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23.09.2014 22:44    |    Andi2011    |    Kommentare (64)    |   Stichworte: Raritäten aus der Garage

Nach einer über dreimonatigen Zwangspause meldet sich der Andi2011 Blog mit einem ersten Lebenszeichen zurück und wie ich hoffe,mit einem Lebenszeichen, dass euch gefällt!

Aber nun zum Thema:

 

In der Reihe "Raritäten aus der Garage" stelle ich euch immer wieder ein paar Autos aus der Garage meines Schwiegervaters vor, die Größtenteils als Youngtimer zählen oder den Oldtimer Status schon erreicht haben oder ein besonders seltenes Stück darstellen. Im heutigen Teil stelle ich euch einen "brandneuen Garagenzuwachs" vor, einen - Audi GT Coupé B2

 

 

Das Audi Coupé baute auf dem Audi 80 auf, unterscheidet sich bis zur A-Säule aber nicht wesentlich von seinem Plattformbruder.

Das Coupé hat eine flacher gestellte Frontscheibe, flachere Seitenscheiben und natürlich ein Schrägheck mit kleiner Heckklappe. Das Audi Coupé gab es als "GT" mit 5-Zylindermotoren oder als "GL" mit den bekannten 4-Zylindermotoren aus dem Audi 80 B2.

Die GT waren anfangs immer zweifarbig und die GL einfarbig,später ab 1984 fiel dieses Merkmal weg.

 

 

Ab Ende 1982 gab es bessere Scheinwerfer mit Reflektoren und eine neue Elektrik aus dem Audi 100 Typ 44.

Das zweite und umfangreichere Facelift fand aber 1984 statt. Stoßstangen, Seitenleisten und einiges mehr wurden modifiziert, es kam eine zweiteilige Schwellerabdeckungen aus Kunststoff zum Einsatz, Kühlergrill sowie Scheinwerfergläser wurden leicht abgeschrägt. Die Rückleuchten und das durchgehende Leuchtenband wurden schwarz eingefärbt. Der Heckspoiler vom Quattro wurde verbaut. Auch im Innenraum gab es deutliche Veränderungen am Armaturenbrett und im Cockpit, außerdem gab es neue Stoffe und Veloursitze aus dem Audi 80, die GT Sportsitze gab es gegen Aufpreis im GL.

 

 

Dieses Audi GT Coupé B2 war ein absoluter Zufallsfund:

 

Eigentlich wollten wir uns einen Mercedes W201 ansehen, der aber in einem völlig anderen Zustand war als erwartet und eigentlich nur noch für den Schrott taugte. Als wir frustriert wieder fahren wollten, fiel uns auf der anderen Straßenseite nicht weit entfernt sofort der B2 in einer offenen Garage auf und jemand der davor kniete und das hintere Nummernschild abschraubte - direkt hin und nett gefragt...

Der nette Herr berichtete, das er den B2 im Auftrag seines Onkels verkaufen werde, der Besitzer sei in einigen Wochen 80 Jahre alt und habe sich schweren Herzens entschieden, nicht mehr zu fahren, die Augen, die Reaktionen...ob wir Interesse hätten?

 

 

Natürlich hatten wir!

 

Kurzum - kurze Zeit später saßen wir mit besagtem Onkel nebst zugehöriger Ehefrau am Kaffeetisch, sie erzählten von ihrem "Schätzchen" und das er 1985 zum 50. Geburtstag des Besitzers gekauft wurde, zwar mit dem "kleinen" Motor aber dafür "bar bezahlt". Nach zig Jahren VW Käfer und zuletzt VW Derby wollte man sich was tolles gönnen, wie der Mann immer noch stolz erzählte.

Der sehr faire Kaufpreis von 2500€ der vom Besitzer aufgerufen wurde, wurde ohne weitere Verhandlung direkt bezahlt und mit dem Audi auf dem Hänger - der eigentlich für den W201 bestimmt war- und einem dicken Ordner mit Papieren und Unterlagen ging es zufrieden nach Hause.

 

Der B2 war nun beim Aufbereiter und er steht blendend da: Rostfrei (auch dank teilverzinkter Karosse), Baujahr 1985, originale 83.530 Kilometer, scheckheftgepflegt bis zum Jahr 2013 (!)

 

Die Fahrt zum Aufbereiter war ein echtes Vergnügen, der Wagen ist insbesondere in Anbetracht seines Alters und der Zeit wo er gebaut wurde auch heute noch als sehr komfortabel zu bezeichnen, typisches Audi-Innendesign der 80er, alles wirkt solide - Audi war damals auf dem Weg und wollte "Premium" werden.

 

 

Der Wagen hat es mir echt angetan, ein wundervoller Zuwachs für die "Raritäten aus der Garage" den ich hoffentlich noch öfter mal bewegen darf und ein wirklich glücklicher Zufallsfund!

 

 

 

 

 

Danke für`s lesen!

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02.05.2014 08:16    |    Andi2011    |    Kommentare (17)    |   Stichworte: Raritäten aus der Garage

In der kleinen Reihe "Raritäten aus der Garage" stelle ich euch immer wieder ein paar Autos aus der Garage meines Schwiegervaters vor, die Größtenteils als Youngtimer zählen oder den Oldtimer Status schon erreicht haben oder ein besonders seltenes Stück darstellen. Über ein Jahr ist es her, dass hier die letzte Rarität – ein BMW 2002- vorgestellt wurde, also allerhöchste Zeit für Teil 7- Das 964 Jubiläumsmodell

 

1993 bis 1994 legte Porsche die auf natürlich 911 Exemplare limitierte Sonderserie „30 Jahre 911“ auf und einen dieser seltenen Raritäten seht ihr nun hier.

 

 

Der 911 aus dieser Sonderserie ist ein 964er Carrera 4 mit der breiten Karosse des Turbo ohne dessen riesigen Heckflügel, was dem Wagen wie ich finde einen besonderen optischen Reiz verleiht. Die Farbwahl war beschränkt auf das hier zu sehende Viola-Metallic, Amethyst-Metallic, Polarsilber-Metallic sowie Schwarz-Metallic und Indischrot.

Der Wagen kostete damals „nackt“ 145.900,- DM, wer meint Porsche legte dieses seltene Sondermodell mit einer reichhaltigen Serienausstattung auf, kennt Porsche nicht. So war die Aufpreisliste (auch dieses 911er) lang, schmutzig und teuer und reicht locker über die 160.000 DM.

Der Innenraum war je nach Aussenfarbe in Rubikongrau oder schwarz wählbar, hier ist es Rubikongrau. Somit sind dann auch Instrumente, Ledersitze usw. in dieser Kombi gehalten die „live“ toll aussieht!

 

 

Zu erkennen ist ein originaler „30 Jahre 911“ an einigen Kleinigkeiten, wie einer titanfarbenen Einlage mit Schaltschema im Schaltknauf, einem 911er Schriftzug im alten Porsche Stil mit der 30 Jahre „Anmerkung“ und diese Applikationen findet man auch noch an Teppichen und Rücksitzlehnen. Auf der Heckablage thront ein lederbezogener Sockel mit der Limitierungsplakette.

Tja und wie fährt sich so eine seltenes Stück?

 

 

Die Antwort ist einfach:

So wie sich eben ein 964er fährt, heiser röchelnd, in 5,4 Sekunden auf Tempo 100 und locker 255 km/h schnell, eben – sorry- „geil!“

Naja und natürlich vorsichtig, denn er hat zwar trotz seiner rund 20 Jahre erst 54tsd Kilometer runter, aber er ist halt schon was besonderes, da ist man schon aufmerksam. Im Alltag wundert sich der ein oder andere vielleicht mal über die breitere Karosserie oder denkt gar, die Farbe sei nachträglich lackiert, nur wenige „Profis“ erkennen dieses Stück auf den ersten Blick und sind umso begeisterter.

 

 

Ich hoffe der kleine Blog dieser Garagenrarität hat euch Freude gemacht!

 

Danke für´s lesen!

 

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10.03.2013 14:49    |    Andi2011    |    Kommentare (17)    |   Stichworte: Raritäten aus der Garage

Wer meinen Blog kennt weiß, dass ich einen autobegeisterten Schwiegervater habe, der diverse Fahrzeuge besitzt. In dieser kleinen Reihe "Raritäten aus der Garage" stelle ich euch immer wieder ein paar Autos vor, die Größtenteils mindestens als Youngtimer zählen oder den Oldtimer Status schon erreicht haben. Im letzten Teil 5 erzählte ich über einen schönen Ponton W120, was liegt da näher als mal wieder einen BMW folgen zu lassen - einer der 114er Baureihe, der berühmte BMW 2002

 

 

 

 

Zur 02er Serie gehören die Baujahre 1966 bis 1977. Der 2002 kam 1968 auf den Markt, wurde bis 1975 gebaut und begeistert mich bis heute. Damals standen die Zahlenkombinationen bei BMW noch für den Hubraum, also in diesem Fall 2,0 Liter mit 100 PS.

Zum Motor ließe sich einiges erzählen, aber vor allem sollte man seine Robustheit und Bissigkeit erwähnen. Als ich den 2002 das erste Mal fuhr, war ich schlichtweg begeistert wie der Wagen heute noch nach vorne geht und dabei wirklich relativ leicht auch schnell zu fahren ist. Heckantrieb, eine knackige Viergangschaltung, bequeme Sitze und eine zeitlos schöne Armaturentafel machen die Sache noch netter.

 

Rund 10 Sekunden bis Tempo 100 und 170km/h Spitze waren Ende der 60er Jahre mehr als eine Ansage und eine entsprechende Werbung von BMW legte damals den Grundstein für das BMW Image, das bis heute anhält.

Ein 2002 kostet 1968 9479 DM, das war kein utopischer Preis und lag unter einem Mercedes /8 ähnlicher Motorisierung.

 

Knapp 337tsd 2002 wurden bis 1975 zugelassen. Heute gibt es nach meinem Wissenstand noch etwa 2tsd Exemplare. Wer sich für einen 2002 interessiert, macht nicht viel falsch:

 

 

Sehr gute Exemplare sind um die 5 tsd Euro zu bekommen und auch heute noch Alltagstauglich zu bewegen, er ist reparaturfreundlich und die Ersatzteile sind auch für Normalbürger erschwinglich. Ein schöner 2002 kann mit normalem Aufwand durchaus noch ein Oldie für den Alltag sein!

 

 

Dieser BMW 2002 wartet nun (mittlerweise auch gereinigt und mit original Radio) auf seinen Umzug in die große Halle und kam Anfang des neuen Jahrtausends zur Sammlung, für günstige 2200 Euro. Er war aus vierter Hand und hatte nur einige kleinere Reparaturen nötig. Das ist beim 2002 kein großes Problem, denn die Ersatzteilsituation ist entspannt und es gibt alle Teile über das Internet, diverse Fachhändler oder die BMW Klassik-Abteilung zu normalen Preisen.

So wurden an diesem 2002 ein neuer Auspuff, Pleuellager und alle Dichtungen am Motor erneuert, er bekam eine Revision des Vergasers, neue Türdichtungen und eine frische Konservierung der Hohlräume. Einer der Vorbesitzer hatte diese bereits einmal vorgenommen, was sicher gut für den 2002 war, den Rost hat er bis heute nicht.

 

 

Der 2002 ist ein wunderbarer Oldie mit dem man jede Ausfahrt genießen kann!

 

Danke für`s lesen!


25.10.2012 16:31    |    Andi2011    |    Kommentare (26)    |   Stichworte: Raritäten aus der Garage

Wer meinen Blog kennt weiß, dass ich einen autobegeisterten Schwiegervater habe, der diverse Fahrzeuge besitzt. In dieser kleinen Reihe "Raritäten aus der Garage" stelle ich euch immer wieder ein paar Autos vor, die Größtenteils mindestens als Youngtimer zählen oder den Oldtimer Status schon erreicht haben. Bisher erzählte ich euch etwas über den

BMW E30 in Teil 1, den Scirocco in Teil 2, einen schönen Mercedes W123 in Teil 3 und dem Baby Benz W201 in Teil 4

 

Heute schließt sich einer der ältesten Benz der Sammlung an - der Ponton Mercedes W120, hier als 180D

 

Der Ponton W120 war der erste Mercedes mit einer selbstragenden Karosserie. Besonders der 1954 vorgestellte 180D machte den Diesel im PKW bekannt und etablierte ihn - bis heute. Wenn man diesen Wagen fährt gibt es etwas, dass einem sofort auffällt:

 

Er ist sehr langsam– nein falsch, er ist sehr, sehr, sehr, langsam- und noch dazu recht laut, wenn auch nicht unangenehm laut. Obwohl man zu seiner Ehrenrettung sagen muss, auch die Benziner sind nicht grad flott und leise. Aber was will man erwarten von 43 PS, die mit rund 1,1 Tonnen ja durchaus was zu bewegen haben.

 

Er hat auch nicht unbedingt dieses ábsolut erhabene Gefühl alter Daimler wie z.B. eines W111, er ist auch nicht geeignet, um damit High-Society-Oldtimer Fans zu begeistern, er hat eben einfach etwas bodenständiges, sympathisches, ja beim Fahren fast schon meditatives an sich.

 

Dieser Ponton-Diesel wurde von meinem Schwiegervater Ende der 80er Jahre einem Studenten abgekauft, der ihn aus vierter Hand übernommen hatte und gegen einen für ihn günstigeren Renault R4 tauschte. Als mein Schwiegervater mir die Story erzählte hängte er noch an, dass der ehemalige Student wenige Jahre später als Ingenieur fast drei Jahre lang vergeblich versuchte, den Wagen von ihm zurück zu kaufen, aber mein Schwiegervater blieb hart, denn er liebt den W120 sehr!

 

Knapp über 200tsd Kilometer hatte er damals gelaufen und im Laufe der Jahre kamen noch mal bis heute etwa 100tsd hinzu, denn der Ponton wird immer noch oft und gern für diverse Fahrten von ihm genutzt. Als Taxi war der 180 D übrigens damals sehr beliebt und es gibt heute auch durchaus Besitzer, deren 180D weit über 500tsd Kilometer gelaufen haben.

 

Dabei war der Ponton kein typisches Arbeitstier, sondern stand bei Mercedes eher für das Wirtschaftswunder und kostete damals neu je nach Ausführung um die 10tsd DM. Sein Verbrauch kann sich auch heute noch sehen lassen, auf freier Bahn läuft er mit rund 7-8 Litern Diesel gemütlich vor sich hin. Seine Höchstgeschwindigkeit von knappen 110Km/h erreicht er zwar, aber Tempo 90-100 ist auf der Autobahn eher optimal für ihn.

Diesen 180er unterscheiden außerdem Zierleisten um die Fenster, Dreieckfenster und vor allem das wunderbare Faltdach von weniger „opulent“ ausgestatteten Ponton-Mercedes.

 

Damit komme ich zurück zum Anfang:

Er ist sehr langsam– nein, wie gesagt , er ist sehr, sehr, sehr, langsam…rund 40 Sekunden braucht er um die „magischen“ Tempo 100 Grenze zu erreichen. Viel Zeit von der es heute nicht mehr viel gibt und daher genieße ich jede einzelne dieser Sekunden und auch jede Minute und Stunde wenn ich ihn mal bewegen darf.Er ist zwar gepflegt, hat aber auch ein paar Altersspuren und etwas Patina und das passt zu ihm.

 

Der Ponton ist einfach wunderbar, einzigartig und schafft Gelassenheit. Das "zuhause" Gefühl alter Mercedes - ich glaube hier beginnt es!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Danke für`s lesen!


02.07.2012 22:00    |    Andi2011    |    Kommentare (21)    |   Stichworte: Raritäten aus der Garage

Wer meinen Blog kennt weiß, dass ich einen autobegeisterten Schwiegervater habe, der diverse Fahrzeuge besitzt. In dieser kleinen Reihe "Raritäten aus der Garage" stelle ich euch immer wieder in loser Reihenfolge ein paar Autos vor, die Größtenteils mindestens als Youngtimer zählen und im Moment auf den Umzug in eine große Fahrzeughalle warten. In Teil 1 ging es um einen BMW E30 und in Teil 2 um einen Scirocco aus 1975.In Teil 3 erzählte ich euch von einen Mercedes W123...

 

...da bietet es ich an einen weiteren Mercedes anzuhängen: den Mercedes Benz W201 auch bekannt als Baby-Benz

 

 

 

Der W201 war bei seiner Einführung 1982 eine Sensation, im Vorfeld lange angekündigt, sollte er den Einstieg in die Mercedes Welt von nun an erschwinglicher gestalten - was er letztlich auch tat, allerdings war ein Benz im Vergleich noch nie günstig in der Anschaffung - auch der W201 nicht !

Bei rund 25.000 DM begann der Einstieg in die Mercedes-Welt und dafür bekam man grad einen 90 PS Vergasermotor und ansonsten einen relativ "nackten" W201...

...immerhin aber mit Scheibenbremsen rundum oder einer Raumlenker-Hinterachse, die dem Hecktriebler eine gute Straßenlage brachte.

 

Der 190er steht immer noch für die bekannten Mercedes Tugenden wie Langlebigkeit und Solidität, er bietet nicht grade opulenten Platz im Innenraum, ist aber auch nicht klein.

Auf jedem Fall bietet er ein sehr heimisches Gefühl. Die Sitze sind bequem, die Armaturen übersichtlich und funktional und alles wirkt irgendwie zeitlos.

 

Die Benzinmotoren gelten beim W201 eigentlich als völlig unproblematisch, was nicht heißen soll die Diesel seien schlecht, aber die Benziner sind ebenfalls für Laufleistungen bis 500tsd Kilometer gut und noch dazu recht wartungsarm.

 

Überhaupt ist der 190er ein idealer Youngtimer. Die Ersatzteilversorgung ist völlig problemlos und auch nicht überteuert, die überschaubaren Problempunkte beim W201 wie z.B. Traggelenke oder Lenkungsdämpfer sind schnell zu orten und Rost ist beim Baby-Benz eigentlich auch gut zu lokalisieren (außer das bekannte „Heckscheibennest“) und in den Griff zu bekommen.

Den einzigen "Nachteil" den der Benz als Youngtimer haben könnte ist der, dass er noch recht häufig anzutreffen ist und im Straßenbild immer noch ein nicht ungewöhnliches Bild darstellt.Ist er trotzdem eine "Rarität aus der Garage"?

Ja,denn man muss ehrlich sagen, dass es auch viele arg verbastelte und runtergerockte Exemplare im Alltag gibt, bei denen für den Besitzer nicht mehr die Optik sondern nur die haltbare Technik eine Rolle zu spielen scheint...die schönen 190er gibt es noch, aber es werden weniger!

 

...der 190E aus 1990 den ich euch hier vorstelle ist so eines der schönen Exemplare!

Er ist aus 1. Hand und mit dem 118 PS Motor und 172 Nm bei bei 3500 U/Min gemütlich - aber nicht lahm motorisiert. Der Lack ist in sehr gutem Zustand und auch der Innenraum zeigt sich ohne erkennbare Abnutzung. Ein Radio und einige wenige Extras hat der Baby-Benz verbaut - und die damals empfohlene Automatik an Bord.

Der Kilometerstand von 72.974 km und der absolute Originalzustand ohne einen Rostfleck sprechen eine deutliche Sprache:

 

Dieser W201 war eine typischer Sonntags-Benz aus Rentnerhand mit lückenlosem Scheckheft, warmer Garage und reinem Schönwettereinsatz. Gekauft wurde er im Jahr 2008 aus einem Erbnachlass und der Kauf war eher ein Zufall:

Ein Bekannter berichtete von seinem Freund im Saarland, dessen Vater verstorben sei und dessen Haus nun umgebaut würde und dem 190er in der Garage - ein Anruf und einen Besuch später stand der 190er auf dem Hänger und wechselte für bescheidene 2900 Euro den Besitzer.

 

Manchmal braucht es einfach Zufall und Glück gleichzeitig!

 

Danke für`s lesen!


13.03.2012 22:49    |    Andi2011    |    Kommentare (60)    |   Stichworte: Raritäten aus der Garage

Wer meinen Blog kennt weiß, dass ich einen autobegeisterten Schwiegervater habe, der diverse Fahrzeuge besitzt....In dieser kleinen Reihe "Raritäten aus der Garage" stelle ich euch immer wieder in loser Reihenfolge ein paar Autos vor, die Größtenteils mindestens als Youngtimer zählen.

Da wird es jetzt mal Zeit für einen echten Volkswagen: den Mercedes Benz W123

 

 

Volkswagen?

 

Auf jeden Fall, denn der W123 galt über Jahre als eines der beliebtesten Autos der Deutschen und führte sogar mal die Zulassungsstatistik an - vor dem Golf.

1976 als die Frisuren noch selbstbewusst geföhnt wurden stellte Mercedes seine Baureihe W123 vor, welche für zehn Jahre Bestand haben sollte und eigentlich bis heute noch hat - von diversen afrikanischen Ländern mal ganz abgesehen.

 

Die Standardvariante der Baureihe 123 war die viertürige Limousine. Warum die so beliebt war ist schnell erklärt:

sie bot moderne zeitlose Optik (angelehnt an den damaligen W116), eine moderne Sicherheitsausstattung (während der Bauzeit des W123 wurden auch Neuerungen wie ABS, Airbag und Gurtstraffer eingeführt) und das Gefühl: das ist meine Burg.

 

Der 230E den ich euch hier vorstelle, gehört zu den identisch ausgestatteten 200 und 250 sowie 200D, 220D, 240D und 300D.

Sie erhielten die runden Doppelscheinwerfer, schwarze Stoßstangenecken schwarze Lüftungsgitter unter den Scheibenwischern und schwarze Leisten unter den Rückleuchten.

 

Extras gab es beim W123 mehr als genug, denn Mercedes fuhr damals eine klare Devise: Nichts gibt`s umsonst!

Selbst das Topmodell hatte keinesfalls eine üppige Ausstattung und wer z.B. eine Fondraumleuchte hatte und auch wollte, daß diese über den Türkontaktschalter funktioniert, zahlte noch mal 31,08 DM extra :D

 

 

Ja damals gab es bei Daimler nichts geschenkt, gar nichts! Doch die Taxifahrer, bei denen der W123 sehr beliebt war, erhielten tatsächlich für damalige Verhältnisse unglaubliche 15-20% Nachlass - für den (meist älteren) Normalkäufer kein Thema.

 

Der M102 Motor dieses 230E hat einen Hubraum von 2,3 Liter und eine Leistung von 136 PS bei 5100 U/min, damit ist er ordentlich unterwegs und seine 147.523 km sind eh noch recht jungfräulich.

 

Der 123er wurde 22 Jahre lang mit Liebe gepflegt, bei Mercedes gewartet und in der Garage warm gehalten.

Regen und Schnee kannte er eigentlich gar nicht:

 

"Ich bin eigentlich immer nur gefahren, wenn`s Wetter gut is"

 

verkündete der nette Rentner als er seinen W123 2005 an meinen Schwiegervater verkaufte.

 

 

Sein H-Kennzeichen im nächsten Jahr - die ganze Baureihe, aber natürlich besonders dieser 230E hat es verdient!

 

Danke für`s lesen!


21.02.2012 22:15    |    Andi2011    |    Kommentare (31)    |   Stichworte: Raritäten aus der Garage

 

Wer meinen Blog kennt weiß, dass ich einen autobegeisterten Schwiegervater habe, der diverse Fahrzeuge besitzt....In dieser kleinen Reihe "Raritäten aus der Garage" stelle ich euch immer wieder in loser Reihenfolge ein paar Autos vor, die Größtenteils mindestens als Youngtimer zählen.Im ersten Teil ging es um einen BMW E30

 

Heute geht es um den EA 398, besser bekannt als Scirocco I

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im April 1974 kam einer der bekanntesten VW auf den Markt, eigentlich eine Art "Abfallprodukt" des Käfernachfolgers - der Scirocco.

Er war eine kleine Revolution im Verkaufsraum der VW Händler, denn was gab es dort schon großartiges zu bestaunen: einen Käfer, einen VW 412, vielleicht einen K70...

Der Scirocco bietet stattdessen Front- statt Heckmotor, Vorderrad- statt Hinterradantrieb, Wasser- statt Luftkühlung - kurzum Fortschritt auf der ganzen Linie.

 

Der Scirocco der 70er Jahre hat so markante Farben wie Berbergelb (tolle Namensgebung), Lagunablau, Malagarot oder eben wie dieser hier Nepalorange. Noch dazu ist es das Spitzenmodel der damaligen Baureihe ein TS (dieser hier mit der Dreistufenautomatik) mit 85 PS und den für den TS obligatorischen Schottenkaros auf den Sitzen, natürlich ebenfalls in Orange.

 

 

Übrigens war der Scirocco nicht nur sportlich sondern auch sparsam, im Mittel genehmigt er sich auch heute noch nicht mehr als etwa 8-9 Liter.

Das hier ist ein TS mit 1,5 Litern und 85 PS und war 1975 mal das Spitzenmodell mit Halogen- Doppelscheinwerfer, Drehzahlmesser, Voltmeter und Dreispeichen-Sportlenkrad und das Leergewicht von rund 830 Kilo sorgte für gute Fahrleistungen und kostete knapp über 11.000 DM.

 

 

Der Kilometerzähler zeigt originale 49.812 km an, das gute Stück ist rostfrei und im originalen Zustand (demnächst werden ein paar Kleinigkeiten, wie der Teppich gemacht) und war eines der ersten Autos die meinen Schwiegervater mit der Sammelleidenschaft infizierten, er kaufte ihn bereist 1987 von einer netten Dame, die auf Mercedes umstieg. Damals handelte er in weiser Voraussicht dessen, was bald passieren würde...

...und er hatte recht, die Scirocco wurden in den 90ern verbastelt bis dort hinaus, mit 320er Lenkrädern versehen, tiefergelegt und mit ATS Felgen bepackt usw. und die Modelle die das überlebten, frass der Rost...einen Scirocco I in diesem Zustand zu finden ist heute ein Glückstreffer und er verdient sein H-Kennzeichen zu recht!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch dieser Scirocco wartet darauf, bald vom Staub befreit in die neue Halle umzuziehen und ist kein Ausstellungsstück, im Sommer wird er regelmäßig mal bewegt und glaubt mir, er fährt sich super und zieht die Blicke auf sich!

 

Danke für´s lesen!


24.01.2012 21:18    |    Andi2011    |    Kommentare (37)    |   Stichworte: Raritäten aus der Garage

Wer meinen Blog kennt weiss, dass ich einen autobegeisterten Schwiegervater habe, der diverse Fahrzeuge besitzt....In dieser kleinen Reihe "Raritäten aus der Garage" stelle ich euch ab heute immer wieder in loser Reihenfolge ein paar Autos vor, die Größtenteils bereits als Youngtimer zählen.

 

Los geht es heute mal mit einem BMW der E30 Baureihe:

 

Im November 1982 kam einer der bekanntesten 3er BMW auf den Markt, die Baureihe E30.

Die ersten 320i Modelle als Viertürer wurden ab etwa Januar 1983 produziert.

 

In der Vorgängerbaureihe waren die Sechszylinder immer durch die markante Front mit den Doppelscheinwerfern zu erkennen, mit dem E30 wurde das schwieriger.Die verschiedenen Endschalldämpfer waren ein (nicht grad offensichtliches) Erkennungsmerkmal und die Sechszylinder Modelle hatten einen Veloureinsatz in den Türen, die sonst nur mit Kunstleder bezogen waren.

Ausserdem waren die Sitzwangen im Gegensatz zur Mittelbahn mit glattem Verloursstoff bezogen, dazu gab es noch eine Digitaluhr und einen Drehzahlmesser sereinmäßig.

 

1985 und 1987 gab es jeweils Modellpflegen...

 

Viele 3er wurden mit den Jahren gnadenlos verbastelt, geschrottet, ausgenudelt,abgewrackt - ein schönes Exemplar zu finden ist durchaus noch möglich, kostet aber schon etwas Zeit und manchmal braucht man auch einfach Glück....

 

...wie bei diesem 320i aus der ersten Baureihe und dem Baujahr 1983, mit dem 125 PS Sechszylinder, der originale 89.958 Kilometer auf der Uhr hat.

Ein vollständiges Wartungsheft und Erstbesitz eines heute 79 jährigen Rentners runden das Bild ab - ach ja gekostet hat das gute Stück 2900 Euro!Der alte Herr wollte seinen BMW - den er immer penibel pflegte (incl. Hohlraumkonservierung usw.) auch weiterhin in guten Händen wissen, dass ist er nun...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Er findet seine wohl letzte Heimat in der Sammlung meines Schwiegervaters zusammen mit diversen anderen Youngtimern von BMW, Mercedes, VW und anderen Marken in einer eigenen großen Halle,die grade im Bau ist.

Aber keine Angst -er wird kein Ausstellungsstück, die rüstigen Geschichtsstücke werden regelmäßig bewegt - manchmal auch von mir:D


Countdown bis...

Es ist soweit...

:D

Ex-Winner

Mein Blog hat am 28.06.2011 die Auszeichnung "Blogempfehlung" erhalten.

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Ausserdem betreibe ich auf MT den "Feel The Difference" Blog.

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Es gibt 1000 gute Gründe...

Gründe warum du dir mal ein neues Auto kaufen solltest:

 

1. Die Azubis in deiner Vertragswerkstatt kennen dein Modell nicht mehr

 

2. Der Tüv Prüfer holt erst einen Hammer und geht dann erst unter dein Auto

 

3. An der Heckscheibe klebt noch ein Texaco Aufkleber

 

4. An der Tankstelle füllst du Öl voll und du kontrollierst nur den Spritstand

 

5. Ersatzteile für dein Modell gibt`s nicht mehr beim Schrotti sondern nur noch bei "Ebay-Africa"

 

6. "Jetzt helfe ich mir selbst" gibt es für dein Modell nicht mehr zu kaufen

 

 

Gründe warum ein Auto besser ist als eine Frau

 

1. Autos haben keine Migräne, wenn man mit Ihnen was vor hat

 

2. Autos brauchen nur zwei paar Schuhe, eins für den Winter und eins für den Sommer.

 

3. Autos machen keine Szene, weil man zu spät kommt.

 

4. Im Fahrzeugbrief steht deutlich, wie viel Vorbesitzer ein Auto hatte.

 

5. Wenn man das alte Auto nicht mehr sehen kann, kauft man sich einfach ein Neues, ohne Unterhalt für das alte zu zahlen.

 

6. Autos stehen nicht vor dem Kleiderschrank und jammern, dass sie nichts anzuziehen haben

 

7. Autos jammern nicht, dass sie zu dick sind und wenn sie dick sind, dann bekommst du nur Anerkennung dafür.

 

8. Du kannst bedenkenlos jedem Auto hinterher starren, ohne das dein Auto rumzickt

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