de/forum/habe-gerade-mein-traumauto-gekauft-t3489446.html

Als Einstieg soll es hier heute Abend einwenig sinnfrei, aber hoffentlich nicht sinnlos zugehen, sozusagen zum "warmschreiben". Schwerere Themen können dann später folgen.....

Da ich ein bekennender Sprüchesammler bin, möchte ich diesen ersten Blog auch mit einem Spruch beginnen, sozusagen ist dies mein "Leitsatz" für alle weiteren Themen:

 

***Die Straße des geringsten Widerstandes ist nur am Anfang asphaltiert.***

Hans Kasper, deutscher Schriftsteller ( 1916 - 1990 )

 

Und nun zum Thema:

Also, ich bin ja nur unwesentlich älter als mein Oldtimer, nämlich Baujahr 1962 und genau das ist das Thema, mit dem ich heute Abend hier meinen Einstieg als Blogger geben möchte: die sogenannte gute alte Zeit, die 50er, 60er Jahre und 70er Jahre.

 

Wenn ich so an meine Kindheit zurückdenke, frage ich mich manchmal wie ich ( und die ganze Generation der 50er bis 70 er Jahre ) überhaupt erwachsen werden konnte, ohne gewisse "Mangelerscheinungen" in Hinsicht auf technische Dinge.

Dass will heißen, wie konnte man aufwachsen ohne Handy, ohne Gameboy, ohne Computer und ohne Internet?

Für die heutige Jugend wahrscheinlich unvorstellbar...!

Aber, und dass möchte ich ausdrücklich betonen, -man konnte, und zwar sehr gut, denke ich!

Ich habe bei Wind und Wetter mit meinen Freundinnen draußen gespielt, bin Fahrrad gefahren, und Rollschuh gelaufen, auf Bäume geklettert ( und auch mal rausgefallen, -die Narbe habe ich heute noch ).

Fernsehen gab es mehr sporadisch, zur Belohnung und auch nicht allzuviele Stunden in der Woche. Die Stars von Raumschiff Enterprise waren meine Vorbilder, Lassy und Flipper liessen grüssen ....

Und das absolute "Highlight" der Woche war am Samstagabend länger aufbleiben zu dürfen, und mit den Eltern am ( Anfang noch schwarz-weiß ) Fernseher das Ohnesorg-Theater gucken zu dürfen ( oder Hänschen Rosenthal mit Dalli-Dalli, oder Kuhlenkampf .... etc. )

 

Wenn man unterwegs telefonieren musste, suchte man die netten gelben Häuschen auf, die überall an der Straße herumstanden, und dann suchte man nach dem passenden Kleingeld ...!

Und wenn man "Zoff" mit einem Klassenkameraden/in hatte, wurde sich auf dem Nachhauseweg "geprügelt". Nichts ernsthaftes, aber manchmal tat es damals auch schon mal weh ....

 

Und Autos hatten noch Heckflossen, kantige Karrosserien die keinen cw-Wert kannten, eine überschaubare Technik unter der Motorhaube und einen "Sound" den ein modernes Auto heute nur noch mit kaputtem Auspuff erzielt .....

Das, und noch viel mehr war die gute alte Zeit.

Wie seht Ihr das? Eure Erfahrungen???

 

Andererseits muss ich zugeben, dass ich heute auf einige technische Errungenschaften nicht mehr verzichten möchte...

Was wären wir ohne das Internet? Jedenfalls nicht hier zusammen auf motor talk.

In diesem Sinne, jetzt seid Ihr dran wenn Ihr was dazu schreiben mögt.

 

LG an Alle hier

Sabine


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*** Die Strasse des geringsten Widerstandes ist nur am Anfang asphaltiert  ***

 

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Mit Menschen umzugehen, Autos, Bücher schreiben, singen, faulenzen&arbeiten, die Natur und Tiere

 

Ich mag nicht:

Intoleranz, dumme Sprüche, Chauvinismus, Brutalität gegenüber Menschen und Tieren