Autobeleuchtung nicht ohne weiteres auf LED umrüstbar - Vorsicht bei Umrüstung auf LED

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Autobesitzer, die ihr Fahrzeug mit modernen LED-Leuchten ausrüsten möchten, sollten aufpassen. Die Umrüstung mit sogenannten Retrofits ist nicht ohne weiteres möglich.

Bonn – Bei der Umrüstung auf LED-Beleuchtung ist Vorsicht geboten. "Dies ist nicht durch einfaches Austauschen von Glühlampen gegen Leuchtdioden mit dem Sockel von Autolampen möglich", sagt Ulrich Köster vom Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) in Bonn. Der Einsatz dieser sogenannten Retrofits sei in der äußeren Beleuchtung des Autos verboten.

Moderne LED-Beleuchtung hätten viele Autofahrer gern. Moderne LED-Beleuchtung hätten viele Autofahrer gern. Quelle: dapd "Handfeste technische Gründe sprechen dafür, sich an die Vorschriften zu halten", mahnt Köster. Anders als bei Haushaltslampen, bei denen in den gebräuchlichen Schraubsockel auch Energiesparlampen oder LED passten, genüge das beim Autolicht nicht. Hier müsse die Abstrahlcharakteristik stimmen, damit beispielsweise der Blinker auch seitlich zu sehen sei oder die Bremsleuchte ihren Reflektor optimal nutze. "Heutige Retrofits bieten die dafür nötige, nahezu allseitige Lichtabgabe nicht", sagt der ZDK-Fachmann.

Möglich sei jedoch die Nachrüstung kompletter Leuchten mit Zulassung. Nahezu immer ließen sich zudem beispielsweise Tagfahrleuchten in LED-Technik montieren. Auch im Innenraum könnten Leuchtdioden zum Zug kommen. In Leselampen und Cockpitbeleuchtung dürften Retrofits ihren Dienst tun. Diese Lichtfunktionen seien nicht in Vorschriften geregelt.

 

 

Quelle: DAPD

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