Aktuelle Umfrage: Zweidrittel der Autofahrer würden ein Elektroauto kaufen
Berlin, den 15. Juni 2010
- Das Null-Emissionsauto Nissan Leaf stößt Diskussion um E-Autos erneut an
- Der überwiegende Teil der Befragten würden ein Elektrofahrzeug kaufen, solange die Konditionen stimmen
- Großer Kritikpunkt der Verbraucher ist die geringe Reichweite der Öko-Mobile
Die Ankündigung des japanischen Automobilherstellers Nissan sorgt in der grünen Autowelt für Furore: Ab Ende 2010 wird der komplett emissionsfreie Elektrowagen Leaf in insgesamt vier europäischen Ländern verkauft. Das Fahrzeug kann technisch mit herkömmlichen Autos mithalten, sein Kauf wird zudem in den vier Ländern staatlich gefördert. Das facht europaweit eine erneute Debatte um das Thema an.
Aus diesem Anlass hat Europas größte Auto- und Motor-Community www.MOTOR-TALK.de in einer aktuellen Umfrage ermittelt, zu welchem Preis die deutschen Autofahrer ein Elektroauto kaufen würden. Grundlage für die Befragung waren Fahrzeuge mit herkömmlichem Antrieb und gleichwertiger Ausstattung.
Etwas mehr als ein Drittel der Autofahrer würden auf ein Elektrofahrzeug umsteigen, wenn es preislich identisch zu normalen Wagen wäre. Nur 3,2% der insgesamt 2.850 Befragten würden einen „Stromer“ kaufen, auch wenn er 20% teurer ist als ein gewöhnliches Auto, wohingegen sich 13,6% aufgeschlossen gegenüber den emissionsfreien PKWs zeigen, wenn diese mit Mehrkosten von maximal 20% verbunden wären.
Weitere 18% würden nur dann ein Elektromobil fahren, wenn es günstiger als ein Fahrzeug mit herkömmlichem Antrieb und gleichwertiger Ausstattung ist. Allerdings würden erstaunliche 32,2% unter keinen Umständen ein Gefährt mit elektrischem Antrieb erwerben.
Die Ergebnisse zeigen zwei wesentliche Faktoren, die die Kaufentscheidung der Verbraucher beeinflussen: Zum einen schreckt der hohe Anschaffungspreis die Konsumenten ab. Die vier europäischen Länder bieten Kaufinteressenten des Nissan Leaf deshalb finanzielle Unterstützung auf Staatsebene an. Zum anderen gibt es große Kritik an der bisher mangelnden Infrastruktur für elektrisches Fahren und der damit verbundenen geringen Reichweite. Nach maximal 160 Kilometern muss der „Stromer“ an die Ladestation. Diese sind zurzeit allerdings noch rar.
Werfen europäische Verbraucher aber einen Blick in die USA, so wird schnell klar, dass sich ein Öko-Mobil wie der Nissan Leaf, sofern staatlich subventioniert, großer Beliebtheit erfreut. Da dieser Wagen im Vergleich zu so manch konventionellem Fahrzeug sogar noch günstiger wäre, rücken die fest verankerten Kontra-Argumente hinsichtlich Reichweite und Infrastruktur in den Hintergrund. Leider plant die deutsche Bundesregierung in absehbarer Zeit keine staatliche Förderung beim Kauf eines Elektroautos.
Wer sich an der Diskussion beteiligen möchte, findet die noch laufende Umfrage auf:
http://www.motor-talk.de/.../...ch-fuer-elektroautos-t2737080.html?...
MOTOR-TALK ist die größte europäische Auto- und Motor-Plattform im Internet. Die mehr als 2,25 Millionen registrierten Nutzer haben hier die Möglichkeit, sich durch ein umfassendes redaktionelles Angebot über alle Themen rund ums Fahrzeug zu informieren und in Foren und Blogs mit Gleichgesinnten auszutauschen. Das Portal weist die größte Online-Reichweite im automobilen Sektor auf. Die 2001 gestartete Webseite www.MOTOR-TALK.de gilt als die Experten-Plattform für alle motorisierten Fortbewegungsmittel auf zwei und vier Rädern.
Nicola Wittenbecher
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