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11.05.2015 17:39    |    Andi2011    |    Kommentare (50)    |   Stichworte: Focus

Mein erster Focus war Ende der 90er der MK1 mit dem Vierzylinder 2,0 Liter Saugmotor. Dieser leistete 130 PS und 178 Nm bei 4500 Umdrehungen, der Durchschnittsverbrauch lag damals bei 10-10,5 Litern...

2015 fahre ich nun wieder einen Focus und auch wenn einige Leistungsdaten fast identisch sind (125PS, 170-200 NM) so gibt es doch ein paar wesentliche Unterschiede:

 

Der neue Focus stellt sein Drehmoment ab 1500 U/Min und anhaltend bis 4000 U/Min zur Verfügung, während sein Ahne dies erst bei 4500U/Min tat. Abgesehen davon jagt sich der neue Focus vom Benzin mindestens drei Liter weniger auf 100km durch seine Innereien als damals UND… er hat einen Zylinder und einen Liter Hubraum weniger.

 

 

Diverse 100tsd Kilometer-Dauertests haben dem Dreizylinder nicht nur besondere Standfestigkeit und keinen relevanten Verschleiß bescheinigt, sondern auch Spar- wie Spaßpotenzial. Im Alltag kann ich das bisher absolut bestätigen.

Sehr leise und mit beim beherzten Tritt auf`s rechte Pedal angenehmen sportlich knurrend, habe ich bisher nichts gefunden, was ich dem bisher kleinsten Ecoboost ankreiden könnte.

Ich behaupte, wenn man nicht vorher weiß, dass man in einen Dreizylinder mit einem Liter Hubraum fährt, würden 99% aller Fahrer und Mitfahrer von einem sehr angenehm leisen Vierzylinder mit gutem Durchzug und Beschleunigungsverhalten ausgehen.

 

 

Beim Fahrverhalten bietet der Focus ebenfalls wenig Anlass zur Kritik. Nun hat der Focus in seiner Klasse was Fahrdynamik angeht schon immer Maßstäbe gesetzt, ich kenne aber tatsächlich wenige Autos, die serienmäßig einen so gelungenen Kompromiss aus Agilität und Komfort bieten. Sicher tut auch die Lenkung, die sehr präzise und schön rückmeldet, ihren Teil dazu.

 

Aus optischen Gründen hab ich mich für 18 Zoll Alus entschieden.Auswirkungen auf den Abrollkomfort hat das sicherlich, allerdings so komod, dass sich hier auch kein Kind auf der Rückbank beschweren würde.

 

 

Kommen wir zum Zubehör und den Assistenzsystemen:

 

Im Vorgänger des Focus, meinem C-Max, hatte ich schon mit diversen Assistenten positive Erfahrungen gemacht. Kein Ausfall in rund vier Jahren und hoher Komfortgewinn haben mich nun auch beim Focus großzügig die Liste der Assistenzsysteme mit Kreuzchen versehen lassen.

Ich will hier nicht alle thematisieren, die bei mir verbauten üblichen Verdächtigen wie Toter-Winkel-Assistent, Rückfahrkamera, Fahrspurassistent, Verkehrsschilderkennung oder Ein/Ausparkassistent usw. dürften mittlerweile hinlänglich bekannt sein und funktionieren im Focus, in teils der zweiten Generation, allesamt sehr gut.

 

 

Hervorheben möchte ich das Active City Stop-System, dass den Focus bis zu einer Geschwindigkeit von 50 Km/h zum stehen bringen soll bevor er auf ein Hindernis auffährt. Während ich noch überlegte, wie ich diese System im Alltag mal ungefährlich probeweise irgendwo mit Kartons oder so testen könnte, holte mich der Alltag schon ein. In einem unaufmerksamen Moment verhinderte das ACS tatsächlich zuverlässig meinen andernfalls ersten selbstverschuldeten Unfall in rund 26 Jahren.

 

Weiterhin sehr positiv im Alltag ist der s.g. Cross-Traffic-Alert. Dieser warnt beim Rückwärtsfahren, beispielsweise aus Garagen oder Parklücken, vor Querverkehr von links und rechts den man mit dem Auge noch gar nicht sehen kann und tut auch das sehr zuverlässig und ist ein echter Sicherheitsgewinn.

Verzichtbar hingegen finde ich den verbauten Müdigkeitswarner, denn dieser analysiert eigentlich nur das Fahrverhalten und zieht daraus Rückschlüsse. Ob ich wirklich müde bin oder nicht oder gar drohe, am Steuer einzuschlafen erkennt er so einfach nicht.

 

Ein interessantes Extra finde ich auch den Notrufassistenten, der nach einem Unfall Hilfe an den Unfallort ruft- braucht man aber hoffentlich nie. Erwähnen möchte ich die multifunktionalen Xenon-Scheinwerfer mit dynamischem Kurvenlicht und statischem Abbiegelicht. Für mich bieten diese einfach eine hervorragende Ausleuchtung und der progressive Fernlichtassistent, der tatsächlich auch rechtzeitig abblendet, arbeitet ebenfalls gut, daran muss ich mich aber im Alltag noch ein wenig gewöhnen.

 

Ein Alleinstellungsmerkmal beim Zubehör ist auf jeden Fall der automatische Türkantenschutz. Insbesondere mit Kindern ist dieses Extra wirklich alltagstauglich und verhindert nicht nur die unbeabsichtigte Beule beim Nebenmann, sondern auch unschöne Lackschäden an den eigenen Türen - gute Sache!

 

 

Nach so viel Lob darf auch etwas Kritik sein.

Schade finde ich persönlich beispielsweise, dass Ford für den neuen Focus nicht wie für den C-Max oder Kuga eine elektrische Heckklappe anbietet. An dieses gute Komfortextra hatte ich mich im C-Max vorher sehr gewöhnt. Die fehlende Abschaltmöglichkeit des Beifahrerairbags, die heute nahezu jeder Kleinwagen schon serienmäßig hat, ist für mich hingegen völlig unverständlich. In einem Fahrzeug, das nun nicht selten von Familien erworben wird, sollte sowas nicht nur als Nachrüstsatz erhältlich sein.

Insgesamt ist der neue Focus ein tolles Auto mit nur wenigen Schwächen und vielen Stärken:

Ausreichend Platz, zuverlässig, gut verarbeitet, technisch auf der Höhe der Zeit mit einigen innovativen Details und optisch und preislich attraktiv.

 

Damit ist erst mal das Ende der Vorstellung erreicht - allerdings nicht das Ende mit dem Focus sondern nur das der dreiteilige Fahrzeugvorstellung. Weitere "Turnierefahrungen" werde ich hier regelmäßig kundtun, wenn nichts dazwischen kommt, werde ich nach den ersten 10 tsd Kilometern das erste Fazit ziehen...ich bin gespannt was die nächsten Jahre bringen…

 

Danke für`s lesen!

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06.05.2015 15:29    |    Andi2011    |    Kommentare (39)    |   Stichworte: Autogeschichten

Liebe Männerwelt und Leidensgenossen,

 

vielleicht erinnert sich der ein oder andere von euch noch an meine AUTOGESCHICHTEN: Pannenhelfer oder Depp des Tages Geschichte. Heute möchte ich euch von einem Mysterium berichten, dass mir seit langer, langer Zeit immer wieder begegnet…

 

Wir haben zu Hause zwei Autos, einen Ford Focus und einen Hyundai i10.

Der Hyundai i10 dient vorrangig mir an 5 Tagen in der Woche als Fahrzeug für den Arbeitsweg, meine Liebste nutzt ihn mal am Wochenende, oder abends wenn noch irgendwas schnell zu besorgen ist.

Der Focus ist der Familienwagen. Meine Liebste chauffiert damit unsere Kinder zur Schule, zum Kindergarten, Sportverein, Schwimmen und diversen Freizeitaktivitäten hin und wieder zurück und natürlich dient er Familienausflügen und größeren Einkäufen - soweit nichts besonderes.

 

 

Ich stelle mir aber nun schon mehrere Jahre immer wieder folgende Frage:

 

Wenn ich aus dem Hyundai am Ende der Woche aussteige und beispielsweise Samstagmorgen mit dem Focus weg will – warum leuchtet mir dann immer die Tanklampe entgegen um mir zu sagen „TANK DEN WAGEN!“?

Drücke ich am Bordcomputer die Taste für die Restreichweite steht dort in der Regel entweder nichts mehr (also NULL) oder eine respektable Restreichweite im untersten zweistelligen Bereich mit der ich definitiv nicht mehr weit, aber auf jeden Fall zu einer der drei unserem Haus naheliegenden Tankstellen komme!

 

Nun bin ich mir sehr sicher, dass ich in dieser Situation den Hyundai am Freitag mit meist etwa halb vollem Tank abgestellt habe…steige ich nun aber Montagmorgen wieder in diesen ein, leuchtet mir auch hier wieder eine Tankanzeige entgegen und fordert mich auf „TANK DEN WAGEN!“!

 

Es MUSS irgendein Geheimnis hinter dieser Tatsache stehen, warum ich in dieser sich etwa alle zwei Wochen wiederholenden Raum-Zeit-Falle sitze, aber fest steht: Meine Liebste tankt keine Autos!

 

Denkt nicht, dass sie das nicht könnte, neiiiiin - sie kann z.B. wenn sie einen Firmenwagen fahren muß oder ein Auto ihres Vaters... Tanken, Luftdruck messen, den Ölstand kontrollieren, kein Thema - ja sie hat sogar schon mehrfach Fahrsicherheitstrainings besucht, fährt prima Auto usw. nur bei unseren Autos klappt das mit dem Tanken irgendwie nie!

 

 

Als ich sie mal darauf ansprach grinste sie nur, strich mir wohlwollend über die Wange - murmelte etwas wie: "Ach Schatz was du immer denkst..." - aber mehr auch nicht!

 

Als wir vor kurzem den Focus neu bekamen dachte ich mir, clever wie ich bin: „SO Baby, jetzt krieg ich dich!“ und ersann folgenden Plan:

 

Damit der Wagen gut eingefahren werden kann, nahm ich ihn in den ersten vier Wochen für den tgl. Arbeitsweg und meine Liebste begnügte sich mit dem i10 – ich setzte mich konsequent nicht ein einziges Mal in den i10 um gar nicht erst in die Situation zu kommen, ihn zu tanken…nun, was passierte nach vier Wochen, als ich mit ihr den Focus wieder gegen den i 10 tauschte?

 

Genau, der Tank des i10 war ratzeputz leer

–ABER ich wollte ihr ja ein Schnippchen schlagen, also hatte ich es mit meinem fahrerischen Können so hinbekommen, dass der Focus noch etwa 50 Kilometer Restreichweite fahren konnte bis ebenfalls wieder die Tankanzeige angeht – sie MUSSTE also in der Woche tanken in der sie den Focus fährt, bis Freitag auskommen wäre unmöglich!

 

In besagter Woche rief meine Liebste mich dann am Donnerstag (endlich, ich wartetet schon) auf der Arbeit an:

 

Sie: „Du Schatz, die Tankwarnlampe von dem neuen Focus ist angegangen, was soll ich machen?“

 

Ich: „TANKEN!“

 

Sie: „Scherzbold, ich weiß nicht wie, das ist doch ein neues Auto, ich hab den noch nie getankt, der hat doch bestimmt wieder irgendwas besonderes, ich will doch nur nix kaputt machen!“



Ich: „NÖÖÖÖHÖÖÖÖ, den kannst du genauso tanken wie unseren vorherigen C-Max, klappe auf, Zapfpistole rein, tanken – nix zu beachten!“

 

Sie: „Äh, ja ok, dann weiß ich Bescheid…ich bin jetzt gleich zu Hause, mal sehen ob ich jetzt VIELLEICHT auf dem Weg an einer Tankstelle vorbei komme!“

 

Ich: (halb ins Handy schreiend und geifernd) „Wir haben DREI Tankstellen im Umkreis von 2 Kilometern um unser Zuhause und du…“

… sie hatte schon aufgelegt.

 

Am Abend komme ich heim, meine Liebste empfängt mich mit den Worten:

 

„Du ich muss rasch zu Vanessa (hochschwangere Freundin), die braucht eben Hilfe, ich bin so in 2-3 Stunden wieder da, denk dran die Kids gleich zum Schwimmunterricht zu fahren, Schlüssel vom Ford (in dem sind die Kindersitze verbaut) liegt da, ich bin weg.“

 

 

…und verschwindet mit dem Hyundai Schlüssel in der Hand, auf den Ford Schlüssel auf der Kommode zeigend…

Als ich mit den Kindern in den Focus steige weiß ich genau, mein Schicksal ist besiegelt, ich habe wieder verloren –ihr ahnt es schon, mir blinkt freudig orange-gelb die Tankanzeige entgegen, Restreichweitenanzeige: Keine mehr...

 

…ich fahre tanken, sie ist wohl eben einfach zu schlau für mich!;)

 

 

 

 

Ich hoffe euch hat mein kleiner humorvoller Blog gefallen, danke für`s lesen!

 

 

 

 

 

 

 

 

Bilderquelle: Pixabay,lizenzfreie Fotos

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Mein Blog hat am 28.06.2011 die Auszeichnung "Blogempfehlung" erhalten.

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Auf MT findet ihr mich vorrangig im Focus MK3, MK4 und C-Max Forum wie auch im Forum für den Ecosport/B-Max.

Ausserdem betreibe ich auf MT den "Feel The Difference" Blog.

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1. Die Azubis in deiner Vertragswerkstatt kennen dein Modell nicht mehr

 

2. Der Tüv Prüfer holt erst einen Hammer und geht dann erst unter dein Auto

 

3. An der Heckscheibe klebt noch ein Texaco Aufkleber

 

4. An der Tankstelle füllst du Öl voll und du kontrollierst nur den Spritstand

 

5. Ersatzteile für dein Modell gibt`s nicht mehr beim Schrotti sondern nur noch bei "Ebay-Africa"

 

6. "Jetzt helfe ich mir selbst" gibt es für dein Modell nicht mehr zu kaufen

 

 

Gründe warum ein Auto besser ist als eine Frau

 

1. Autos haben keine Migräne, wenn man mit Ihnen was vor hat

 

2. Autos brauchen nur zwei paar Schuhe, eins für den Winter und eins für den Sommer.

 

3. Autos machen keine Szene, weil man zu spät kommt.

 

4. Im Fahrzeugbrief steht deutlich, wie viel Vorbesitzer ein Auto hatte.

 

5. Wenn man das alte Auto nicht mehr sehen kann, kauft man sich einfach ein Neues, ohne Unterhalt für das alte zu zahlen.

 

6. Autos stehen nicht vor dem Kleiderschrank und jammern, dass sie nichts anzuziehen haben

 

7. Autos jammern nicht, dass sie zu dick sind und wenn sie dick sind, dann bekommst du nur Anerkennung dafür.

 

8. Du kannst bedenkenlos jedem Auto hinterher starren, ohne das dein Auto rumzickt

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