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Ampelrakete

wenn die Ampelrakete zur Ladeschnecke wird kommt die Elektromobilität ins Stottern

01.05.2019 10:08    |    Ampelrakete    |    Kommentare (3)

Was ist Eure Erfahrung in Kaiserslautern?

wie IKEA die E Mobilität rettetwie IKEA die E Mobilität rettet

WENN DIE AMPELRAKETE ZUR LADESCHNECKE WIRD, KOMMT ELEKTROMOBILITÄT IST STOTTERN:

Ein Erfahrungsbericht einer erst- und einmaligen Ausflugsfahrt nach Kaiserslautern mit einem ernüchternden Ergebnis: Alle Ladestationen im Innenstadtbereich sind fast ausschließlich in den Händen der SWK und diese wiederum lassen sich mit der ENBW-Mobility+ nicht freischalten, so dass am Ende nur die gewerblichen Freistationen wie z.b. Ikea oder Globus bleiben. Für mich ergibt sich iam baldigen Ende meines nun seit insgesamt 5 Jahren dauernden Versuchs, der Elekromobilität eine Chance als alternatives Verkehrsmittel zu geben, ein enttäuschtes Bild der deutschen Infrastruktur. Ich kann nur fürchten, dass die Zustände in anderen Städten ähnlich unzulänglich sind. Ein Aktionsradius außerhalb der halben Batterieladung kann man in Deutschland nicht ohne Risiko planen. Die Elektromobilität hängt nach wie vor am imaginären Verlängerungskabel der häuslichen Steckdose. Im Falle meine Smart44 wären dies sommerliche 75km und im Winter je nach Außentemperatu rmaximal 40km.

So lange der Gesetzgeber Lade-Standards und Bereitstellung von Stationen der unmotivierten Wirtschaft überläßt, kann ich aus eigener Erfahrung von einer überregionalen Nutzung von Elektroautos nur abraten.

Oder man akzeptiert wie im Falle eine Smart44 mit 4,5kW-OnBoardLader horrende Fahrtkosten von bis zu 20€/100km.

 

NACHTRAG (Aktualisierung und Korrektur vorangehender Darstellung):

Nach Rückmeldung von SWK und ENBW liegt der Fehler nicht bei der SWK, sondern wird dadurch verursacht, dass das Konsortium des Stadtwerke-Verbund "Ladenetz" (sog. Roaming-Kooperation) für die ENBW-App nicht freigeschaltet war. SWK ist damit ebenfalls der Leidtragende dieser Panne, weil die Lade- und Roamingkosten weder von Ladenetz noch von ENBW getragen werden. Wäre also falsch hier SWK anzuprangern. Im Gegenteil, ich habe beim Dialog mit SWK vorbildliche Auskunft und ein hochmotiviertes Team erlebt, die sich schnell um die Angelegenheit gekümmert haben. darüber hinaus wurden mir Alternativen genannt. Auch erfahrne habe ich, dass zukünftig in kWh abgerechnet wird. Ferner funktioniert auch Zugang über Maingau (also 25 bzw 15 Cent/min). Fazit: Das ENBW-Angebot hat die Panne verursacht und war zumindest in K'Town nichts wert. Und im Übrigen ohnehin nur von kurzer Dauer (endet 19.1.). An dieser Stelle meinen Dank an SWK und eine Entschuldigung für die zu kritische Bewertung, welche ich hiermit korrigiere.

 

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02.05.2019 14:06    |    BenutznameSchonVergeben

Als Zweitwagen sind Elektroautos ne feine Sache.

02.05.2019 19:20    |    Ampelrakete

Richtig, auch als Zweitwagen leider nur im Aktionsradius einer halben Batterieladung, wenn man mit dem imaginären Verlängerungskabel verbunden bleibt und zuhause laden kann.

In der deutschen Ladeinfrastruktur sind Elektroautos immer noch Komplementär-Fahrzeuge mit Streckenbegrenzung.

 

Die angenehme Elektrofahrweise ist aber wie Sie bemerken unschlagbar und begeisternd.

Für den Smart gilt: EV ist der beste Antrieb den diese Automarke jemals hatte (ich hatte bereits fast alle einmal).

03.05.2019 09:09    |    Goify

Wenn es überall Ladesäulen gibt, wo ich eh parken muss (Supermarkt/IKEA/Baumarkt/Kino), dann wird es immer praktikabler. Extra irgendwo pausieren, nur um das Auto zu laden, halte ich für zu umständlich.

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