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amdtoaster

11.06.2011 17:21    |    amdtoaster    |    Kommentare (8)

Testfahrzeug Saab 9-3 YS3F 2.8T V6 Cabrio
Leistung 256 PS / 188 Kw
Hubraum 2792
Aufbauart Cabrio/Roadster
Kilometerstand 160000 km
Getriebeart Handschaltung
Erstzulassung 1/2008
Nutzungssituation Dienstwagen
Testdauer mehr als 3 Jahre
Gesamtnote von amdtoaster 3.5 von 5
weitere Tests zu Saab 9-3 YS3F anzeigen Gesamtwertung Saab 9-3 YS3F 4.0 von 5
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Einleitung

Da ich bisher noch sehr wenige Erfahrungsberichte über den SAAB 9-3 Aero gefunden habe möchte ich hier meine Erfahrungen der letzten 3 Jahre und 160.000 km mit der Community teilen.

 

Ich pendle beruflich einmal pro Woche zwischen Tirol und Baden Württemberg hin und her also ca. 70% Autobahn, die restlichen Kilometer spule ich hauptsächlich auf Bundesstraßen ab, pro Woche kommen so 800 - 1000 km zusammen. Stadtverkehr ist äußerst selten.

Daher ist es für mich extrem wichtig ein zuverlässiges Fahrzeug zu haben, für irgendwelche Pannen habe ich eigentlich keine Zeit - und, das kann ich schon vorweg sagen - in dieser Disziplin schlägt sich der SAAB excellent. Einsteigen, starten, fahren und - sonst nix.

Speziell im Winter schätze ich meinen SAAB sehr, die Schweden haben ja ein ähnliches Klima und Fahrbedingungen wie wir hier in Tirol, daher gibt es auch im Winter kaum Probleme mit irgendwelcher Technik die Kälte, Salz und Schnee nicht verträgt. Ich muss Montag morgens immer sehr früh über die manchmal verschneiten und noch ungeräumten Strassen Richtung Deutschland. Gute Winterreifen vorausgesetzt kommt man trotz der vielen PS erstaunlich gut voran - daher besitze ich bis heute noch immer keine Schneeketten. Der Frontantrieb und die fein abgestimmte Elektronik sind bei solchen Bedingungen eine große Hilfe und spenden Zuversicht wenn es mal wieder aussichtslos erscheint.

Galerie

Karosserie

3.0 von 5

Die Karosserie ist an sich sehr gut verarbeitet, Klappergeräusche, Wassereinbrüche oder Teile die abfallen gibt es nicht.

Die Sicht nach hinten ist nicht berauschend, dafür gibts aber den Park Pieper. Da ich aber kaum in der Stadt unterwegs bin stört mich das nicht wirklich.

Abzüge gibts für die billige Haptik des Armaturenbretts. Angesichts des hohen Kaufpreises und des Anspruchs von SAAB ein Premium Hersteller zu sein ein klares NO GO!.

 

Der Kofferraum ist nicht riesig, da ich aber überwiegend alleine unterwegs bin ist mir das auch egal. Die wirklich wichtigen Dinge wie Bierkästen kann man in ausreichender Menge transportieren und für den Transport von Mountainbikes oder sperrigen Dingen habe ich mir einen Dachträger angeschafft. Die Ski kann man vom Kofferraum aus durch eine kleine Klappe durchladen, was fehlt ist ein Skisack um dem Schmelzwasser Einhalt zu gebieten, aber ein großes Handtuch tut's auch.

 

Verbesserungsbedarf sehe ich noch bei der aerodynamischen Gestaltung der Rückspiegel. Die verschmutzen im Winter durch die eingebaute Heizung extrem schnell und man sieht aufgrund des angetrockneten Drecks nichts mehr außer - genau: Dreck!

 

Apropos Dreck: im Regen sollte man auch das Fahrerfenster geschlossen halten, ansonsten befördert jede Scheibenwischerbewegung einen Schluck Wasser ins Fahrzeuginnere, der einem dann schön über die Hose läuft.

 

Zum Thema Wasser passt auch noch der Regensensor, der ab und zu nach einer schwer nachvollziehbaren Logik zu funktionieren scheint und sich nur nach manuellem Eingreifen wieder "beruhigt". Von Äußerlichkeiten völlig unbeeindruckt entwickelt auch der Heckscheibenwischer sein Eigenleben so als wollte er ab und zu darauf hinweisen dass er noch am Leben ist.

 

Designbedingt dankbar ist die Fahrzeugflanke für kleine Erinnerungen die von unaufmerksamen Mitbürgern in knappen Parklücken ins Blech gedrückt werden, daher Parkplatz mit Bedacht wählen!

Testkriterien
Platzangebot vorn: eng geräumig
Platzangebot hinten: eng geräumig
Kofferraum: klein groß
Übersichtlichkeit: schlecht gut
Qualitätseindruck: minderwertig hochwertig
Fazit - Karosserie
  • + Gute Vearbeitung, auch nach vielen Kilometern keinerlei Klappergeräusche
  • - teilweise billige Haptik
  • - Scheibenwischer / Regensensor
  • - Aussenspiegel verschmutzen im Winter sehr schnell

Antrieb

2.5 von 5

Bei keinem Punkt gibt es soviel Schatten und Licht als beim Thema Motor.

Die Fahrleistungen sind angesichts des hohen Fahrzeuggewichts von 1700kg durchaus angemessen. Speziell beim Überholen auf den Landstraßen schafft die schiere Kraft des V6 Sicherheitsreserven. Da kommen dann ab und zu schon Kommentare von Mitfahrern wie "ich wusste gar nicht dass man HIER überholen kann" :-).

 

Der Motor ist laufruhig, dreht auch aus dem Drehzahlkeller willig hoch und hat auch mit gemütlicher Gangart keine Probleme, somit ist auch entspanntes Cruisen möglich (was bei uns in Österreich ja quasi per Gesetz verordnet ist).

 

Was mich immer wieder überrascht sind die "Steherqualitäten" des Motors, bin ich doch oft mit deutlich über 200 km/h unterwegs, da ich meistens außerhalb der Hauptverkehrszeiten fahre um schnell ans Ziel zu kommen. Das einzige Problem war ein verlorener Auspuffstehbolzen (jawohl, habe sowas auch zum erstenmal "verloren") der zum Verzug des Krümmer und damit zu einer ziemlich teuren Reparatur führte.

Bei der Gelegenheit hat sich SAAB nicht gerade mit Ruhm beckleckert, der Wagen war immerhin 2 Wochen in der Werkstatt weil die das richtige Teil nicht identifizieren konnten und 2 mal den falschen Krümmer geliefert hatten. Das gab mir aber die Gelegenheit eine Mercedes C-Klasse mal ausgiebig probezufahren und festzustellen was für ein Klasse Auto mein SAAB eigentlich ist :D...

Na ja, dafür war sonst noch nie was am Motor zu reparieren.

 

Das absolute "Negativhighlight" ist aber der Verbrauch. Lässt man es mal richtig flott angehen laufen locker 15 - 17 Liter durch die Einspritzdüsen. Das hat im Laufe der Zeit dazu geführt dass ich mittlerweile ALLE Tankstellen inklusive deren Öffnungszeiten zwischen Tirol und BW kenne. Das Problem ist neben dem (nicht mehr zeitgemässen) Verbrauch auch noch der kleine Tank. Da passen gerade mal 56 Liter rein, was im Extremfall für maximal Reichweiten um die 300 Kilometer sorgt. Das ist speziell nachts oft ein Problem wenn man nicht weiss wann die nächste Tankstelle kommt und ob sie offen hat. Vom Umweltgedanken will ich hier mal gar nicht sprechen .... :-(

 

Das schlimme ist dass auch bei sehr moderater Fahrweise auf der österreichischen Autobahn ( also konstant 140 mit Tempomat) noch immer 11,5 Liter "verdunsten", nur Gott und SAAB wissen vermutlich wohin ...

Galerie
Testkriterien
Motorleistung: schwach stark
Durchzug: unelastisch elastisch
Drehfreude: zäh agil
Getriebe/Schaltverhalten: schlecht gut
Verbrauch: durstig effizient
Reichweite: gering hoch
Fazit - Antrieb
  • + Sprint und durchzugsstarker Motor
  • - Verbrauch!!

Fahrdynamik

4.0 von 5

Eines der Sahnestücke (mit einem kleinen Abstrich) ist sicher die Kombination Fahrwerk / Bremsen. Da ich mir den Luxus des Aero Modells gegönnt habe ist nebst Sportfahrwerk noch eine größere Bremse verbaut.

 

Eines gleich vorneweg, wer ein Bandscheibenleiden hat sollte hier jetzt zu lesen aufhören und sich nach einem anderen Auto umsehen. Für die ohne Bandscheibenleiden: Das Fahrwerk passt extrem gut zum restlichen Auto, ESP kommt sehr spät, in Verbindung mit den 18 Zöllern liegt die Kiste excellent und gibt auch ungefiltert Rückmeldung über den Fahrbahnzustand und auch wie große die darauf befindlichen Steinchen gerade sind. Dazu kommt noch eine sehr geringe Wankneigung in schnellen Kurven. Das Überfahren von kurzen Querrillen löst schon mal die eine oder andere Zahnfüllung. Komfort ist NICHT eine der große Stärken, aber wer will das schon.

 

Der eingangs erwähnte kleine Abstrich ist das Fahrverhalten bei Spurrillen. Wurde man von einer Spurrille erst mal "angesaugt" und tritt dann auf's Gas ist man gut beraten das Lenkrad mit beiden Händen festzuhalten; man hat das Gefühl der SAAB will im 90° Winkel aus der Spurrille zurück in die Freiheit. Wenn man das Auto länger fährt gewöhnt man sich an dieses Verhalten, aber ab und zu nervt es richtig, speziell im Nassen oder mit abgefahrenen Reifen. Beim letzten Reifenwechsel wurde daher auch die Achsgeometrie vermessen und nachjustiert, was die Sache etwas entschärft hat.

 

Da das Fahrwerk ansonsten ja einiges an Leistungsreserven bereithält fühle ich mich auch bei sehr hohen Geschwindigkeiten auf der Autobahn sehr wohl, man hat nie das Gefühl an die Grenzen zu kommen. Wer schnell fährt braucht auch gute Bremsen. Unter guten Bremsen verstehe ich Bremsen die den Wagen von 250 locker auf 60 runterholen, das ganze unter Umständen mehrmals kurz hintereinander und ohne irgendwie in der Leistung einzubrechen. Das ist für die Bremsanlage im Aero überhaupt kein Problem und macht ihn für mich zu einem wirklich sicheren Auto.

Die Bremse verlangt zwar nach etwas mehr Druck am Pedal ist aber dafür superfeinfühlig zu dosieren. Ein echter Hammer/Anker!

Galerie
Testkriterien
Wendekreis: groß klein
Beschleunigung: langsam schnell
Lenkung: schwammig direkt
Bremsen: schwach standfest
Fahrverhalten: unausgeglichen ausgeglichen
Kurvenverhalten: unsicher sicher
Wendigkeit: träge agil
Fazit - Fahrdynamik
  • + super standfeste Bremsen
  • - Spurstabilität bei Längsrillen

Komfort

4.0 von 5

Wie bereits vorhin erwähnt, der 9-3er ist kein Wohnzimmer, dafür punktet er aber bei mir mit inneren Werten:

 

Xenonlicht - superhell, das Kurvenlicht ein Hammer - leider schaltet es ab 130 km/h irgendwie ab (nicht das Licht aber das Kurvenfeature). Die Xenonbrenner sind so gut dass ich die eingebauten Nebelscheinwerfer eigentlich nie verwende, da es mit Nebelscheinwerfern vorne auch nicht merklich heller wird. Einziges Manko, bei starkem Schneefall vereisen die Scheinwerfer wohl aufgrund der geringen Wärmeentwicklung und es bleiben nur noch 2 kleine Löcher durch die entsprechend wenig Licht nach draußen dringt.

 

NIGHTPANEL - eine Erfindung von SAAB, richtig gut in den Nächten in denen der Asphalt das Licht "frisst" und man selbst mit den Xenon's das Gefühl hat im Schein einer Kerze unterwegs zu sein. Der Trick: alle unnötigen Lichtquellen am Armaturenbrett werden ausgeschaltet, das entspannt das Auge ungemein. Ich nutze dieses Feature oft und gerne.

 

BOSE / Navi - das Navi hat TMC, die Bedienung ist einigermaßen intuitiv, mit der Zeit lernt man Umleitungsempfehlungen anhand der angezeigten Kilometer zu "interpretieren" und auch zu ignorieren.

Die BOSE ) ist für mich ein Muss, da sie excellent gut klingt und auch den hohen Geräuschpegel bei flotter Autobahnfahrt noch "überbügeln" kann. Sie kann neben den normalen Musik CD's auch noch CD's mit MP3's spielen oder andere Quellen via AUX in. Was nervt ist die umständliche Bedienung des Radios sowie die nur mäßige Empfangsleistung. Auch scheint der Radiopegel deutlich geringer als der Pegel von CD zu sein was zu einer eher unbefriedigenden Maximallautstärke führt.

 

Was mich regelmäßig zur Weissglut bringt sind die fummeligen Schalter für Heckscheibenwischer und Tempomat. Die sehen zwar für schwedische Verhältnisse vielleicht gut aus, aber die Schalter sind vom Lenkrad aus kaum zu bedienen.

Galerie
Testkriterien
Federung (sportlich): schlecht abgestimmt gut abgestimmt
Sitze vorn: unbequem bequem
Sitze hinten: unbequem bequem
Innengeräusche: laut leise
Bedienung: kompliziert intuitiv
Heizung/Klimatisierung: schwach wirkungsvoll
Fazit - Komfort
  • + BOSE Soundsystem
  • + starke Klimaanlage
  • + Sportfahrwerk
  • - Innengeräusche bei hohem Tempo

Emotion

4.5 von 5

Der SAAB ist kein alltägliches Auto (wenn auch ein Alltagsauto), was vermutlich unter anderem auch am hohen Kaufpreis und dem schlechten Image - ausgelöst durch die wirtschafltichen Turbulenzen der Vergangenheit - liegt.

 

Für mich ist er ein Wolf im Schafspelz, sieht nach Familienkutsche aus bringt aber durchaus mal einen Porsche in größere Verlegenheit. Die freundlichen Herren am Straßenrand ( ja die mit den weissen Mützen ;) ) haben den Wagen nicht in ihrem "Need for Speed" Raster das heisst man ist zunächst mal eher unverdächtig, erst beim Blick in die Papiere weiten sich die Pupillen und es wird schon mal nachgefragt ob die PS Angaben nicht doch ein Druckfehler sind :D.

 

Außerdem hat der 9-3er den allerschönsten LED Lidstrich :cool: und die Schweden haben es geschafft, dass er nicht wackelt :);)

Testkriterien
Design: langweilig attraktiv
Temperament (sportlich): ausbaufähig realisiert
Image: negativ positiv
Fazit - Emotion
  • + Wolf im Schafspelz
  • + Eher selten in der freien Wildbahn anzutreffen
  • - schlechtes Image aufgrund der Opel Turbulenzen
  • - teilweise billige/ schlechte Detaillösungen

Unterhaltskosten

Verbrauch auf 100 km über 10 Liter
Außerplanmäßige Reparaturkosten Motor/Kraftstoffversorgung/Abgasanlage - Abgaskrümmer (1000 €)

Gesamtfazit zum Test

Aus diesen Gründen kann ich den empfehlen:

Der 9-3er ist an sich ein unkompliziertes Auto das viele Tugenden aber auch ein paar Schwächen hat.

Mit den kleinen Unzulänglichkeiten habe ich mich längst abgefunden und freue mich immer wenn ich mich wieder in meinen "fliegenden Teppich" setze. Was für mich am meisten zählt ist dass ich bisher immer ans Ziel gekommen bin. Ansonsten ist es ein bischen wie mit den alten englischen Autos, love it or leave it ...

Aus diesen Gründen kann ich den nicht empfehlen:

Der hohe Verbrauch in Kombination mit dem kleinen Tank lässt einen mehr Tankstellen kennen lernen als einem lieb ist. Der Motor ist nicht mehr zeitgemäß, das hat auch SAAB mittlerweile erkannt und eine Kooperation mit BMW geschlossen ...

Gesamtwertung: 3.5 von 5
Das Testfahrzeug erhielt im Test durchschnittlich 3.5 von 5 möglichen Sternen
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14.06.2011 12:43    |    Weisnet1995

Sehr schöner Bericht zu einem interessanten Auto, das wahrlich nicht an jeder Ecke steht - möge SAAB mit dem neuen (und IMO recht schicken) 9-5 wieder ein größerer Erfolg beschieden sein.

PS: Auch mit einem Bandscheibenleiden kann man MX-5 fahren (und der ist hart :D )


03.08.2011 16:04    |    Dodge_City

Ja SAAB hat was , darum fahre ich auch selber einen.

Aber der neue 9-5 ist optisch der Hammer,das Heck ist echt ein Knaller ,es bleibt nur zuhoffen,das SAAB wieder auf die Füsse kommt.

Man hört (und liest) ja nicht viel positives,mich wundert nur das der schwedische Staat sowenig Interesse an einer Rettung zeigt.


20.08.2011 08:50    |    Jan aus R

cooler Bericht - sehr objektiv!


19.08.2012 21:49    |    Selecao

ich habe den bericht gelesen, genauso wie viele andere und mir ist aufgefallen das die meisten sich einfach in den saab setzen den zündschlüssel rumdrehen und los und dann muss alles funktionieren. aber es gibt nicht um sonst bedienungsanleitungen! zum beispiel der regensensor der hat drei einstellungsstufen hoch,mittel und niedrig die gelten für vorn sowie für hinten und sind im bordcomputermenü unter einstellung- regensensor zu finden,dann klappts auch mit dem regensensor.also wer lesen kann und sich nur ein bischen mit dem auto was er kauft oder kaufen will beschäftigt und evtl. beim händler seines vertauens nachfagt was für funtionen gibt und wie sie zu benutzen und einzustellen sind ist klar im vorteil und gibt dann auch nicht solche schlechten bewertungen ab. denn der saab ist ein tolles fahrzeug , hat viel zu bieten und ist zu unrecht ein nieschen produckt. er wird nur durch solche negativen bewertungen in die ecke gedrückt weil manche einfach nicht in der lage sind über den tellerrand hinauszuschauen! ich hoffe das jetzt einige sich bevor sie ein neues auto kaufen sich besser darüber informieren was es für funktionen hat und wie sie angewendent werden.zusätzlich fällt mir auf das du gern richtig gas gibst und mit über 200km/h über die autoban schiesst. da wunderst du dich über den verbrauch und über die umweltbelastung die du damit darstellst ? ich würde dir raten etwas früher los zu fahren und somit kannst du langsamer ,sparsamer und umweltbewusster fahren wie were das, somit kommst du evtl. auch entspannter an.also ich schaffe es mit meinem saab bei moderater fahrweise,das mit 280 ps und bioethanol im tank einen verbrauch von 8.9 litern auf 100km zu verbuchen und da fahre ich auf der autobahn zwischen 130km/ und 150 km/h, nur fahre ich nicht alle gänge bis auf aüßerste aus sodern schalte früh hoch und das geht mit dem saab ser gut da er ja wie du schon selbst erwähnt hast auch im unteren drehzahlbereich gut durchzug bezitzt. also versuch auch mal deine fahrweise zu änder dann klappts auch mit dem tank :-) ansonsten ist dein bericht soweit in ordnung und auch gut geschrieben.


14.01.2013 12:09    |    hammun

Hallo

 

Bin auch Besitzer eines Sportcombi V6 und muss ehrlich sagen, ich fuhr noch nie einen Wagen der solch eine Beschissene Bodenhaftung und Stabilität hat!

Die Gewichtsverteilung bei diesem Modell und der V6 Motor sind nicht gelungen.

Bei Spurrillen, unebenen Strassen oder Vollgas auf der Autobahn muss man sich am Lenkrad krallen und hoffen, dass man nicht von der Strasse fliegt!

Versuchte die mit anderen Stossdämpfern und Federn, sogar mit Domstreben, Erfolg minimal.

Seit dem Kauf nur Ärger, Garagen Aufenthalte am Laufband.

Fazit, für einen Wagen dieser Preisklasse, echt mies.

Eizig das Design ist unschlagbar.

Sorry, jedem Saab Liebhaber dem ich zu nahe trete!


24.01.2014 00:47    |    aerobelix 2.8

Hallo,

ich fahre seit über 5 Jahren und ca. 80.000 km einen Aero Sportcombi V6 aus dem ersten Modelljahr 2006. Mittlerweile stehen gut 170.000 km auf dem Tacho. Zur Erstausstattung gehört auch die Hirsch-Leistungssteigerung auf 275PS/400Nm.

Über den Verbrauch möchte ich mich nicht beklagen. Trotz Automatik habe ich die werksseitig angegebenen 17,2l/100km Stadtverbrauch noch nie erreicht. Je nach Jahreszeit und aufgezogenem Radsatz pendelt dieser um 15l. Auf Langstrecke, egal, ob Straße oder Autobahn, ist je nach Fahrweise von knapp 9 bis 14l alles möglich. Das größte Sparpotenzial liegt nun mal in einer angepassten, vorausschauenden Fahrweise und schlicht im Gehirn des Fahrers. Aber mit Verlaub, wer sich bei diesem Saab mit einer Leistung von über 250PS mit einem Durchschnittsverbrauch um 9 Liter brüstet, sollte überlegen, ob er im richtigen Auto zu sitzen beliebt. Denn auch bei aller gebotenen Objektivität kann und sollte man das Potenzial dieses tollen Motors in diesem für meinen Geschmack tollen Wagen nicht durch übertriebenen Sparzwang ersticken. Und andererseits, wer sich beim Ausschöpfen des gesamten Leistungspotenzials über einen zu hohen Verbrauch beklagt, hat sich vor dem Kauf wohl nicht ausreichend informiert. Und selbst aktuelle Fahrzeuge in dieser Liga können die Physik nicht überlisten. Kraft kommt von Kraftstoff. Nur die Manieren bei Leistungseinsatz wurden spürbar geschliffen.

Aber um zum Thema zurückzukommen, die Größe des Tanks halte ich bzgl. der Langstreckenqualitäten des Aero ebenfalls für schlicht unterdimensioniert.

Auch dem Regensensor kann ich, trotz der Möglichkeit der scheinbar 3-fachen Sensibilitätsauswahl über den Bordcomputer, eine gewisse Sturheit nicht abstreiten. Manchmal läuft er ohne erkennbaren Grund über die bereits trockene Scheibe weiter oder er muss mangels Durchblick manuell aus dem Schlaf gerissen werden. Aber prinzipiell kann man sich damit arrangieren. Es gab Zeiten, da ging's auch ohne Sensor hinter der Scheibe nur an Hand visueller Auffassungsgabe. ;-)

Das Fahrwerk bietet trotz der notwendigen Straffheit noch genügend Komfort, die Zahnfüllungen sollten unbehelligt bleiben. Die Vordersitze verdienen besondere, positive Erwähnung. Für groß gewachsene könnte zum uneingeschränkten Glück nur die Sitzfläche etwas länger sein.

Abweichend vom Verfasser des Testberichts möchte ich meiner originalen Bremsanlage nicht unbedingt mehrere Stopper aus bzw. bei hohen Geschwindigkeiten kurz hintereinander zumuten. Das Fading nimmt dann schon spürbar zu. Die Verarbeitung speziell der Verkleidungen im hinteren (Koffer-)Abteil glänzt bei kurzen Bodenwellen auch nicht gerade durch vornehme Stille. Die Heckklappenverkleidung sowie die Kassette des Heckrollos müssten rein akustisch schon mehrfach gebrochen sein. Auch das anfangs aerotypische Lenkrad mit den silbern lackierten Spangen befindet sich in Auflösung - der gesamte Pur-Lenkradkranz löst sich ab. Dass an diesem Lenkrad kein einziges Stück echten Leders verarbeitet wurde, grenzt schon an Frechheit. Ein gewisser Sparzwang bei der Materialauswahl lässt sich auch an anderen Stellen im Innenraum feststellen. Die Verarbeitung ist aber größtenteils gut.

Die Funktionalität finde ich sehr gelungen und das saabtypishe Nightpanel sollte auch bei anderen Herstellern Verbreitung finden. Eine Wohltat für die Augen und das Gehirn, das bei der Konzentration aufs Wesentliche, das Fahren, vor visueller Reizüberflutung geschützt wird. Und im Vergleich zu manch aktuellem Fahrzeugmodell, ist der Saab anzeigentechnisch nicht überausgestattet.

Der Motor sowie das Automatikgetriebe (6-Gang, Aisin) sind bisher sehr standfest und ein steter Quell der Freude. Nur an der Peripherie mussten schon einige Teile teils vor der normalen "Abnutzung" instand gesetzt werden: Kühlmittelausgleichsbehälter (2x), Fahrwerksfedern vorn, Ladedruckregelventil, beide linke Radlager, Rost an der Heckklappe. Normale Verschleißteile führe ich hier nicht auf. Dass die Reifen der Vorderachse unter dem Einsatz der Motorleistung und der durch den schweren Motor resultierenden hohen Achslast (Untersteuern) stärker als bei anderen Modellen zu leiden haben, sollte noch erwähnt werden. Aber überraschend ist dieser Umstand eigentlich auch nicht.

Mein persönliches Fazit: Auch wenn mein Saab in manchen Punkten technisch nicht mehr State-of-the-Art ist, freue ich mich nach jedem Ausflug mit einem Wagen aktueller Prägung wieder auf den Umstieg in jenen welchen. Denn trotz oder auch vielleicht wegen der Einflussnahme durch Opel hat sich dieses Auto eine ordentliche Portion Eigenständigkeit bewahrt und sticht durch sein Design, die speziellen Fahreigenschaften ("übermotorisierter Frontantrieb") und einigen aus alter Zeit erhalten gebliebenen und "typisch skandinavischen" Details aus der Masse der heutigen Autos hervor. Habe ich schon erwähnt, dass ich beim Einfall der vollen Leistung auf den hoffnungslos um Traktion ringenden Frontantrieb immer diebisch lachen muss? In der heutigen, perfektionierten Fahrzeugwelt undenkbar!


27.04.2018 20:32    |    Zierold

Hallo,

wenn auch seit dem letzten Eintrag über vier Jahre ins Land gegangen sind möchte ich mich heute auch mal zu Wort melden. Ich fahre den Saab 9-3 V6 Aero mit 250 PS Baujahr 2017 mit Vollausstattung. Es ist mein dritter Saab. der Erste war ein 900 II V6 2,5 Ltr. (Opel Vectra Motor) mit 175 PS. Der Zweite war ein 9-3 I mit 2,0 Ltr. 150 PS Softturbo. Habe mit keinem der drei Saabienen größere Probleme gehabt. Außer Verschleißteile und beim 9-3 I nach knapp 190.000 Km Klimakompressor keine weiteren Reparaturen. Ich konnte mich immer auf die Autos verlassen.

Zum jetzigen kann ich die dargestellten guten Seiten nur bestätigen. Aber auch die schlechten, wie Verbrauch und den sehr kleinen Tank. Da ich bis vor einem Jahr oft dienstlich mit anderen PKW's, hauptsächlich deutscher Hersteller, unterwegs war habe ich mich sehr oft nach meinem Saab mit seiner butterweich arbeitenden 6 Gang Automatik gesehnt. Klar gab es auch Autos die in dem einen oder anderen Punkt besser waren und auch dem Alter geschuldet modernere Ausstattungen hatten. Aber ich möchte hier sagen, dass ich meinen Saab nicht mit jedem dieser Autos getauscht hätte. Ich muss aber auch dazu sagen, dass es meistens Diesel waren und ich ein ausgesprochener Dieselhasser bin. Ich habe bei der damaligen DDR Fahne als Kraftfahrer 18 Monate nach Diesel gestunken. Mein Saab hat eigentlich alles, was man zum Autofahren braucht, einen spritzigen Antrieb, genug Reserven zum Schnellfahren, eine gute Innenausstattung, eine gute Soundanlage (Bose), ein gut funktionierendes Navi und vor allem ein gutes Sicherheitssystem. Ich möchte beim Autofahren noch selbst beteiligt sein und nicht ständig von Fahrerassistenzsystemen gemaßregelt und ausgebremst werden.

Es ist traurig, was man mit dieser Automarke gemacht hat. Es war ja eigentlich die europäische Premiummarke von GM und den Teilespender Opel gut überlegen. Schade das es doch nicht weitergegangen ist. Ich werde meinen Saab so lange wie möglich erhalten und stolz darauf sein, einer der letzten Saabfahrer dieser Welt zu sein.

Mein Fazit: Saab hat es immer verstanden gute Autos zu bauen. Bei meinem ersten Saab, dem 900 II hat auch nach 240.000 Km kein Klappern und Poltern genervt und ich bin überzeugt, dass das bei meinem jetzigen auch so sein wird.

Grüße an alle Saabfahrer, die weiterhin der Marke treu sind.


27.04.2018 20:33    |    Zierold

Sorry Tippfehler: kleine Korrektur zum vorstehenden Beitrag. 9-3 Aero nicht Baujahr 2017 sondern 2007


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