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Wirkung der aktiven Kopfstützen belegt

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US-Unfallstudie belegt Wirkung der aktiven Kopfstützen von Saab

Neueste Untersuchungen des renommierten Insurance Institute for Highway Safety (IIHS) der amerikanischen Versicherungswirtschaft belegen die Wirksamkeit des Systems der aktiven Kopfstützen (SAHR = Saab Active Head Restraint) des schwedischen Automobilherstellers Saab: Halsverletzungen bei Fahrzeuginsassen nach Heckkollisionen wurden demnach um 43 Prozent reduziert. Die Studie bewertete die Auswirkungen des SAHR-Systems durch den Vergleich von Realunfällen mit Halsverletzungen vor und nach Einführung der aktiven Kopfstützen in den Pkw-Modellen der schwedischen Premiummarke Saab.

 

Das SAHR-System wurde 1997 von Saab als erstes System aktiver Kopfstützen zum Schutz vor dem gefürchteten Peitschenschlag-Effekt eingeführt und gehört heute zur Serienausstattung in allen Modellen von Saab. Das SAHR-System bietet vielfache Einstellmöglichkeiten, die eine ideale Positionierung der Kopfstützen für die allermeisten Passagiere auf den Vordersitzen erlauben.

 

Die Reduzierung der Unfälle um 43 Prozent ist schon deshalb so signifikant, weil das SAHR-System im Vergleich zu den vorher eingebauten Kopfstützen von Saab stand, die von der größten schwedischen Versicherungsgesellschaft Folksam damals als „Klassenbeste“ bezeichnet wurden. Eine genaue Analyse der IIHS-Studie zeigt, dass die Reduzierung von Nackenverletzungen bei Frauen größer als bei Männern ist.

 

Während SAAB DEUTSCHLAND bei weiblichen Fahrzeuginsassen die Unfälle mit solchen Verletzungsfolgen um 55 Prozent zurückgingen, reduzierte sich die Zahl bei Männern um 31 Prozent.

 

Eine andere wissenschaftliche Studie, die im Jahr 2001 in den USA von der medizinischen Fachzeitschrift „Journal of Trauma“ veröffentlicht wurde, kam zum Schluss, durch das System der aktiven Kopfstützen von Saab könne eine generelle Reduzierung der Folgen von Hals- und Nackenverletzungen durch den Peitschenschlag-Effekt bei Heckkollisionen um mehr als 75 Prozent erreicht werden.

 

Statistiken von Realunfällen zeigen, dass Nackenverletzungen am häufigsten bei Heckkollisionen selbst bei verhältnismäßig niedrigen Geschwindigkeiten auftreten. Auslöser der so genannten Peitschenschlag-Verletzungen ist die gewaltsame Bewegung des Kopfes im Vergleich zum Körper bei einem Heckaufprall. Sehr oft erleiden die Betroffenen dadurch Verletzungen im Hals- und Nackenbereich mit Langzeit-Schmerzen. Das SAHR System ist so ausgelegt, dass im Falle einer Heckkollision die Bewegung des Kopfes der Insassen stark reduziert wird. Dies hilft wirksam, das Risiko von Peitschenschlag-Verletzungen zu verringern.

 

Das System von Saab arbeitet vollkommen mechanisch und basiert auf dem Hebelsystem. Die gepolsterte Kopfstütze ist mit einer Druckplatte in der Rückenlehne des Sitzes verbunden. Bei Heckkollisionen wird der Körper des Fahrzeuginsassen durch die Wucht des Aufpralls in die Rückenlehne gepresst und dadurch wird die Druckplatte nach hinten bewegt. Diese löst eine sofortige Bewegung der Kopfstütze nach oben und vorne aus, um den Kopf des Insassen zu stoppen, ehe der Peitschenschlag-Effekt eintreten kann. Die zielgenaue Aktivierung des Systems berücksichtigt drei Faktoren: die Kraft, mit welcher der Rücken des Passagiers in die Rückenlehne gepresst wird, die Stärke der durch die Kollision wirkenden Kraft und das Gewicht der betroffenen Person.

 

Ein großer Vorteil des mechanischen SAHR-Systems ist es, dass in der Mehrzahl der Fälle keine Reparatur nötig ist, um es nach einer erfolgten Aktivierung wieder in Stand zu setzen. Nachdem die Kopfstütze die Bewegung des Kopfes eingeschränkt hat, fährt sie auf die Ausgangsposition zurück und ist sofort wieder einsatzfähig. Da Peitschenschlag-Verletzungen gewöhnlich bei Kollisionen im niedrigen Geschwindigkeitsbereich auftreten, bei denen das Fahrzeug meist nur leichtere Schäden erleidet, erhöhen aktive Kopfstützen von Saab die Reparaturkosten nach einem solchen Crash nicht.

 

Die neue Sport-Limousine Saab 9-3, die seit September auf dem deutschen Markt ist, wartet bereits mit einer zweiten Generation des SAHR-Systems auf. Die Weiterentwicklung garantiert eine noch schnellere Auslösung bei einem Heckaufprall im Bereich niedriger Geschwindigkeit. Die Kopfstütze wird bereits aktiviert, wenn bei einem Heckcrash die untere Rückenpartie des Insassen in die Rückenlehne gedrückt wird.


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