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andere Menschen - andere Autos

Der Blog rund um Volvo und um Autos die Spass machen

15.09.2008 23:33    |    Swedecruiser    |    Kommentare (9)

Hallo zusammen,

 

über meine Ausfahrt im Nissan 350Z möchte ich Euch kurz berichten.

 

Es handelt sich um einen 3 Monate alten Nissan 350Z 3,5 Coupe (230 kW/313 PS) "Pack". Die Ausstattungslinie "Pack" ist die gehobene Variante, Nettigkeiten wie das Bose-Radio inkl. 6fach-CD-Wechlser, Tempomat, Leder-Sportsitze, el. Sitzverstellung und Sitzheizung sind neben den eh Serienmäßigen Details wie Brembo-Bremsen, ESP, Klimaautomatik, 18"-Felgen, Xenon-Scheinwerfern und ein programmierbares Shiftlight enthalten.

 

Darüber hinaus hatte das Fahrzeug die optionalen (gewichtseduzierten) RAYS-Felgen, das große Navigationssystem, Metallic-Lackierung in Precision Grey sowie die optionale Lederpolsterung in orange. Rundum kann man also von einer kompletten Ausstattung für solch einen kleinen Sportwagen sprechen.

 

Der Motor ist sicherlich das Sahnestück in diesem Fahrzeug. Eine absolut "gesunde" Verbindung aus Leistung und Hubraum, erstklassiger Sound und ein spontanes Ansprechverhalten darf ich ihm bescheinigen. Was mir nicht so gut gefallen hat, aber das ist ja bekanntermaßen eine Hecktriebler-Krankheit, ist das Ruckeln beim Lastwechsel. Erst nach einigen Kilometern hat man das Gespür im rechten Fuß welches erforderlich ist um das Gas möglichst sanft anzutippen und den Punk abzustecken ab wann hier mit mehr Druck die Leistung abgefordert werden darf. Sicherlich etwas was man mit der Zeit überhaupt nicht mehr zu beklagen hat. Der Motor ist unheimlich elastisch, dreht von unten heraus sanft nach oben, ab ca. 4500 Umdrehungen geht es dann richtig vorwärts. Erst bei deutlich über 7500 Umdrehungen ist dann Schluß. Auf einer kurzen Autobahnstrecke erreichte ich gem. Digitaler Geschwindigkeitsanzeige 253 km/h, dann habe ich es gut sein lassen. Schnell geradeaus fahren kann er schon mal.

 

Das Fahrwerk ist ausreichend komfortabel, bei schnellerer Gangart kommt man aber schnell an seine Grenzen. Es liegt mir fern das Fahrzeug als Weichei- oder Hausfrauencoupe zu bezeichnen, jedoch war ich vom Fahrwerk dann doch etwas enttäuscht. Im fixen Landstraßengallopp hat es mir nicht so richtig gefallen. Die Hinterachse vermittelt schnell das Gefühl nicht mehr da zu sein wo man sie erwartet, die Lenkung gibt mir nicht die Rückmeldung die ich gerne hätte und das Fahrzeug lässt sich so nicht auf den Zentimeter dahin bewegen wie ich es eigentlich von einer "Boden-Bodenrakete" wie dieser erwartet hätte. Das ESP greift für mich schlecht nachvollziehbar und zeitweise zu hart ein, es lässt mir nicht genügend Spielraum um das Fahrzeug mit viel Spass zu bewegen. Hin und wieder wäre ein kontrolliertes und dosiertes auspendelndes Heck wirklich wünschenswert und dem Fahrspass zuträglich.

 

Genug gemeckert, das Auto macht trotzdem Spass! Mit deaktiviertem ESP ist ein kontrollierter Drift problemlos möglich und eine kundige Hand kann auf bekannten und trockenen Straßen sicherlich mit viel Freude das Fahrzeug bewegen. Dies habe ich leider nur ein paar Kilometer genossen, es wurde mir dann doch etwas heikel, schließlich wollte ich das gute Stück auch ohne Blessuren wieder abliefern.

 

Ein absoluter Knaller ist die Brembo-Bremsanlage. Diese macht in jeder Situation einen excellenten Eindruck, auch nach einigen strammen Bremsmanövern war für mich keine nachlassende Bremskraft feststellbar. Natürlich rein subjektiv.

 

Die Sportsitze bieten einen guten Seitenhalt, jedoch habe ich mit 1,88m Körpergröße keine optimale Sitzposition gefunden. Die oberen Seitenpolster haben meine Schulterblätter etwas verformt und das Lenkrad war mangels Längsverstellung immer einen Tick zu weit weg. Weiterhin habe ich eine aufgepolsterte Mittelkonsole vermisst, auf langen Strecken könnte es hier etwas ungemütlich werden.

 

Sicherlich darf man dieses Auto nicht mit einem Porsche Carrera vergleichen, da ist der Preisunterschied einfach zu groß. Jedoch habe ich mir genau dieses Fahrzeug in meiner Vorfreude auf diese Fahrt als Referenzauto vorgestellt und wurde (siehe oben) ein bisschen enttäuscht. Aber für 40.000 Euro Fahrzeugpreis geht dieses Auto völlig in Ordnung, einen Mazda RX7 oder einen BMW Z4 3.0si Coupe stellt er deutlich in den Schatten.

 

Unterm Strich: Daumen hoch! Bin gespannt wie die überarbeitete 370Z-Version im Frühjahr daher kommt.

 

Viele Grüße

Michael


04.05.2008 00:11    |    Swedecruiser    |    Kommentare (8)

Hallo zusammen,

 

Komisch dass alle Welt lauthals über die hohen Spritpreise klagt aber immer noch mit Bleifuß über die deutschen Autobahnen brettert. Es kann also nicht so schlimm sein, wie sie alle tun.

 

Aus eigener Erfahrung weiß ich bestens zu berichten, dass bereits ein geringfügiges Lupfen des Gaspedals den Verbrauch um satte 10 Prozent zu senken vermag. Aber mit der Vernunft ist das halt so eine Sache, wenn dem einen oder anderen ganz offensichtlich der Gasfuß durchgeht, durchs Bodenblech nämlich, sobald sich auf der BAB mal ein paar hundert Meter freie Strecke auftun.

 

Ein Liter Diesel für 1,37 Euro? Puh, aber von mir aus! Wenn der Literpreis auf der längst nach oben offenen Preisskala demnächst auf 1,50 Euro steht dann wird eben bei langen Touren nochmal um 9,13% vernünftiger gefahren. Täten das alle, müssten sich die Mineralölkonzerne ganz schnell etwas einfallen lassen. So hat eben nur Öko-Chip-Tuning und Clever Tanken Konjunktur, nicht aber Clever Fahren... Schade!

 

Viele Grüße,

Michael


03.05.2008 21:18    |    Swedecruiser    |    Kommentare (1)

Hallo zusammen,

 

nach einigen Jahren mit einem Renault Clio 1.5 dCi wurde der Franzose meiner besseren Hälfte nun gegen einen Volvo C30 2.0D Edition ersetzt.

 

Über mangelnde Motorleistung, zu hohem Verbrauch, knisternde Armaturenbretter, aussetzende Klimaanlagen und vieles mehr wurde zu diesem Fahrzeugtyp schon eine Menge in diesem Forum geschrieben und geschimpft, nach über 3.000 km Einfahrtsphase können wir hierüber aber in keinem der Fälle klagen.

 

Da das Fahrzeug ab Sommer auf der Langstrecke bewegt wird haben wir uns erneut für einen Diesel entschieden. Der Verbrauch auf solchen Strecken bei gemäßigter Fahrweise liegt um die 6 Liter was für ein Fahrzeug dieser Klasse IMHO absolut in Ordnung geht. Klar, wenn man ihn mit 220 auf der Uhr über die Bahn schießt dann ist der Wert deutlich 2-stellig. Aber wann klappt das schon?

 

Zum Motor: Der Antrieb ist eindeutig über jeden Zweifel erhaben, zieht anständig an, die 6 Gänge lassen sich knackig und präzise schalten und der Motor bleibt stets angenehm im Hintergrund nur leise hörbar.

 

Das Fahrwerk ist knackig und zusammen mit den 17"-Felgen ein angenehmer Kompromiss aus Komfort und Sportlichkeit. Auf das Sportfahrwerk haben wir bewusst verzichtet denn wir hatten vor dem Kauf die Möglichkeit einen C30 mit Sportfahrwerk und 18"-Felgen zu testen - für unsere Zwecke eindeutig "einen Tick" zu sportlich! :D

 

Eine kleine Träne weinen wir allerdings der fehlenden Klimaautomatik hinterher. Diese arbeitet deutlich angenehmer als die verbaute manuelle Klimaanlage. Das herumgeschraube zwischen warm und kalt, zwischen starker und schwacher Gebläsestufe nervt einfach nur! Aber okay, war in dem Editions-Modell leider nicht erhältlich - von daher mussten wir diesen einen Tod wohl sterben. Die verbaute Sitzheizung entschädigt im Winter :cool:

 

Definitiv haben wir hier einen guten Griff getan, das Fahrzeug wirkt sympatisch und macht einen heiden Spass! Und für Transporte haben wir ja noch den großen Bruder... :)

 

Viele Grüße,

Michael


03.05.2008 20:31    |    Swedecruiser    |    Kommentare (0)

 

Hallo zusammen,

 

das hier müsst Ihr Euch anschauen... ein absoluter Knaller!

 

Viel Spass,

Michael

 

PS: Silent... I kill you! :D


02.05.2008 18:38    |    Swedecruiser    |    Kommentare (6)

Hallo zusammen,

 

vor einigen Tagen hatte ich das Vergnügen gegen Abend eine kurze Ausfahrt im neuen Jaguar XF zu unternehmen. Von dieser möchte ich hier kurz berichten.

 

Es handelte sich um einen Jaguar XF 2.7 V6 Diesel Premium Luxury in Botanical Green. Das Fahrzeug hatte im Innenraum die Kombination aus Champagne-farbenen perforiertem Leder und Truffle-farbenen Armarturenbrett-Oberteil/Lenkrad. Als Dekor hat dieses Fahrzeug das Walnuss-Wurzelholz verbaut. Eine überaus schicke Kombination, nach den ersten fernmündlichen Ankündigungen des stolzen Besitzers hätte ich nicht gedacht dass das derart stimmig wirkt! Das schicke Serien-Leichtmetallrad "Cygnus" im 18"-Format rundet das sportlich-schicke Auftreten der stilvollen Limousine angenehm ab.

 

Ich habe das Fahrzeug schon 2x auf Auto-Ausstellungen gesehen, nämlich bei dessen Premiere auf der IAA in Frankfurt und dann nochmal Anfang des Jahres in Genf auf dem Salon Auto. Beide male habe ich das Auto zwar wahrgenommen aber nicht wirklich registriert. Auch in freier Wildbahn habe ich bisher noch keinen der neuen Mietzekatzen gesehen.

 

Als ich nun aber vor dem Fahrzeug stand war ich doch ziemlich beeindruckt. Das Fahrzeug hat eine unheimlich interessante Linienführung. Die geduckte Haltung des Fahrzeuges, die Coupeartige Dachlinie und die breite Spur verleihen ihm die Anmutung eines Sportwagens, Gene eines Aston Martins (was keinesfalls als Abwertung verstanden werden soll) sind wohl nicht zu verleugnen.

Die Front wirkt sehr elegant, der große Verchromte Kühlergrill, die Chromleisten im Lufteinlass und die stark konturierte Kühlerhaube verhelfen ihm zu einem stattlichen Auftritt. Die Heckansicht hingegen wirkt kraftvoll, die breiten 245er Reifen sowie die 2-flutige Auspuffanlage verleihem dem Kätzchen ein sportliches Hinterteil. Die konsequente Designsprache setzt sich hier sehr positiv fort, obwohl er deutlich anders aussieht als die klassischen Jaguars der 70er Jahre ist er mit einer breiten Chromleiste und der Jaguar-Figur am Heck deutlich als Jaguar zu erkennen.

 

Im Innenraum erwartet den Fahrer ein nobles Ambiente. Die perforierten Ledersitze sind Teil der Premium Luxury Ausführung, meine Begeisterung über die Farbgebung habe ich bereits weiter oben zum Ausdruck gebracht. Auf den ersten Blick wirken auch die Aluminium-Einlagen sehr gelungen, jedoch hätte ich von Jaguar erwartet dass man hier keine Alu-Kunststoff-Blenden verbaut. Optisch sehen sie wirklich ganz nett aus, allerdings beim tasten merkt man schnell dass die Einlagen warm sind und damit nicht die Haptik einer kalten Metalleinlage haben. Aber okay - seis drum!

Das Touchscreen-Navi habe ich nicht sofort verstanden, nach etwas Eingewöhnung würde ich das aber sicher hinbekommen. Beim Starten des Motors durch drücken der Start/Stop-Taste auf dem Mitteltunnel öffnen sich automatisch die Lüftungsklappen (also das wäre nun wirklich nicht nötig gewesen - aber showeffekt!) und der Automatik-Wähl-Drehknopf fährt heraus. Scheinbar hat hier ein Ingenieur ziemlich freie Hand für seine Phantasien gehabt! Die Bedienung dieses Automatik-Wähl-Drehknopfes ist jedoch intuitiv: Parken, Rückwärtsgang, Neutral, Drive, Sport-Drive... wie gehabt. Die Gänge lassen sich alternativ dann noch mit den Schaltpaddeln am Lenkrad schalten - rechts hoch, links runter.

 

Der Motor benimmt sich hervorragend. Man hört ihn nur bei starker Last, bei gezügeltem Gasfuß ist es kaum wahrnehmbar dass es sich um einen Selbstzünder handelt. Es steht stets genügend Leistung zur Verfügung und der Verbrauch sollte sich im Rahmen halten. Ich würde im Schnitt mit 9 Litern rechnen (der Bordcomputer hat etwas von 8,5 Litern angezeigt, jedoch ist das Auto erst knapp 800 km alt).

Das Fahrverhalten ist sehr gutmütig, trotz nassen Straßen und Heckantrieb hatte ich nie auch nur im Ansatz ein ungutes Gefühl. Auch bei zügigen rausbeschleunigen aus engen Kurven kein nervöses Heck und kein hecktisches ESP... respekt! Lenkung sehr direkt, hat mir ein gutes Gefühl zur Straße vermittelt.

Leider war die Testfahrt nur gut 15km lang, von daher kann ich hier nur einen kurzen Eindruck über Motor und Fahrverhalten liefern.

 

Fazit: eine sehr schicke Limousine mit Charme! Sportliches Fahren definitiv möglich, jedoch steht bei den Käufern sicherlich Cruisen und Reisen im Vordergrund. Ich für meinen Teil könnte mir jedoch vorstellen dass der Weg auch gerne mal das Ziel sein kann ;-)

 

Viele Grüße,

Michael


24.04.2008 22:15    |    Swedecruiser    |    Kommentare (2)

Hallo zusammen,

 

hier eine kleine, verspätete Fotostory zum Genfer Automobilsalon 2008 welchen wir am 9. und 10. März nun bereits zum 3ten mal besucht haben.

 

Hauptgrund unseres Besuches war der neue Volvo XC60 von welchem wir einen sehr positiven Eindruck gewonnen haben.

 

Ein weiteres Highlight: Der Maserati-Stand für welchen wir eine Standeinladung besessen haben und diesen natürlich ausgiebig und intensiv erkundigten.

 

Viele Grüße

Michael


24.04.2008 21:04    |    Swedecruiser    |    Kommentare (6)

Hallo zusammen,

 

auf Wunsch eines Lesers, ich könne doch mal von "anständig motorisierten Autos" schreiben möchte ich kurzfristig eine kleine Erinnerung aus Sommer 2006 posten. Diese Erfahrung geht mir, wenn ich daran denke, immer noch unter die Haut... also viel Spass beim Lesen an diejenigen die damals den Artikel nicht gelesen haben... :-)

 

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Hallo zusammen,

 

alle die mich hier im Forum kennen die wissen dass ich auf Volvos aller Art nichts oder nicht viel kommen lasse. Seit dem S60 als Turbo, danach die V50 T5, alle starken Diesel-Volvos und nun der S80, alles Fahrzeuge ne Menge Spass bereitet haben und es immer noch tun. Bisher war der S60 R für mich eines der absolut abgefahrensten Autos, aber nun habe ich heute Abend etwas ganz spezielles erlebt, etwas was sich lange lange in meinen Gedanken verankern wird und nur ganz schwer zu toppen sein wird. Ich kam heute Abend in den Genuss von 2 Stunden mit dem aktuellen BMW M5. Und davon möchte ich Euch kurz berichten.

 

Heute Nachmittag ein kurzer Anruf, ein befreundeter Mitarbeiter eines BMW-Hauses fragt ob ich Zeit habe - naja eigentlich passt es mir gar nicht aber nach Nachfragen um was es denn ginge habe ich es ganz spontan einrichten können. Um 19.30 war es dann soweit, ich halte einen Zündschlüssel eines aktuellen M5 in der Hand und ich steige in das Saphirschwarze Gefährt. Innen ein hellgraues Leder, Alcantara-Dachhimmel, Individual-Leder-Armaturenbrett... sehr schick! Erste Irritation: der Schalt-Wählhebel der doch eher einem Joystick gleicht! Wählhebel befindet sich in N, also rüber damit in die Fahrstufe D, ein Zug am Schaltpaddel und das Headupdisplay zeigt den ersten Gang an. Ich fahre ganz vorsichtig an, erst mal schauen was das denn hier ist und möglichst vorsichtig an alles rantasten.

 

So, nun gehts los, Zug am Paddel, Schaltet in den 2.-3.-4. Gang, alles bei kleiner Drehzahl welche im Headup-Display angezeigt wird. Nun möchte ich an der nächsten Kreuzung rechts abbiegen, also 2 mal kurz am Schaltpaddel mit dem Minus ziehen - wow! Zwischengas - und was für ein Sound dabei... haha... jetzt wurde Spass draus. Also rechts um die Ecke, ab auf die Bundesstraße und schön bis 7000 Touren gezogen... wahnsinn. Und schon zeigt mein Beifahrer auf das 100er Schild... oups... das Headupdisplay zeigt ja schon knapp 160 an... also erst mal wieder vorsichtig und ein paar Gänge hochschalten... was?! 7 Gänge - wow! 7 sequenziell geschaltete Gänge, schaltbar unter Voll-Last - das geht einfach nicht in meinen Kopf. Aber okay.

 

Zeit sich ein bisschen im Auto umzusehen, bei Tempo 120 auf der Autobahn ja kein Thema. Da gibt es am Lenkrad eine Taste... "M".... ach damit aktiviert man die 507 Pferdchen... verstehe, ich bin eben nur mit 400 gefahren... klar! Gut, die Taste kann man ja schon mal gedrückt lassen. Und die zwei Tasten neben und unter dem Schalthebel... Dämpfer in der Härte einstellen und.... achtung: Schaltpausen einstellen! Für die Fahrt mit der Omi lässt man es also gemütlich angehen, für die Rückfahrt vom Seniorenheim stellt man es dann auf minimale Schaltzeiten und hat Spass bei. :-)

 

So, Autobahn wechseln, keine Geschwindigkeitsbegrenzung und die 10 Töpfe fluten, 507 PS abrufen und die Gänge schön ausdrehen. Bei knapp 220 schaltet man dann in die 6... danach in die 7... gemäß Headupdisplay hab ichs bis 257 geschafft... und hab irgendwie den Eindruck da is noch lange nicht schluß. Aber zwei Faktoren habn dafür gesorgt dass ich es dabei belassen habe. a) die Vernunft und b) die Erkenntnis dass 257 schon ganz schön schnell waren!

 

Dann ab von der Autobahn und ein bisschen in Richtung Landstraße unterwegs - aber oha - da ist ja ein Gewerbegebiet! Rechts abgebogen, eine lange, ebene und menschen und fahreugleere Straße angefahren und ein bisschen mit dem Bordcomputer gespielt. M-Programme... soso... DSC.... AUS! Und wie ging das? Schalthebel nach vorne drücken, vollgas bis sich die Drehzahl bei ca 4500 einpenddelt und dann den Hebel loslassen.... und wooooow..... Lenkrad GUUUUT festhalten ;-) Die Launch Control ist der Knaller. Habe vorhin nachgeschaut, so müssen sich 4,7 sec von 0-100 anfühlen. Und das was vormals auf der schmalen Mischbereifung hinten zu sehen war, liegt nun auf der Straße in einem Gewerbegebiet... in Form von schwarzen Strichen :-)

Also, wir waren der Meinung dass das weder den Reifen noch der Kupplung sehr gut tut, daher wiederholen wir dies nicht. Aber Spass war ne Menge dabei! Also alle Helferlein wieder an, es könnte sein dass ich die nochmal brauche!

 

So, nun ab auf eine nette, mir bestens bekannte Landstraße mit vielen netten Kurven, Bergauf und Bergab-Passagen. Da krieg ich ja schon wieder einen Schreck... mit dem Namen "aktive Lehnenverbreiterung"! Je stärker die Querbeschleunigung in einer Kurve ist, desto näher wird das Sitzpolster der Rückenlehne an meine Seite gedrückt! Das is ja mal richtig cool! Du sitzt da drin wie im Schraubstock!

In den Kurven macht der M5 richtig Laune, noch mehr allerdings kurz nach den Kurven, nämlich beim rausbeschleunigen! Immer schön das Paddel ziehen und es geht ne Menge vorwärts.

 

Nach guten 150 km gehts wieder heim - und noch einen letzten Schreck... ich hab grad für 50 Euro Super Plus vernichtet! Scheinbar sind die 25,2 Liter gem. Bordcomputer auf 100 km ernst gemeint! Im Schnitt versteht sich!

Naja, wenn man ICE fährt dann zahlt man ja auch den Express-Zuschlag.

 

Alles in allem: wahnsinn! Das hat tiefe Spuren in meinem Ego hinterlassen, habe mir allerdings kurz durchgerechnet was so ein Auto mich in einem Jahr kosten würde... schätzungsweise 10000 EUR Versicherung, 3 Satz Reifen a 4000 EUR, Wartungskosten inkl. 2 Satz Bremsen ca. 5000 EUR, so ein 60.000 er Wartungsdienst mit (vielleicht) ein paar Getriebeteilen auch noch ein bisschen... also ich glaube das Problem sind gar nicht die 110k EUR Anschaffung sondern der Unterhalt. Mit Benzin kann man da gerne mal 30.000 Euro pro Jahr auf die Seite schaffen. Und so ein Wochenende auf der Nordschleife mit... sagen wir... 5000 Euro pro Wochenende mit Sprit, Reifen, Bremsen, "Mautgebühr" und Übernachtung sind da noch nicht mit eingerechnet.

 

ich bin nun eben mit dem S80 wieder nach Hause gefahren, ist ja wirklich ein wunderschönes Auto, aber irgendwie hat der Spass im S80 jetzt ein Loch...

 

Viele Grüße vom schwärmenden, immer noch mit Adrenalin vollgepumpten

Michael


23.04.2008 21:19    |    Swedecruiser    |    Kommentare (7)

Hallo zusammen,

 

heute Nachmittag hatte ich das nette Vergnügen einen neuen Volvo V70 mit dem 2.0D Motor zu bewegen. Hierzu möchte ich meine Erfahrungen mit Euch teilen.

 

1. Motor.

Der brandneue 2.0D-Motor (naja, brandneu stimmt nicht ganz, er ist ja in der kleinen Baureihe C30, S40, V50 schon seit 2004 im Einsatz) leistet 100 kW. Das klingt als erstes mal nicht wirklich aufregend, jedoch stimmen mich die 320 Nm Drehmoment recht zuversichtlich. Der Motor besitzt einen Rußfilter, ist in Euro 4 eingestuft und produziert 157 gr. CO2/km. Mit 2,2t Gesamtgewicht ist er alles in allem sicher nicht übermotorisiert, aber dazu gleich mehr.

 

2. Design. Innenraum. Ausstattung.

Der V70 in der Summum-Version mit Aluminium-Fensterumrandung, Aluminiumdachreling und 18" Zubra-Felgen ist schon ein Hingucker. In Electric-Silber-Metallic wirken die Aluminiumapplikationen sehr edel und zurückhaltend, das Design als solches ist sehr stimmig und die Konturen kommen in dieser hellen Farbe sehr gut zur Geltung. Ein Fahrzeug was skandinavische Zurückhaltung im Design ausdrückt, gleichzeitig aber auch Luxus verkörpert und ein eigenständiges Auftreten verschafft.

Der Innenraum ist auch für große Personen (ich bin 1.88m groß) mehr als ausreichend bemessen, ein Reisen mit 4 Erwachsenen stellt absolut kein Problem dar. Schön ist die große Ellenbogenfreiheit, man fühlt sich nie eingeengt.

Das Testfahrzeug hatte absolut gar nichts mit einer Hausmeisterversion gemein, die Summum-Version wurde darüber hinaus noch mit Details wie RTI Navigationssystem, Handy-Bluetooth, el. Sitzverstellung für den Beifahrer, Kindersitze, Driver Alert, BLIS, 4C-Fahrwerk, PDC vorne und hinten und noch einigem mehr aufgestockt.

 

3. Fahrleistungen. Eindrücke.

Wie eingangs schon geschrieben gehe ich mit einigen Bedenken an ein so großes Fahrzeug heran welches "nur" mit dem 2.0D-Motor ausgerüstet ist. Aber bereits nach einigen Metern merke ich dass ich diese wohl etwas zurückschrauben darf. Der Motor dreht angenehm leise hoch, wenige Vibrationen und eine kontinuierliche Kraftentfaltung lassen mich doch staunen. Der Motor läuft ähnlich leise wie ein 2.4d oder D5 (beides 5-Zylinder) und die Beschleunigung unten heraus lässt mich schon staunen. Klar, dass ich nicht den "Bums" eines D5 erwarten darf.

Auch auf bei schnellem Galopp über die Landstraße oder einer fixen Autobahntour mit 180 war ich mit dem Gebotenen sehr zufrieden. Das Drehzahlniveau ist recht gering und es ist stets sehr ruhig im V70. Bei 100 km/h im 6ten Gang liegen gerade mal 1.700 Umdrehungen an. Sehr anständig.

Das 6-Gang-Getriebe lässt sich anständig schalten, die Gänge findet man sofort und die Schaltwege sind angenehm kurz. Es ist jedoch etwas hakeliger als das 6-Gang-Getriebe im 2.4d/D5. Nach ca. 200 km flotter Gangart, einigen Autobahnpassagen und fixen Landstraßentouren lag der Durchschnittsverbrauch gem. Bordcomputer bei 7,4 Litern. Wie ich finde recht anständig, bedenkt man dass a) keine große Rücksicht auf den Verbrauch und b) das Fahrzeug bei Übernahme erst knappe 200km auf der Uhr stehen hatte.

 

4. Gimmiks.

Das Fahrzeug ist u.a. mit 2 Ausstattungsdetails ausgerüstet, auf welche ich kurz nochmal zu sprechen kommen möchte:

 

a) Driver Alert

Bin ich erschrocken als ich das erste mal die Mittellinie überfahren habe - da fängt das Ding doch glatt an mir die Ohren vollzubimmeln! Dieses System ermittelt anhand der Fahrbahnmarkierungen wenn der Fahrer die Mittellinie überfährt und weist mit einem leisen aber doch recht bestimmenden Klingelton darauf hin. Dies soll den Fahrer bei Sekundenschlaf oder Übermüdungserscheinungen dazu motivieren eine Pause einzulegen. Gut dass man das System auch abschalten kann, denn mir wäre das bei flotter Landstraßenfahrt auf Dauer doch etwas zu stressig.

 

b) BLIS

Das Blindspot Information System guckt mittels 2 Digitalkameras welche unterhalb der Außenspiegel angebracht sind in den Toten Winkel. Wenn sich ein Fahrzeug in eben diesem Bereich befindet wird das mittels einer roten Warnlampe dem Fahrer mitgeteilt. Sehr angenehmes System, besonders für Autobahn-Vielfahrer m. E. sehr hilfreich. Ich habe nur eine Befürchtung bzw. einen Appell an Volvo-Fahrer die BLIS bestellen: Schulterblick nicht vergessen und ja nicht abgewöhnen! Es ist nur ein Assistenzsystem!

 

 

Viele Grüße von meinem ersten Blog,

Michael


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