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16.09.2011 13:04    |    fire-fighter    |    Kommentare (6)

Im Laufe der Geschichte der Feuerwehr Ahrensburg gab es bereits mehrere Fahrzeuggenerationen. In dieser Serie möchte ich die ehemaligen und die aktuellen Fahrzeuge vorstellen. Den Anfang macht die Drehleiter.

 

Die erste Autodrehleiter kam 1941 nach Ahrensburg.

 

 

 

dlk17-1941-1964dlk17-1941-1964

Die DL17 (17m Leiter) wurde am 15.08.1941 der Freiwilligen Feuerwehr Ahrensburg übergeben. Für dieses Fahrzeug spendete der Schlossverein damals 5000 Reichsmark. Insgesamt kostete es 11.928,60 Reichsmark.

Die Leiter war auf einem Mercedes Benz L1500 aufgebaut. Der Leiteraufbau stammte von Magirus. Das Fahrzeug hatte eine Leistung von 60PS und wurde 1/2 besetzt (Maschinist/Mannschaft)

Am 03.11.1964 wurde die DL17 an eine Wohnungsbaugesellschaft verkauft.

 

 

 

 

 

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Dieses Fahrzeug aus dem Jahr 1941 wurde am 06.08.1964 gebraucht für die Freiwilligen Feuerwehr Ahrensburg bei der Berufsfeuerwehr Hamburg gekauft. Die DL26+2 (Der Leiterpark dieses Hubrettungsfahrzeuges hat eine Länge von 26m + 2m Handausschub) ist auf einem Magirus FL145 aufgebaut und hatte eine Motorenleistung von 125PS und wurde 1/1 besetzt.

 

Um das hohe Fahrzeug in der Wache Woldenhorn unterzubringen, musste ein Stellplatz um 50cm ausgehoben werden. Da dies bis Januar 1965 dauerte und der TÜV das Fahrzeug erst abnehmen wollte, wenn es in einer geschlossenen Halle steht, konnte die DL 26+2 erst im Januar 1965 in Dienst gestellt werden. Die DL 26+2 wurde schon am 24.01.1972 wieder außer Dienst genommen, weil der TÜV es nicht mehr abgenommen hat und zur Verschrottung zur Firma Nickel auf den Kremerberg gebracht, wo es im Jahr 2009 noch steht.

 

 

 

 

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Als Nachfolger wurde 1972 eine DL30 H beschafft. Aufgebaut von der Firma Metz auf einem Mercedes Benz 1313 F mit 192PS und Staffelkabine rückte dieses Fahrzeug mit 1/5 aus. Das zulässige Gesamtgewicht lag bei 13t, die Höchstgeschwindigkeit bei 81km/h.

Der 30m Leiterpark hatte eine Nennrettungshöhe von 23m bei 12m Ausladung. Deshalb sprach man später auch von einer DL23/12.

Als Besonderheit wies die Leiter eine Hebevorrichtung aus, mit der Lasten von bis zu 4t gehoben werden konnten. An der Leiterspitze gab es ein vom Boden aus bedienbares Wenderohr zur Brandbekämpfung. Ein 5kVA Generator, eine elektrische Kettensäge und Schornsteinkehrgeschirr ergänzten die Ausrüstung. Diese Drehleiter war bis Ende 1989 in Ahrensburg im Einsatz.

 

 

 

 

dlk23-12dlk23-12

Im November 1989 wurde die DLK23/12 Auf Mercedes-Benz 1422 F mit Aufbau von Metz in Dienst gestellt. Bei einem Gesamtgewicht von 14t erreicht das Fahrzeug mit 216PS eine Höchstgeschwindigkeit von 89km/h. Da Fahrzeug rückt mit 1/2 als Besatzung aus. Eine Besonderheit dieses Fahrzeugs ist die flache Kabine und der niedrig gebaute Leiterpark.

Der 4-teilige Leiterpark hat eine Leiterlänge von 30m. Die Nennrettungshöhe beträgt 23m bei 12m Ausladung. An der Leiterspitze befindet sich ein fest montierter, hydraulisch klappbarer Korb und ein Wasserwerfer mit einer Leistung von bis zu 1.500 l/min. Auch diese Leiter besitzt eine Hebevorrichtung von bis zu 4t. Am Korb kann eine Krankentragenhalterung montiert werden, mit deren Hilfe alle Tragenmodelle der Rettungsdienste aus größeren Höhen sicher zum Boden transportiert werden können. Dadurch ist eine patientenschonende Rettung möglich.

Des weiteren können am Korb zwei 1.000 W Halogenstrahler befestigt werden, mit deren Hilfe die Einsatzstellen aus großer Höhe ausgeleuchtet werden können. Dazu führt die DLK einen mobilen 8 kVA Stromerzeuger mit. Motorkettensäge, Marinetrage, Rollgliss, Schornsteinkehrgerät und zwei Pressluftatemgeräte runden die Ausstattung ab.

Dieses Fahrzeug ist bis heute im Einsatz, es soll Ende des Jahres gegen einen Nachfolger ausgetauscht werden.


16.09.2011 13:21    |    Trackback

Kommentiert auf: andyrx:

 

Fuhrpark der Feuerwehr oftmals eine Oldtimersammlung...

 

[...] Thema eine neue Reihe in meinem Blog gestartet: Feuerwehrfahrzeuge in Ahrensburg von damals bis heute Hier der Link. Den Anfang macht die Drehleiter, weitere Fahrzeuge werden in kürze folgen. (TLF, LF, RW usw...) [...]

 

Artikel lesen ...


16.09.2011 13:25    |    Käfer1500

So eine ähnliche Drehleiter kam auch mal bei uns in der Nachbarschaft zum Einsatz, als ein etwas adipöser Mann nicht von den Sanitätern übers enge steile Treppenhaus in den Krankenwagen gebracht werden konnte. Ging alles gut, man zieht sich halt nur die Neugier der Nachbarn zu.


16.09.2011 13:28    |    fire-fighter

Wenn es zu adipös wird, dann reicht die DL aber oft nicht mehr aus... Dann heißt es: Kran, Spezialrettungswagen, Sondertrage, usw... Die 4t Hubkraft hat die DL nur, wenn sie nicht ausgezogen ist. Bei voller Ausladung reduziert sich das ganze rapide.

 

Wie so eine Rettung aussieht, kannst Du HIER nachlesen...


16.09.2011 13:45    |    Achsmanschette15

eine ähnliche dl30 war bei uns von 1973 bis 2001 im dienst...

Zitat:

Wenn es zu adipös wird, dann reicht die DL aber oft nicht mehr aus...

liegt die max. zulässige belastung der krankentragehalterung am korb nicht bei iwas um die 125kg?


16.09.2011 13:52    |    andyrx

hehe das find ich ja cool dich wieder zum bloggen inspiriert zu haben;)

 

 

mach weiter ist nämlich total interessant:cool:

 

mfg Andy


16.09.2011 18:34    |    Standspurpirat211

Zitat:

liegt die max. zulässige belastung der krankentragehalterung am korb nicht bei iwas um die 125kg?

Ich meine 150 wären es.


Deine Antwort auf "Feuerwehr Ahrensburg - Fahrzeuge damals bis heute: Die Drehleiter"

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In 20 Jahren Feuerwehr gibt es wirklich nichts mehr, was ich noch nicht erlebt habe.

FS CE besitze ich seit 2007, dafür noch mal vielen Dank an die Gemeinde :cool:

Meine Brötchen (und auch das für obendrauf) verdiene ich mir im weltweiten Service für Industrieelle X-Ray Anlagen

Privat bewege ich z.Zt. einen Skoda Octavia RS.

Wer mehr wissen will - PN!

Wo der fire-fighter herkommt...

Meine Ursprungsheimat liegt in Berenbostel. Das ist ein Stadtteil von Garbsen, in der Nähe von Hannover. Ein Teil der Berichte stammt aus meiner Zeit dort. Seit ein paar Jahren hat es mich beruflich ins schönste Bundesland der Welt verschlagen. Seitdem bin ich hier in Ahrensburg, in der Nähe von Hamburg aktiv.

Auf den Fotos kann man den Unterschied anhand der Einsatzkleidung erkennen. Niedersachsen bevorzugt orange Jacken, in Schleswig-Holstein ist die Nomexjacke dunkel.

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