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05.01.2021 19:23    |    andyrx    |    Kommentare (121)    |   Stichworte: 1 (JC), 4x4, Allrad, Eis, Kia, Schnee, Sorento, Winter

Alle Befreiungsversuche führten zu weiterer Schräglage.
Alle Befreiungsversuche führten zu weiterer Schräglage.

Moin Motortalker,

 

 

Ich fahre mit meinen Hunden sehr gerne zur Kissinger Hütte in der Rhön auf 870 Meter Höhe....wunderschön dort ;)

 

Heute erst am späten Nachmittag gefahren und die Zufahrt dort war anders heute.....die ausgefahrene Spur war angetaut und wieder gefroren.

 

Ein VW Touran war in den Seitenraum gerutscht und saß fest....natürlich fahr ich nicht weiter sondern hab Hilfe angeboten denn mit dem Sorento und wirklich guten Winterreifen dachte ich da geht was.

 

Ich hab schnell gemerkt das eben nix geht beim aussteigen merkte ich dass ich es kaum zu Fuß schaffte zu dem Touran zu gelangen so glatt war das ....ich sagte ihm das es keinen Sinn macht weil selbst mit dem Allrad und gesperrten mitteldifferential keinerlei Traktion vorhanden war.

 

Bei Anfahrversuch kam der Sorento dann schräg und rutschte trotz getretener Bremse in der Seitenraum und da es kein Pulverschnee sondern Pappschnee und so war schnell das Profil zugesetzt :o

 

Es sieht auf den Bildern sicherlich spektakulärer aus als es ....nirgendwo angestoßen oder etwas kaputt gegangen nur im nassen Tiefschnee ging es halt nicht weiter.

 

 

So kam ich bei Befreiungsversuch rückwärts einfach nicht mehr frei trotz bester Winterreifen ,alle Abschleppversuche mit anderen Allradfahrzeugen schlugen fehl ( weil selbst null Traktion ) und verstärkten die Schräglage noch....es waren dann ungefähr 20 hilfsbereite Leute versammelt mit allen möglichen Ideen.

 

Seile und Gurte gab es reichlich ( hatte selbst 2 dabei ) aber jedes Autos was wir davor spannten hatte keinerlei Grip .....Audi a6 RS oder Subaru nichts ging.

 

Also erstmal mit Spaten viel gegraben und den festgebackenen Schnee unterm Auto entfernt.

 

Am Ende haben wir in freibekommen indem wir eine Verbindung zu einem dem Heck gegenüberliegenden Baum geschaffen haben und diese Querverbindung hinten Links mit einem Ford Ranger dann umgelenkt quasi angezogen haben.

 

Ingesamt waren wir ungefähr 1 Stunde damit befasst zuerst den gestrandeten VW Touran und dann den Sorento freizubekommen .....aber wie gesagt vorher war der Touran dran und musste aus dem Weg.

 

Spannende Geschichte die aber auch zeigt ....wenn es wirklich hart kommt nutzt der Allrad unter Umständen weniger als Ketten ....denn nur damit bekomme ich irgendwie noch Grip unter solchen Umständen auf den Boden und kann auch noch etwas Traktion beim Bremsen erzielen.

 

Naja am Ende mit Köpfchen und Glück und Geschick den 2 Tonner frei bekommen und wurde daran erinnert ....auch mit Allrad kann es knifflig werden —} spätestens wenn das Auto trotz getretener Bremse nicht zu halten ist weiß man da ist jetzt etwas Demut vor dem spiegelglatten Eis angesagt :o

 

Naja ging ja alles gut am Ende und so hab ich mal wieder etwas erlebt was lohnt hier aufzuschreiben :p

 

Grüße Andy

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05.01.2021 20:11    |    Dynamix

Allrad ersetzt halt weder gute Reifen, noch Schneeketten. Dir bringt es ja nix wenn sich die Kraft auf alle 4 Reifen verteilen kann wenn die alle keinen Grip haben ;)


05.01.2021 20:15    |    andyrx

@dynamix

 

Vollkommen richtig ....und auf der Bremse sind alle gleich ;)

 

Die Cooper WRSC Wintereifen auf dem Kia haben 9mm Profil und sind neuwertig ...mehr geht von der Reifenseite her nicht .

 

Ketten wären das einzige gewesen was geholfen hätte....hatte aber keiner dabei :o

 

Die enorme Schräglage kam durch die Anschleppversuche ....wobei der Kia immer mehr quer kam ;)


05.01.2021 20:17    |    Dynamix

Vielleicht sollte ich mir auch mal ein paar Ketten besorgen bevor ich mal in irgendein schneereiches Gebiet fahre.

 

Mache ich aber ehrlicherweise so gut wie nie.


05.01.2021 20:23    |    andyrx

Zitat:

@Dynamix schrieb am 5. Januar 2021 um 20:17:46 Uhr:

Vielleicht sollte ich mir auch mal ein paar Ketten besorgen bevor ich mal in irgendein schneereiches Gebiet fahre.

 

Mache ich aber ehrlicherweise so gut wie nie.

Normaler Pulverschnee ist auch unkritisch da pflügt der Kia als auch mein Dacia Duster durch selbst wenn der bis zum Stossfänger reicht....aber vereiste Spur die erst angetaut war und glatt gefahren war und dann anfriert ist wie Bob Bahn ....und der Schnee im Seitenraum ist nasser Pappschnee gewesen.

 

Das ist eher seltene Konstellation aber heftig.

 

Grüße Andy


05.01.2021 20:43    |    PIPD black

Die Ketten dabei zu haben, bringt aber auch nix, wenn man sie nicht mehr anlegen kann.

 

Ich bin mir jetzt gar nicht sicher, aber die Ketten, die ich mir für den Ränger und Schweden zugelegt habe, brauchen auch noch etwas Fahrtweg, um sich selbst zu spannen. Ob das richtig gelingt, wenn der Karren auf der Stelle scharrt, weiß ich nicht. Ob Ketten aber auf Eis taugen, vermag ich auch nicht beurteilen.


05.01.2021 20:47    |    andyrx

Im Pappschnee ( Profil setzt sich zu ) oder auf vereister Piste sind Ketten schon ne große Hilfe ....;)

 

Im Pulverschnee ist das alles kein Thema da bin ich schon durch gepflügt bei ganz anderen Schneehöhen....aber heute war sehr speziell


05.01.2021 20:54    |    Dynamix

Zitat:

@PIPD black schrieb am 5. Januar 2021 um 20:43:17 Uhr:

Die Ketten dabei zu haben, bringt aber auch nix, wenn man sie nicht mehr anlegen kann.

 

Ich bin mir jetzt gar nicht sicher, aber die Ketten, die ich mir für den Ränger und Schweden zugelegt habe, brauchen auch noch etwas Fahrtweg, um sich selbst zu spannen. Ob das richtig gelingt, wenn der Karren auf der Stelle scharrt, weiß ich nicht. Ob Ketten aber auf Eis taugen, vermag ich auch nicht beurteilen.

Das man die anlegen sollte BEVOR man feststeckt hatte ich jetzt mal als Konsens angenommen. Scheinbar doch nicht :D :p


05.01.2021 20:58    |    PIPD black

Naja, da täusch dich mal nicht. Kann mir gut vorstellen, dass es einige Fahrzeuge gibt, die so dastehen wie Andyrx und die Ketten im Kofferraum aber sie aus Bequemlichkeit nicht angelegt haben.

 

Vieles was man mitschleppt, dient doch nur der Gewissensberuhigung oder zum Schutz vor Bußgeldern.

Für Schweden kaufte ich mir Feuerlöscher, Schneeschaufel, nen kombinierten Schneebesen/Eiskratzer und eben die Ketten. Gebraucht habe ich nix davon.


05.01.2021 21:12    |    andyrx

Die Situation war so nicht vorhersehbar ( hab auch keine Ketten dabei ) denn dass es an diesem Stück so vereist war hab ich erst richtig gemerkt als ich gestoppt habe um dem Touran zu helfen.

 

Solange ich bergauf gefahren bin und nicht bremsen musste war alles gut und hätte ich auch dieses Stück ohne Probleme passieren können ;)

 

Aber erneut anfahren aus dem Stand an der Steigung war hoffnungslos


05.01.2021 21:18    |    BLiZZ87

Da helfen ja fast nur Spikes. Muss man aber selber erstmal erlebt haben, damit man weiß wie schlimm sowas werden kann wo selbst der Hund auf allen 4 Pfoten ausrutscht.


05.01.2021 21:27    |    andyrx

Zitat:

@BLiZZ87 schrieb am 5. Januar 2021 um 21:18:03 Uhr:

Da helfen ja fast nur Spikes. Muss man aber selber erstmal erlebt haben, damit man weiß wie schlimm sowas werden kann wo selbst der Hund auf allen 4 Pfoten ausrutscht.

Ja das war stellenweise so dass selbst die Hunde gut zu tun hatten voran zu kommen ...;)


05.01.2021 21:37    |    ElHeineken

Oha ..


05.01.2021 21:47    |    andyrx

Naja ist kein Wunder ....viele Touristen unterwegs die Spur ausgefahren haben....dann angetaut und wieder gefroren mit ganz dünner neuschneeauflage :o

 

So sah das normal aus vorgestern siehe Bild


Bild

06.01.2021 07:22    |    AgilaNJOY

Gut, dass niemand wirklich geschädigt wurde!

Viele glauben ja, dass 4x4 immer hilft (ich wohne in der Schweiz, in unserem Kanton haben 47% der Autos Allrad), aber speziell beim Bremsen haben manche dann eher Nachteile durch höheres Gewicht und verspannte Antriebe...

 

Hatte auch mal Blitzeis auf der Strasse (so 1999), da konnte man beim wegfahren dann auch sehen, wer fahren konnte und wer nicht - unabhängig vom Antriebskonzept. Der BMW vor mir kam - nachdem wir alle einen frontgetriebenen R19 mühsam weggeschoben hatten - trotz Heckantrieb ohne Sperre gut weg und auch mein MX-5 mit Heckantrieb und Torsen-Sperrdiff hatte keine Probleme.

 

Schön war und ist es zu sehen, dass die Menschen in Extremsituationen hilfsbereit sind und gemeinsam nach Lösungen suchen ;)


06.01.2021 08:44    |    Goify

Spikereifen wären eine Alternative. Ich fahre nur so (auf dem Fahrrad). Damit verliert insbesondere Glatteis seinen Schrecken. Nur bei viel Schnee wird es schwierig und da helfen auf dem Auto nur noch Schneeketten.


06.01.2021 09:04    |    kappa9

An manchen Stellen bei Glatteis geht halt nichts mehr ohne Ketten oder Spikes.

Aus eigener Erfahrung: Ketten (Kreuzspur mit Mittelstegen) wirken bei langsamer Fahrt auch sehr gut auf blankem nassen Eis.

Allradantrieb fahre ich seit über 25 Jahren und möchte nichts anderes mehr, wohlwissend, dass man damit auch nicht alles kann.

 

Zum Bremsen: Allradantrieb hat schon einen (geringeren) Vorteil auch beim Bremsen.

Viele vergessen, dass das Schleppmoment des Motors beim Gaswegnehmen zusätzlich auf die Antriebsräder wirkt und dadurch das ABS weniger fein regeln kann.

Auch eine elektronische Schleppmomentkontrolle als erweiterter Bestandteil des ABS/ESP/ASR bei einigen Fahrzeugen kann diesen systematischen Nachteil nur bedingt ausgleichen.

 

Gut, dass nicht mehr passiert ist.

Ich hoffe am Fahrzeug sind unten keine Schäden an Leitungen usw.

 

 

p.s.: Das Gefühl stehend mit getretener Bremse zu rutschen kenne ich noch sehr gut aus meinen LKW-Zeiten.

A45 irgendwann Mitte der '80er. Starker Schneefall bei Lüdenscheid, plötzlich Stau und Stillstand auf geschlossener Schneedecke am Berg. Der Schnee unter den Reifen des 3-Achs 22to begann zu schmelzen und bildete eine nasse Eisschicht. Der LKW begann mit getretener Bremse wie in Zeitlupe rückwärts zu rutschen. Einzig durch voll eingeschlagenes Lenkrad verkeilte sich dann die Kante der Vorderreifen im Untergrund. Mehrere Stunden mit laufendem Motor und Fuß auf der Bremse. Dann noch oberschlaue Meckerer "Stell mal deinen Motor ab" - Jo, wenn Du meine Karre in deine geschoben haben willst, ansonsten puste mir mal 8 Bar in die Kessel...

:-)

Das ist ein echt mieses Gefühl, wenn Du nichts machen kannst - nichtmal den Fuß abstellen


06.01.2021 09:41    |    nordlicht

Auf so viel Eis hilft erfahrungsgemäß eigentlich nur kübelweise Sand!


06.01.2021 10:51    |    WorldEater666

Na da hat's mal etwas Abenteuer abseits vom Alltag gegeben. ;)

 

Was mich eher wundert... fahren da so viele Touris die verschneiten Wege rauf und runter, oder ist das nicht weit von befestigten/geräumten Straßen gewesen?

 

 

Bzgl. rutschen trotz stehender Räder hatte ich mal innerorts bei Glatteis in einer 90°-Kurve.

War zum Glück nicht schnell und eher lustig... wenn man so mit gefühlten 2-3 km/h langsam auf einen Baum zu rutscht und dann an diesem mit einem leisen "Plock" zum stehen kommt. Lediglich das Kennzeichen war etwas eingedellt.

Da fühlt man sich wie im Cartoon.

 

Und mit Frontantrieb im ersten Gang bei Standgas und durchdrehenden Rädern bergauf im Stillstand. :D


06.01.2021 11:59    |    Quertraeger

Na ja, man sollte halt auch nicht mit einem Allrad-Fahrzeug und seinen eigenen Fahrkünsten an die Grenzen gehen. :rolleyes: Wenn man selbstverschuldet im Schnee stecken bleibt, dann wahr wohl irgend etwas falsch. :D Aber viele Zeitgenossen sind ja der Meinung, dass sie bis zum Gipfel fahren müssen, statt ein paar Meter zu laufen . :o Und wenn man so einen Blog auch noch ins Netz setzt, dann muss man sich nicht darüber wundern, wenn der Verfasser Kritik und Häme erntet.


06.01.2021 12:36    |    fire-fighter

@andyrx

We nn Du öfter solche Situationen hast und eine schnelle Lösung auch für Eis suchst, dann googlle mal nach "Spikes Spider"

Die sind zwar nicht ganz billig, aber geben Grip auf Eis und sind in Sekundenschnelle aufgezogen. Man muss nur im Vorfeld die Adapterplatten montieren. Ich habe die selber jahrelang gehabt, als ich noch regelmässig in den Alpen war. Selbst auf Blitzeis hat man noch Traktion...


06.01.2021 12:50    |    el lucero orgulloso

Zitat:

@Dynamix schrieb am 5. Januar 2021 um 20:17:46 Uhr:

Vielleicht sollte ich mir auch mal ein paar Ketten besorgen bevor ich mal in irgendein schneereiches Gebiet fahre.

Sowas würde ich immer relativ spontan entscheiden, je nachdem, für wie lange es wo genau hingehen soll und wie dort so die Wettervorhersage ist.

 

Ich bin ja leidenschaftlicher Winterurlauber und in Österreich haben wir noch nie Ketten benötigt – mein Vater hatte zwar meist welche dabei, allerdings wäre ich mir fast sicher, dass er (und ich ganz nebenbei auch) im Fall der Fälle ratlos wäre, wie man diese überhaupt anlegt.

Womit wir ganz nebenbei beim nächsten Thema wären: Man sollte sich mit der Bedienung der Ketten idealerweise vertraut gemacht haben, bevor man überhaupt in die Situation kommt, auf sie angewiesen zu sein. :rolleyes: :)


06.01.2021 13:32    |    bermuda.06

Zitat:

@AgilaNJOY schrieb am 6. Januar 2021 um 07:22:57 Uhr:

 

Schön war und ist es zu sehen, dass die Menschen in Extremsituationen hilfsbereit sind und gemeinsam nach Lösungen suchen ;)

Das wundert mich leider an der Story am meisten. War das wirklich in Deutschland? ;) Solche Hilfbereitschaft sieht man hier fast nirgends.

 

Selbst bei z.T. mittelschweren Verkehrsunfällen hält noch nicht mal jemand an, um zu fragen, wie es den Personen geht. Auch nicht wenn noch kein Helfer da ist und die Personen noch im Auto sind.

 

Ich war schon bei 3 Unfällen „Ersthelfer“ obwohl vor mir schon viele teils dutzende Fahrzeuge vorbei gefahren bzw. gar durch die Unfallstelle durchgezirkelt sind.

 

Deshalb bete ich, dass ich niemals in die Situation eines Unfalls komme, bei der ich auf die Hilfe anderer angewiesen bin. Nicht in dieser egoistischen Gesellschaft.

 

Daher immerhin ein toller Lichtblick diese Aktion


06.01.2021 13:36    |    andyrx

@Quertraeger

 

Ich habe hier weder Spott noch Häme bekommen....:p

 

Ich fahre den unbefestigten Weg zum Plateau ( 3 km von der Straße nach oben ) sehr oft um mit den Hunden spazieren zu gehen....

 

Wäre ich ohne Stopp weitergefahren wäre das auch möglich gewesen....der Stopp erfolgte um einem anderen ( dem Touran ) zu helfen....um schnell festzustellen das dies nicht gehen wird ( zumindest nicht bergauf weil viel zu glatt ) beim erneuten anfahren geriet bei null vortrieb das Fahrzeug in den Tiefschnee seitlich weil er seitlich wegzog.

 

Die Schräglage kam erst bei Bergeversuch des Audi RS6 zustande den Sorento rückwärts rauszuziehen und so musste nach anderen Lösungen und Wegen gesucht werden um den Kia frei zubekommen ....wirklich gefährlich war es zu keiner Zeit ,auch wenn es spektakulären Anblick bot ,aber ein kleines Abenteuer war es und Köpfchen das Problem zu lösen war auch gefragt....:p

 

Was nehme ich aus der Aktion gestern mit .....die große Hilfsbereitschaft ( die aber Koordination erfordert ) und die Tatsache das Schnee nicht gleich Schnee ist ....in Pulverschnee wäre das andere Sache gewesen und der Zustand der Piste war ganz andere als am Vortag.

 

Hohes Gewicht ist bei Glätte ein echtes Handicap weshalb mir gestern der Duster 4x4 weit lieber gewesen wäre.....ideal wäre in der Situation ein kleiner alter Fiat Panda 4x4 mit 750kg gewesen

 

Ich poste hier keine Stories um mir nur Anerkennung abzuholen sondern um andere daran teilhaben zu lassen wie ein Missgeschick eintreten kann und wie es gelöst wurde......meine Follower in diesem Blog wissen darum und deshalb hab ich auch kein Problem hier so etwas aufzuschreiben ....der eine mag es und der andere nicht ;)


06.01.2021 13:36    |    cepheid1

Kurze Info die gerne vergessen/übersehen wird in solchen Diskussionen:

 

Bei permanenten Allrad Antrieben wird die Motorbremse auf alle 4 Räder verteilt, nicht wie bei Front- oder Hecktrieblern nur auf der angetriebenen Achse.

 

Im hohen norden wohnend ist mir bislang viel Schnee und Eis erspart geblieben. Ich habe aber oft gutes von "Schneesocken" gehört. Bei meinen Allrad Fzg sind Schneeketten nicht zugelassen. Falls ich mal in den Winterurlaub fahren sollte, wäre das ja eine Anschaffung wert oder?


06.01.2021 13:45    |    Goify

Heute hatte ich großes Glück, denn die Straßen wurden vor mehreren Stunden zuletzt geräumt und ich kam so gerade eben die Berge hoch. 70 % Last auf der Vorderachse sind ganz praktisch, aber nicht gegenüber unserem Subaru. Das nächste Auto hat wieder Allrad, weil es auf 750 m Höhe mit Frontantrieb einfach recht blöd ist, wenn man zu Fuß 3 km laufen muss, weil das Auto zum Stehzeug verkommt.


06.01.2021 13:48    |    WorldEater666

Zitat:

@bermuda.06 schrieb am 6. Januar 2021 um 13:32:35 Uhr:

Zitat:

@AgilaNJOY schrieb am 6. Januar 2021 um 07:22:57 Uhr:

 

Schön war und ist es zu sehen, dass die Menschen in Extremsituationen hilfsbereit sind und gemeinsam nach Lösungen suchen ;)

Das wundert mich leider an der Story am meisten. War das wirklich in Deutschland? ;) Solche Hilfbereitschaft sieht man hier fast nirgends.

 

Selbst bei z.T. mittelschweren Verkehrsunfällen hält noch nicht mal jemand an, um zu fragen, wie es den Personen geht. Auch nicht wenn noch kein Helfer da ist und die Personen noch im Auto sind.

 

Ich war schon bei 3 Unfällen „Ersthelfer“ obwohl vor mir schon viele teils dutzende Fahrzeuge vorbei gefahren bzw. gar durch die Unfallstelle durchgezirkelt sind.

Der Unterschied bei den beiden Situationen ist, dass man bei mittelschweren Verkehrsunfällen mit einer eher unangenehmen Situation konfrontiert wird, die zum einen ein gewisses Maß an Verantwortung abverlangt und zum anderen evtl. auch überfordern kann ("Wem helfe ich zuerst?").

 

Ein im Schnee feststeckendes Fahrzeug, mit relativ entspannten Leuten rundherum, von denen offensichtlich keiner verletzt ist, ist mehr Attraktion als alles andere.

Da kann man nicht viel falsch machen und auch ungeniert den Schaulustigen spielen, der gute Tipps gibt. ;)


06.01.2021 13:50    |    andyrx

Reine Geländewagen/Pickups mit einfachen zuschaltbaren Allrad sind im Gelände gut damit aufgestellt .....Schnee und Eis jedoch eher nicht.

 

Da ist fast jedes SUV mit seinem automatischen /offenen Allrad meist besser dran ....denn der Allrad ist dann da wenn er gebracht wird und da meist offenes mitteldifferential besser lenkbar bei Eis und Schnee .

 

Der einfache zuschaltbare Allrad vieler Offroader sperrt das Mittendifferential in 50/50 und mag deshalb keine Kurven will immer geradeaus und sorgt damit bei Glätte für kniffliges Fahrverhalten.

 

Deshalb bin ich mit dem Sorento mit offenen Mitteldifferential im Schnee unterwegs und nutze die 50/50 Sperre nur zum wühlen wenn maximale Traktion gefragt ist.....in dem pappigen Tiefschnee jedoch hat das nix mehr genutzt ;)


06.01.2021 14:13    |    PIPD black

Zitat:

@el lucero orgulloso schrieb am 6. Januar 2021 um 12:50:36 Uhr:

Womit wir ganz nebenbei beim nächsten Thema wären: Man sollte sich mit der Bedienung der Ketten idealerweise vertraut gemacht haben, bevor man überhaupt in die Situation kommt, auf sie angewiesen zu sein. :rolleyes: :)

Guter Tip.

Ich habe meine Ketten auch vor der Urlaubsfahrt mal anprobiert. Im Trockenen und noch bei gutem Wetter war das echt besser zu erforschen als im "Ernstfall". Und trotz Bilderchenanleitung ist es trotz relativ simplen Mechanismus beim 1. Versuch alles andere als selbsterklärend.

 

Was die Unfallhilfe angeht, bin ich auf der einen Seite zwar immer wieder überrascht aber andererseits auch wieder nicht, wenn ich sowas hier lese.

 

Ich hab es auch erlebt, wie Leute an Unfallstellen vorbeifahren und nicht reagieren. Habe aber auch schon echte Menschenaufläufe von Helfern und Helfenden erlebt. Manchmal auch erst, wenn einer das "Heft in die Hand nahm". Zudem bin ich auch niemand, der einfach so vorbei fahren und das Geschehen ignorieren kann. Wo ich helfen kann, helfe ich. Wenn keine Hilfe gewünscht wird, fahr ich weiter.


06.01.2021 14:24    |    andyrx

Zitat:

@Goify schrieb am 6. Januar 2021 um 13:45:55 Uhr:

Heute hatte ich großes Glück, denn die Straßen wurden vor mehreren Stunden zuletzt geräumt und ich kam so gerade eben die Berge hoch. 70 % Last auf der Vorderachse sind ganz praktisch, aber nicht gegenüber unserem Subaru. Das nächste Auto hat wieder Allrad, weil es auf 750 m Höhe mit Frontantrieb einfach recht blöd ist, wenn man zu Fuß 3 km laufen muss, weil das Auto zum Stehzeug verkommt.

Ist nachvollziehbar bei 750 Meter Höhe;)

 

Da ist Winter halt doch noch öfter mal Winter und wenn man mal dann den Komfort und die Sicherheit eines guten Allradantriebs wie vom Subaru gewohnt war käme mir da auch im Winter nix mehr ohne 4x4 auf den Hof ;)


06.01.2021 14:35    |    cepheid1

Zu den Unfällen, ich selbst helfe sofort wenn ich kann und nehme aktiv das Zepter in die Hand, verteile Aufgaben an andere Helfer, die bereit sind. Sowas trainiere ich auch regelmäßig bei der Arbeit.

 

Ich habe aber Unfallstellen schon mal zu spät gesehen/erkannt um noch sicher anhalten zu können. Kannst ja schlecht auf der Autobahn mit Vollbremsung anhalten und 500m auf dem Standstreifen zu Fuß zurück rennen.

 

Für die hinter mir mag das so ausgesehen haben, dass ich einfach weiter gefahren bin. Für mich galt in dem Moment Selbstschutz und Schutz anderer Unbeteiligter geht vor.

 

Ich will keineswegs Hilfe Verweigerer verteidigen, im Gegenteil. Man darf aber vorbei fahrende nicht pauschal verurteilen.


06.01.2021 14:41    |    andyrx

Ist auch immer die Frage ob schon andere zu Hilfe geeilt sind ....wenn man nicht rechtzeitig halten kann ( ist mir auch schon passiert ) dann zumindest die 110 wählen und Unfall melden bzw. Bescheid sagen....auch das ist Hilfe leisten ;)

 

Was wirklich selten geworden ist Pannenhilfe ....wohl auch weil man da kaum was helfen kann und die meisten heute mit handy unterwegs sind und ADAC anrufen können ;)


06.01.2021 20:00    |    Grasoman

Zitat:

Spannende Geschichte die aber auch zeigt ....wenn es wirklich hart kommt nutzt der Allrad unter Umständen weniger als Ketten ....denn nur damit bekomme ich irgendwie noch Grip unter solchen Umständen auf den Boden und kann auch noch etwas Traktion beim Bremsen erzielen.

Mein Reden seit '45. :D Entscheidend ist Traktion unter den Rädern, beim Fahren, Bremsen, Lenken. Und da sind die Reifen wichtig. Und dann das, was auf dem Reifen ist. Schon immer empfehle ich daher Schneeketten (flexibel oder starr) oder Schneesocken - die sind an sich statt Allrad das bessere Utensil, wenn es wirklich verschneit und glatt ist, eben weil das auch beim Lenken und Bremsen hilft.

 

Zitat:

Die Cooper WRSC Wintereifen auf dem Kia haben 9mm Profil und sind neuwertig ...mehr geht von der Reifenseite her nicht .

Naja, da geht es noch weiter in der Skala, denn es gibt noch:

A/T-Bereifung (All Terrain-Bereifung) - Straße und Gelände

M/T-Bereifung (Mud Terrain-Bereifung) - bevorzugt nur noch für Gelände

und

Spike-Bereifung (Skandinavien, AT/CH => erlaubt, DE => verboten)

 

Wer also wirklich will, hat noch Optionen bei einem Fahrzeug, wo man die Geländegängigkeit verbessern will.


06.01.2021 20:28    |    andyrx

@Grasoman

 

Gebe dir in vielen Punkten recht .....

 

Jedoch sind auf Schnee gute Winterreifen mit Lamellen das Maß der Dinge und den Offroad Reifen deutlich überlegen .

 

Bei Eis helfen nur Spikes ( nicht erlaubt ) oder Ketten ....

 

Schnee ist auch nicht gleich Schnee ....im lockeren Pulverschnee kann der Schnee bis zum Stossfänger reichen und der Allrad meistert das....Sulz oder Pappschnee ist wie Matsch der das Profil zusetzt und weit problematischer.

 

Kommt dann noch das hohe Gewicht der Offroader hinzu wird es knifflig ....deshalb hätte ich gestern besser den Dacia Duster 4x4 ( gleiche Bodenfreiheit wie Sorento von 21cm ) genommen weil mit 600 kg weniger leichter zu bergen als der schwere Sorento.....dem man das Gewicht vor allem auf der Brense anmerkt ;)


06.01.2021 20:32    |    kappa9

AT Bereifung ist mehr als mäßig schlecht auf Schnee

Unter anderem deshalb werden diese „M&S“ ohne Schneeflocken-Berg Symbol nicht mehr als WR zugelassen

 

Meist fehlen den AT die Lamellen und die Gummimischung ist auch anders.

Ebenso oftmals auch zu niedrige Geschwindigkeitsbegrenzung

 

Auf den o.g. Bedingungen hätten nur Spikes oder Schneeketten geholfen.

 

Und: für mich ist es keine Oder-Entscheidung zwischen Schneeketten und Allrad.

Ich habe beides: 4 angetriebene Räder und bei Bedarf 4 Ketten (König)


06.01.2021 20:37    |    the_WarLord

Hm, Allrad. Beim bremsen gleich schlecht oder noch schlechter als Front- oder hinten angetriebene Fahrzeuge. :D


06.01.2021 20:44    |    andyrx

Zitat:

@the_WarLord schrieb am 6. Januar 2021 um 20:37:32 Uhr:

Hm, Allrad. Beim bremsen gleich schlecht oder noch schlechter als Front- oder hinten angetriebene Fahrzeuge. :D

Wenn Räder blockiert sind und es geht dennoch rückwärts dann ist egal welcher Antrieb davor ist :p


06.01.2021 21:07    |    kappa9

Zitat:

@the_WarLord schrieb am 6. Januar 2021 um 20:37:32 Uhr:

Hm, Allrad. Beim bremsen gleich schlecht oder noch schlechter als Front- oder hinten angetriebene Fahrzeuge. :D

Das stimmt so einfach nicht. Siehe weiter oben.


06.01.2021 22:21    |    the_WarLord

Du meinst die Passage mit dem Motorschleppmoment?


07.01.2021 00:50    |    _RGTech

Ketten sind im Skiurlaub schon seit den 80ern immer dabei. Gut, damals waren wir noch mit BMW 323i und 190er 2.3 unterwegs und die Winterreifen waren nicht wie heut... die Winter auch nicht :D

Später mit dem allradgetriebenen Isuzu Trooper - oder war's schon der Frontera - hatten wir dann trotz Ketten auch mal den Aha-Moment, dass viel Gewicht und hoher Schwerpunkt auf einer ungeräumten Bergstraße (im Schatten, wo der aufgetaute Schnee von den sonnigeren Stücken wieder anfrieren kann) abwärts auch bei 2H-Stellung des Allrads einfach ihre Grenzen haben.

 

Nun ja, man lernt. Auch im Octavia gehen die Ketten im Winter immer mit, wenn es nach Österreich geht. Bisher waren sie nicht nötig - Allrad und Reifen sei Dank - aber es könnte ja mal so weit kommen. Wenn man wie im Beispiel merkt, dass es nicht mehr vorangeht, und man zum Spannen noch etwas fahren muss, hat man ja meistens noch etwas Weg nach hinten. (Bisschen Risiko muss doch auch sein und wir sind auch bisschen faul! :D)

 

 

Bei Blitzeis hilft das natürlich auch nicht, ich bin wie @WorldEater666 auch schon mal auf der Ebene nach einer Brücke (Wohngebiet) 90° rechts abgebogen. Nunja, die Fahrzeugausrichtung an sich stimmte, das Bewegungsmoment hat das Manöver allerdings nicht ganz mitgemacht - bin in Zeitlupe seitlich vorwärts geschliddert, mit beiden linken Reifen zeitgleich gegen den Bordstein gedotzt, und von dort wie eine Billardkugel wieder nach vorn rechts gerutscht :eek: Anfahren am Hang bei einer ähnlichen Situation war dann auch die Feuertaufe fürs ASR; mit ging fast nichts, ohne definitiv gar nichts. Aber hättet ihr etwa die Dame erst oben in der Seitenstraße rausgelassen bei dem Wetter, anstatt direkt vor dem Grundstück? Eben... :D

 

 

Zum Abschluss noch was aus dem Januar 2010: da hat ein Fronttriebler die Straße verlassen und wir kamen zu Hilfe. Die Idee, den mit Allrad (im Golf) rauszuziehen verwarfen wir - um nicht in der selben Situation zu enden wie man sie oben sieht :)

Schlussendlich halfen alle gesammelten Fußmatten unter den Reifen und sehrsehr viel Schwung.

Da waren aber auch (fast) keine Bäume drumrum...


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