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Skoda, Tatra, Oldtimer, Spartak, Octavia, Felicia

Fri Nov 03 00:28:46 CET 2017    |    akrij3    |    Kommentare (3)

Maserati - eine lange Familiengeschichte.

 

Der Anfang ist nicht romantisch und allgemein bekannt: der Vater war Lokführer, die Mutter Hausfrau und sie lebten in der lombardischen Provinzstadt Voghera. Sie hatten sieben Söhne. Fünf von ihnen schraubten leidenschaftlich an Velos, Motoren und Karosserien. Mit seinen Brüdern gründete der Viertgeborene Alfieri 1914 in Bologna, das Familienunternehmen Maserati.

...die Sieger......die Sieger...

Sie bauen Rennautos und fuhren sie auf allen wichtigen Rundkursen Italiens - erfolgreich. Maserati auf Maserati. Doch sie mussten auch die bittere Seite der Pionierepoche erleben. Die Zeit stellte sich gegen sie, finanziell ging es bergab, also wurden sie 1937 einfach übernommen. Nicht ohne Auflagen: 10 Jahre durften sie keine Autos Marke Maserati bauen.

 

Nach Ablauf dieser zehn Jahre gründeten drei Brüder in Bologna die Automobilfabrik OSCA. Trotz Erfolgen im Rennsport kam ihre neue Marke nie auf den grünen Zweig. Ganz anders Maserati. In den 1950er-Jahren gewann Juan Manuel Fangio auf einem Werks-Maserati die Fahrer-Weltmeisterschaft. Maserati wurde ein zu beachtender Konkurrent, nicht nur auf den Rennstrecken. Die Marke hatte sich weltweit einen guten Ruf verschafft.

 

In den Siebzigern litt Maserati unter der Ölkrise - Citroën kaufte die Marke für einige Jahre, dann übernahm sie De Tomaso. Er setzte auf Massenproduktion und produzierte in Modena den kleinen Biturbo heraus. Anfänglich lief alles gut. Das Auto hatte erhebliche Qualitätsmängel und die Garantieleistungen kosteten bald mehr, als es einbrachte.

 

Fiat musste 1993 zur neuerlichen Rettung des Dreizacks einspringen. Die Fiat-Chrysler-Gruppe hält heute noch die Mehrheitsanteile an Maserati. Eine vorübergehende Heirat mit Ferrari wurde sogleich geschieden. Neues Modell Ghibli verkauft sich gut. Die Form ist ansprechend, sowohl als sportliches Coupé als auch viertürige Limousine. Für Freiluftfahrten baut Maserati ein Cabrio, das alle Wünsche erfüllt.

Maserati in DreierreiheMaserati in Dreierreihe

 

Der Rundbau des Pantheons ist direkt prädestiniert für ein Automuseum. Wie in einer Kurve eines Rennkurses präsentieren sich die seltenen, schönen und teuren Oldtimer und Joungtimer...Zur Vernissage erschien auch Alfieri Maserati, ein Nachkomme der Familie.

 

Ältestes Exemplar der Maserati-Ausstellung

- siegreich mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von rund 129 km/h am Klausenrennen 1929

 

Maserati Tipo 26, 1928, 8-Zylinder in Reihe, Chassis: 1510 ex 21, 1493 ccm, 128 PS, 200 km/h, 720 kg

Maserati Tipo 26, 1928Maserati Tipo 26, 1928

Nachdem die Officine Alfíeri Maserati in den ersten Firmenjahren Rennwagen und Strassenfahrzeuge für lsotta Fraschini und Diatto bauten, erschien mit dem Tipo 26 - 26 steht für das Jahr 1926 - der erste eigentliche Maserati. Er basierte technisch auf dem Diatto-Rennwagen aus dem Jahr 1925. Aus dem Tipo 26 wurden in der Folge der Tipo 26B und der Tipo 26MM entwickelt, der Letztere eigens für die Teilnahme an der Mille Miglia. Der ausgestellte Tipo 26 ist der Zehnte seiner Serie, er wurde als Werksrennmaschine gebaut und am Z8. August in Bologna fertiggestellt. Ernesto Maserati bestritt mit diesem Wagen im Jahr 1928 den dritten Grand Prix von Tunis in der 1500-ccm-Klasse Veyron auf Bugatti mit über 11 Minuten Rückstand.

Maserati 8CM, 1933Maserati 8CM, 1933

Maserati 8CM, 1933, Motor: 8-Zylinder in Reihe, Chassis: 3008, Hubraum: 2991 ccm, 240 PS, 250 km/h Den Grand-Prix-Rennwagen Maserati 8CM1 bauten die Fratelli Maserati zwischen 1933 und 1935 in 19 Exemplaren. Für den 8CM wurde das nur wenig modifizierte Chassis des 4C, er war mit einem 1100-ccm-Motor ausgestattet. Das Leichtgewicht von rund 800 kg erwies sich aber doch als zu schwach für die gewaltigen Kräfte des 8-Zylindermotors. Die Rennfahrerlegende Tazio Nuvolari, genant Fliegender Mantuaner, kam im Training zum Grand Prix von Belgien des Jahres 1933 mit dem 8CM nicht klar. Er schraubte zusammen mit seinem eigenen und den Maserati-Mechanikern die ganze Nacht vor dem GP am Vorderwagen, der Lenkung und den Bremsen herum, startete aus der letzten Reihe des Feldes – und gewann das Rennen. Damit war die erfolgreiche Rennkarriere des 8CM lanciert.

Maserati SCM, 1933Maserati SCM, 1933

Maserati SCM, 1933, Motor: 8-Zylinder in Reihe, Chassis: 3015, Hubraum: 2991 ccm, 240 PS, 250 km/h

Der ausgestellte Maserati 8CM wurde von der 1933 in Lausanne gegründeten Ecurie Braillard gekauft. Nach verschiedenen Renneinsätzen musste der Rennstall aus finanziellen Gründen aufgeben. Der 8CM kam 1937 in den Besitz des ungarischen Grafen und möchte gerne Rennfahrers Ernö Festetics. In Ungarn war dem Rennwagen eine wechselvolle Geschichte beschieden, sie dauerte bis ins Jahr 2015. Dann fand der Wagen seinen abenteuerlichen Weg zurück in die Schweiz zu seinem heutigen Besitzer. Dieser veranlasste eine Totalrestauration mit dem Ziel, den 8CM in seinen Ursprungszustand zu versetzen.

Maserati AGGCS, 1954Maserati AGGCS, 1954

Maserati AGGCS, 1954, Motor: 6-Zylinder, Hubraum: 1988 ccm, Leistung: 160 PS, 160 km/h Der von 1947 bis 1955 gebaute zweisitzige A6GCS war einer der erfolgreichsten Sportwagen der Geschichte. In diversen Ausführungen wurde er von 1947 bis 1955 in knapp 70 Exemplaren gebaut, er erfreute sich insbesondere bei Privatfahrern grosser Beliebtheit. Als erfolgreichster Maserati-Rennwagen überhaupt hat er über 40 Gesamtsiege eingefahren. Die Modellbezeichnung steht für Alfieri, den Chefingenieur von Maserati, 6 für die Zylinderzahl, G für Ghisa, Gusseisen-Motorblock, C für Corsa (Rennstrecke) und S für Sport. Das ausgestellte Fahrzeug besass auch Jo Siffert.

Maserati AGGCS, 1954, FantuzziMaserati AGGCS, 1954, Fantuzzi

Maserati AGGCS/53 Spyder Fantuzzi, 1954, 6-Zylinder in Reihe, Chassis; 2072, 1986 ccm, 170 PS, 235 km/h Maserati baute von 1953 bis 1955 insgesamt 52 Exemplare desRennsportwagens ASGCS/53, davon vier Coupés von Pininfarina in Turin und 48 Sypders mit einem Aluminiumaufbau der Carrozzeria Meclaro Fantuzzi in Modena. Das Kürzel /53 sollte ihn vom seit 1947 gebauten AGGCS unterscheiden. Der ausgestellte A6 wurde 1954 an den Rennfahrer John Simone nach Frankreich ausgeliefert, er war im gleichen Jahr für das 24-Stunden›Rennen von Le Mans gemeldet. Von 1961 bis 1982 wurde er immer wieder an Oldtimer-Veranstaltungen eingesetzt, insbesondere an der Mille Miglia und der Ennstal Classic.

Maserati 125 L/T2 Turismo Lusso, 1955Maserati 125 L/T2 Turismo Lusso, 1955

Maserati 125 L/T2 Turismo Lusso, 1955 (in Bild rechts) Motor: 1-Zylinder, Z-Takt, Hubraum: 123 ccm, 4,8 PS, 80 km/h, Gewicht: 80 kg Das erste Produkt der Fabbrica Candele Maserati in Modena war der Tipo 125 L/T2, ein dem damals in ganz Europa höchst erfolgreichen DKW-Motorrad nachempfundener 2-Takter. Der 125/T2 wiegt leer 80 kg. Er war von 1953 bis 1959 in Produktion. Der 125-ccm-Zweitakt-motor der Maserati wies bei der Zerlegung einen klassischen Kolbenfresser auf.

 

Maserati L160fi4 Turismo Lusso, 1955 (im Bild links)Motor: 1-Zylinder, 4-Takt, Hubraum: 158 ccm, Leistung: 8 PS, Geschwindigkeit: 105 km/h, Gewicht: 100 kg Der Tipo 160/T4 basierte auf dem ltalmoto 160 Tourer, er blieb, bis zur Aufgabe der Motorradproduktion im Jahr 1959 im Programm der Fabbrica Maserati, FCAM.

Maserati A6G 2000 Sport, 1956, ScheunenfundMaserati A6G 2000 Sport, 1956, Scheunenfund

Maserati A6G 2000 Sport, 1956 ein Scheunenfund – und es bleibt so…

Motor: 6-Zylinder in Reihe, Hubraum: 1985 ccm, Leistung: 100 PS, Geschwindigkeit: 160 km/h Die ersten A6-Modelle brachte Maserati unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, 1946, auf die Strasse, in Serie gingen sie 1947. Nachdem die Leistung des 1500-ccm-Motors des A6 nur 65 PS betrug, musste Maserati mit einem stärkeren Motor nachbessern, 1951 wurde auf den 2-Liter-Motor mit 100 PS aufgerüstet. Den A6G baute Maserati zwischen 1951 und 1954 in insgesamt 16 Exemplaren. Das ausgestellte Modell trägt eine Karosserie der Carrozzeria AlIemano in Turin, auch die Designer Frua, Pininfarina und Vignale haben Aufbauten für den A66 entworfen. G in der Typenbezeichnung steht für grisa und weist auf den Motorenblock aus Grauguss hin.

Maserati Ghibli SS 5000, 1970Maserati Ghibli SS 5000, 1970

Maserati Ghibli SS 5000, 1970, Coupé und Cabrio Motor: V8-Zylinder, Hubraum: 4930 ccm, 335 PS, 270 km/h Der Ghibli SS 5000 mit vergrössertem Hubraumvolumen kam 1970 ins Programm. Der Ghibli galt als Stilikone, die Heckpartie des Coupés wurde von Sportwagenherstellern wie Bitter oder Monteverdi übernommen. Die Karosserie hat Giorgio Giugiaro für die Turiner Carrozzeria Ghia entworfen.

Maserati Bora, 1972Maserati Bora, 1972

Maserati Bora, 1972, Motor: V8-Zylinder, Hubraum: 4719 ccm, Leistung: 310 PS, Geschwindigkeit: 265 km/h Der Bora war Maseratis erster Strassensportwagen mit Mittelmotor. Er wurde in der Citroën-Ära entwickelt und 1971 auf dem Automobilsalon Genf vorgestellt. Entworfen von Giorgio Giugiaro wurde die Karosserie bei Officine Padane in Modena aufgebaut. Die erste Ölkrise von 1973 behinderte den Erfolg des Bora, der für 100 Km über 25 L konsumierte. Amerikanische Zulassungsbestimmungen behinderten den Export in die USA. Bis zum Produktionsende im Jahr 1978 wurden 571 Exemplare des Bora abgesetzt.

Maserati Merak 3000, 1973Maserati Merak 3000, 1973

Maserati Merak 3000, 1973, Motor: V6-Zylinder, Hubraum: 2970 ccm, Leistung: 220 PS, 245 km/h Der Merak wurde am Pariser Autosalon von 1972 vorgestellt, während der Citroën-Phase von Maserati. Seinen Namen hat er entgegen der Tradition nicht von einem Wind, Merak ist ein Stern im Bild des Grossen Bären. Er hat einige Gemeinsamkeiten mit Citroën SM, so sind die Motoren der beiden Modelle nahezu identisch, auch das Armaturenbrett und das Hochdruck-Hydrauliksystem. Es wurden 1'700 Exemplare gebaut. Maserati Khamsin, 1975 Motor: V8-Zylinder, Hubraum: 4930 ccm, Leistung: 330 PS, Geschwindigkeit: 275 km/h

Karosserie mit einem aussergewöhnlichen Heck und billigen „Fiat“-Blinkern

KhamsinKhamsin

Maserati Khamsin, 1975 Motor: V8-Zylinder Hubraum: 4930 ccm, 330 PS, 275 km/h

Den Prototyp des Khamsin präsentierte Maserati am Turiner Autosalon im Jahr 1972, die Serienversion ein Jahr später am Genfer Autosalon. Die Karosserie wurde vom damaligen Chefdesigner bei Bertone, Marcello Gandini, entworfen. Diverse Komponenten stammten von Citroën, zum Beispiel die Servolenkung aus dem SM, aber auch das Brems- und Hydrauliksystem. - Der ausgestellte Khamsin mit der Seriennummer AM1 20160 ist der 80. von insgesamt 421 gebauten Fahrzeugen.

Khamsin, HeckKhamsin, Heck

 

Maserati A6G 2000 Coupé Zagato, 1956Maserati A6G 2000 Coupé Zagato, 1956

Maserati A6G 2000 Coupé Zagato, 1956, Motor: 6-Zylinder in Reihe, Chassis: 2148, 1985 ccm, 100 PS, 160 km/h Der Maserati 2000 A66 mit der Chassis-Nummer 2148 wurde im April des Jahres 1956 an den italienischen Rennfahrer Adolfo Tedeschi ausgeliefert, er fuhr damit im selben Jahr den Gesamtsieg in der italienischen Bergrennen-Meisterschaft, GT Klasse bis 2000 ccm, ein. Sein heutiger Besitzer bestritt damit die Mille Miglia 2013 und gewann mit dem Auto mehrere Auszeichnungen.

 

Maserati 3500 GT Spyder Vignale, 1960Maserati 3500 GT Spyder Vignale, 1960

Eines der schönsten Kabrioletts überhaupt – die Ähnlichkeit mit einem Konkurrenzmodell ist unverkennbar und im Geiste der Zeit akzeptabel

Maserati 3500 GT Spyder Vignale, 1960, Motor: 6-Zylinder in Reihe, Hubraum: 3485 ccm, 230 PS, 230 km/h Den 3500 GT präsentierte Maserati am Genfer Salon von 1957 als Coupé, mit einem Aufbau der Carrozzeria Touring, Mailand. Die ersten Cabriolets waren ebenfalls Touring-Entwürfe, sie wurden 1958 vorgestellt. Der Auftrag zur Serienproduktion ging an die Carrozzería Vígnale in Turin, Vom Maserati 3500 GT Spyder von Vignale wurden zwischen 1960 und 1964 245 Exemplare gebaut. Das ausgestellte Fahrzeug ist das siebente aus einer Vorserie, es wurde im März 1960 am Genfer Automobilsalon präsentiert. Die Vorserie hatte noch die lange Motorhaube des 3500 GT, Giovanni Michelotti, Designer bei Vignale, verkürzte sie für die Serienproduktion um 10 Zentimeter.

(Der Spyder trägt das Emblem des Maserati A6 G54, weil dasjenige für diese Serie noch nicht zur Verfügung stand.)

Coupé 3500 GT, 1961Coupé 3500 GT, 1961

Maserati 3500 GT, 1961,Motor: 6-Zylinder in Reihe, Hubraum: 3485 ccm, Leistung: 240 PS, 230 km/h Der Maserati 3500 GT wurde am Genfer Autosalon des Jahres1957 als erster serienmässig gefertigter Strassensportwagen mit dem Dreizack vorgestellt. Der gezeigte Prototyp ging wegen seiner weissen Lackierung als Dama Bianca in die Geschichte ein. Es war die Zeit, als "Unternehmer, Stars und anderswie Erfolgreiche es nach schnellen, luxuriösen Sportwagen dürstete, sie wollten keine Rennen fahren, sondern schnell auf dem immer besser ausgebauten Strassennetz unterwegs sein", so der Tages-Anzeiger vom 19. Juni 2012 in der Rubrik Kuitautos. Beim Motor handelt es sich um den modifizierten Antrieb aus dem Rennsportmodeli Tipo 3505, den Aufbau hat die Carrozzeria Touring in Mailand entworfen. Der 3500 GT zeigt eine gewisse Ähnlichkeit zum 1958 präsentierten, ebenfalls von Touring entworfenen Aston Martin DB 4. Die geschlossene Version des 3500 GT wurde zwischen 1957 und 1966 in rund 1'900 Exemplaren gebaut

 

OSCA 1600 GT Coupe Zagato, 1962OSCA 1600 GT Coupe Zagato, 1962

OSCA 1600 GT Coupe Zagato, 1962, Motor: 4-Zylinder, Hubraum: 1568 ccm, 95 PS, 190 km/h, Gewicht: 862 kg

10 Jahre nach dem Verkauf der Officine Fratelli Maserati zogen die Maserati von Modena nach Bologna zurück und eröffneten dort die Officine Specializzate Costruzioni Auromobili, OSCA. Während 20 Jahren stellten sie meist vierzylindrige, kleinvolumige Sport~ und Rennwagen her. Insgesamt acht Modelle kamen auf den Markt, als letzter der OSCA '1600 GT. Er wurde 1962 vorgestellt. Damit sei er der letzte "echte" Maserati gewesen, hört und liest man in lnsiderkreisen. Dass der ausgestellte OSCA 1600 von Zagato eingekleidet wurde, lässt sich unschwer an den Double Bubbles, einem Markenzeichen des Mailänder Designers, erkennen. Der Wagen war auf diversen Rennstrecken. unterwegs, hauptsächlich in England und Italien.

Maserati Mistral 4000, 1966Maserati Mistral 4000, 1966

Maserati Mistral 4000, 1966, Motor: 6-Zylinder in Reihe, Hubraum: 4014 ccm, Leistung: 255 PS, 245 km/h Der Mistral wurde als Maserati 3500 GTI 2Posti zusammen mit dem Quatroporte I am Turiner Autosalon des Jahres 1963 vorgestellt. Die Karosserie hatte Pietro Frua entworfen. Die Bezeichnung Mistral wurde erst ab 1966 verwendet. Zum 3,5 L Sechszylinder-Motor gesellten sich ein 3,7- und ein 4-Liter. Bis zum Produktionsende im Jahr 170 verkauften sich rund 830 Mistral-Coupés und 123 Cabriolets, die Spyder genannt wurden

Ein Coupé mit fast indentischer Frontpartie wie der Mistral 4000

Maserati Sebring, 1966Maserati Sebring, 1966

Maserati Sebring, 1966, Motor: 6-Zylinder in Reihe, Chassis: AM101/S/10*283*, 3692 ccm, 245 PS, 245 km/h Den Sebring stellte Maserati 1962 am Genfer Automobilsalon als 3500 GTI S vor, den Namen Sebring erhielt er im Jahr 1964. Diese Bezeichnung erinnert an den Maserati-Doppelsieg beim 1Z-Stunden-Rennen von Sebring im Jahr 1957. Damals gewannen Juan Manuel Fangio und Jean Berra auf einem Maserati 4505 vor Stirling Moss und Harry Schell auf einem Maserati 3005. Von der ersten Serie stellte Maserati zwischen 1962 und 1965 348 Exemplare her, von der zweiten, zwischen 1965 und 1970, 245. Die Sebring-Ausführung mit dem 3,7-Liter-Motor wurde von 1964 bis 1966 gebaut. Seine Karosserie wurde bei der Carrozzeria Alfredo Vignale in Turin entwickelt. - Der ausgestellte Sebring wurde 1966 an eine Römerin ausgeliefert.

Schnellster Feuerwehrwagen der Welt - umgebauter Quatroporte, 1967Schnellster Feuerwehrwagen der Welt - umgebauter Quatroporte, 1967

Maserati Dueporte (4-porte), 1967, Motor: 8-Zylinder in Reihe, Chassis: AM107*145Z*, 4136 ccm, 260 PS, 225 km/h Der Maserati Dueporte galt als schnellstes Feuerwehrauto der Welt. insgesamt fünf Exemplare wurden von der Costruzione Estintor? Antiincendi, CEA, in Bologna für den Einsatz auf italienischen Rennstrecken in Auftrag gegeben. Umgebaut hat die Autos die Carrozzeria Grazia in Bologna, Basis war der 1963 vorgestellte Quatroporte.

 

Die schnellste Limousine ihrer Zeit, und unübertroffen in Sachen Komfort. Die Verarbeitung lies aber zu wünschen übrig, so z.B. waren die Fenster noch dicht und die Karosserie rostete unbemerkt…

Quatroporte, 1963Quatroporte, 1963

Maserati Quatroporte I, 1968, Motor: 8-Zylinder, Hubraum: 4700 ccm, Leistung: 290 PS, Geschwindigkeit: 255 km/h

Maserati lancierte am Turiner Autosalon 1963 mit dern Quatro-porte die erste viertürige Hochleistungslimousine und setzte damit einen neuen Massstab im Luxussegment der Automobilbranche. Der Quatroporte war der Konkurrenz punkto Fahrleistung, Dynamik, Agilitât und Ausstattung voraus. Zu Beginn wurde ein 8-Zylinder-Motor mit 4,1-Liter Hubraum eingesetzt, 1968 kam die 4,7-Liter Version hinzu. lnsgesamt verkaufte Maserati von 1963 bis 1970 knapp 800 Exemplare des Quatroporte I.

Maserati Mexico, 1969Maserati Mexico, 1969

Maserati Mexico, 1969, Motor: V8-Zylinder, Chassis: AM 112,640, Hubraum: 4135 ccm, 260 PS, 265 km/h

Der Maserati Mexico wurde am Pariser Autosalon des Jahres 1966 als viersitziges Gran-Turismo-Coupe vorgestellt, ein Jahr nach den Olympischen Sommerspielen in Mexico-Stadt. Giovanni Michelotti aus Turin hat den Wagen entworfen, er wurde bei der Carrozzeria Vingale, ebenfalls in Turin, eingekleidet. Er war mit einem 4,7-Liter- V8-Motor ausgerüstet, im Jahr 1969 folgte der kleinere 4,2-Liter-V8 aus dem ersten Quattroporte. Auf Kundenwunsch wurde der Mexico auch mit dem 4,9-Liter-Motor aus dem Ghibli oder dem 3,7-Liter-V6-Motor aus dem Mistral ausgerüstet. Bis zum Produktionsende im Jahr 1973 wurden insgesamt 482 Maserati Mexico verkauft

MC12 GT1 V12MC12 GT1 V12

Maserati MC12 GT1, 2005, V12-Zylinder, Chassis: MC12C-011, Hubraum: 5998 ccm, 575 PS, 340 km/h, 1335 kg Die Strassenversion des MC12 baute Maserati in den Jahren 2004 bis 2005 in einer auf 50 Homologationsmodelle limitierten Zahl. Wie es sein Name Maserati Corsa 12 Zylinder sagt, wurde er für die Rennstrecke konstruiert. Die Leistung der insgesamt 14 gebauten Rennwagen betrug 755 PS, sie trugen die Bezeichnung MC12 Corsa. Maserati gewann mit dem MC12 die GT-Markenwertung der Jahre 2005 bis 2008. Die Karosserie stammt von ltaldesign, der Carrozzeria von Giorgetto Giugiaro. Technisch ist der MC12 mit dem Enzo von Ferrari verwandt, die beiden Marken arbeiteten damals eng zusammen. Mit dem ausgestellten MC12 GT1 belegte sein Besitzer im Jahr 2007 an Rennen der American Le Mans Series einen zweiten und einen dritten Rang.

AGGCS, Fantuzzi, 1954AGGCS, Fantuzzi, 1954

Die eigenwillige, zweiteilige Frontscheibe des Spyders ist ein Erkennungsmerkmal für das Design von Fantuzzi

 

Natürlich sind hier nicht alle Wagen abgebildet - man stösst im Pantheon auch auf den 3500 GTI, 1961, den luxuriösen 5000 GT, 1959-1964 oder Maserati Ghibli Spyder, 1969. Ende November kommen drei weitere Raritäten noch dazu...

 

Die Ausstellung dauert bis April 2018

Adresse: Pantheon Basel AG, Hofackerstrasse 72. CH-4132 Muttenz,

Öffnungszeiten: Mo bis Fr, 10 bis 17.30 Uhr, Sa und So: 10 bis 16.30 Uhr, Eintritt CHF 10, Gruppen 8 CHF

 

Fotos: Dr. Georg W. Pollak,sc.

Text zusammengestellt aus Publikationen von N.Starck, Wikipedia, Internet und S. Musfeld, dem ich für seine Unterstützung danke. GWP (pollak-presse)

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Mon Nov 06 19:25:31 CET 2017    |    St. Abilus

Kein Kommentar bisher für so einen ausführlichen Beitrag.:confused: Schade, Maserati hat immer interessante Fahrzeuge gebaut und ist eine tolle Marke. Ich sollte mal wieder in die Schweiz reisen.:cool:


Mon Nov 06 19:27:55 CET 2017    |    akrij3

Hast bis April Zeit - und hast Recht, Maserati verdient etwas mehr Beachtung, es waren immer "ehrliche" Autos


Mon Nov 06 19:28:38 CET 2017    |    niston

Da werd ich doch mal vorbeischauen in Basel :D

 

Danke für den Beitrag!


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