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Volvo stellt innovatives Plug-in-Hybridfahrzeug vor
Auf der Internationalen Automobilausstellung IAA 2007 in Frankfurt/Main präsentiert Volvo das ReCharge Concept – einen so genannten Plug-in-Hybridantrieb mit Elektro-Radnabenmotoren und einer Batterie, die sich an regulären Haushaltsstromquellen aufladen lässt. Der Energiespeicher bietet rund 100 Kilometer Reichweite, bevor im Bedarfsfall ein Bio-Ethanol tauglicher Vierzylinder FlexiFuel-Verbrennungsmotor zwecks Wiederaufladung der Batterie zum Einsatz kommt. Vorgestellt wird das neue Konzept in einer speziellen Ausführung des Volvo C30. „Zukünftige Anforderungen im Hinblick auf die CO2-Emissionen werden sich nur mit einem Anteil von Elektrofahrzeugen erfüllen lassen. Vor diesem Szenario stellt unser ReCharge Concept eine äußerst interessante Lösung dar, weil es eine hohe Reichweite per Batterieantrieb mit dem Potenzial eines hoch effizienten Verbrennungsmotors kombiniert“, sagt Magnus Jonsson, Senior Vice President Forschung und Entwicklung bei Volvo.
Entwickelt wurde das ReCharge Concept im Volvo Monitoring and Concept Center VMCC, der Denkfabrik des schwedischen Herstellers im kalifornischen Camarillo.
„ReCharge stellt in punkto umweltverträglicher Autoverkehr eine wegweisende Innovation dar. Wenn jemand weniger als hundert Kilometer pro Tag fährt, wird er mit einem solchen Fahrzeug nur selten eine Tankstelle aufsuchen müssen. In den USA dürfte das auf etwa 80 Prozent aller Autofahrer zutreffen“, zeigt Jonsson die Dimensionen auf.
Dank der exzellenten Reichweite des elektrischen Antriebs per Batterie bietet das ReCharge Concept aus dem Blickwinkel der Kraftstoffökonomie beachtliche Vorteile, liegen doch die Betriebskosten beim reinen Elektrobetrieb rund achtzig Prozent unter denen eines vergleichbaren Benzinermodells.
„Bei sinnvollem Einsatz dürften die CO2-Emissionen um rund 66 Prozent günstiger ausfallen als bei den besten Hybridfahrzeugen, die es derzeit zu kaufen gibt. Stammt der Strom überwiegend aus CO2-neutralen Quellen wie Biogas, Wasser- oder Atomkraft, ließen die Emissionen sich zusätzlich verringern“, so Magnus Jonsson.
Ein Elektromotor pro Rad Der Volvo Innovationsträger kombiniert neueste Technikentwicklungen in einem so genannten „Series Hybrid“, der keine mechanische Verbindung zwischen Verbrennungsmotor und Rädern aufweist. Die Antriebskomponenten im Überblick:
• Lithium-Polymer-Batterie im Laderaum (Lebensdauer höher als das Gesamtfahrzeug). • Je ein Elektromotor pro Rad. • 1,6-Liter FlexiFuel Motor plus Hightech-Generator für effizienten Antrieb bei entladener Batterie.
Elektrofahrzeug mit Reserve-Verbrennungsmotor Im Prinzip handelt es sich beim Volvo ReCharge Concept um ein batteriebetriebenes Elektrofahrzeug, kombiniert mit einem Verbrennungsmotor und einem hoch effizienten APU-Generator (Auxiliary Power Unit), der im Falle eines zu niedrigen Batterie-Ladezustands die vier Radmotoren mit elektrischer Energie versorgt und so jederzeit adäquate Fahrleistungen sicherstellt. Da der Verbrennungsmotor ausschließlich den APU antreibt, kann er in einem verbrauchsgünstigen Betriebsbereich mit besonders niedrigem CO2-Ausstoß laufen.
Der APU-Generator verfügt über die Kapazität, ein ganzes Haus mit Elektrizität zu versorgen. Damit stünde bei geringfügigen Modifikationen ein mobiles Ersatzkraftwerk zur Verfügung, mit dem sich Stromausfälle problemlos überbrücken ließen.
Kraftquelle vom Fahrer wählbar Der FlexiFuel-Verbrennungsmotor startet automatisch, sobald 70 Prozent der Batteriekapazität aufgebraucht sind. Der Fahrer hat aber auch die Möglichkeit, diesen manuell zuzuschalten, um den Ladezustand der Batterie zu erhöhen – beispielsweise, um für eine bevorstehende Stadtfahrt genügend elektrische Energie zur Verfügung zu haben.
„Zwischen aktuellen Hybridfahrzeugen und unserem Plug-in-Modell besteht ein wesentlicher Unterschied. Heutige Modelle nutzen die Batterie lediglich zur kurzzeitigen Unterstützung des Verbrennungsmotors. Die Volvo Lösung dagegen ist für permanenten Elektrobetrieb ausgelegt, der Verbrennungsmotor dient lediglich der Stromerzeugung“, erklärt Projektmanager Ichiro Sugioka. „Außerdem besitzt der Volvo C30 auch mit Hybridantrieb die modelltypische Agilität und Sportlichkeit, wie die Beschleunigungszeit von 9,0 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h zeigt.“
Spezielle Elektromotoren Die Hauptkomponenten des elektrischen Antriebs, Generator und Radnabenmotoren, entwickelte Volvo in Zusammenarbeit mit dem britischen Elektrikspezialisten PML Flightlink.
Das Antriebskonzept mit jeweils einem Elektromotor pro Rad sorgt nicht nur für eine ausgewogene Gewichtsverteilung, sondern garantiert wegen des fehlenden klassischen Antriebsstrangs auch hohe mechanische Effizienz und maximale Traktionsreserven. Um die Umweltschutzwirkung so umfassend wie möglich zu gestalten, verfügt das Fahrzeug über eine hoch effiziente, von Michelin für Radmotor-Fahrzeuge entwickelte Spezialbereifung.
Das Fahrzeug selbst bewegt sich mit Allradantrieb im ursprünglichsten Sinn des Wortes, die Antriebskraft wird dabei radselektiv geregelt. Das traditionelle mechanische Bremssystem wird im endgültigen Entwicklungszustand durch ein elektrisches ersetzt, bei dem sich reibungsbedingte Energieverluste auf ein Minimum beschränken. Eingaben des Fahrers werden über eine elektronische, vierfach-redundante Steuerung umgesetzt.
Wirtschaftliche Lösung für den Pendelverkehr Das Volvo ReCharge Concept eignet sich hervorragend für den täglichen Einsatz auf kürzeren Distanzen. Ein Pendler beispielsweise, dessen Weg zur beziehungsweise von der Arbeitsstätte weniger als 100 Kilometer beträgt, könnte die gesamte Strecke per Elektroantrieb und einem täglichen Kraftstoffverbrauch von null Litern auf 100 km bewältigen. Selbst Reiseetappen, die den Aktionsradius der Batterie überschreiten, ließen sich mit einem solchen Fahrzeug extrem wirtschaftlich bewältigen: Nach dem Ausschöpfen der Batteriekapazität würden für eine 150-Kilometer-Strecke weniger als 2,8 Liter Benzin benötigt, was einem Effektivverbrauch von 1,9 Litern pro 100 km entspräche.
„Einzige Bedingung ist, dass der Fahrer an den jeweiligen Zielorten Zugang zu einer Steckdose zum Aufladen der Batterien hat. Ein voller Ladezyklus nimmt drei Stunden in Anspruch, aber schon eine Stunde reicht für weitere fünfzig Kilometer Fahrstrecke“, verdeutlicht Magnus Jonsson die Vorzüge des Konzepts. News eingegeben von: boisbleu |
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radnabenmotoren .. das is ne feine sache! respekt...
nur wenn die 100km reichweite um sind, dann muss der motor an.. und ein generator hat so im höchstfall 80% wirkungsgrad.. also wenn ich jetzt noch ca 40%wirkungsgrad des Verbrennungsmotors nehme und dann nurnochmal 80% davon, dann hab ich einen verdammt beschissenen wirkungsgrad
wenn man nur einen verbrennungsmotor hat die die kraft über dien Getriebe und dann an die Räder weiter gibt, dürfte ich weniger als 20% verlust haben....
sehe ich das richtig ^^?
Guter Ansatz in die richtige Richtung. Den Verbrennungsmotor nur noch als Ladegenerator zu nutzen, wird bestimmt einigen Menschen zunächst nicht ins übliche Denkschema passen - aber der Ansatz ist durchaus vielversprechend.
Eine ist inzwischen ganz sicher: Der Elektromobilität gehört langfristig die Zukunft. So wird z.B. schon in Kürze auch bei uns das norwegische Elektroauto "Think" für allerhand Aufmerksamkeit sorgen. Weiter so, liebe Skandinavier! Zeigt der Welt, dass ihr Querdenker seid und auch heute noch zu den Innovationsführern dieser Welt zählt. Dazu gehört dann aber auch die mutige Umsetzung über das Prototypenstadium hinaus !
Einzig der Verweis auf die angeblich C02-neutrale Stromquelle "Atomkraft" finde ich unglücklich, um nicht zu sagen ziemlich deplatziert.
Der HeizÖlch
Motorist
100 km sind doch schonmal ein guter Ansatz... man braucht ja nur mal schaun, wieviele Kurzstrecken gefahren werden, meine Nachbarin fährt sogar die 400 m zum Tennistraining..
Wäre mal interessant wie lange es dauert bis ich mit meinen Solarzellen aufn Dach den Akku "selbst" geladen hätte. Evtl. weiß ja jemand die Ah des Akkus.
GEIL!
EInfach nachts beim NAchbar reinschleichen und den "Wagen" aufladen
Volvo stellt innovatives Plug-in-Hybridfahrzeug vor
Prinzipiell schon, allerdings kann der Verbrennungsmotor - unabhängig von der Fahrgeschwindigkeit (weil ja mechanisch vollständig entkoppelt) - im Bereich des optimalen Wirkungsgrades laufen. Bei einem "normalen" PKW erreicht man diesen Bereich nur selten, sondern bewegt sich zwangsläufig oft in Betriebsbereichen, wo der Wirkungsgrad nur bei 20-25% (oder noch niedriger) liegt. Damit kann so ein Serien-Hybrid - auch wenn der Verbrennungsmotor läuft - u. U. immer noch einen deutlich günstigeren Wirkungsgrad als ein konventionelles Fahrzeug aufweisen.
Bedenken habe ich eher bei den Radnabenmotoren - die gehen nämlich voll in die ungefederte Masse ein, mit entsprechenden Auswirkungen auf Fahrkomfort und Straßenlage.
Stirnlappenbasiliskfan
Auch wenn ich derartig kurze Strecken selten fahre, 100 km reichen meistens. Auch die Fahrt zu meinen Schwiegereltern (da kann man ja notfalls auch aufladen
) beträgt "nur" ca. 80 km pro Richtung. Ergo: Völlig richtige Richtung. Wann ist Serienanlauf?
Also für 50 km 2,8 L -> 5,6L/100 ? Wohlgemerkt Herstellerangabe, also 6,5 in Wirklichkeit.
Ok, ich weiss er soll mit Steckdose Fahren, aber schöner wäre es das nicht so schönzurechnen mit der 150 km Fahrstrecke.
Trotzdem was schönes für Pendler, will die Leistung nicht schlechtreden.
p.s. Ganz toll wäre es die ganze Umweltbilanz anzugucken, ich kann nur spekulieren ob das Kraftwerk das die entsprechende Strommenge anliefert dann umgerechnet pro gefahrenen km mehr rauspustet, als wenn man das alles direkt im Auto verbrennt.
Nicht dass es am Ende wie beim Wasserstoff-BMW aussieht.
Aber es ist dann am Ende ja nicht nur Volvos "Schuld", bei Aufladung durch Solarzellen am Gagagendach (ja ich weiss da braucht er 3 Tage um aufzuladen) sieht es alles ganz anders aus, sprich gut.
Der Fels in der Brandung
Sehr schön!
Ein richtiger Schritt in die Richtige Richtung!
Klar dass der Benzinmotor mit nicht mal 40% das Konzept ab 100 km stark ausbremst, aber dieser Schritt ist notwendig!
Denn nur so kann man zuverlässig die Plattform für die zukünftige Brennstoffzelle und den Batterien oder Hypercaps erforschen und weiter entwickeln in Richtung langfristiger Haltbarkeit. Denn die aktuellen Batterien sind sicherlich besser als die gewöhnlichen aber noch lange nicht das non plus Ultra, die Speicherkapazität ist einfach noch deutlich zu gering, der Ladevorgang muss auch beschleunigt werden, Lithium Ionen Akkus z.B. müssen meist langsam geladen werden, vollkommen undenkbar für jemanden der nur einen kleinen Stop einlegt und danach weiter fahren möchte.
Trotzdem möchte ich sagen, dass 100 km für bestimmt 60% aller Automobilfahrer ausreichend sind.
Ich suche noch verzweifelt den Apple Aufkleber ;P. Finde die Idee wirklich gut.
mit Diesel im Blut
Volvo stellt innovatives Plug-in-Hybridfahrzeug vor
Ich hab die Rechnung so verstanden das ich erst die 100km mit den Akkus fahre und dann "... nach dem Ausschöpfen der Batteriekapazität ..." 2,8 l/150km verbrauche, also 1,9 l/100km.
Oh Oh Oh, den Wirkungsgrad hat vielleicht dein Fahrraddynamo. Ein Generator in der Leistungsgröße sollte bei optimaler Ansteuerung durch den Verbrennungsmotor (konstante Drehzahl, konstante Leistung, ...) einen Wirkungsgrad von >90% haben. Kraftwerksgeneratoren haben Wirkungsgrade bis zu 98%! Wenn Volvo was Gescheites verbaut hat, schätze ich mal sind es 95%.
Aber mal ganz allgemein:
Ich find das mal einen riesen Schritt in die, wie ich finde, richtige Richtung! Die Entkopplung des starren Antriebskonzeptes mit dem Verbrennungsmotor ist DER Weg um alle Aggregate mit besten Wirkungsgraden zu fahren. FlexiFuel hat zudem den Vorteil, das man CO2-neutral fahren kann, heißt das was das Auto an CO2 ausstößt ist von der Menge her genau das was die für den entsprechenden Treibstoff nötigen Pflanzen in ihrem Wachstum auch wieder an CO2 benötigen.
Das Thema Atomkraft, was ja schon angesprochen wurde, find ich nicht unbedingt daneben. Sicher produzieren wir damit Müll den wir nicht weiter verwerten können. Wie "böse" die Atomkraft ist erzählen uns ja unsere tollen Politiker ja immer wieder mal, aber wenn ich mir die ganze Welt angucke entstehen überall neue Kraftwerke, nur der Deutsche baut seine ab. Meine persönliche Meinung ist auch das wir an ihr nicht wirklich vorbei kommen um den jährlich steigenden Energiebedarf zu decken. Wir haben technologisch gesehen ja keine andere Möglichkeit mit geringerem oder gleichem Aufwand so viel oder mehr Energie zu produzieren. Für sein reines Gewissen schaltet der Deutsche aber lieber seine Kraftwerke ab und kauft lieber den Atomstrom aus den Nachbarländern, weil ihn seine Windmühlen auch nicht helfen wenn nur ein laues Lüftchen weht. Aber das ist eine ganz andere Diskussion und paßt nicht in dieses Forum. In der Aufzählung der CO2-freien Energielieferanten gehört die Atomkraft aber auf jeden Fall rein, da alle anderen Länder damit ihre Grundlasten abdecken und zum Teil auch an Deutschland verkaufen!!!
nee opelowski hat recht.
Gränsfors Bruks
ein Schritt in die richtige Richtung. Vorallem fällt nebenbei durch die Radnabenmotoren noch ein Allrad mit ab
Aber sagt mal, der Asiate auf dem unteren Foto, ist das einer von Toyota der den Schweden zeigt wo´s langgeht??
Grüße,
Eric
Themenleser
Nein hat er nicht. Steffen9976 hat recht. Steht doch da ganz deutlich. Wenn der Akku leer ist verbraucht der Benziner 1,9L auf 100 km. Da steht nix von 2,8 auf 50 ...
Moderator
Ung gut aussehen tut die Kiste auch - meiner Meinung nach deutlich besser als der normale C30. Woran liegt das?
Gruss,
Philip