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Der neue Williams FW33 fährt auf der Strecke bereits seit dem 1. Februar. Erst heute hat der britische Rennstall die neue Lackierung vorgestellt. Sie wird dominiert vom neuen Hauptsponsor PDVSA aus Venezuela.
Für Williams beginnt eine neue Ära. Der Traditionsrennstall aus Grove hat über den Winter sechs Sponsoren verloren. Die Verträge mit der Royal Bank of Scotland (RBS), Philips, Oris und Accenture, Air Asia und Allianz sind nicht erneuert worden. Man munkelt, dass damit rund 40 Millionen Euro verloren gehen. Damit war auch das Schicksal von Nico Hülkenberg besiegelt. Williams brauchte neben Rubens Barrichello einen Fahrer mit Sponsoren im Rücken.
Pastor Maldonado bringt Öl-Millionen mit
Der Verlust wird zum Großteil durch die Mitgift von Pastor Maldonado wieder aufgefangen. Der Venezolaner hat die staatliche Ölindustrie im Gepäck. Die Aufkleber von PDVSA auf der Motorabdeckung und dem Heckflügel sollen 33 Millionen Euro wert sein. Maldonado bekam einen Fünfjahresvertrag mit mehreren Optionen.
Die Hausfarben blau und weiß dominieren auch weiterhin. Weiß bekommt mehr Gewicht, damit der rote Schriftzug von PDVSA besser hervorgehoben wird. Titelsponsor AT&T, Randstad, Ridge und Thomson Reuters blieben dem Team treu, das zwischen 1980 und 1997 sieben Fahrer- und neun Konstrukteurstitel gewonnen hat. Der letzte GP-Sieg liegt allerdings schon über sechs Jahre zurück. Beim GP Brasilien 2004 markierte Juan Pablo Montoya den 113. Sieg der Firmengeschichte.
Williams will 2011 wieder zur Spitze aufschließen
In diesem Jahr versucht Williams wieder den Anschluss an die Spitze zu schaffen. Erfolg ist das beste Rezept, um der Abhängigkeit von einem Sponsor oder Gönner zu entkommen. Das Konstruktionsbüro unter der Leitung von Sam Michael hat ein Auto mit radikalem Konzept gebaut. Rubens Barrichello stufte es "als deutlich besser als unser Vorjahresauto" ein. GP2-Meister Maldonado wird es schwer haben, sich gegen den Rekordteilnehmer zu behaupten. Die Fülle an neuen Parametern, von KERS bis zum verstellbaren Heckflügel, legt für jeden Neuling die Messlatte hoch.
Quelle: Auto Motor und Sport